Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (19.KW’12)

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Anne Christensen beschäftigte sich mit dem tatsächlichen Informationsverhalten von Studierenden und versucht ihre Erkenntnisse in Schulungen umzusetzen. Ein lesenswerter Blogbeitrag zu „Bottom-up-Strategien“.

Der offene Brief „Wir sind die Urheber!“ brachte das Thema Urheberrecht wieder in die Medien. Inzwischen melden sich jedoch auch Autoren, die das Thema realitätsnah betrachten (siehe dazu Netbib), wie zum Beispiel Petra van Cronenburg in ihrem Blogbeitrag.

Über den „Kern des Problems“ bei dem Verhältnis von Urheberrecht und Wissenschaft schreibt Eric Steinhauer im Blog Bibliotheksrecht. War es in analogen Zeiten eher so, dass Verlage die wissenschaftliche Öffentlichkeit durch die Publikation erst möglich machten, sorgen sie im digitalen Zeitalter für die Begrenzung, „da sie wissenschaftliche Publikationen durch Verknappung zu einem handelbaren Wirtschaftsgut machen.“ Für Menschen, die mit digitalen Methoden arbeiten, ist das ein unbefriedigender Zustand. Wir erinnern uns an die Diskussion zu Open Access in der Informationswissenschaft in der 18. Kalenderwoche.

Sollten sich Bibliotheken öfter einmischen und zu politischen Themen (beispielsweise dem Urheberrecht) Stellung nehmen? Ja, meint  Shaked Spier in einem lesenswerten Beitrag im Bibliotheksdienst zur Bedeutung des sozialen und politischen Engagements von Bibliothekaren, der auch online verfügbar ist (via Drawer2.0Infobib). Neben Appellen gibt es konkrete Verbesserungsvorschläge, wie schnelle, aktuelle Stellungnahmen und die Präsenz in sozialen Medien. Letztendlich würde es sowohl der Gesellschaft als auch den Bibliotheken selbst nützen, meint der Autor, denn

Wenn wir uns für die Gesellschaft einsetzten, setzten wir uns für Bibliotheken ein. Wenn wir im öffentlichen Bewusstsein als wahre Kämpfer für die Rechte aller Menschen wahrgenommen würden, gäbe es kein besseres Marketing für Bibliotheken oder andere Informationsdienste und ebenso keinen ständigen Legitimationsbedarf.“

Mit diesen Aspekten und den Möglichkeiten in der Öffentlichkeit mehr Präsenz zu zeigen, befasst sich Wolfgang Kaiser in einem ausführlichen Blogbeitrag bei Bibliothekarisch.de. In diesem Zusammenhang und anlässlich des 5. Jahrestages dieses Blogs (Lesewolke gratuliert!) gibt es einen Aufruf, sich als BibliothekarIn, einfach mal vorzustellen.

Wichtiger Hinweis: In der 20. bis 24. Kalenderwoche übernehmen die Bloggerinnen und Blogger von Bibliothekarisch.de den gewohnten Wochenrückblick für die Biblioblogs -> also in dieser Zeit bitte dort schauen! Dankeschön! 🙂

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Written by lesewolke

14. Mai 2012 um 05:00

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