Lesewolke

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Nützliche Tools beim #bibtag18, Teil 1: Schnitzeljagd & Serious Game


Hot Splitter Actionbound

Actionbound, die digitale Erlebnisrallye, war das Thema im Hot Splitter am Mittwoch. Christian Wendt aus dem Team des Anbieters stellte die Software vor, die 2016 einen Sonderpreis gewann (digita – Deutscher Bildungsmedien Preis). Mit dem Bound-Creator werden Aufgaben erstellt, die vielfältig sein können: man kann raten, schätzen, bestimmte Orte/QR-Codes finden und dabei Neues erfahren. Die Teilnehmer benötigen eine App auf ihrem mobilen Gerät, mit dem sie durch die Gegend laufen und die Aufgaben lösen. Im Bibliothekskontext eignet es sich sowohl für Führungen als auch Ausstellungen oder zur Weiterbildung. Schon über 300 Bibliotheken haben die Software im Einsatz. Wobei man natürlich erwähnen muss, dass sie für die Nutzung von Institutionen kostenpflichtig ist. Dafür steht der Server in Deutschland. Es werden so wenig wie möglich Daten abgefragt, versicherte der Actionbound-Mitarbeiter. Die private Nutzung für Geburtstage oder ähnliches ist kostenfrei. Wer es mal für die Einrichtung ausprobieren möchten, dem wird ein Testaccount empfohlen, damit erstellte Bounds (Schnitzeljagden) auch später weiter genutzt werden können. In der näheren Umgebung gibt es bestimmt auch schon Bounds, die man spielen könnte (siehe Weltkarte). 135.000 Bounds wurden bereits in verschiedenen Sprachen erstellt. Optische Anpassungen sind möglich, das ist eine Frage von Aufwand und Finanzen.

Serious Game „Lost in Antarctica“

Von Lost in Antarctica hatte ich schon gehört und ließ mir die Chance, das Spiel beim Bibliothekartag testen zu können, nicht nehmen. Im Hands_On digital konnte man in dieser Hinsicht aktiv werden (Präsentation). Ja, ich mag diese interaktiven Formate! 🙂 Das E-Learning zur Verbesserung der Informationskompetenz ist hier in ein interessantes Spiel eingebettet mit Videos, interaktiven Screenshots und vielfältigen Aufgaben alles verpackt in ein schönes Design mit netten Details. Es wurde zusammen mit Studierenden der Wirtschaftsinformatik entwickelt. An der TU Braunschweig (Medienbildung Blog mit Video) erhält man für das Bestehen 2 ECTS-Punkte. Die Aufgaben sind nicht zu einfach. Mit 12 Leveln hat es eine große Bandbreite an Inhalten, die aufeinander aufbauen. Wir bekamen in der Veranstaltung auch einen Einblick in den Code. Das Spiel ist zur Nachnutzung gedacht. Man kann Aufgaben ändern. Dafür gibt es Anleitungen. Schon für die Kooperationspartner an der TU Clausthal und der TIB Hannover waren Anpassungen nötig. Der Beitrag von Eckardt, Kibler & Robra-Bissantz in Proceedings der Teaching Trends 2016 (S.49-61) enthält auch Leitlinien zur Nachnutzung. Bei diesem umfangreichen Spiel ist der Aktualisierungsaufwand sicher nicht zu unterschätzen. Man kennt das aus Kursvorbereitungen: Links ändern sich, Internetseiten verschwinden, werden komplett umgebaut, Medien ausgesondert usw.

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Written by lesewolke

19. Juni 2018 um 08:15