Lesewolke

Just another librarian weblog

Posts Tagged ‘Bibliotheksstrategie

Gelesen in Biblioblogs (37.KW’20)

In einem weiteren Teil der Reihe „5 Funktionen für eine digitale Gesellschaft“ befasste sich die Fachstelle ÖB NRW mit der „Bibliothek als Ort für Inspiration“ und erläuterte, welche Aufgaben und Ressourcen es umfasst.

Auch eine schöne Idee: Die Stadtbibiothek Köln hat in ihren Blog ein Online Escape Spiel eingebaut (via Fachstelle ÖB NRW).

Zu den nomierten Bilderbüchern für den Deutschen Jugendliteraturpreis entwickelten Katja Eder und Jule Pfeiffer-Spiekermann praktische Konzepte zur Leseförderung (via Fachstelle ÖB NRW).

Fortbildung in Bibliotheken meinte, dass sich auch einige bibliothekarische Aufgaben im Home Office erledigen lassen und verwies auf einen Beitrag bei idw-online zu einer Studie, die „Die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Home-Office“ untersuchte. Das Fazit ist positiv.

Forschungskreislauf unterstützen oder Sammlungen pflegen/erweitern?! Michael Knoche ging in seinem Blog auf eine Kritik von Klaus Ceynowa (Bayerische Staatsbibliothek) ein, der meinte, dass Bibliotheken nicht mehr die richtigen Schwerpunkte setzen.

Springer Nature und ResearchGate testeten in einem Pilotprojekt, wie man zum beiderseitigen Nutzen zusammenarbeiten könnte, siehe Buchreport (via MedInfo).

Die Internationale Vereinigung der bibliothekarischen Verbände und Einrichtungen (IFLA) plant eine Änderungen der Organisationsstruktur. Ein Entwurf wurde veröffentlicht, der von Mitgliedern und Aktiven gern kommentiert werden kann, siehe Fachstelle ÖB NRW.

Michael Knoche veröffentlichte einen geplanten Zeitungsartikel, den er im September 1990 zur Lage der deutschen Bibliotheken verfasst hatte (also kurz vor der Wiedervereinigung) und ermöglicht damit einen Rückblick, wie die Situation zu dieser Zeit eingschätzt wurde.

Bei Libraries happen gab uns Steffi wieder einen Einblick in den Bibliotheksalltag. Ja, Studies mögen es warm! 🙂

Written by lesewolke

14. September 2020 at 11:00

Gelesen in Biblioblogs (25.KW’20)

Der Bibliotheksverband kürte die Bibliothek des Jahres 2020 (via Fachstelle ÖB NRW). Gewonnen hat die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek. In der Pressemitteilung werden unter anderem die Aktivitäten in der „strategischen Open Science-Transformation, Open Access, Forschungsdaten und der digitalen Langzeitarchivierung“ betont und Services hinsichtlich „Forschungsdaten, 3D-Objekte oder audiovisuelle Medien“ hervorgehoben. Seit diesem Jahr gibt es außerdem den Preis Bibliothek des Jahres 2020 in kleinen Kommunen und Regionen. Er wurde an die Stadtbibliothek Gotha vergeben. Ausschlaggebend war die „auf sehr unterschiedliche Zielgruppen abgestimmte Bildungs- und Medienarbeit„.

Karsten Schuldt störte sich in seinem neuesten Blogpost bei Bibliotheken als Bildungseinrichtung daran, dass Bibliotheken gern einfach behaupten, bestimmte gesellschaftliche Aufgaben zu erfüllen ohne es zu belegen, zu erforschen oder zu diskutieren. Im Beispiel geht es um das Argument „gegen Armut helfen„. Doch dazu müsste man vorab folgenden Fragen nachgehen: „Nutzen den Menschen in Armut die Bibliothek so? Sehen sie die auch so oder anderes? Was denken die über Bibliotheken?„.

Wer sich viele eigene Bücher leisten kann und möchte (oder schenken lässt), hat dann andere Probleme. Viele eigene Bücher machen einen Umzug zur Herausforderung. Aubib empfiehlt Obstkisten zum Transport der Schwergewichte. Trotzdem schrecken Büchersammlungen  freundliche Umzugshelfer trotzdem schon mal ab.

Ilona Munique, Jürgen Plieninger sahen sich das „Praxishandbuch Strategische Planung und Controlling in Bibliotheken“ von Petra Düren und Regine Lipka an und schrieben einen Rezension. Demnach wäre es als Einführungswerk durchaus geeignet und punktet mit praktischen Beispielen, ist aber „weder Ergänzung noch Vertiefung„, siehe Fortbildung in Bibliotheken.

 

 

Written by lesewolke

22. Juni 2020 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (18.KW’19)

In der Ausgabe 35 der Online-Zeitschrift Libreas beschreiben M. Voigt & S. Dittmann in ihrem Beitrag den Workflow für den Zweitveröffentlichungsservice der TU Berlin (via VÖBBlog). Wissenschaftler können Listen mit ihren Publikationen einreichen, bei denen sie eine Zweitpublikation auf dem institutionellen Repositorium wünschen.

Karsten Schuldt kritisierte im Blog Bibliotheken als Bildungseinrichtung, dass sich Bibliotheken für ihre Konzept- und Strategiepapiere zu wenig mit Forschungsergebnissen auseinandersetzen und Entscheidungen oft „nicht auf der Basis von wirklich überprüftem, nachvollziehbaren, systematisch erworbenen Wissen getroffen“ werden.

Videos finden, die nicht bei Youtube sind? Digithek Blog hat eine Suchmaschine entdeckt: Petey Vid. Für alle, die selbst Videos erstellen möchten, empfahl der Praxisblog Medienpädagogik die Videoschnittsoftware Olive (via Fortbildung in Bibliotheken). Im Moment ist diese Open-Source-Software aber noch im Alpha-Stadium.

Die Fachstelle ÖB NRW stellte das Kooperationsprojekt „Storytelling“ vor. Mit Hilfe von Tablets und verschiedenen Apps werden kleine Filmprojekte gestartet, um die Medienkompetenz zu fördern.

Die interaktive Ausstellung der British Library zur Entwicklung der Schreibkultur „Writing: Making your Mark“ ist das Thema eines Beitrags der Welt in Wort und Video (via VÖBBlog).

Contractlibrary machte auf ein spezielles Angebot des Medienzentrums in Eupen aufmerksam. Hier gibt es eine Pflanzensamen-Tauschbörse (Granothek). Nutzer können Saatkörner aus eigener Ernte mitbringen und dafür andere eintauschen. BRF Nachrichten hat dazu noch Fotos sowie einen Audio- und Videobericht.

Aubib berichtete über das 400jährige Jubiläum der Universtitätsbibliothek Würzburg. Neben einer Geburtstagsparty sind im Jubiläumsjahr viele Aktionen, Führungen und Lesungen geplant.

Written by lesewolke

6. Mai 2019 at 08:40

Gelesen in Biblioblogs (22.KW’18)

Auf das Sondergutachten der Monopolkommission zur Buchpreisbindung verlinkte Archivalia. Sie sprach sich im Fazit für eine Abschaffung dieser Preisbindung auf (S. 93, Pkt. 341), da dem Eingriff in den Markt kein klar definiertes Schutzziel gegenüber steht. VÖBBlog veröffentlichte eine Stellungnahme des Börsenvereins zu dem Gutachten.

Die Fachstelle ÖB NRW hat Links zusammengetragen, die bei der Beachtung der Datenschutzgrundverordnung helfen sollen. Archivalia verlinkte auf zwei Beiträge, die sich damit befassen, dass zahlreiche Blogs angesichts der DSGVO lieber gleich vom Netz gegangen sind oder zumindest die Interaktionsmöglichkeiten eingeschränkt haben.

Welche Themen und Diskurse beschäftigten Bibliotheken in den letzten ca. 150 Jahren? Karsten Schuldt schaute in die Literatur und zeigt am Beispiel der Schulbibliotheken, was gedacht, behauptet und als verbesserungswürdig angesehen wurde.

Die Methode der SWOT-Analyse wird an einem bibliotheksspezifischen Beispiel von der Fachstelle ÖB NRW erläutert. Dabei werden mögliche Stärken und Schwächen aufgelistet, um daraus eine Strategie zu entwickeln.

Eine englischsprachige Infografik zu Metadaten findet man bei Bibliothekarisch.de.

Ein Video der Bundeszentrale für politische Bildung, welches OER erklärt nebst Linktipps, gibt es bei Bibliothekarisch.de. „Persönliche Unterstützungsangebote mit digitalen Medien: Buddies, Mentoring und Co“ lautete des Thema einer e-teaching.org-Online-Veranstaltung, die auch aufgezeichnet wurde, gefunden von Fortbildung in Bibliotheken.

Das #bibreise-Team besuchte indes die Bibliotheken in Gescher und Stadtlohn, siehe Fachstelle ÖB NRW.

Hier noch eine interessante Empfehlung von Bibtexte: „Das Bild der Bibliotheken, Bibliothekarinnen und Bibliothekare im deutschen Fernsehen“, die Dissertation von Ute Engelkenmeier.

Written by lesewolke

4. Juni 2018 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (30.KW’17)

leave a comment »

„Lesen macht stark“ stellt nun in einer Broschüre eine verschiedene erprobte Projektbeschreibungen für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen vor, z.B. Comic-, Film-, Foto-, Theater-, Gaming-Projekte sowie Stadtrallyes (via Fachstelle ÖB NRW).

Über Explora, eine Plattform ETH-Bibliothek berichtete Elisabeth Steiger in Archive 2.0. „Marmor macht Architektur : ein Baumaterial mit Geschichte“ heißt der neueste Beitrag, der Fotos, Interviews und Buchdarstellungen einbindet.

Bibliotheksstrategie, Statistiken und Analysen sind das Thema einer Reihe im Blog der Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW (Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Eine umfangreiche Bibliographie zum Berufsbild Bibliothekar_in pflegt Library Mistress. Inzwischen gibt es neue Unterseiten wie Krimireihen und Bibliothekserotika, siehe Blog.

Der Verlag Elsevier klagte bei einem New Yorker Gericht gegen Schattenbibliotheken, wie Sci-Hub und LibGen, deren Mitglieder Artikel herunterladen und kostenfrei zur Verfügung stellen (via Scinoptica). 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz wurden dem Verlagsriesen zugesprochen. Laut Telepolis wären das 150.000 Dollar pro Artikel. Da fragt man sich, warum wissenschaftliche Autoren und Reviewer meist nicht mal für ihre Arbeit entlohnt werden. Allerdings ist der juristische Sieg eher symbolisch, denn auf die Server und ihre Betreiber in Osteuropa haben US-amerikanischer Strafverfolgungsbehörden keinen Zugriff.

Written by lesewolke

31. Juli 2017 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (5.KW’16)

leave a comment »

Illustration TwitterAm 2. Februar 2016 fand der #EDchatDE Nummer 113 statt. Bei diesem Twitterchat, der jede Woche Dienstag von 20-21 Uhr durchgeführt wird, treffen sich Twitterer, die sich für Bildungsthemen interessieren. Das Thema in dieser Woche lautete “Die Bibliothek und das Lernen der Zukunft”. Das rief auch einige Twitterer aus dem Bibliothekswesen auf den Plan. Ich war ebenfalls neugierig auf diesen Twitterchat. Die neun Fragen wurden bereits im Vorfeld im Blog von #EDchatDe veröffentlicht. Es war gar nicht so einfach, schnell mitzulesen und noch etwas beizutragen (hier kurz ein paar Tweets als Storify).

ZBW-Talk sah sich Snapchat an. Hier handelt es sich um ein Tool, welches vor allem zum Teilen von Fotos und Videos (Filmlänge max. 10 Sekunden) genutzt wird. Nach 24 Stunden werden die geteilten Inhalte gelöscht. Beliebt ist das Netzwerk besonders bei Jugendlichen. Birgit Fingerle hat ihrem Beitrag auch einige Ideen für den Einsatz für Bibliotheken parat: „Tutorials, ein Blick hinter die Kulissen, den Einsatz von Bibliotheksservices live demonstrieren, Reisen oder die oben genannten Berichte von Veranstaltungen.“ Eine Infografik zur Nutzung von Snapchat teilte Bibliothekarisch.de.

Das Institut für Demoskopie Allensbach veröffentlichte nun die Ergebnisse einer Befragung zur Zukunft der Bibliotheken in Deutschland (via NRW-Blog). Die zahlreichen Grafiken werden die Erwartungen und Erfahrungen der Nutzer und Nichtnutzer an öffentlichen Bibliotheken dargestellt.

Globolibro berichtete über die Cedar Rapids Public Libray im Bundesstaat Iowa (USA). Für eine bessere Zukunftplanung führte die Bibliothek eine Interviewrunde mit 40 Bürgern vor Ort durch.

In einer Stellungnahme zum Entwurf des Bibliotheksgesetzes in Schleswig-Holstein sieht der Börsenverein des Deutschen Buchhandelt die Mitwirkung wissenschaftlicher Bibliotheken bezüglich Open Access „so, dass die Bibliotheken ausschließlich vorhandene OA-Angebote von Institutionen und Verlagen erschließen, nicht jedoch selbst OA-Initiativen ergreifen.“ (via Netbib). Im Gegensatz dazu wünscht sich Dr. Tobias Wulf in seinem Blogbeitrag „Open Access – eine optimistischere Perspektive“ von den Universitäten und Forschungsorganisationen „nutzerInnenfreundliche (!) Repositorien und goldene Open Access-Plattformen“ sowie „unermüdliche Beratung und Überzeugungsarbeit“ (via Archivalia).

Bei Deutschlandradio Kultur erläuterte Kolja Mensing, warum die Buchpreisbindung für E-Books eher ungünstig ist (via Archivalia). Denn bei zu hohen Preisen werden die Leser immer mehr dazu übergehen, Flatratangebote zu nutzen.

Architektonisch sehenswert, aber leider nicht ganz dicht ist die Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin. Über einen Dachschaden, der aktuell nur mit vielen kleine Eimern aufzufangen ist, berichtete die Berliner Morgenpost (via VÖBBlog).

Grafik: OpenClipartVectors bei Pixabay (Lizenz: cc0)

Gelesen in Biblioblogs (10.KW’14)

leave a comment »

Einen wirklich guten Ruf haben und den Etat zusammengestrichen zu bekommen kann man beides auf einmal haben.“ stellte Karsten Schuldt in Bibliotheken als Bildungseinrichtung fest und geht auf ein Programm in Pennsylvania ein, welches sich für Schulbibliotheken einsetzte. Eine aktive Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern, um diese für die reale Situation zu sensibilisieren könnte ein möglicher Weg aus der Finanzkrise sein.

Viel Lob, aber auch Kritik gab es von den Studierenden für die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg in TestbildTV – dem monatlichen Campusmagazin für Hamburg, siehe Netbib. 😉

29 Kolummnen von Michael Casey und Michael Stephens, die ursprünglich im Zeitraum 2007 – 2009 im “Library Journals” erschienen, wurden nun als freies E-Book „The Transparent Library“ veröffentlicht, PDF-Version und Dropbox-Kindle-Version (via Bibliothekarisch.de).

Vor allem öffentliche Bibliotheken haben es nicht leicht mit den Möglichkeiten, die die Verlage bezüglich E-Books bieten. Dörte Böhner veröffentlichte bei Bibliothekarisch.de eine Diskussion, die die Probleme der Onleihe verdeutlicht.

Auf den Seiten des ekz sind Vortrags-Audios und Skripte der Veranstaltung „Chancen 2014: Erfolgsfaktor Bibliotheksstrategie“ online (via NRW-Blog und Blog Chancen 2014).

Für Vortrage gibt es jetzt Prezi, Präsentationen bei denen fröhlich rein- und rausgezoomt wird, auch auf Deutsch, meldete Fortbildung in Bibliotheken.

Wie lebt man als Bibliothekarin im südschwedischen Kristianstad? Fragen über ihre Lebensweise, Ansichten und den Alltag beantwortete Marta Ondrus in Brandeins und Netbib titelte dazu „Europa? Überaltert und gesetzt.“

Ganz anders liegen die Interessen von Lambert Heller. Im Newsletter der TIB Hannover berichtete er über Open Science Lab und über den Workshop Book Sprints, bei dem in 3-5 Tagen mehrere Autoren an einem Buch schreiben (via Netbib).

Nicht nur Open E-Books können für die Darstellung und Integration in Bibliothekskataloge ein Problem sein (siehe 8. Kalenderwoche), schlimmer sieht es noch bei den Open Educational Resources (OER) = offenen Lern- und Lehrmaterialien aus, meinte OpenBibBlog. Am besten eignen sich demnach noch die Daten von YouTube. Spannend sind die Erfahrungen bei der Übertragung in KUG-Katalog.

In eigener Sache:  Ab der nächsten Woche übernimmt Bibliothekarisch.de  dann für eine Weile die Wochenrückblicke. Ein Dankeschön an die Kolleginnen und Kollegen. 🙂