Lesewolke

Just another librarian weblog

Archive for the ‘BibCamp 2012’ Category

Sessions zu Innovationen und Veränderungen

leave a comment »

Session "Innovationsmanagement"

Session "Innovationsmanagement"

Über Innovationsmanagement wird viel geredet, doch nur wenige tun es. Ein paar davon saßen in der Session des BibCamp meets KnowledgeCamp. Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein hat eine AG, die sich regelmäßig trifft, tauscht sich mit Kollegen aus und schreibt Empfehlungslisten. Auch die UB Erlangen hat eine AG und einen internen Blog, in dem die MitarbeiterInnen Vorschläge machen können. Die ZBW beschäftigt sogar eine eigene Innovationsmanagerin, veranstaltet Ideenworkshops und prämiert die besten Vorschläge. Aber es ist zumindest ein Anfang zu schauen, was andere Bibliotheken und andere Branchen machen bzw. Konferenzen zu besuchen. Doch wie erreicht man überhaupt, dass Vorschläge kommen, denn das ist nicht einfach selbstverständlich. Und hier verstecken sich die eigentlichen Herausforderungen. Das Betriebsklima spielt eine große Rolle, denn Freiräume zum Ausprobieren und Entwickeln von Ideen müssen gegeben sein. Wer ist der Ansprechparter bzw. wo werden die Ideen gesammelt und letztendlich FEEDBACK. Wird eine Idee umgesetzt, verändert oder warum ist sie eventuell ungeeignet, zu teuer, zu früh? Meine Stichpunkte der Session kann man im Etherpad nachlesen. Außerdem wurde die komplette Session als Video aufgezeichnet.

Ergebnis der Session "Change ..."

Ergebnis der Session "Change ..."

Zugegeben unter der Session „Change – Wie überwinde ich festgefahrene Strukturen und kulturelle Dinosaurier“ hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. In drei Gruppen trugen wir Ideen zusammen, wie wir uns die Welt wünschen: die Menschen, die Strukturen und die Ressourcen. Und bei BibCamp-TeilnehmerInnen waren die Ergebnisse (siehe auch Foto, anklicken zum Vergrößern) keine echte Überraschung. Etwas Erstaunen herrschte darüber, dass wir unsere Möglichkeiten zur Veränderung besser einschätzten, als man gemeinhin glauben möge. Obwohl die meisten im Bereich „Mensch“ wohl noch am ehesten den Einfluss haben, es besser zu machen. Damit wäre manchmal aber schon ein Anfang für Problemlösungen gemacht. Ich hätte mir mehr praktische Strategien gewünscht, mit denen man „kulturellen Dinosaurier“ erfolgreich begegnen könnte. Na, vielleicht hilft der Buchtipp „Das Pinguin-Prinzip“ von John Kotter dabei weiter. Die Zusammenfassung klingt jedenfalls vielversprechend.

Auch die Einführung und Nutzung von Internetanwendungen in Unternehmen bringt Veränderungen. Damit befasste sich die Session „Enterprise 2.0“ und veröffentlichte dazu eine interessante Mitschrift.

Written by lesewolke

22. März 2012 at 05:00

Sessions zum Nutzererlebnis

leave a comment »

Der Titel einer Session hieß tatsächlich: „Scheiß Bibliothek – Nutzererlebnis in überfüllten Bibliotheken verbessern“. In der Session beschrieben wir Zettel mit mehr oder weniger verrückten Ideen und prüften dann, was schon gemacht wird oder realistisch wäre. Ein bisschen frische Luft, besonders in der warmen Jahreszeit wäre schön. Bibliotheken, die eine abgeschlossene Terrasse haben, sind da fein raus. Die Stadtbibliothek Amsberg hat eine. Im IKMZ Potsdam gibt es eine Dachterasse. Yoga oder Rückenmassage? Längere Öffnungszeiten? Eine gute Lösung fanden wir hier das Konzept „Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“! Auch erweiterte Öffnungszeiten in Prüfungsphasen kommen gut an. Gemütlichkeit?! Hängematten oder Sitzsäcke? Zumindest die Sitzsäcke gibt es tatsächlich, sind sehr beliebt und werden von den Studierenden durch die Bibliothek geschleppt. Roving Librarian ist auch so ein Konzept, welches es schon gibt. Hier laufen Bibliothekare mit Laptop durch die Bibliothek und helfen vor Ort. Das kann aber auch zu Lehrlauf führen. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die man zu konkreten Zeiträumen einsetzen könnte, beispielsweise bei Semesterbeginn. Und überhaupt sollten ALLE BibliotheksmitarbeiterInnen Nutzerkontakt haben. Eben um ihre Zielgruppe besser zu verstehen und ihre Erkenntnisse in Entscheidungen einfließen zu lassen.

Eine weitere Diskussionsgruppe befasste sich mit dem Für und Wider des Essens und Trinkens im Lesesaal.  Dazu gibt es eine Übersicht der Ergebnisse im Internet. [Update 4.4.12]: Einen Blogbeitrag über diese Session schrieb sandraauswestfalen.

Ideensammlung zu "Scheiß Bibliothek"

Ideensammlung zu "Scheiß Bibliothek"

Eine sehr interessante Diskussion hatten wir in der Session Embedded Librarian. Für diejenigen, die diesen Begriff noch gar nicht gehört haben: Hier gehen Bibliothekar direkt zu den Forschern, um diese in Literaturrecherche- und Veröffentlichungsfragen zu beraten oder arbeiten sogar in deren Projekten mit. Besonders in One-Person-Libraries scheint die Zusammenarbeit gut zu funktionieren. Aber auch engagierte Fachreferenten können hier viel erreichen. In größeren Einrichtungen mit zahlreichen Fakultäten und Lehrstühlen ist es dagegen kaum möglich, die Wissenschaftler persönlich zu besuchen. In den USA ist es durchaus schon gängig, Informationsspezialisten im Forschungsteam zu haben, erfuhren wir. Um auch fachlich mitreden zu können, wäre die Teilnahme an Vorträgen und Kongressen von Vorteil. Doch selbst wenn sich so etwas nicht realisieren lässt, sollte man sich ruhig „aufdrängeln“, Mitarbeiter kennen lernen, Wünsche abfragen und die Produkte der Bibliothek vorstellen. WissenschaftlerInnen fällt es übrigens leichter, BibliothekarInnen anzusprechen, die sie persönlich kennen. Eine gelungene Zusammenfassung dieser Session mit Linktipps findet man im Etherpad! Einen Blogbeitrag dazu hat der OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg veröffentlicht. Interessant sind zur Erweiterung des Themas auch die Mitschriften der Sessions Knowledge integrates BIB und Wissensmanagement Tandem mit Bibliothekaren.

Written by lesewolke

20. März 2012 at 07:00

Veröffentlicht in BibCamp 2012

Tagged with ,

Sessions zu sozialen Netzwerken

leave a comment »

Twitterwall beim #bkc12

Twitterwall beim #bkc12

Die Session von Dörte Böhner beschäftigte sich mit den Inhalten, die Bibliotheken auf ihre Pinnwand posten könnten. Der Erfahrungsaustausch brachte zutage, dass im Bereich Social Media die Verpackung zählt. Meldungen, die Emotionen auslösen, bringen das meiste Feedback. Diese Erfahrung hat wohl jede Bibliothek, die beispielsweise Facebook betreibt, schon gemacht. Infotainment ist hier also das Zauberwort. Ein großes Problem in vielen Bibliotheken ist der mangelnde Rückhalt. Für einen guten Auftritt benötigt man Inhalte aus allen Bereichen sonst bekommt die Pinnwand thematische Schlagseite. Die Formulierung sollte man jedoch jemandem überlassen, der Erfahrung mit Netzwerken hat. An der Stadtbibliothek Köln entscheidet das Social Media Team, wo die Inhalte gepostet werden: in Facebook, im Blog und/oder bei TWitter. Nicht alles eignet sich für jedes Netzwerk. Weiterhin ist es wichtig, den Verantwortlichen zu vertrauen, denn wer sich ständig rückversichern muss, gibt schnell auf. Ein weiterer Hinweis kam noch von der Stabi. Um die MitarbeiterInnen zu motivieren, Content zu liefern, sollte man sie auch über das Feedback informieren! Die elektronische Mitschrift der Session ist im Internet verfügbar (enthält Meinungen von Mitlesern). Weitere Eindrücke von dieser Session findet man auch Blogbeitrag von Dörte Bohner.

Tibor Maxam fragte in seiner Session, ob Google+ schon tot sei. In dem zeitweise gehypten Netzwerk tummeln sich lange nicht so viele Leute wie bei Facebook. Muss eine Bibliothek also unbedingt dorthin? Kunden zählen bisher nicht zu seinen Kreisen, sondern eher Fachkollegen, meinte Tibor. Da überlegt man als Bibliothek schon, ob der zusätzliche Aufwand lohnt. Wer allerdings die gleichen Inhalte wie bei Facebook posten möchte, hat zumindest keinen so großen Aufwand. Das Ranking in Google sei recht gut, erfuhren wir, denn Google+-Inhalte werden über die Suchmaschine erschlossen. Auf jeden Fall sollte man andere Netzwerken im Auge behalten und bereit sein, falls es sich durchsetzt. Diese Session ist als Videomitschnitt im Internet verfügbar.

Written by lesewolke

20. März 2012 at 06:00

Mobiler OPAC und QR-Codes

leave a comment »

Eine Frage, die die TeilnehmerInnen des Bib meets Knowledge Camp 2012 beschäftigte, war, ob für die mobilen Bibliotheksangebote eine Browserlösung reicht, oder ob man spezielle Apps anbieten sollte, die oft schneller reagieren und besser an das System angepasst sind. HTML5 eignet sich gut für die leichter zu pflegenden Browserlösungen, hörten wir. Die Hürde bei Apps besteht allerdings darin, dass man für die verschiedenen Betriebssysteme der Smartphones jeweils eigene Apps entwickeln müsste. Wobei  iOS, Android usw. stets neue Versionen herausbringen und die jeweilige App dann angepasst werden müsste. Das ist also keine einfache Sache. Den Vorschlag, dass Bibliotheksangebote auch in die vorhandene App der übergeordneten Institution (Stadtverwaltung, Universität) eingebunden werden könnten, fand ich recht interessant. Ein anderer Ansatz wäre eine App zur Literatursuche insgesamt, die nicht an einer speziellen Bibliothek hängt, sondern die nächste Möglichkeit zeigt, ein Buch zu bekommen (Foto vom Tafelbild). [Update]: In diese Richtung gingen u.a. auch die Überlegungen der Session zu OPAC-Funktionalitäten, an der ich jedoch nicht teilgenommen habe. Allerdings gibt es eine gute Zusammenfassung.

Ein zentrales Thema waren auch die weiterführenden Serviceleistungen, die die mobilen Bibliotheksangebote enthalten könnten. So könnte man die Ortungsfunktion besser nutzen und beispielsweise bei Bibliotheken mit mehreren Zweigstellen oder Campusbibliotheken den Nutzer zur richtigen Bibliothek navigieren. Auch die Navigation direkt zum Regal wäre schön, könnte allerdings in Räumen etwas schwierig werden. Da muss man sich wohl mit herunterladbaren Lagepläne behelfen. Solche Systeme gibt es auch schon (siehe meinen Artikel über das IKMZ Potsdam). Eine weitere schöne Idee ist die Erinnerungsfunktion für abzuholende oder abzugebene Bücher, wenn man sich in Bibliotheksnähe befindet. Noch ein bisschen Zukunftsmusik ist wohl die Verbuchungsfunktion für Bibliotheken, die auch außerhalb der Öffnungszeiten von Professoren und MitarbeiterInnen betreten werden können. Technisch ist die Ausleihe über das Smartphone aber machbar und wird wohl auch schon probiert.

Fazit: Ob App oder Browserlösung – ein smartphonegeeignetes OPAC-Angebot gehört heute dazu. Und auch das Webangebot selbst sollte als mobile Variante angeboten werden.

Einen ganzen Blumenstrauß guter Ideen gab es in der Session zum Einsatz über QR-Codes, die Tibor Maxam moderierte (siehe dazu auch Beitrag in seinem Blog). In Wien haben sie schon so viel QR-Codes in der Bibliothek, dass sie sogar eine Umfrage machten, ob die Nutzer sich daran stören. Das war aber nicht der Fall, sie fanden es durchaus nützlich. Schön fand ich die Idee, einen QR-Code auf das Regal der Lehrbuchsammlung zu kleben. Dann können die Studierenden wenigstens schnell das E-Book finden, wenn alle Printexemplare verliehen sind. Ebenfalls prima ist die Idee bei abbestellten Zeitschriften am Ende einen QR-Code für die immer noch laufende elektronische Version zu kleben. Aber es gab noch viele andere Ideen, die ich hier nicht alle aufzählen möchte, denn schließlich haben wir uns die Mühe gemacht, gemeinsam während der Session, wichtige Dinge im Etherpad mitzuschreiben (als PDF). Eine wirklich tolle Methode! 🙂

Written by lesewolke

19. März 2012 at 07:00

Bib meets Knowledge Camp – Eindrücke

with 2 comments

Anmeldung

Anmeldung

Das Bib meet Knowledge Camp war natürlich das Highlight der Woche. Die Studierenden der FH Köln hatten sich ganz viel Mühe gegeben, damit sich alle wohl fühlten und die ca. 200 TeilnehmerInnen immer gut versorgt waren. Sogar selbstgebackenen Kuchen gab es! Klar, die stehenden Ovationen in der Abschlussdiskussion hatten sie sich verdient.

Das schönste dabei war, Gleichgesinnte zu treffen, für die Social Media und mobile Angebote längst selbstverständlich sind. Eine Bemerkung eines Teilnehmers machte es deutlich, der meinte, noch nie so viele Bibliothekare mit Smartphones gesehen zu haben. 😉

Eine Session drehte sich um die Frage, ob man Elemente des BibCamp nicht auch auf dem Bibliothekstag/kongress (oder wie er dann heißt) integrieren sollte. Diese Session kann sich übrigens jeder anschauen, denn in einem Raum wurden die Diskussionen aufgezeichnet. Und so habe ich diese Session auch nicht selbst besucht, sondern sie mir später im Internet angeschaut.

Das kulturelle Highlight des Bkc12 war ein Poetry Jam mit Svenja und Fabian (siehe auch Orga-Blog). Beide sind recht erfolgreich auf diesem Gebiet und zeigten uns Proben ihres Könnens. Und weil BibCamper ja oft die Revolutionäre ihrer Bibliothek sind, hier der Vortrag „Wir brauchen Piraten …“ (2:09 min), den ich mit freundlicher Genehmigung von Fabian Köster online stellen darf:

.

Über ihre Eindrücke – nicht nur die Session selbst – berichten auch Martin Kramer, Dörte Böhner und Anne Christensen in ihren Blogs. Viele Bilder und alles, was sich noch am Rande abspielte, bloggte fleißig das Orgateam und lud Fotos bei Mixxt hoch.

[Update 19.03.12]: Für eine gute Übersicht der Blogbeiträge sorgt auch in diesem Jahr Bibliothekarisch.de.

[Update 22.03.12]: Wer wissen möchte, ob Mitschriften, Videos oder Blogbeiträge zu den einzelnen Sessions erschienen sind, schaut ins Wiki.

Nächstes Jahr wandert das BibCamp in den Süden Deutschlands. Die BibliothekarInnen aus Erlangen und Nürnberg wollen sich um die Organisation kümmern.

Orgateam 2013

Orgateam 2013

Von mir folgen nach und nach noch einige Beiträge zu den Sessionthemen, die ich besucht oder nachträglich angeschaut habe.

Written by lesewolke

18. März 2012 at 14:50

Veröffentlicht in BibCamp 2012

Tagged with