Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (16.KW’15)

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emma_slogan_klDas Highlight der letzten Woche war natürlich das 8. BibCamp, welches von der HTWK Leipzig super organisiert wurde. Die Blogbeiträge dazu sammelt wie immer Bibliothekarisch.de. Übrigens stellte das Orga-Team zu den einzelnen Sessions jeweils Studierende, die mitschrieben: einfach die Notizzettel in den Plänen anklicken. Ein ganz dickes Dankeschön dafür! 🙂

In einem Urteil zu elektronischen Leseplätzen entschied der Bundesgerichtshof zugunsten der Nutzerinnen und Nutzer von Bibliotheken (via NRW-Blog). Demnach ist die Digitalisierung erlaubt. Außerdem verkündete der BGH in seiner Pressemitteilung: „Ein Ausdrucken oder Abspeichern von an elektronischen Leseplätzen bereitgestellten Werken kann in vielen Fällen als Vervielfältigung zum privaten oder sonstigen eigenen Gebrauch nach § 53 UrhG zulässig sein.“

Im ZBW-Workshop „The Future of Scholarly Communication in Economics” wurde über die Tendenzen in der wissenschaftlichen Kommunikation diskutiert, siehe ZBW-Talk. Kritisiert wurde unter anderem, dass es noch so lange dauert, bis eine eingereichte Publikation erscheint und Rankings das Publikationsverhalten beeinflussen. Der Hinweis in Newslettern und die Vernetzung gewinnen an Bedeutung und tragen dazu bei, dass Veröffentlichungen häufiger zitiert werden.

Spiegel online berichtete über die Methoden der Omni-Scriptum-Verlagsgruppe (via Netbib & VÖBBlog). Hier werden im Print-on-Demand-Verfahren Abschlussarbeiten ohne jede qualitative Vorausauswahl und Überarbeitung veröffentlicht und damit hohe Zahlen von Buchtiteln erreicht. Die Verlagsgruppe kam übrigens schon früher in die Schlagzeilen mit Büchern, die tatsächlich aus Wikipedia-Beiträgen bestanden (mehr dazu bei Wikiwand). Bibliotheken meiden beim Buchkauf diese Verlage. Der dubiose Ruf schadet damit leider auch gelungenen & wichtigen Arbeiten, weshalb im Artikel Akademikern mit Ambitionen empfohlen wird, den Verlockungen dieser unkomplizierten, zuschussfreien Publikation zu widerstehen. Wer gern gelesen werden will, dem steht zudem das Internet offen. „Alle Abschlussarbeiten und Dissertationen online“ – dafür plädierte 2013 Klaus Graf  in einem Vortrag (siehe Archivalia), als er sich ebenfalls mit der Frage guter & schlechter Büchern im Zusammenhang mit den VDM-Verlagen (gehören zu Omni-Scriptum) beschäftigte.

Auf die Möglichkeiten, die Hangouts für die Kommunikation mit Kunden bieten, wie Live FAQs, Fan Interviews, Vorstellungsrunden, ging die Karrierebibel ein (via Fortbildung in Bibliotheken). Darüber hinaus gibt es viele praktische Tipps zum Hintergrund, Licht, Kleidung usw.

Wie sich Bücher sortieren würden und worüber sie sich beim Besitzer beschweren  – das war das Thema im BibComic. 😉

Gelesen in Biblioblogs (34.KW’13)

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IFLA 2013

IFLA 2013

In der letzten Woche schaute die Bibliothekswelt nach Singapore, denn dort fand der 79. IFLA Weltkongress statt. Dazu gab es zahlreiche Berichte im Internet auch deutschsprachige, z.B auf der Seite IFLA in Deutschland und beim BIB. Trotz der Entfernung landete Deutschland auf Platz 4 der Teilnehmerländer (via dbv-Blog). Für alle, die nicht die Möglichkeit haben, weit zu reisen, um BerufskollegInnen aus anderen Ländern zu treffen, wurde auf dem Kongress das International Librarians Network vorgestellt. Hier wird für einen bestimmten Zeitraum ein/e PartnerIn vermittelt, mit der/dem man sich mit modernen Kommunikationsmitteln austauschen kann (via dbv-Blog, siehe auch IFLA-Webinar vom 15.4.2013). Der Bewerbungsschluss für die nächste Runde ist der 28. August 2013. Auch über die Möglichkeiten, wie man die Zugriffe auf elektronische Medien zählt (COUNTER) wurde diskutiert (siehe IFLA in Deutschland). Ist diese Methode eine Konkurrenz für den Impactfactor? Im IFLA Express steht die Zusammenfassung aus der Highlight-Session, welche deutlich macht, mit welchen Themen sich die IFLA zur Zeit hauptsächlich beschäftigt.

Ein weiteres Event der letzten Woche war die Gamescom in Köln. Und was das mit Bibliotheken zu tun hat, erklärte Martin Kramer in seinem Blogbeitrag und meinte, dass uns ein bisschen mehr Show durchaus gut tun würde: „Make it big!“

Bella Italia hieß das bibliothekarische Reiseziel der ExkursionsteilnehmerInnen der FH Potsdam. In der 11. Ausgabe der BRaIn gibt zahlreiche Berichte über die Erlebnisse in den Mailänder Bibliotheken und zum italienischen Bibliothekswesen. Bibliothekarisch.de hat sich diese Ausgabe bereits angeschaut.

Infobib wollte in der letzten Woche wissen, wie man „Institutional Repository“ am besten ins Deutsche übersetzt, und fragte dazu in Twitter und in der Bibliothek nach. Die Lösung ist gar nicht so einfach, wie man denkt, wenn es inhaltlich korrekt, allgemein verständlich und auch noch gut klingen soll.

Technology is not the key … technology is just a tool.“ Unter diesem Motto zeigte Jennifer LaGarde in ihrer Präsentation, worauf es wirklich beim Lernen ankommt (siehe Bibliothekarisch.de).

Doch wer neue Technologien einsetzen will, muss sich natürlich auch mit der Funktionsweise befassen. Nachdem wir in Folge 7 von Ger 23 Mobile Things aufgefordert wurden, mal die Kommunikationsmöglichkeiten von Skype und Google+ Hangouts zu probieren, war in der letzten Woche nun die Kalenderfunktion dran.

„It’s the summer of Lego Librarians!“ meinte Joe Hardenbrook im Blog Mr. Library Dude und präsentierte die Lego-BibliothekarInnen in ihrer eigenen Lego-Bibliothek nebst Animationsfilm. 😉

Foto IFLA: Muhammad Zharfan bei Flickr (CC-Lizenz: By-Sa 2.0)

Sessions zu sozialen Netzwerken

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Twitterwall beim #bkc12

Twitterwall beim #bkc12

Die Session von Dörte Böhner beschäftigte sich mit den Inhalten, die Bibliotheken auf ihre Pinnwand posten könnten. Der Erfahrungsaustausch brachte zutage, dass im Bereich Social Media die Verpackung zählt. Meldungen, die Emotionen auslösen, bringen das meiste Feedback. Diese Erfahrung hat wohl jede Bibliothek, die beispielsweise Facebook betreibt, schon gemacht. Infotainment ist hier also das Zauberwort. Ein großes Problem in vielen Bibliotheken ist der mangelnde Rückhalt. Für einen guten Auftritt benötigt man Inhalte aus allen Bereichen sonst bekommt die Pinnwand thematische Schlagseite. Die Formulierung sollte man jedoch jemandem überlassen, der Erfahrung mit Netzwerken hat. An der Stadtbibliothek Köln entscheidet das Social Media Team, wo die Inhalte gepostet werden: in Facebook, im Blog und/oder bei TWitter. Nicht alles eignet sich für jedes Netzwerk. Weiterhin ist es wichtig, den Verantwortlichen zu vertrauen, denn wer sich ständig rückversichern muss, gibt schnell auf. Ein weiterer Hinweis kam noch von der Stabi. Um die MitarbeiterInnen zu motivieren, Content zu liefern, sollte man sie auch über das Feedback informieren! Die elektronische Mitschrift der Session ist im Internet verfügbar (enthält Meinungen von Mitlesern). Weitere Eindrücke von dieser Session findet man auch Blogbeitrag von Dörte Bohner.

Tibor Maxam fragte in seiner Session, ob Google+ schon tot sei. In dem zeitweise gehypten Netzwerk tummeln sich lange nicht so viele Leute wie bei Facebook. Muss eine Bibliothek also unbedingt dorthin? Kunden zählen bisher nicht zu seinen Kreisen, sondern eher Fachkollegen, meinte Tibor. Da überlegt man als Bibliothek schon, ob der zusätzliche Aufwand lohnt. Wer allerdings die gleichen Inhalte wie bei Facebook posten möchte, hat zumindest keinen so großen Aufwand. Das Ranking in Google sei recht gut, erfuhren wir, denn Google+-Inhalte werden über die Suchmaschine erschlossen. Auf jeden Fall sollte man andere Netzwerken im Auge behalten und bereit sein, falls es sich durchsetzt. Diese Session ist als Videomitschnitt im Internet verfügbar.

Written by lesewolke

20. März 2012 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (31.KW’11)

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Heiße Diskussionen tobten in der letzten Woche in der Inetbib zu der Frage, ob man Google Plus, Facebook bzw. sozialen Netzwerken im Allgemeinen nun trauen, sie mögen und unterstützen sollte oder nicht. Aufhänger war ein Beitrag der SuMa-Blogger, der auf potenzielle Gefahren der Datensammlung von Google hinwies. Das Unternehmen könnte mit der zusätzlichen Speicherung sozialer Daten und deren (zumindest technisch) möglicher Verknüpfung mit  Nutzerdaten aus anderen Diensten (YouTube, Suchverläufe, StreetView usw.) sehr genaue Profile der Nutzer erstellen.

Doch Datenschutz ist nur eine Sichtweise, aus der man soziale Netzwerke betrachten kann. Auch das wurde in der Diskussion deutlich. Sie sind im Leben vieler Menschen bereits heute ein fester Bestandteil und machen Spaß. Können Bibliotheken es sich bei allen Bedenken noch leisten, nicht dabei zu sein? Sollten sie lieber die Chancen und Möglichkeiten sehen und nutzen, um nicht irgendwann ignoriert zu werden? Konstantin Klein hat an alle Internet-Nichtversteher einen verständlichen Brief geschrieben, natürlich im Internet (via Netbib). 😉

Dass jedenfalls Google Plus seine Strategie gut aufgebaut hat, zeigt die Begeisterung vieler für das neue Netzwerk, welches sich noch in der Testphase befindet. Mit einer Kommerzialisierung im späteren Betrieb darf fest gerechnet werden. Was sind das für Leute, die sich für G+ entschieden haben, fragt Kulturbeutel und analysiert 5 Nutzertypen. Der beste Schachzug des Unternehmens war wohl neben einer (noch) werbefreien Oberfläche, den Zugang zu erschweren. Lesenswert dazu ist das Editorial der C’t 16/2011 „Auch mitmachen wollen“. Denn man sollte wenigstens wissen, worauf man sich da einlässt.

Auf einer Fachmesse in Japan wurde nun ein E-Book-Automat präsentiert. Nach der Bezahlung erhält man einen QR-Code-Bon. Diesen kann man mit dem Smartphone einlesen und das E-Book downloaden (via NRW-Blog und Börsenblatt).

Immer mehr Bibliotheken starten die Onleihe, so auch die Stadtbibliotheken Mannheim, Ludwigshafen und Speyer mit ihrer Plattform metropolbib.de (via Netbib).

Die Dauer ist zwar unterschiedlich, aber irgendwann läuft das Urheberrecht, wenn auch lange nach dem Ableben des Autors, ab. Trotzdem kommt es vor, dass Firmen die Inhalte auf ihren Servern bereitstellen und Geld dafür verlangen. Nun hat ein Hacker in den USA solche Publikationen heruntergeladen und steht vor Gericht. Von diesen und anderen Problemen auf dem langen Weg zu mehr Freiheit für wissenschaftliche Veröffentlichungen berichtet der Tagesspiegel (via Archivalia). Eine Anleitung, wie man Online-Publikationen zitiert, findet man ebenfalls bei Archivalia.

Anläßlich der Wikimania 2011, dem Treffen der Wikipedianer, hat der WDR interessante Informationen zur Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia zusammengetragen (via Lemy’s Blog).

Den Wert von BibliothekarInnen rund um den Erdball hat Masters in Education in einer Infografik dargestellt, auch anzuschauen bei Bibliothekarisch.de.