Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (47.KW’20)


Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn machte sich die Mühe, die Nutzungsgebühren wissenschaftlicher Bibliotheken für Nichthochschulangehörige zu vergleichen, wobei es manchmal Anmeldegebühren und manchmal Jahresgebühren gibt. Letztere liegen bei ca. 10-30 Euro. Eine knappe Mehrheit nimmt keine Gebühren dieser Art.

Das hatten wir schon lange nicht mehr – ein Beitrag zu Discovery-Systemen, siehe effective webwork. Zumindest in der bibliothekarischen Öffentlichkeit ist die Diskussion dazu etwas eingeschlafen. Ein Anlaß für Anne Christensen, sich dem Thema zuzuwenden.

Ein umfangreicher, englischsprachiger Beitrag bei Musings about librarianship widmete sich den verschiedenen Zitationsdatenbanken, die 2020 zur Verfügung stehen (via Archivalia). Das Fazit lautete „Google Scholar and Web of Science/Scopus are kings of the hills in their various arenas.“.

Preprints: Schneller und schlampiger?“ – im Gegensatz zum Titel beleuchtete der Beitrag bei science.orf.at recht ausgewogen die Vor- und Nachteile der Preprints (via VÖBBlog). Sie beschleunigen die Forschung, aber können auch von den Medien – obwohl noch ungeprüft – verbreitet werden. Bei einer Untersuchung wurden übrigens kaum Unterschiede zwischen Preprints und den schließlich veröffentlichten Artikeln gefunden. Die erhofften wissenschaftlichen Diskurse auf den Preprint-Servern lagen zudem deutlich hinter den Erwartungen.

Fortbildung in Bibliotheken verlinkte auf einen Beitrag der Wirtschaftswoche, der optimale Bildgrößen für die verschiedenen Kanäle sozialer Medien zeigt.

Die Aufzeichnung der Veranstaltung „Berufsfeld.rebooting“ vom Virtuellen Bibliothekartag 2020 ist online, siehe TIB/AV-Portal (via Fachstelle ÖB NRW). Die AG Personalgewinnung berichtete über ihre Erkenntnisse.

Karsten Schuldt entdeckte ein französisches Buch aus dem Jahr 1995, welches das Ende der Vorherrschaft des Buches thematisiert. In seinem Beitrag in Bibliotheken als Bildungseinrichtung geht er der Frage nach, welche Voraussagen eintrafen, welche anderen Medienarten das Buch bereits überlebte und an welche technischen Entwicklungen man zu dieser Zeit noch gar nicht dachte. Spannend ist dabei, dass ein Niedergang des gedruckten Buches doch immer wieder mal prophezeit wurde und wird.

 

Written by lesewolke

23. November 2020 um 10:00