Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (30.KW’13)

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In einer Pressemitteilung fasste der Deutsche Bibliotheksverband die Antworten der verschiedenen Parteien (s. a. Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013) zu der Möglichkeit der Sonntagsöffnung von öffentlichen Bibliotheken zusammen. BibTexte verwies auf die Dissertation „Die Wiederbelebung der Sonntagsöffnung von Bibliotheken“. Heiße Diskussionen zur Sonntagsöffnung gab es in der Inetbib.

Die Seiten des Bibliotheksportals wurden jetzt um die Bereiche Kinder- und Jugendbibliotheken ausgebaut (via Jugendbibliothek21).

Auf das Literatur- und Lesezeichenverwaltungssystem BibSonomy ging TIB-Blog in einem Beitrag näher ein und verlinkte auf zwei neue Screencasts im BibSonomy-Blog, welche die Anwendungsmöglichkeiten zeigen.

Wie entstand eigentlich die Übersicht „Vergleich Literaturverwaltungsprogramme„? Dorothea Lemke berichtete im Blog Literaturverwaltung über ihre Erfahrungen bei der Erstellung der aktuellen Übersicht und ging dabei auch auf Probleme, die sich bei der Erarbeitung ergaben, genauer ein.

Schmalenstroer.net verlinkte auf einen Beitrag von Sascha Foerster, der nützliche WordPress-Plugins für Wissenschaftler vorstellt.

Einen interessanten Blogbeitrag im Upload-Magazin zum Presserecht hat Archivalia entdeckt. Wer für seine Einrichtung bloggt oder anderweitig journalistisch tätig ist, sollte hier durchaus mal hineinschauen.

Oliver Pohl beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit (HU Berlin) mit «Konzept und prototypische Erstellung eines Informationssystems auf VuFind-Basis für die Bibliotheks- und Informationswissenschaft». Es soll sich besser am gegenwärtigen Nutzerverhalten orientieren als b2i. In einem Beitrag im Webis-Blog stellte er das neue LISard-Fachportal vor.

Die Überwachung des Internet durch die Geheimdienste insbesondere der NSA ist weiterhin auch ein Thema in den bibliothekarischen Kreisen. Infobib zitierte die 12 Forderungen eines offenen Briefes verschiedener Vereinigungen, welchen man auch als Privatperson unterschreiben kann.  So eine allgegenwärtige Überwachung kann auch leicht Unschuldige treffen, und zwar nicht nur Leute mit orientalischen Namen, die Chemie studieren (siehe Szenario Bibliotheksdaten Inetbib), sondern auch solche, die „Gebildet, unauffällig und irgendwie links“ sind und sich darüber hinaus „konspirativ“ verhalten, z.B. Mobiltelefon ausschalten, anonyme E-Mail-Adresse verwenden usw. (siehe Beitrag im Freitag via inetbib).

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Written by lesewolke

29. Juli 2013 um 06:00

2 Antworten

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  1. Die Überwachung des Internet durch die Geheimdienste wird zwar viel in den Medien diskutiert, doch vor Ort sind m. E. die Diskussionen zu wenig. Es scheint manchen Leuten egal zu zein mit der Begründung, dass sie sich eh nichts zu Schulden haben kommen lassen. Das darf aber kein Argument sein für dass, was die Geheimdienste hier mit uns Bürgerinnen und Bürgern machen. Ich glaube, hier sind bereits die Grundrechte verletzt, oder? Grundsätzlich wird mit dieser Art jeder erst einmal unter Verdacht gestellt. Schlimstenfalls fühlen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger die sich im Internet informieren, in ihrem Wissensdrang eingeschränkt – und dies in einem demokratischen Staat?

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    Manuela Hartung

    29. Juli 2013 at 11:01

    • Ich finde,es ebenfalls erschreckend, dass sich viel zu wenige dafür interessieren.

      Klar, das Ganze verstößt schon mal gegen GG § 10 (1) „Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.“ (s.a. Fernmeldegeheimnis: http://de.wikipedia.org/wiki/Fernmeldegeheimnis). Ohne einen konkreten Verdacht im Einzelfall dürfte der Staat nicht mitlesen. Wenn die Kommunikation der Bevölkerung jedoch flächendeckend überwacht & gespeichert und damit jeder einfach so verdächtigt wird, meine ich, das hat mit Demokratie und Rechtsstaat nun wirklich nichts mehr zu tun. Ich gebe zu, dass ich tief enttäuscht über diese Entwicklung bin. Das hatten wir schließlich alles schon mal. Nur die technischen Möglichkeiten haben sich inzwischen deutlich verbessert.

      Die Piraten haben es in ihrem offenen Brief auch ganz treffend formuliert:
      „Fester Bestandteil des demokratischen Rechtsstaatsprinzips ist nicht nur die Unschuldsvermutung, sondern auch der Schutz privater Kommunikation: Nur wenn diese frei von staatlichem Zugriff bleibt, ist freier politischer Diskurs überhaupt möglich. Menschen, die sich beobachtet fühlen, verhalten sich anders. Beispiele dafür gab es in der Weltgeschichte zur Genüge. Daraus nicht gelernt zu haben, ist ein Armutszeugnis.“ (Quelle: http://www.piratenbrandenburg.de/2013/07/10102/)

      Ein Forschungsprojekt der EU zur Überwachung kam bereits Anfang 2013 zu folgenden Ergebnissen:
      „Die über 400 Seiten lange Studie führt bei den sozialen Belastungen durch steigende Kontrolle unter anderem nicht hinnehmbare Raten falscher ‚Treffer‘ unter Verdächtigen auf sowie die kategorische Diskriminierung sozialer und ethnischer Gruppen. Die Überwachung könne zudem soziale und demokratische Aktivitäten genauso untergraben wie das Vertrauen in Staat oder Gesellschaft, heißt es in der Untersuchung. Mit dem Wachstum der ‚präventiven Überwachung‘ vor allem im Kampf gegen den Terror oder die organisierte Kriminalität werde zudem ‚die Unschuldsvermutung als wichtige rechtliche Schutzregel schrittweise ausgehöhlt‘.“ (Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Ueberwachung-untergraebt-Unschuldsvermutung-1789567.html)

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      lesewolke

      29. Juli 2013 at 18:27


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