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Bibliothek Wissenschaftspark Albert Einstein

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Bibliothek im Helmert-Haus

Die Bibliothek gehört zum Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg in Potsdam und wird gleich von vier verschiedenen Instituten genutzt und finanziert: dem Geoforschungszentrum (GFZ), dem Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK), dem Alfred-Wegner-Institut (AWI) sowie dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS).

Die Naturwissenschaftler der Institute sind Zeitschriftenleser. Bücher werden nicht so häufig gekauft. Man nutzt einige Standardwerke oder bestellt die Bücher über die Dokumentlieferung. Die Mitarbeiter der Bibliothek arbeiten eng mit den Wissenschaftlern zusammen, um die Wünsche und Bedürfnisse zu kennen und nach Möglichkeit darauf zu reagieren. Über Drittmittelprojekte werden Services aufgebaut, u.a. zur Speicherung der Forschungsdaten (siehe Daten, Produkte und Dienste) und weitere Projekte realisiert. Die Bibliothek kümmert sich auch um den Publikationsserver GFZpublic, der sowohl Volltexte als auch Daten der Veröffentlichungen speichert, die von den Institionen zur Evaluierung genutzt werden.

Zeitschrift für Bauwesen, 44. Jahrgang 1894, Inh.-Verz., Beiträge von P. Spieker

Es gibt drei Teilbibliotheken und eine zentrale Bibliothek. Letztere schauten wir uns näher an. Das Gebäude blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Im Helmert-Haus befand sich einst der Sitz des historischen geodätischen Instituts. Hier wurde die Geodäsie erfunden, die Wissenschaft, die sich mit der Vermessung der Erde beschäftigt. So befindet sich im Gebäude der sogenannte Pendelsaal. Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte man hier die Erdschwere (mehr zum Pendelsaal). „Von 1909-1971 galt der ‚Potsdamer Schwerewert‘ weltweit als Bezugsgröße für die Erdanziehung.“ beschreibt die Tafel für die Station 8 des Rundganges Wissenschaftspark Albert Einstein. Die Erde hat doch so einige Beulen und Dellen, wie man auf dem Potsdamer Telegrafenberg errechnete, und ähnelt weniger einer Kugel sondern eher einer Kartoffel. Sehenswert ist der große Sitzungsraum des Helmert-Hauses. Hier stehen die historischen Bücher.

Die Sonne strahlte, und wir hatten noch ein bisschen Zeit. Daher nutzten wir die Gelegenheit für einen Rundgang durch den Wissenschaftspark. Zuerst gingen wir zum Einsteinturm. 1924 eingeweiht, um die Relativitätstheorie zu prüfen, dient der markante Turm (Architekt: Erich Mendelson) heute zur Beobachtung der Sonnenaktivitäten. Etwas älter und auch schön anzuschauen sind die anderen Bauwerke in dem hübschen Park. Sie wurden bereits ab Mitte des 19. Jahrhundert nach Plänen des Architekten Paul Emanuel Spieker gebaut. In der „Zeitschrift für Bauwesen“ 44. Jahrgang 1894 veröffentlichte der Architekt mehrere Beiträge zu seinen Bauten auf dem Telegrafenberg.

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Written by lesewolke

18. April 2018 um 14:00

Veröffentlicht in Bibliotheksbesichtigung

Eine Antwort

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  1. Liebe Kollegin Haensch, wie immer ein ganz toller Beitrag und eine schöne Erinnerung

    Ilselore Ammer

    19. April 2018 at 09:12


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