Lesewolke

Just another librarian weblog

Gelesen in Biblioblogs (12.KW’19)

Die letzte Woche stand ganz im Zeichen des 7. Bibliothekskongresses in Leipzig. Zahlreiche Blogbeiträge sind schon erschienen (Übersicht siehe Bibliothekarisch.de). Einige werden sicher noch folgen, beispielsweise bei Lesewolke.

Nachdem Mitte Juli 2012 die frei zugängliche Seite OpenBiblioJobs als Protest gegen die Zugangsbeschränkung zu BiblioJobs entstanden war (Angebot des BIB), fusionierten nun beide Projekte, siehe Bibliothekarisch.de. Auch Inetbib möchte nicht mehr als Stellenbörse fungieren und verweist ab dem 1. April 2019 auf OpenBiblioJobs! Infobib erklärt in einen Beitrag, was das für alle heißt, die ein Stellenangebot verbreiten möchten.

Als Alternative zu Twitter ist jetzt auch die Fachkommunikation über Themen rund um Bibliotheken bei openbiblio.social möglich (via aubib). Genutzt wird die nichtkommerzielle Software Mastodon.

Am 21. März 2019 ging Wikipedia für einen Tag offline, um sich dem Protest an der geplanten Urheberrechtsreform anzuschließen (siehe Archivalia & VÖBBlog). Anlass ist die Verpflichtung für Plattformen, Urheberrechtsverletzungen präventiv zu unterbinden. Das ist bei der Fülle der Inhalte, die tagtäglich hochgeladen werden natürlich nur mit technischen Mitteln möglich (= Uploadfilter), die solche Entscheidungen jedoch gar nicht eindeutig treffen könnten. Daher besteht die Gefahr, dass viel mehr geblockt wird als nötig. Auch das Leistungsschutzrecht, welches bereits national keine Vorteile gebracht hat, steht zur Debatte.

In Mountain View (Silicon Valley) kommt der Roboter BookBot auf Wunsch zu Hause vorbei, um Bücher und andere Medien abzuholen und zurück in die Bibliothek zu bringen, siehe Mercury News mit Video (via Archivalia).

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Written by lesewolke

25. März 2019 at 08:43

Gelesen in Biblioblogs (10.KW’19)

Einen gelungenen Beitrag über Lernorte entdeckte Fortbildung in Bibliotheken in der Zeitschrift „Weiterbildung“. Darin erläutert Jörn Muuß-Merholz unter anderem „Was die Menschen an (Lern-)Orten mögen“.

Fachstelle ÖB NRW stellte die vier Säulen eines Projektes der Stadtbibliothek Essen vor, bei dem es um „Angebote für Asylsuchende, Migrantinnen und Migranten“ geht.

Eine Grafik der Initiative D21, die die „Social Media Nutzung nach Diensten, Alter und Berufsgruppen“ in Deutschland zeigt, findet man man bei Bibliothekarisch.de.

Die Internetnutzung der Kinder stößt bei Eltern nicht immer auf Begeisterung. Jugend Film Fernsehen e. V. stellte Elternbroschüren online, die Hintergründe erklären und Handlungsempfehlungen geben (via Fachstelle ÖB NRW).

Ein Artikel in der Zeitschrift „MedienPädagogik“ verglich verschiedene Projekte, die Tablets in Kindertagesstätten für konkrete Lernzwecke einsetzten (via Fachstelle ÖB NRW).

Das digithek blog bettete ein Video ein, welches zeigt, wie man mit Google auf dem Computer und Smartphone herausfinden kann, auf welchen Internetseiten ein Bild bereits verwendet wurde. Denn manche ältere Fotos werden in mehreren oder sogar im falschen Zusammenhang genutzt und unterstützen auf diese Weise fehlerhafte oder übertriebene Darstellungen.

In einem Interview mit ZBW-Mediatalk erklärte Lukas Galke, welche Internetanwendungen sich für eine Zusammenarbeit eignen, und welche Kriterien dabei von Bedeutung sind (in Englisch).

Im Blog der TU Berlin ist eine Zusammenfassung des 1. Berliner Rundgespräches Open-Access-Bücher erschienen. Dabei drehte es sich um Möglichkeiten der Finanzierung sowie die Sicherung inhaltlicher und technischer Qualitätsstandards.  Eine aktuelle „Übersicht der Open-Access-Beauftragten an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ findet bei Open Access 2020 DE (via Archivalia).

Aubib befasste sich mit einem Beitrag von Ingeborg Steinmetz zum Thema Innovation. Es werden vier Varianten vorgestellt, die Innovationen fördern. Den Anschluß zu verpassen, kann schließlich fatale Folgen haben.

Prof. Dr. Dirk Lewandowski erklärt Nutzungsstatistische Verfahren“ heißt der Titel eines Youtube-Videos. Wir erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, und wo die jeweiligen Grenzen liegen, siehe Bibliothekarisch.de.

Die Universitätsbibliothek Leipzig schafft zum 2. Mai 2019 ihre Drucker und Kopierer ab (via Archivalia). Dann wir es in den Räumen der Bibliothek nur noch Buchscanner geben. Diese Nutzung ist allerdings kostenfrei.

Gelesen in Biblioblogs (9.KW’19)

Forschung & Lehre erklärte, was sich hinter DEAL verbirgt, und wie Forschende mit Zugriffsbeschränkungen in der Praxis umgehen (via MedInfo).

Aubib berichtete über die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich und deren aktuelle Projekte, wie beispielsweise umfassende Recherchedienste, bibliometrische Analysen, Open Access & Publikationsberatung und die Übersetzung von Publikationen.

In einem Interview mit Aubib sprach Torsten Hartmann über Technologien, die für Bibliotheken interessant wären und kritisiert, „dass Bibliotheken das Potenzial von Open Source Technologien und Open Data nicht ausschöpfen. Und auch Usability und Nutzerinteraktion, da geht viel mehr.”. Allerdings stellt er auch fest, dass für schwierige Nutzerfragen weiterhin menschliche Informationsspezialisten gebraucht werden. Ein Grund dafür ist, „dass der Informationsbedarf oft gar nicht genau ausgedrückt werden kann” und zur Beantwortung Erfahrung und Intuition nötig sind.

BIBchatDE fasste in Wakelet die Tweet zum letzten Chat zusammen (via Netbib). Das Thema lautete: „Fortbildungen für Bibliothekspersonal vs. Learning by doing”.

Nachdem sich Pixabay darüber ärgerte, dass ihre kostenfreien Fotos mit CC0-Lizenz später in anderen Datenbanken angeboten oder sogar verkauft wurden, wurden mit Beginn des Jahres 2019 eine eigene Lizenzbedingungen geschaffen, die eben solche Praktiken verbieten. Auch wenn es für diese Änderung der Lizenz viel Kritik gab, verwenden darf man die Fotos weiterhin. Auch wenn im Beitrag bei iRights.info Bedenken zur Nutzung für OER deutlich wird (via Netbib), ist es laut den Nutzungsbedingungen erlaubt,  „die Bilder und Videos für kommerzielle und nicht kommerzielle Zwecke zu verwenden, herunterzuladen, zu kopieren und zu verändern. Eine Nennung des Bildautors bzw. von Pixabay ist nicht erforderlich, wir wissen jedoch eine freiwillige Quellenangabe zu schätzen.“.

In Romanen tauchen auch immer mal wieder Bibliothekarinnen auf. Library Mistress las in „Keine Wahl“ (Pas le choix) von Aurélie Venem die Beschreibung einer Schulbibliothekarin, die sich als jemand sieht, der Durchschnittlichkeit ausstrahlt.

Written by lesewolke

4. März 2019 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (8.KW’19)

Eine Studie von Hanser Fachbuch und Medienmanagement-Studenten befasste sich mit dem Zusammenhang der 4 Lerntypen und ihrer Vorliebe für elektronische oder gedruckte Lehrbücher und Lernmaterialien, siehe Börsenblatt. Fortbildung in Bibliotheken kritisierte, dass auch die konkreten Empfehlungen der Dozenten und damit deren Vorlieben eine Rolle bei der Mediennutzung spielen könnten.

Das Portal Biblio2030 stellte Aktivitäten aus dem Bibliotheksbereich vor, die zu den Nachhaltigkeitszielen der UN-Agenda 2030 passen (via Fachstelle ÖB NRW). Man kann dort auch eigene Projekte einreichen und damit die Beispielsammlung erweitern.

Im Februar erschien die deutschsprachige AusgabeIFLA-Richtlinien für Bibliotheksangebote für Kinder von 0 bis 18 Jahren„. Darin werden Anregungen zur Einrichtung, Bestandsentwicklung und notwendigen Fachkenntnisse für diese spezielle Nutzergruppe gegeben (via Fachstelle ÖB NRW).

Die Fachstelle ÖB NRW verwies auf die Materialien einer Unterrichtseinheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Thema „Gewaltprävention: Schwierige Kundensituationen„.

Der OA-Sammelband „Zerstörung von Geschriebenem“ geht auf eine geschichtlich-kulturelle Reise, die von der Auslöschung von Namen über Bücherzerstörungen bis zu magischen Ritualen reicht, siehe deGruyter (via Archivalia).

Der lange verhandelte Vertrag mit Wiley (Projekt DEAL) ist nun online, siehe Max-Planck-Gesellschaft (via Archivalia).

Der VÖBBlog verlinkte auf verschiedene Beiträge zur Insolvenz des Buchgroßhändler Koch, Neff & Volkmar (KNV).

Darf ich bitten?! Die Ulyianovsk Regional Scientific Library hat nicht nur die üblichen Medien sondern außerdem einen Ballsaal, siehe Library Planet (via Archivalia). 🙂

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25. Februar 2019 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (7.KW’19)

VÖBBlog verlinkte auf einen Artikel des Tagesspiegels, der sich mit dem Plagiate befasst. Darin wird auch kritisiert, dass es keine Regelung gibt, wie Bibliotheken vom Entzug des Titels erfahren und damit bei vorhanden Exemplaren umgehen sollten. Das Schreiblabor bietet nun 3 hilfreiche Tools für Autoren an, die Füll- und Bindewörter finden sowie die Lesbarkeit prüfen (via Fortbildung in Bibliotheken).

Armin Talke erweiterte sein Open-Access-Buch „Bibliotheksschranken“ um das Kapitel Nr. 4 „§60e UrhG, die neue zentrale Norm für die Bibliotheksbefugnisse“ (via Inetbib).

CiberaBlog schrieb über die Ergebnisse einer „Umfrage zu Open Access bei kleinen Verlagen„. Da der kostenfreie Zugang für Leser immer häufiger eine Bedingung bei der Vergabe von Fördergeldern ist, werden auch sie häufiger mit der Frage nach OA-Veröffentlichung konfrontiert.

In der letzten Woche fand die DACHS-Tagung 2019 „Bibliothek – Qualifikation – Perspektiven“ in München statt. Vier Präsentationen sind bei aubib online. Außerdem stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nachwuchsforums 10 Forderungen und Wünsche an ihre Arbeitgeber zusammen, siehe ebenfalls aubib.

Der dbv veröffentlichte das Videotutorial „Gaming in der Bibliothek„, siehe Bibliothekarisch.de. Im Library Lab befindet sich eine Liste englischsprachiger Podcasts, die sich mit bibliotheksrelevanten Themen befassen (via Netbib).

Insbesondere in Hochschulbibliotheken werden gern die Arbeitsplätze zum Lernen und Schreiben genutzt. Da kann es auch mal knapp werden. Michael Knoche stellte sich daher die Frage, ob Bestände zugunsten von Arbeitsplätzen weichen sollten. Auch wenn Bibliotheken sich durchaus damit befassen könnten, ihre elektronischen Bestände sichtbarer zu machen, sind auch die gedruckten von Bedeutung. Die Empfehlung des Autors lautet daher: „Über alle Themen aus der schönen neuen Informationswelt sollten die Basisanforderungen nicht vergessen werden, die eine Bibliothek erfüllen muss, damit mit ihr und nicht nur in ihr gearbeitet werden kann.

Gewohnt ausführlich widmete sich Karsten Schuld im Blog Bibliotheken als Bildungseinrichtung der Frage „Wird die Welt (um Bibliotheken) komplexer?„. Denn die daraus gezogenen Schlussfolgerungen klingen zwar oft fortschrittlich und nach Partizipation bergen aber durchaus Risiken und verbessern Bibliotheken nicht unbedingt.

In der Liste „Leicht verspätete Bücherrückgaben …“ gibt es nun einen neuen Fall. Hier fand sich das Buch nach 73 Jahren wieder an und wurde zurückgebracht, siehe VÖBBlog.

Written by lesewolke

18. Februar 2019 at 14:00

Gelesen in Biblioblogs (6.KW’19)

In einer Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. werden Bilderbücher vorgestellt, die sich mit Konflikten und deren Lösung beschäftigen (via Jugendbibliothek21).

Im Cibera-Blog gab C. Hornung einen kurzen Einblick in die verschiedenen Verfahren der Qualitätsprüfung bei Zeitschriftenartikeln.

Gehören Sie zu der Spitze, den Scharfsinnigen, dem Holz, den Anhängseln, den Muffen oder den Radierern? Die Bleistift-Metapher kategorisiert die Herangehensweise verschiedener Typen an neue Technologien – siehe OER-Info! 🙂

Karsten Schuldt las „The Library Book“ von Susan Orlean und schrieb darüber eine Rezension im Libreas Blog. Ihn überraschte die doch sehr positive Sicht der Autorin auf Bibliotheken, die ziemlich genau mit dem Eindruck übereinstimmt, den Bibliotheken vermitteln möchten.

Im Science-Fiction-Roman „Ich bin Viele“ von Dennis E. Tayler gibt es im Jahr 2133 kein Internet mehr, sondern nur noch staatlich kontrollierte Online-Bibliotheken, siehe Haferklees Ausblicke.

Archivalia verlinkte auf eine Glosse bei B.I.T.-Online, die sich dem Image von Bibliothekaren und Archivaren widmet.

Written by lesewolke

11. Februar 2019 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (5.KW’19)

Der Blog Basiswissen RDA verlinkte eine Bachelorarbeit über die Nutzung von Recherchetools an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Im Focus standen ein Discovery System und der OPAC. Dabei wurde der OPAC hinsichtlich der Bedienungsfreundlichkeit sogar etwas besser bewertet als der Discovery Service.

Wer schon immer mal verstehen wollte, was eigentlich Augmented Reality, Virtual Reality und Mixed Reality genau beinhalten, dem sei der Beitrag auf den Seiten Im Blickpunkt empfohlen (via Fachstelle ÖB NRW).

Neuigkeiten von OpenBiblioJobs: Derzeit wird eine Erweiterung von Amber getestet. Damit sollen die Stellenangebote als Snapshot dauerhaft archiviert werden. Mehr zu den Gründen für die Archivierung und der Umsetzung schrieb Bibliothekarisch.de.

Demokratielabore veröffentlichte die Materialien aus vier Jugendarbeit-Workshops zu Themen wie offene Daten, Storytelling, Citizen Science und Twitterdebatten unter CC-Lizenz zur Nachnutzung (via Fachstelle ÖB NRW).

Fahrbibliothek stellte die Mobile Bibiothek (MOBI) der Stadt Mannheim vor. Da der alte Bücherbus öfter wegen Reparaturen ausfiel, wurde nun ein neues Fahrzeug angeschafft. MOBI soll neben dem regulären Fahrplan auch bei Veranstaltungen eingesetzt werden (z.B. Stadtteilfesten).

Written by lesewolke

4. Februar 2019 at 10:00