Lesewolke

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Sessions zum Nutzererlebnis

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Der Titel einer Session hieß tatsächlich: „Scheiß Bibliothek – Nutzererlebnis in überfüllten Bibliotheken verbessern“. In der Session beschrieben wir Zettel mit mehr oder weniger verrückten Ideen und prüften dann, was schon gemacht wird oder realistisch wäre. Ein bisschen frische Luft, besonders in der warmen Jahreszeit wäre schön. Bibliotheken, die eine abgeschlossene Terrasse haben, sind da fein raus. Die Stadtbibliothek Amsberg hat eine. Im IKMZ Potsdam gibt es eine Dachterasse. Yoga oder Rückenmassage? Längere Öffnungszeiten? Eine gute Lösung fanden wir hier das Konzept „Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“! Auch erweiterte Öffnungszeiten in Prüfungsphasen kommen gut an. Gemütlichkeit?! Hängematten oder Sitzsäcke? Zumindest die Sitzsäcke gibt es tatsächlich, sind sehr beliebt und werden von den Studierenden durch die Bibliothek geschleppt. Roving Librarian ist auch so ein Konzept, welches es schon gibt. Hier laufen Bibliothekare mit Laptop durch die Bibliothek und helfen vor Ort. Das kann aber auch zu Lehrlauf führen. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die man zu konkreten Zeiträumen einsetzen könnte, beispielsweise bei Semesterbeginn. Und überhaupt sollten ALLE BibliotheksmitarbeiterInnen Nutzerkontakt haben. Eben um ihre Zielgruppe besser zu verstehen und ihre Erkenntnisse in Entscheidungen einfließen zu lassen.

Eine weitere Diskussionsgruppe befasste sich mit dem Für und Wider des Essens und Trinkens im Lesesaal.  Dazu gibt es eine Übersicht der Ergebnisse im Internet. [Update 4.4.12]: Einen Blogbeitrag über diese Session schrieb sandraauswestfalen.

Ideensammlung zu "Scheiß Bibliothek"

Ideensammlung zu "Scheiß Bibliothek"

Eine sehr interessante Diskussion hatten wir in der Session Embedded Librarian. Für diejenigen, die diesen Begriff noch gar nicht gehört haben: Hier gehen Bibliothekar direkt zu den Forschern, um diese in Literaturrecherche- und Veröffentlichungsfragen zu beraten oder arbeiten sogar in deren Projekten mit. Besonders in One-Person-Libraries scheint die Zusammenarbeit gut zu funktionieren. Aber auch engagierte Fachreferenten können hier viel erreichen. In größeren Einrichtungen mit zahlreichen Fakultäten und Lehrstühlen ist es dagegen kaum möglich, die Wissenschaftler persönlich zu besuchen. In den USA ist es durchaus schon gängig, Informationsspezialisten im Forschungsteam zu haben, erfuhren wir. Um auch fachlich mitreden zu können, wäre die Teilnahme an Vorträgen und Kongressen von Vorteil. Doch selbst wenn sich so etwas nicht realisieren lässt, sollte man sich ruhig „aufdrängeln“, Mitarbeiter kennen lernen, Wünsche abfragen und die Produkte der Bibliothek vorstellen. WissenschaftlerInnen fällt es übrigens leichter, BibliothekarInnen anzusprechen, die sie persönlich kennen. Eine gelungene Zusammenfassung dieser Session mit Linktipps findet man im Etherpad! Einen Blogbeitrag dazu hat der OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg veröffentlicht. Interessant sind zur Erweiterung des Themas auch die Mitschriften der Sessions Knowledge integrates BIB und Wissensmanagement Tandem mit Bibliothekaren.

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Written by lesewolke

20. März 2012 um 07:00

Veröffentlicht in BibCamp 2012

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