Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (37.KW’17)

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Mit steigenden Zeitschriftenpreisen und dem Siegeszug des Internet begann die Idee von Open Access, dem freien Zugang zum Wissen von Internetrechnern weltweit. Zudem war es einfach geworden, online zu publizieren. Aber wie sich die Lage aktuell darstellt, wird aus dem exklusiven Zugang zu den Journals, für Universitäten mit ausreichenden, finanziellen Mitteln, nun eine exklusive Veröffentlichungsmöglichkeit für Forschende besonders reicher Hochschulen. Ulrich Herb ging in seinem Beitrag in scinoptica auf diese Entwicklung ein (enthält auch seinen Vortrag bei den Open-Access-Tagen 2017 in Dresden).

Eine Studie im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbundes Science 2.0 untersuchte Personlichkeitsmerkmale in Bezug zur Bereitschaft, Forschungsdaten zu teilen (1.564 Teilnehmende). Die Hauptautorin Dr. Stephanie B. Linek gab in einem Interview Einblicke in die Ergebnisse, nachzulesen bei ZBW-Mediatalk. Neben konkreten Argumenten für unterschiedliche Typen, bildet für eine generelle Förderung von Open Data folgendes die Grundlage: „Insgesamt sollte das Teilen von Forschungsdaten mehr formale Anerkennung erfahren. Es sollten diesbezüglich entsprechende karriereförderliche Anreize eingeführt werden.“

Fortbildung in Bibliotheken verwies auf die nützliche Linksammlung der beiden eLearning Workshops der PH Kärnten.

Seit dem 29. August 2017 gibt es in Italien eine kostenfreie Fotografiererlaubnis in Bibliotheken und Archiven (via Archivalia, VÖBBlog). Das wünscht man sich international. Denn die wenigsten recherchieren, um sich am reinen Anblick der Dokumente zu erfreuen. 😉

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Written by lesewolke

18. September 2017 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (36.KW’17)

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Einen Beitrag zur Deutschen Bibliotheksstatistik und einigen neuen Feldern veröffentlichte die Fachstelle ÖB NRW. Statistiken werden auch gern herangezogen, um Positionen zu begründen. Fortbildung in Bibliotheken verlinkt auf Beiträge zu und von Gerd Gigerenzer, der sich genauer anschaut, was hinter der Statistik steckt und auch an der Internetseite Unstatistik des Monats mitwirkt.

Zum einen wird bei der Forschungsförderung inzwischen öfter eine Open-Access-Veröffentlichung gefordert und zum anderen wollen wissenschaftliche Autoren natürlich gelesen und zitiert werden, wobei die Reputation, die vom Ruf der Zeitschrift abhängt, weiterhin sehr wichtig ist. Wenn Autorengebühren dafür fällig werden, meint man, Qualität und Begutachtung müssten gewährleistet sein. Die zunehmende Akzeptanz solcher Gebühren ruft aber auch schwarze Schafe auf den Plan, sogenannte Predatory Journals (Erläuterungen und Listen, Uni Mainz). Archivalia verlinkt auf aktuelle Beiträge zu einer Studie zu diesen Thema.

Das UrhWissG ist nun veröffentlicht und ab dem 1.3.2018 in Kraft (via Archivalia).

Basiswissen RDA gibt einen Überblick zur Sacherschließungsdebatte. Die Deutsche Nationalbibliothek plant, bei der Schlagwortvergabe zunehmend auf maschinelle Methoden zu setzen. Nicht alle sehen diese Entwicklung positiv. Auch das Börsenblatt berichtete darüber (via VÖBBlog).

Frederick Wiseman, ein US-amerikanischer Regisseur, drehte eine über 3stündige Dokumentation über die Öffentliche Bibliothek in New York (via Infobib). Der Film wurde sogar bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig gezeigt. Der dazugehörige Trailer ist allerdings nur 2:23 Minuten lang, zu sehen auf der Seite der Fachstelle ÖB NRW.

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11. September 2017 at 08:45

Gelesen in Biblioblogs (35.KW’17)

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ZBW-Mediatalk stellte eine Liste von Kenntnissen zusammen, die nötig sind, damit Forschende Open Science leben können. Sie beruhen auf den Ergebnissen einer Umfrage der EU-Working Group on Education and Skills under Open Science. Bisher mangelt es noch an Trainingsangeboten bzw. sind sie zu wenig bekannt. „Davon abgesehen würden die meisten Forschenden, die dies noch nicht gemacht haben, gerne an Open-Access- oder Open-Data-Kursen teilnehmen.“ ergab die Studie.

Ein Plakat des Büchereiverbandes Österreich erklärt die Bibliothek in bunten Bildern. Das kann sowohl für Bibliothekseinführungen für Kinder nützlich sein, aber auch helfen, wenn es mal Verständigungsprobleme gibt, siehe VÖBBlog. Was man bei Fotos von Bibliotheksveranstaltungen alles beachten sollte (auch rechtlich), erklärt ein Beitrag im Blog Fachstelle ÖB NRW.

Lernen am Arbeitsplatz – die Unterschiede zwischen von Organisationen arragierten und selbstorganisiertem Lernen stellte ein Beitrag auf der Internetseite Modern Workplace Learning Magazine dar (via Fortbildung in Bibliotheken).

Eine überarbeitete und erweiterte 5. Auflage „Portale zu Vergangenheit und Zukunft : Bibliotheken in Deutschland“ ist nun online verfügbar,  auch in englischer Sprache (via BID).

Ein Bibliotheksumzug ist immer eine große Herausforderung. Die Kommission für One-Person Librarians des BIB hat ihre Checkliste Nr. 1 überarbeitet und stark erweitert, um damit eine Hilfestellung zu geben (via Netbib).

 

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4. September 2017 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (34.KW’17)

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In der letzten Woche fand der 83. IFLA World Library and Information Congress in Wrocław (Polen) statt. BII Stories berichtete fleißig über diese Veranstaltung. Die Weltkarte der Bibliotheken ging online. Eine Infografik der IFLA listet alle Nachteile auf, die Lizenzierungen mit sich bringen können (via Netbib).

Archivalia zitierte eine Frage aus der Inetbib zu CC-Lizenzen und VG Wort: „Kann es sein, dass dieser Vertrag es faktisch unmöglich macht, Open Access unter einer CC0- oder CC-by-Lizenz zu publizieren, oder übersehe ich etwas?“ und die Antwort bei Twitter.

Die ETH Zürich befragte ihre wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihrer Meinung zu Open Access und traf auf breite Zustimmung, siehe wisspub.net. Die OA-Policy und das Repositorium waren jedoch kaum bekannt. Der Hauptgrund für die Nichtnutzung des Servers für die Zweipublikation: „Ich kenne mich mit dieser Publikationsmöglichkeit zu wenig aus.“ (58,3%).

Beim Berliner Bibliothekswissenschaftliches Kolloquium hilt Jonas Kress den Vortrag „Wikidata – ein Verzeichnis strukturierter Daten über das Wissen der Welt„, der online verfügbar ist (via Archivalia).

Tipps zur Recherche für das „Ungooglebare“ liefert ein Artikel im Tagesanzeiger. Das Digithek-Blog listet alle genannte Links zur Suche auf.

Auf einen Beitrag bei ze.tt zu Theorie und Praxis des Prinzips Uni-Gruppenarbeit verlinkte Fortbildung in Bibliotheken. In der Realität sind demnach interessierte Studierenden, die gemeinsam über Seminarinhalte diskutieren und die Erarbeitung ihrer gemeinsamen Präsentation gerecht verteilen, „so selten wie Schatztruhen am Ende des Regenbogens.“. 😉

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28. August 2017 at 09:30

Gelesen in Biblioblogs (33.KW’17)

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Das UrhWissG soll am 1. März 2018 in Kraft treten. Nun haben sich die Kultusministerkonferenz (KMK) und die VG Wort darauf geeinigt, die Übergangsregelung zur pauschalen Abgeltung für elektronische Semesterapparate bis Ende Februar zu verlängern, siehe Hochschulrektorenkonferenz (via Urheberrecht in Bibliotheken). Wer selbst Lehrmaterialien erstellt, interessiert sich vielleicht für die „Fünf Tipps für gutes Lizenzieren von OER“, erläutert von Henry Steinau bei iRights.info.

Auf ORCID nimmt Fahrt in Deutschland auf. Die Universitätsbibliothek Regensburg hat ihr Repositorium mit ORCID verknüpft, damit ein Datenabgleich erfolgen kann und Daten nicht mehrfach eingegeben werden müssen, siehe Beitrag bei ORCID.de (via Netbib).

Digithek Blog fand Beiträge zu Spaactor, einer Suchmaschine für gesprochene Wörter in Videos und Podcasts (via Fortbildung in Bibliotheken). Christian Schrumpf aus Bremen entwickelte mit seinem Team diese Suche, die sich nicht auf Titelzeilen und Teaser beschränkt.

Globolibro führte die Reihe zu künstlicher Intelligenz in Bibliotheken weiter. Wären einfache Auskünfte denkbar? Eines der Beispiele im Beitrag ist die Bibliothek der TH Wildau. Sie testet immerhin schon einen Roboter für solche Zwecke und zwar mit „Zusatzqualifikationen: Außer trockenen Bibliotheksfakten hat er nämlich auch gleich noch eine Handvoll Witze parat […].“ (Zitat bei RBB online).

Ein Beitrag im Hamburger Abendblatt beschreibt einen Tag im Bücherbus Harburg (via fahrbibliothek.de).  Doch wie entsteht eigentlich so ein Bücherbus? Der Blogbeitrag der Münchner Stadtbibliothek erläutert, wie ein Bücherbus geplant, gebaut und schließlich in Dienst genommen wird (via fahrbibliothek.de).

An der Universität Mekelle in Äthiopien wurde ein Buchscanner gebaut. Ein Video des Prototyps sowie Links zu weiteren Informationen findet man bei Infobib.

Peter Lambeck (1628-1680), Den Bibliothekar der kaiserlichen Hofbibliothek Wien, und seinen Bibliothekskatalog stellte ein Beitrag im Blog Iter Austriacum vor (via Archivalia).

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21. August 2017 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (32.KW’17)

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Das Thema beim 5. #BibChatDe lautete „Bibliothek als Ort : Lernort, Kreativort, Veranstaltungsort„. Im Blog des #BibChatDe gibt es einen Zusammenfassung des Twitterchats sowie den Link zum Storify.

Die Kinder-Medien-Studie 2017 ist online (via Fachstelle ÖB NRW). Bei den 6-13jährigen schauen immerhin 61 Prozent mehrfach wöchentlich in Bücher. Comics und Kinderzeitschriften sind mit 55 Prozent dabei. „Disney Lustiges Taschenbuch“, „Micky Maus Magazin“ und „Just Kick-it!“ führen sind ganz oben in der Beliebheitsskala.

Kürzlich startete das Video-on-Demand-Filmportalfilmfriend“ für Bibliotheken. Aktuell können die Nutzer des Verbundes öffentlicher Bibliotheken Berlin (VÖBB) aus 500 Filmen außerhalb des Mainstreams auswählen. Das Angebot soll ausgebaut werden. Der Tagesspiegel (via VÖBBlog) und Potsdamer Neueste Nachrichten (via Netbib) schrieben Artikel über dieses neue Portal.

In der Reihe Jahresrückblick 2016 berichtete die Fachstelle ÖB NRW über die Zusammenlegen der Fachstellen der fünf Bezirksregierungen zu einer Landesfachstelle, dem Besuch der re:publica, Gaming, Newsletter & Social Media, speziellen Förderungen und vielem mehr.

Die Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg (AGSBB) e.V. erarbeitete einen 22seitigen Vorschlag zur Förderung der Schulbibliotheken in Berlin (via Fachstelle ÖB NRW).

IRights.info befasste sich ausführlich mit den Hintergründen der berüchtigten Schattenbibliotheken, wie Sci-Hub, und beleuchtet auch die juristische Seite.

Written by lesewolke

14. August 2017 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (31.KW’17)

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Klaus Ceynowa von der Bayerischen Staatsbibliothek kritisiert in einem Artikel der FAZ, dass die Deutsche Nationalbibliothek zukünftig bei der Inhaltserschließung auf maschinelle Algorithmen setzen möchte (via Archivalia). Er zeigt an zwei Beispielen die Grenzen dieser Methode. Bisher werden die Schlagworte von Fachleuten vergeben.

Dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Bibliotheken widmete sich Andreas Mittrowann in Globolibro. Mit Hintergrundinformationen startete er im 1. und 2. Teil (via Fachstelle ÖB NRW). Weitere Beiträge mit Beispielen sollen folgen.

Die Stadt Dresden plant bis Ende 2018 an 20 Grundschulen Schulbibliotheken einzurichten, schreibt Dresdner Neueste Nachrichten (via Fachstelle ÖB NRW). Den Anfang machen Schulen, die abseits von Stadtteilbibliotheken liegen.

„Von Twitter als Lerntool profitieren: Lernen in sozialen Netzwerken“ heißt ein Beitrag bei ZBW Mediatalk. Man kann Twitter in der Schule einsetzen, als fachlichen Nachrichtenkanal nutzen, sich austauschen, Lerngemeinschaften gründen und vieles mehr. Reflektierendes Schreiben und selbst das kurze Zusammenfassen von Erkenntnisse in 140 Zeichen bringt einen Lerneffekt. Das bestätige ich doch gern aus eigener Erfahrung! 🙂

Libreas Blog sah sich die Debatte um Open Access genauer an. Demnach wird von Open-Access-Kritikern, der freie Zugang häufig als Gegenmodell zur Verlagsproduktion gesehen. Das ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall, da beispielweise Gold-Open-Access ebenfalls Verlagseinnahmen generiert nur eben nicht von den Lesern sondern von den Autoren. Hartnäckig hält sich auch die Vorstellung, dass frei zugängliche Publikationen qualitativ geringer sein müssten. Neben der Untersuchung der verschiedenen Argumente unterstreicht der Beitrag die Sonderrolle der Geisteswissenschaften bei der Anti-Open-Access-Bewegung. Naturwissenschaftliche Verlage hätte bei Open Access dagegen kaum Protestbedarf, eher schon bei Schattenbibliotheken und Schranken in Urheberrechtsgesetzen. Laut Ben Kaden könnten sich die Geisteswissenschaftler aber beruhigen, denn „Wo, wie beispielsweise in weiten Bereichen der etablierten Geisteswissenschaften, andere Kommunikationsformen und -wünsche nach wie vor dominieren und gut funktionieren (also vor allem die gedruckte Monographie), wird nichts und niemand eine Umstellung auf Open Access erzwingen können.

 

 

Written by lesewolke

7. August 2017 at 09:00

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