Lesewolke

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Posts Tagged ‘Bibliothekssystem

Gelesen in Biblioblogs (18.KW’16)

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Die Zentralbibliothek der Hochschule Hannover hat das Konzept Roving librarian getestet. Dabei sind Auskunftsmitarbeiterinnen und – mitarbeiter in den Bibliotheksräumen mit einem Netbook unterwegs, um unabhängig vom Auskunftsplatz Fragen zu beantworten. Ein Artikel in „Informationspraxis“ von Andrea Hofmann und Christian Hauschke berichtete nun von der Durchführung dieses Experiments und seinen Erkenntnissen (via Infobib). Demnach waren die „streunenden Bibliothekarinnen oder Bibliothekare“ hauptsächlich damit beschäftigt, Bibliotheksregeln durchzusetzen (insbesondere zur Ruhe zu ermahnen) und praktische Hilfe am Kopierer zu leisten. Echte Auskunftsfragen kamen selten vor. Daher wurde das Konzept von der Bibliothek schließlich als wenig erfolgreich bewertet.

Hochschuldidaktische Maßnahmen zur Vermeidung von Plagiaten erläuterte der HD-Blog der PH Luzern (via Archivalia). Denn wer gute wissenschaftliche Arbeiten ablieferen soll, muss den Studierenden auch Zeit zur Themenfindung und dem Schreiben einräumen, also mehr auf Qualität als auf Quantität setzen. Spezielle Themen und Fragestellungen, die zur Auseinandersetzung mit dem Material anregen, erschweren demnach zusätzlich ein Copy & Paste.

Zahlreiche Videos bei e-teaching.org zeigen Möglichkeiten, wie man die Lehre mit digitalen Elementen anreichern kann (via Fortbildung in Bibliotheken). Mit der Gestaltung von Infografiken beschäftigte sich ein Video bei Bibliothekarisch.de.

Die Zentralbibliothek für Blinde (DZB) startete nun eine Kooperation mit den öffentlichen Bibliotheken in Sachsen, damit Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen direkt vor Ort eine deutlich größere Anzahl von Hörbüchern – von etwa 33.000 Stück ist die Rede – zur Verfügung stehen (via Netbib).

In der vierten und letzten Folge der Bibliothekskolumne „Bibliotheken ohne Bücher“ von Library Mistress drehte es sich um Genbibliotheken, Programmbibliotheken und vor allem Musikbibliotheken, die eingespielte Tonfolgen enthalten, welche man später zu einem Musikstück zusammensetzen kann.

Zu der Veranstaltung „Was man als Nicht-Katalogisierer über RDA wissen muss – eine Einführung in das neue Katalogisierungsregelwerk“ sind nun die Audioaufzeichnungen online (via vdb-Blog).

Der Library Systems Report 2016 (Engl.) auf der Seite von American Libraries gibt einen Überblick der Bibliothekssoftwaresysteme, die aktuell auf dem Markt sind (via Netbib).

Eine Zusammenfassung der Open-Access-Entwicklung, die einst als Idee des freien Zugangs zur Literatur begann und sich nun zu einer „Cash Cow“ für Verlage entwickelt, gab Ulrich Herb in seiner Präsentation „Open Access – die Revolution bleibt aus“, siehe VÖBBlog.

Written by lesewolke

9. Mai 2016 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (9.KW’13)

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Über die Veranstaltung „Bibliotheken und Zivilgesellschaft“ im Januar 2013 in Berlin berichtete Gastautor Gerald Schleiwies bei Bibliothekarisch.de. Ehrenamtliche Arbeit in Bibliotheken ist eben ein schwieriges Thema, da es auch als Bedrohung für bezahlte Stellen gesehen wird.

Nationale und internationale Probleme beim Umgang mit E-Books waren das Thema auf der IFLA-Konferenz “E-Books in Libraries – A Global Question of Survival”. Dargestellt werden  u.a. Unterschiede bei der Nutzung sowie den steuerlichen und rechtlichen Grundlagen in den verschiedenen Ländern (siehe Globolibro).

Große, zentrale Bibliotheken liegen in Deutschland im Trend, die alle Dienstleistungen an einem Ort anbieten. Libreas Blog geht auf aktuelle, englischsprachige Publikationen ein, die ein anderes Ziel vermitteln: „Nicht die Zentralisierung in grossen Häusern wird als effektiv wahrgenommen, sondern das möglichst grosse Eingehen auf die Arbeit der Nutzerinnen und Nutzer (wobei Studieren als Arbeit der Studierenden gilt).“

Welche Web 2.0-Angebote gibt es in den Geschichtswissenschaften? Mit diesem Thema beschäftigte sich Michael Schmalenstroer. Üppig ist das Angebot allerdings noch nicht. Auch in den Kommentaren finden sich ein paar Links.

Und gleich noch ein Hinweis für Geschichtsinteressierte. Eine Sammlung von digitalisierten Zeitungen, die in den Jahren des 1. Weltkrieges erschienen sind, bietet die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart (via Archivalia).

Doch nicht immer sind gemeinfreie Werke aus Bibliotheken leicht bzw. digital zu haben, wie Archivalia in einem umfangreichen Blogbeitrag feststellte.

In die Vergangenheit blickte auch Libreas Blog und recherchierte nach Überlegungen über die digitale Zukunft, wie man sie vor 20 Jahren hatte. Gleichzeitig verblasst die Vorstellung von einer Zeit ohne Internet mehr und mehr.

Effektvoll setzte Roy Tennant von OCLC Worldcat, den Bibliothekskatalog mit fast 300 Millionen Einträgen, in einem kurzen Video in Szene (via Bibliothekarisch.de). Sehenswert!

Verlage beschimpfen Google ja gern als Datenkrake. Gutjahrs Blog berichtete nun, wie Bertelsmann mittels Gutschein-Aktionen Adressdaten von Minderjährigen sammelt, die dann wiederum an Dritte weitergehandelt werden dürfen (via Netbib Weblog).

Die Erfahrungen aus dem MOOC Maker Course zu Massive Open Online Courses sind online (via Fortbildung in Bibliotheken).

Gelesen in Biblioblogs (8.KW’13)

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Eine Idee für eine nutzerfreundliche Kataloggestaltung findet man im Kölner UniversitätsGesamtkatalog KUG. Hier gibt es die nachträgliche Filtermöglichkeit nach ausleihbarer, online verfügbarer bzw. nur einsehbarer Literatur (siehe OpenBibBlog). EconBiz wurde ebenfalls weiterentwickelt und bietet eine visuelle Veranstaltungssuche im Bereich Wirtschaftswissenschaften an (siehe Webis-Blog).

Weil er sich in einem Blogbeitrag von 2010 kritisch über den Verlag Edwin Mellen Press geäußert hat, wurde Dale Askey  wegen Verleumdung verklagt (siehe auch Wisspub.net). Unterstützung aus aller Welt per Online-Petition könnte sicher nicht schaden. So kann man als Verlag natürlich weltweit Schlagzeilen machen. Der Blogbeitrag allein hätte sicher deutlich weniger Aufsehen erregt.

Übrigens hat nun eine Studie festgestellt, dass das geplante Leistungsschutzrecht verfassungswidrig ist, mehr dazu verriet heise.de. Im IUWIS-Blog schätzte Rainer Kuhlen den Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes und des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes ein. Obwohl man sich bemühte, die Position wissenschaftlicher Autoren zu stärken und eine Regelung für verwaiste Werke zu finden, gehen die Verbesserungen doch nicht weit genug (siehe auch Inetbib).

KRIBIBI, der „Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ wurde 30! Herzlichen Glückwunsch! Dazu gibt es einen ausführlichen Artikel in den Mitteilungen der VÖB 65 (2012) Nr. 3/4, der auch bei E-LIS online ist (via VÖBBlog).

„Köln ist seiner Zeit voraus“ meinte die Zukunftswerkstatt. Und das ist nicht übertrieben, denn die Stadtbibliothek bietet nun einen öffentlichen 3D-Drucker an. Doch das ist nicht alles. Die Bibliothek will einen Makerspace einrichten, dessen Eröffnung für Juni geplant ist. Dort soll es möglich sein, Schallplatten zu digitalisieren, Podcasts zu produzieren sowie mit iPads zu komponieren (siehe auch Beitrag auf der Internetseite von Köln).

Eine nette Idee, wie man Leuten Lust auf einen Bibliotheksbesuch machten könnte, hatten drei Studierende der Miami Ad School. In den U-Bahnen soll es kleine Stationen geben, die Leseproben verschiedener Bücher für Smartphones anbieten. Falls das Interesse geweckt wurde, kann sich der Nutzer informieren, in welcher nächstgelegenen Bibliothek das Buch verfügbar ist (via DocNews mit Video).

Science Fiction: Libreas betrachtete das Bibliothekswesen aus der literarischen Perspektive. Na dann, ab ins raum:shift[information science]: 10, 9, 8 … .

Der Harlem Shake hat den Planeten Erde erobert und ist inzwischen auch in Bibliotheken angekommen.  😉 Warum der Erfolg gerade daher rührt (ähnlich wie beim Gangnam Style), dass die Urheber NICHT auf ihre Rechte pochen, erklärte Netzwertig (via Infobib ).

Gelesen in Biblioblogs (7.KW’13)

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In der Inetbib-Liste wurde in der letzten Woche darüber debattiert, ob Buchcover im Bibliothekskatalog Sinn machen. Unter anderem wurde dort auch auf den Artikel der FAZ von Roland Reuß verlinkt, der auf die „zu IT-Fanatikern mutierten Bibliothekaren“ schimpft, die gleich die Buchcover in den Katalog ein- und damit die Nutzer zu Amazon verbinden. E-Books kann der Literaturwissenschaftler und Editionsphilologe schon gar nicht leiden. PaperC hat einen eigenen Blogbeitrag dazu verfasst. Das Schimpfen auf neue Zeiten und die, die es eben besser machen und damit Kunden anlocken, hat nämlich noch nie geholfen. Eine Grafik über die Entwicklung der Kommunikationswege ist in einem Artikel der Wirtschaftswoche enthalten (via Archivalia).

Inzwischen gibt es über das Bibliotheks-Links-Programm von Google die Möglichkeit, die Verfügbarkeit von Volltexten im jeweiligen Campusnetz bereits in der Ergebnisliste von Google Scholar anzeigen zu lassen, wie ein Blogbeitrag der TUHH Univ.-Bibliothek erklärt.

Das neu gestartete Open-Access-Portal PeerJ widmet sich den Fachgebieten Biologie und Medizin und sorgte für Aufsehen (via iRights.info)

Zur Fortbildungsveranstaltung „Bibliometrie – ein Geschäftsfeld für Bibliotheken!?“ sind die Vortragsfolien auf dem VdB-Blog online.

Wenn der Bibliotheksbenutzer seine ausgeliehene Literatur nicht rechtzeitig zurück bringt, drohen Mahngebühren. Der Rekord bei der verflossenen Zeit soll bei 221 Jahren liegen, als ein Buch der New York Society Library seinen Weg zurück in die Bibliothek fand. Eine Liste besonders später Rückgaben hat VÖBBlog aufgestellt.

Literaturverwaltung & Bibliotheken veröffentlichte einen aktuellen Beitrag der verschiedene Übersichten, die Literaturverwaltungsprogramme vergleichen, enthält.

Für Aktive in sozialen Netzwerken hat iRights-Info einen guten Beitrag verfasst, der Urheberrechte, Nutzungsrechte und Persönlichkeitsrechte erläutert und verdeutlicht, dass auch Einstellungen, die nichtöffentlich sind, bedenklich sein können.

Bibliothekarische Konferenzen werfen ihre Schatten voraus. Am besten und schnellsten ist man wohl über Twitter informiert, denn dort vernetzten sich viele Aktive und Einrichtungen der Bibliotheksszene. Bibliothekarisch.de hat für alle, die sich noch wenig damit auskennen, einen Beitrag mit Links zum Twitter-Training, einer Anleitung + Video veröffentlicht.

Zum Abschluss ein netter Gag „Google60 – Search Mad Men Style“ – Google mal ganz nostalgisch (via Netbib). Wer hier sucht, muss Geduld mitbringen. Aber das Design ist lustig. 😉

Gelesen in Biblioblogs (6.KW’13)

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Nun hat der #aufschrei auch das Bibliothekswesen erreicht. In der Inetbib gab es kontroverse Diskussionen, ob man denn in einem Bereich, in dem schon überwiegend Frauen arbeiten, noch in Stellenanzeigen die Bemerkung unterbringen darf, dass Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt werden (hier und hier). Wir lasen von realen Problemen, Benachteiligungen und ganz praktischen Erfahrungen aus Stellenbesetzungsverfahren. DasBibliothekswissen griff das Thema auf und verlinkte u. a. auf drei frei lesbare Beiträge. Ergänzend sei an dieser Stelle noch angemerkt,  dass man bei bibliothekarischen Konferenzen trotz Frauenberuf überraschend vielen Männern begegnet (Bsp. Inetbib 2013 lt. Teiln.-Liste Stand 8.2.13:  55% Frauen, 44% Männer) und diese bei der Leitung von Diskussionsrunden oder Vorträgen nicht unbedingt unterrepräsentiert sind (siehe auch Stimme bei Plan3t.info von 2011 und Kommentare). Vielleicht erforscht irgendwann mal jemand dieses Phänomen. 😉

Einen umfangreichen Beitrag zu einem Digitalisierungsprogramm von deutschen Zeitungen hat der Computer-Oiger veröffentlicht (via Netbib). Fünf große Bibliotheken unter der Leitung der SLUB Dresden beteiligen sich an diesem DFG-Projekt.

Über einen Maschine, die historische Dokumente von Staub, Schimmelsporen und Bakterien befreien kann, berichtete DRadio (via VÖBBlog). 1000 Dokumente soll das Gerät pro Tag schaffen.

Für die Suche nach Literatur zu bibliothekarischen Themen gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Und weil sich der H. Büch von Bib-Blog.de einfach nicht alle merken konnte, versuchte er sich an einer Metasuchmaschine (Erläuterung dazu in seinem Blogbeitrag).

Warum mögen Bibliothekare eigentlich keine Discovery-Systeme? Dieser Frage ging Anne Christensen nach und stellte in ihrem Blog 8 Hypothesen auf.

Um Bibliotheknutzer zu weiterführenden Angeboten wie beispielsweise Volltexten zu leiten, setzen viele Bibliotheken Linkresolver ein. Das kann jedoch ganz unterschiedlich aussehen, wie Netbib in einem interessanten Beitrag mit zahlreichen Screenshots vorstellte.

Auf interessanten Beiträge zu abwandernden E-Book-Kunden und der Bedeutung von Vernetzung als Wirtschaftsfaktor verlinkte Netbib.

Wenn Menschen, die auf Inseln leben, Bücher ausleihen wollen, können sie diese eventuell mit einem Boot erhalten. So gesehen von Bibliothekarisch.de in einem Filmbeitrag über das Bücherboot.

Mansor Ibrahim machte sich in seiner Abschlussarbeit Gedanken darüber, wie ein Bibliothekshotel aussehen könnte. Er studierte Innendesign an der Universität von Alexandria (via Bibliothekarisch.de)

Gelesen in Biblioblogs (3.KW’12)

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In der letzten Woche trafen sich die Zukunftswerkstätter zu einem Arbeitstreffen in Wuppertal, dem „Wuppen“ (siehe Blogbeitrag der Zukunftswerkstatt). Mit dabei war auch Martin Kramer aus der Mediothek Krefeld. Zurück in der Bibliothek kam dann die Frage einer Kollegin „Sag mal, machst Du das freiwillig …“. Daraufhin hat Martin einen wunderschönen Blogbeitrag geschrieben, der deutlich macht, was heute und zukünftig notwendig ist, wenn eine Bibliothek erfolgreich sein will, nämlich Mut, Kreativität und das gute Fundament:  „Ändert Eure Bibliothek! Seid kreativ! Lasst Euch nicht einengen!“ Und vielleicht schließt Ihr Euch dann irgendwann Martins Meinung an, der glaubt, „den wichtigsten, geilsten und erfüllensten Job der Welt“ zu haben.

Im Herbst 2013 soll die erste bücherfreie Bibliothek in San Antonio eröffnet werden, schreibt Gizmodo (via Inetbib). Dort kann man dann E-Bookreader mit E-Books ausleihen. Nach zwei Wochen deaktivieren sich die Geräte und werden dann hoffentlich zurück gebracht. Die Bibliotheken in der Stadt mit Büchern sollen jedoch bestehen bleibe.  „BiblioTech“ wird eine Ergänzung zum bestehenden Angebot (via Bib-Blog.de).

Über die Entwicklung einer Android App, die gleich den Zugriff auf OPACs mehrerer Bibliotheken ermöglichen soll, berichtete Bib-Blog.de.

Einige Fragen zu Open Science beantwortete Lambert Heller im Biblioblog der Hochschule Hannover.  Dabei geht es nicht nur darum, die Endergebnisse frei zugänglich zu publizieren, sondern die Öffentlichkeit bereits am Forschungsprozess teilhaben zu lassen.

Die DOI-Vergabe für akademische Einrichtungen ist nun kostenlos. Das verkündete die TIB Hannover (via Infobib). DOIs sind als permanente, unveränderliche Internetadressen bereits international anerkannt.

Einer der sich für den freien Zugang zu Informationen einsetzte, war Aaron Swartz. (via Scinoptica). Bekannt wurde er, als er 4,8 Millionen nicht frei zugängliche Artikel bei JSTOR herunterlud. Im Andenken an ihn rief Micah Allen dazu auf, wissenschaftliche Artikel, die bisher nicht zugänglich waren, online zu stellen und darauf in Twitter #pdftribute zu verlinken (siehe auch Artikel der Süddt. Zeitung). Inzwischen gibt es eine eigene Internetseite dafür.

Wer selbst aktiv an einem frei zugänglichen Reiseführer mitschreiben und Tipps zu Sehenswürdigken, Restaurants und Unterkünften weiterreichen möchte, kann jetzt bei Wikivoyage loslegen. Schmalenstroer.net hat sich das Angebot angeschaut.

Wie zitiert man richtig (Großzitate, Kleinzitate, Bilder, Umfang der Zitate …)? Was ist der Unterschied zwischen einer Urheberrechtsverletzung und einem Plagiat? Ein Beitrag im Blog iRights.info beantwortet diese Fragen ausführlich (via Archivalia).

Fobikom-Weblog hat einen Nachfolger bekommen.  Ilona Munique und Jürgen Plieninger schreiben nun „über Lernen, Selbstlernen, eLearning, Fortbildung, Weiterbildung … in Bibliotheken und darüber hinaus“ im Blog Fortbildung in Bibliotheken.

Gelesen in Biblioblogs (49.KW’12)

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Einen Blick in den neuen Lesesaal der Staatbibliothek Berlin wirft die Berliner Morgenpost (via Netbib). Trotz der Zunahme elektronischer Medien werden Bibliotheken als Lernorte seit einigen Jahren besonders von Studierenden sehr gut angenommen.

Mutig waren die KollegInnen des Goethe-Instituts und ließen sich die Bibliothek in New York von Innenarchitekten umgestalten, siehe Vorher-Nachher-Fotos im Blog Librarian in Residence.

Schön aussehen kann er nämlich auch: der Bibliothekskatalog, wie ein Beitrag zum neuen Katalog der Stabi Hamburg (Beluga) in Text & Blog zeigt. An eine ansprechende mobile Variante wurde ebenfalls gedacht.

Buchdruck oder Eisenbahn: beide führten zu großen Veränderungen. Jeder der mit Dienstleistungen Geld verdiente, die andere verdräng(t)en, versucht natürlich, diese Neuheiten zu verteufeln. Teilweise geschah dies mit Argumenten, die wir heute belächeln. Heute sind es die Möglichkeiten des Internet, die Verlegern das Fürchten lehren. Und deshalb meint W. Rau in seinem gelungenen Beitrag zu Urheberrecht & Leistungsschutzrecht, dass „[…]  die großen Profiteure dieser ausklingenden Ära nicht die primären Gesprächs- und Denkpartner der Politikerinnen und Politiker sein sollten, wenn sie sich auf die Suche nach einem Urheberrecht für die Zukunft machen.“ (via Lemy’s Blog).

Elekronisch heißt nicht immer leichter zugänglich! Es gibt Leute, die alles tun, damit niemand ihre Dissertation lesen kann. In den USA ist es tatsächlich möglich, die elektronische Arbeit für die Öffentlichkeit unzugänglich zu machen. So hartnäckig wie Jan Taubitz, der keine Mühen scheute und Hilfe bei Bibliothekarinnen fand, wäre wohl kaum jemand Weihnacht_II_Leo_Pompinon(via Archivalia).

Beim Themendienst des dbv war in der letzten Woche der Nikolaus zu Besuch mit Beiträgen und Fotos zu den Aktivitäten von Bibliotheken in der Adventszeit.

Wer noch auf der Suche nach digitalen Adventskalendern ist, wird sicher in der umfangreichen Sammlung von Bibliothekarisch.de fündig: Mehr (oder minder) bibliothekarische Adventskalender 2012. 🙂

Foto: Leo Pompinon (Quelle: Treffpunkt Bibliothek, Themendienst 12)

Written by lesewolke

10. Dezember 2012 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (42.KW’12)

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Mangels Stadtbibliothek haben sich einige findige Köpfe in Klagenfurt einfach selbst gekümmert und gelbe Sticker in der Stadt geklebt, die sich mittels Smartphone lesen lassen (über NFC oder QR-Code). Dahinter verbergen sich urheberrechtsfreie Klassiker der Literatur und freie Texte junger Künstler zum Downloaden. Das hat schon für Wirbel in der Presse gesorgt. Regionalen Künstlern eine Plattform geben – das könnte auch für Bibliotheken interessant sein, meinte Wolfgang Kaiser in bibliothekarisch.de.

TH Wildau, Bibliothek

TH Wildau, Bibliothek

„In Zeiten von Web 2.0 ist es sinnvoll, Bibliothekskunden dort mit  Informationen zu versorgen, wo sie sich aufhalten, nämlich im Internet.“ Mit diesem Satz beginnt ein Artikel im Bibliotheksforum Bayern von Carolin Bayer aus der Stadtbibliothek Straubing zum Thema Bibliotheken und Bloggen (via Archivalia). Im Blog werden Buchtipps gegeben, Literaturverfilmungen diskutiert, Bestseller vorgestellt sowie zu Ereignissen und Gedenktagen auf Medien im Bestand verwiesen. Auch an die Vernetzung wurde gedacht: Verlinkung von der der Startseite der lokalen Tageszeitung und der Facebookseite.

Welche Kriterien ausschlaggebend waren, die Bibliothek der TH Wildau zur Bibliothek des Jahres 2012 zu küren, erklären die Materialien im 5. Themendienst des dbv.

Verstehen eigentlich Nutzer den Begriff Discovery-System?! Wohl eher nicht! Und was macht man mit dem herkömmlichen Katalog? Doch vor allem erhitzte die folgende Problematik die Gemüter bei Infobib: Darf man denn beide Varianten Katalog nennen?

Das Heft 2 der Online-Zeitschrift „Perspektive Bibliothek“ ist erschienen. Behandelt werden unter anderem Allianz- und Nationallizenzen sowie die kundengesteuerte E-Book-Erwerbung.

Was passiert, wenn man es den Leuten schwer macht, sich ihren „Stoff“ (hier: E-Books) legal und in guter Qualität zu besorgen? „Eine kleine Glosse: Prohibition bei E-Books“ geht dieser Frage nach (siehe Bibliothekarisch.de).

Mit Twitter in der Wissenschaft, speziell für HistorikerInnen befasste sich Mareike König in hypotheses.org. Hier wird ausführlich erklärt, wie es funktioniert und für welche Zwecke man Microblogging nutzen kann (via Archivalia).

Recht umfangreich kam der ZKBW-Dialog Nr. 73 daher. Berichtet wurde u.a. über das Anwendertreffen Fernleihe, die Themen: urheberrechtliche Fragen und elektronische Medien. Auch Open Access und Open Data wurden ausführlich behandelt.

Foto: Leo Pompinon (Quelle: Treffpunkt Bibliothek, Themendienst 5)

Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg 2012

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TH Wildau Bibliothek

TH Wildau Bibliothek

Am 15. September fand der Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg an der Technischen Hochschule Wildau statt. Erstmals 2005 durchgeführt, war es die 4. Veranstaltung dieser Art. Das Motto lautete „Bibliotheken in der Mitte der Gesellschaft. Worauf es ankommt!“ (Programmheft).

Bevor das eigentliche Konferenzprogramm begann, hatten Interessierte die Gelegenheit an einer Führung durch die Bibliothek der Hochschule teilzunehmen. Es gefiel uns gut in der gleichzeitig architektonisch ausgefallenen und gemütlichen Einrichtung, die 2012 zur Bibliothek des Jahres gekürt wurde.

Nach netten Worten zur Begrüßung startete das Programm. Dr. Oliver Renn erläuteterte, warum die Informationsstelle eines Pharmaunternehmens sich besser „Corporate Information Center“ nennt, und welche Aufgaben zu erfüllen sind (Artikel dazu in engl. Sprache).

Spannend war die Vorstellung der Pläne für den Neubau der Zentral- und Landesbibliothek Berlin auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof. Der Spatenstich soll 2016 erfolgen.

Dr. A. Degkwitz, Direktor des Bibliothek der HU Berlin, erläuterte „Warum wir eine German Academic Cloud brauchen“. Die Auslagerung der Daten an externe Datenanbieter scheint der Trend zu sein. Da wäre es an der Zeit, eine eigene, zentrale Lösung für die Daten aus der Wissenschaft zu schaffen. Ein Projektantrag ist in Planung.

Unabhängig von kommerziellen Anbietern macht auch das Open Source Bibliothekssystem KOHA, das uns Katrin Fischer aus Konstanz vorstellte. Aufmerksame Blogleser haben sicher schon hin und wieder davon gehört (z.B. Anleitungen im Bib-Blog). Man darf das System herunterladen und es den eigenen Bedürfnissen nach Belieben anpassen sowie neue Lösungen anderen zur Verfügung stellen.

Bloggen-Vernetzen-Praesentation

Link zur Präsentation

Ich selbst war zum ersten Mal bei einer großen Veranstaltung als Referentin dabei, mein Thema „Bloggen und Vernetzen„. Gerade Blogbeiträge eignen sich gut, um von neuen Ideen und technischen Lösungen schnell zu erfahren, sie über verschiedene Kanäle weiterzuverbreiten und gemeinsam weiterzuentwickeln. Außerdem sind Blogs und soziale Netzwerke eine weitere Möglichkeit zur Informationsbeschaffung und dem Austausch von Wissen. Damit sollten sich Bibliotheksleute auskennen und im eigenen Fachbereich anfangen, damit aktiv zu arbeiten.

Zum Abschluss der Kurzvortragsreihe sprühte Dirk Wissen mit seinen Ideen zu der Frage, was man denn nun tun könnte, wenn die Zahl der potentiellen Nutzer zurück geht, weil die Einwohnerzahl rückläufig ist. Die Bibliothek muss dann mehr denn je auf sich aufmerksam machen. Viel Publicity, ein Freundeskreis, Veranstaltungen und Netzwerke können tatsächlich etwas bewirken. So schaffte es die Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt/Oder die Besucherzahlen von 2001 bis 2011 um fast 19.000 zu steigern, während die Einwohnerzahl im gleichen Zeitraum um 13.700 zurück ging.

Die Zuhörer hatten anschließende die Gelegenheit, sich drei der vorgestellten Themen auszuwählen und mit den Vortragenden und anderen Interessierten in einem Worldcafe darüber jeweils 20 Minuten zu diskutieren.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren, die nicht nur ein interessantes Programm zusammenstellten, sondern uns darüber hinaus sehr gut versorgten. Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle die Vorstellung der Gorillas, einem Berliner Improvisationstheater, welches im Anschluss an das Fachprogramm, ganz eingestellt auf ihr bibliothekarischen Publikum, für viele Lacher sorgte. 🙂

Update 30.09.2012: Präsentationen auf dem OPUS-Server des BIB.

Gelesen in Biblioblogs (31.KW’12)

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Immer mehr E-Books werden durch Bibliotheken erworben, die dann jedoch nicht einfach über die Fernleihe weitergegeben werden können. Müssen sich die Nutzer wissenschaftlicher Bibliotheken demnächst selbst helfen? Hatori Kibble hat bereits Anzeichen dafür entdeckt.

Das Lesen von Zeitschriftenartikeln bedeutet nicht gleich sie auch benutzen. So bietet die TIB Hannover die Möglichkeit, Artikel aus den Bereichen Technik und Management des Verlages Emerald Group Publishing Limited für 24 Stunden zu mieten. Zwar muss man sich zum Lesen extra anmelden, darf die Artikel dann aber weder speichern noch ausdrucken. Bibliothekarisch.de fragte, ob dieser Service eigentlich noch mit dem Auftrag von Bibliotheken, Zugang zu Informationen bereitzustellen, in Einklang steht.

In Vorbereitung auf die Unkonferenz frei<tag> erscheinen täglich Beiträge im Blog Libreas. Karsten Schuldt ging in der letzten Woche zum Beispiel der Frage nach, ob sich etwas bewegt im Bibliothekswesen. Denn manchmal kommt es einem so vor, als würde sich in der Praxis, also jenseits zukunftsweisender Kommunikation auf Konferenzen und Blogs, gar nichts tun, oder vielleicht doch, nur eben sehr langsam?

Ultrà Biblioteka, dem die Welt der Bibliotheksverbände immer fremder wird, erläuterte dies an einem Interview zur Zukunft der Bibliotheken sowie der Pressemitteilung zum BIX.

Für die Nutzung der kostenfreien Bibliothekssoftware Koha gibt es jetzt Hilfe in Form von ausführlichen Tutorials zur Installation (via Service für One-Person Libraries). Bereits drei Beiträge sind dazu bereits online.

Auf eine Liste mit Literaturverfilmungen, die zur Orientierung für Schulbibliotheken gedacht ist, verwies Basedow1764’s Weblog.

Kriterien, nach welchen man Quellen auf ihre Zitierfähigkeit beurteilen kann, hat Bibliothekarisch.de veröffentlicht. Im selben Posting findet man ein Video, welches für Schüler gedacht ist und erklärt, woran man erkennt, ob man Informationen vertrauen kann.

Markus Trapp machte auf seinen Beitrag zur „Markenkommunikation im Web 2.0“ im neu erschienenen „Praxishandbuch Bibliotheks- und Informationsmarketing“ aufmerksam. Leider ist jeweils nur die erste Seite frei lesbar. Interessante Hintergründe inklusive Link zu einem Vortragsvideo über „Das Social-Media-Konzept der Stabi“ gibt es aber in seinem Blogbeitrag.

Gelesen in Biblioblogs (28.KW’12)

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Mit dieser Meldung hat sich der BIB e.V. nun wirklich keinen Gefallen getan: Bibliojobs soll ab dem 16.07.2012 nur noch für Mitglieder zugänglich sein. Zweifelhaft ist, ob diese Aktion wirklich mehr Mitglieder oder eher Abneigung für den Verein bringt. In den Blogs (Ultrabiblioteka, Netbib, Kribiblio, Leerleser, Archivalia usw.) wimmelte es nur so von kritischen Stimmen. Stefanie Hotze brachte schließlich mit ihrem „Offenen Brief an den BIB bezüglich bibliojobs“ die große Enttäuschung der jüngeren Bibliotheksgeneration auf den Punkt. [Update]: Tobias Tietze, der ehemalige Gründer von Bibliojobs, reagierte ebenfalls mit Unverständnis (siehe inetbib). Doch alle Proteste prallten wirkungslos am BIB e.V. ab (siehe Stellungnahme), der noch nicht verstanden hat, dass sich nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch Denkweisen verändert haben. Inzwischen gibt es erste Ansätze für ein neues, freies Angebot. Phu Thu bastelt gerade an Openbibliojobs. In einem, für jeden frei nutzbaren, Webformular werden Stellenanzeigen gesammelt und dann als Liste, filterbar z.B. nach Einrichtungs- bzw. Stellentyp, veröffentlicht (siehe auch Diskussion dazu in Infobib, Helfer werden noch gesucht). Ein zweiter Ansatz ist das WordPress-Blog von Lambert Heller, Voraussetzung zum Mitmachen hier: WordPress-Account (via Inetbib). [Update]: Die Weiterentwicklung des WordPress-Blogs wurde zugunsten von Openbibliojobs zurzeit auf Eis gelegt.

Das Heft 2/2012 der Büchereiperspektiven ( = Zeitschrift des Büchereiverbandes Österreich) ist erschienen, auch als frei lesbares E-Paper. Enthalten sind unter anderem eine Checkliste für erfolgreiche Veranstaltungen (S. 54) und Tipps für Social Media (S. 18/19).

Ebenfalls erschienen: die 9. Ausgabe von „BRaIn : Potdamer Beiträge und Reportagen aus den Informationswissenschaften“. Diesmal geht es vor allem um eine Fachexkursion nach Brüssel, der belgischen Hauptstadt von Belgien und Hauptsitz der Europäischen Union, und Leuven. Bibliothekarisch.de hat sich die Ausgabe bereits genauer angeschaut.

In einem neuen Design glänzt seit letzter Woche „BIX – der Bibliotheksindex“ (via VÖBBlog).

Ein Discovery-System auf der Basis von Summon (Serials Solution) bietet die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität seit Mitte Mai 2012 für die Literaturrecherche an. In zwei Videotutorials werden nun die Möglichkeiten vorgestellt (siehe Bibliothekarisch.de).

Ein Problem innerhalb von Gebäuden ist die Navigation mit Smartphones via GPS. Neue Technologien sollen nun Magnetfelder nutzen und auch dies möglich machen. VÖBBlog meint, dass dies auch etwas für die Mediensuche in Bibliotheken sei.

Um die Visualisierung von Datenströmen ging es bei der internationalen Konferenz „Stadt der Ströme“ an der FH Potsdam. Berichte darüber findet man im Blog Partizipation Bibliothek.

Schöne Fotos von alten und neuen Bibliotheken sieht man auf der Seite von Christoph Seelbach (via VÖBBlog). Und noch etwas Witziges zum Schluss: Passende Vornamen für Kinder von Bibliotheksleuten hat Louise Rumpf bei Google+ zusammen getragen (siehe auch Blogbeitrag bei Bibliothekarisch.de.) 😉

Gelesen in Biblioblogs (16.KW’12)

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Infobib meldete, dass die Gemeinsame Normdatei (GND), entstanden aus Personennormdatei, Schlagwortnormdatei und Gemeinsamer Körperschaftsnormdatei, als PDF online ist (siehe auch aktuelle Informationen der Deutschen Nationalbibliothek dazu).

Und noch mehr zu Bibliothekskatalogen: Im Rahmen des B3Kat wird ein LinkedOpenData-Service angeboten. Das Angebot enthält 23 Millionen Medien aus 180 wissenschaftlichen Bibliotheken die zur Bayerischen Staatsbibliothek, dem Bibliotheksverbund Bayern und dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg gehören (via NRW-Blog).

Wer sucht heute eigentlich noch in Zettelkatalogen? Na, jedenfalls lassen sich mit den alten Kästen lustige Filme kreieren (via Bibliothekarisch.de):

Doch nicht nur Kataloge haben sich verändert, sondern auch die Arbeit der Menschen, die in Bibliotheken arbeiten. Björn Bosserhof hat in seiner Masterarbeit die Entwicklung des Berufsbildes Fachreferent beleuchtet (online verfügbar).

Im vordigitalen Zeitalter war doch vieles schwieriger. Aber kopiert und auf Musikkassetten aufgenommen wurde, was das Zeug hielt. Mit einer Pauschalabgabe versuchte man damals, trotzdem Einnahmen zu erzielen und auszuschütten. Der Streit, wie man digitalen Kopien umgehen sollte, dauert dagegen an. Steuereules Blog verweist auf zwei Artikel zu diesem Thema. Die Süddeutsche Zeitung geht der Frage nach, wie man endlich Kopierfrieden erzielen könnte, und die Zeit online beschäftigt sich mit den hauptsächlichen Thesen zum Für und Wider.

Wie die moderne Technik Menschen verbindet, und welche Anwendungen sich für Bibliotheken daraus ergeben, zeigt ein Video des Vortrags von Michael Stephens, der seine Botschaft wie immer mit viel Herz verbreitete! Also: „Be creative“, „Be human“, „Be kind“ and „Let the heart drive change!“ (via Bibliothekarisch.de)

Wunderschöne Fotos von Bibliotheken aus aller Welt postete Emily Temple bei Flavorwire.

Written by lesewolke

23. April 2012 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (12.KW’12)

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In der 11. Kalenderwoche fand das BibCamp meets KnowledgeCamp in Köln statt. Deshalb musste aus Zeitgründen der letzte Wochenrückblick ausfallen. Dafür gab es in der vorigen Woche hier einige Berichte über die Sessions des BibCamp. Die neuesten Beiträge sammelte wie immer Bibliothekarisch.de. Im Wiki kann man nachsehen, welche Mitschriften, Fotos, Videos und Blogbeiträge zu den einzelnen Sessions erschienen sind.

Die Gewinner des B.I.T.online-Innovationspreises 2012 findet man auf der Seite des NRW-Blogs. In Nordrhein-Westfalen öffnen 24 ÖBs nun ihre Kataloge für Rezensionen und Bewertungen ihrer NutzerInnen. Sie werden dann in allen Bibliotheken angezeigt, die das jeweiligen Medium im Bestand haben. Über diese und andere Neuerungen berichtet ebenfalls NRW-Blog.

Bibliotheken und andere Einrichtungen, die Unterstützung auf ihrem Weg in die digitale Welt suchen, können sich jetzt auf der neuen Internetseite zum Bergmann-Deeg-Modell informieren (via Inetbib).

Steuereules Weblog verweist auf einen Artikel der Welt. Dort werden verschiedene Online-Dienste (Simfy, Picasa, Wuala, Zattoo u.a.) vorgestellt.

Wer sich für Linked Open Data (LOD) interessiert, schaut sich die Vortagsvideos, Folien und Fotos von der SWIB11 (Semantic Web in Bibliotheken) an (via Archivalia).

Hier noch der Hinweis auf zwei neue, frei zugängliche E-Books

Mobiler OPAC und QR-Codes

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Eine Frage, die die TeilnehmerInnen des Bib meets Knowledge Camp 2012 beschäftigte, war, ob für die mobilen Bibliotheksangebote eine Browserlösung reicht, oder ob man spezielle Apps anbieten sollte, die oft schneller reagieren und besser an das System angepasst sind. HTML5 eignet sich gut für die leichter zu pflegenden Browserlösungen, hörten wir. Die Hürde bei Apps besteht allerdings darin, dass man für die verschiedenen Betriebssysteme der Smartphones jeweils eigene Apps entwickeln müsste. Wobei  iOS, Android usw. stets neue Versionen herausbringen und die jeweilige App dann angepasst werden müsste. Das ist also keine einfache Sache. Den Vorschlag, dass Bibliotheksangebote auch in die vorhandene App der übergeordneten Institution (Stadtverwaltung, Universität) eingebunden werden könnten, fand ich recht interessant. Ein anderer Ansatz wäre eine App zur Literatursuche insgesamt, die nicht an einer speziellen Bibliothek hängt, sondern die nächste Möglichkeit zeigt, ein Buch zu bekommen (Foto vom Tafelbild). [Update]: In diese Richtung gingen u.a. auch die Überlegungen der Session zu OPAC-Funktionalitäten, an der ich jedoch nicht teilgenommen habe. Allerdings gibt es eine gute Zusammenfassung.

Ein zentrales Thema waren auch die weiterführenden Serviceleistungen, die die mobilen Bibliotheksangebote enthalten könnten. So könnte man die Ortungsfunktion besser nutzen und beispielsweise bei Bibliotheken mit mehreren Zweigstellen oder Campusbibliotheken den Nutzer zur richtigen Bibliothek navigieren. Auch die Navigation direkt zum Regal wäre schön, könnte allerdings in Räumen etwas schwierig werden. Da muss man sich wohl mit herunterladbaren Lagepläne behelfen. Solche Systeme gibt es auch schon (siehe meinen Artikel über das IKMZ Potsdam). Eine weitere schöne Idee ist die Erinnerungsfunktion für abzuholende oder abzugebene Bücher, wenn man sich in Bibliotheksnähe befindet. Noch ein bisschen Zukunftsmusik ist wohl die Verbuchungsfunktion für Bibliotheken, die auch außerhalb der Öffnungszeiten von Professoren und MitarbeiterInnen betreten werden können. Technisch ist die Ausleihe über das Smartphone aber machbar und wird wohl auch schon probiert.

Fazit: Ob App oder Browserlösung – ein smartphonegeeignetes OPAC-Angebot gehört heute dazu. Und auch das Webangebot selbst sollte als mobile Variante angeboten werden.

Einen ganzen Blumenstrauß guter Ideen gab es in der Session zum Einsatz über QR-Codes, die Tibor Maxam moderierte (siehe dazu auch Beitrag in seinem Blog). In Wien haben sie schon so viel QR-Codes in der Bibliothek, dass sie sogar eine Umfrage machten, ob die Nutzer sich daran stören. Das war aber nicht der Fall, sie fanden es durchaus nützlich. Schön fand ich die Idee, einen QR-Code auf das Regal der Lehrbuchsammlung zu kleben. Dann können die Studierenden wenigstens schnell das E-Book finden, wenn alle Printexemplare verliehen sind. Ebenfalls prima ist die Idee bei abbestellten Zeitschriften am Ende einen QR-Code für die immer noch laufende elektronische Version zu kleben. Aber es gab noch viele andere Ideen, die ich hier nicht alle aufzählen möchte, denn schließlich haben wir uns die Mühe gemacht, gemeinsam während der Session, wichtige Dinge im Etherpad mitzuschreiben (als PDF). Eine wirklich tolle Methode! 🙂

Written by lesewolke

19. März 2012 at 07:00

Gelesen in Biblioblogs (9.KW’12)

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Anti-Acta-Demo am 25.2.12 in ChemnitzSie kämpfen für die Freiheit im Internet gegen restriktive Maßnahmen, die durch ACTA und auf eventuell darauf basierende spätere Regelungen eingeschränkt werden könnten. Netbib verweist auf einen gelungenen Blogbeitrag in Indiskretion Ehrensache, der die Hintergründe und das Lebensgefühl der jungen Leute, die sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen können, erklärt. [Update 07.03.12]: Die ePetition auf der Seite des Deutschen Bundestages kann noch bis zum 22.3.2012 unterschrieben werden.

Der Aufruf zum Boykott hat Elsevier wohl nicht völlig kalt gelassen.  Zumindest ihre Befürwortung der Gesetzesvorlage des Research Works Act hat der Verlag nun zurückgezogen. Das Gesetz sollte verhindern, dass Veröffentlichungen, die im Rahmen von Projekten entstanden sind, die die nationale Fördereinrichtung für Gesundheitsforschung unterstützt, Open-Access-pflichtig sind (via Medinfo).  Diskussionen zu dem Thema gab es auch in der Inetbib.

An dieser Stelle noch ein positives Beispiel aus Deutschland. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat seine selbsterstellten Medien nun unter der Creative-Commons-Lizenz BY 3.0 veröffentlicht und ermöglicht auf diese Weise die weitere Nutzung z. B. in Wikimedia und in sozialen Netzwerken (via Infobib).

Besonders in Bibliotheken sind für viele Benutzer ruhige Bereiche wichtig, um sich beim Lesen und Lernen zu konzentrieren. Hinweisschilder nützen jedoch meistens wenig. Infobib verweist auf ein Gerät, welches Abhilfe schaffen soll: SpeechJammer.

Ein ganz anderes Konzept verfolgt das interaktive Lernsystem HOPSCOTCH (siehe Informationsdienst Wissenschaft). Hier wird das Lernen mit Bewegung verbunden, soll so mehr Spaß machen und effizienter wirken, vor allem beim Pauken von Vokabeln oder Fakten (via Fobikom-Weblog).

Eine interessante Internetseite, die gute Beispiele für die Vermittlung von Informationskompetenz an Schüler sammelt, hat ebenfalls Fobikom-Weblog entdeckt. Auch NRW-Blog fand Arbeitshilfen für ein Recherchetraining. Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein bietet ein Dateipaket mit Arbeitsblättern und Informationsmaterialien zum Munzinger-Archiv an, welches sich ebenfalls an die Zielgruppe Schüler richtet.

Den neuen OPEN-Opac (OCLC) der Stadtbibliothek Paderborn hat Bodo Pohla gestestet und schreibt darüber im Biblioblog.pohla.org. Und wie man vom OPAC-Treffer zum Buch kommt und dabei sogar sein Smartphone nutzen kann, demonstriert das Gebäudemanagementsystem Mapongo, eingesetzt im IKMZ Potsdam (Beitrag hier bei Lesewolke).

Nachdem die Einbindung von Google Maps nun bei hoher Nutzung der Webseite kostenpflichtig werden kann, hat sich Infobib mit OpenStreetMap beschäftigt. In einem Blogbeitrag wird erläutert, wie man seine Bibliothek dort einträgt und in einem weiteren, wie man die Karte auf den eigenen Seiten anzeigt. Ein Dankeschön dafür!