Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (31.KW’11)

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Heiße Diskussionen tobten in der letzten Woche in der Inetbib zu der Frage, ob man Google Plus, Facebook bzw. sozialen Netzwerken im Allgemeinen nun trauen, sie mögen und unterstützen sollte oder nicht. Aufhänger war ein Beitrag der SuMa-Blogger, der auf potenzielle Gefahren der Datensammlung von Google hinwies. Das Unternehmen könnte mit der zusätzlichen Speicherung sozialer Daten und deren (zumindest technisch) möglicher Verknüpfung mit  Nutzerdaten aus anderen Diensten (YouTube, Suchverläufe, StreetView usw.) sehr genaue Profile der Nutzer erstellen.

Doch Datenschutz ist nur eine Sichtweise, aus der man soziale Netzwerke betrachten kann. Auch das wurde in der Diskussion deutlich. Sie sind im Leben vieler Menschen bereits heute ein fester Bestandteil und machen Spaß. Können Bibliotheken es sich bei allen Bedenken noch leisten, nicht dabei zu sein? Sollten sie lieber die Chancen und Möglichkeiten sehen und nutzen, um nicht irgendwann ignoriert zu werden? Konstantin Klein hat an alle Internet-Nichtversteher einen verständlichen Brief geschrieben, natürlich im Internet (via Netbib). 😉

Dass jedenfalls Google Plus seine Strategie gut aufgebaut hat, zeigt die Begeisterung vieler für das neue Netzwerk, welches sich noch in der Testphase befindet. Mit einer Kommerzialisierung im späteren Betrieb darf fest gerechnet werden. Was sind das für Leute, die sich für G+ entschieden haben, fragt Kulturbeutel und analysiert 5 Nutzertypen. Der beste Schachzug des Unternehmens war wohl neben einer (noch) werbefreien Oberfläche, den Zugang zu erschweren. Lesenswert dazu ist das Editorial der C’t 16/2011 „Auch mitmachen wollen“. Denn man sollte wenigstens wissen, worauf man sich da einlässt.

Auf einer Fachmesse in Japan wurde nun ein E-Book-Automat präsentiert. Nach der Bezahlung erhält man einen QR-Code-Bon. Diesen kann man mit dem Smartphone einlesen und das E-Book downloaden (via NRW-Blog und Börsenblatt).

Immer mehr Bibliotheken starten die Onleihe, so auch die Stadtbibliotheken Mannheim, Ludwigshafen und Speyer mit ihrer Plattform metropolbib.de (via Netbib).

Die Dauer ist zwar unterschiedlich, aber irgendwann läuft das Urheberrecht, wenn auch lange nach dem Ableben des Autors, ab. Trotzdem kommt es vor, dass Firmen die Inhalte auf ihren Servern bereitstellen und Geld dafür verlangen. Nun hat ein Hacker in den USA solche Publikationen heruntergeladen und steht vor Gericht. Von diesen und anderen Problemen auf dem langen Weg zu mehr Freiheit für wissenschaftliche Veröffentlichungen berichtet der Tagesspiegel (via Archivalia). Eine Anleitung, wie man Online-Publikationen zitiert, findet man ebenfalls bei Archivalia.

Anläßlich der Wikimania 2011, dem Treffen der Wikipedianer, hat der WDR interessante Informationen zur Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia zusammengetragen (via Lemy’s Blog).

Den Wert von BibliothekarInnen rund um den Erdball hat Masters in Education in einer Infografik dargestellt, auch anzuschauen bei Bibliothekarisch.de.

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