Lesewolke

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Mobiler OPAC und QR-Codes

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Eine Frage, die die TeilnehmerInnen des Bib meets Knowledge Camp 2012 beschäftigte, war, ob für die mobilen Bibliotheksangebote eine Browserlösung reicht, oder ob man spezielle Apps anbieten sollte, die oft schneller reagieren und besser an das System angepasst sind. HTML5 eignet sich gut für die leichter zu pflegenden Browserlösungen, hörten wir. Die Hürde bei Apps besteht allerdings darin, dass man für die verschiedenen Betriebssysteme der Smartphones jeweils eigene Apps entwickeln müsste. Wobei  iOS, Android usw. stets neue Versionen herausbringen und die jeweilige App dann angepasst werden müsste. Das ist also keine einfache Sache. Den Vorschlag, dass Bibliotheksangebote auch in die vorhandene App der übergeordneten Institution (Stadtverwaltung, Universität) eingebunden werden könnten, fand ich recht interessant. Ein anderer Ansatz wäre eine App zur Literatursuche insgesamt, die nicht an einer speziellen Bibliothek hängt, sondern die nächste Möglichkeit zeigt, ein Buch zu bekommen (Foto vom Tafelbild). [Update]: In diese Richtung gingen u.a. auch die Überlegungen der Session zu OPAC-Funktionalitäten, an der ich jedoch nicht teilgenommen habe. Allerdings gibt es eine gute Zusammenfassung.

Ein zentrales Thema waren auch die weiterführenden Serviceleistungen, die die mobilen Bibliotheksangebote enthalten könnten. So könnte man die Ortungsfunktion besser nutzen und beispielsweise bei Bibliotheken mit mehreren Zweigstellen oder Campusbibliotheken den Nutzer zur richtigen Bibliothek navigieren. Auch die Navigation direkt zum Regal wäre schön, könnte allerdings in Räumen etwas schwierig werden. Da muss man sich wohl mit herunterladbaren Lagepläne behelfen. Solche Systeme gibt es auch schon (siehe meinen Artikel über das IKMZ Potsdam). Eine weitere schöne Idee ist die Erinnerungsfunktion für abzuholende oder abzugebene Bücher, wenn man sich in Bibliotheksnähe befindet. Noch ein bisschen Zukunftsmusik ist wohl die Verbuchungsfunktion für Bibliotheken, die auch außerhalb der Öffnungszeiten von Professoren und MitarbeiterInnen betreten werden können. Technisch ist die Ausleihe über das Smartphone aber machbar und wird wohl auch schon probiert.

Fazit: Ob App oder Browserlösung – ein smartphonegeeignetes OPAC-Angebot gehört heute dazu. Und auch das Webangebot selbst sollte als mobile Variante angeboten werden.

Einen ganzen Blumenstrauß guter Ideen gab es in der Session zum Einsatz über QR-Codes, die Tibor Maxam moderierte (siehe dazu auch Beitrag in seinem Blog). In Wien haben sie schon so viel QR-Codes in der Bibliothek, dass sie sogar eine Umfrage machten, ob die Nutzer sich daran stören. Das war aber nicht der Fall, sie fanden es durchaus nützlich. Schön fand ich die Idee, einen QR-Code auf das Regal der Lehrbuchsammlung zu kleben. Dann können die Studierenden wenigstens schnell das E-Book finden, wenn alle Printexemplare verliehen sind. Ebenfalls prima ist die Idee bei abbestellten Zeitschriften am Ende einen QR-Code für die immer noch laufende elektronische Version zu kleben. Aber es gab noch viele andere Ideen, die ich hier nicht alle aufzählen möchte, denn schließlich haben wir uns die Mühe gemacht, gemeinsam während der Session, wichtige Dinge im Etherpad mitzuschreiben (als PDF). Eine wirklich tolle Methode! :-)

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Written by lesewolke

19. März 2012 at 07:00

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