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Bibliothekartag 2011 – Über unsere Nutzer

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Um die Vorstellungen und Wünsche der Nutzer von Bibliotheken ging es in einem Block am Mittwochnachmittag (TK1). Auf das Thema stimmte uns Lynn Silipigni Connaway von OCLC ein. Gut gelaunt erklärte sie uns, dass Leute ihre Informationen in Google suchen und sich unter Bibliotheken Einrichtungen vorstellen, die Bücher haben. Da aber Katalogisierer gern für andere Katalogisierer katalogisieren, müsste wenigstens ein Chat in der Katalogsuche angeboten werden. „Keep the gates open“ and „keep it simple“ – lauteten ihre hauptsächlichen Botschaften. Übrigens wüssten schon Schüler, dass man lieber zum Vati geht, wenn man eine Frage hat. Denn er gibt einfach die Antwort, während Mutti erst erklärt, wie man sie bekommt. 😉

„Kennen wir unsere Benutzer eigentlich?“ fragten sich Medea Seyder und Antje Michel von der Universitätsbibliothek München und starteten eine Umfrage unter ihren Studierenden. Sie sprachen ganz offen über ihre dabei gemachten Erfahrungen und Probleme und stellten uns schließlich ihre Ergebnisse zum Lernverhalten vor. Danach müssten Studierende in erster Linie Zeit sparen, brauchen unbedingt das Internet, aber auch Bücher und andere Medien. Wichtig ist ihnen eine gute Verpflegung während des Lernens am eigenen Laptop und ein ruhiges Plätzchen. Gut, hin und wieder darf es auch mal Gruppenarbeit sein. E-Medien werden gern genutzt, wenn man sie denn gefunden hatte, woran es eben noch haperte. Wollte man allerdings das gesamte Buch lesen, bevorzugen Studierende dann doch die Druckausgabe. Mit dem Auskunftsservice waren die Befragten sehr zufrieden. Die beiden Vortragenden boten übrigens auch die Nachnutzung ihres Fragebogens an.

Die Hochschule der Medien Stuttgart hatte ebenfalls eine Umfrage durchgeführt, allerdings speziell zum Thema „E-Books in Lehre und Studium“, deren erste Ergebnisse sie präsentierten. Die Suche nach Informationen wird demnach in Google und Wikipedia gestartet. Zumindest die Lehrenden haben elektronische Zeitschriften bereits in ihren Arbeitsalltag integriert, lesen längere Texte aber nicht gern am Bildschirm. E-Book-Reader haben bisher wenig Bedeutung. Sowohl bei Studierenden als auch bei Lehrenden sind gedruckte Büchern nach wie vor beliebt und online lesen zur Zeit eher die „zweite Wahl“, ergaben die ersten Auswertungen der Umfrage.

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Written by lesewolke

14. Juni 2011 um 06:00

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