Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (37.KW’11)

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Recht umfangreich kommt die Präsentation (Engl.) von Ned Potter  – anzuschauen bei Infobib – daher, die sich mit dem Marketing wissenschaftlicher Bibliotheken befasst. Aber sie ist eine absolute Empfehlung. Herr Potter zeigt, was Bibliotheken meistens tun und was sie tun sollten. Und was denn nun eigentlich Marketing im Web 2.0? Nach Potter geht es darum, etwas über die Nutzer und potientiellen Nutzer herauszufinden, mit ihnen zu kommunizieren, ihnen etwas über die Dinge zu erzählen, die für sie nützlich sein könnten und zu demonstrieren, dass man helfen kann den Weg von A nach B einfacher zu gestalten (vgl. S. 7 der Präsentation, eig. Übers.) Besser kann man es nicht zusammenfassen! Was machen Bibliotheken also falsch: Sie beschreiben 1. Funktionen statt Ergebnisse, 2. Produkte statt Services, 3. Suchen statt Finden (vgl. S. 28 der Präsentation). Außer zu Blogs, Twitter und Facebook hat Potter auch zu den mobilen Services eine Meinung und prophezeit, dass bis zum Ende des nächsten Jahres der hauptsächliche Internetzugriff über mobile Geräte erfolgen wird und zum Ende des Jahrzehnts jedes Telefon ein Smartphone sein wird. Und weil die Menschen dann ihr ganzes Leben mit ihren mobilen Geräten organsieren werden, werden sie erwarten, dass Bibliotheken auch dort sind (S. 54 der Präsentation, eig. Übers.).

Wie sich die Kommunikation sowie die Informationsmedien durch die Online-Medien verändert haben und werden,  dazu hat Funkkorrespondenz einen Online-Artikel mit 12 Thesen veröffentlicht (via Lemy’s Blog).  Gewinner des Wandels sind demnach internationale Unternehmen um Einzelpersonen wie Zuckerberg und Assange, Verlierer die klassischen Medien, wie Fernsehen, Hörfunk und Zeitung. Online-Ableger von Printmedien wie Spiegel-Online haben zumindest eine Chance.

Auch die Wissenschaftspraxis hat sich durch neue Technologien verändert. Wisspub.net verlinkt auf das Buch „The Digital Scholar: How Technology Is Transforming Scholarly Practice“ von Martin Weller, welches sich mit dieser Problematik auseinandersetzt und bei Bloomsbury Academic online lesbar ist.

Engagement und gute Absichten sind keine Garantie für den Erfolg. Zum „Call for Papers“ ruft für die 20. Ausgabe von Libreas ruft der gleichnamige Blog auf. „Scheitern“ heißt hier das Thema. Der Beitrag geht der Frage nach, warum so etwas lieber verschwiegen wird, bergen doch misslungene Versuche eine Menge Lernpotiential und Chancen für Neuorientierung und Weiterentwicklung. Mal sehen, ob sich genug mutige Autoren für Heftbeiträge finden.

Eine Bibliothek ohne Bücher, dafür mit Sozial- und Veranstaltungsarbeit stellt Britta Schmedemann in einem Artikel bei Librarian in Residence vor. Es handelt sich um die Teen-Library in New York, einer Einrichtung für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahre. Man findet dort reichlich PS-Arbeitsplätze, Zeitschriften, Konsolen- und Brettspiele sowie ein kleines Aufnahmestudio für den eigenen Song.

Auf eine Online-Veröffentlichung zu Open-Access-Geschäftsmodellen verweist wisspub.net. Im selben Beitrag gibt es noch weitere Hinweise auf die Open-Access-Tage und die Gründung einer Projektgruppe zu „Bildung und Forschung“.

„Heute mal was Schönes!“ hat Ultrà Bibliotheka entdeckt und zitiert die Beschreibung der Stadtbibliothek Stadtilm. Wirklich toll formuliert! 🙂

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Written by lesewolke

19. September 2011 um 05:00

Eine Antwort

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  1. Cool! PS-Arbeitsplätze wären doch mal was! 😉 Rubrik: „Womit Benützer nie gerechnet hätten…“

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    :-)

    3. Oktober 2011 at 15:09


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