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Auf BIB-Tour in Luckenwalde & Jüterbog

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Foyer der Bibliothek im Bahnhof

Foyer der Bibliothek im Bahnhof

An einem sonnigen Samstag im Mai fuhr unsere BIB-Landesgruppe mit einem Kleinbus zu zwei Bibliotheken, die in ungewöhnlichen Gebäuden untergebracht sind. Unsere erste Station war Luckenwalde. Da das alte Bahnhofsgebäude nicht mehr betrieben wurde, kaufte es schließlich die Stadt der Deutschen Bahn ab und ließ es von den ARGE raumbewegung/ff-architekten aus Berlin in eine Bibliothek umgestalten. In der alten Villa, in der die Bibliothek vorher untergebracht war, herrschte Platznot.

2008 wurde der Umbau eröffnet. Die „Bibliothek im Bahnhof“ ist wirklich gelungen! In der Eingangshalle befinden sich nun Anmeldung, Garderobe, Verbuchung/Selbstverbucher (RFID), Rückgabeboxen sowie Bestseller und aktuelle Zeitschriften. Obwohl die Bahnhofshalle deutlich erkennbar geblieben ist, wirkt der Raum sehr einladend. Die Möbel sind beweglich und können beiseite gerollt werden, wenn Veranstaltungen stattfinden. Mit Räumarbeiten sind die Bibliotheksmitarbeiterinnen nun häufiger beschäftigt, wie wir bei der Bibliotheksführung erfuhren.

Mit warmen Farben und sehr gemütlich präsentierte sich der Belletristikbereich. Während die anderen Räume eher stylisch und modern sind.

Die Bibliothek erhält viel Unterstützung von ihrem, sehr aktiven Förderverein, lobte die Kinderbibliothekarin, die uns mit viel Herz die Einrichtung präsentierte. Auch die Bürgermeisterin förderte das Projekt von Anfang an und setzt sich für die Bibliothek ein.

In der Mönchenkirche Jüterbog von 1510 wurde zuletzt im Jahr 1963 ein Gottesdienst abgehalten. 1985 zog die Stadtbibliothek hier ein. Die Kleinstadt hat noch zwei weitere große Gotteshäuser, die noch ihrem ursprünglichen Zweck dienen. In der Nikolaikirche waren wir übrigens nachmittags bei einer Stadtführung, als dort gerade für ein Beethovenkonzert geprobt wurde, auch ein Erlebnis. 🙂

Aber zurück zur Bibliothek, die ebenfalls etwas ganz besonderes ist. Von 2001 bis 2005 saniert, zeigte sich der Kirchenraum in einer Mischung aus Mittelalter und Moderne. Mit in der Bibliothek befindet sich inzwischen die Stadtinfo. Man vertritt sich gegenseitig. In den angrenzenden Räumen und Gebäuden sind weitere Kultureinrichtungen untergebracht: Museum, Bühne, Archiv und der „Wilhelm-Kempff-Saal“ für Trauungen.

Mit einer großzügigen Sitztreppe ist der Kinderbereich gleich neben dem Kirchenhauptraum ausgestattet. Wer in der Literatur auf der Galerie stöbern möchte, muss allerdings Treppen steigen können. Das mögen die Jüterboger weniger, wie uns die Leiterin verriet. In einer Kirche sind dem Komfort eben Grenzen gesetzt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für alle , die mehr über diese beiden Bibliotheken wissen möchten, hier noch drei Literaturtipps:

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Written by lesewolke

21. Mai 2014 um 08:00

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