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Posts Tagged ‘Ethik

Gelesen in Biblioblogs (42. KW’17)

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Das Storify vom 7. BibChatDe „Bibliotheken und Soziale Medien – Vernetzung in der Filterblase oder wirklicher Mehrwert für die Nutzer?“ ist online und enthält viele interessante Meinungen (via Fortbildung in Bibliotheken).

Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V. veröffentlichte die ethischen Grundsätze für die Arbeit in Bibliotheken als PDF-Datei (via vdb Blog). Sie wurden beim letzten Bibliothekartag zur Diskussion gestellt.

ORCID, die Open Researcher and Contributor ID, feierte bereits den 5. Geburtstag. Der Code ermöglicht eine eindeutige Zuordnung von Publikationen zu ihren Autoren, unabhängig von Namensgleichheiten, -änderungen, Hochschulwechsel usw. Anläßlich des Jubiläums wurde ein Video veröffentlicht, zu sehen im Library Journal (via Netbib).

Archivalia verlinkte auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung, der die Probleme des Wissensschaftssystems am Beispiel Philosophie verdeutlicht. Was gut für die Karriere ist, bringt den wissenschaftlichen Diskurs oft nicht weiter. Zitiert wird neben anderen auch Lukas Köhler, er meint: „Das heißt, man schreibt wie alle anderen und über dieselben Themen; und man rezipiert natürlich die Topautoren, die die Peer-Review durchführen.

Das Institute for Information Technology in Education der UNESCO gab eine Studie zu Open Educational Resources in Deutschland in Auftrag. Das Ergebnis ist online verfügbar (via Fortbildung in Bibliotheken) in englischer Sprache mit einer zweiseitigen Zusammenfassung in Deutsch (S.9-11). Betrachtet wurden sowohl Initiativen die von der Praxis als auch der Politik ausgingen. Deutschland gilt eher als „Spätzünder“ bei OER, auch wenn es durchaus eine starke OER-Community gibt. Inzwischen hat aber auch die Politik das Thema entdeckt und fördert zunehmend OER.

Die Deutsche Digitale Bibliothek veröffentlichte das Buch „Der Vergangenheit eine Zukunft : kulturelles Erbe in der ditigalen Welt”, welches auch online lesbar ist (via Urheberrecht in Bibliotheken).

Wer viel liest, lebt länger“ titelte die GEO und bezieht sich damit auf eine Studie Yale University (via Netbib). Demnach veringert das Lesen von Büchern Stress, entspannt und trainiert das Gehirn.

Die British Library zeigt gerade die Ausstellung „Harry Potter : a History of Magic”. VÖBBlog hat dazu zwei Videos eingebettet. 🙂

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Written by lesewolke

23. Oktober 2017 at 08:45

Gelesen in Biblioblogs (4.KW’16)

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Unsere Bibliotheksnutzerinnen und Bibliotheksnutzer kennen sie – die Tricks, wie man Bibliotheksregeln umgeht. Sollten wir die Regeln ändern oder anders erklären? Haben Mahngebühren einen Einfluss auf die Anzahl der Verluste? Mit solchen und anderen Fragen beschäftigte sich Anne Christensen in ihrem Blogbeitrag „Benutzungsregeln & der Lernort Bibliothek“.

Auf den ausführlichen Bericht über die Jahrestagung des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (KRIBIBI) zum Thema Informationsethik verlinkte VÖBBlog. Zum Umgang mit der Bibliotheksethik beklagte Prof. Rösch beispielsweise „dass die zunehmende Ökonomisierung aller Lebensbereiche diesen wichtigen Aspekt bibliothekarischen Handelns immer mehr in den Hintergrund dränge. Die dem Bibliothekswesen früher anhaftende Technikfeindlichkeit sei durch eine Haltung ersetzt worden, alles ungeprüft und kritiklos übernehmen zu wollen, nur weil es neu sei.„. Weitere Aspekte der Tagung gingen unter anderem auf Neutralität und Informationsgerechtigkeit ein.

Um viel Geld dreht es sich bei Verträgen mit großen Wissenschaftsverlagen. Im 2. Teil von „Der ETH-Bereich und Elsevier“ dokumentierte Christian Gutknecht bei wisspub.net die Ereignisse rund um die Begutachtung solcher Verträge.

NRW-Blog sowie das Bibliotheksportal verweisen auf die neue „Richtlinie zur Förderung von Offenen Bildungsmaterialien„, auch online verfügbar. Fortbildung in Bibliotheken empfiehlt darüber hinaus als Einstiegslektüre „Wie offen ist Lernmittelfinanzierung für OER?“ von Leonhard Dobusch . Biboer hat einige Ideen, warum diese Fördermaßnahme auch für öffentliche Bibliotheken interessant sein könnte. Die Frist für die Einreichung von Projektskizzen endet am 13. März 2016.

Ein ausführliches Interview zu den „Grundfragen des Wissenschaftsbloggens“ führte Mareike König mit Klaus Graf im Redaktionsblog von Hypotheses.org (via Netbib). Seiner Meinung nach bieten Blogs die Chancengleichheit, dass die eigene Forschung zur Kenntnis genommen, darauf aufgebaut bzw. widerlegt werden kann. Filtermechanismen schaden eher. Peer review wird zu recht immer mal kritisiert. Außerdem: „Ein Social-Media-Algorithmus nach dem Motto ‚bekannt und beliebt‘ ist nicht weniger verhängnisvoll als die Praxis von renommierten Zeitschriften nur Themen zu nehmen, die ’sexy‘ sind.“ Klaus Graf wirbt zudem dafür, gemeinfreie Digitalisate, die man für die eigene Arbeit erstellt hat, dann unbedingt auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Den persönlichen Blick hinter die Kulissen von Studierenden im Bibliothekswesen in Großbritannien und Irland startete nun der Blog 23 LIS Students (via Netbib).  Im ähnlichen Stil gab es bereits Vorgängeraktionen wie 23 Bibliothekare Englands, Irlands und Wales (siehe About des neuen Blogs).

Am 25. Januar wurde in der Wiener Hofburg die Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Dr. Johanna Rachinger mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse ausgezeichnet (via VÖBBlog).

Die FAZ besuchte „Büchersammler Lagerfeld“ und widmete ihm und seiner Leidenschaft einen ausführlichen Artikel (via VÖBBlog).

Written by lesewolke

1. Februar 2016 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (9.KW’15)

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Gleich drei Beiträge zu Social Media-Aktivitäten verfasste Christoph Deeg in der letzten Woche in seinem Blog, kritisierte unter anderem langweilige Posts, mal Social-Media-Aktivitäten zu beobachten, die gar nichts mit dem eigenen Themenbereich zu tun haben und daraus zu lernen sowie dem „Return of Investment“ (kurz: ROI). Letzterer kann laut Deeg nur funktionieren, wenn mit der Zielgruppe ein „Dialog auf Augenhöhe“ gelingt. „Es geht um den Aufbau einer Community, in der Unternehmen/Institutionen auf der einen Seite und Kooperationspartner und Kunden auf der anderen Seite gleichberechtigt die gleichen Ziele verfolgen.“

Im Blog der Zukunftswerkstatt wurde das Tool „IFTTT“ („If this than that“) vorgestellt. Es dienst dazu, Handlungsanweisungen zu erstellen. Im Beispiel wird gezeigt, wie man eine Mailbenachrichtung einrichtet, sobald bei Instagram ein Bild mit einem bestimmten Tag veröffentlicht wurde.

Eine Grafik mit den typischen Abkürzungen, die bei Twitter verwendet werden, hat Bibliothekarisch.de veröffentlicht.

Laut der Markforschungsergebnisse es US-Unternehmens, den sich Buchreport näher ansah, liegt der Anteil der Teens, die E-Books erwerben niedriger als bei Erwachsenen (via NRW-Blog). Mögliche Gründe dafür werden darin gesehen, dass die Eltern ihren Kindern eher gedruckte Bücher kaufen, Teens keine eigene Kreditkarte für Online-Käufe haben, und sie sich zudem gern gegenseitig Bücher verleihen.

Rudolf Mumenthaler sah sich den NMC Horizon Report 2014 – Edition Bibliotheken und liste die wichtigsten Herausforderungen auf, siehe B.I.T. online.

Lib{cache sah sich das Programm des Bibliothekartages 2015 in Nürnberg an und analysierte es nach Gendergesichtspunkten.

Ultrà Biblioteka untersuchte die Verflechtungen zwischen dem kommerziellen Unternehmen ekz, Bibliotheken und Vertretern bibliothekarischer Verbände. Der Anlass dafür war die Unterstützung des Deutschen Bibliotheksverbandes hinsichtlich der Änderung des Bestandsmanagements der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Auf die Untersuchung und daraus resultierende Vorschläge (erstellt von Julia Reda, der Europaabgeordneten der Piratenpartei) für neue urheberrechtliche, europaweite Regelungen, die die digitalen Entwicklungen berücksichtigen und einheitliche Fristen und Schranken enthalten, verlinkte NRW-Blog.

VÖBBlog zitierte aus einem Beitrag von Spiegel online, welcher neben der Stürmung der Museen auch über die Bücherverbrennung der IS-Dschihadisten in Mossul berichtete. Was sind das nur für Menschen? 😦

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2. März 2015 at 08:00

Gelesen in Biblioblogs (30.KW’13)

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In einer Pressemitteilung fasste der Deutsche Bibliotheksverband die Antworten der verschiedenen Parteien (s. a. Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013) zu der Möglichkeit der Sonntagsöffnung von öffentlichen Bibliotheken zusammen. BibTexte verwies auf die Dissertation „Die Wiederbelebung der Sonntagsöffnung von Bibliotheken“. Heiße Diskussionen zur Sonntagsöffnung gab es in der Inetbib.

Die Seiten des Bibliotheksportals wurden jetzt um die Bereiche Kinder- und Jugendbibliotheken ausgebaut (via Jugendbibliothek21).

Auf das Literatur- und Lesezeichenverwaltungssystem BibSonomy ging TIB-Blog in einem Beitrag näher ein und verlinkte auf zwei neue Screencasts im BibSonomy-Blog, welche die Anwendungsmöglichkeiten zeigen.

Wie entstand eigentlich die Übersicht „Vergleich Literaturverwaltungsprogramme„? Dorothea Lemke berichtete im Blog Literaturverwaltung über ihre Erfahrungen bei der Erstellung der aktuellen Übersicht und ging dabei auch auf Probleme, die sich bei der Erarbeitung ergaben, genauer ein.

Schmalenstroer.net verlinkte auf einen Beitrag von Sascha Foerster, der nützliche WordPress-Plugins für Wissenschaftler vorstellt.

Einen interessanten Blogbeitrag im Upload-Magazin zum Presserecht hat Archivalia entdeckt. Wer für seine Einrichtung bloggt oder anderweitig journalistisch tätig ist, sollte hier durchaus mal hineinschauen.

Oliver Pohl beschäftigte sich in seiner Bachelorarbeit (HU Berlin) mit «Konzept und prototypische Erstellung eines Informationssystems auf VuFind-Basis für die Bibliotheks- und Informationswissenschaft». Es soll sich besser am gegenwärtigen Nutzerverhalten orientieren als b2i. In einem Beitrag im Webis-Blog stellte er das neue LISard-Fachportal vor.

Die Überwachung des Internet durch die Geheimdienste insbesondere der NSA ist weiterhin auch ein Thema in den bibliothekarischen Kreisen. Infobib zitierte die 12 Forderungen eines offenen Briefes verschiedener Vereinigungen, welchen man auch als Privatperson unterschreiben kann.  So eine allgegenwärtige Überwachung kann auch leicht Unschuldige treffen, und zwar nicht nur Leute mit orientalischen Namen, die Chemie studieren (siehe Szenario Bibliotheksdaten Inetbib), sondern auch solche, die „Gebildet, unauffällig und irgendwie links“ sind und sich darüber hinaus „konspirativ“ verhalten, z.B. Mobiltelefon ausschalten, anonyme E-Mail-Adresse verwenden usw. (siehe Beitrag im Freitag via inetbib).

Written by lesewolke

29. Juli 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (29.KW’13)

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Ein tolles Beispiel für eine Rechercheschulung für Schüler hatte die Stadtbibliothek Köln. Sie sollten Informationsmittel und Kommunikationswege nutzen, um der Bedrohung durch Zombies entgegen zu treten. Da glaubt man gern, dass die Schüler Spaß beim Lernen hatten, denn es ist schon ein Vergnügen den Blogbeitrag (+ Nachtrag) darüber zu lesen.

Ger23mobilethings ist in vollem Gang. Im 3. Teil ging es um die Nutzung von E-Mails für mobile Geräte. So lautete eine Aufgabe ein mit dem Mobilgerät aufgenommenes Foto per Mailanhang zu senden. Die Fragen zur Nutzung von E-Mails zu verschiedenen Zwecken beantworteten Bibliotheksratte und Bibliothekarisch.de in ihren Hausaufgaben. Maps und Checkin-Funktionen waren im 4. Teil das Thema. Bei aller Euphorie für die tollen Spielereien sollte man jedoch auch seine Privatsphäre im Auge haben. Muss immer jeder wissen, wo man ist? Wenn man Leute treffen möchte, gibt es auch andere Möglichkeiten meint Bibliothekarisch.de. Natürlich könnte man mit Checkin-Funktionen für die Bibliothek nutzen und eventuell Preise für besonders aktive Nutzer vergeben oder Geocaching anbieten. Die Navigation innerhalb von Gebäude bleibt vorerst schwierig, obwohl es hier erste Lösungsansätze gibt (siehe auch Beitrag zur Inetbib-Tagung 2013).

Die Evaluation BibCamp 2013 ist online. 62 Prozent der Teilnehmer waren das erste Mal bei einem BarCamp. Bei so vielen bekannten Gesichtern hätte ich das nicht erwartet. Immerhin war es schon mein 4. BarCamp (3xBibCamp, 1xfrei<tag>). Nur einer der 121 Umfrageteilnehmer würde nicht mehr teilnehmen. Mit Kommunikationsgeräten waren 90 Prozent unterwegs.

Auf einen Beitrag in den VÖB-Mitteilungen 1/2013 zum neuen Regelwerk RDA verwies VÖBBlog.  Dort werden für Einsteiger ein paar grundlegende Dinge zur Funktionsweise verständlich erläutert.

Intellektuelle Freiheit für BibliothekarInnen und die Weiterbildung von OPLs waren die beiden Themen im IFLA/ALA Webinar Juli 2013, welches in der letzten Woche weltweit TeilnehmerInnen hatte. Eine Zusammenfassung der Online-Veranstaltung gibt es hier bei Lesewolke.

Darf nur die juris GmbH Urteile und Begründungen der Bundesgerichte veröffentlichen? Dieses Exklusivrecht hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg nun gekippt (ev. bis zur Revision). In der Pressemitteilung heißt es u.a. „Auch seien die begehrten Informationen, einschließlich der Orientierungssätze, nicht urheberrechtlich geschützt. Die Orientierungssätze stellten als ‚amtlich verfasste Leitsätze‘ gemeinfreie amtliche Werke dar.“ (gefunden via Netbib-Blog).

IFLA/ALA Webinar Juli 2013: Intellektuelle Freiheit und OPL

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Am 16. Juli 2013 fand das IFLA/ALA webinarNew Librarians Global Connection: best practices, models and recommendations” statt. Die Teilnahme war wie bei Webinaren der letzten beiden Quartale frei für alle Interessierten weltweit. Rund um den Erdball hatten sich Bibliotheksleute vor ihrem Computer eingefunden, um dabei zu sein. Wenn die Aufzeichnung online ist, werde ich an dieser Stelle darauf verlinken.

Im ersten Beitrag von Barbara Jones, der Direktorin des Büros für Intellektuelle Freiheit (OIF) der American Library Association (ALA) ging es um intellektuelle Freiheit für Bibliothekare. In einer Zeit, wo über die Überwachung der Kommunikation durch Geheimdienste in den Medien präsent ist, war es natürlich ein brisantes Thema.

Vortrag zu Intellektueller Freiheit

Vortrag zu Intellektueller Freiheit / Barbara Jones

Barbara Jones berichtete über verschiedene Aktivitäten der IFLA. Im „IFLA-Manifest zu Transparenz, verantwortungsbewußter Regierungsführung und Korruptionsfreiheit“ (deutsche Übersetzung) werden alle BibliothekarInnen dazu aufgefordert, sich für solche Themen auf nationaler und lokaler Ebene verantwortlich zu fühlen. Noch recht neu ist der Professional Codes of Ethics for Librarians, welcher im letzten Jahr herausgegeben wurde.

Ein weiterer Aspekt der Präsentation war die Zensur. In zahlreichen Ländern wird bestimmte Literatur nicht in Bibliotheken angeboten. Wobei es in den USA eher allgemeine Vorschriften gibt. Welche konkreten Titel nicht angeboten werden, wird dort lokal von Schulämtern, Bibliotheksausschüssen, Bibliothekaren, Eltern usw. entschieden. Als problematisch werden insbesondere Bücher angesehen, die sexuelle Themen behandeln (auch Aufklärung), religiöse Empfindungen verletzten könnten, weil sie sich z.B. mit Zauberei o.ä. beschäftigen (wie „Harry Potter“) bzw. nicht dem vorherrschenden religiösen Glauben entsprechen. In Deutschland haben wir da sicher ganz andere Kriterien, die den Menschen in anderen Ländern möglicherweise ebenso merkwürdig erscheinen, wie ihre uns. Barbara Jones setzt sich in ihrer Position jedoch dafür ein, dass man lieber offen mit den Themen und der Literatur umgehen sollte, als einfach Bücher verschwinden zu lassen. Mit einer jährlichen „Banned Books Week“ setzt sich die ALA für den freien Zugang auch zu umstrittener Literatur ein. Dem Schutz der Privatsphäre ist ebenfalls eine eigene Themenwoche gewidmet.

OPL & Weiterbildung / Eva Hornung

OPL & Weiterbildung / Eva Hornung

Den zweiten Vortrag hielt Eva Hornung aus Dublin, Irland. Ihr Thema war die Weiterbildung von BibliothekarInnen in One Person Libraries (OPL). In einem Projekt wurden 30 OPLs in ganz Irland befragt. Als typische Probleme bei der Weiterbildung nannten die Befragten: keine Zeit, kein Geld, kein Kurs erreichbar, niemand den man fragen könnte und den Chef interessiert es auch nicht. Die Weiterbildungsinteressen wurden in 5 Kategorien eingeteilt.

Aus den Ergebnissen leitete man Überlegungen ab, was Bibliotheksschulen, Verbände und die BibliothekarInnen selbst besser machen könnten, beispielsweise informelle Abende, Online-Kurse, Internetplatformen usw. „23 Things for Continuing Professional Development“ wurde ebenfalls empfohlen. Zur Zeit läuft der Selbstlernkurs auch hier in Deutschland in deutscher Sprache unter dem Titel „Ger 23 Mobile Things„, also nicht verpassen!

Written by lesewolke

18. Juli 2013 at 17:05

Gelesen in Biblioblogs (27.KW’13)

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Die Kontrolle der Kommunikation von Millionen von Bürgern auch in Deutschland durch die Geheimdienste der USA, welche Edward Snowden an die Öffentlichkeit brachte, beschäftigte u.a. einige Gemüter in den Biblioblogs. Bundespräsident Gauck, für den das Internet offensichtlich Neuland ist, hätte nur Probleme, wenn es Aktenordner gäbe und versteht nicht, dass mit digitalen Methoden noch eine viel größere Überwachungsmaschinerie geschaffen wurde. Netbib verwies daher auf die Visualisierung bei der Aktenmengen von Stasi und NSA durch Opendatacity. In einem Beitrag ging Text&Blog auf einige Artikel ein, die deutlich machen, dass so eine Überwachung Bürgerrechte verletzt und durchaus Gefahren bergen kann. In der Süddeutschen erklärt Katharina Nocun die Innenminister und Geheimdienst-Experten zur eigentlichen Bedrohung für die Demokratie und meint „Leichtfertig geben wir Freiheiten auf, für die andere bereit wären, ihr Leben zu geben.“ Geht das denn Bibliotheken überhaupt etwas an? Die American Library Association (ALA) hat jedenfalls eine Resolution dazu verfasst (via Shaked Spier bei Twitter).

Mit dem Smartphone fotografiert: IKMZ Cottbus

Mit dem Smartphone fotografiert: IKMZ Cottbus

Im 2. Teil von Ger23mthings drehte es sich um Fotografieren mit mobilen Geräten. Bibliothekarisch.de und Bibliotheksratte erledigten auch in dieser Woche ordenlich die Hausaufgaben und lassen uns an ihren Erkenntnissen teilhaben.

Die meisten von uns sind in einer Buchkultur groß geworden. Informationen und Gedanken, denen man Wert beimaß und welche man erhalten wollte, wurden vor allem in Bücher gepackt.  Und auch wenn es sicher noch genug Leute gibt, die nur dem vertrauen, was es auf Papier (und höchstens zusätzlich elektronisch) gibt, hat die Medienvielfalt zugenommen und unser Umgang mit Informationen sich verändert. Prof. Dr. Hobohm von der FH Potsdam geht in einem Gespräch mit dem Goethe-Institut auf diesen Wandel ein sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich aus der Speicherung des immateriellen kulturellen Erbes ergeben. Hier spielt nämlich der Kontext eine wichtige Rolle (via VÖBBlog).

Nicht schon wieder Informationskompetenz?! 😉 In einem Vortrag zu genau diesem Thema schildert Barbara Reißland aus eigenem Erleben mit welchen Erwartungen und Qualitätsvorstellungen Informationsfachleute in Unternehmen konfrontiert werden. Diese sollte man unbedingt ernst nehmen, denn es geht hauptsächlich darum, das Richtige für den Nutzer zu tun und nicht das, was wir für das Beste halten. Der Vortrag ist in den VÖB-Mitteilungen 1/2013 enthalten (via VÖBBlog).

Written by lesewolke

8. Juli 2013 at 06:00

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