Lesewolke

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Archive for the ‘Digitale Ressourcen’ Category

Gelesen in Biblioblogs (13.KW’20)

COVID-19 bestimmt aktuell das Leben in der Bibliotheksarbeit. Der Fachreferent Patrick Labourdette schreibt nun im Blog der Vorarlberger Landesbibiothek sein Quarantänetagebuch (via VÖBBlog). Die Mark-Twain-Bibliothek nutzt die Zeit für Hörbeiträge im „Tagebuch einer geschlossenen Bibliothek“ (via Netbib). Bis Ende Juni 2020 kann man über 1,4 Mio. E-Books im Internet Archive ausleihen – die National Emergency Library macht es möglich, siehe Netbib. Archivalia wies auf Bibliotheken hin, bei denen man sich online registrieren kann, und Aubib verlinkte auf weitere Quellen.

DeGruyter hat sich einen Relaunch der Internetseite geleistet (via Archivalia) und verwirrt die Leser von Einrichtungen mit Lizenz damit, dass der Buchpreis präsent angezeigt wird, siehe Fachblog der ULB Münster. Eine gute Nachricht gibt es dort aber auch: es lassen sich viele E-Books nun komplett als PDF herunterladen.

Buchseiten bei Google Books lassen sich prima als Bilddatei abspeichern. Dazu muss man den Link der Grafik kopieren, wie bei Archivalia beschrieben, diesen dann im Browser einfügen und Datei / Seite speichern unter.

Es ist zur Zeit nicht nur problematisch, an gedruckte Literatur zu kommen, auch Toilettenpapier ist vielerorts Mangelware. Passend dazu bettete VÖBBlog Videos zu ausgefallenen Papierdesigns ein. 😉

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30. März 2020 at 10:12

Gelesen in Biblioblogs (2.KW’20)

Lange Zeit wurde verhandelt, nun ist der DEAL-Springer Nature-Vertrag abgeschlossen (via Inetbib). Die Hochschulrektorenkonferenz veröffentlichte eine Pressemitteilung. Die Eckpunkte des Vertrages stehen auf der Projektseite.

Mit einem Rückblick auf das letzte Jahr und einem Blick auf neue Trends startete BibChatDe ins Jahr 2020. Eine Zusammenfassung kann man im Blog und die Tweets bei Wakelet nachlesen.

Sehr nützlich ist ein Poster mit fünf Tests mit den wesentlichen Fragen, die man vor und bei der Erstellung von sinnvollen Umfragen berücksichtigen sollte, zu finden im Blog Bibliotheken als Bildungseinrichtung.

Elektronische Laborbücher können Forschungsdaten enthalten, deren dauerhafte Speicherung und Einbindung in Forschungsumgebungen und Repositorien sinnvoll wären. In der Online-Zeitschrift GMS Medizin — Bibliothek — Information 3/2019 ist dazu ein Beitrag erschienen (via MedInfo). Darin wird auch auf den ELN-Wegweiser „Elektronische Laborbücher im Kontext von Forschungsdatenmanagement und guter wissenschaftlicher Praxis – ein Wegweiser für die Lebenswissenschaften“ der ZB Med verwiesen.

Fortbildung in Bibliotheken stellte drei Doodle-Alternativen für die Terminplanung und -findung vor.

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13. Januar 2020 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (49.KW’19)

Sollten E-Books wie gedruckte Bücher hinsichtlich ihrem Verkauf ein Bibliotheken behandelt werden? Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist dagegen, obwohl Onleihe-Nutzer mehr gedruckte Bücher und E-Books kaufen als der Durchschnitt. Es könnten vielleicht noch mehr sein. 16 Prozent der Onleihe-Nutzer gaben an, wohl mehr Bücher zu kaufen (analog & digital), wenn es keine Onleihe gäbe. Der Deutsche Bibliotheksverband argumentiert, dass Bibliotheken zum einen kaufkräftige Kunden sind –  sie geben ca. 112 Millionen Euro pro Jahr für E-Book-Lizenzen aus -, und zum anderen das Lesen fördern (via Fachstelle ÖB NRW).

Angesichts der Leseschwächen, die laut aktueller PISA-Studie insbesondere bei Schülern mit ungünstigem sozioökonomischen Hintergrund auftreten, machte der dbv in einer Pressemitteilung Rolle der Bibliotheken als Unterstützer deutlich (via Fachstelle ÖB NRW).

Und gleich noch eine Studie: Der Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zeigte, wie die einzelnen Bundesländer im Bereich Bildung abschnitten (via Fachstelle ÖB NRW).

Archivalia gab Tipps zum Selbstarchivieren auf dem grünen Open-Access-Weg und verlinkte auf Plattformen, bei denen der Upload unabhängig von der Zugehörigkeit zur Institution ist.

Circa 70 Prozent des urheberrechtefreien Bestandes des Bayerischen Staatsbibliothek ist inzwischen online. In einem Blogbeitrag bei zkbw feiert die Bibliothek ihr 2,5 millionstes Digitalisat. Archivalia hat jedoch an dem Angebot einiges zu kritisieren. Einen Hauch von Geschichte vermittelt eine Kupferstichplatte mit historischen Signaturschildchen, ein Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (ebenfalls Archivalia).

 

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9. Dezember 2019 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (47.KW’19)

Aubib fasste die Regensburger Konferenz „Reading in a Digital Environment“ in einem Blogbeitrag zusammen. Laut Studien ist beispielsweise die Informationsverarbeitung bei der Nutzung gedruckter Bücher besser als beim E-Reader.

Während sich Bibliotheken viele Gedanken dazu machen, wie man eine Langzeitarchivierung auch digitaler Medien sicherstellen kann, beinhaltet die Digitalstrategie des ZDF eine Löschung von Dokus und Grafiken nach 5 Jahren. Wikimedia, der Deutsche Bibliotheksverband und die Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft wollen sich in einem offenen Brief dagegen aussprechen, schrieb der Tagesspiegel (siehe Archivalia). Auch ältere Medien können länger aktuell sein und Inhalte gut vermitteln.

Allerdings zeigte eine Umfrage an öffentlichen Bibliotheken Nordrhein-Westfalens, dass längst noch nicht alle Bibliotheken schnelles Internet haben, welches eine Voraussetzung für die Nutzung heutiger multimedialer Inhalte (hochauflösende Bilder, Videos, Streaminganbote) ist, siehe Fachstelle ÖB NRW.

Auch Schweizer Hochschulen verhandeln übrigens mit Elsevier, Springer und Wiley, um Read & Publish Verträge abzuschließen. Wisspub.net analysierte die bisherigen Entwicklungen und stellte den aktuellen Stand dar.

Archivalia meldete, dass das Zeitschriftenfreihandmagazin wieder online ist. Es enthält zahlreiche Inhaltsverzeichnisse geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften.

Fachstelle ÖB NRW erinnerte daran, dass ab 2020 in Quittungsdruckern kein Papier mehr verwendet werden darf, welches Bisphenol-A enthält.

Fachbegriffe, die Bibliotheksleute tagtäglich verwenden, erscheinen unseren Nutzern bisweilen etwas fremd. Daher versuchen sie mit ihrem eigenen Vokabular zu erklären, was sie möchten. Bibliophase hat einige lustige Formulierungsbeispiele zusammengetragen. Zugegeben musste ich aber auch über die Ausdrucksweise der Autorin schmunzeln. In der Gegend, wo ich lebe, werden Bücher nämlich ausgeliehen. Da würde es in den Ohren der Bibliotheksmitarbeiter sehr merkwürdig klingen, wenn sie „entlehnt“ zu hören bekommen. Aber seit meiner Reise mit dem BIB nach Wien weiß ich natürlich, dass es in Österreich einfach der übliche Begriff dafür ist. 😉

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25. November 2019 at 10:00

Mit Zahlen steuern – #bibtag19

Um die Entwicklung von eUsage, einem Modul der geplanten Bibliothekssoftware Folio drehte es sich im ersten Vortrag (Abstract). Dabei sollten die gewünschten Counter-Statistiken der lizenzierten E-Medien bei den Verlagen automatisch heruntergeladen, und dann über das Modul in den Formaten xml, JSON oder csv angeboten werden.

COUNTER Code of Practice Release 5 in der Praxis / Irene Barbers. Bibliothekskongress 2019, S. 6

Irene Barbers erklärte in ihrem Vortrag die Counter-Statistiken und zwar insbesondere die Unterschiede von Counter Release 5 zur Version 4. Die Folien sind bereits online. Die PDF und HTML-Nutzung wird nicht mehr getrennt ausgegeben, da es hier oft zu einer doppelten Zählung kam. Es wird zwischen Investigations (also auch Inhaltsverzeichnisse, Abstracts usw.) und Requests (Volltexte) unterschieden. Darüber hinaus wird zusätzlich eine Nutzung gezählt, auch wenn eine Person in der Session mehrere Kapitel eines E-Books anklickt. Das soll die Zahlen realistischer machen. Bisher haben JSTOR und J-STAGE umgestellt. Weitere Anbieter werden sicher folgen.

Für Bibliothekare sind diese Metriken beispielsweise interessant, um zu entscheiden, welche Lizenzen weiterlaufen und welche storniert werden können. Die Universitätsbibliothek Kassel berechnet beispielsweise den Wert für eine Nutzung (Abstract). Ist diese angesichts der Lizenzkosten derzeit teurer als 100 Euro, wird eine Abbestellung erwogen. Die Lehrstühle können ihr Veto einlegen, müssten dann aber selbst die Kosten übernehmen. Mit dieser Methode sollen Mittel für neue Lizenzierungen frei werden, die nach 2 Kalenderjahren ebenfalls auf ihren Kosten-Nutzen evaluiert werden. Nun klingt das zwar sehr vernünftig, hat aber den Haken, dass Abb- und Neubestellungen eher kleinere Verlage treffen, denn es gibt die großen, fächerübergreifenden Verträge, bei denen keine Einzelentscheidungen möglich sind und die eine großen Teil des jährlichen Erwerbungsetats ausmachen. Die gedruckten Zeitschriften sind mangels statistischer Nutzungserfassung (Präsenzbestand) von der Evaluation ausgenommen.

Interessieren sich Wissenschaftler eigentlich für Metriken? Damit beschäftigt sich gerade eine Studie der SUB Göttingen (Abstract). Zumindest den Journal Impact Factor kennen viele Forschende, auch wenn sie nicht genau wissen, wie die Zahlen zu stande kommen. Zeitschriften mit hohem JIF sind angesagt, weil die Publikation dort gefordert wird und Prestige verspricht. Altmetrics wird dageben nicht vertraut, seitens der Wissenschaftler zeigen sie eher Popularität an, sind manipularbar und schlecht vergleichbar. Bei den Zahlen zu Zitationen wurde der Wunsch geäußert, dass man auch sieht, wie oft positiv oder negativ zitiert wurde. Die Empfehlung hinsichtlich der Metriken lautete, dass es Forschende unbedingt lernen und verstehen sollten, was hinter den Metriken steckt. Obwohl das Wort „Metriken“ im Weiterbildungsangebot kein Zugpferd ist. Darüber hinaus kann das Interesse am Thema auch dadurch geweckt werden, dass beispielsweise die Publikationsserver Metriken anzeigen.

Im Wikiversum wirken“ (Folien) hatte eher indirekt mit Statistiken zu tun. Bei einem Serverumzug der Online-Publikationen der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) gab es Nachfragen zu fehlerhaften Links in Wikipedia. Tatsächlich kam und kommt über die Hälfte der Zugriffe besonders auf bildungshistorische Schriften eben aus der Online-Enzyklopädie. Das weckte das Interesse. Die Links einer bestimmten Institution zu finden ist dort trotzdem nicht einfach, da es unterschiedliche Darstellungsformen bei Links gibt. In den Folien wird dies gut dargestellt. Die Online-Dokumente wurden jedenfalls gefunden und zitiert. Die Mitarbeiter nahmen dies zum Anlaß, Wikipedia in einem Workshop besser zu verstehen und eventuell auch mal den ein oder anderen falschen Link zu ihren Dokumenten zu korrigieren. Persistente Identifier sind auch für die Zitation in Wikipedia nützlich.

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28. März 2019 at 08:45

Gelesen in Biblioblogs (31.KW’18)

Nach den Erfolgskomponenten gibt es nun bei Bibliothekarisch.de auch die  Infografik „Gefahren für Projekte in Bibliotheken : warum scheitern wir“, entstanden beim BibCamp. Die Dokumentation der BibCamp-Sessions 2018 sind online. Ergänzungen von Teilnehmenden sind laut BibCamp-Blog ausdrücklich erwünscht.

Biboer machte auf die überarbeitete Ausgabe des Leitfadens „Open Educational Resources (OER): eine Hilfestellung für digitales Lehren und Lernen“ aufmerksam.

Die 7. aktualisierte und korrigierte Version der „Literaturverwaltungsprogramme im Vergleich“ ist erschienen (via bibliothekarisch.de).

Astrid Blome schrieb bei Clio online einen ausführlichen Beitrag über die Bedeutung und die Sammlung von Zeitungen. Dabei werden auch zahlreiche Online-Portale vorgestellt, die einen Zugriff auf digitalisierte Ausgaben ermöglichen (via Archivalia).

Die Recherche in der Datenbank BASE wird in einem Video ausführlich erläutert, siehe Bibliothekarisch.de. Apropros Recherche – unverzichtbar ist der Karlsruher Virtuelle Katalog, kurz KVK! Bibliothekarisch.de gratulierte zum 22. Geburtstag. Es gibt ihn tatsächlich schon seit 1996!

Library Mistress widmete sich in ihrer Kolumne den Leseheften. Dort konnte oder musste man sogar eintragen, welche Bücher man ausgeliehen hatte. Es diente zur Beratung aber auch zur Analyse des Leseverhaltens.

In Köln haben Archäologen die Reste eine römischen Bibliothek entdeckt, die ca. zwischen 150 – 200 errichtet wurde. Die Nischen in den Wänden sprechen für eine Aufbewahrung von Kisten mit Papyrusrollen, wie man es aus ähnlichen Bauten im Mittelmeerraum kannte, siehe Kölner Stadtanzeiger (via Fachstelle ÖB NRW).

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6. August 2018 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (12.KW’18)

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Oliver Hinte machte im Blog Urheberrecht in Bibliotheken auf die Publikation „Mit gutem Recht erinnern“ aufmerksam (frei online verfügbar). In dem Sammelwerk sind zahlreiche Beiträge zum Einfluss des Urheberrechts auf das kulturelle Erbe enthalten. Im gleichen Blog wurde auf eine Studie zum weltweiten Urheberrecht und Ausnahmeregelungen für Bibliotheken und Archive verlinkt.

Ulrich Herb untersuchte den Anteil an Disserationen, Artikeln und Büchern, die in Base indexiert, als Open Access verfügbar  sind und CC-Lizenzen haben. Die Auswertung ist in Scinoptica zu finden. Demnach stieg der Anteil der Bücher, während er bei Dissertationen eher stagnierte.

In der 59. Aktualisierungslieferung des Werkes „Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen“ erschien der Beitrag „Management von Open Educational Resources (OER) in Bibliotheken„. Die Fassung der Autoren ist online verfügbar (via biboer). Wer Lehrende überzeugen will, OER zu produzieren, benötigt allerdings Anschauungsmaterial. Dazu wird eine eigene OER-Rubrik auf der Bibliothekswebseite für eigene Materialien und Linksammlungen empfohlen. In der Zentralbibliothek der TU Kaiserslautern gibt es seit Mitte letzten Jahres einen Arbeitsraum für Open Educational Resources. An bestimmten Terminen erhält man hier Beratung zu OER und kann gemeinsam Projekte bearbeiten, siehe Biboer.

Archäologisches Zentrum

Archäologisches Zentrum

Ein gutes Beispiel für eine Richtlinie zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Materialien in elektronischen Semesterapparaten veröffentlichte die Universitäts- und Staatsbibliothek Köln (via Urheberrecht in Bibliotheken).

MoFam – Mobile Medien in der Familie“ lautet der Titel einer Studie, die sowohl Fachliteratur nutzte als auch Eltern und Medienexperten befragte und dabei ein umfassendes Bild von den Sorgen und Problemen entwickelte, die die heutige Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen mit sich bringt (via Fachstelle ÖB NRW).

Direkt gegenüber des Grimm-Zentrums befindet sich das Archäologische Zentrum der Staatlichen Museen zu Berlin. Die BIB-Landesgruppe Brandenburg besuchte die moderne Bibliothek der Einrichtung, siehe Bericht hier bei Lesewolke.

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26. März 2018 at 10:00