Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (26.KW’15)

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VÖBBlog verlinkte auf einige Beiträge zum Thema Panoramafreiheit, welche aktuell im EU-Parlament zur Gestaltung einer EU-Urheberrechts heiß diskutiert wird. Bisher ist es in Deutschland laut UrhG §59 (1) “Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben.” Auch in einigen anderen europäischen Ländern funktioniert dies ähnlich, manche haben allerdings strengere Rechtsvorschriften. iRights.info fasste den aktuellen Stand und mögliche Veränderungen zusammen. Wikipedia Deutschland schrieb einen Offenen Brief an die Abgeordneten des Parlamants. Eine Verschärfung des Rechts würde noch mehr Unsicherheit hinsichtlich der Veröffentlichung von Fotos für alle Privatpersonen und Institutionen mit sich bringen inklusive einem großen Aufwand zur Prüfung bereits erfolgter Bildbeiträge.

Wer auf seine Netzwerke bewirbt, kann auch mal Kritik ernten. Diese Erfahrung machte die Stadtbibliothek Gütersloh und schilderte im NRW-Blog ganz offen die Reaktion auf ihre Aktion, mittels Lesezeichen auf digitale Kanäle aufmerksam zu machen.

Digitale Spielwelten ruft dazu auf, Projekte & Veranstaltungsmaterialien zu diesem Thema auf der ihrer Internetseite teilen (via NRW-Blog). Es stehen bereits einige Projekte und deren Materialien bereit. Ebenfalls um Digitale Spiele geht in der Veranstaltungsliste für das 2. Halbjahr 2015 auf spielbar.de, einer Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung (via NRW-Blog).

Auf die online verfügbare Masterthesis “Kinderbücher der ÖNB” verwies VÖBBlog. Na, das ist doch auch mal ein nettes Forschungsthema und zeigt laut Abstractvorherrschende politische Strömungen, soziale Verhältnisse, moralische und pädagogische Ansichten der jeweiligen Epoche“.

Dei Deutsche Digitale Bibliothek übernimmt die fast 70 Millionen Datensätze des Portals Bibliotheken, Archive und Museen (BAM), welches Ende Juni 2015 eingestellt wird, siehe b.i.t.online (via Netbib).

Koha.abunchofthings.net berichtete über die Verbesserungen in der Version 3.20.0 des freien Bibliothekssystems Koha.

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29. Juni 2015 at 08:00

BIB-Sommerspezial – BUGA in Brandenburg

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Rosenrad auf dem Marienberg

Rosenrad auf dem Marienberg

Die Bundesgartenschau in der Havelregion war unser diesjähriges Ziel für einen Ausflug abseits der Bibliothekswelt – dem Sommerspezial der Landesgruppe Brandenburg BIB e.V. Die BUGA 2015 ist auf fünf Standorte verteilt. Wir entschieden uns für die Domstadt Brandenburg.

Der erste Anlaufpunkt unserer BUGA-Führung war der Marienberg. Einen Naturpark gab es hier schon 1899, weshalb die historische Gestaltung berücksichtigt werden musste (mehr zur Geschichte des Marienbergs). Weithin sichtbar ist die denkmalgeschützte Friedenswarte von 1974, die auf den Grundmauern des Bismarckturmes errichtet wurde. Auf den ehemaligen Behältern  der Wasserwerke findet man nun den Heidegarten und das Rosenrad. Sogar Wein wird wieder angebaut. Das wurde bereits in früheren Jahrhunderten getan, wenn auch der Geschmack eher für Spottlieder sorgte. ;-)

Das Gebäude der Klosterkirche St. Johannis dient der BUGA als Halle mit wechselnden Ausstellungen (mehr dazu). “Pflanzen ein Geschenk des Himmels” lautete das Thema der 25. Kalenderwoche.

Das ehemalige Schiffswerftgelände am Packhof wurde für die BUGA komplett umgestaltet. Die fünf stilisierten, bepflanzten “Schiffe” Gustav, Andreas, Lina Marie, Nordstern und Luise fallen sofort ins Auge. Sie wurden mit viel Einfallsreichtum als Themengärten gestaltet. Im Kajütengarten der Nordstern (einst der 3. Dampfer der Werft Wiemann) fand sich dann tatsächlich ein Bücherregal. Es erinnert an den Botaniker Christian Konrad Sprengel. Er erforschte im 18. Jahrhundert den Zusammenhang von Insekten und Pflanzen hinsichtlich der Bestäubung und soll mit seinem Werk sogar Charles Darwin inspiriert haben.

Nach einem Mittagessen fuhren wir mit dem Fahrgastschiff Pegasus noch einmal am Packhof vorbei bis zum kleinen und großen Beetzsee (z.B. wie wir mit der Reederei Nordstern).

Doch eine Bundesgartenschau ist natürlich in erster Linie ein farbenfrohes Fest zum Schauen, deshalb darf hier eine Diashow nicht fehlen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

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24. Juni 2015 at 08:00

Veröffentlicht in Unterwegs entdeckt

Gelesen in Biblioblogs (25.KW’15)

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Tipps für die Bibliotheksarbeit mit Flüchtlingen und Asylbewerbern hat NRW-Blog zusammen getragen. Dazu gehören allgemeine Voraussetzungen (Fremdsprachenkenntnisse, Raumangebote) aber auch konkrete Anregungen zum Bestandsaufbau. Weiterhin werden bereits praktizierte Angebote aus Bibliotheken aufgelistet.

Über den Schülerwettbewerb “YES! – Young Economic Summit” berichtete ZBW-Talk. Die Schülerinnen und Schüler aus Projektschulen in Hamburg und Schleswig-Holstein sollen Lösungsansätze für aktuelle Probleme unserer Zeit erarbeiten und diese dann auf dem Global Economic Symposium (GES) vorstellen. Außerdem wird die beste Medienarbeit (z.B. in Zeitungen, sozialen Netzwerke, Blogs usw.) prämiert. Denn wer mit Ideen punkten will, muss diese publik machen. Das Projekt ist demnach auch gut geeignet, Recherche- und Medienkompetenzen zu stärken.

Im Blog Spaces of Knowlege beschäftigte sich Eva-Christina Edinger mit den Bedürfnissen der Bibliotheken verschiedener Orte mit unterschiedlichen Zielgruppen, und meinte, dass man deren “Eigenlogik” bei Planungen unbedingt beachten sollte (via NRW-Blog).

Auf die aktuellen Trends, Herausforderungen und technologische Entwicklungen des Horizon Report 2015 Library Edition ging Rudolf Mumenthaler in seinem Blog ein und verglich die Themen mit der Ausgabe von 2014. Hingegen erklärte Gerhard Steidl in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass die Fans von Medien auf Papier wieder zunehmen (via NRW-Blog).

Fortbildung in Bibliotheken stellte die Funktionen des BIB-OPUS-Servers nach dem Upgrade auf OPUS 4 vor. Der IFLA/Brill Open Access Award 2015 ging an die Plattform Directory of Open Access Books (DOAB), siehe Netbib.

In Österreich ist das geplante Leistungsschutzrecht weiterhin ein umstrittenes Thema, auch wenn es vorerst nicht mehr im Entwurf zum neuen Urheberrechtsgesetz enthalten ist, schrieb VÖBBlog und verlinkte zudem auf drei Kommentare.

Wie sehen heutige Bibliothekarinnen und Bibliothekare aus?! Zahlreiche Fotos kann man im Tumblr-BlogThis is what a librarian looks like” anschauen (via Netbib). :-)

Gelesen in Biblioblogs (24.KW’15)

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Auf die BachelorarbeitInformationsberatung als zeitgemäßes Dienstleistungskonzept für wissenschaftliche Bibliotheken” von Claudia Julia Keller verlinkte Infobib. Hier geht es darum, genau dann Unterstützung anzubieten, wenn diese benötigt wird. Auf drei Praxisbeispiele (Wissensbar der SLUB Dresden, Helpdesk Lern- und Arbeitstechniken an der KIT-Bibliothek, Learning Center der Universitätsbibliothek Mannheim) wird näher eingegangen.

Zur geplanten Urheberrechtsnovelle in Österreich verfasste schrieb KRIBIBI eine ausführliche Stellungnahme, siehe VÖBBlog. Die Computerwelt schimpfte lt. VÖBBlog vor allem über die Speichermedienabgabe und das Leistungsschutzrecht. Es soll nun auch in Österreich eingeführt werden, obwohl es schon in Deutschland eher Schaden, aber keinen Nutzen brachte. IRights.info berichtete über das neue Gesetz. Nach der Einführung in Deutschland wurde schnell klar, dass die Marktmacht von Google durch das Gesetz eher noch gestärkt wurde, denn eine Nichtanzeige der Treffer von Presseverlagen, brachte diesen einen finanziellen Schaden. Deshalb gaben viele eine kostenfreie Lizenz an Google, um nicht aus der Anzeige verbannt zu werden (siehe auch Telepolis).

Reed-Elsevier, Springer Nature, Wiley-Blackwell, Taylor & Francis und Sage sind die fünf Verlage, die 50 Prozent aller akademischen Artikel publizieren. Das bringt Gewinnspannen bis 40 Prozent. Eine Studie zu dieser Problematik ist im Juni in PLOS ONE erschienen. Robert Czepel, (science.ORF.at) meinte dazu “Erstens sollten die wissenschaftlichen Fachgesellschaften beginnen, ihre Studien wieder selbst zu publizieren, so wie es auch in historischen Zeiten üblich war. Und zweitens sollte man den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen – Stichwort “Open Acess” – weiter fördern.” (via VÖBBlog).

VÖBBlog verlinkte auf die aktualisierte Ausgabe der Publikation „Rechtliche Rahmenbedingungen für Digitalisierungsprojekte und Gedächtnisinstitutionen” der Servicestelle Digitalisierung.

Vor 70 Jahren erschien das 1. Buch über Pippi Langstrumpf! NRW-Blog machte auf die Jubiläumsseite des Oetinger-Verlages + Gewinnspiel aufmerksam.

Ein tolle Idee – die Weltkarte mit den Orten, an denen Romane spielen:

Einige Fotos aus Bibliotheken in der Schweiz – unter anderen Klosterbibliothek Einsiedeln – brachte ich von meiner Urlaubsreise mit. Einen Bericht + Diashow gab es hier bei Lesewolke. :-)

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15. Juni 2015 at 08:00

Unterwegs entdeckt 2015 – Bibliotheken in der Schweiz

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Klosterbibliothek Einsiedeln

Klosterbibliothek Einsiedeln

In dem kleinen Wallfahrtsort Einsiedeln befindet sich ein großes Benediktinerkloster. Innerhalb einer Führung hat man die Möglichkeit, den Großen Saal der Klosterbibliothek zu betreten. Im Rokokostil gebaut, war der Aufenthalt in so einer altehrwürdigen, schönen Bibliothek ein feierlicher Moment. Bereits seit über 1000 Jahren wurden hier zuerst Manuskripte und später Bücher gesammelt. Trotz der Erhaltung vieler Traditionen im Mönchskloster gibt es eine Internetseite, wo auch Digitalisate einige Handschriften verlinkt sind.

Aktuell wird in der Bibliothek eine Sonderausstellung über die Reisetätigkeit der Benediktiner gezeigt (Flyer). Ja, auch Mönche gingen ihrerzeit auf Reisen und erwarben im Auftrag ihres Abts das ein oder andere Buch. Ihr Lieblingsziel war Italien. In Rom hofften sie auf Vergebung ihrer Sünden oder studierten an italienschen Universitäten. Das “Itinerarium Einsidlense”, eine Handschrift aus dem 9. Jahrhundert, gilt als der erste Reiseführer Roms. Neben ihrer Begeisterung für religiöse und kulturelle Stätten, blieb ihnen auch das Leben der Einheimischen nicht fremd und ein  St.Galler Benediktiner brachte den Spruch mit “Magna bruocoli, vedi Napoli e poi muori, ben’mio! – Broccoli essen, Neapel sehen, und dann sterben, mein Lieber!

Bibliothek im Kornhaus, "Tauschstelle" für Besucher

Bibliothek im Kornhaus, “Tauschstelle” für Besucher

Eigentlich stand nur die Stiftsbibliothek in Einsiedeln in meinem Reiseprogramm. Während einer Stadtführung entdeckte ich noch die Kornhausbibliothek Bern und nutzte anschließend die freie Zeit, um mal einen kurzen Blick hinein zu werfen. Wie bereits aus dem Namen erkennbar, wurde das Gebäude ursprünglich als Kornspeicher 1711 – 1715 erbaut und dient jetzt als Kulturzentrum. Im Treppenhaus sah ich dieses kleine Häuschen, welches die Besucher zum Tausch ihrer eigenen Bücher nutzen können “Nimm eins – bring eins”. Die Kornhausbibliothek ist die Hauptstelle der Öffentlichen Bibliotheken von Bern (Internetseite der Bibliothek).

Zufällig entdeckte ich außer der tollen Sicht über Bern noch die Bibliothek im Rosengarten, eine Zweigstelle der Kornhausbibliotheken. Allerdings war dieser Lesepavillion gerade geschlossen, trotz strahlendem Sonnenschein.

Am Hauptplatz steht das älteste Haus von Zermatt (1730 als Kaplanei erbaut). Darin findet man die Gemeindebibliothek dieses touristisch geprägten Ortes (ein netter Bericht über diese Bibliothek). Die kleinen Räume in dem Holzhaus sind hübsch gestaltet. Eine Besonderheit im Bestand ist die Sammlung zum Alpinismus. In dem legendären Bergsteigerort mit Blick auf das Matterhorn, passt es natürlich perfekt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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10. Juni 2015 at 07:00

Gelesen in Biblioblogs (23.KW’15)

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Bibliothekarisch.de hat netterweise auch in diesem Jahr die wöchentliche Blogschau übernommen (20. KW, 21. KW und 22. KW). So hatte ich selbst schnell einen Überblick der aktuellen Themen – ein dickes Dankeschön dafür! Während ich meine jährliche Bibliotheksauszeit genommen habe, gab es tatsächlich ein Jubiläum – 5 Jahre “Gelesen in Biblioblogs”. Infobib hatte daran gedacht und darauf aufmerksam gemacht. Darüber habe ich mich sehr gefreut. :-)

Zahlreiche Blogbeiträge der letzten Woche drehten sich um Themen, die auf dem Bibliothekartag in Nürnberg behandelt wurden. Eine Übersicht der Beiträge hat wie immer Bibliothekarisch.de gesammelt.

Auf neue Vorschläge für Aktionen in Bibliotheken machte das Netzwerk Bibliothek aufmerksam, z.B. das Leseförderportal Onilo (via NRW-Blog). Ebenfalls im NRW-Blog findet man Tipps zur Bibliotheksarbeit mit Flüchtlingen.

Sind Science 2.0-Tools eine Konkurrenz für Bibliotheken? Der Beitrag im ZBW-Mediatalk geht offen mit kritischen Entwicklungen um und zeigt Chancen auf.

Ein Podcast über Open Educational Ressources und Bibliotheken veröffentlichte das Hochschulforum Digitalisierung, siehe Netbib und Fortbildung in Bibliotheken.

Die Entscheidung zur geeigneten Creative-Commons-Lizenz soll dieser Baum erleichtern (via Netbib).

“Wie könnt ihr eigentlich so arbeiten?” fragte Schmalenstroer.net und erläuterte, wie ein Computerarbeitsplatz aussehen sollte.

Schon 3.500 V. Chr. klemmten sich die Sumerer ein “Tablet” unter den Arm, welches eindrückte Symbole enthielt. Das Tablet im Wandel der Zeiten zeigte eine Infografik, siehe Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

8. Juni 2015 at 07:00

Gelesen in Biblioblogs (19.KW’15)

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Aktueller Hinweis: Lesewolke macht gerade eine Pause. Wer die Wochenrückblicke vermisst, schaut einfach mal bei Bibliothekarisch.de vorbei.

Für Fans der Katalogisierung: das neue Heft der Online-Zeitschrift 027.7 mit Beiträgen zum Thema “RDA – Resource description & access” ist erschienen.

Jan Frederik Maas beantwortete in einem Interview mit ZBW-Talk Fragen zur überarbeiteten Rechercheplattform Beluga der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. In Beluga 3.0 kann man nun nach mehreren Millionen lizensierten elektronischen Aufsätzen suchen.

Geld spielt beim Bibliotheksmanagement eine wichtige Rolle. “Wie viel Betriebswirtschaftslehre verträgt die Bibliothek?” fragte Ulrich Naumann deshalb in seinem Essay zum Vortrag beim Berliner Bibliothekswissenschaftlichen Kolloquium des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU Berlin, welches frei online zugänglich ist (via BibTexte).

Menschen die gar kein Geld haben und obdachlos sind, nutzen Bibliotheken beispielsweise, um sich einfach mal aufzuwärmen. Das bringt natürlich auch Probleme, wie die Berliner Woche berichtete (via NRW-Blog).

In Indonesien besucht Ridwan Sururi mit seinem Pferd Luna und einer Bücherbox regelmäßig einige Dörfer, damit dort die Menschen überhaupt die Möglichkeit zum Lesen haben (via Fahrbibliotheken). Dabei träumt Mr. Sururi von einer richtigen Bibliothek direkt vor seinem Haus: “I hope I can have a small library in front of my house,” he says. “But I know it is only a dream.”, schrieb BBC News.

“Read someone like a book” – englischsprachige Redewendungen, die das Wort book oder books enthalten, stellte eine Infografik vor, siehe Bibliothekarisch.de. :-)

Written by lesewolke

11. Mai 2015 at 08:00

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