Lesewolke

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Webinar: New Librarians Global Connection 1/2013

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Zu den Dingen, die man als Bibliothekarin unbedingt mal ausprobiert haben sollte, zählt meiner Meinung nach ein Webinar. Am 15. Januar 2013 bot die IFLA New Professional Special Interest Group eines aus der Reihe „New series of free quarterly webinars„. an. Es war gar nicht schwierig, daran teilzunehmen: Link angeklickt, Name eingetragen, Guest-Button gedrückt und schon ist man eine von TeilnehmerInnen aus vielen Ländern. Drei interessante Vorträge wurden angeboten.

Gene Tan, Direktor der Nationalbibliothek Singapore, stellte unter anderem das Singapore Memory Project vor. Dort werden Erinnerungen, die im Kontext zu Singapore stehen gesammelt und veröffentlicht, ob als Video, Bild, Audiodatei oder Text. Inzwischen wird es auch als App angeboten. Solche Aktionen bringen laut Tan die Menschen zusammen. Erinnerungen über die Region zu sammeln, ist schon eine tolle Sache. Ein bisschen hat es mich auch an die nette Jubiläumsaktion „Wir sind ein Jahrgang“ der Deutschen Nationalbibliothek zum 100. Geburtstag erinnert.

Heikki Marjomaa aus der Stadtbibliothek Helsinki fragte, wie man in der Bibliothekswelt kreativ sein könne, und meinte, man solle neben der eigenen Fachkenntnis auch die der Nutzer einbinden. Laut Heikki muss man dafür aber des Blickfeld für neue Gruppen erweitern. So bietet die Library 10 auch eine Vinyl-Bar an, wo man Schallplatten digitalisieren kann. Und wer schon immer etwas über bestimmte Musikstile wissen wollte, fragt den Personal Music Trainer. 80 Prozent der Veranstaltungen werden laut Heikki dort übrigens von Kunden organisiert. Einen guten, deutschsprachigen Artikel über die erstaunliche „Library 10“ fand ich in den Büchereiperspektiven 2/2011. Ein Spezialgebiet von Heikki sind Spiele. Dabei helfen Netzwerke, wie Facebookgruppen. Die Nordic Gamebrarians tauschen sich über aktuelle Entwicklungen aus und wer Hilfe benötigt, hat gute Chancen, dass jemand schon damit in Berührung kam und eine Lösung kennt.

Zahlreiche Tipps, wie man internationale Bibliothekarin wird, gab uns Robin Kear, Liaison Librarian at the University of Pittsburgh. Oberstes Gebot „Connect, connect, connect!“ und dabei deutlich machen, welche Interessen man vorrangig verfolgt. Außerdem hilft es Konferenzen zu besuchen, in Organisationen aktiv zu sein (z.B. IFLA), sich mit BibliothekarInnen in anderen Einrichtungen auszutauschen, wie beispielsweise beim Projekt Sister Library für Kinder- und Jugendbibliotheken. Auf einer Folie ihrer Präsentation hat Robin Kear zusammengefasst, was man alles in der eigenen Einrichtung bewegen kann:

Kear-4

Günstig ist es außerdem, den Horizont zu erweitern und Bibliotheken in anderen Ländern bei längeren (z.B. als Volunteer) oder kürzeren Aufenthalten kennen zu lernen. Im Chat machte passend noch jemand auf die deutsche Organisation „BI-International“ aufmerksam. Manche Hochschulen bieten übrigens Austauschprogramme als Erasmus Staff Mobility für HochschulmitarbeiterInnen an. Das gilt auch für Bibliothekarinnen. Wer kann, sollte sich diese tolle Erfahrung nicht entgehen lassen, wie ich aus eigenem Erleben weiß. 🙂 Was kann man laut Robin noch tun?! Bloggen, Twittern, Beiträge für ein internationales Publikum schreiben, Sprachkenntnisse verbessern und eine offene Tür für Besucher aus anderen Ländern haben.

Update 19.01.2013: Die Aufzeichnung vom Webinar ist nun online (Dauer: ca. 1 Stunde).

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Written by lesewolke

16. Januar 2013 um 06:00

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