Lesewolke

Just another librarian weblog

Archive for the ‘BibCamp 2014’ Category

Highlights vom #bib7

with one comment

Beim 7. BibCamp waren deutlich weniger TeilnehmerInnen als bei den letzten drei Veranstaltungen dieser Art, die ich besuchte. Trotzdem fanden viele spannende Sessions statt. Wie immer fiel die Entscheidung schwer, an welcher man teilnehmen sollte.

Folgende Session habe ich besucht und darüber gebloggt (mehr oder weniger ausführlich):

Ich hoffe natürlich, dass auch andere noch etwas berichten werden und verweise an dieser Stelle gern noch einmal auf das BibCamp-Wiki. Dort können auch Unterseiten angelegt und die Erkenntnisse dargestellt werden. Ein BibCamp lebt schließlich vom Mitmachen.

Das Orga-Team von der Fachhochschule Potsdam verwöhnte uns mit allem, was BibCamper glücklich macht: ausreichend & kostenfreiem Essen, Getränken, Lobkärtchen und WLAN. Am Freitagabend gingen wir nach dem offiziellen Teil dann zum Social Event ins Casino der FH. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an das Orga-Team! 🙂

Emma & Horst

Emma & Horst

In einer extra Session zur Zukunft des BibCamp machten wir uns gemeinsam Gedanken über Verbesserungen. Hauptsächlich fielen uns Dinge ein, die es auch schon früher gab, z.B. eine Ideensammlung im Vorfeld (im BibCamp-Wiki) und eine Liste der TeilnehmerInnen. Denn es lockt, wenn spezielle Themen angekündigt sind und eine (ev. weite) Reise lässt sich leichter begründen. Auch Experten eines bestimmten Fachgebietes können ein Anreiz für die Anmeldung sein. An dieser Stelle auch der Aufruf an die TeilnehmerInnen: Werbung für die Veranstaltung, die den kreativen Austausch für Informationsprofis dient und über Netzwerke verbreiten: Ich gehe hin! Ach ja, und ein bisschen vermisst haben wir unser Maskottchen Horst, der letztes Jahr eine Freundin bekam: Emma.

Die Organisatoren des nächsten BibCamp in Leipzig, vermutlich im April 2015, waren ebenfalls dabei und machten sich eifrig Notizen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Written by lesewolke

1. Oktober 2014 at 08:00

Veröffentlicht in BibCamp 2014

Tagged with

Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern #bib7

with one comment

Eine Session betitelten wir mit embedded librarian. Genau genommen ging es nicht direkt um die Bibliothekarin oder den Bibliothekar, die/der im Forscherteam integriert ist, die benötigte Literatur besorgt, bei urheberrechtlichen Fragen und dem Publizieren hilft.

Das Problem, welches wir diskutierten, drehte sich darum, wie man mit den Forschern ins Gespräch kommt, erfährt was sie benötigen und zielgerichtet auf Angebote der Bibliothek aufmerksam machen kann.

Im Erfahrungsaustausch kam das Beispiel, sich für die Kontaktaufnahme im Vorfeld die aktuellen Projekte des Lehrstuhls anschauen, einen Termin ausmachen, Kekse mitnehmen und die Wissenschaftler an ihrem Arbeitsplatz besuchen. Auch ein Hausservice wird schon angeboten und gern angenommen.

Das Angebot einer kollegialen Runde hatte dagegen nicht funktioniert. Treffen sollten problembezogen sein, damit Forschende das Gefühl haben, der Zeitaufwand lohnt. Ob nach diesen Erfahrungen ein Mittagessenpartnertausch Wissenschaftler – Bibliothekar funktionieren würde (Original: z.B. Chef – Azubi), erscheint fraglich.

Written by lesewolke

30. September 2014 at 19:45

Veröffentlicht in BibCamp 2014

Tagged with ,

Motivation der Mitarbeiter für Digitales #bib7

with one comment

Schnell wurde klar, dass von „unten“ wenig zu machen ist. Initiativen müssen von der Chefetage ausgehen. Günstig ist hierbei ein Vorhaben mit einem konkreten Ziel  (z. B. die Einführung eines Wikis), welches wie ein Projekt angegangen wird.

Gut funktioniert hat auch eine externe Betreuung, so ein Erfahrungsbericht aus der Stadtbibliothek Erlangen. Dort ging es um die Einführung sozialer Netzwerke mit Unterstützung nach dem Bergmann-Deeg-Modell.

Natürlich wird es auch Ablehnung geben – deshalb „knutscht den Widerstand“. Das bedeutet: die Mitarbeiter von Anfang an ins Boot holen, Bedenken anhören, alles kommunizieren. Denn sonst hat man den Ärger kurz vor oder beim Start und richtige Probleme.

Written by lesewolke

30. September 2014 at 19:35

Veröffentlicht in BibCamp 2014

Tagged with ,

Wünsche zur Literaturverwaltung beim #bib7

with one comment

Sitzungssaal der FHP

Sitzungssaal der FHP

In der Session zur Literaturverwaltung stellten wir fest, dass die Ansprüche an eine Software sehr unterschiedlich sein können und stark vom persönlichen Arbeitsstil abhängen. Sucht man während des Schreibprozesses nach bereits bekannten Quellen, sollten diese Daten recht einfach aus dem Programm heraus im Hintergrund gesucht und geladen werden.

Wer gern visuell arbeitet, möchte eventuell Literaturdaten oder Zitate einfärben und wie Karteikarten auf dem Bildschirm verschieben.

Ein besserer Datenimport stand ebenfalls auf der Wunschliste. Entweder könnte dies durch ein intelligentes System, welches den Abgleich durch die Nutzung vieler Anwender ermöglicht oder einer Verknüpfung mit Datenbanken, (z. B. der ZDB für Zeitschriftentitel) ermöglicht werden. Eine manuelle Änderungsmöglichkeit wurde jedoch ausdrücklich gewünscht.

Written by lesewolke

30. September 2014 at 19:30

Veröffentlicht in BibCamp 2014, Literaturverwaltung

Tagged with

Session Unterstützung wissenschaftlichen Schreibens #bib7

with one comment

Eine Session zu der Frage „Wie Bibliotheken den Schreibprozess unterstützen könnten“ bot Sandra Dahlhoff an.

Zuerst fand ein Erfahrungsaustausch statt, was von Bibliotheken diesbezüglich schon getan wird. Dazu zählen Veranstaltungen, wie eine Lange Nacht des Schreibens (oder der aufgeschobenen Hausarbeiten) und natürlich Kurse zur Recherche & Literaturverwaltung, einer Sammlung der Literatur zum Schreiben an prominenter Stelle und Workshops für Doktoranden.

Hingewiesen wurde auf das inzwischen beendete Projekt i-literacy, bei dem die Universitätsbibliothek Augsburg mit anderen Einrichtungen zusammenarbeitete & das von der DFG gefördert wurde. Der Online-Guide ist weiterhin zugänglich.

Deutlich wurde, dass wissenschaftliches Schreiben durchaus ein Thema für Hochschulbibliotheken ist und sei es nur, in dem alle dazu passenden Serviceangebote auf einer Internetseite zusammen dargestellt werden (Bsp. SLUB Dresden). Bibliotheken sollten dabei durchaus über ihren Tellerrand schauen und auch Hilfen/AnsprechpartnerInnen der Hochschule auflisten (Schreibwerkstätten usw.).Denn die Bibliothek würde damit als zentraler Knotenpunkt in Erscheinung treten. Eine Begrüßungsmappe für neue Wissenschaftler an der Einrichtung, die die Serviceangebote enthält, war eine weitere Idee.

Neben dem Erfahrungsaustausch gab es Überlegungen zu neuen Möglichkeiten, wie z.B. einer Langen Nacht des Wikipedia-Schreibens an mehreren Bibliotheken. Wobei hier klar wurde, dass dies mit Absprache mit Wikimedia erfolgen müsse, damit die strenge, deutsche Community nicht anschließend die Beiträge löscht.

Blogbeiträge wissenschaftlicher Autoren werden ebenfalls noch zu wenig von Bibliotheken beachtet. Eventuell könnten Bibliotheken bei ihren Spezialgebieten Aggregatoren einrichten, die neu erschienene Beiträge eines Fachgebietes anzeigen (Bsp. Plan3t.info für den bibliothekarischen Bereich).

Eine Mitschrift dieser Session fertigte Teresa an (siehe Twitter), ein dickes Dankeschön dafür !

Written by lesewolke

28. September 2014 at 15:15

Veröffentlicht in BibCamp 2014, Informationskompetenz

Tagged with

Session zum Format Booksprint beim #bib7

with 2 comments

Lambert Heller stellte in einer Session das Format Booksprint vor. Dabei treffen sich Experten eines bestimmten Fachgebietes und schreiben in wenigen Tagen ein Buch. Die Methode stammt von dem amerikanischen Softwareentwickler Adam Hyde. Es entstanden bereits zahlreiche Bücher verschiedener Fachbereiche auf diese Weise (siehe auch Wikipedia).

Handbuch_CoScience_Version1_0

Handbuch CoScience Version1.0

Lambert Heller berichtete von seinen Erfahrungen. Denn beim Handbuch „CoScience – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz“ kam Booksprint zum Einsatz.

Zuerst wird gemeinsam ein Mindmap erstellt, das Thema des Buches strukturiert, ein Inhaltsverzeichnis erstellt und geklärt, wer welche Kapitel übernimmt. Für die Texterstellung vor Ort eignen sich kollaborative Techniken, wie Etherpads oder Google Docs, denn es können auch mehrere Autoren an einem Kapitel arbeiten. In sogenannten Reviewpausen lesen die Autoren Kapitel, an denen sie nicht mitgeschrieben haben.

Empfehlungen für Nachahmer bzw. Bibliotheken, die so etwas initiieren wollen: schreiberfahrene Leute ansprechen, die Experten ihres Fachgebietes sind und ihnen vorher mal ein Beispiel zeigen. Außerdem benötigt man einen Moderator (Facilitator), der den Prozess begleitet und sich um formale Kriterien kümmert.

Fragen kamen vor allen dazu, ob dieser Stress, ein Buch in 3-5 Tagen zu erstellen wirklich sein muss, und ob bei den heutigen technischen Möglichkeiten die Anwesenheit der Autoren vor Ort wirklich erforderlich ist. Die Gemeinschaft fördert allerdings den kreativen Prozess, und das sofortige, kritische Feedback kann für die Qualität nützlich sein.

Booksprint wäre jedenfalls eine Variante „auf dem schnellsten und effektivsten Weg das Wissen aus den Experten heraus zu pressen“, so Lambert Heller. Das Handbuch CoScience wird übrigens gerade überarbeitet, dieses Mal jedoch online im Netz und mit dem Austausch über die Videokonferenz.

Written by lesewolke

27. September 2014 at 07:03

Veröffentlicht in BibCamp 2014

Tagged with ,

Austausch über Informationskompetenz auf dem #bib7

with 2 comments

Schüler, Erstsemester, Fortgeschrittene – für alle sind verschiedene Formen von Führungen oder Schulungen möglich. In der Session gab es zahlreiche, ganz praktische Erfahrungsberichte.

Gerade Erstsemester, die schon mit vielen neuen Dingen konfrontiert werden, gilt es, zuerst einmal für die Bibliothek zu erwärmen, als Arbeitsplatz und mit netten Leuten, die man gern fragen kann, wenn man bei der Literatursuche nicht weiter kommt. Denn diese gleich mit zu vielen Informationen zu überhäufen, wird als wenig erfolgversprechend angesehen.

Für richtige Einführungskurse zum Recherchieren wurde ein recht interessantes Konzept vorgestellt, bei dem 1/3 der Gruppe an einer Führung teilnimmt und 2/3 der Gruppe (jeweils 2 Personen gemeinsam) eine Aufgabe lösen. Dabei fungiert die/der BibliothekarIn als AnsprechpartnerIn bei Fragen. Danach führt jeder Führungsteilnehmer zwei von den Aufgabenlösern durch die Bibliothek, und diese berichten ihm auch von ihren Aufgaben. Sich gegenseitig Datenbanken vorstellen, lautete eine andere Variante, bei der das Gelernte zeitnah an andere weitergeben und somit gefestigt wird.

Auch andere moderne, didaktische Methoden der Erwachsenenbildung sollten für Bibliothekare geschult und dann stärkere Berücksichtigung in Schulungskonzepten finden, so ein weiterer Anstoß, der ebenfalls schon umgesetzt wird.

Die Bibliothek für ein spezielles Thema, welches im Semester behandelt wird, zu buchen, war ein weitere Variante, die bereits praktiziert wird. Das wird gut angenommen, bedeutet aber eben auch viel Aufwand bei der Vorbereitung. Daher gibt es dieses spezielle Angebot dann nur im Sommersemester, weil zum Studienstart im Herbst schon zu vielen andere Kurse und Führungen anfallen. Die Zusammenarbeit mit Lehrenden wurde allgemein angeraten, da es den Empfehlungen „Gewicht“ verleiht.

Webinare sind ebenfalls im Kommen. Diese können auch aufgezeichnet und angeboten werden, falls jemand den Termin verpasst hat. Wobei man hier schauen muss, für welche Themen sich diese Form eignet.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen an Universitäten nimmt zu, wie der Schreibwerkstatt, dem Multimediabereich oder Rechenzentren.

Für fortgeschrittene Nutzer wurde eine buchbare Sprechstunde als durchaus erfolgversprechend angesehen, bei denen man auf Augenhöhe die aktuellen Fragestellung durchgehen kann (im Beispiel mit 2/3 einer Stelle). Der Zeitpunkt, bei dem die Chance besonders groß ist, auf Interesse zu stoßen, ist stets kurz vor bzw. mit Beginn von Seminar- und Abschlussarbeiten, weil die Fähigkeiten dann akut benötigt werden.

Eine spannende Frage lautete, wie festgestellt werden könnte, ob die Kurse zur Verbesserung der Fähigkeiten beigetragen haben. Probiert wurde schon, vorher einen Test und dann hinterher einen ganz ähnlichen durchzuführen, um einen Lerneffekt zu sehen und in der Auswertung Schwachpunkte aufzuzeigen und Empfehlungen anzubringen. Für Studierende gibt es auch hier durchaus mal einen Pflichtest zum Schluss, der mindestens beim 3. Versuch bestanden werden muss.

Doch was macht man, wenn die Kapazitäten fehlen. In einem Beispiel werden z. B. Kurse für Lehrer angeboten, die dann ihrerseits die Führungen in der Bibliothek nach zeitlicher Absprache durchführen. Als weitere Variante wurden Audioguides statt Führungen vorgestellt.

Written by lesewolke

27. September 2014 at 07:00

Veröffentlicht in BibCamp 2014

Tagged with ,