Lesewolke

Just another librarian weblog

Bibliotheksmarketing digital auf dem #bibtag21


Zuerst stellte Doreen Siegfried das Marketingkonzept der ZBW vor. Hier geht es darum, für Open Science zu werben. Die ZBW versucht dabei, den konkreten Nutzen für die Forscher in den Vordergrund zu stellen und statt reiner Information „Zutaten und Rezeptvorschläge“ anzubieten. Verglichen wurde Open Science mit dem Elektroauto in Nachbars Garten – irgendwie ganz schick, aber zu einem eigenen kann man sich trotzdem nicht durchringen.

Um das Thema an die Forscher zu bringen, wurde der Podcast „The Future of Open Science“ ins Leben gerufen. Darin sollen der Bekanntheitsgrad der Bibliothek, ihrer Services sowie die Möglichkeiten veranschaulicht werden.

Ein weiteres Angebot ist das Open-Science-Magazin. Veröffentlicht werden darin Interviews, Worksheets und die Reihe „Rechtliches“.

Gern arbeiten die Kollegen der ZBW mit Testimonials, also Fotos von Personen + Zitat. Im Focus der Social Media-Aktivitäten stehen Linkedin und Twitter sowie Youtube für die Podcasts. Zukünftig möchte man aber auch wieder analoge Instrumente nutzen, wie beispielsweise Veranstaltungen, Poster, Aufkleber, Postkarten usw.

In einem weiteren Vortrag stellte die SLUB Dresden ihre Social-Media-Aktivitäten vor. Hier setzt man auf Weblogs, Twitter, Linked In, Yelp und Zenodo. Nun als Bibliothek ist es gar nicht so leicht, unter den beliebtesten Twitterprofilen zu landen. Geschafft hat das aber die New York Public Library mit immerhin 2,5 Mio. Followern. Die SLUB hat jedenfalls gleich mehrere Twitter-Accounts, z.B. für das TextLab, FDM und die Deutsche Fotothek. Das bietet auch die Möglichkeit, sich gegenseitig zu retweeten. Auch Mitarbeiter, die bei Twitter sind, können bei Fachfragen verlinkt werden. Damit werden auch die Menschen hinter den Services sichtbar. Das Netzwerk der Mitarbeiter sorgt zudem für eine gute Werbung. Eine Mitschrift zu diesem Vortrag findet man auch im Blog Bibliothekarisch.de.

Im letzten Vortrag des Blocks stellte Daniel Brenn die Anwendung Discord vor. Aus der Not des mangelnden persönlichen Austausches (Stammtisch) während der Coronakrise entschied man sich für diese digitale Variante. Das sorgte für viel Interesse in der bibliothekarischen Community und das Angebot erweiterte sich rasant. Neben Textnachrichten sind auch Audio- und Videochat möglich.

Written by lesewolke

24. Juni 2021 um 08:56