Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (45.KW’12)

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Offensichtlich will die Bundesregierung nun doch noch schnell den §52a Urheberrechtsgesetz verlängern (siehe IUWIS und dbv). Der Paragraph, der die Bereitstellung kleiner Teile geschützer Werke in  elektronischen Semesterapparaten und Forscherplattformen regelt, ist zwar kein Highlight aber besser als nichts. Ein Gesetz, welches den Möglichkeiten der neuen Medien Rechnung trägt und endlich die Bedürfnisse von Wissenschaft und Forschung berücksichtigt, wäre trotzdem überfällig.

Rudolf Mumenthaler bot in seinen Vortragsfolien einen guten Überlick über den aktuellen Stand bei E-Books und E-Book-Reader sowie deren Vor- und Nachteile (via NRW-Blog).  Das Thema E-Books vs. gedruckte Bücher kann man auf sehr unterhaltsame Weise betrachten, wie das Editorial der letzten c’t bewies.

Um Interkulturalität in Bibliotheken drehte es sich im 8. Themendienst des dbv. Denn auch Menschen aus anderen Ländern möchten an der Kultur und Gesellschaft teilhaben und Bibliotheken besuchen. Das erfordert spezielle Angebote.

Der Besuch von Michael Stephens, wir erinnern uns an „Learning Everywhere“, wirkte noch nach. Blogbeiträge zu seinem Vortrag inklusive der eingebettenen Videoaufzeichnung schrieben die Autoren der Zukunftswerkstatt, Text & Blog sowie Bibliothekarisch.de (mit einer Liste der empfohlenen Literatur zum Thema).

Ansonsten wurde in dieser Woche kaum ein gutes Haar an Bibliotheken und BibliothekarInnen gelassen. Obwohl Halloween doch schon eine Weile her ist, konnte einem der Bericht von Hadmut Danisch über seinem Bibliotheksbesuch das Gruseln lehren (via Netbib).

Haferklees Ausblicke grub einen Artikel der IWP mit dem Titel „Die Zeit als Lagerarbeiter ist für Bibliothekare vorbei.“ (Vol. 61 Heft1, S. 59-60) aus, in dem der norwegische Jurist und Professor Jon Bing darüber verzweifelte, „dass Bibliothekare und Informationsfachleute sich damit abfinden, dass sie den Rang von Ausputzern oder alten Jungfern in der modernen Informationsgesellschaft zugewiesen bekommen.” anstatt „Pioniere und Helden in der Wissensgesellschaft“ zu sein.

VÖBBlog fand sogar ein altes „Betrugs-Lexicon“ (Auszug), in dem auch – wir ahnten es schon – BibliothekarInnen berücksichtigt werden. Nein, so genau wollten wir das eigentlich gar nicht wissen. 😉

Trost kam von der ZBW: Hier werden die MitarbeiterInnen in Videos vorgestellt (siehe Bibliothekarisch.de) und ein positives Berufsbild vermittelt. Das macht doch wieder Mut nach diesen Horror-Blogbeiträgen.

Foto: Leo Pompinon (Quelle: Treffpunkt Bibliothek, Themendienst 8)

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Written by lesewolke

12. November 2012 um 06:00

3 Antworten

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  1. Es handelt sich bei der von Danisch beschriebenen Bibliothek wohl um die SBB-PK, so ist zumindest den Kommentaren zu entnehmen.
    Ansonsten kann man den Text problemlos auch auf andere Berufsgruppen ummünzen, z.B. auch auf Informatiker.

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    CH

    13. November 2012 at 10:23

  2. […] Unter Fachleuten geht man indessen hier, hier und hier davon aus, dass es sich bei der von Danisch genannten Bibliothek um die Staatsbibliothek zu Berlin […]

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