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Archive for the ‘Bibliothekartag 2014’ Category

Highlights vom #bibtag14

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Tasche für den Bibliothekartag

Tasche für den Bibliothekartag

Es war ein toller 103. Deutscher Bibliothekartag! Ein echtes Highlight fand ich auf jeden Fall das Angebot der Zukunftswerkstatt. Vielen Dank an die Aktiven, die nicht müde wurden, immer wieder den Multitouchtable, den 3D-Scanner, Google Glass, Makey Makey usw. zu erklären. Vermutlich musstet ihr unzählige Male „Alle meine Entchen“ hören. Es hat viel Spaß gemacht, auf Bananen Klavier zu spielen oder mal mit einer Brille zu reden. Die Folien des Vortrags von Tara Radniecki „Making & Innovation in Academic Libraries“, den ich besuchte, ist bereits online.

Bei der Kongressparty im Weser-Stadion gab es lecker Essen und viel Gelegenheit ausgiebig zu tanzen. Da musste der DJ schon sehr schlechte Musik auflegen, um uns los zu werden. 😉

Die Stadt Bremen ist sowieso eine Reise wert, wie ich feststellte. Und überall traf man Bibliothekarinnen und Bibliothekare. Bereits am Sonntag vor dem Kongress sprach mich die erste im Bremer Geschichtenhaus an.

Die „MS Wissenschaft 2014“ war nicht nur „digital unterwegs“ (so das Thema), sondern hatte ganz real in Bremen angelegt. Klar, dass ich das Schiff besuchte. Mehr Leute als gedacht, hatten sich auf den Weg zur SuUB Bremen gemacht, um an der Bibliotheksführung teilzunehmen. Beim Walking Dinner – ebenfalls am Montagabend – lernten wir Stadtgeschichte und Restaurants (Compturei, Ausspann, Ratskeller) von Bremen kennen.

An dieser Stelle liebe Grüße an alle, die ich neu kennenlernte, wiedertraf oder die ich gern wiedergesehen hätte, mir aber bei der Menge der Leute einfach nicht über den Weg gelaufen sind.

Hier die Übersicht meiner Blogbeiträge zum 103. Bibliothekartag:

Außerdem besuchte ich zwei Vortragsblöcke, über die Peter Mayr ausführlich in seinem Blog Hatori Kibble berichtete:

Zum Schluss noch ein paar Bilder:

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10. Juni 2014 at 07:15

Neue Ansätze der Nutzungsforschung beim #bibtag14

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Aus dem Vortrag "Kommunikation im Netz" vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

Aus dem Vortrag „Kommunikation im Netz“ vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

„Kommunikation im Netz“, so dass erste Vortragsthema, ist nicht in erster Linie ein Frage von Techniken und Strategien sondern von der Begeisterung der Menschen, die dahinter stehen. Ihre eigene  Begeisterung für Twitter als Lernort und Kontaktbörse brachten Jens Wonke-Stehle und Isabella Meinecke sehr gut rüber. Der Erfolg oder Misserfolg der Social-Media-Aktivitäten hängt damit vor allem an den MitarbeiterInnen, die dahinter stehen und das Bild der Einrichtung im Netz gestalten. Als besonders positives Beispiel wurde die Vorstellung der Arbeitsaufgaben von Markus Trapp aus der Stabi Hamburg im nichtbibliothekarischen Blog „Was machen die da?“ erwähnt.  Jeder kommuniziert wohl lieber mit einem Menschen, als der abstrakten Vorstellung von einer Einrichtung. Noch ein paar Zahlen aus dem Vortrag über die Nutzung der Bibliotheken von Web 2.0-Varianten: 85% Blog, 48% Facebook, 39% Twitter.

Viele Zahlen hatte Timo Glaser bei seiner Analyse der Twitteraktivitäten von Bibliotheken auf Lager (Update: 10.06.14: Link zur Präsentation). Immerhin 71 Prozent der untersuchten Tweets waren manuell erstellt. Man kann auch automatische Tweets posten, aber bitte nicht um Mitternacht, denn um diese Zeit werden sie nicht gelesen, wie die nicht vorhandenen Reaktionen zeigten. Beim Twittern geht es nicht nur darum, selbst Inhalte zu produzieren. Das Folgen von Accounts, die für die Nutzer interessante Inhalte bieten könnten, retweeten, antworten sind Aktivitäten, die entscheidend zur Akzeptanz beitragen können.

Web 2.0 kann auch bedeuten, Anwender direkt bei der Metadatenerstellung zu beteiligen. Das geschah beim dänischen Projekt LARM Audio Research Archive. Wissenschaftler annotierten Audiodateien. Dr. Elke Greifeneder erforschte dieses Projekt und stellte ihre Ergebnisse vor (Link zur Präsentation). Ob die Erstellung oder Bereitstellung von Daten für die Öffentlichkeit durch Anwender auch funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Müssen, kein Interesse, kein für sich selbst erkennbarer Nutzen, fehlendes Vertrauen verhindern solch eine Beteiligung.  Nicht gegen alles gibt es Mittel. Darum ist es um so wichtiger, die sogenannten Poweruser, also Aktive, die sich stark engagieren, unbedingt ernst zu nehmen. Mancher Verbesserungswunsch wurde schon damit abgeschmettert, dass es zu kompliziert, schwierig umzusetzen und eine große Aufgabe sei. Alles kein Grund, die Probleme nicht anzugehen, meinte Frau Greifeneder. Denn wenn man ein Jahr nicht putzt, stände man auch vor einer großen Aufgabe. Ihr Motto: „Es ist Zeit zu putzen!“ Es war ein sehr lebendiger Vortrag, der deutlich machte, worauf es ankommt.

 

Marketingstrategien und Imagekampagnen beim #bibtag14

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In der NuMoB-Studie = Nutzungsmonitoring in Bibliotheken, die Charlotta Hardtke-Flodell von der ZLB vorstellte, wurden immerhin 14.000 Probandinnen befragt, manche Face-to-Face bzw. über ein Online-Formular. Es stellte sich heraus, dass die aktiven Nutzer vielseitige Interessen haben. Die Theorie, dass man als Kind eine Bibliothek besucht haben müsste, um später Bibliotheksnutzer zu sein, konnte nicht bestätigt werden. 39 Prozent der Nutzer sind berufstätig. Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen könnten laut Frau Hardtke-Flodell sein, dass man auf den hohen Teil der Berufstätigen schaut, ob dies mit den Öffnungszeiten kompatibel ist. Bibliotheksangebote könnten auch an anderen Orten präsent sein, z.B. beim Kinderarzt, in Vereinen oder Orten der Weiterbildung.

Beispiele für Marketingstrategien für E-Medien zeigten Frauke Schade & Sebastian Mundt im Vortrag „Das Unsichtbare sichtbar machen“. Aus Sicht des Kunden passend und sympathisch soll die Werbung sein. Ein Beispiel war die französische App Lekiosk, die versucht das Virtuelle damit zu überwinden, dass ein grüner Kiosk darstellt wird, wie ihn Pariser von den Metrostationen kennen. In einem weiteren Beispiel wird mit einem großen Kubus im Bahnhofsbereich für E-Book-Reader geworben bzw. diese als Geschenk für die Eltern angepriesen. Ansonsten war es eher ein theoretischer Vortrag mit vielen Schlagworten.

Keine Mühen scheute die ZBW bei ihrer Imagekampagne (siehe auch alles-finden-zbw.eu) die zum Ziel hat, die Angebote bundesweit bekannt zu machen. In den ersten zwei Phasen ging es um die „Positionierung als unkomplizierter und sympathischer Möglichmacher“. Mit einem Bild- und Storykonzept wird ­u.a. mit Postkarten, Lesezeichen, Aufkleber, Webbanner, Printanzeigen  (in den Zeitschriften des Hausese), Videospot und positiven Äußerungen von Nutzern geworben. Geplant sit eine Roadshow an Hochschulen. Respekt für diese Kampagne, die von einem Team der ZBW allein entwickelt wurde. Lediglich ein Fotograf sorgte für die professionellen Bilder.

 

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10. Juni 2014 at 06:30

Wissenschaftliche Bibliotheken in der digitalen Welt beim #bibtag14

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Am Mittwochnachmittag fand der Vortragsblock „Wissenschaftliche Bibliotheken in der digitalen Welt“ statt und startete mit einer erfrischenden Vorstellung der Web 2.0-Angebote des SuUB Bremen, die sehr aktive in verschiedenen Netzen ist, wie ­Facebook, Twitter, Flickr, Youtube, Foursquare und Instagram (Update 23.06.14: Link zu den Vortragsfolien). Rachel Ellis machte deutlich, dass es nicht genügt, einfach präsent zu sein. Wichtig ist die Vernetzung und Interaktion, z. B. mit der Universität, der Stadt usw. Wenn diese Posts & Tweets teilen, erhöht sich die Reichweite und oft entdecken Fans/Follower dabei das Angebot des SuUB und abonnieren dies ebenfalls.

Es gibt viel positives Feedback für die Aktivitäten des Social Media Teams – welches nicht aus Digital Natives besteht, wie Frau Ellis betonte – in den Netzwerkes .Als jedoch Gebühren für externe Nutzer eingeführt wurde, gab es auch die Kritik eines verärgerten Nutzers, jedoch nicht auf den Seiten des SuUB. Diese griff diese Kritik trotzdem offen auf und traf auf Verständnis und positives Feedback der Fans. Followerpower gab es bei einer Einrichtung eines Geocache-Station.

Das Social Media Team der SuUB wird von den Mitarbeitern unterstützt. Außer einem internen Ideenblock gibt es kaum Regelungen. Internettipps waren die Gruppe Biblioadmin bei Facebook und die Internetseite von David Lee King.

Lesetipp: Über den Vortrag von Rachel Ellis berichtete auch Bibliotheksnews.

Angela Barth-Küpper und Isabell Leibing stellten das Projekt „Blended Library“ der UB Konstanz vor. Dabei sollte erforscht werden, ob ein interaktiver Tisch ein Angebot für Bibliotheken sein könnte. So ein Multitouch-Table könnte für die Recherche nach Medien eingesetzt werden. Es zeigte sich, dass boolesche Operatoren durch Visualisierung verständlicher werden. Tokens für Tastaturen und Filter helfen dabei. Die Trefferliste könnte man dann ausdrucken oder besser per QR-Code auf das eigene mobile Gerät bringen. Klar wurde jedoch auch, dass neue Oberflächen durchaus eine Anleitung benötigen. Nicht gleich das erste Tischmodell erfüllte, was es versprach, nicht in jedem Punkt hatten Forscher und Anwender die gleichen Vorstellung. Aber die Kommunikation wurde gelobt und man hofft, die Ergebnisse und Erfahrungen für eine reale Umsetzung zu nutzen.

Lesetipp: Einen weiteren Bericht zu diesem Vortrag veröffentlichte Bibliotheksnews.

Ein ganzes Paket virtueller Anwendungen, die mit dem realen Raum verknüft werden, stellte Angela Leichtweiß von der  UB Mannheim vor (Update 12.06.2014: Link zur Präsentation). Um den Standorthinweis zu visualisieren, kann der Nutzer auf einen 3D-Lageplan aufrufen. Außerdem wird die Lehrbuchsammlung virtuell auf drei großen Touchscreens dargestellt. Bei der Druckausgabe sieht der Nutzer den Standort, beim E-Book kann er den QR-Code einscannen. Diese Angebot wird auch genutzt. Problematisch bei hängenden Bildschirmen mit Bedienfunktion kann die Höhe werden, z.B.für Rollstuhlfahrer.

Ampel für freie Leseplätze (Folie aus der Präsentation von Angela Leichtweiß, UB Mannheim)

Ampel für freie Leseplätze (Folie aus der Präsentation von Angela Leichtweiß, UB Mannheim)

Für besonders viel Interesse beim Publikum sorgte die Ampel, welche anzeigt, ob es noch freie Plätze in den Lesebereichen gibt. Realisiert wird dieser über eine Analyse der Auslastung des WLANs in den einzelnen Bereichen. Beachtet werden muss, dass zu bestimmten Zeiten eventuell auch Plätze belegt sind, und das Netz nicht genutzt wird (z.B. Mittagspause).

Ein drittes Beispiel für virtuelle Anwendungen war UB-Chat, an dem 40 MitarbeiterInnen beteiligt sind (jeder damit 2-3x pro Monat), die es am Arbeitsplatz neben ihrer Arbeit bewältigen. Es kommen ca. 4-5 Chatanfragen pro Tag. Obwohl es nun nicht so viele Fragen gibt, förderte die umfassende Teilnahme der vielen MitarbeiterInnen den Austausch über Benutzerfragen.

In Planung ist ein UB-Spiel für Studierende des 1. Semesters. Die UB Mannheim setzt auch QR-Codes ein, stellte aber fest, dass diese nicht so sehr genutzt werden.

Nun sind Chats und andere Angebote schon in einigen Bibliotheken angekommen. Ein radikales Konzept setzten die Bibliotheken der Technischen Universität München um. Man schaffte die reale Auskunft ab und setzte auf e-only-Auskunft (Update 17.06.14: Link zur Präsentation). Eine Ausleihtheke gibt es jedoch weiterhin. 26 KollegInnen aus dem Infoteam sind daran beteiligt und können morgens wählen, für welches Angebot sie zur Verfügung stehen. Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme durch die Benutzer ist die Internettelefonie (tgl. 13 Anrufe), der Chat mittels Libraryh3lp (tgl. 15 Chatanfragen), Skype mit Stationen über Tokbox (weniger als 10 Fragen pro Monat), SMS (ebenfalls weniger als 10 Fragen pro Monat), und E-Mail über OTRS (tgl. 27 Mails). Stefanie Blum-Effenberger stellte fest, dass man das Freizeitverhalten nicht eins zu eins auf die Kommunikation mit öffentlichen Einrichtungen übertragen könnte, wie die geringe Akzeptanz von Skype und SMS zeigte. Man prüft, ob Whatsup eine Möglichkeit wäre.

Auch über eine möglichst hohe Qualität der Auskünfte machte man sich in Mannheim Gedanken. Jeden Montag schickt ein Mitarbeiter des Auskunftsteam eine Übungsfrage an die anderen. Außerdem finden Webinar über Adobe Connect statt, die z.B. den Umgang mit neuen Datenbanken schulen. Einmal pro Jahr gibt es eine professionelle Schulung. Die Englischkurse der Universität werden ebenfalls gern genutzt.

Ein Nachteil, der sich aus der Nachfrage aus dem Publikum ergab, wurde jedoch deutlich: Oft arbeiten Nutzer mit ihren eigenen Geräten. Während sie dann das Personal vor Ort bei Rechercheproblemen durchaus auf ihren Bildschirm schauen lassen, ist das bei einer virtuellen Hilfe eben nicht möglich.

Dr. Sabine Gehrlein von der  UB Heidelberg berichtet von den Aktivitäten der Bibliothek bezüglich der Publikation von elektronischen Zeitschriften (Update 23.06.2014: Link zu den Vortragsfolien). Dafür wird das Open Journals System (OJS) eingesetzt. Inzwischen werden 24 Journals angeboten. Der Aufwand für die Bibliothek besteht vor allem in der intensiven Beratung für die Wissenschaftler, die eine solche Zeitschrift veröffentlichen möchten. Wenn geklärt ist, wie der Workflow & Qualitätssicherung ablaufen, das Layout aussehen,m Finanzierung und Inhalte gesichert und ein Softwaretraining durchgeführt wurde, sind die Herausgeber dann selbst verantwortlich. Allerdings bemüht sich die Bibliothek, um eine gute Sichtbarkeit der Inhalte. Die Artikel werden in den Bibliothekskatalog aufgenommen und sind so auch auf Verbundebene auffindbar. Ein Anreiz für die Wissenschaftler wäre die Einbindung in disziplinäre Nachweisorgane und steht deshalb auf der To-Do-Liste der Bibliothek.

Im letzten Vortrag dieses interessanten Blocks erklärte uns Jan Neumann vom hbz, was Open Educational Resources (OER) sind, und warum Hochschulbibliotheken sich dringend damit befassen sollten. Eine Infrastruktur, die Lehrmitteln verwaltet, die mit einer offenen Lizenz ins Netz gestellt werden können und damit zum Verwenden und Anpassen an lokale Bedürfnisse freigegeben sind. Aufgaben für Bibliotheken könnten sein: die Bewußtseinsbildung für dieses Thema, Herstellung/Management/Bereitstellung von OER und einer Metadatenstandardisierung. Dazu muss ermittelt werden, wo es an der Hochschule bereits solche Materialien gibt und wer diese erstellt. „Bauen Sie ein OER-Repositorium und eine Community of Practice!“ rief Jan Neumann auf. Seine Präsentation ist bereits online verfügbar.

Workshop Science 2.0 beim #bibtag14

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Workshop-Science20Der Mittwoch startete mit vielen interessanten Vortragsblöcken. Ich hatte mich für den Workshop Science 2.0 entschieden. Zuerst gab Guido Scherp vom ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft eine Einleitung in das Thema (Update 10.6.14: Link zur Präsentation).  Bei Science 2.0 werden die verschiedenen, partizipativen Möglichkeiten des Internet genutzt, um Ideen und Literaturquellen zu teilen, darüber zu kommunizieren und damit eventuell sogar gemeinsam die Forschung voran zu treiben.

Daher ist es von Vorteil, wenn dies für die durch Bibliotheken dargestellten Daten von Literatur oder angebotenen Volltexten leicht möglich ist. Eventuell finden dann andere Wissenschaftler über die Hinweise in sozialen Netzwerken zu den Bibliotheksangeboten, so geschehen bei EconStor von der ZBW.

Der Leibniz-Forschungsverbund (siehe dazu die Internetseite zu Science 2.0 der ZBW) hat die Gewohnheiten der Forscher (mehr zur Studie) und die sich daraus ergebenen Herausforderungen für Bibliotheken befasst, mehr zu dem Vortrag von  (Update 10.06.14: Link zur Präsentation von Prof. Dr. Isabella Peters). Hervorheben möchte ich an dieser Stelle das Projekt EEXCESS, welches sich mit der automatischen Einblendung von passenden Literaturquellen in Wissenschaftsblogs befasst (Update: 17.06.14: mehr zu EEXCESS im Vortrag von Maren Lehmann).

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigt sich, dass es sich hier wirklich um einen Workshop handelte. Die Teilnehmer trugen selbst in 3 Gruppen, die Chancen, Risiken und Handlungsbedarf für Bibliotheken bezüglich Science 2.0 zusammen. Es gab spannende Diskussionen in den Gruppen, die das Thema weniger abstract werden ließen.

Die Ergebnisse wurden im 3. Teil vorgestellt. Klar wurde uns, dass wir zuerst selbst viel lernen müssen. Wichtig ist ebenfalls, mit den Wissenschaftlern der eigenen Einrichtung in Kontakt zu treten und herauszufinden, was bereits gern genutzt wird, um darauf aufzubauen oder daran anzuknüpfen (z.B. Mendeley, Dropbox o.ä.). Man kann nicht alles anbieten – Mut zur Lücke war das Stichwort. Zudem wäre es günstig, vorhandene Ideen und Konzepte, die Bibliotheken anbieten, in einem Kompetenznetzwerk zu teilen und zur Nachnutzung bereit zu stellen.

Im abschließenden Vortrag machte Birgit Fingerle darauf aufmerksam (Update 10.06.14: Link zur Präsentation), dass wir unbedingt Trends aufmerksam beobachten (Plattform: Trendwatching), nicht bei der Planung steckenbleiben, sondern auch handeln sollten. Denn wie sie uns am Beispiel der Entwicklung vom Segelschiff zum Dampfschiff zeigte, wechseln Kunden letztendlich zu schnelleren, bequemeren Dingen, sobald diese dann ausgereift sind und nehmen vorher lange favorisierte Varianten plötzlich nicht mehr wahr.

Update 12.06.2014: Ein ausführlicher Bericht über den Workshop einschließlich der Fotos mit den Ergebnissen aus den Diskussionsgruppen wurde nun auf der Seite des Leibniz-Forschungsverbundes 2.0 veröffentlicht.

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5. Juni 2014 at 08:00

Veröffentlicht in Bibliothekartag 2014, Soziale Netzwerke

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Neues aus der Zeitungs- und Zeitschriftenwelt

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Am Dienstag ging des nach der Mitgliederversammlung des BIB e.V., die dann doch länger dauerte als geplant, zum ZDB-Anwendertreffen. Ich bin ja eher ein Vielnutzer des öffentlich zugänglichen Katalogs Zeitschriftendatenbank und schreibe nicht selbst darin.

Aber passend war gerade die geplante Neugestaltung dieses Angebotes, also des ZDB-OPACs ein Vortragsthema. Ursprünglich aus einem DFG-geförderten Projekt für eine bessere Übersicht der Zeitungsdigitalisierung entstanden die Ideen für verschiedene Funktionalitäten, die jedoch auch für die Zeitschriften und zeitschriftenartigen Reihen Anwendung finden werden. Neben einer ansprechenden Suchoberfläche, Suchvorschlägen bei der Eingabe und Eingrenzungen mittels Filterfunktionen und einer Trefferliste, die man auch nach Relevanz sortieren kann, sind unter anderem tolle Visualisierungen von Bestandsangaben auf Landkarten und nach Bestandsumfang sowie der Titelhistorie (Vorgänger-/Nachfolgetitel, Beilagen) geplant. Die Screenshots wirkten vielversprechend, und ich freue mich jedenfalls darauf, wenn ca. Februar 2015 die Betaversion online gehen soll! 🙂

Interessant war auch der Bericht über die Zeitungsprojekte der Staatsbibliothek zu Berlin. Zum einen werden Berliner Tageszeitungen digitalisiert. Dafür verwendet man die Mikrofilme und einen Hochleistungsscanner. Nun genügt es nicht, die Seiten einfach zu scannen. Ebenso wichtig ist die Nachbearbeitung mittels OCR. So fließen die Scans in ein weiteres Projekt mit überregionalem Charakter ein: The Europeana Newspaper Project. 10 Millionen Zeitungsseiten sollen im Volltext erschlossen werden. Von den historischen Zeitungen Deutschlands und deutschen Zeitungen im Ausland profitiert dann auch ZEFYS, das Zeitungsinformationssystem.

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4. Juni 2014 at 07:00

Veröffentlicht in Bibliothekartag 2014

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Ankunft in Bremen

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Bremer Roland

Bremer Roland

Der 103. Deutsche Bibliothekartag startet eigentlich erst heute. Aber bereits gestern waren viele Bibliothekarinnen und Bibliothekare nach Bremen gereist. Wer wollte, konnte aus zahlreichen Angeboten des Rahmenprogramms auswählen und dabei nette Leute kennen lernen oder wiedertreffen.

Ich hatte mich für einen Besuch der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen entschieden. Und es hatten sich noch mehr Interessierte eingefunden.

Die Bibliothek wird gerade umgebaut. Gruppenarbeitsräume für Studierende sollen entstehen. Großraumbüros werden abgeschafft, und wir sahen in das letzte, große Büro, welches die Fernleihe beherbergt. Auch die Belegschaft der SuUB Bremen schrumpft, so dass nicht alle Plätze belegt sind. Die Studierendenzahl liegt bei ca. 20.000. Da werden die Arbeitsplätze öfter knapp. Parkscheiben wurden eingeführt mit der Bitte, diese auch zurückzugeben. Manche Studierende nutzen auch die Dachterrasse für eine Lernpause. Und wir genossen einfach mal die Aussicht.

Zum Abschluss des Tages war ich mit einer Gruppe BerufskollegInnen auf Walking Dinner. Wir erfuhren viel Spannendes über die Altstadt von Bremen und machten drei Stopps in verschiedenen Restaurants. Dabei lernt man dann auch die TeilnehmerInnen kennen und diskutiert natürlich auch die Unterschiede beim Lesen gedruckter und elektronischer Bücher. 😉

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3. Juni 2014 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (22.KW’14)

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Die unabhängige Open-Access-Zeitschrift mit dem Titel „Informationspraxis“ ist in Planung. Ein erstes Treffen der Aktiven und solchen, die es werden wollen, findet auf dem Bibliothekartag in dieser Woche statt. Schon seit 2012 gibt es Überlegungen zu einer Open-Access-Zeitschrift für unseren Bereich (siehe dazu auch #newLIS 2014 reloaded bei Bibliothekarisch.de). Auf die Ankündigung und Mitmach-Aufforderung verwiesen unter anderem Archivalia, VÖBBlog. Lambert Heller, Rudolf Mumenthaler, Gabriele Fahrenkrog und Dörte Böhner erklärten jeweils in ihren Blogbeiträgen, warum die Fachcommunity diese Zeitschrift benötigt und sie sich dafür engagieren.

Der Verein Deutscher Bibliothekare will im Herbst 2014 ebenfalls eine OA-Online-Fachzeitschrift herausbringen, so die Ankündigung im vdb-Blog.

In der letzten Woche fand bereits der Bibliothekskongress in Österreich statt. Die Vorträge sind nun online.

Und auch wenn der 103. Deutsche Bibliothekartag erst morgen beginnt, haben einige Blogger schon Beiträge in Vorfreude auf das Ereignis veröffentlicht, gesammelt bei Bibliothekarisch.de. In dieser Woche werden sicher noch viele Blogbeiträge dazu kommen. Außerdem findet man dort alle wichtigen Links, wie Twitterwall, Hashtag und Facebookgruppe.

Sollten öffentliche Bibliotheken auch am Sonntag geöffnet haben? Dazu wurde Ende März 2014 eine Expertenanhörung durchgeführt. Die Beiträge sind nun online auf der Seite des BIB e.V. einsehbar (via NRW-Blog). Unter anderem hatten die Stadtbibliothek Bremen und die Interkulturelle Familienbibliothek Mönchengladbach die Sonntagsöffnung getestet und berichteten über Erfahrungen und Umfrageergebnisse.

Die Stiftung Lesen hat eine Online-Veröffentlichung zum ehrenamtlichen Engagement in der Leseförderung herausgegeben (via NRW-Blog).

Für die Gestaltung von Büchertischen interessierten sich Die Töchter Regalias und zeigten zwei Beispiele aus einer Londoner Buchhandlung.

Es gibt einen neuen Blog der dbv-Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit mit Informationen und Medientipps (via NRW-Blog).

Wie sieht wohl der Anteil der Bücher im eigenen Bücherregal aus, den man wirklich gelesen hat, lesen möchte, nie lesen wird … . Ein Cartoon macht es visuell deutlich (via VÖBBlog). 😉

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2. Juni 2014 at 08:00