Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (43.KW’11)

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„Brauchen wir Bibliotheksgesetze?“ fragte Wenke Richter den Bibliothekar, Historiker und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD Leipzig Hassan Soilihi Mzé. Das Interview mit Kommentaren findet im Blog der Frankfurter Buchmesse/Börsenverein des Dt. Buchhandels (via NRW-Blog). Seiner Meinung nach würde es die Position der Bibliotheken deutlich stärken, „wenn die Bibliothek ‚vor Ort‘ auch rechtsrelevant endlich zur Selbstverständlichkeit wird.“

Welche drastischen Folgen es für das Bibliothekswesen haben kann, wenn der Staat sparen muss, merkt man zur Zeit in  Österreich. Dort wird ab 2012 die Förderung für bibliothekswissenschaftliche Veranstaltungen komplett gestrichen. Das betrifft auch den Österreichischen Bibliothekartag, der damit 2011 letztmalig stattfand (via librarymistress und VÖB-Blog). Mit einer Petition versuchen BibliothekarInnen nun, diese negative Entwicklung aufzuhalten. Auch das Italienische Bibliothekswesen ist bedroht, schreibt Globolibro.

Vom 24.-30. November 2011 fand die diesjährige Open-Access-Week statt. In den Stimmen des Plan3t.info erschienen zwei Beiträge zu Open Access. „Was kostet die wissenschaftliche Welt?“ fragte Christian Hauschke und berechnet, dass mindestens 60 Prozent des weltweiten wissenschaftlichen Outputs (man geht von ca. 1,5 Millionen Artikeln aus), allein aus den Gewinnen des Elsevier Verlags finanziert werden könnten. Kein Wunder also, wenn auch George Monbiot in „The guardian“ (dt. im Freitag) die Profitgier solcher Wissenschaftsverlage anpreist. Bei den Wissenschaftlern sind diese An- oder Einsichten bisher jedoch nicht so richtig angekommen. Martin de la Iglesia hat sich mit einem Artikel von Michael Hagner „Open Access als Traum von Verwaltungen“ auseinandergesetzt, der zumindest die Verfügbarkeit nach einem Zeitembargo nicht ablehnt. Auch Archivalia vergaß die Open Access-Woche nicht und präsentierte einige Links zum Thema.

Podasts und Videos als Methode zur Vermittlung von Lerninhalten waren im Fobikom-Blog angesagt. Wäre es nicht schön, wenn auch Bibliotheken solche technischen Möglichkeiten für die Vermittlung von Recherchekenntnissen nutzen würden? Das ist leider nicht ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Auch Ronald Kaiser, der auf der Buchmesse Alexander Kurz zum Thema Podasts für Fachinformation befragte, erfuhr „Wer sich mit der Gerätschaft gut auskennt, kann dabei für erstaunlich wenig Kapitaleinsatz sehr professionelle Videos gestalten.“ Aber vorteilhaft sind diese Audio- oder Videopodcasts natürlich schon. Sie sind meistens viel ansprechender als reine Texte und für zeit- und ortsunabhängiges Lernen eben gut geeignet.

Und noch eine wichtige Mitteilung für Internetseitenbetreiber: Bisher war es sehr praktisch, einfach Google Maps auf den eigenen Seiten einzubinden. Dieser Dienst ist jetzt nicht mehr kostenfrei, wenn die Seite zu viele Klicks bekommt, meldet Heise. Als Alternative zu Google Maps kann man die freie Wiki-Weltkarte OpenStreetMap nutzen (via Infobib).

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Written by lesewolke

31. Oktober 2011 um 06:00

Eine Antwort

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  1. Kurze Anmerkung: Ich habe nicht selbst berechnet, nur die Berechnungen anderer wiedergegeben!

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    CH

    31. Oktober 2011 at 10:16


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