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BibCamp 2011: Beyond the PDF, kollaboratives Arbeiten und Webseiten

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Maskottchen Horst

Außer Facebook und Microlearning fanden natürlich noch viele andere Sessions statt.  Ich habe Sessions zu den Themen Beyond the PDF, kollaboratives Arbeiten im Bereich Informationskompetenz und den Aufbau von Webseiten für Bibliotheken besucht und möchte kurz darauf eingehen. Sobald es weitere Beiträge in den Blogs und im BibCamp-Wiki dazu gibt, werde ich natürlich verlinken.

Beyond the PDF

Wenn es um die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Abhandlungen geht, ist für viele PDF die erste Wahl. Verlage publizieren ihre elektronischen Versionen von E-Book und E-Journal als PDF, Repositorien erwarten dieses Format, wenn man etwas hochlädt. In der Diskussion ging es darum, ob das noch zeitgemäß ist. Neue mobile Lesegeräte setzen sich langsam durch. Dafür ist PDF nicht in jedem Fall geeignet. Wäre EPUB besser? Sollten sich Bibliotheken überhaupt bei dieser Frage einmischen? Was wollen eigentlich die Wissenschaftler? Interessante Meinungen beleuchteten verschiedene Aspekte, zum Beispiel, ob man einfach offener mit der Problematik umgehen und neben PDF auch andere Formate erlauben, auf im Internet erstellte Gemeinschaftsdokumente eingehen, zusätzlich zu der PDF-Version, die eben auch schick und anerkannt ist, eine für mobile Geräte geeignete Variante erstellen, und Blogbeiträge archivieren könnte.

Kollaborative Plattform Infokompetenz

Das Erstellen von Materialien für die Vermittlung von Informationskompetenz ist fraglos eine aufwendige Sache. Eine Session beschäftigte sich mit der Frage, ob man auf diesem Gebiet nicht besser zusammenarbeiten und vorhandene Materialien und E-Learning- und Textbausteine zentral ablegen und zur Weiterverwendung freigeben könnte. Außerdem wäre eine Möglichkeit des fachlichen Austausches an dieser Stelle von Interesse. Zwar gibt es bereits Ansätze, wie Informationskompetenz.de (hier ist leider die Lizenzierung ungeklärt) oder den auf das Bundesland Bayern beschränkte Nachnutzung von Bausteinen für e-Tutorien. Deutlich wurde aber auch, dass auf eine eigene Erstellung nicht komplett verzichtet werden will, aus Interesse an der Sache und weil die Inhalte von den Gegebenheiten der jeweiligen Bibliothek abhängen.
Update 15.3.11: Ausführliche Informationen sind im BibCamp-Wiki verfügbar.

Webauftritt der Bibliothek

In der Session zu Bibliothekswebseiten stand die Frage im Raum, ob man die Startseite als Wissensportal gestalten oder die Struktur der Bibliothek abbilden sollte. Das konnte in der Diskussion nicht so recht geklärt werden. Die verschiedenen Fragestellungen, die die Bibliotheksseiten lösen sollen, erfordern wohl eher eine Mischung (Update 15.3.11: Tafelbild der Session ; Update 19.3.11: Beitrag bei Text & Blog).

Mehr als 5 Sessions waren zeitlich nicht machbar. Übrigens fanden 33 Sessions zu angebotenen Themen statt, einfach mal im BibCamp-Wiki weitere Infos schauen! 🙂

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass viele interessante Diskussionen außerhalb des Sessions in den Pausen stattfanden. Das Organisationsteam (Update 19.3.11: Blick hinter die Kulissen) hatte dafür gesorgt, dass wir dabei immer gut mit Essen und Trinken versorgt wurden. Auch an technischer Hilfe für Vortragende und die Bereitstellung von Material mangelte es nicht. SUPER, ein dickes Lob dafür!

[Update des Absatzes 19.3.11]: Vor dem BibCamp gab es den Hinweis auf die Nutzbarkeit von eduroam. Dieses drahtlose Netzwerk ermöglicht die Anmeldung im Internet mit dem Account der Heimatuniversität,  wenn diese an dem Dienst teilnimmt. Den Netzzugang muss man entsprechend der Konfigurationsanleitung bereits in der eigenen Einrichtung einstellen. Dafür kann man am Konferenzort sofort loslegen und ist nicht darauf angewiesen, ein neues Netzwerk einzurichten bzw. sich einen Zugang vor Ort zu besorgen. Eine tolle Sache, die gut funktioniert hat, und meiner Meinung nach viel zu unbekannt ist.

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Written by lesewolke

14. März 2011 um 03:00

5 Antworten

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  1. […] Anne: #bib4: 150 TeilnehmerInnen, 33 Sessions, 930 Tweets…, Bibcamp [Update] Haensch, Liane: BibCamp 2011: Beyond the PDF, kollaboratives Arbeiten und Webseiten, Lesewolke [Update] Stabenau, Edlef: BibCamp 4 erfolgreich beendet, netbib weblog […]

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  2. Nochmal zu eduroam: Bei uns an der Uni war letzt ein Vortrag dazu und es wurde gesagt, dass nichts an der Heimatuni eingestellt werden müsse, sondern man muss lediglich den eigenen Benutzernahmen durch ein @ ergänzen, beispielsweise [vom Admin geändert]loginname@meineOrganisation.de. Die Aussage war nicht einfach so, sondern das Verfahren der Authentifizierung wurde erläutert. – So steht es übrigens auch in dem zitierten Wikipedia-Artikel.

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    jplie

    9. April 2011 at 21:18

  3. Ich hatte das Netz vorher an meiner Heimatuni ausprobiert und musste tatsächlich erst eine Konfigurationsanleitung abarbeiten. Vorher bekam ich gar kein Eingabefenster für den Account. Daher würde ich trotzdem empfehlen, sich für alle Fälle zu informieren und entspechende Anleitungen sowie Angaben zu Netzwerknamen und Verschlüsselungsverfahren (siehe eduroam Map) offline auf dem Rechner dabei zu haben.

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    lesewolke

    11. April 2011 at 07:04

  4. es mag funktionieren, wenn man sich mit einem Laptop einwählen will. Wenn man es mit einem Smartphone nutzen will, MUSS man sich – zumindest bei uns – an der eigenen Uni einen Account anlegen.
    U.a. deswegen, weil man nur an die wichtigen Informationen kommt, wenn man im Uni-IP Bereich ist…

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    Edlef

    11. April 2011 at 07:46

  5. ach ja, fiel mit grad wieder ein, meine Erfahrung dazu hier: eduroam und Buzzwords an der TUHH

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    Edlef

    11. April 2011 at 07:51


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