Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (23.KW’18)

In dieser Woche ist Bibliothekartag in Berlin! Doch es gab schon zahlreiche Information und Ankündigungen in den Blogs. Bibliothekarisch.de hat netterweise bereits begonnen die Beiträge zu der Veranstaltung zu listen.

Die Deutsche Nationalbibliothek leitet das DFG geförderte Projekt „GND4C – GND für Kulturdaten“. Die Gemeinsame Normdatei wurde bisher für die Bestände in Biblitheken genutzt. Nun soll sie für Museen, Denkmalbehörden, wissenschaftliche Institutionen, Mediatheken und Archive geöffnet und erweitert werden, weitere Infos zum Projekt (via Archivalia).

Die #bibreise ging weiter ins Sauerland. Es wurden Bibliotheken in Menden und Lüdenscheid besucht, siehe Fachstelle ÖB NRW.

Bibliotheken werden auf als Aufenthalts- oder Zufluchtsort genutzt. Deutschlandfunk berichtete über Beispiele aus den Hamburger Bücherhallen (via Fachstelle ÖB NRW).

Eine Verkürzung der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek Regensburg sorgte für Proteste seitens der Studierenden, siehe Mittelbayerische.de (via Netbib).

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11. Juni 2018 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (22.KW’18)

Auf das Sondergutachten der Monopolkommission zur Buchpreisbindung verlinkte Archivalia. Sie sprach sich im Fazit für eine Abschaffung dieser Preisbindung auf (S. 93, Pkt. 341), da dem Eingriff in den Markt kein klar definiertes Schutzziel gegenüber steht. VÖBBlog veröffentlichte eine Stellungnahme des Börsenvereins zu dem Gutachten.

Die Fachstelle ÖB NRW hat Links zusammengetragen, die bei der Beachtung der Datenschutzgrundverordnung helfen sollen. Archivalia verlinkte auf zwei Beiträge, die sich damit befassen, dass zahlreiche Blogs angesichts der DSGVO lieber gleich vom Netz gegangen sind oder zumindest die Interaktionsmöglichkeiten eingeschränkt haben.

Welche Themen und Diskurse beschäftigten Bibliotheken in den letzten ca. 150 Jahren? Karsten Schuldt schaute in die Literatur und zeigt am Beispiel der Schulbibliotheken, was gedacht, behauptet und als verbesserungswürdig angesehen wurde.

Die Methode der SWOT-Analyse wird an einem bibliotheksspezifischen Beispiel von der Fachstelle ÖB NRW erläutert. Dabei werden mögliche Stärken und Schwächen aufgelistet, um daraus eine Strategie zu entwickeln.

Eine englischsprachige Infografik zu Metadaten findet man bei Bibliothekarisch.de.

Ein Video der Bundeszentrale für politische Bildung, welches OER erklärt nebst Linktipps, gibt es bei Bibliothekarisch.de. „Persönliche Unterstützungsangebote mit digitalen Medien: Buddies, Mentoring und Co“ lautete des Thema einer e-teaching.org-Online-Veranstaltung, die auch aufgezeichnet wurde, gefunden von Fortbildung in Bibliotheken.

Das #bibreise-Team besuchte indes die Bibliotheken in Gescher und Stadtlohn, siehe Fachstelle ÖB NRW.

Hier noch eine interessante Empfehlung von Bibtexte: „Das Bild der Bibliotheken, Bibliothekarinnen und Bibliothekare im deutschen Fernsehen“, die Dissertation von Ute Engelkenmeier.

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4. Juni 2018 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (21.KW’18)

Über die Verleihung der Bibliothekspreise für die innovativsten Best-Practice-Beispiele auf dem Kongress „VERMITTELNDE (W)ORTE. Bibliotheken und Demokratie“ in Graz berichtet ein Beitrag im VÖBBlog. Auf dem Kongress stellte der Kolumbianer José Alberto Gutiérrez seine Aktivitäten vor. Bei seiner Tätigkeit als Müllmann fand er viele Bücher, sammelte sie und stellte sie zu einer Bibliothek für arme Kinder zusammen. Inzwischen fährt er auch mit einem Bücherbus durchs Land, siehe Die Presse (via VÖBBlog).

Fachstelle ÖB NRW machte auf das Programm „Kultur trifft Digital“ der Stiftung digitale Chancen aufmerksam. Er richtet sich an außerschulische Bildungsinstitutionen, die auch sozial- und bildungsbenachteiligte Kinder erreichen und deren Medienkompetenz fördern wollen.

In Nordrhein-Westfalen sind Teams verschiedenen öffentlicher Bibliotheken auf #Bibreise, um Konzepte für ihre Social-Media-Arbeit zu entwerfen. Ein Auftaktbericht mit Video erschien im Blog der Fachstelle ÖB NRW.

Mit barrierfreien Büchern befasst sich ein ausführlicher Beitrag von Nicola Pridik (via VÖBBlog). Dabei werden die verschiedenen Formate und rechtlichen Grundlagen erläutert.

Im Archivalia-Beitrag zu einer Ausstellung zum Thema Fake News im Stadtmuseum Erfurt findet sich ein sehr gelungenes Erklärvideo. Deshalb auch an dieser Stelle:

Scinoptica verlinkt auf die Ankündigung von deGruyter. Der Verlag gründete das Tochterunternehmen Sciendo, einem Verlagsdienstleister „insbesondere für wissenschaftliche Institutionen und Gesellschaften, Universitätsverlage, unabhängige Autoren sowie Veranstalter wissenschaftlicher Kongresse.„.

Repositorien und Suchmaschinen, in denen man Open-Access-Publikationen finden kann, listete Archivalia auf (basierend auf einem spanischen Blogbeitrag von Julian Marquina). Um die Spezialsuchmaschine für gesprochene TexteSpaactor – dreht es sich im Interview mit dem Mitgründer Thorsten Schoop bei Gründerszene (via Netbib).

Auf seiner Internetseite sammelt Jürgen Plieninger seine Kursunterlagen und – wikis zum Recherchieren, meist mit CC-By-Lizenz.

Zum Schluß noch der Hinweis auf die Ausgabe 33 Libreas. Neben vielen interessanten Beiträgen, beispielsweise Workshops, Jugendteams oder der Stimmung in Bibliotheken, stellen sich zahlreiche Einrichtungen in fünf Bildern vor. Das ist wirklich eine nette Idee! 🙂

Written by lesewolke

28. Mai 2018 at 09:05

Gelesen in Biblioblogs (18.KW’18)

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In einem Video gibt eine Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Ludwigshafen 6 praktische Tipps für die Einrichtung eines Makerspace, siehe Bibliothekarisch.de.

Virtual & Augmented Reality in Öffentlichen Bibliotheken“ heißt ein Beitrag der Fachstelle ÖB NRW und stellt die aktuellen Möglichkeiten vor.

Zum Welttag des Buches fand eine Diskussionsrunde zum Thema “Welche Lesefähigkeiten brauchen Kinder und Jugendliche heute und wie können wir sie fördern?“ statt, zusammengefasst bei Buchmarkt.de (via Fachstelle ÖB NRW).

Das Projekt OPEN-CH des Schweizerischen Nationalfonds untersuchte die Auswirkungen, wenn Bücher frei zugänglich im Internet veröffentlicht werden, also Open Access (via ciberaBlog). Folgende Effekte wurden beobachtet: die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit verbesserte sich, die Bücher würden auch international beachtet und insgesamt häufiger genutzt, es gab keinen negativen Einfluss auf die Verkaufszahlen. Die durchschnittlichen Gesamtkosten für ein Open-Access-Buch, welches in einem Schweizer Verlag publiziert wird, schätzt man allerdings auf ca. 13.800 Franken (siehe Schlussbericht).

In den Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft analysierte Thomas Gerdes Positionspapiere und Entwicklungsperspektiven zu Open Science im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Bibliotheken. ZBW-Mediatalk interviewte ihn zu seiner Forschungsergebnissen.

Fachstelle ÖB NRW  informiert, dass das ISSN-Portal überarbeitet wurde. Dabei wurden Suchfunktionen und zahlreiche Darstellungen verbessert.

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7. Mai 2018 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’18)

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Fünf Prinzipien für ein besseres wissenschafltiches Publikationswesen veröffentlichte die Initiative FAIR Open Access Alliance (FOAA). Unter anderem spricht sich FOAA dafür aus, „dass wissenschaftliche Zeitschriften in die Hände der wissenschaftlichen Communities gelegt werden und idealerweise im Besitz von Non-Profit-Organisationen oder Fachgesellschaften sind.“. Verlage sollten  demnach lediglich Dienstleister für das Publizieren sein. Außerdem werden Maximalbeträge für diese Dienstleistungen vorgeschlagen, siehe Password online (via Archivalia).

Das Problem bei elektronischen Ressourcen ist nach wie vor ein gesicherter dauerhafter Zugang. Dafür wurde das Projekt Nathosting ins Leben gerufen, welches nun bereits in die 2. Projektphase geht. Elekronische Medien, die von den teilnehmenden Bibliothek lizenziert wurden, werden auf einer 2. Plattform gespeichert, damit sie auch auf Ausfällen des Verlagsservers bzw. dem Einstellen der Verlagstätigkeit zugänglich sind, siehe zkbw (via Archivalia).

Zum Welttag des Buches veröffentlichte der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) ein Positionspapier, welches sich mit der Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit befasst (via Fachstelle ÖB NRW). Und wer benötigt Argumente für eine Bildungspartnerschaft? Bildungspartner NRW hat einige zusammen getragen (ebenfalls via Fachstelle ÖB NRW).

Die Fachstelle ÖB NRW geht im 3. Teil Barrierefreie Bibliothek auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter und die Gestaltung von Materialien ein, um bereits Barrieren, die am Besuch der Bibliothek hindern könnten, zu vermeiden.

Der OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg stellte einem Beitrag die Bibliothek des Leibniz-Zentrums Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) in Berlin vor.

In einem studentischen Projekt der HAW Hamburg wurde ein Poster zur Geschichte der Suchmaschinen erstellt, welches man auch herunterladen und ausdrucken kann (via VÖBBlog).

Schöne Bibliotheken werden immer mal wieder gekürt, so auch Ende April bei derStandard.at (via VÖBBlog). Und gleich noch eine Liebeserklärung an Regale mit Büchern „Warum es der Kreativität schadet, wenn Universitätsbibliotheken ihre Bücherregale abschaffen“ bei ze.tt (ebenfalls via VÖBBlog).

Kommen wir gleich noch zu den „Schattenseiten“ schöner Bibliotheken. Mit spektakulären modernen Bauten werden auch Sehenswürdigkeiten für die jeweilige Stadt geschaffen, mit denen sich dann jeder gern schmückt. Die Leuphana-Universität in Lüneburg kann sich jedoch für die Abbildung ihrer Bibliothek auf den Glühweinbechern des nächsten Weihnachtsmarktes gar nicht erwärmen, siehe NDR (via Archivalia).

Gelesen in Biblioblogs (16.KW’18)

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Wisspub.net startete die Reihe „OA zwischen Realismus und Utopie“. Im ersten Teil dreht sich alles um grünes Open Access, also die zusätzliche und freizugängliche Speicherung, manchmal mit Zeitembargo, meist in der Autorenversion und auf einem institutionellen Repositorium. Das Problem: die Forschenden müssen selbst aktiv werden, und das tun längst nicht alle. Aber wenn nicht mal alle Experten, die Beiträge für ein „Praxishandbuch Open Access“ schreiben und diese sofort Green OA veröffentlichen dürften, die Möglichkeit konsequent nutzen, darf man sich über Wissenschaftlicher anderer Fachrichtungen nicht beschweren.

Die Mediothek in Krefeld feierte ihr 10jähriges Bestehen mit einem großen Fest in ausgelassener Stimmung (via Fachstelle ÖB NRW). „Wir sind nicht die klassische Bibliothek, in der immer alles still sein muss. Heute haben wir gezeigt, dass wir auch feiern können und die Stimmung und die Zuschauerzahl haben alle Erwartungen übertroffen“ zitierte RP-Online die Leiterin Evelyn Buchholz.

Streamingdienste und digitale Angebote in Bibliotheken“ war das Thema des 13. #BibChatDE. Das Blog verlinkt auf die Zusammenfassung bei Shorthand Social.

Bibliothek Wissenschaftspark Albert Einstein - Altbestand

Bibliothek Wissenschaftspark

„Wo sind all die Blogsuchmaschinen hin?“ fragte Infobib und kritisiert die Abnahme der Suchmaschinenvielfalt durch Google Konkurrenzprodukte. Zumindest für bibliothekarische Blogs gibt es ja Plan3t.info mit Suchfunktion.

Über 10.000 Personen stimmten im Kreis Soest in einem Bürgerbegehren für den Erhalt des Bücherbusses. Es ist aber noch nicht ganz sicher, ob diese Stimmen alle gültig angesehen werden, siehe Blog der Fahrbibliothek.

CDU und FDP wollen kommunale Einrichtungen (auch Bibliotheken) als „Dritte Orte“ lt. Antrag in der Drucksache 17/2402 etablieren. Dazu soll ein Förderkonzept erarbeitet werden (via Fachstelle ÖB NRW).

Zum Schluss noch der Hinweis auf meinen eignen Beitrag hier bei Lesewolke, der sich dem Besuch der Bibliothek Wissenschaftsparks Albert Einstein in Potsdam widmete.

Written by lesewolke

23. April 2018 at 08:35

Bibliothek Wissenschaftspark Albert Einstein

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Bibliothek im Helmert-Haus

Die Bibliothek gehört zum Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg in Potsdam und wird gleich von vier verschiedenen Instituten genutzt und finanziert: dem Geoforschungszentrum (GFZ), dem Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK), dem Alfred-Wegner-Institut (AWI) sowie dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS).

Die Naturwissenschaftler der Institute sind Zeitschriftenleser. Bücher werden nicht so häufig gekauft. Man nutzt einige Standardwerke oder bestellt die Bücher über die Dokumentlieferung. Die Mitarbeiter der Bibliothek arbeiten eng mit den Wissenschaftlern zusammen, um die Wünsche und Bedürfnisse zu kennen und nach Möglichkeit darauf zu reagieren. Über Drittmittelprojekte werden Services aufgebaut, u.a. zur Speicherung der Forschungsdaten (siehe Daten, Produkte und Dienste) und weitere Projekte realisiert. Die Bibliothek kümmert sich auch um den Publikationsserver GFZpublic, der sowohl Volltexte als auch Daten der Veröffentlichungen speichert, die von den Institionen zur Evaluierung genutzt werden.

Zeitschrift für Bauwesen, 44. Jahrgang 1894, Inh.-Verz., Beiträge von P. Spieker

Es gibt drei Teilbibliotheken und eine zentrale Bibliothek. Letztere schauten wir uns näher an. Das Gebäude blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Im Helmert-Haus befand sich einst der Sitz des historischen geodätischen Instituts. Hier wurde die Geodäsie erfunden, die Wissenschaft, die sich mit der Vermessung der Erde beschäftigt. So befindet sich im Gebäude der sogenannte Pendelsaal. Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte man hier die Erdschwere (mehr zum Pendelsaal). „Von 1909-1971 galt der ‚Potsdamer Schwerewert‘ weltweit als Bezugsgröße für die Erdanziehung.“ beschreibt die Tafel für die Station 8 des Rundganges Wissenschaftspark Albert Einstein. Die Erde hat doch so einige Beulen und Dellen, wie man auf dem Potsdamer Telegrafenberg errechnete, und ähnelt weniger einer Kugel sondern eher einer Kartoffel. Sehenswert ist der große Sitzungsraum des Helmert-Hauses. Hier stehen die historischen Bücher.

Die Sonne strahlte, und wir hatten noch ein bisschen Zeit. Daher nutzten wir die Gelegenheit für einen Rundgang durch den Wissenschaftspark. Zuerst gingen wir zum Einsteinturm. 1924 eingeweiht, um die Relativitätstheorie zu prüfen, dient der markante Turm (Architekt: Erich Mendelson) heute zur Beobachtung der Sonnenaktivitäten. Etwas älter und auch schön anzuschauen sind die anderen Bauwerke in dem hübschen Park. Sie wurden bereits ab Mitte des 19. Jahrhundert nach Plänen des Architekten Paul Emanuel Spieker gebaut. In der „Zeitschrift für Bauwesen“ 44. Jahrgang 1894 veröffentlichte der Architekt mehrere Beiträge zu seinen Bauten auf dem Telegrafenberg.

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Written by lesewolke

18. April 2018 at 14:00

Veröffentlicht in Bibliotheksbesichtigung