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Posts Tagged ‘Bibliotheksführung

Gelesen in Biblioblogs (41.KW’19)

Vieles verändert sich, Bibliotheken auch. Karsten Schuldt stellte sein Skript zum Vortrag „Wie schnell oder langsam sollen sich Bibliotheken verändern?“ von der Herbsttagung der Bibliothekarinnen und Bibliothekare Graubündens 2019 in den Blog Bibliotheken als Bildungseinrichtung. Dabei kommt er zu der Erkenntnis, dass gegensätzliche Positionen für den einzelnen unangenehm sein mögen, zeigt aber an Beispielen, dass die Bibliotheken in den letzten Jahrzehnten ingesamt die gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen gut gemeistert haben sowie bei Nutzern und Nichtnutzern ein positives Image erhalten konnten.

BibChatDe befasste sich am 7. Oktober 2019 mit der Methode „Kollegiale Beratung“. Der Blogbeitrag stellte Erfahrungen, Tools und Themen aus dem Twitterchat dar. Außerdem gibt es weiterführende Links zu dieser Gruppengesprächsmethode.

Fortbildung in Bibliotheken sah sich das Echtzeit-Umfrage-Tool Mentimeter an und meinte, dass man es bei Schülerführungen einsetzen könnte.

Nicht jede Bibliothek hat alle Zeitschriften. Die Zweigbibliothek Medizin der Universität Münster zeigte in einem Blogbeitrag „Elf Wege an Zeitschriften-Artikel zu kommen, die nicht in Münster verfügbar sind“ (via Netbib).

Der VDB Blog verlinkte auf die Texte des ab Januar 2020 geltenden neuen Tarifvertrages für die Länder. Dann werden für Beschäftigte in Bibliotheken die gleichen Tätigkeitsmerkmale gelten wie für die anderen Angestellten im öffentlichen Dienst.

 

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14. Oktober 2019 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (48.KW’18)

Die Weihnachtszeit hat begonnen. Bibliothekarisch.de erfreut uns auch in diesem Jahr mit einer Übersicht der zahlreicher Adventskalender. Fortbildung in Bibliotheken verlinkte auf Lehrer-Online. Dort sind Ideen und Materialien mit weihnachtlichen Themen zur Nachnutzung verfügbar. ZBW Mediatalk stellte Leitfäden und Tutorials zur Erstellung von Open Educational Resources zusammen.

Vier aktivierende Methoden, die die Aufmerksamkeit von Schülern bei Bibliotheksführungen sichern und den Lerneffekt verbessern, erläuterte Ulrike Hanke in einem Video bei Youtube.

Dr. Harald Müller bot in Zusammenarbeit mit der Büchereizentrale Niedersachsen das Webinar „Datenschutz in Öffentlichen Bibliotheken“ an. Die Aufzeichnung ist online verfügbar, siehe Fachstelle ÖB NRW oder Fortbildung in Bibliotheken.

Schweitzer Fachinformation veröffentlichte einen Ratgeber zu E-Books (via Archivalia). Man kann ihn downloaden, kostenfrei als Druckexemplar bestellen oder in den Filialen erhalten.

Bernhard Mittermaier (Bibliothek am Forschungszentrum Jülich) erklärt in einem Podcast das wissenschaftliche Publikationssystem. Dabei wird auch deutlich, wie stark die Menge der Veröffentlichungen gestiegen ist. „Von 2003 bis heute wurde genauso viel publiziert wie vom Beginn der Menschheitsgeschichte bis 2003.“, siehe VÖBBlog.

In einem Positionspapier setzte sich der dbv für Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Das gilt nach Meinung des Verbandes auch für politisch umstrittene Werke, die ansonsten rechtskonform sind. „Die bibliothekarischen Verbände fordern ihre Mitgliedsbibliotheken sowie Politik und Gesellschaft dazu auf, die Diskussion über gesellschaftlich und politisch umstrittene Werke zu ermöglichen und zu führen, um so die Meinungsvielfalt und damit letztlich die demokratischen Strukturen zu stärken.“ Fachstelle ÖB NRW ging auf den Umgang der Stadtbibibliothek Bremen mit solchen Werken ein.

Archivalia zeigt sich von der Recherche in Google Books enttäuscht und empfiehlt „mehr HathiTrust nutzen!“ (Link zu HathiTrust). Meine Ergänzung für Hartnäckige: zusätzlich noch das InternetArchive probieren. Die Chance, dass wenigstens eins der drei Portale neue Erkenntnisse bei eigenen historischen Recherchen bringt, ist recht gut.

Meistens werden herausragende Leistungen prämiert. Aber es gibt auch den „4.0-Award für außerordentliches akademisches Scheitern„. Bento sprach mit einer Autorin (via Archivalia).

Nützliche Tools beim #bibtag18, Teil 1: Schnitzeljagd & Serious Game

Hot Splitter Actionbound

Actionbound, die digitale Erlebnisrallye, war das Thema im Hot Splitter am Mittwoch. Christian Wendt aus dem Team des Anbieters stellte die Software vor, die 2016 einen Sonderpreis gewann (digita – Deutscher Bildungsmedien Preis). Mit dem Bound-Creator werden Aufgaben erstellt, die vielfältig sein können: man kann raten, schätzen, bestimmte Orte/QR-Codes finden und dabei Neues erfahren. Die Teilnehmer benötigen eine App auf ihrem mobilen Gerät, mit dem sie durch die Gegend laufen und die Aufgaben lösen. Im Bibliothekskontext eignet es sich sowohl für Führungen als auch Ausstellungen oder zur Weiterbildung. Schon über 300 Bibliotheken haben die Software im Einsatz. Wobei man natürlich erwähnen muss, dass sie für die Nutzung von Institutionen kostenpflichtig ist. Dafür steht der Server in Deutschland. Es werden so wenig wie möglich Daten abgefragt, versicherte der Actionbound-Mitarbeiter. Die private Nutzung für Geburtstage oder ähnliches ist kostenfrei. Wer es mal für die Einrichtung ausprobieren möchten, dem wird ein Testaccount empfohlen, damit erstellte Bounds (Schnitzeljagden) auch später weiter genutzt werden können. In der näheren Umgebung gibt es bestimmt auch schon Bounds, die man spielen könnte (siehe Weltkarte). 135.000 Bounds wurden bereits in verschiedenen Sprachen erstellt. Optische Anpassungen sind möglich, das ist eine Frage von Aufwand und Finanzen.

Serious Game „Lost in Antarctica“

Von Lost in Antarctica hatte ich schon gehört und ließ mir die Chance, das Spiel beim Bibliothekartag testen zu können, nicht nehmen. Im Hands_On digital konnte man in dieser Hinsicht aktiv werden (Präsentation). Ja, ich mag diese interaktiven Formate! 🙂 Das E-Learning zur Verbesserung der Informationskompetenz ist hier in ein interessantes Spiel eingebettet mit Videos, interaktiven Screenshots und vielfältigen Aufgaben alles verpackt in ein schönes Design mit netten Details. Es wurde zusammen mit Studierenden der Wirtschaftsinformatik entwickelt. An der TU Braunschweig (Medienbildung Blog mit Video) erhält man für das Bestehen 2 ECTS-Punkte. Die Aufgaben sind nicht zu einfach. Mit 12 Leveln hat es eine große Bandbreite an Inhalten, die aufeinander aufbauen. Wir bekamen in der Veranstaltung auch einen Einblick in den Code. Das Spiel ist zur Nachnutzung gedacht. Man kann Aufgaben ändern. Dafür gibt es Anleitungen. Schon für die Kooperationspartner an der TU Clausthal und der TIB Hannover waren Anpassungen nötig. Der Beitrag von Eckardt, Kibler & Robra-Bissantz in Proceedings der Teaching Trends 2016 (S.49-61) enthält auch Leitlinien zur Nachnutzung. Bei diesem umfangreichen Spiel ist der Aktualisierungsaufwand sicher nicht zu unterschätzen. Man kennt das aus Kursvorbereitungen: Links ändern sich, Internetseiten verschwinden, werden komplett umgebaut, Medien ausgesondert usw.

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19. Juni 2018 at 08:15

Gelesen in Biblioblogs (35.KW’17)

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ZBW-Mediatalk stellte eine Liste von Kenntnissen zusammen, die nötig sind, damit Forschende Open Science leben können. Sie beruhen auf den Ergebnissen einer Umfrage der EU-Working Group on Education and Skills under Open Science. Bisher mangelt es noch an Trainingsangeboten bzw. sind sie zu wenig bekannt. „Davon abgesehen würden die meisten Forschenden, die dies noch nicht gemacht haben, gerne an Open-Access- oder Open-Data-Kursen teilnehmen.“ ergab die Studie.

Ein Plakat des Büchereiverbandes Österreich erklärt die Bibliothek in bunten Bildern. Das kann sowohl für Bibliothekseinführungen für Kinder nützlich sein, aber auch helfen, wenn es mal Verständigungsprobleme gibt, siehe VÖBBlog. Was man bei Fotos von Bibliotheksveranstaltungen alles beachten sollte (auch rechtlich), erklärt ein Beitrag im Blog Fachstelle ÖB NRW.

Lernen am Arbeitsplatz – die Unterschiede zwischen von Organisationen arragierten und selbstorganisiertem Lernen stellte ein Beitrag auf der Internetseite Modern Workplace Learning Magazine dar (via Fortbildung in Bibliotheken).

Eine überarbeitete und erweiterte 5. Auflage „Portale zu Vergangenheit und Zukunft : Bibliotheken in Deutschland“ ist nun online verfügbar,  auch in englischer Sprache (via BID).

Ein Bibliotheksumzug ist immer eine große Herausforderung. Die Kommission für One-Person Librarians des BIB hat ihre Checkliste Nr. 1 überarbeitet und stark erweitert, um damit eine Hilfestellung zu geben (via Netbib).

 

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4. September 2017 at 09:00

Austausch über Informationskompetenz auf dem #bib7

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Schüler, Erstsemester, Fortgeschrittene – für alle sind verschiedene Formen von Führungen oder Schulungen möglich. In der Session gab es zahlreiche, ganz praktische Erfahrungsberichte.

Gerade Erstsemester, die schon mit vielen neuen Dingen konfrontiert werden, gilt es, zuerst einmal für die Bibliothek zu erwärmen, als Arbeitsplatz und mit netten Leuten, die man gern fragen kann, wenn man bei der Literatursuche nicht weiter kommt. Denn diese gleich mit zu vielen Informationen zu überhäufen, wird als wenig erfolgversprechend angesehen.

Für richtige Einführungskurse zum Recherchieren wurde ein recht interessantes Konzept vorgestellt, bei dem 1/3 der Gruppe an einer Führung teilnimmt und 2/3 der Gruppe (jeweils 2 Personen gemeinsam) eine Aufgabe lösen. Dabei fungiert die/der BibliothekarIn als AnsprechpartnerIn bei Fragen. Danach führt jeder Führungsteilnehmer zwei von den Aufgabenlösern durch die Bibliothek, und diese berichten ihm auch von ihren Aufgaben. Sich gegenseitig Datenbanken vorstellen, lautete eine andere Variante, bei der das Gelernte zeitnah an andere weitergeben und somit gefestigt wird.

Auch andere moderne, didaktische Methoden der Erwachsenenbildung sollten für Bibliothekare geschult und dann stärkere Berücksichtigung in Schulungskonzepten finden, so ein weiterer Anstoß, der ebenfalls schon umgesetzt wird.

Die Bibliothek für ein spezielles Thema, welches im Semester behandelt wird, zu buchen, war ein weitere Variante, die bereits praktiziert wird. Das wird gut angenommen, bedeutet aber eben auch viel Aufwand bei der Vorbereitung. Daher gibt es dieses spezielle Angebot dann nur im Sommersemester, weil zum Studienstart im Herbst schon zu vielen andere Kurse und Führungen anfallen. Die Zusammenarbeit mit Lehrenden wurde allgemein angeraten, da es den Empfehlungen „Gewicht“ verleiht.

Webinare sind ebenfalls im Kommen. Diese können auch aufgezeichnet und angeboten werden, falls jemand den Termin verpasst hat. Wobei man hier schauen muss, für welche Themen sich diese Form eignet.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen an Universitäten nimmt zu, wie der Schreibwerkstatt, dem Multimediabereich oder Rechenzentren.

Für fortgeschrittene Nutzer wurde eine buchbare Sprechstunde als durchaus erfolgversprechend angesehen, bei denen man auf Augenhöhe die aktuellen Fragestellung durchgehen kann (im Beispiel mit 2/3 einer Stelle). Der Zeitpunkt, bei dem die Chance besonders groß ist, auf Interesse zu stoßen, ist stets kurz vor bzw. mit Beginn von Seminar- und Abschlussarbeiten, weil die Fähigkeiten dann akut benötigt werden.

Eine spannende Frage lautete, wie festgestellt werden könnte, ob die Kurse zur Verbesserung der Fähigkeiten beigetragen haben. Probiert wurde schon, vorher einen Test und dann hinterher einen ganz ähnlichen durchzuführen, um einen Lerneffekt zu sehen und in der Auswertung Schwachpunkte aufzuzeigen und Empfehlungen anzubringen. Für Studierende gibt es auch hier durchaus mal einen Pflichtest zum Schluss, der mindestens beim 3. Versuch bestanden werden muss.

Doch was macht man, wenn die Kapazitäten fehlen. In einem Beispiel werden z. B. Kurse für Lehrer angeboten, die dann ihrerseits die Führungen in der Bibliothek nach zeitlicher Absprache durchführen. Als weitere Variante wurden Audioguides statt Führungen vorgestellt.

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27. September 2014 at 07:00

Veröffentlicht in BibCamp 2014

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Gelesen in Biblioblogs (27.KW’14)

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Ist das ein historischer Moment?! Am dem 1. Juli 2014 löst RDA nach und nach das seit langem in Deutschland genutzte Regelwerk RAK ab, erinnerte Netbib und verwies auf das Wiki der Gemeinsamen Normdatei (enthält viele Links zu den Regeln).

Der Lehrfilm „Auskunft ist Jazz — Das bibliothekarische Auskunftsinterview“ soll verdeutlichen, wie man ein Nutzern an der Auskunftstheke begegnet (siehe Bibliothekarisch.de). Eine Checkliste, die die Erkenntnisse zusammenfasst, gibt es ebenfalls als Youtube-Video.

Zur „Bibliothek des Jahres 2014“ wurde die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) gekürt (via NRW-Blog u.a.). Gelobt wurde in der Pressemitteilung unter anderem: „Die Bibliothek beschreitet mit dem Einsatz von sozialen Medien selbstbewusst neue Wege in der Dienstleistung für die Informationsversorgung und geht damit weit über die üblichen Bibliotheksstandards hinaus.Herzlichen Glückwunsch!

3D-Drucker in der Zukunftswerkstatt

3D-Drucker in der Zukunftswerkstatt

Die 112. Ausgabe von “This Week in Libraries” ist online. Die Sendung wurde auf dem Bibliothekartag in Bremen gedreht und beschäftigt sich mit dem Thema Makerspaces, siehe LIS in Potsdam. Der Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam sponserte diese Aktion.

Im dbv-Newsletter 25 (2014) gibt es unter anderem Infos und Links zu Themen wie dem Bibliotheksgesetz für Rheinland-Pfalz, Open Access-Strategien in Berlin und Dänemark sowie dem Förderprogramm Public Libraries 2020 (via VÖBBlog).

In der Ausgabe 1 von 2014 (Bd. 2) der „027.7 : zeitschrift für Bibliothekskultur“ dreht sich alles um Konsortien & Konsorten (via Bibliothekarisch.de)

Eine Bibliotheksführung für Plüschtiere?! Ja, das gibt es in Japan. Die Erlebnisse der nächtlichen Aktion (ohne Kinder) werden in Fotos festgehalten. Auch wenn man die Internetseite natürlich nicht lesen kann, die Bilder sind lustig (via Netbib).

Anläßlich des bevorstehenden IFLA Kongresses in Lyon stellte das Goethe-Institut Trends aus der Bibliotheksszene in Deutschland und Frankreich vor (via Globolibro).

Extremsportarten in Bibliotheken zeigte Bibcomic. 😉

Gelesen in Biblioblogs (33.KW’13)

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Mit einer schlechten Nachricht begann die 33. Kalenderwoche. Die Deutsche Internetbibliothek beendet wegen sinkender Nachfrage ihr Angebot zum Jahresende (via Netbib & ÖBiB).

Auch sonst hat das Internet seine Tücken. Rache und Mord: Das war zu viel für den Webfilter der British Library, der die Online-Ausgabe der Tragödie von Hamlet, Prinz von Dänemark (von William Shakespeare) sperrte. Ein Beispiel für die ungewollte Wirkung von Netzfiltern meinte die Zeit (via VÖBBlog).

Um die Kinder besser auf das Thema Cybermobbing vorzubereiten, wurde auf Initiative des Landesverband Bayern des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. das Online-Spiel „Jakob und die Cybermights“ entwickelt (via NRW-Blog).

IFLA 2013

IFLA 2013

Am letzten Wochenende startete der IFLA Weltkongress in Singapore. Aktuelle Informationen dazu gibt beim IFLA express (via Netbib).

Wie man ein Bibliotheksführungsvideo möglichst kostengünstig produziert, erklärte thewikiman (via Fortbildung in Bibliotheken).

Ein Buch, welches nur 1,02 Millimeter dick ist?! Das ist eher eine Kuriosität und weniger zum Lesen gedacht. Dazu braucht man schon ein Mikroskop. Einen Bericht mit Fotos findet man bei Gizmodo (via Netbib).

Die Bilder von den niedlichen Lego-BibliothekarInnen wurden in der letzten Woche öfter im Internet verlinkt. Wer sie noch nicht gesehen hat, schaut beispielsweise im Blog von muensterload. 😉

Foto: Aravind Sesagiri Raamkumar bei Flickr (CC-Lizenz: BY-NC-SA 2.0)

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19. August 2013 at 06:00

Staatsbibliothek zu Berlin, neuer Lesesaal

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Aufgang zum Großen Lesesaal

Aufgang zum Großen Lesesaal

Am 18. April 2013 besuchte unsere Landesgruppe Brandenburg des BIB e.V. den erst im März 2013 nach der Sanierung und Neugestaltung wieder eröffneten nördlichen Bereich der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden. Die Medien hatten schon viel über den spektakulären Bau des deutschen Architekten HG Merz berichtet (z.B. rbb oder Detail mit wunderschönen Pressefotos von J.F. Müller). Und wir wurden nicht enttäuscht.

Bereits 1661 gründete Friedrich Wilhelm von Brandenburg die heute größte, wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum. Das bedeutete, er stellte seine Sammlung von ca. 2.000 Bänden Gästen und Gelehrten zur Nutzung zur Verfügung. Im 18. Jahrhundert war der Bestand bereits auf 50.000 Bände angewachsen.

Die königliche Bibliothek zog schließlich 1914 in das große, von dem Architekt Ernst von Ihne entworfene, Gebäude Unter den Linden ein. Im Zentrum befand sich ein Kuppellesesaal (siehe auch Foto in der BZ), der leider im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört wurde. Nach einigen Übergangslösungen gibt es nun einen neuen, großen, quadratischen Lesesaal mit 9.000 m² Nutzfläche und 250 Leserplätzen. Wegen des großen Interesses bietet die Staatsbibliothek regelmäßig Führungen an.

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23. April 2013 at 06:00

Bibliothek des Museums für Kommunikation in Berlin

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Hohe Regale in der Bibliothek

Hohe Regale in der Bibliothek

Am 30. November besuchte unsere BIB-Landesgruppe Brandenburg die Bibliothek des Museums für Kommunikation in Berlin. Die Museumsbibliothek blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es gab sie schon im Reichspostmuseum. Ein großer Teil der Bestände landete nach der Auslagerung im 2. Weltkrieg allerdings in der Museumsbibliothek in Frankfurt/Main, denn es gibt drei Museen dieser Art in Deutschland. Inzwischen bestehen gute Kontakte zwischen den Bibliotheken.

Überraschend für uns war, dass die Bibliothek öffentlich zugänglich ist und sogar Bestände ausleiht. Die Nutzung ist kostenfrei. Falls jedoch MitarbeiterInnen des Museums bestimmte Literatur für ihre Arbeit benötigen, muss diese sofort zurück gebracht werden.

Es ist die Bibliothek der hohen Räume. Daher sind die Regale mit Leitern ausgestattet, damit die Benutzer auch die oberen Regalbretter erreichen. Doch was findet man dort eigentlich? Philatelie, Post- und Kommunikationsgeschichte sind die hauptsächlichen Themen. Besonders gefragt sind die aktuellen Briefmarkenkataloge, wie uns die Leiterin der Bibliothek verriet. Aber auch die umfangreiche Sammlung alter Telefonbücher erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Wir durften mit ins Magazin und sahen viele interessante Bücher und Zeitschriften. Die Bestände der Bibliothek sind über einen Online-Katalog zugänglich.

Als krönenden Abschluss gingen wir in die Schatzkammer des Museums. Hier sieht man eine der berühmtesten Briefmarken der Welt: die blaue Mauritius!

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6. November 2012 at 06:00

Veröffentlicht in Bibliotheksbesichtigung

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Gelesen in Biblioblogs (30.KW’11)

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In seiner Bachelorarbeit „Konzeption und Kontextualisierung Virtueller Bibliotheksführungen“ (online lesbar) geht Christoph Hölzel der Frage nach, wie man virtuelle Bibliotheksführungen optimal gestaltet (via Infobib) Das klingt jetzt nicht so kompliziert, aber es gibt doch vieles zu beachten. Vor allem sollte man bedenken, dass die potentiellen User nicht unbedingt so „ticken“ wie BibliothekarInnen. Es wird „eher gescannt und überflogen als gelesen“ (S. 37) und gedankenlos durchgeklickt. Da gilt es, nicht zu hohe Ansprüche an die Denkleistung zu stellen und sich in der „Kunst der Nicht-Schreibens“ zu üben. Mittels seiner selbsterstellten Checkliste analysiert der Autor verschiedene Internetangebote. Diese Liste kann sicher auch als Gedankenstütze bei der Erstellung eigener virtueller Bibliotheksführungen oder deren Überarbeitung nützlich sein.

Logo für Open Access (links) und Closed Access (rechts)

Logo für Open Access (links) und Closed Access (rechts)

Woran erkennt man eigentlich auf Anhieb, wenn die Publikation nicht frei lesbar ist? Damit hat sich Jakob Voß beschäfigt und das Logo für Open-Access-Artikel der Public Library of Science (PLoS) entsprechend angepasst. Nützlich wäre diese Kennzeichnung unter anderem in den Quellenangaben von Artikeln (Beispiel in Wikipedia). Man sieht dann sofort, bei welchen Literaturquellen ein Zugang problemlos möglich ist.

Urheber, die für ihre Veröffentlichungen Creative-Commons-Lizenzen vergeben, können sich nun sicherer fühlen. Das Landesgericht Berlin hat in einem Urteil zugunsten einer Klägerin entschieden, die gegen die Verletzung der Lizenzbedingungen ihres Fotos geklagt hatte (siehe ifrOSS).

Na, wer online lesen will, muss natürlich erstmal online sein. Im (N)ONLINER Atlas 2011 erfährt man, wie der aktuelle Stand der Internetnutzung in Deutschland ist (via NRW-Blog).

Google Scholar, die Suchmaschine für wissenschaftliche Publikationen testet die Einbindung eines neuen Dienstes, der anzeigt, wie oft und in welchem Jahr die jeweilige Veröffentlichung zitiert wurde (via Wisspub.net).

Schon seit einer Weile stellt der Bibliotheksdienstleister DiViBib ein App für die Onleihe für iPad und iPhone kostenfrei zur Verfügung. Nun meldet das Börsenblatt die Bereitstellung eines entsprechenden Apps für Android Smartphones, dem Betriebssystem von Google (via NRW-Blog).

Die E-Book-Ausleihe mit Cloud-Technologie startet 3M Library Systems nun in den USA. Diese neue Methode soll den Aufwand für die Kunden deutlich reduzieren (via NRW-Blog).

Expedition 2.0 heißt das neue Spiel, das ein Student der Hochschule der Medien Stuttgart entwickelt hat. In den Sommerferien kann so jeder Besitzer eines Foto-Handys, welches QR-Codes lesen kann, in Stuttgart auf Schnitzeljagd gehen. Ob das nicht auch etwas für Veranstaltungen in Bibliotheken wäre, fragt sich Netbib.

Die Bewohner von Bibliotheken waren in der letzten Woche gleich in zwei Zeitungsartikeln ein Thema. Der Westen machte auf eine Fotoausstellung aufmerksam, die Leser an den Lieblingsplätzen der Stadtbibliothek Duisburg zeigt (via Netbib). Einen begeisterten Bibliotheksnutzer stellte die Hannoversche Allgemeine vor. Liam geht in die erste Klasse und liebt das Lesen (ebenfalls via Netbib).

Abbildung: beide Logos: Wikimedia, links: art designer at PLoS (CC BY-SA 3.0); rechts: Jakob Voß, influenced by original art designed at PLoS, modified by Wikipedia users Nina and Beao (CC0)