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Archive for the ‘Bibliotheksstatistik’ Category

Gelesen in Biblioblogs (48.KW’16)

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advent-calendar-525684_640Eine Linkliste der diesjährigen über 140 „Mehr oder minder Bibliothekarischen Adventskalender“ veröffentlichte Bibliothekarisch.de. Da ist sicher wieder für jeden etwas dabei. Vielen Dank für diesen tollen Service! Eine schöne Weihnachtsgeschichte veröffentlichte Rainer Pörzgen in seinem Blog Bibliothekar.de. 🙂

Hängt die Qualität eines Buches wirklich davon ab, ob es in einem Verlag veröffentlicht wurde oder nicht?! Ein Blogbeitrag in Veras Welt zeigt die Schwierigkeiten von Selbstpublishern im Belletristikbereich. Oft werden sie bei Verbänden und Preisverleihungen von vornherein ausgeschlossen. Archivalia erinnerte in diesem Zusammenhang an einen eigenen Beitrag, der zeigt, wie viele wissenschaftliche Texte aus rein formalen Gründen nicht ernst genommen werden.

Walther Umstätter meinte in Inetbib, dass Informationskompetenz in heutigen Zeiten auch dazu missbraucht wird, Falschinformationen zu verbreiten. M. Ulmer verwies in dieser Hinsicht auf die Verbreitung von Informationen zum Rahmenvertrag zum §52a UrhG.

Über ihren Besuch der Hartford Public Library in Connecticut berichtete Inka Jessen in Librarian in Residence. Die Bibliothek bietet zahlreiche Serviceangebote zur Integration von Migranten.

Auf einen Beitrag von ÖB_multikulturell zum IFLA/UNESCO- Manifest zur multikulturellen Bibliotheksarbeit verlinkte Netbib. Vorgestellt wird ein Baukasten, der zahlreiche Materialien enthält und kostenfrei heruntergelanden werden kann.

Die Vernetzung von Informationen auf Internetseiten mit der Gemeinsamen Normdatei war das Thema eines Blogbetrags bei Deutsch-Jüdische Geschichte digital (via Archivalia). Dabei kann es gelingen, „die durch die GND (bzw. Entity Facts) gelieferten Informationen (Lebensdaten, Wirkungsorte, Werke, Berufe, in Verbindung stehende Personen …) möglichst nutzbringend und interaktiv sichtbar zu machen.

Wenn das Jahr vorbei ist, werden wieder Zahlen zu Beständen, Nutzern und Serviceangeboten gefordert. Die Veränderungen im Fragebogen der Deutschen Bibliotheksstatistik 2016 listete NRW-Blog auf.

Die Vorzüge von Infografiken zeigt eine Infografik bei Bibliothekarisch.de. Sie machen Dinge verständlich, überzeugen und prägen sich gut ein.

Mit den Auswirkungen struktureller Änderungen kämpft die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, wie der Personalrat berichtete (via Archivalia).Unfreiwilliger Fernsehstar bei der Satiresendung Extra 3 wurde die Universitätsbibliothek Freiburg, siehe VÖBBlog. Dort belegte sie gleich alle drei Plätze der irrsten Universitätsbibliotheken in Deutschland.

Illustration: Pixabay, Public Domain

Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg 2015

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Eigentlich sollte diese Veranstaltung bereits Anfang November 2014 stattfinden. Sie wurde allerdings durch den Streik bei der Deutschen Bahn abgesagt. Auch dieses Mal drohte wieder ein Bahnstreik, der dank der Rückkehr der streitenden Parteien an den Verhandlungstisch zum Glück kurzfristig abgewendet wurde.

Bibliotheksführung

Kurz vor 10 Uhr stand ich also am 28. Februar 2015 vor der Staatsbibliothek zu Berlin. Denn vor Beginn der Veranstaltung wurden Führungen durch die Bibliothek angeboten. Hans Scharoun, einer der berühmtesten Architekten Deutschlands, hatte diesen Bau entworfen, der 1978 feierlich eröffnet wurde. Große offene Räume, Lichtpyramiden und die Milchglaskuppeln lassen diese Bibliothek noch heute sehr modern wirken (mehr zur Architektur & Kunst am Bau auf den Seiten der Staatsbibliothek zu Berlin).

Diashow aus der Bibliotheksführung, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Eröffnungsvortrag

Inzwischen waren auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingetroffen, und wir fanden uns zum Eröffnungsvortrag ein. Dirk Knipphals, Literaturredakteur bei der „taz“, hatte sich gut auf seine bibliothekarischen Zuhörerinnen und Zuhörer vorbereitet und hielt einen netten, unterhaltsamen Vortrag. Neben eigenen Erfahrungen von der Buchmesse und Erinnerungen an den Lesezirkel, streute er auch die Vermittlung von Informationskompetenz ein (um uns eine Freude zu machen).

Eröffnungsvortrag, Zeichnung von Sophia Halamoda

Eröffnungsvortrag, Zeichnung von Sophia Halamoda

Begeistert und von späteren Vortragenden gern aufgegriffen wurden die „leuchtenden Augen“ von Eltern & Kinder, die gern an ihre Bibliothek denken, oder bei der Rückbesinnung an lange Aufenthalten während der Studienzeiten. Öfter zitierte er aus John Williams‘ Roman „Stoner“ . Die Hauptfigur, ein Landwirt an der Uni,  entdeckte die Literatur und blieb an der Hochschule (siehe auch Rezension in der taz). Während des Vortrags zeichnete Sophia Halamoda auf wunderbare Weise eine Zusammenfassung des Gesagten.

1. Vortragspanel „Best Practice“: Informationskompetenzvermittlung & Kooperationen

Vier Vorträge waren für dieses Thema angesetzt. Cornelia Stabrodt und Marion Mattekat gingen vor allem auf die Kooperation von Bibliothek und Volkshochschule ein. In Cottbus sitzen beide Einrichtungen in einem Haus und wurden unter dem Dach Lernzentrum Cottbus zusammengefasst. Dafür wurde technisch aufgerüstet (um auch computerorientierte Kurse anzubieten), ein Corporate Design entworfen und ein gemeinsamer Servicebereich für Anmeldungen VHS-Kurse/Bibliothek angelegt. Mit dem Bildungsforum Potsdam ging man einen ähnlichen Weg (Beitrag zum BIB-Besuch im Bildungsforum mit Diashow). Auch hier sind Volkshochschule und Bibliothek sowie die Wissenschaftsetage unter einem Dach. Grundsätzlich wurde festgehalten, dass diese Kooperationen die Bedeutung und Sichtbarkeit der Einrichtungen bezüglich Geldgebern und poteniellen Nutzern/Kunden erhöhen. Praktisch besteht die Zusammenarbeit außerdem darin, auch auf die VHS-Kurse angepasste Medien anzubieten. Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Volkshochschulen und Bibliotheken in Brandenburg ist „Interkulturelle Begegnungen an öffentlichen Lernorten“. Für Menschen, die aus anderen Ländern aus verschiedensten Gründen nach Deutschland kommen, sollen hier Anlaufpunkte geschaffen werden.

Um verschiedene Kooperationen drehte sich auch der Vortrag von Anne Helbig & Dirk Wissen. Der Leiter der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt/Oder berichtete über die Veranstaltungsreihe „Das Leben erzählen“ (in Zusammenarbeit mit dem Verein „My life – erzähle Zeitgeschichte“), dem Spiel der Autorennationalmannschaften Deutschland & Polen auf dem Stadtfest und der Kooperation mit einem Fotografen, der dann im Gegenzug Hochzeitsfotos auf dem Balkon der Einrichtung machen darf. Anne Helbig, zeitweise Praktikantin in dieser Bibliothek, fand hier das Thema ihrer Masterarbeit und betrachtete „Bibliothek als Partner : Chancen und Risiken durch Kooperation“ in wissenschaftlicher Hinsicht.

Viele schöne Fotos und spannende Erlebnisse brachte den Bibliothekarinnen und Bibliothekaren das ProjektWir Kinder aus Hohenschönhausen – Fotostory 2.0„, einer Kooperation der Anna-Seghers-Bibliothek, der Hort der Matibi-Grundschule und der MEDIA TO BE e.V.

TutorialIm letzten Vortrag des Panels berichtete Carla Freise über die Entstehungs des Tutorials für Schüler (CC BY-NC-ND 4.0) , ein Projekt des Netzwerkes Informationskompetenz Berlin/Brandenburg (NIK-BB) in Kooperation mit der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM). Kurze, einführende Erläuterungen zur Themenfindung, der Recherche und dem Schreiben sollen Schülern und Studienanfängern helfen und die Nachfrage nach Kurswünschen an Hochschulen – insbesondere für Schüler – wieder etwas reduzieren. Wir erfuhren, dass die Studierenden des 3. Semesters im Bibliothekswesen doch einige Mühe hatten, einfache, verständliche Texte für Anfänger zu verfassen, der Betreuungsaufwand nicht zu unterschätzen sei und leider der Wunsch nach viel Interaktion im Tutorial weitestgehend ignoriert wurde. Trotzdem fanden die Kolleginnen des NIK-BB die Zusammenarbeit mit der Hochschule gut und würden es wieder tun.

2. Vortragspanel „Best Practice“: Erfolgreiche Förderanträge & Marketingprojekte

Best Practice, Zeichnung: Sophia Halamoda

Best Practice, Zeichnung: Sophia Halamoda

Über das Kompetenzzentrum für Lizenzierung informierte uns Ursula Stanek. Mit Sitz in Berlin und Göttingen soll es die Fachinformationsdienste (FID) bei der Lizenzierung und Bereitstellung digitaler Medien unterstützen. Dieses Angebot wurde bereits von 29 FIDs genutzt, da es bezüglich der vielfältigen Varianten der Lizenzierung elektronischer Ressourcen doch noch viel Unklarheiten gibt. Ansonsten bleibt es hier spannend, da die FIDs mit großen Nutzergruppen erst in diesem Jahr an den Start gehen.

Das Projekt Europeana Newspaper stellte Hans-Jörg Lieder vor. Hier erfolgte die Kooperation auf internationaler Ebene. 10 Millionen Seiten historischer Zeitungen verschiedener Länder (zu beachten: das Urheberrecht) wurden digitalisiert. Einige Tools mussten extra für das  Projekt entwickelt werden, z. B. Named Entity Recognition (NER), um Personennamen, Orte und Institutionen im Volltext zu lokalisieren und suchbar zu machen (mehr im Europeana Blog). Überhaupt machte die Texterkennung in den alten Zeitungstexten viele Schwierigkeiten und wer hier auf Perfektion aus sei, könne gleich aufgeben, hörten wir.

Einen lebendigen Einblick in FaMI-Projekte, die an der TH Wildau durchgeführt werden, vermittelte uns Nicole Kusserow. „Schmökern in den ersten Advent“ heißt eine Veranstaltung, die die Auszubildenden planen und durchführen (u.a. mit Quiz, Abendessen, Übernachtung). Ein weiteres Projekt ist der Sticker Shock. Dabei wird den enormen Kosten von Medien (z.B. wissenschaftlicher Zeitschriften und Datenbanken) einem Vergleichsobjekt entgegengestellt (Fahrzeug, Reise o.ä.). Die Idee dazu stammt von der Bibliothek der Cornell Universität.

In einer großangelegten Studie wurden Berliner Bibliotheksnutzer und Nichtnutzer nach ihrer Meinung und ihre Interessen befragt. So halten 96% der Nutzer und 90% der Nichtnutzer öffentliche Biblitoheken für ein wichtiges Angebot. Die persönliche Beratung wurde sehr positiv eingeschätzt. Alle Ergebnisse zu NuMoB – Nutzungsmonitoring in Bibliotheken findet man auf der Internetseite zur Studie.

Podiumsdiskussion: Veränderungen im Bestandsmanagement am Beispiel der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)

Dieses Thema sorgte bereits seit Ende 2014 für viel Aufregung, wovon die Leitung der ZLB, als auch die Ersteller des Gutachtens Prof. Cornelia Vonhof und Prof. Dr. Konrad Umlauf völlig überrascht wurden. Sogar die Medien beschäftigten sich mit dem geplanten Bestandskonzept (z.B. taz, Berliner Kurier & RBB), Verdi kritisierte es, und inzwischen wurde eine Open Petition ins Leben gerufen. Zustimmung für das Konzept kam vom dbv Berlin. In einem Blogbeitrag kritisierte Ultrà Biblioteka eben diese offene Positionierung, da hier finanzielle Interessen bei der Auslagerung von Dienstleistungen an die ekz nicht auszuschließen seien.

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Auf dem Podium in Berlin ging der Moderator Dr. Werner die Punkte der Kritiker durch und befragte Managementdirektor Volker Heller & Prof. Dr. Konrad Umlauf nach ihren Argumenten dazu. Heller hoffte durch eine Erwerbung mittels Standing Order auf freiwerdende Ressourcen für Service und Innovation. Er versicherte, dass der Vorwurf, Büchern auszusondern, die zwei Jahre nicht verliehen wurden, frei erfunden wäre. Umlauf machte deutlich, dass er dem Sachverstand der 300 Lektoren der ekz vertraue, definitiv keine Gefälligkeitsgutachten mache und schon seit jeher auf einen praxisorientierten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen bedacht sei. Dass dafür Fremdleistungen in Anspruch genommen würden, wäre noch nicht einmal besonders originell.

Eine vermutete, heiße Diskussion mit dem Publikum blieb weitesgehend aus. Erst ganz zum Schluss kam der Hinweis auf das Gegengutachten, eine Kritik daran, dass Gegenstimmen nicht auf das Podium eingeladen waren sowie der Hinweis auf die Sitzung dazu im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses am 2.3.15 (taz berichtete).

Weitere Infos:

Grafiken: Ein herzliches Dankeschön an die Illustratorin Sophia Halamoda (ihre Internetseite) für die Erlaubnis zum Fotografieren und Posten der grafischen Mitschriften! 🙂

Gelesen in Biblioblogs (5.KW’15)

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Mareike König von de.hypotheses.org hatte dazu aufgerufen, in einer Blogparade Beiträge zu veröffentlichen, die zeigen, ob sich Wissenschaftsbloggen lohnt. Christof Schöf berichtet über seine Erfahrungen. Er schilderte, wie aus einem Vortragstext, den er in seinem Blog einstellte und der dort für Aufmerksamkeit sorgte, schließlich ein Zeitschriftenbeitrag wurde (via ciberaBlog). Im Bibliotheksrecht schrieb Eric Steinhauer über einen Artikel, der sich mit juristischen Blogs befasste. Tipps zum Bloggen für Doktoranden hatte L. Bolz in Digital Humanities am DHI Paris auf Lager (via Archivalia). Beiträge im Internet können allerdings auch Leute anziehen, die einfach gern andere beschimpfen. Tipps gegen Trolle gab eine Infografik bei Bibliothekarisch.de.

„Das neue Arbeiten im Netz“ heißt ein Leitfaden, der grundlegende Angebote des Internet kurz erläutert und den man als PDF oder epub kostenfrei downloaden kann (via Fortbildung in Bibliotheken).

Jugendbibliothek21 verlinkte auf das neue PortalKinder- und Jugendbuchverlage von A bis Z„. Neben Verlagsgeschichte, Kontaktdaten und aktuellen Publikationen (Rubrik Verlage), findet man Empfehlungslisten, Literaturpreise und Tipps für potentielle Autorinnen und Autoren.

Für Fahrgäste der Elster-Saale-Bahn stehen nun Bücherregale in allen Wagons bereit. Dort kann man gelesene Bücher hineinstellen und dafür andere mitnehmen. Ein Medienserver für Leser von E-Books ist in Planung, siehe Beitrag des MDR (via NRW-Blog). In der Linie 4 der Pekinger U-Bahn können Fahrgäste per QR-code E-Books auf ihr Tablet oder Smartphone laden, berichtete der Standard (via VÖBBlog).

Lesen.net schrieb über ein EU-Urteil, laut dem der Weiterverkauf von E-Books als rechtmäßig angesehen wird, da der „Weiterverkauf von Software grundsätzlich legal sei“. Allerdings musste die Plattform in den Niederlanden, die solche „gebrauchten“ Bücher anbot, trotzdem vom Netz, weil gewährleistet sein muss, dass es sich ausschließlich um legal erworbene E-Books handelt (via NRW-Blog).

Statistiken spielen in Bibliotheken eine wichtige Rolle. Doch was sagen sie wirklich über die Qualität einer Einrichtung aus? Zudem haben sich die Benutzerwünsche mit der zunehmenden Digitalisierung gewandelt und damit die Bedeutung der Werte oder derer, die gar nicht erfasst werden/erfassbar sind. Karsten Schuldt ging in Bibliotheken als Bildungseinrichtung auf die Probleme ein und bemängelte, dass zwar viel kritisiert aber wenig geändert wird.

In seinem Vorwort zu „Diversität als Basis für Informationsgerechtigkeit“ (Leyla Dewitz) beschäftigte sich Prof. Hobohm (siehe LIS in Potsdam) mit der Problematik eines immer mehr auf Beliebtheit setzenden Angebots. Damit wird jedoch vorgefiltert und die Förderung der Auswahl aus einem breiten Informationsangebot wird zunehmend eingeschränkt.

Immerhin sind sie „extrem intelligente Wesen“. Ansonsten entsprechen sie wirklich kaum dem Klischee – die Bibliothekare im Computerspiel Metro 2033 (via Netbib). 😉

Gelesen in Biblioblogs (35.KW’12)

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Mit Bücherbussen im Bundesland Sachsen beschäftigte sich ein Artikel der Lausitzer Rundschau. Diese fahrenden Bibliotheken bringen Literatur dorthin, wo keine Bibliothek direkt in der Nähe ist und erleichtern vor allem Kindern und älteren Menschen den Zugang. Andererseits sind sie den Kommunen wegen der Kosten ein Dorn im Auge. Im Jahr 1996 soll es noch 155 Bücherbusse in Deutschland gegeben haben, aktuell sind es nur nur um die 90, schreibt Der Westen. Wer sich für das Thema interessiert, sollte unbedingt in den Blog Fahrbibliotheken in Deutschland vorbeischauen. Dort gab es in der letzten Woche noch zahlreiche weitere Literaturtipps.

Globolibro stellt das Angebot der Myllypuro Media Library Helsinki vor. Hier wird deutlich, wohin die Angebote gehen, wenn man sich voll auf das digitale Zeitalter einstellt. Es reicht jedoch bei weitem nicht aus, technische Geräte und digitale Medien anzuschaffen, denn „Erwähnenswert ist die Tatsache, dass ein enormes Umdenken und ein breit angelegtes Fortbildungsangebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek erforderlich waren und sind.“ Beachtenswert sind auch die Beiträge über weitere finnische Bibliotheken, die Globolibro im Rahmen der IFLA besucht und beschrieben hat.

Und wo findet sich die Bibliothek im zukünftigen Deutschland wieder? Nach Hinweisen im Zukunftsdialog, zum dem die Bundeskanzlerin 2011 aufrief, suchte Heike Stadler in ihrem Blog Partizipation Bibliothek.

JANE ist die Abkürzung für den Journal/Author Name Estimator. Das Programm schlägt eine passende Open-Access-Zeitschrift vor, wenn man das Abstract des zu veröffentlichenden Artikels im Fachbereich Medizin eingibt (via Infobib).

NRW-Blog meldete, dass die Gesamtauswertungen 2011 der Deutschen Bibliotheksstatistik nun zur Verfügung stehen.

Normalerweise dauert die Produktion eines Buches sicher etwas länger. Aber das 1:55 Minuten kurze Video (gefunden im Blog Bibliotheksratte) zeigt anschaulich die einzelnen Arbeitsschritte:

Gelesen in Biblioblogs (44.KW’11)

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An den Universitätsbibliotheken sind die Erstsemesterführungen in vollem Gange. Worauf kommt es dabei an und wie gelingt es, die Kursteilnehmer zu interessieren? Dieser Frage geht der aktuelle Blogbeitrag bei A growing organism nach. Aufhänger waren die Unterschiede von populärwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Zeitschriften. Aber BibliothekarInnen können mehr. Wobei es durchaus Verbesserungspotential gibt, wie die Präsentation zum Berufsfeld BibliothekarIn (von Anne Christensen) zeigt. Darin enthalten ist ein Zitat von Olaf Eigenbrodt, welches es auf den Punkt bringt: „Wer heute Bibliothekarin oder Bibliothekar werden will, braucht Fähigkeiten als Entertainer, Eventmanager und eine gute Portion Selbstironie.“

Ebenfalls mit dem Berufsbild BibliothekarIn setzte sich der US-Amerikaner Sanford Bergman auseinander und fand zahlreiche Kritikpunkte insbesondere hinsichtlich der Zensur,  Kommerzialisierung und den Schlagwörtern der LCSH. Rainer Steltzer hat eine Master-Arbeit zu Sanford Bergman verfasst, die sich Wolfgang Kauders in Plan3t genauer anschaute. Er zitiert daraus einige Stellen, die ihm nach eigenen Angaben „besonderes Vergnügen bereitet haben“.

Christoph Deeg geht in seinem Bericht im Blog der Zukunftswerkstatt über die Gaming-Roadshow noch einen Schritt weiter und meint, dass auch Gaming eine zukünftige Kompetenz von BibliothekarInnen sein sollte. In der Stadtbibliothek Mannheim probierten die Teilnehmer interaktive Computerspiele selbst aus (samt Aufbau), hörten einen Vortrag, diskutierten über das Konzept uvm. Mit einem Bibliotheksdirektor im Boot, der selbst Gamer ist, mussten sich die Mitarbeiter sicher nicht mal dafür entschuldigen, dabei Spaß zu haben. Ein schöner Beitrag mit Fotos, der Präsentation und einem Video.

Wer im Internet aktiv ist, sollte die aktuelle Rechtslage kennen. Prof. Dr. Thomas Hoeren hat sein Skript dazu grundlegend überarbeitet und berücksichtigt in der neuen Ausgabe auch den Bereich Social Media. Die umfangreiche Schrift steht zum kostenfreien Download zur Verfügung (via Bibliothekarisch.de).

Wenn Bibliotheken die Daten ihrer Bibliothekskataloge für die eine weitere Verwertung verfügbar machen möchten, sind auch rechtliche Aspekte zu beachten. Der Leitfaden von Dr. Till Kreutzer Open Data – Freigabe von Daten aus Bibliothekskatalogen geht auf diese Dinge ein (via Inetbib und Infobib).

Der BIX-Bibliotheksindex verfolgt ab 2012 ein neues Konzept (via NRW-Blog). Um den Aufwand bei der Datenabgabe zu verringern, wird jetzt die Deutsche Bibliotheksstatistik genutzt. Außerdem nimmt man vom bisherigen Ranking Abstand und schwenkt auf ein Rating-Verfahren über. Ein Gesamturteil wird es nicht mehr geben.

In den sozialen Netzwerken und Blogs wurde in der letzten Woche ein Filmausschnitt mit einem lustigen Sketch herumgereicht (Link zum NRW-Blog), der zeigt, was passiert, wenn man die Bücher in einer Bibliothek nach Farben und Größen sortiert. 😉

Gelesen in Biblioblogs (48. KW)

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FIZ Technik schockte die Bibliotheken und ihre Nutzer in dieser Woche mit der Nachricht, dass einige Datenbanken abgeschalten werden mussten, um die Insolvenzmasse  zu schonen (siehe Infobroker und FIZ-Technik-Facebookseite). Diese informationstechnische Lücke wird kaum zu schließen sein.

Eine vorläufige Version der Fragebogens zur Deutschen Bibliotheksstatistik für Öffentliche Bibliotheken hat NRW-Blog auf den Seiten des hbz entdeckt. Ebenfalls in diesem Blog findet man den Hinweis auf die neuen Internetseiten des „World Library and Information Congress„.

Zur besseren Nachnutzung von empirischen Daten in den Sozial-und Wirtschaftswissenschaften wurde die Datenregistrierungsagentur da|ra eingerichtet, wie Vascoda-Weblog berichtet. Für eine Veröffentlichung von Rohdaten hat sich auch die Wissenschaftsministerin Schulze ausgesprochen, da dies die Transparenz der Forschungen erhöht und Fehlverhalten erschwert, schreibt der Informationsdienst Wissenschaft.

Netbib Weblog verweist auf eine interessante Diskussion im Forum-Oeb-L, in der es darum geht, ob Bibliotheken Facebookseiten anbieten sollen und wie man diese pflegt. Besonders lesenswert ist der Beitrag von Herrn Kramer zu diesem Thema. Für Neueinsteiger gibt es auch nützliche Linktipps, wie Bib-Link und die sehr guten Erläuterungen im Blog von Frau Schwindt (z. B. hier und hier).

Die Weihnachtszeit hat begonnen. Wer virtuelle Adventskalender mag, findet bei bibliothekarisch.de eine große Auswahl von Links auf bibliothekarische, literarische und andere interessante Varianten, die Weihnachtsstimmung aufkommen lassen und täglich daran erinnern, wie schnell die Festtage näher rücken. Es soll jedoch Bibliotheksdirektoren geben, die keine virtuellen Adventskalender mögen, BibLeaks deckt auf … 😉

Gelesen in Biblioblogs (34. KW)

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Mit dem Thema E-Books setzte sich in diese Woche der Blog Librarian in Residence auseinander, da auch das Goethe-Institut New York demnächst E-Books anbieten möchte. Dabei wird deutlich, dass sowohl Verlage als auch Bibliotheken diesem neuen Informationsmittel mit Mißtrauen begegnen. Ob E-Books die gedruckte Variante ablösen und mit welcher technologischen Entwicklung aus der Vergangenheit sie vergleichbar sind, ist noch sehr unsicher. Den bildlichen Vergleich E-Book vs. Print aus der Newsweek zitierte bibliothekarisch.de.

Bereits im Mai 2010 wurde die vorläufige Version der Deutschen Bibliotheksstatistik 2009 veröffentlicht. NRW-Blog weist darauf hin, dass nun die endgültige Ausgabe und die Gesamtauswertungen online sind.

Im neugegründeten Blog Beyondthejournal laden Heinz Pampel und Lambert Heller zur Diskussion über die informationswissenschaftliche Zeitschrift der Zukunft ein. Der neue TUBFind Blog der Bibliothek der TU Hamburg-Harburg schreibt über den Betrieb und Weiterentwicklung der freien Kataloganwendung vufind.

Jürgen Fenn untersuchte in seinem Blog Schneeschmelze die Fachdatenbank JURIS und vergleicht diese mit anderen juristischen Online-Angeboten.

Über eine nette Idee der Bibliothekarinnen in Gennevilliers bei Paris berichtet Bibliothekarisch.de. Im Sommer fahren sie mit Bibliotheksfahrrädern, bepackt mit Büchern zu öffentlichen Orten, wie Parks und Spielplätzen, um dort Kinder und ihre Eltern zu treffen und sie an Bücher heran zu führen.

Gelesen in Biblioblogs (23. KW)

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Der NRW-Blog verlinkt auf mehrere Leitfäden zum Umgang mit der Privatsphäre in sozialen Netzwerken Facebook, StudiVZ und Wer kennt wen. Diese wurden von Klicksafe erstellt.  Außerdem meldet der NRW-Blog, dass die vorläufige Version der Deutschen Bibliotheksstatistik 2009 nun online ist.

Stefan Niggemeier erklärt in seinem Blog, wer dank welchem Recht und Gesetz an geistigen Schöpfungen verdient und erläutert die Hintergründe zum geplanten Leistungsschutzrecht.

Infobib veröffentlicht einen Erfahrungsbericht zu dem Open-Source-Bibliothekssystem VuFind. Ein Screenshot und Links zu Praxisbeispielen runden diesen interessanten Beitrag ab.

Das Bibliotheksportal hat nun einen eigenen Bereich mit Informationen zu Web 2.0-Anwendungen in Bibliotheken.

Für Diskussionsstoff sorgte die Preissteigerung der Zeitschriften der Nature Publishing Group auch in der Inetbib, als der Protest der University of California an die Öffentlichkeit gelangte.

Die Zukunftswerkstatt gründet eine eigene Community für alle, die sich für die Zukunft der Bibliothek und Web 2.0 interessieren.

Wer schon immer wissen wollte, wie ein Bibliomane entsteht, erfährt es Zwischen den Seiten. 😉