Lesewolke

Just another librarian weblog

Inetbib 2010 im Twittergewitter zum Innovationsmanagement

leave a comment »


Zur Zeit findet in Zürich die Inetbib-Tagung statt. Nicht anwesend sein, heißt heutzutage durchaus nicht, überhaupt nichts mitbekommen. 😉 Einen sehr interessanten Blog zur Inetbib 2010 findet man bei Libreas. Dort wird ausführlich über die Themen vom 14. April berichtet.

Natürlich gibt es auch ein Programm im Internet und die Teilnehmer twitterten und twittern eifrig ihre Meinung zu den Vorträgen.

Es lohnt sich allerdings, vorher mal in das Abstract des Vortrags oder den Libreas-Blog zu schauen, sonst sind die Beiträge gar nicht so leicht nachzuvollziehen, denn da sammelt sich einiges an. Hier ein statistischer Überblick über das ganze „Twittergewitter„.

Ein Haupthema am 14. April 2010 hieß übrigens Innovation. Im Publikum gingen die Meinungen auseinander, liegt fehlende Innovation in Bibliotheken nun daran, dass es zu viele Vorschriften gibt:
Individuelle Kreativität leidet unter Regulierung
Vorschriften hindern Innovation, freiräume werden gebraucht
In den Bibliotheken schlummert einiges ‚Expertenwissen‘, nur müßte man den KollegInnen auch zutrauen es anzuwenden.
Es fehlt nicht an Expertise sondern an Mut, Offenheit und Spielräumen.

oder hat es andere Gründe:
mMn gibt es in Bib. zu wenige IT-Leute,die kommen meist nicht direkt aus der Bib. Noch immer viele Bib. ohne IT-Knowhow.

Vielleicht stimmt ja beides und die Regulierung verhindert auch, dass sich das Interesse an IT ausbreitet und wenn vorhanden, ausgerechnet in der Bibliothek zum Einsatz kommt bzw. erweitert wird? Gerade bei technischen Anwendungen muss man ja ausprobieren können, um etwas dazu zu lernen.

Passend zum Innovationsmanagement hier der Link zu den Folien „Neue Aufgaben für Bibliothekare“ von Lambert Heller, ebenfalls ein Vortrag vom Mittwoch.

Zum Abschluss mein Lieblingstwitterzitat des Tages von Karl Dietz
Universelle Wahrheit des Informationsmanagements: „informationen müssen fliessen können quer durch die Organisation“

Wozu ist das denn überhaupt gut, das ganze Gerede über Innovationen bzw. Informationsmanagement, fragt sich da vielleicht der ein oder andere. Konosuke Matsushita hat das sehr schön formuliert:
Das Unternehmen unserer Zeit ist derart komplex und schwierig geworden und sein Überleben in einer zunehmend unvorhersagbaren, wettbewerbsorientierten und gefahrvollen Umgebung derart riskant, daß es auf Dauer nur existieren kann, wenn es tagtäglich jede Unze Intelligenz mobilisiert.“ (gefunden in: Davenport, Thomas H. ; Prusak, Lawrence: Wenn Ihr Unternehmen wüßte, was es alles weiß : das Praxisbuch zum Wissensmanagement. 2. Aufl. Landsberg am Lech : moderne industrie, 1999, S. 49)

Advertisements

Written by lesewolke

15. April 2010 um 19:25

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: