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Posts Tagged ‘Deutsche Digitale Bibliothek

Gelesen in Biblioblogs (47.KW’18)

Am 1. Januar 2019 startet ein Projekt, welches mit Fördermitteln der DFG ein Zeitungsportal für Deutschland aufbauen wird (via Archivalia). Es „soll mittelfristig alle Bestände digitalisierter Zeitungen in deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen nachweisen”. Dabei sind ein Einstieg über den Kalender, den Zeitungstitel sowie eine Volltextsuche geplant.

Die ETH Zürich verleiht nicht nur Bücher sondern neuerdings auch tragbare Elektrowerkzeuge (Stichsägen, Heißklebepistolen usw.), siehe Video bei Bibliothekarisch.de.

Das HBZ kündigt für die deutsche Bibliotheksstatistik 2018 Veränderungen bei der Erfassung und Darstelltung der Daten an, siehe Fachstelle ÖB NRW.

Geschichtsstunde für Bibliotheksinteressierte: Im Techniktagebuch erklärte H.-J. Schmidt wie einst das Lochkartensystem der Büchereizentrale Schleswig-Holstein funktionierte (via Netbib). Doch es gab noch eine andere Variante, die allerdings für die Fotoverbuchung einsetzt wurde (siehe Facebookfoto der Stadtbücherei Traunstein). Soweit ich mich erinnere, ging es hier ebenfalls darum, die Karten schnell  zu sortieren. Die noch fehlenden Nummern wurden dann auf der inzwischen entwickelten Filmrolle gesucht. Dort war die Lochkarte gemeinsam mit dem Buch und dem Benutzerausweis abgebildet.

Das DiskussionspapierDigitaler Stress in Deutschland“ wertete die Ergebnisse einer Umfrage zu diesem Thema insbesondere im Hinblick auf das Arbeitsleben aus . Die Überraschung: jüngere Arbeitnehmer sind gestresster. Aber es gibt auch Tipps, die Stressfaktoren zu reduzieren, siehe Fortbildung in Bibliotheken (Zusammenfassung der Studie und weiterführende Links bei idw-online).

Um Kindern besser verständlich zu machen, wie digitale Animation funktioniert, hat die Sendung mit der Maus das Lernspiel „Programmieren mit der Maus“ entwickelt, bei dem man selbst aktiv werden darf, siehe Medienpädagogik (via Fortbildung in Bibliotheken).

Arno Widmann sah sich den Band „Die schönsten Bibliotheken der Welt“ von Massimo Listri an. Er kritisierte im Perlentaucher, dass es hier nur um Bibliotheken der westlichen Welt geht und kann Barocksälen mit vergitterten Büchern trotz der guten Fotos wenig abgewinnen (via Archivalia).  Die Süddeutsche Zeitung stellte 8 sehenswerte Münchner Bibliotheken vor (via VÖBBlog). Dort gibt es natürlich auch viele Bücher. Doch ist das Buch bald tot?! Bibcomic dachte weiter: „Was passiert mit dem toten Buch?“

Written by lesewolke

26. November 2018 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (48.KW’12)

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Scanroboter

Scanroboter

Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ging am 28. November 2012 online.  Zukünftig sollen alle deutschen Kultur- und Wissenschafteinrichtungen ihre Inhalte einbringen. Für Bibliotheken die Bilder und Texte dazu benötigen, stellt der Themendienst 11 einiges bereit. Und natürlich war es ein Thema in verschiedenen Biblioblogs. So vermisst beispielsweise Literaturverwaltung in Bibliotheken die Möglichkeit, Daten in Literaturverwaltungsprogramme zu exportieren.

Auch Wikimedia Blog hat sich zur DDB geäußert und ein paar Punkte aufgelistet, die verbesserungswürdig sind. Dazu gehören eine einheitliche CCO-Lizenz und die Zulieferer auf das Copyfraud-Problem hinzuweisen. Dabei handelt sich um eine Anmaßung von Rechten, die einem nicht zustehen. „Als Beispiel für Copyfraud im Bereich der Bildrechte kann etwa der Stempel auf einer Fotokopie eines gemeinfreien Archivales angesehen werden, der das Copyright (korrekt wäre im deutschsprachigen Bereich: das Urheberrecht) dem Archiv zuspricht. Das Archiv hat offensichtlich weder ein Immaterialgüterrecht an dem nicht mehr geschützten Dokument noch ein Leistungsschutzrecht gemäß § 72 UrhG, denn beim Fotokopieren entsteht – darin sind sich alle juristischen Kommentare einig – kein geschütztes Lichtbild.“ (Quelle: Wikipedia). Ein Beispiel dafür findet sich bei Archivalia.

Die Debatte zum Leistungsschutzrecht (1. Lesung im Bundestag) kann man im Stenografischen Bericht ab S.25799 nachlesen (via Netbib).

In einem Reihe zu Forschungsdaten erklärt die TIB in ihrem Blog, was es mit ihrer Funktion als DOI-Registrierungsagentur für Forschungsdatensätze auf sich hat. Für akademische Einrichtungen ist die Vergabe sogar kostenfrei.

Boys and Books heißt die neue Internetseite, die die Universität zu Köln ins Leben gerufen hat. Sie gibt Literaturempfehlungen speziell für Jungen ab dem Grundschulalter (via NRW-Blog).

Was macht man eigentlich mit Dissertationen in der Bibliothek, die als Plagiat entlarvt wurden? Wissenschaftsverlage nehmen diese aus dem Programm. Bibliothekare sind sich in diesem Punkt aber nicht einig, wie die Potsdamer Neuesten Nachrichten und identische nur mit anderer Überschrift der Tagesspiegel berichten. Infobib erklärt, warum Plagiate im Regal bleiben sollten und  nicht für wissenschaftliche Qualität Verantwortung übernehmen können.

Aussonderung ist ein schwieriges Thema, auch wenn es selten so medienwirksam wird, wie im Fall der Stralsunder Gymnasialbibliothek. Die AG Sondersammelgebiete hat nun am 27. November 2012 einen Beschluss zur Archivierung von SSG-Beständen gefasst (siehe Inetbib).

Die Crowdfunding-Plattform Sciencestarter ist online. Dort stellen sich kleinere Forschungsprojekte vor und werben um finanzielle Hilfe. Zum Beispiel kann man dort ein Projekt zur Erforschung afrikanischer Literaturformen unterstützen.

Foto: Leo Pompinon (Quelle: Treffpunkt Bibliothek, Themendienst 11)