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Archive for the ‘Bibliotheksbesichtigung’ Category

Auf BIB-Tour in Luckenwalde & Jüterbog

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Foyer der Bibliothek im Bahnhof

Foyer der Bibliothek im Bahnhof

An einem sonnigen Samstag im Mai fuhr unsere BIB-Landesgruppe mit einem Kleinbus zu zwei Bibliotheken, die in ungewöhnlichen Gebäuden untergebracht sind. Unsere erste Station war Luckenwalde. Da das alte Bahnhofsgebäude nicht mehr betrieben wurde, kaufte es schließlich die Stadt der Deutschen Bahn ab und ließ es von den ARGE raumbewegung/ff-architekten aus Berlin in eine Bibliothek umgestalten. In der alten Villa, in der die Bibliothek vorher untergebracht war, herrschte Platznot.

2008 wurde der Umbau eröffnet. Die „Bibliothek im Bahnhof“ ist wirklich gelungen! In der Eingangshalle befinden sich nun Anmeldung, Garderobe, Verbuchung/Selbstverbucher (RFID), Rückgabeboxen sowie Bestseller und aktuelle Zeitschriften. Obwohl die Bahnhofshalle deutlich erkennbar geblieben ist, wirkt der Raum sehr einladend. Die Möbel sind beweglich und können beiseite gerollt werden, wenn Veranstaltungen stattfinden. Mit Räumarbeiten sind die Bibliotheksmitarbeiterinnen nun häufiger beschäftigt, wie wir bei der Bibliotheksführung erfuhren.

Mit warmen Farben und sehr gemütlich präsentierte sich der Belletristikbereich. Während die anderen Räume eher stylisch und modern sind.

Die Bibliothek erhält viel Unterstützung von ihrem, sehr aktiven Förderverein, lobte die Kinderbibliothekarin, die uns mit viel Herz die Einrichtung präsentierte. Auch die Bürgermeisterin förderte das Projekt von Anfang an und setzt sich für die Bibliothek ein.

In der Mönchenkirche Jüterbog von 1510 wurde zuletzt im Jahr 1963 ein Gottesdienst abgehalten. 1985 zog die Stadtbibliothek hier ein. Die Kleinstadt hat noch zwei weitere große Gotteshäuser, die noch ihrem ursprünglichen Zweck dienen. In der Nikolaikirche waren wir übrigens nachmittags bei einer Stadtführung, als dort gerade für ein Beethovenkonzert geprobt wurde, auch ein Erlebnis. 🙂

Aber zurück zur Bibliothek, die ebenfalls etwas ganz besonderes ist. Von 2001 bis 2005 saniert, zeigte sich der Kirchenraum in einer Mischung aus Mittelalter und Moderne. Mit in der Bibliothek befindet sich inzwischen die Stadtinfo. Man vertritt sich gegenseitig. In den angrenzenden Räumen und Gebäuden sind weitere Kultureinrichtungen untergebracht: Museum, Bühne, Archiv und der „Wilhelm-Kempff-Saal“ für Trauungen.

Mit einer großzügigen Sitztreppe ist der Kinderbereich gleich neben dem Kirchenhauptraum ausgestattet. Wer in der Literatur auf der Galerie stöbern möchte, muss allerdings Treppen steigen können. Das mögen die Jüterboger weniger, wie uns die Leiterin verriet. In einer Kirche sind dem Komfort eben Grenzen gesetzt.

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Für alle , die mehr über diese beiden Bibliotheken wissen möchten, hier noch drei Literaturtipps:

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21. Mai 2014 at 08:00

Im Bildungsforum Potsdam

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Stadt- und Landesbibl. - Medienausgabe

Medienausgabe

Drei Tage vor der Eröffnung besichtigte unsere Landesgruppe Brandenburg (BIB e.V.) das Bildungsforum in Potsdam. Die Einrichtung besteht aus der WIS (Wissenschaftsetage), der VHS (Volkshochschule Potsdam) und der SLB (Stadt- und Landesbibliothek Potsdam). Uns interessierte natürlich vor allem die neu gestaltete Bibliothek.

Das Büro Reiner Becker Architekten war für den Umbau ausgewählt worden. Vorwiegend weiß und in modernem Design erstrahlt nun die neue Einrichtung. Neben den eckigen Regalen sieht man den runden Veranstaltungsraum und die rot-weiß-graue Ausleihtheke.

Auf einer Zwischenetage befindet sich der Jugendbereich. Hier sollen die Jugendlichen ihre Freizeit genießen und mal nicht an die Schule denken.

Begeistert hat uns die Kinderbibliothek. Ein Floß mit Segeln und Spiele an den Wänden lockern die Atmosphäre auf. Was sich Kinder denn so als Einrichtung wünschen? Sie wollten gern mal im Regal sitzen und lesen. Das wurde tatsächlich realisiert. Da konnte ich einfach nicht widerstehen und probierte es gleich selbst  aus. 😉 Durch die innen angebrachten Spiegel fühlt man sich nicht beengt. Zusätzlich gibt es eine Box, in der man Hörbücher hören kann.

Auch an erwachsene Nutzer, die hier lesen und lernen möchten, wurde gedacht. Zwei Arbeitskabinen, wie man sie sonst vor allem aus wissenschaftlichen Bibliotheken kennt, gibt es nun in der SLB Potsdam. Eine Reihe von Arbeitsplätzen steht direkt an der Fensterfront. Interessant fanden wir den Bereich „Kaleidoskop – Wissen für den Alltag„, in dem verschiedene Bücher, frontal präsentiert werden und so zum Lesen verlocken.

Und weil Bilder mehr sagen als Worte, hier noch eine Diashow:

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10. September 2013 at 06:30

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Gelesen in Biblioblogs (20.KW’13)

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Informationskompetenz ist schon seit einigen Jahren ein Thema im Bibliotheksbereich zu dem viel geschrieben und vortragen wird. Karsten Schuldt hat jedoch ein Unbehagen damit und listet in seinem Blogbeitrag auf, was man benötigt, um wissenschaftlich erfolgreich zu sein: „Ein funktionierender Internetanschluss, eine Bibliothek mit Fernleihe und vielen Lizenzen – das ja; aber die Fähigkeiten ordentlicher und kritischer Recherche – nein.“ Viele Kommentare stimmen dem jedoch nicht zu. Da der Blogbeitrag auch in der Inetbib verlinkt wurde, gab es auch dort Beiträge (siehe „Informationskompetenz – eine fixe Idee?“).

Hive in Worcester

Hive in Worcester

Über Bibliotheksneubauten in Großbritannien berichtet Globolibro. Genauer sah sich der Verfasser eine Zweigbibliothek in Birmingham „The Shard“ („Die Scherbe“) und die neue Universitäts- und Stadtbibliothek in Worcester „The Hive“ (“Der Bienenstock”) an.

Sollte man die Bürger an der Planung einer neuen Bibliothek beteiligen? Die Frankfurter Rundschau berichtete über den Neubau der Zentralbibliothek in Helsinki und meinte, dass man von diesem Beispiel lernen sollte. Im Fall der Zentral- und Landesbibliothek Berlin wird erst jetzt begonnen, in den Dialog zu treten (via Netbib). An einem Planungsdialog zur ZLB nahm Heike Stadler teil und schrieb in ihrem Blog über diese Veranstaltung u.a. „So gab es Kritik an der Durchführung des Wettbewerbes, Kritik an der Wahl des Standortes und Kritik an der mangelnden Transparenz von Entscheidungen.

Wer sich auch gern mal Bibliotheken anderswo anschauen und dabei gleich Bibliotheksmenschen in ihren eigenen vier Wänden kennenlernen möchte, kann über das neue weltweite Gastgeberverzeichnis CILIP Host Directory Unterkunftsmöglichkeiten finden (via NRW-Blog).

In vielen Blogs werden Videos eingebettet, z.B. von Youtube oder Vimeo. Bestehen hier Risiken? Archivalia hat sich mit dieser Problematik beschäftigt. Außerdem verweist der Blogbeitrag auf eine Pressemitteilung des Bundesgerichthofs, der bisher keine Entscheidung traf, sondern dem Europäischen Gerichtshof die Frage nach der Rechtmäßigkeit von „Framing“ vorlegte.

Es gibt auch traurige Jahrestage. Dazu zählt die Bücherverbrennung 1933, es geschah also vor 80 Jahren. Über eine Ausstellung der Stabi Hamburg berichtete Text & Blog. Die Stadtbibliothek Erlangen hat ebenfalls eine Ausstellung dazu. Die Tafeln sind online verfügbar.

Die Blogparade “E-Publishing jenseits von DRM”, die in der 18. Kalenderwoche startete (dort auch der Hinweis, dass wir uns eigentlich über DRE ärgern), wurde nun ausgewertet (via NRW-Blog). Einen Sonderpreis erhielt die Glosse „Armes, kleines DRM“ von Robert Goldschmidt.   😉

Foto: Pewari bei Flickr (Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0)

Staatsbibliothek zu Berlin, neuer Lesesaal

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Aufgang zum Großen Lesesaal

Aufgang zum Großen Lesesaal

Am 18. April 2013 besuchte unsere Landesgruppe Brandenburg des BIB e.V. den erst im März 2013 nach der Sanierung und Neugestaltung wieder eröffneten nördlichen Bereich der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden. Die Medien hatten schon viel über den spektakulären Bau des deutschen Architekten HG Merz berichtet (z.B. rbb oder Detail mit wunderschönen Pressefotos von J.F. Müller). Und wir wurden nicht enttäuscht.

Bereits 1661 gründete Friedrich Wilhelm von Brandenburg die heute größte, wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum. Das bedeutete, er stellte seine Sammlung von ca. 2.000 Bänden Gästen und Gelehrten zur Nutzung zur Verfügung. Im 18. Jahrhundert war der Bestand bereits auf 50.000 Bände angewachsen.

Die königliche Bibliothek zog schließlich 1914 in das große, von dem Architekt Ernst von Ihne entworfene, Gebäude Unter den Linden ein. Im Zentrum befand sich ein Kuppellesesaal (siehe auch Foto in der BZ), der leider im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört wurde. Nach einigen Übergangslösungen gibt es nun einen neuen, großen, quadratischen Lesesaal mit 9.000 m² Nutzfläche und 250 Leserplätzen. Wegen des großen Interesses bietet die Staatsbibliothek regelmäßig Führungen an.

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23. April 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (12.KW’13)

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Die Proceedings des 13. Internationalen Symposiums für Informationswissenschaft (ISI 2013), welches in der letzten Woche in Potsdam statt fand, sind bereits online! Auch zur anschließenden Unkonferenz frei<tag> gibt es bereits einen ausführlichen Bericht im Libreas Blog. Hier ging es u.a. um die Frage, wie die ideale Konferenz aussehen könne. Vorgeschlagen wurde ein  Open-Review-Verfahren wenigstens für einen Teil der Einreichungen, um besser den Aspekt zu berücksichtigen, „dass die Vorträge in erster Linie das Publikum in seiner gesamten Bandbreite interessieren sollten und nicht hauptsächlich das sicher wohlmeinende Programmkomittee.“

Für die Zeitschrift BuB gab ZBW-Direktor Klaus Tochtermann ein Interview zum Thema „Science 2.0 und die Herausforderungen für wissenschaftliche Bibliotheken„, welches auch online im Blog ZBW-Mediatalk zu lesen ist. Die Arbeitsmethoden und Informationsmittel im Wissenschaftsbereich verändern sich. Soziale Medien und Werkzeuge werden zunehmend auch dort genutzt. Daher meint K. Tochtermann, dass auch Bibliotheken beispielsweise Blogs und Wikis als Medienform ernst nehmen sollten.

Der neue Lesesaal der Staatsbibliothek zu Berlin wurde am 21. März 2013 eröffnet. Einen Beitrag dazu schrieb Bibliothekarisch.de (mit Video).

Die MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH (MVB), eine Tochtergesellschaft des Börsenvereins des deutschen Buchhandels erlaubt nun allen Bibliotheken die kostenlose Nutzung ihrer Datenbank mit Buchcovern zur Anreicherung der Bibliothekskataloge, siehe Pressemitteilung des dbv (via VÖBBlog).

Um die Kosten bei der Nutzung von Teilen von Verlagspublikationen in elektronischen Semesterapparaten (UrhG § 52a) wird weiterhin gestritten, siehe dazu Beitrag bei Bibliothekarisch.de und Pressemitteilung des Bundesgerichtshofes.

Schon auf dem Bibliothekskongress wurde die Konzeption zum Electronic Resource Management System „ERMS“ des Hochschulbibliothekszentrums des Landes NRW (hbz), der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, der Universitätsbibliothek Freiburg und der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV) vorgestellt (Folien, Mitschrift). Nun hat die DFG das Projekt genehmigt, welches bundesweit einsetzbar sein soll.

Die Zukunftswerkstatt stellte Blinkist in ihrem Blog vor. Hier werden Bücher angeboten, die sich auf Kernaussagen beschränken und daher auch dafür geeignet sind, auf dem iPhone gelesen zu werden. Ein pfiffige Idee von Tobias Balling, Niklas Jansen, Sebastian Klein und Holger Seim, die Buchzusammenfassungen als Geschäftsidee entdeckten.

Für Aufregung sorgte Infobib mit einem Beitrag zu Frauen in Führungspositionen bei dbv-Mitgliedern. Denn obwohl im Berufstand zu fast 75 Prozent vertreten, schlägt sich dies durchaus nicht 1:1 in den Führungspositionen nieder. Das gilt vor allem in sehr großen öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken.

Bibliotheken, die Mitglied im dbv sind und gern Stundenpläne für Schüler als Werbemittel nutzen möchten, können diese bei ihrem Verein bestellen (via NRW-Blog).

Auf den die Online-VeröffentlichungDas Wissenschaftsjahr 2013 – Die Demographische Chance“ verweist ein Blogbeitrag in Fortbildung in Bibliotheken.

Überhaupt keinen Spaß verstanden die Verantwortlichen der Oxford Universitätsbibliothek. Weil sie einen Harlem Shake im Lesesaal nicht verhindert hatte, wurde eine studentische Mitarbeiterin entlassen (via Danilolablog).

Bibliothek des Museums für Kommunikation in Berlin

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Hohe Regale in der Bibliothek

Hohe Regale in der Bibliothek

Am 30. November besuchte unsere BIB-Landesgruppe Brandenburg die Bibliothek des Museums für Kommunikation in Berlin. Die Museumsbibliothek blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es gab sie schon im Reichspostmuseum. Ein großer Teil der Bestände landete nach der Auslagerung im 2. Weltkrieg allerdings in der Museumsbibliothek in Frankfurt/Main, denn es gibt drei Museen dieser Art in Deutschland. Inzwischen bestehen gute Kontakte zwischen den Bibliotheken.

Überraschend für uns war, dass die Bibliothek öffentlich zugänglich ist und sogar Bestände ausleiht. Die Nutzung ist kostenfrei. Falls jedoch MitarbeiterInnen des Museums bestimmte Literatur für ihre Arbeit benötigen, muss diese sofort zurück gebracht werden.

Es ist die Bibliothek der hohen Räume. Daher sind die Regale mit Leitern ausgestattet, damit die Benutzer auch die oberen Regalbretter erreichen. Doch was findet man dort eigentlich? Philatelie, Post- und Kommunikationsgeschichte sind die hauptsächlichen Themen. Besonders gefragt sind die aktuellen Briefmarkenkataloge, wie uns die Leiterin der Bibliothek verriet. Aber auch die umfangreiche Sammlung alter Telefonbücher erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Wir durften mit ins Magazin und sahen viele interessante Bücher und Zeitschriften. Die Bestände der Bibliothek sind über einen Online-Katalog zugänglich.

Als krönenden Abschluss gingen wir in die Schatzkammer des Museums. Hier sieht man eine der berühmtesten Briefmarken der Welt: die blaue Mauritius!

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6. November 2012 at 06:00

Veröffentlicht in Bibliotheksbesichtigung

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Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg 2012

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TH Wildau Bibliothek

TH Wildau Bibliothek

Am 15. September fand der Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg an der Technischen Hochschule Wildau statt. Erstmals 2005 durchgeführt, war es die 4. Veranstaltung dieser Art. Das Motto lautete „Bibliotheken in der Mitte der Gesellschaft. Worauf es ankommt!“ (Programmheft).

Bevor das eigentliche Konferenzprogramm begann, hatten Interessierte die Gelegenheit an einer Führung durch die Bibliothek der Hochschule teilzunehmen. Es gefiel uns gut in der gleichzeitig architektonisch ausgefallenen und gemütlichen Einrichtung, die 2012 zur Bibliothek des Jahres gekürt wurde.

Nach netten Worten zur Begrüßung startete das Programm. Dr. Oliver Renn erläuteterte, warum die Informationsstelle eines Pharmaunternehmens sich besser „Corporate Information Center“ nennt, und welche Aufgaben zu erfüllen sind (Artikel dazu in engl. Sprache).

Spannend war die Vorstellung der Pläne für den Neubau der Zentral- und Landesbibliothek Berlin auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof. Der Spatenstich soll 2016 erfolgen.

Dr. A. Degkwitz, Direktor des Bibliothek der HU Berlin, erläuterte „Warum wir eine German Academic Cloud brauchen“. Die Auslagerung der Daten an externe Datenanbieter scheint der Trend zu sein. Da wäre es an der Zeit, eine eigene, zentrale Lösung für die Daten aus der Wissenschaft zu schaffen. Ein Projektantrag ist in Planung.

Unabhängig von kommerziellen Anbietern macht auch das Open Source Bibliothekssystem KOHA, das uns Katrin Fischer aus Konstanz vorstellte. Aufmerksame Blogleser haben sicher schon hin und wieder davon gehört (z.B. Anleitungen im Bib-Blog). Man darf das System herunterladen und es den eigenen Bedürfnissen nach Belieben anpassen sowie neue Lösungen anderen zur Verfügung stellen.

Bloggen-Vernetzen-Praesentation

Link zur Präsentation

Ich selbst war zum ersten Mal bei einer großen Veranstaltung als Referentin dabei, mein Thema „Bloggen und Vernetzen„. Gerade Blogbeiträge eignen sich gut, um von neuen Ideen und technischen Lösungen schnell zu erfahren, sie über verschiedene Kanäle weiterzuverbreiten und gemeinsam weiterzuentwickeln. Außerdem sind Blogs und soziale Netzwerke eine weitere Möglichkeit zur Informationsbeschaffung und dem Austausch von Wissen. Damit sollten sich Bibliotheksleute auskennen und im eigenen Fachbereich anfangen, damit aktiv zu arbeiten.

Zum Abschluss der Kurzvortragsreihe sprühte Dirk Wissen mit seinen Ideen zu der Frage, was man denn nun tun könnte, wenn die Zahl der potentiellen Nutzer zurück geht, weil die Einwohnerzahl rückläufig ist. Die Bibliothek muss dann mehr denn je auf sich aufmerksam machen. Viel Publicity, ein Freundeskreis, Veranstaltungen und Netzwerke können tatsächlich etwas bewirken. So schaffte es die Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt/Oder die Besucherzahlen von 2001 bis 2011 um fast 19.000 zu steigern, während die Einwohnerzahl im gleichen Zeitraum um 13.700 zurück ging.

Die Zuhörer hatten anschließende die Gelegenheit, sich drei der vorgestellten Themen auszuwählen und mit den Vortragenden und anderen Interessierten in einem Worldcafe darüber jeweils 20 Minuten zu diskutieren.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren, die nicht nur ein interessantes Programm zusammenstellten, sondern uns darüber hinaus sehr gut versorgten. Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle die Vorstellung der Gorillas, einem Berliner Improvisationstheater, welches im Anschluss an das Fachprogramm, ganz eingestellt auf ihr bibliothekarischen Publikum, für viele Lacher sorgte. 🙂

Update 30.09.2012: Präsentationen auf dem OPUS-Server des BIB.

Gelesen in Biblioblogs (28.KW’12)

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Mit dieser Meldung hat sich der BIB e.V. nun wirklich keinen Gefallen getan: Bibliojobs soll ab dem 16.07.2012 nur noch für Mitglieder zugänglich sein. Zweifelhaft ist, ob diese Aktion wirklich mehr Mitglieder oder eher Abneigung für den Verein bringt. In den Blogs (Ultrabiblioteka, Netbib, Kribiblio, Leerleser, Archivalia usw.) wimmelte es nur so von kritischen Stimmen. Stefanie Hotze brachte schließlich mit ihrem „Offenen Brief an den BIB bezüglich bibliojobs“ die große Enttäuschung der jüngeren Bibliotheksgeneration auf den Punkt. [Update]: Tobias Tietze, der ehemalige Gründer von Bibliojobs, reagierte ebenfalls mit Unverständnis (siehe inetbib). Doch alle Proteste prallten wirkungslos am BIB e.V. ab (siehe Stellungnahme), der noch nicht verstanden hat, dass sich nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch Denkweisen verändert haben. Inzwischen gibt es erste Ansätze für ein neues, freies Angebot. Phu Thu bastelt gerade an Openbibliojobs. In einem, für jeden frei nutzbaren, Webformular werden Stellenanzeigen gesammelt und dann als Liste, filterbar z.B. nach Einrichtungs- bzw. Stellentyp, veröffentlicht (siehe auch Diskussion dazu in Infobib, Helfer werden noch gesucht). Ein zweiter Ansatz ist das WordPress-Blog von Lambert Heller, Voraussetzung zum Mitmachen hier: WordPress-Account (via Inetbib). [Update]: Die Weiterentwicklung des WordPress-Blogs wurde zugunsten von Openbibliojobs zurzeit auf Eis gelegt.

Das Heft 2/2012 der Büchereiperspektiven ( = Zeitschrift des Büchereiverbandes Österreich) ist erschienen, auch als frei lesbares E-Paper. Enthalten sind unter anderem eine Checkliste für erfolgreiche Veranstaltungen (S. 54) und Tipps für Social Media (S. 18/19).

Ebenfalls erschienen: die 9. Ausgabe von „BRaIn : Potdamer Beiträge und Reportagen aus den Informationswissenschaften“. Diesmal geht es vor allem um eine Fachexkursion nach Brüssel, der belgischen Hauptstadt von Belgien und Hauptsitz der Europäischen Union, und Leuven. Bibliothekarisch.de hat sich die Ausgabe bereits genauer angeschaut.

In einem neuen Design glänzt seit letzter Woche „BIX – der Bibliotheksindex“ (via VÖBBlog).

Ein Discovery-System auf der Basis von Summon (Serials Solution) bietet die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität seit Mitte Mai 2012 für die Literaturrecherche an. In zwei Videotutorials werden nun die Möglichkeiten vorgestellt (siehe Bibliothekarisch.de).

Ein Problem innerhalb von Gebäuden ist die Navigation mit Smartphones via GPS. Neue Technologien sollen nun Magnetfelder nutzen und auch dies möglich machen. VÖBBlog meint, dass dies auch etwas für die Mediensuche in Bibliotheken sei.

Um die Visualisierung von Datenströmen ging es bei der internationalen Konferenz „Stadt der Ströme“ an der FH Potsdam. Berichte darüber findet man im Blog Partizipation Bibliothek.

Schöne Fotos von alten und neuen Bibliotheken sieht man auf der Seite von Christoph Seelbach (via VÖBBlog). Und noch etwas Witziges zum Schluss: Passende Vornamen für Kinder von Bibliotheksleuten hat Louise Rumpf bei Google+ zusammen getragen (siehe auch Blogbeitrag bei Bibliothekarisch.de.) 😉

Bibliotheken in abgelegenen Gebieten

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Ich habe nun nicht nach Bibliotheken gesucht, aber wenn mir bei meiner Reise durch Ecuador eine „über den Weg gelaufen ist“, machte ich natürlich schon ein Foto. 😉

Im Bergnebelwald
Über holprige Wege schaukelten wir in einem Kleinbus zur Maquipucuna Lodge im Bergnebelwald, nördlichwestlich von Quito. Dort sah ich zu meiner Überraschung tatsächlich ein Bücherregal, welches sich Bibliothek nannte. Es stand unweit der Bar mit gemütlichen Sitzgelegenheiten. So konnte man, während man einen Cocktail trank, nebenbei zum Beispiel in großen Naturführern blättern und schauen, welche Pflanzen und Tiere man bei der Regenwaldwanderung schon entdeckt hatte. Diese Möglichkeit haben wir gern genutzt.

Bergnebelwald in Ecuador

Bergnebelwald in Ecuador

Bibliothek in der Lodge Maquipucuna

Bibliothek in der Lodge Maquipucuna

Im Amazonasdschungel
Es führt nicht mal eine Straße dorthin. Mit dem Boot erreichten wir die Yachana Lodge am Río Napo, einem Zufluss des Amazonas. Am „Platz des Lernens“, so die Bedeutung des indianischen Kichwa-Wortes Yachana, findet man eine Minibibliothek inklusive zwei Internetrechnern, auch wenn der Strom in der Lodge nur von 18 bis 22 Uhr zur Verfügung steht. Wer ein mobiles Gerät dabei hatte, konnte den Zugang über WiFi nutzen. Fortschrittlich!

Yachana-Lodge am Río Napo

Yachana-Lodge am Río Napo

Yachana Lodge, Bibliothek

Yachana Lodge, Bibliothek

Ab dieser Woche werde ich dann auch wieder in die Biblioblogs schauen und zusammen tragen, was ich lesenswert finde. Ein Dankeschön an meine Vertretung bei Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

18. Juni 2012 at 06:00

Mit dem BIB in der Abt. Bestandserhaltung und Digitalisierung der Staatsbibliothek zu Berlin

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Staatsbibliothek, Innenhof

Staatsbibliothek, Innenhof

Um die Erhaltung historischer Bestände und deren Digitalisierung in der Staatsbibliothek zu Berlin drehte es sich bei der Fachbesichtigung unserer Landesgruppe Brandenburg (BIB e.V.) im April 2012. Beide Arbeitsbereiche sind hier in einer Abteilung zusammengefasst. Am Haus Unter den Linden 8 wird zur Zeit fleißig gebaut. Wir besuchten den frisch restaurierten Teil, in den die Abteilung Bestandserhaltung und Digitalisierung erst kürzlich eingezogen ist.

So eine richtige Vorstellung, was zu einer Restaurierung alter Medien alles gehören kann, hatte ich vorher nicht. Bei schlecht erhaltenen Exemplaren müssen schon mal die Einzelteile auseinandergenommen, eventuell unsachgemäße Reparaturspuren entfernt und Ersatzpapierstücke extra hergestellt werden. Dabei darf natürlich nichts von der noch vorhandenen, oft sehr fragilen, originalen Substanz zerstört werden. Eine Arbeit, die neben viel Geduld, Liebe zum Detail auch spezielle Kenntnisse und die entsprechende Labortechnik erfordert. Da wundert es nicht, dass der Bedarf hier größer ist, als die Möglichkeiten zur Wiederherstellung. Eine Zusammenarbeit erfolgt auch mit WissenschaftlerInnen, die sich manchmal nicht nur für Inhalte interessieren, sondern auch dafür, woraus die Farbpigmente der Tinte bestehen. Wer möchte, kann auch Patenschaften für Restaurierungen übernehmen und wird dafür im Werk mit einem Exlibri verewigt. In erster Linie werden Bestände restauriert, die für Ausstellungen im eigenen Haus oder anderer Institutionen benötigt werden. Auch der Realisierung der Ausstellungen helfen die ExpertInnen oft mit, bauen Buchwippen, Passepartouts, dokumentieren den Zustand der Objekte und kontrollieren die Bedingungen vor Ort. Das kostet Zeit, die dann leider für die Restauration weiterer Schriften fehlt, wie uns die stellvertretende Abteilungsleiterin mit Bedauern erklärte.

Wenn es dann notwendig ist, alte Schriften zu zerlegen, werde diese auch möglichst gleich und mit allen notwendigen Vorsichtsmaßnahmen digitalisiert. Neben der Sicherung und dem Schutz eigener, uhrheberrechtsfreier Bestände wird auch im Rahmen von Drittmittelprojekten, wie der Mitarbeit an der Digitalisierung, der im deutschen Sprachraum erschienen Drucke aus dem 16./17. oder 18. Jahrhundert, und im Auftrag von Nutzern digitalisiert. Letztere müssen diesen Service zwar bezahlen, aber er ist trotzdem beliebt. Einmal digitalisierte Werke werden frei im Internet veröffentlicht.

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Es war eine sehr spannende Führung, die eine Bibliothekswelt zeigte, die man so in den meisten Bibliotheken, in denen man sich vor allem auf die Bereitstellung und Ausleihe aktueller Medien konzentriert, nicht kennenlernen kann. Wir bedanken uns herzlich bei Andreas Mälck und Julia Bispinck-Roßbacher für ihre Erklärungen sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich so geduldig über die Schulter schauen ließen.

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24. April 2012 at 06:00

Fachbesichtigung des IKMZ in Potsdam

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Treppe und Lesebereich

Treppe und Lesebereich

Mit der Landesgruppe Brandenburg des BIB e.V. besuchte ich am 29. Februar 2012 das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der Universität Potsdam. Der Neubau in Golm wurde am 1.11.2011 eröffnet. Wie die meisten neuen Bibliotheksbauten wurde auch hier ein architektonisches Highlight geschaffen. In der „guten Stube“ des Lesesaals können die Studierenden lernen und sich dann wie aus einem Bücherschrank in den seitlichen Räumen ihre Literatur holen. So hat es sich jedenfalls der Architekt gedacht.

Für Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben, stehen 12 Einzelkabinen zur Verfügung. Auch an ein Elternzimmer sowie zwei Gruppenarbeitsräume wurde gedacht. In der obersten Etage gibt es eine Dachterrasse, um mal an die frische Luft zu kommen. Und hier liegt auch das Hauptproblem des Neubaus. Die Luftfeuchtigkeit lässt noch Wünsche offen.

Aber sonst muss sich das neue IKMZ in praktischer Hinsicht nicht verstecken. Als Fachgruppe durften wir natürlich hinter die Kulissen der Ausleihe schauen und den Rückgabeautomat bestaunen, der auch gleich die Bücher nach Etagen vorsortiert und dann mit dem Transportsystem an die passende Endhaltestelle schickt. Damit die Bibliotheksnutzer schnell das richtige Regal finden, wird das Gebäudeinformationssystem von Mapongo eingesetzt, welches auch das IKMZ der BTU Cottbus und die SLUB Dresden verwenden. In Potsdam hat man sich sogar die Mühe gemacht, jedem Regal eine Nummer zuzuteilen. Findet also der Nutzer ein Buch im Katalog, wird über den Wegweiser der Grundriss der Etage als 3D-Modell angezeigt und das Regal gekennzeichnet. Spannend ist auch die neue Idee, dann den QR-Code einzuscannen und die Karte mobil „mitzunehmen“.

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Für alle, die mehr wissen möchten, hier ein paar Linktipps:

[Update 5.3.2012:] Dieser Beitrag wurde inzwischen zusätzlich auf der Internetseite dasbibliothekswissen veröffentlicht.

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2. März 2012 at 07:00

Film „Mit dem BIB in Prag“

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Im Oktober 2011 war ich mit der Landesgruppe Brandenburg des Berufsverbandes Information Bibliothek e.V. zu einer Fachexkursion in Prag unterwegs (siehe dazu auch den Blogbeitrag mit Diashow vom 12.10.2011).

Nun ist mein privater Film über diese Reise fertig geworden. Er zeigt fünf Bibliotheken, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die Nationalbibliothek im historischen Gebäude des Clementinum, die moderne Technische Nationalbibliothek auf dem Campusgelände, welche auch für ihr Design schon Preise gewann, die Stadtbibliothek mit ihrer eindrucksvollen Skulptur am Eingang, die Spezialbibliothek des Goethe-Instituts und natürlich das Kloster Strahov, welches über zwei Bibliothekssäle verfügt, die zu den schönsten weltweit zählen:

Film über Prag bei Vimeo

Und wer immer noch nicht genug gesehen, gehört und gelesen hat, kann sich gern den Bericht bei BI International (Heike Stadler & Liane Haensch) anschauen, der inzwischen online ist.

[Update 11.01.2012]: Im aktuellen Heft 1 von 2012 der Zeitschrift „BuB“ gibt es ebenfalls einen Artikel von Heike Stadler dazu (S. 86/87 „Graffiti auf Sichtbeton: Studienreise nach Prag“).

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10. Januar 2012 at 08:00

Veröffentlicht in Bibliotheksbesichtigung

Mit dem BIB in Prag

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Prag

Nach einer sonnigen Zugreise entlang der Elbe und dem Elbsandsteingebirge kamen wir (Mitglieder der Landesgruppe Brandenburg des Berufsverbandes Information Bibliothek e.V)  in Prag an. Fünf Bibliotheksführungen und zwei Vorträge lagen vor uns. Der Bericht kann natürlich nur ganz kurz anreißen, was wir erlebt, gesehen und gehört haben. Wer mehr über die einzelnen Bibliotheken wissen möchte, folgt den Links.

Zuerst besuchten wir das Goethe-Institut (Link, dt.). Allein das Gebäude, in dem früher die Botschaft der DDR untergebracht war, ist sehr beeindruckend. Vom Präsentationsraum hatten wir einen tollen Blick auf die Moldau, die Karlsbrücke und die Prager Burg. Das Goethe-Institut ist nicht nur für Prag selbst zuständig, sondern als Regionalinstitut auch für  Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien. Man bietet recht hochwertige Sprachkurse und Prüfungen an, die in der Tschechischen Republik sehr gut angenommen werden, da Deutschland eben das direkte Nachbarland ist und sich so oft auch berufliche Kontakte oder Chancen ergeben. Weiterhin werden Veranstaltungen organisiert und speziellen Medien in der Bibliothek sowie seit Anfang Oktober 2011 in der Onleihe angeboten. Vor allem findet man Medien zum Erlernen der Sprache, zum Praktizieren (Belletristik, Hörbücher, Videos) und zur deutschen Geschichte. Denn wer sich mit der Geschichte Deutschlands beschäftigt, benötigt entsprechende Sprachkenntnisse. Das Institut unterhält eine aktive Facebookseite (überwiegend tschech.), auf die zur Zeit Nutzer ihre Videos mit deutschen Zungenbrechern hochladen können. 🙂

Die Bibliothek des Klosters Strahov war natürlich das Highlight der Reise, vor allem deshalb, weil wir als Fachbesucher die zwei berühmten Bibliothekssäle wirklich betreten durften. Für Touristen ist nur ein Blick hinein erlaubt. Neben den historischen Werken beeindruckt die Architektur mit seinen Deckenfresken und die Einrichtung mit Holzverzierungen und Globen. Eine nur für Eingeweihte zu findende Tür (da mit einem Bücherregal bemalt) führt in die obere Etage des Philosophisches Saals. Umfangreiche Informationen zu der Geschichte der Bibliothek und einer mittelalterlichen Handschrift vom 860-865 mit Evangelistenbildern auf Purpurgrund (Strahov-Evangeliar) findet man auf den Seiten der Bibliothek (engl.).

Erst am Abend vor unserer Anreise kam die Zusage für die Führung durch die Technische Nationalbibliothek (Link, engl.), die eigentlich an diesem Tag geschlossen hatte. Der Bau ist spektakulär und bietet neben zahlreichen Medien alles, was eine moderne Bibliothek, in der sich hauptsächlich Studierende aufhalten, haben sollte: Gruppen- und Einzelarbeitsräume, gemütliche Ecken, einen kleinen offenen Innenhof in der obersten Etage, WLAN usw. Der Neubau wurde am 9.9.2009 feierlich eröffnet und befindet sich auf dem Campus von zwei Technischen Hochschulen. Interessante Beiträge hat Radio Praha in deutscher Sprache zur Eröffnung und zum 1. Geburtstag dieser Bibliothek online gestellt.

Mit der Metro fuhren wir zur Stadtbibliothek (Link, engl.). Die Einrichtung war recht gut besucht. Farbige Streifen auf den Medien kennzeichnen die verschiedenenen Themengebiete.  Für Kinder wird neben zahlreichen Medien zum Ausleihen auch ein großer Bildschirm für Computerspiele wie Wii angeboten. Besondere Sammlungen gibt es zu den Themen Theater und Musik. Eine extra eZone bietet WLAN-Zugang für alle, die gerade keine Bücher benötigen. Dieses Jahr feiert die Bibliothek ihren 120. Geburtstag.

Unser letzter Anlaufpunkt war die Nationalbibliothek im Klementinum (Link, engl.), einem großen Gebäudekomplex, der einst ein Jesuitenkolleg und später Universität war. Entsprechend eindrucksvollsind das Gebäude und die einzelnen Räume, wie beispielsweise der große Lesesaal oder der Barocksaal, den wir ausnahmsweise betreten durften. In der Fotogalerie findet man schöne Bilder des Gebäudes.

Nach einer langen Besichtigungstour trafen wir schließlich in der Nationalbibliothek auf Mitglieder des skip, dem Verband der Bibliothekare und Informationsmitarbeiter der Tschechischen Republik. Das entspricht in etwa dem BIB e.V. Zuerst erhielten wir allgemeine Informationen zum Aufbau des Bibliothekswesens in der Tschechischen Republik und konnten danach Fragen stellen. Genauere Informationen zu Gesetzen und Verbänden sowie Literaturtipps zum Tschechischen Bibliothekswesen findet man auf der Internetseite von Heike Stadler.

Wie unterschiedlich Bibliotheken aussehen können, soll eine kleine Diashow (10 Bilder) mit Fotos aus dem Goethe-Institut, der Klosterbibliothek Strahov und der Technischen Nationalbibliothek verdeutlichen:

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An einem Beitrag über diese Fachexkursion, der in einem der nächsten des BuB-Hefte erscheinen wird, schreibt Heike Stadler. Weiterhin ist ein Film in Arbeit, der ca. im Januar erscheinen wird.

[Update 11.01.2012]: Der angekündigte Film ist nun fertig und kann im Blogbeitrag vom 10.01.2012 angeschaut werden. Außerdem sind inzwischen ein Bericht bei BI-International und ein Artikel im Heft 1/2012 des BuB erschienen, die Heike Stadler geschrieben hat.

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12. Oktober 2011 at 05:00

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Unterwegs in Thüringen : Umweltbibliothek des BUND

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Eigentlich bin ich in der letzten Woche eher zufällig über eine, wie ich finde, recht ungewöhnliche Bibliothek gestolpert. Beim Besuch des Naturgartens des Ortsverbandes BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) in Bad Langensalza stand ich plötzlich vor der Tür der Umweltbibliothek und durfte mal einen Blick hinein werfen:

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Written by lesewolke

22. September 2010 at 04:00