Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (34.KW’11)

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Die „Kundenorientierte Bibliothek“ heißt ein Projekt, welches betriebswirtschaftliche Methoden und Instrumente auf die Anwendbarkeit in Bibliotheken testete. Dazu zählen Mystery Shopping, Count the Traffic, Leistungsstandards & Servicegarantien sowie Kundenbindung & Kundenrückgewinnung. Zu jedem Bereich gibt es eine ausführliche Dokumentation, die Grundlagen erklärt und Schlussfolgerungen für den Nutzen der Methode liefert (via NRW-Blog und Netbib).

Eine einfache Suche für alles wünschen sich die meisten Informationssuchenden und bevorzugen Google. Wenn man die Informationsressourcen von Bibliotheken entdecken möchte, wird es schwieriger. Doch auch hier wir mehr und mehr erkannt, wie wichtig und gleichzeitig schwierig es ist, beim Anwender zu punkten. Anne Christensen beschäftigt sich in einem Blogbeitrag im PLAN3T mit diesem Thema. An die Suchmaschine Dandelon und seine Möglichkeiten erinnert Netbib.

Die mangelnde Sichtbarkeit bibliothekarischer Angebote stellt das Forschungsprojekt Ethnographic Research in Illinois Academic Libraries (ERIAL) fest. Diese zweijährige Studie beschäftigte sich damit, wie Studierende forschen und welche Rolle dabei Beziehungen zu anderen Studierenden, der Fakultät und der Bibliothek spielen. Inside higher ed fasste die Ergebnisse in einem Artikel zusammen. Danach sind die Forschungsgewohnheiten noch schlechter als vermutet, überwiegend wird Google verwendet, Datenbanken dagegen nicht. Studierenden fragten nicht nach Hilfe und wüssten gar nicht, welche sie benötigen. Bibliothekare werden nicht als Experten gesehen, mit denen man über die zu lösenden Aufgaben spricht (via Netbib).

E-Books werden vemehrt von Bibliotheken angeboten. Dabei ist es gar nicht so einfach, wie es klingt. Im PLAN3T erörtern gleich zwei Artikel Probleme, die in diesem Zusammenhang auftreten. Edlef Stabenau fasst die Erkenntnisse aus der Session des BibCamp 2011 zusammen. So kommt es immer wieder seitens der Verlage zur Sperrung von Angeboten bzw. Zugriffsänderungen ohne das die Bibliothek darüber informiert wird und man kann nur darauf hoffen, dass sich die Nutzer beschweren. Schwierig sind auch die Vergleichsmöglichkeiten bei der oft undurchsichtigen Preisgestaltung. Während große Bibliotheken meist ganze Pakete erwerben (müssen), die auch Bücher enthalten, die man sonst nicht gekauft hätte, haben kleinere Einrichtungen, die über geringe Budgets verfügen, es doppelt schwer, wie Dörte Böhner in ihrem Beitrag berichtet. Wenn keine Pakete gewünscht sind, DRM unaktzeptabel ist, keine Hostinggebühren anfallen dürfen und trotzdem alle Fakultäten der Hochschule bedacht werden sollen, reduziert sich das Verlagsangebot sofort erheblich.

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Written by lesewolke

29. August 2011 um 04:00

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