Lesewolke

Just another librarian weblog

Archive for the ‘Digitale Ressourcen’ Category

Gelesen in Biblioblogs (38.KW’15)

leave a comment »

Netbib machte auf die 4. Ausgabe der Online-Zeitschrift „Bibliometrie – Praxis und Forschung“ aufmerksam. Alain Frey erklärte beispielsweise „Die Auswahl- und Auswertungsprinzipien der ‚Web of Science Core Colletion'“ und Jürgen Warmbrunn widmete sich der Frage „Was ist Bibliometrie und was haben Bibliothekare damit zu tun?“

Das Österreich-Konsortium hat eine „Compact Lizenz“ mit dem Springer Verlag abgeschlossen, siehe Medienportal der Universität Wien (via Archivalia). 34 wissenschaftliche Einrichtungen des Landes können nun  2.000 Springer- Zeitschriften lesen und in über 1.600 Springer Hybrid-Zeitschriften Open Access publizieren.

Frank Simon-Ritz beantwortete in einem Interview mit buchreport Fragen zur Zukunft der Bibliotheksdienstleister, da Verlage gerade bei elektronischen Medien inzwischen auch selbst Verträge mit Bibliotheken aushandeln (via Netbib).

Biboer fand einen ausführlichen Bericht über das OERcamp bei open-educational ressources.de. Dort wurde u.a. auf den Schummelzettel verwiesen, der die rechtlichen Hintergründe für die Nutzung von Medien in der Schule gut zusammenfasst.

Die Poster der Open-Access-Tage sind auf der Plattform open-access.net online (via Infobib). Die Zukunft des Peer Review war das Thema einer Präsentation von Maria Kowalczuk, siehe Bibliothekarisch.de.

Um den Zugang zu den Berliner Bibliotheken für Asylsuchende zu erleichtern, stellt der Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlin (VÖBB) befristete, kostenfreie Nutzerausweise zur Verfügung (für 3 Monate mit Verlängerungsmöglichkeit) – siehe NRW-Blog.

Eine US-amerikanische Infografik, die den Stand der Angebote öffentlicher Bibliotheken zur Förderung der Nutzung digitaler Möglichkeiten zeigt, findet man bei Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

21. September 2015 at 08:00

Gelesen in Biblioblogs (36.KW’15)

leave a comment »

ZBW-Mediatalk recherchierte nach Beispielen für Podcasts von Bibliotheken, gab Anregungen, welche Themen für eine Podcast-Reihe interessant sein könnten und verlinkte auf Anleitungen. Große Investionen müssen für Podcasts zwar nicht getätigt werden, der zeitliche Aufwand ist jedoch nicht zu unterschätzen. Auf eine ausführliche Checkliste für die Durchführung von Webinaren (Engl.) im Magazin „Online Searcher“ (Vol. 39, Number 5) verlinkte Fortbildung in Bibliotheken.

Die ETH Zürich legte die Höhe ihrer jährlichen Zahlungen an Elsevier, Wiley und Springer offen. Christian Gutknecht beschäftigte sich mit diesen Daten in einem Blogbeitrag bei wisspub.net. Die taz fasste den aktuellen Stand zur wissenschaftlichen Veröffentlichungspraxis & Open Access zusammen (via Archivalia).

Die Auswirkungen von Open Access auf die Fernleihe interessierten Werner Tannhof im Bibliotheksblog der Helmut-Schmidt-Universität (via Archivalia).

Bei einer außergerichtlichen Einigung wurde entschieden, dass ab Januar 2016 die aufbereiteten Urteile der Bundesgerichte nicht mehr exklusiv für Juris zur Verfügung stehen, sondern ein Webservice „Entscheidungen im Internet“ eingerichtet wird, der frei zugänglich sein soll, schrieb Legal Tribune online (via Archivalia).

In einem kurzen, englischsprachigen Video erklärte die Bibliothek der NC State University den Ablauf eines Peer-Review-Verfahrens, siehe Bibliothekarisch.de.

Globolibro verlinkte auf drei Quellen, die sich mit Trends bei der Inneneinrichtung von Bibliotheken befassen. Vom öffentlichen Wohnzimmer bis zu Bibliothekskathedralen reicht die Bandbreite.

Die elektronischen Medien nehmen zu. Kann man dort auch zufällig interessante Literatur entdecken, wie beim Smökern am Regal? Einen Artikel von Patrick L. Carr zu Serendipity in Bibliotheken las Lib{cache und schrieb seine Meinung dazu.

Gelesen in Biblioblogs (32.KW’15)

leave a comment »

Im Blog A growing organism erschien in der letzten Woche ein Beitrag zur Zukunft der Benutzungsabteilung.  Die Nutzerfragen und Veranstaltungen zum Schreiben und Publizieren nehmen zu. „Aber wo lernen wir, Schreib- und Publikationsberatungen  zu machen oder Benutzungsoberflächen zu designen?“ fragte Anne Christensen daher in ihrem Blogbeitrag. Wichtige Themen sind nicht demnach nicht nur die digitalen Ressourcen, Discovery Systeme und die Gestaltung der Lernorte. Wobei digitale Dienste eben ganz andere Kenntnisse erfordern, als viele Bibliothekarinnen und Bibliothekare einst in Studium/Ausbildung erworben haben.

Onleihe – der NRW-Blog machte in einem Beitrag darauf aufmerksam, dass es laut divibib nun auch möglich ist, gelesene E-Books und E-Magazine (außer PDF) vor dem Ablauf der Leihfrist zurück zu geben. Ein gesetzliches Recht, dass Bibliotheken erschienene E-Books erwerben und verleihen dürfen, gibt es allerdings immer noch nicht.  Deshalb reichte die Fraktion einen Antrag dazu im Bundestag ein (siehe dbv, via NRW-Blog). In ländlichen Gegenden des Landes Brandenburg wird es zunehmend schwieriger die gedruckte Literatur von Bibliotheken zu nutzen, denn die Bücherbusse wurden in den letzten Jahres stark reduziert, wie der RBB berichtete.

Wer die Podiumsdiskussion zum Thema Datenschutz und Privatsphäre auf dem 104. Bibliothekartag in Nürnberg verpasst hat, kann diese nun online anschauen – siehe Netzwerk Bibliothek (via NRW-Blog). Den Hinweis auf den Webtalk „Ist das rechtens? Teilen und Urheberrecht„, ein Video der Bundeszentrale für politische Bildung, bettete Netbib ein.

Buchcover aus der Sammlung der British Library bei Flickr

Buchcover aus der Sammlung der British Library bei Flickr

Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen war ebenfalls ein Thema in der letzten Woche. „Welcher Verlag erlaubt was?“ hieß ein Beitrag des neuen Open-Access-Blogs der TU Berlin (via Archivalia).

ZBW-Mediatalk widmete sich der Kommunikation von Wissenschaftlern mittels Twitter und bietet Guidelines für Wirtschaftswissenschaftler zum Download an. Die Tipps beruhen auf den Erfahrungen von neun aktiven Twitteren aus dem ökonomischen Bereich und sind sicher auch für Forscher anderer Fachrichtungen interessant.

Doch auch das Bibliothekswesen selbst ist ein Forschungsgebiet. Um dies zu unterstützen wurde im Juni 2015 die Berlin-Brandenburgische Stiftung zur Förderung der Bibliotheks-Forschung gegründet, siehe Internetseite (via Netbib).

Auf die riesige und frei nutzbare Sammlung gemeinfreier Buchillustrationen der British Library, sortiert in Alben auf Flickr, verlinkte VÖBBlog. Laut einem Artikel von Zeit online sind Nutzer der Plattform Flickr eingeladen, beim Taggen zu helfen.

 

Gelesen in Biblioblogs (31.KW’15)

leave a comment »

Ob eine weiterführende Recherche im Internet, die Weiterbearbeitung des Gelesenen in einer Fotostory, Blog, Wiki oder Video – das Lesen und die Beschäftigung mit dem Internet können sich wunderbar ergänzen.  Mit dem ProjektLesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ will der dbv mit der Stiftung Digitale Chancen, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2013 bis 2017 kooperative Projekte unterstützen, bei denen 3 Partner über 2 Jahre zusammenarbeiten (via Basedow 1764Weblog).

Anläßlich des 65. Geburtstages von Michael Seadle (Professor für Digitale Bibliotheken am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin) erschien eine Festschrift als Heft 2/2015 der Zeitschrift „Bibliothek Forschung und Praxis“ (via Netbib). Alle Artikel dieses Heftes sind frei zugänglich. Themen dieser Ausgabe sind u.a. die papierlose Bibliothek und aktuelle Trends im Bibliotheksbereich.

Ein Diagramm zur Prognose der weiteren Entwicklung beim Verkauf elektronischer Publikationen bis 2020 veröffentlichte Statista. NRW-Blog bettete diese Grafik in einem Beitrag ein.

Dem Buch „Global Action on School Library Guidelines“ aus der Reihe IFLA-Publications widmete sich Karsten Schuldt im Libreas Blog. Er kritisierte vor allem, wie wenig es bei der Ausarbeitung von Richtlinien für Schulbibliotheken darüber nachgedacht wird, ob diese für die praktische Arbeit nützlich sind bzw. wie Interessierte überhaupt Kenntnis davon erhalten.

BuB veröffentlichte einen Beitrag mit Beispielen zur Arbeit mit Flüchtlingen in Bibliotheken (via Netbib).

Auf die Annotationssoftware Videonot.es verlinkte Fortbildung in Bibliotheken und verwies auf einen Beitrag der TU Darmstadt zur kollaborativen Nutzung dieser Software inklusive Einführungsvideo. Wer Videonot verwenden möchte, benötigt allerdings einen Google-Account.

Bibliothekarisch.de stellte eine Infografik mit einem ABC der richtigen Gestaltung einer Internetstartseite.

Berufsbild BibliothekarinLibrary Mistress ergänzte ihre Bibliographie um etliche Titel.

Gelesen in Biblioblogs (28.KW’15)

leave a comment »

ZBW-Talk berichtete unter anderem über die Arbeit der Forschungsgruppe des ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, die sich mit „Science 2.0 im Bibliothekskontext“ befasste. „Erste Erfahrungen aus der ZBW zeigen, dass von der Integration der Forschung in die Bibliothek beide Seiten profitieren: Die Forschung von dem riesigen Datenbestand, dem Kontakt zu ‚echten‘ Nutzerinnen und Nutzern und der Möglichkeit, neue Technologien auf bestehende Bibliotheksservices anzuwenden, die Bibliothek durch eine höhere Innovationsrate und eine stärkere Nutzung ihrer Services.“ heißt es in dem Beitrag.

Die fünf Themenkreise für den nächsten Bibliothekskongress wurden nun veröffentlicht, siehe auch NRW-Blog. Anmeldeschluss für die Einreichung der Vorträge ist der 11.9.2015. „Bibliotheksräume – real und digital“ lautet das Motto.

In der Stadtbibliothek Solingen sind nun auch mehrsprachige, junge Vorlesepaten mit viel Engagement dabei, siehe RP online (via NRW Blog).

Eine tolle Übersicht mit Tipps und Tricks für Bibliotheken (in Engl.), die ein Makerspace starten wollen, entdeckte Fortbildung in Bibliotheken. Es muss nicht immer die teure Technik sein, auch gespendete Elektronik zum Basteln ist angesagt.

Die ETH Bibliothek hat die Nutzungsbedingungen für ihre Bilddatenbank geändert. Ein überwiegender Anteil kann nun kostenfrei heruntergeladen und genutzt werden. Nach den Bedingungen kann man auch filtern (via Inetbib und Schneeschmelze). Die Rechtevergabe für die Dokumente verschiedener Archive sah sich Archivalia an.

Gut gefallen hat mir der Recherchefahrplan der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg, gefunden von Bibliothekarisch.de:

Bücher, in denen Bibliothekarinnen und Bibliothekare eine Rolle spielen, stellte Library Mistress in ihrer Kolumne vor. 🙂 Die akuelle Ausgabe der Büchereiperspektiven, in denen auch diese Kolumnenreihe erscheint, heisst „Go green! Bibliothek und Umwelt!“ (via VÖBBlog).

Gelesen in Biblioblogs (27.KW’15)

leave a comment »

Über die Kooperation der New Yorker Schulen mit den öffentlichen Bibliotheken berichtete Basedow1764 Weblog. Unter anderem findet eine Zusammenarbeit nur statt, wenn es an der jeweiligen Schule eine Bibliothekarin bzw. einen Bibliothekar gibt.

Auf den WhatsApp-Service der Stadtbibliothek Erlangen verwies Netbib. Eine Internetseite der Bibliothek erklärt, wie es funktioniert.

NRW-Blog begann eine Blogreihe zu digitalen Spielen in öffentlichen Bibliotheken (Teil 1, Teil 2) und verlinkte u.a. auf den Projektbericht der Daddel-Bib in der Stadtbücherei Neukirchen-Vluyn.

Senioren und Tablet-PCs? E-Plus startete gemeinsam mit der Stiftung Digitale Chancen ein Projekt dazu (via NRW-Blog). Der Bericht ist nun online.

Sind Sie auf der Suche nach neuen Ideen? Online-Tools für Mindmaps schaute sich Fortbildung in Bibliotheken an.

Schneeschmelze verwies auf die aktualisierte Übersicht der Literaturverwaltungsprogramme (TU München) und berichtete über Entwicklungen bei JabRef und Zotero.

Die Möglichkeiten der Recherche in wissenschaftlichen Bibliotheken erläuterte Jürgen Plieninger in der Checkliste Nr. 39 nicht nur für One-Person-Librarians (via Netbib).

Es gibt ein neues Weblog: Open Educational Resources in Bibliotheken. Es enthält z. B. einen Beitrag mit dem Link zum entsprechenden UNESCO Open Access Curriculum.

Die teuren wissenschaftlichen Zeitschriften und ihr oft eingeschränkter Zugang waren ebenfalls Thema der vergangenen Woche. Archivalia verlinkte auf zwei Beiträge zum Elsevier-Boykott der niederländischen Universitäten, und Springer kappte den Zugriff auf ihre elektronischen Medien für Russland, weil die Subskriptionszahlungen ausblieben, siehe Infobib. Währendessen verkaufte die Max-Planck-Gesellschaft aus unbekannten Gründen drei Living-Reviews-Journale an Springer. Das ließ bei Scinoptica Fragen offen.

So ein Flug durch die Bibliothek hat was! Bibliothekarisch.de entdeckte diesen kleinen Film aus den Lesesälen der Staatsbibliothek zu Berlin.

Es gibt sogar Bibliotheken, die Backformen verleihen, Infobib verlinkte auf einige Beispiele dazu. 🙂

Gelesen in Biblioblogs (23.KW’15)

with 3 comments

Bibliothekarisch.de hat netterweise auch in diesem Jahr die wöchentliche Blogschau übernommen (20. KW, 21. KW und 22. KW). So hatte ich selbst schnell einen Überblick der aktuellen Themen – ein dickes Dankeschön dafür! Während ich meine jährliche Bibliotheksauszeit genommen habe, gab es tatsächlich ein Jubiläum – 5 Jahre „Gelesen in Biblioblogs“. Infobib hatte daran gedacht und darauf aufmerksam gemacht. Darüber habe ich mich sehr gefreut. 🙂

Zahlreiche Blogbeiträge der letzten Woche drehten sich um Themen, die auf dem Bibliothekartag in Nürnberg behandelt wurden. Eine Übersicht der Beiträge hat wie immer Bibliothekarisch.de gesammelt.

Auf neue Vorschläge für Aktionen in Bibliotheken machte das Netzwerk Bibliothek aufmerksam, z.B. das Leseförderportal Onilo (via NRW-Blog). Ebenfalls im NRW-Blog findet man Tipps zur Bibliotheksarbeit mit Flüchtlingen.

Sind Science 2.0-Tools eine Konkurrenz für Bibliotheken? Der Beitrag im ZBW-Mediatalk geht offen mit kritischen Entwicklungen um und zeigt Chancen auf.

Ein Podcast über Open Educational Ressources und Bibliotheken veröffentlichte das Hochschulforum Digitalisierung, siehe Netbib und Fortbildung in Bibliotheken.

Die Entscheidung zur geeigneten Creative-Commons-Lizenz soll dieser Baum erleichtern (via Netbib).

„Wie könnt ihr eigentlich so arbeiten?“ fragte Schmalenstroer.net und erläuterte, wie ein Computerarbeitsplatz aussehen sollte.

Schon 3.500 V. Chr. klemmten sich die Sumerer ein „Tablet“ unter den Arm, welches eindrückte Symbole enthielt. Das Tablet im Wandel der Zeiten zeigte eine Infografik, siehe Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

8. Juni 2015 at 07:00

Gelesen in Biblioblogs (18.KW’15)

leave a comment »

Wie die Ideas Box aufgebaut wird und welche Bestandteile sie enthält, zeigt ein Video bei Bibliothekarisch.de. Die kompakte, transportable Box eignet sich vor allem für den Einsatz in Krisengebieten, um dort  für Abwechslung und den Zugang zu Informationen zu sorgen.

Dank einem neuartigen T-Book-Projekt wurden erstmals in einem Buch zu den abgebildeten Fotos Kommentare eingebunden, die mit den dort integrierten Lautsprechern sofort angehört werden können (via Text & Blog).

In der Reihe Büro-Apps stellte NRW-Blog zahlreiche Anwendungen vor, die im Alltag helfen könnten. In der letzten Woche wurden Evernote (Blogbeitrag) & Taptodo (Blogbeitrag) näher erläutert.

Die vorläufigen Daten des Berichtsjahres 2014 der Deutschen Bibliotheksstatistik sind online. Für Bibliotheken, die Hilfe  bei der Zählung virtueller Besuche benötigen, findet sich Beitrag der NRW-Blogs eine Kontaktadresse.

Matthias Spielkamp erläuterte in der online verfügbaren BroschüreZweitveröffentlichungsrecht für Wissenschaftler : Geltende Rechtslage und Handlungsempfehlungen„, welche Möglichkeiten sich anbieten, wenn ein Werk (Artikel, Monographie) bereits von einem Verlag veröffentlicht wurde und eine Zweitveröffentlichung vom Autor angestrebt wird (via Netbib).

Im Jahr 2010 brachte die Brasilianische Regierung ein Gesetz heraus, welches alle Schulen verpflichtete, eine Schulbibliothek einzurichten. Über den aktuellen Stand dieses ergeizigen Projektes machte sich Basedow1764-Blog Gedanken.

Werden physische Bücher viel und intensiv gelesen, sieht man ihnen das auch an. Bibliotheca.gym beschäftigte sich mit den verschiedenen Gebrauchspuren früher Exemplare (via Archivalia).

Zum Schluss noch der Link auf den aktuellen BibComic mit einem kleinen, illustrierten Gedicht über die Flüchtigkeit des E-Books.  Im 22. Bibliotheksgesetz (siehe Bibliothekarisch.de) erfuhren wir zudem die folgende Weisheit: „The ‚e‘ in ‚eBooks‘ stands for EVIL.“ 😉

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’15)

leave a comment »

Die bundesweite Kampagne Netzwerk Bibliothek stellt nach den Angaben ihre extra dafür neu gestalteten Internetseitesowohl digitale Angebote, Services und zeitgemäße Veranstaltungsformate als auch aktuelle Trends der Bibliothekslandschaft in den Mittelpunkt“ (via Netbib).

Eine, auch online verfügbare, Broschüre mit 20 Konzepten für interkulturelle Veranstaltungen und Spiele entwickelte der Büchereiverband Österreichs (via VÖBBlog).

Wie beschreiben Kinderbücher die Tätigkeiten in einer Bibliothek? Library Mistress sah sich elf Bücher aus verschiedenen Ländern an. Ganz besonders glücklich mit seinem Job ist Bärenbibliothekar Lewis. 😉

Sollte es eine Bundes-Schulbibliothekstagung geben? Basedow1764’s Weblog fand Gründe, die dagegen sprachen, sich dafür zu engagieren.

Libreas fasste die Eindrücke über den Vortrag „Begriff, Funktionen und gesellschaftliche Bedeutung von Metropolbibliotheken“ von Boryano Rickum in einem Blogartikel zusammen. Die Audiodatei des Vortrags ist auf der Veranstaltungsseite online.

In Österreich besteht nach der einer Änderung des Privatuniversitätengesetzes (PUG) nun auch eine Veröffentlichungspflicht der „positiv beurteilten Diplom- oder Masterarbeit, Dissertation oder künstlerischen Diplom- oder Masterarbeit bzw. der vergleichbaren wissenschaftlichen oder künstlerischen Arbeit oder der Dokumentation der künstlerischen Diplom- oder Masterarbeit.“ (mehr dazu im VÖBBlog).

Über den Sinn von Publikationslisten, deren Formatierung und Hilfmitteln zur Erstellung schrieb Secret Cow Level einen ausführlichen Blogartikel.

Einen Rückblick auf das BarCamp Science 2.0 inklusive Podcast veröffentlichte ZBW-Talk. Auch die Anzahl der Beiträge zum 8. BibCamp ist in der letzten Woche angewachsen, siehe Bibliothekarisch.de.

 

 

Gelesen in Biblioblogs (16.KW’15)

leave a comment »

emma_slogan_klDas Highlight der letzten Woche war natürlich das 8. BibCamp, welches von der HTWK Leipzig super organisiert wurde. Die Blogbeiträge dazu sammelt wie immer Bibliothekarisch.de. Übrigens stellte das Orga-Team zu den einzelnen Sessions jeweils Studierende, die mitschrieben: einfach die Notizzettel in den Plänen anklicken. Ein ganz dickes Dankeschön dafür! 🙂

In einem Urteil zu elektronischen Leseplätzen entschied der Bundesgerichtshof zugunsten der Nutzerinnen und Nutzer von Bibliotheken (via NRW-Blog). Demnach ist die Digitalisierung erlaubt. Außerdem verkündete der BGH in seiner Pressemitteilung: „Ein Ausdrucken oder Abspeichern von an elektronischen Leseplätzen bereitgestellten Werken kann in vielen Fällen als Vervielfältigung zum privaten oder sonstigen eigenen Gebrauch nach § 53 UrhG zulässig sein.“

Im ZBW-Workshop „The Future of Scholarly Communication in Economics” wurde über die Tendenzen in der wissenschaftlichen Kommunikation diskutiert, siehe ZBW-Talk. Kritisiert wurde unter anderem, dass es noch so lange dauert, bis eine eingereichte Publikation erscheint und Rankings das Publikationsverhalten beeinflussen. Der Hinweis in Newslettern und die Vernetzung gewinnen an Bedeutung und tragen dazu bei, dass Veröffentlichungen häufiger zitiert werden.

Spiegel online berichtete über die Methoden der Omni-Scriptum-Verlagsgruppe (via Netbib & VÖBBlog). Hier werden im Print-on-Demand-Verfahren Abschlussarbeiten ohne jede qualitative Vorausauswahl und Überarbeitung veröffentlicht und damit hohe Zahlen von Buchtiteln erreicht. Die Verlagsgruppe kam übrigens schon früher in die Schlagzeilen mit Büchern, die tatsächlich aus Wikipedia-Beiträgen bestanden (mehr dazu bei Wikiwand). Bibliotheken meiden beim Buchkauf diese Verlage. Der dubiose Ruf schadet damit leider auch gelungenen & wichtigen Arbeiten, weshalb im Artikel Akademikern mit Ambitionen empfohlen wird, den Verlockungen dieser unkomplizierten, zuschussfreien Publikation zu widerstehen. Wer gern gelesen werden will, dem steht zudem das Internet offen. „Alle Abschlussarbeiten und Dissertationen online“ – dafür plädierte 2013 Klaus Graf  in einem Vortrag (siehe Archivalia), als er sich ebenfalls mit der Frage guter & schlechter Büchern im Zusammenhang mit den VDM-Verlagen (gehören zu Omni-Scriptum) beschäftigte.

Auf die Möglichkeiten, die Hangouts für die Kommunikation mit Kunden bieten, wie Live FAQs, Fan Interviews, Vorstellungsrunden, ging die Karrierebibel ein (via Fortbildung in Bibliotheken). Darüber hinaus gibt es viele praktische Tipps zum Hintergrund, Licht, Kleidung usw.

Wie sich Bücher sortieren würden und worüber sie sich beim Besitzer beschweren  – das war das Thema im BibComic. 😉

Gelesen in Biblioblogs (14.KW’15)

leave a comment »

Die bayerische Landesfachstelle bietet auf ihrer Internetseite die Rubrik Generation Plus an, um öffentliche Bibliotheken mit Tipps zur geeigneten Medienpräsentation, Barrierefreiheit, Veranstaltungen und speziellen Services zu unterstützen (via NRW-Blog).

Christof Rolker sah sich die digitalen Sammlungen mit gemeinfreien Inhalten verschiedener Bibliotheken sowie deren Lizenzierung an (via Archivalia). Offensichtlich ist es noch nicht zu allen Einrichtungen durchgedrungen, dass zwar die Datenbank selbst urheberrechtlich geschützt sein kann, man jedoch kein Recht darauf hat, für die darin veröffentlichten, gescannten Einzeldokumente gemeinfreier Werke einschränkende Lizenzen zu vergeben (siehe dazu „Digitalisierung gemeinfreier Werke durch Bibliotheken“ von Till Kreutzer).

Ein tolles Erklärvideo zur Literaturrecherche für Studienanfänger hat die Hochschulbibliothek Karlsruhe bei Youtube veröffentlicht (via Bibliothekarisch.de):

 

Bibliothekarisch.de erläuterte in einem Blogbeitrag die Neuerungen bei OpenBiblioJobs. Es gibt nun wieder eine Kartendarstellung der offenen Stellen (also bitte beim beim Eingeben von Stellen die Postleitzahl nicht vergessen). Außerdem ist eine tabellarische Übersicht mit verschiedenen Features verfügbar.

Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung des BIB e.V. zur Zukunftsfähigkeit des Vereins sind online (via NRW-Blog).

Die bibliothekarische Garderobe ist Thema des Tumblr-Blogs „Librarian Wardrobe“ (via Netbib). Wer möchte, kann dort auch ein eigenes Foto hochladen. In der 286. Episode von BibComics entdeckten Bücher andere und sich selbst. Aprilscherze bibliothekarischer Einrichtungen sammelte Bibliothekarisch.de. 😉

Gelesen in Biblioblogs (13.KW’15)

leave a comment »

Netbib verwies auf auf einen Beitrag der Zeit über eine neue Plattform für Doktoranden. Neben der Suche nach Doktorarbeiten ab 1960, bietet das Portal die Kommunikationsmöglichkeiten eines sozialen Netzwerkes. Ob Thesius wohl eine Change hat? Netbib ist skeptisch, denn es gibt schon gute Netzwerke für Wissenschaftler, die auch nach der Promotion weiter genutzt werden können.

Praktische Beispiele zu Bibliotheksangeboten für Flüchtlinge und Asylbewerber sammelte das Bibliotheksportal (via NRW-Blog).

Auf die Bachelorarbeit von Marcus Heinrich (FH Potsdam) zum Thema „Die Bibliothek als attraktiver Lernraum“ verlinkte Fortbildung in Bibliotheken.

Die Deutsche Nationalbibliothek unterzeichnete im Februar eine Rahmenvereinbarung zur Digitalisierung vergriffener Werke, die vor 1966 in Deutschland veröffentlicht wurden (via NRW-Blog). Die DNB wird nun einen Dienst einrichten, „der privilegierten Institutionen die Recherche und Beantragung vergriffener Druckwerke über die zuständigen Verwertungsgesellschaften erleichtern soll. Sie übernimmt dabei Entgegennahme, Prüfung und Weiterleitung der Lizenzierungsanträge.“ (siehe Pressemitteilung der DNB).

Das neueste Ausgabe „Internetrecht“ von Prof. Dr. Thomas Hoeren ist online, meldete Archivalia.

VÖBBlog stellte das Buch zum Facebookauftritt der Bücherein Wien vor: „Wo stehen hier die E-Books?“ Autorin: Monika Reitprecht. „Librarian problems“ heißt ein Tumblr-Blog, welches kurze Szenen aus Film- und Fernsehen in animierter GIF-Endlosschleife zeigt, die Situationen aus dem Bibliotheksalltag darstellen (via Netbib). Und Mental_floss hatte kuriose Ideen, was man mit alten Katalogkästen so anstellen könnte. 😉

Written by lesewolke

30. März 2015 at 07:00

Gelesen in Biblioblogs (12.KW’15)

leave a comment »

Videotrends auf Youtube von und über Bibliotheken spürte ZBW-Talk auf. Während Bibliotheken selbst eher seriöse Beiträge veröffentlichen, mit Themen wie Bibliotheksvorstellung, Veranstaltungen, Empfehlungen und Erklärungen, dominieren bei Privatpersonen Streiche, die eben auch mal in der Bibliothek spielen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Beispiele zu Haul- und ASMR-Videos. 😉

#Varoufake – Infobib schlug vor, bei Rechercheschulungen auf aktuelle Themen zurückzugreifen. Dabei lässt sich der kritische Blick auf Quellen gut vermitteln.

Über Erfahrungen aus dem ProjektLiteranauten überall“ berichtete Jugendbibliothek21. Außerschulische Lesenachmittage mit spannenden Themen sollen Jugendliche erreichen, die bisher kaum Zugang zum Lesen hatten.

Die Zusammenfassung der Evaluation zum Projekt „Lesestart“ wurde veröffentlicht (via NRW-Blog). Man verteilte seit Herbst 2011 in Kinderarztpraxen Lesestart-Sets für ca. 1jährige Kinder. Enthalten waren Informationsmaterialien für Eltern und ein altersgerechtes Bilderbuch. Die Aktion kam gut an. Bei einer späteren Befragung gaben fast alle Eltern an, das Buch mit ihrem Kind angeschaut zu haben, die meisten hatten auch Teile der Broschüre gelesen sowie ein besseres Bewußtsein für die Bedeutung des Lesens erlangt.

In Kooperation mit dem Verein „Freunde und Eltern der Pflege- und Adoptivkinder im Landkreis Verden“ hat die Stadtbibliothek Achim eine Leseecke speziell zu diesem Thema eingerichtet. Auch Lesungen zu diesem Themenkreis sind geplant, schrieb die Kreiszeitung (via NRW-Blog).

E-Books basieren heute meist auf einer gedruckten oder druckbaren Version (PDF, EPUB). Visionäre träumen von neuen Formen und multimedialen Objekten, die eingebettet werden. Nur benötigt man dies wirklich? Audio und Video existieren bereits außerhalb der Bücher. Würde dies dann immer noch Buch heißen, oder Kurs? Und welche Verwertungsgesellschaft wäre zuständig? Diese und andere Fragen stellte sich Schneeschmelze in seinem Beitrag „E-Book und Book-Book“. Die gemeinsame Erklärung der Kulturministerinnen von Frankreich, Polen und Deutschland sowie dem Kulturminister Italiens zur Mehrwertsteuer auf E-Books veröffentliche VÖBBlog. Eine Bestandsaufnahme Berliner E-Book-Verlage und -Händler lieferte e-book-news.de (via NRW-Blog). Demnach sind epubli, Kohlibri, PaperC und Xinxii auf Expansionskurs. Einige Startups musste jedoch auch aufgeben.

Nachdem es zum Bibliothekartag 2014 schon eine Ausgabe gab, ist nun das nächste Heft der Open-Access-Zeitschrift o-bib erschienen. Themen sind u.a. deutsche Handschriftenzentren, die Inhaltserschließung in der Deutschen Nationalbibliothek und Geokoordinaten. Archivalia bemängelte, dass es in den Beiträgen zu sehr um Selbstdarstellung geht, und die Zeitschrift keine Kommentarfunktion anbietet.

Am Anblick schöner Bibliotheken erfreuen wir uns doch immer wieder gern. Über 45+ Einrichtungen aus aller Welt zeigte Architekturdesign.net (via Netbib)

 

Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg 2015

leave a comment »

Eigentlich sollte diese Veranstaltung bereits Anfang November 2014 stattfinden. Sie wurde allerdings durch den Streik bei der Deutschen Bahn abgesagt. Auch dieses Mal drohte wieder ein Bahnstreik, der dank der Rückkehr der streitenden Parteien an den Verhandlungstisch zum Glück kurzfristig abgewendet wurde.

Bibliotheksführung

Kurz vor 10 Uhr stand ich also am 28. Februar 2015 vor der Staatsbibliothek zu Berlin. Denn vor Beginn der Veranstaltung wurden Führungen durch die Bibliothek angeboten. Hans Scharoun, einer der berühmtesten Architekten Deutschlands, hatte diesen Bau entworfen, der 1978 feierlich eröffnet wurde. Große offene Räume, Lichtpyramiden und die Milchglaskuppeln lassen diese Bibliothek noch heute sehr modern wirken (mehr zur Architektur & Kunst am Bau auf den Seiten der Staatsbibliothek zu Berlin).

Diashow aus der Bibliotheksführung, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Eröffnungsvortrag

Inzwischen waren auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingetroffen, und wir fanden uns zum Eröffnungsvortrag ein. Dirk Knipphals, Literaturredakteur bei der „taz“, hatte sich gut auf seine bibliothekarischen Zuhörerinnen und Zuhörer vorbereitet und hielt einen netten, unterhaltsamen Vortrag. Neben eigenen Erfahrungen von der Buchmesse und Erinnerungen an den Lesezirkel, streute er auch die Vermittlung von Informationskompetenz ein (um uns eine Freude zu machen).

Eröffnungsvortrag, Zeichnung von Sophia Halamoda

Eröffnungsvortrag, Zeichnung von Sophia Halamoda

Begeistert und von späteren Vortragenden gern aufgegriffen wurden die „leuchtenden Augen“ von Eltern & Kinder, die gern an ihre Bibliothek denken, oder bei der Rückbesinnung an lange Aufenthalten während der Studienzeiten. Öfter zitierte er aus John Williams‘ Roman „Stoner“ . Die Hauptfigur, ein Landwirt an der Uni,  entdeckte die Literatur und blieb an der Hochschule (siehe auch Rezension in der taz). Während des Vortrags zeichnete Sophia Halamoda auf wunderbare Weise eine Zusammenfassung des Gesagten.

1. Vortragspanel „Best Practice“: Informationskompetenzvermittlung & Kooperationen

Vier Vorträge waren für dieses Thema angesetzt. Cornelia Stabrodt und Marion Mattekat gingen vor allem auf die Kooperation von Bibliothek und Volkshochschule ein. In Cottbus sitzen beide Einrichtungen in einem Haus und wurden unter dem Dach Lernzentrum Cottbus zusammengefasst. Dafür wurde technisch aufgerüstet (um auch computerorientierte Kurse anzubieten), ein Corporate Design entworfen und ein gemeinsamer Servicebereich für Anmeldungen VHS-Kurse/Bibliothek angelegt. Mit dem Bildungsforum Potsdam ging man einen ähnlichen Weg (Beitrag zum BIB-Besuch im Bildungsforum mit Diashow). Auch hier sind Volkshochschule und Bibliothek sowie die Wissenschaftsetage unter einem Dach. Grundsätzlich wurde festgehalten, dass diese Kooperationen die Bedeutung und Sichtbarkeit der Einrichtungen bezüglich Geldgebern und poteniellen Nutzern/Kunden erhöhen. Praktisch besteht die Zusammenarbeit außerdem darin, auch auf die VHS-Kurse angepasste Medien anzubieten. Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Volkshochschulen und Bibliotheken in Brandenburg ist „Interkulturelle Begegnungen an öffentlichen Lernorten“. Für Menschen, die aus anderen Ländern aus verschiedensten Gründen nach Deutschland kommen, sollen hier Anlaufpunkte geschaffen werden.

Um verschiedene Kooperationen drehte sich auch der Vortrag von Anne Helbig & Dirk Wissen. Der Leiter der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt/Oder berichtete über die Veranstaltungsreihe „Das Leben erzählen“ (in Zusammenarbeit mit dem Verein „My life – erzähle Zeitgeschichte“), dem Spiel der Autorennationalmannschaften Deutschland & Polen auf dem Stadtfest und der Kooperation mit einem Fotografen, der dann im Gegenzug Hochzeitsfotos auf dem Balkon der Einrichtung machen darf. Anne Helbig, zeitweise Praktikantin in dieser Bibliothek, fand hier das Thema ihrer Masterarbeit und betrachtete „Bibliothek als Partner : Chancen und Risiken durch Kooperation“ in wissenschaftlicher Hinsicht.

Viele schöne Fotos und spannende Erlebnisse brachte den Bibliothekarinnen und Bibliothekaren das ProjektWir Kinder aus Hohenschönhausen – Fotostory 2.0„, einer Kooperation der Anna-Seghers-Bibliothek, der Hort der Matibi-Grundschule und der MEDIA TO BE e.V.

TutorialIm letzten Vortrag des Panels berichtete Carla Freise über die Entstehungs des Tutorials für Schüler (CC BY-NC-ND 4.0) , ein Projekt des Netzwerkes Informationskompetenz Berlin/Brandenburg (NIK-BB) in Kooperation mit der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM). Kurze, einführende Erläuterungen zur Themenfindung, der Recherche und dem Schreiben sollen Schülern und Studienanfängern helfen und die Nachfrage nach Kurswünschen an Hochschulen – insbesondere für Schüler – wieder etwas reduzieren. Wir erfuhren, dass die Studierenden des 3. Semesters im Bibliothekswesen doch einige Mühe hatten, einfache, verständliche Texte für Anfänger zu verfassen, der Betreuungsaufwand nicht zu unterschätzen sei und leider der Wunsch nach viel Interaktion im Tutorial weitestgehend ignoriert wurde. Trotzdem fanden die Kolleginnen des NIK-BB die Zusammenarbeit mit der Hochschule gut und würden es wieder tun.

2. Vortragspanel „Best Practice“: Erfolgreiche Förderanträge & Marketingprojekte

Best Practice, Zeichnung: Sophia Halamoda

Best Practice, Zeichnung: Sophia Halamoda

Über das Kompetenzzentrum für Lizenzierung informierte uns Ursula Stanek. Mit Sitz in Berlin und Göttingen soll es die Fachinformationsdienste (FID) bei der Lizenzierung und Bereitstellung digitaler Medien unterstützen. Dieses Angebot wurde bereits von 29 FIDs genutzt, da es bezüglich der vielfältigen Varianten der Lizenzierung elektronischer Ressourcen doch noch viel Unklarheiten gibt. Ansonsten bleibt es hier spannend, da die FIDs mit großen Nutzergruppen erst in diesem Jahr an den Start gehen.

Das Projekt Europeana Newspaper stellte Hans-Jörg Lieder vor. Hier erfolgte die Kooperation auf internationaler Ebene. 10 Millionen Seiten historischer Zeitungen verschiedener Länder (zu beachten: das Urheberrecht) wurden digitalisiert. Einige Tools mussten extra für das  Projekt entwickelt werden, z. B. Named Entity Recognition (NER), um Personennamen, Orte und Institutionen im Volltext zu lokalisieren und suchbar zu machen (mehr im Europeana Blog). Überhaupt machte die Texterkennung in den alten Zeitungstexten viele Schwierigkeiten und wer hier auf Perfektion aus sei, könne gleich aufgeben, hörten wir.

Einen lebendigen Einblick in FaMI-Projekte, die an der TH Wildau durchgeführt werden, vermittelte uns Nicole Kusserow. „Schmökern in den ersten Advent“ heißt eine Veranstaltung, die die Auszubildenden planen und durchführen (u.a. mit Quiz, Abendessen, Übernachtung). Ein weiteres Projekt ist der Sticker Shock. Dabei wird den enormen Kosten von Medien (z.B. wissenschaftlicher Zeitschriften und Datenbanken) einem Vergleichsobjekt entgegengestellt (Fahrzeug, Reise o.ä.). Die Idee dazu stammt von der Bibliothek der Cornell Universität.

In einer großangelegten Studie wurden Berliner Bibliotheksnutzer und Nichtnutzer nach ihrer Meinung und ihre Interessen befragt. So halten 96% der Nutzer und 90% der Nichtnutzer öffentliche Biblitoheken für ein wichtiges Angebot. Die persönliche Beratung wurde sehr positiv eingeschätzt. Alle Ergebnisse zu NuMoB – Nutzungsmonitoring in Bibliotheken findet man auf der Internetseite zur Studie.

Podiumsdiskussion: Veränderungen im Bestandsmanagement am Beispiel der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)

Dieses Thema sorgte bereits seit Ende 2014 für viel Aufregung, wovon die Leitung der ZLB, als auch die Ersteller des Gutachtens Prof. Cornelia Vonhof und Prof. Dr. Konrad Umlauf völlig überrascht wurden. Sogar die Medien beschäftigten sich mit dem geplanten Bestandskonzept (z.B. taz, Berliner Kurier & RBB), Verdi kritisierte es, und inzwischen wurde eine Open Petition ins Leben gerufen. Zustimmung für das Konzept kam vom dbv Berlin. In einem Blogbeitrag kritisierte Ultrà Biblioteka eben diese offene Positionierung, da hier finanzielle Interessen bei der Auslagerung von Dienstleistungen an die ekz nicht auszuschließen seien.

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Auf dem Podium in Berlin ging der Moderator Dr. Werner die Punkte der Kritiker durch und befragte Managementdirektor Volker Heller & Prof. Dr. Konrad Umlauf nach ihren Argumenten dazu. Heller hoffte durch eine Erwerbung mittels Standing Order auf freiwerdende Ressourcen für Service und Innovation. Er versicherte, dass der Vorwurf, Büchern auszusondern, die zwei Jahre nicht verliehen wurden, frei erfunden wäre. Umlauf machte deutlich, dass er dem Sachverstand der 300 Lektoren der ekz vertraue, definitiv keine Gefälligkeitsgutachten mache und schon seit jeher auf einen praxisorientierten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen bedacht sei. Dass dafür Fremdleistungen in Anspruch genommen würden, wäre noch nicht einmal besonders originell.

Eine vermutete, heiße Diskussion mit dem Publikum blieb weitesgehend aus. Erst ganz zum Schluss kam der Hinweis auf das Gegengutachten, eine Kritik daran, dass Gegenstimmen nicht auf das Podium eingeladen waren sowie der Hinweis auf die Sitzung dazu im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses am 2.3.15 (taz berichtete).

Weitere Infos:

Grafiken: Ein herzliches Dankeschön an die Illustratorin Sophia Halamoda (ihre Internetseite) für die Erlaubnis zum Fotografieren und Posten der grafischen Mitschriften! 🙂

Gelesen in Biblioblogs (7.KW’15)

leave a comment »

An den deutschen Hochschulen ist Prüfungszeit. Da wird man an der Auskunft auch schon mal gefragt, ob man wüsste, wo es noch freie Stühle gebe. Obwohl die Studierenden dank Digitalisierung nicht zwingend in der Nähe von Bücherregalen kleben müssten, ist die Bibliothek als beliebter Lernort eher in der Gunst gestiegen. „Mit der Digitalisierung der Medien entstehe parallel eine steigende Nachfrage nach Umgebungen, in denen der Mensch gerade nicht allein sei.“ lautet eine der möglichen Erklärungen eines Artikels auf den Seiten der Helmholtz-Gemeinschaft (via Netbib).

Auf zwei Beispiele unschöner Nutzungsmöglichkeiten machte Netbib aufmerksam. Die Berliner Woche berichtete über die Entscheidung der Wohnungseigentümergemeinschaft gegen die Aufstellung von Bänken vor der Humboldt-Bibliothek des Tegeler Zentrums, da der Platz „oft von Jugendlichen für Trinkgelage genutzt“ wurde. Und Bibliothekarin in Berlin Neukölln zu sein, scheint jedenfalls kein Traumjob zu sein. Das machte ein Artikel im Tagesspiegel deutlich, und benannte u.a. „Sex auf der Toilette, Brandstiftung, Beleidigungen und unflätiges Benehmen„. Besonders schwierig sei die Situation für die Mitarbeiterinnen, „da insbesondere die männlichen Jugendlichen (mit Migrationshintergrund) sich von Frauen nicht in die Schranken weisen lassen“.

Mit ernsthaften Problemen kämpft zur Zeit der Berufsverband BIB e.V. Ultrà Bibliotheka war bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Köln dabei und schreib einen Blogbeitrag (& Nachtrag) über die Vorgänge.

Vier Tipps für bessere Facebookseiten erläuterte Christoph Deeg in seinem Blog. Demnach sollte man nicht mit Fachbegriffen um sich werfen, immer den Mehrwert für den Leser im Blick haben und sich klar darüber sein, dass es sich um eine geschäftliche Kommunikation handelt. Darüber hinaus muss jeder Post für sich allein verständlich sein, denn „Niemand schaut sich Facebookseiten an!„.

NRW-Blog ging auf einen Beitrag des SEM Post ein, nach dem Internetseiten, die nicht mobil optimiert seien, bei mobilen Google-Anfragen schlechter gerankt werden.

Archivalia testete Österreichische Museums- und Bilddatenbanken (Links enthalten) u.a. hinsichtlich Auflösung, Permalink, Nachnutzungshinweisen, Sharing sowie Feedbackfunktion und fand das Ergebnis insgesamt keineswegs befriedigend.

Auf die Probleme von Scans machte David Kriesel in seinem sehr unterhaltsamen und gut verständlichen Vortrag aufmerksam. Denn wer glaubt, dass ein Scan so eine Foto des Originals sei, ist im Irrtum. Durch Komprimierung gab es 8 Jahre Fehler (insbesondere bei Zahlen) beim Scannen mit Xerox-Geräten (via Netbib). Aus bibliothekarischer Sicht möchte man da beinahe fragen, womit denn die Verlagsarchive naturwissenschaftlicher  Zeitschriften und Bücher gescannt wurden?