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frei(tag) 2012 in Potsdam

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frei<tag> Session Digital Humanities

Session Digital Humanities

Lange angekündigt und per Countdown-Beiträgen im Libreas-Blog „heruntergezählt“ fand nun am 17. August 2012 der frei<tag>, organisiert von Libreas e.V., in an der FH Potsdam statt. Es war eher eine kleine, aber durchaus feine Unkonferenz mit 5 interessanten Sessions und Pausengesprächen. Zum Nachlesen für alle wurden Stichpunkte der Diskussionen jeweils im Open Knowledge Pad mitgeschrieben.

Da sich für Partizipation in Bibliotheken in der Planungssession fast alle gemeldet hatten, starteten wir mit diesem Thema (Open Knowledge Pad). Es zeigte sich schnell, dass wir es hier mit einem weiten Themenfeld zu tun hatten. So kann man beispielsweise Bürger an Entscheidungsprozessen in unseren Einrichtungen teilhaben lassen, im kleinen Rahmen, wie Erwerbungsvorschlägen oder bei größeren Projekten, zum Beispiel dem Standort einer Bibliothek oder wie diese im Haushalt finanziert werden sollte. Die Partizipation kann also sowohl politische als auch ganz praktische Entscheidungen betreffen. Schwierig bleibt der Aspekt, ob man anderen die Entscheidung komplett überlässt. Fühlen sich Externe tatsächlich für die Allgemeinheit verantwortlich oder denken sie zuerst an ihre eigenen Interessen? Oder nutzt man das Stimmungsbild und lässt Experten die Entscheidung fällen? Auch innerhalb der Einrichtung stellt sich die Frage nach der Partizipation. Lässt man Mitarbeiter oder Freundeskreise an Veränderungen von Prozessen, Services oder Finanzierungsfragen mitwirken? Eine ausführliche Auswertung zu der Session gibt es im Blog Partizipation Bibliothek.

Digitalisierungslabor der FH Potsdam

Digitalisierungslabor der FH Potsdam

In der Mittagspause sahen wir uns das Digitalisierungslabor der Fachhochschule Potsdam an und erfuhren von Ulf Preuß, welche verschiedenen Techniken es heute bei der Digitalisierung gibt, wenn man es sich finanziell leisten kann.

Am Nachmittag trennten wir uns in zwei Sessions. Eine Gruppe beschäftigte sich mit Datenmodellen und Katalogstandards: Resource Description and Access (RDA) sowie Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR) -> siehe Open Knowledge Pad. Die zweite Gruppe bearbeitete das Thema Digital Humanities. Die Sozialwissenschaften haben nämlich die digitalen Möglichkeiten inzwischen ebenfalls für sich entdeckt. Sollten die Informationswissenschaften sich einmischen und die Auswertung von Quellen mit Werkzeugen und Methoden unterstützen oder es anderen überlassen? Auch dazu gibt es ein Open Knowledge Pad. Update 23.08.12: Der Blogbeitrag des Libreas e.V. zu den Veranstaltungen frei<tag> und Summer School geht ebenfalls näher auf diese Session ein.

Beim Thema Literaturverwaltung & Informationskompetenz fanden wir uns alle wieder zusammen (Open Knowledge Pad dieser Session). Die Meinungen, ob man Literaturverwaltung inklusive Schulungen (insbesondere Citavi) unbedingt haben muss, waren gespalten. Jeder neigt eben dazu, seine eigene Arbeitsmethode als besonders geeignet anzusehen. 😉 Doch auch wenn Literaturverwaltung die intensive Beschäftigung mit der Literatur und die Qualität kreativer Prozesse natürlich wenig beeinflusst und schon gar nicht ersetzt, kann sie für manche doch eine große Hilfe sein, stets den Überblick über den Arbeitsstand (Aufgabenliste) und bereits ausgewertete Quellen zu behalten sowie Fußnoten & Literaturverzeichnisse zu generieren. Und ich meine, diese Möglichkeiten sollte man auf jeden Fall kennen und ausprobieren, um dann zu entscheiden, wie man arbeiten möchte. Auch innerhalb der Bibliothek können Literaturverwaltungsprogramme zum Einsatz kommen, Beispiele waren Dublettenlisten und Listen fehlender Medien. Der Import von bibliographischen Daten über die ISBN erleichtert hier eine Erstellung der Listen. Außerdem kann man Aufgaben zu den einzelne Medien einrichten, die z. B. bei fehlenden Büchern erinnern, dass man diese mal wieder suchen sollte oder endgültig als Verlust verbucht.

Zuletzt ging es dann um die geplante, neue Open-Access-Zeitschrift für die Informationswissenschaften (Open Knowledge Pad). Hier sind noch viele Fragen offen. Wie soll sie heißen? Werden sich genügend Leute finden, die Verantwortung übernehmen wollen bzw. dort publizieren möchten? Weitere Informationen zum aktuellen Stand findet man im Projektwiki.

Was haben wir noch gelernt?! Zum Beispiel wie das mobile Flipchart von heute funktioniert: einfach eine Rolle statisch haftender Folie dabei haben (EasyFlip Foil), die man überall an glatte Wände kleben und nach dem Veranstaltung problemlos wieder abnehmen kann. Ach ja, und dann war da noch Club-Mate, ein IN-Getränk, welches man unbedingt kennen sollte. 😉

frei<tag> Pause

Pause

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Written by lesewolke

21. August 2012 um 06:00

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