Lesewolke

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Archive for the ‘BibCamp 2011’ Category

Gelesen in Biblioblogs (50.KW’11)

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Weihnachtsgruss 2011„Gemeinschaftliche informelle Ideenproduktion quer über Dienstgrade und Institutionszugehörigkeiten hinweg wird heute dringender denn je benötigt.“ schrieb Lambert Heller auf der Internetseite des Goethe-Instituts und berichtete über bibliothekarische BarCamps, wie dem BibCamp, welches 2011 bereits zum 4. Mal stattfand. Und zumindest dort wird gelebt, was man sich generell im Bibliothekswesen wünschen würde: Offenheit und Interesse für neue Technologien und Spaß am gemeinschaftlichen Lernen.

Netbib verlinkte auf zwei Artikel in „Der Westen“, die ein neues Wahlpflichtfach für SchülerInnen in Oberhausen vorstellen. Die SchülerInnen gehen in die Bibliothek und werden zu Bibliotheks-Scouts ausgebildet. Davon profitieren durchaus beide Seiten, erfahren die BibliothekarInnen doch die Meinungen der Jugendlichen zum Bestand und zu Veranstaltungen.

Ob jedoch der Berufswunsch BibliothekarIn eine gute Idee ist, daran kommen nach der Verabschiedung der neuen Entgeltordnung Zweifel auf, bestehen doch so gut wie keine Aufstiegsmöglichkeiten und die starke Veränderung der Tätigkeiten, die die elektronischen Angebote und Dienstleistungen mit sich bringen, blieb völlig unberücksichtigt (via NRW-Blog).

Bei der Migration der Katalogdaten der KOBV-Bibliotheken in den B3Kat wurde Mable+, eine Java-gestützte Open-Source-Software zur formalen Prüfung von Katalogdaten und Fehleranalyse eingesetzt. Die Software ist nun zum Download freigegeben und soll weiterentwickelt werden, damit auch andere Datenformate (z.B. MARC) unterstützt und Dubletten erkannt werden (via NRW-Blog).

Auch für ganze Bibliothekssysteme gibt es Open-Source-Software. In Bib-Blog erklärt Holger Büch im 1. TeilKoha für Einsteiger”, wie man dieses System installiert: Schritt für Schritt mit Screenshots. Weitere Erläuterungen sollen folgen (via Infobib).

Wer dachte, der Wunsch nach Kataloganreicherung mit Inhaltsverzeichnissen, Browsing, Suchen auf Basis von Ähnlichkeiten oder vorher genutzten Titeln wären Erkenntnisse der Nutzerforschung der 21. Jahrhundert, der ist auf dem Holzweg. Schon 1964 stellte sich Don R. Swanson den elektronischen Katalog der Zukunft so vor, zu einer Zeit als Bibliothekskataloge noch flächendeckend aus Karteikärtchen in Holzkästen bestanden (gefunden in A growing organism).

„Web 2.0 – Ängste von Chefs und Mitarbeitern“ war das Thema meines Dezember-Blogbeitrags in Plan3t. Ich hatte mir nämlich den Mitschnitt der Session „Chef 2.0 – Wie überzeuge ich meine Vorgesetzten von Social Media“ (startCamp 2011) angehört. Gerade wenn man selbst wenig Ängste im Web 2.0 hat, ist es doch wichtig zu wissen, was die anderen so beschäftigt. Sehr nützlich fand ich übrigens die Handlungstipps bei Kritik an Einrichtungen, die sich dem Dialog im Web 2.0 stellen.

Das war die letzte Folge „Gelesen in Biblioblogs“ für das Jahr 2011! Lesewolke wünscht allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Gelesen in Biblioblogs (15.KW’11)

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Erfreulich viele Teilnehmer des BibCamp 2011 hatten an der Umfrage zu der Veranstaltung teilgenommen. Nun ist die Auswertung online, berichtet BibCamp-Blog. Natürlich hat das Organisationsteam viel Lob bekommen und 90 Prozent der Teilnehmer wären auch gern das nächste Mal dabei. Ganz oben in der Beliebheitsskala der Sessions lagen Leidenschaft, Facebook und Ideenmanagement.

Für Bildung benötigt man Medien. Das ist kein Geheimnis. Der medienpädagische Kongress „Keine Bildung ohne Medien“ hat sich nun eigens mit diesem Thema befasst und kam zu dem Ergebnis „Die bisherige Phase des Aktionismus ist zu beenden, notwendig sind breitenwirksame und nachhaltige Maßnahmen.“ (via NRW-Blog).

Anne Christensen widmet einen Blogbeitrag der Informationskompetenz und meint, dass die hohen Ansprüche der Bibliotheken zwar gut klingen, aber so nicht umgesetzt werden (können). Bei aller Kritik gibt es jedoch interessante Verbesserungsvorschläge.

Die Brandenburger Schulbibliothek des Jahres wurde gewählt. Warum das gar nicht so einfach war, erklärt Basedow1764’s Weblog. Auf einige engagierte Projekte wird im Beitrag kurz eingegangen.

Sehr ausführlich äußert sich Bibliotheken als Bildungseinrichtungen zu dem Thema Netzaktivismus. Bedeutet es nun Engagement mit wenig Aufwand oder eine bessere Öffentlichkeitswirksamkeit für „echte“ Aktionen und der Start für Offline-Strukturen? Da besteht noch viel Forschungsbedarf.

Wie das Internet das Leben beeinflusst, beleuchtete auch ein Vortrag von Gunter Dueck auf der re:publica 2011. Er fragte sich unter anderem, wie die Kompetenzen der Zukunft aussehen müssen, wenn es doch so viele fachliche Informationen im Internet gibt, so dass sich jeder zu speziellen Fragen schlau machen kann und einem professionellen Berater da schnell überlegen ist. Was Herrn Dueck sonst noch sympathisch macht: „Meine Frau ist Bibliothekarin, also die hat Möglichkeiten …“ 😉 Text und Blog hat die Videoaufzeichung in seinen Beitrag eingebunden, fast 49 Minuten lang, aber nicht langweilig!

Keine ganze Minute dauert dagegen das Einstiegsvideo auf der neuen Youtube-Plattform von open-access.net. Damit wird auf unterhaltsame Weise in deutscher und englischer Sprache über Open Access aufgeklärt. Um eine Verbreitung zu erleichtern, wurde die Lizenz CC BY 3.0 Unported gewählt. Weitere Filme sollen folgen.

Apropos Open Access. Das Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics (SCOAP3) möchte die wichtigsten Zeitschriften der Hochenergiephysik in Open Access überführen. Pläne zu der Umsetzung wurden auf dem „decision-making meeting“ abgestimmt (via wisspub.net).

Lemy’s Blog entdeckte eine Datenbank mit Volltexten zu erziehungswissenschaftlichen Themen, die im Rahmen des Projekts European Educational Research Quality Indicators (EERQI) erstellt wurde.

Auch in dieser Woche gab es etwas zum Thema Mode, diesmal speziell für mutige Herren in der Bibliothekwelt. Dipl.-Bibl. Jens Klein stellt nämlich in einer Diashow seine bibliothekarische Krawattensammlung vor (via Haferklees Ausblicke).

Mein neuer Lieblingsspruch stammt aus einem Science-Fiction-Roman und lautet:  „Bibliothekare sind die geheimen Meister des Universums. Sie kontrollieren die Information. Verärgere niemals einen von Ihnen.“ 😉 Außerdem verrät Bib-Link in diesem Blogbeitrag (einer Übersetzung des Artikels von Kerith Page McFadden, CNN), welche Heldentaten amerikanische Bibliothekare für die Welt noch so leisten und leisteten.

BibCamp 2011: Beyond the PDF, kollaboratives Arbeiten und Webseiten

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Maskottchen Horst

Außer Facebook und Microlearning fanden natürlich noch viele andere Sessions statt.  Ich habe Sessions zu den Themen Beyond the PDF, kollaboratives Arbeiten im Bereich Informationskompetenz und den Aufbau von Webseiten für Bibliotheken besucht und möchte kurz darauf eingehen. Sobald es weitere Beiträge in den Blogs und im BibCamp-Wiki dazu gibt, werde ich natürlich verlinken.

Beyond the PDF

Wenn es um die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Abhandlungen geht, ist für viele PDF die erste Wahl. Verlage publizieren ihre elektronischen Versionen von E-Book und E-Journal als PDF, Repositorien erwarten dieses Format, wenn man etwas hochlädt. In der Diskussion ging es darum, ob das noch zeitgemäß ist. Neue mobile Lesegeräte setzen sich langsam durch. Dafür ist PDF nicht in jedem Fall geeignet. Wäre EPUB besser? Sollten sich Bibliotheken überhaupt bei dieser Frage einmischen? Was wollen eigentlich die Wissenschaftler? Interessante Meinungen beleuchteten verschiedene Aspekte, zum Beispiel, ob man einfach offener mit der Problematik umgehen und neben PDF auch andere Formate erlauben, auf im Internet erstellte Gemeinschaftsdokumente eingehen, zusätzlich zu der PDF-Version, die eben auch schick und anerkannt ist, eine für mobile Geräte geeignete Variante erstellen, und Blogbeiträge archivieren könnte. Den Rest des Beitrags lesen »

Written by lesewolke

14. März 2011 at 03:00

BibCamp 2011: Microlearning – meine erste Session

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Kunst- und Mediencampus Hamburg

Als ich im Vorfeld des BibCamp als Themenwunsch „Microlearning“ las, war ich sofort begeistert. Kleine Einheiten beim Lernen von Sprachen und Kurzanleitungen/Screenshort/Screencast für verschiedene Computeranwendungen hatten mir selbst schon oft geholfen. Auch auf der Facebookseite unserer Bibliothek haben wir schon die ein oder andere Minianleitung (meist von externen Anbietern) eingestreut. Für Antwortmails an Nutzer oder Servicemails zu Alertings von Zeitschrifteninhaltenverzeichnissen hatte ich bereits selbst welche erstellt.

Doch eine Diskussionsrunde findet eben nur statt, wenn sie jemand anbietet. Leider sah es ganz danach aus, als ob „Microlearning“ dann wohl ausfällt. Als BibCamp-Neuling und ohne Moderationserfahrungen war mir zugegebenermaßen nicht ganz wohl bei der Sache, aber ich habe die Session dann trotzdem selbst angeboten. Schließlich soll man ja nicht immer alles von den anderen erwarten, sondern selbst etwas tun, vor allem, wenn man zu einem Mitmachcamp fährt.

Gleich vorneweg: Ich habe es wirklich nicht bereut! 🙂 In einer sehr angenehmen Atmosphäre konnten wir Erfahrungen, Meinungen und Informationen zu geeigneten Computeranwendungen austauschen. Dörte Böhner hatte bereits einige technische Anwendungen im E-Learningbereich ausprobiert, da sie an der Erstellung der E-Tutorials der UB Augsburg mitgearbeitet hatte.

Auch die Idee, die Wolfgang Ruge einbrachte, nämlich das Campusfernsehen für kurze Anleitungsfilme zu nutzen, fand ich sehr interessant. Als Sessionmoderator ist man auch dafür verantwortlich, dass die Anregungen dokumentiert werden. Deshalb belasse ich es hier beim Erlebnisbericht und verweise alle, die mehr darüber wissen möchten, auf die entsprechende Seite im BibCamp-Wiki, einer Gemeinschaftsarbeit der Sessionteilnehmer.  [Update 30.03.11]: Auf Berührungspunkte zwischen Medienpädagogik und Bibliothekswesen geht Wolfgang Ruge in seinem Gastbeitrag bei bibliothekarisch.de ein.

Übrigens dankeschön für das nette Feedback und das Lobkärtchen. 🙂

Written by lesewolke

13. März 2011 at 10:43

BibCamp 2011 in Hamburg – die Facebooksession

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Ich bin gerade zum ersten Mal bei einem BibCamp, der Unkonferenz im deutschen Bibliothekswesen. Schon interessant, die Web-2.0-Aktiven, deren Namen man aus Sozialen Netzwerken und Blogs kennt, live zu treffen. Wenigstens ein Bericht von einer Session soll es jetzt noch werden, bevor es hier in Hamburg weiter geht. Facebook war das erste Thema des gestrigen Tages.

Session "Facebook" am 11.3.2011

Die bibliothekarischen Facebookinsider kennen natürlich den Facebookauftritt der Mediothek Krefeld und deren Macher Martin Kramer. Um so mehr freute ich mich, bei der Session dabei sein zu können, die er beim BibCamp 2011 in Hamburg moderierte. Das Interesse war riesengroß. Zuerst ging es um mögliche Probleme, überhaupt eine Erlaubnis der Pressestelle (bei ÖBs) für so einen Facebookauftritt zu bekommen. Manche Einrichtungen sind in dieser Hinsicht aufgeschlossener und beauftragen Mitarbeiter damit, eine Seite in dem Netzwerk zu erstellen und zu betreuen.

Hat die Bibliothek eine Facebookseite, warten die nächsten Herausforderungen. Wie oft und was postet man eigentlich?! Da gab es unterschiedliche Erfahrungen. Die Fans der Mediothek freuen sich über tägliche Posts, diese können auch gern ganz unbibliothekarisch sein bzw. einen Blick hinter die Kulissen bieten. So etwas dient zwar eher der  Unterhaltung, ist jedoch beliebt. Das zeigt das Feedback ganz deutlich. Eine andere Bibliothek berichtete dagegen über Fanrückgänge beim Anstieg der Posts.

Es tauchte auch die Frage nach dem Nutzen für die Fans auf. Imagegewinn steht hier wohl an erster Stelle. Aber auch die schnelle Informationsmöglichkeit für Nutzer, z. B. Studierende, die sich in erster Linie über Soziale Netzwerke informieren und weniger Internetseiten aufsuchen, ist nicht zu verachten. Überraschend war für mich, dass Teenies schwer dafür zu begeistern sind, Fan einer Bibliotheksseite zu werden, wie gleich mehrere Teilnehmer berichteten. Gerade in dieser Benutzergruppe hätte man eigentlich mehr Zuspruch vermutet. Wer wird überhaupt in erster Linie Fan einer Bibliotheksseite? Sind das wirklich die Nutzer der Einrichtung oder BibliothekarInnen oder Leute, die sich mit der Stadt verbunden fühlen? Diese Frage ließ sich leider nur schwer beantworten.

Schwierig bleibt das Krisenmanagement. Schließlich kann es auch Kritik seitens der Fans geben, die dann eben alle lesen können. Da kommt es auf die richtige Reaktion der Einrichtung an.

[Update 23.03.11] Links zu weiteren Beiträgen über diese Session:

  • Martins Bericht über das BibCamp und seine Facebooksession 🙂
  • Text & Blog: BibCamp 4 in Hamburg – Meine besuchten Sessions
  • ZBW Mediatalk: Warum ein “Wir sind auch auf Facebook” nicht ausreicht

Written by lesewolke

12. März 2011 at 08:00

Veröffentlicht in BibCamp 2011, Soziale Netzwerke

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