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Bibliothekartag 2011 – Mobile Anwendungen für Bibliotheken

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Sehr innovativ startete der Block „Immer und überall erreichbar – Mobile Dienste im Bibliotheksumfeld“ (Donnerstag, TK9) mit dem erfrischenden Vortrag von Christoph Deeg. Er stellte einige verrückte Apps für Smartphones vor, wie beispielsweise das Auffinden versteckter Dinge mittels Geocaching (eine Art Schnitzeljagd) oder das gegenseitige Zuwerfen digitaler Fotos und machte deutlich, dass es nicht reicht, eine mobile Variante des Bibliothekskataloges anzubieten. Da müssten sich die Bibliotheken schon mehr einfallen lassen. Die Grundvoraussetzung für diesen kreativen Prozess ist, erstmal selbst herum zuspielen und die Möglichkeiten zu entdecken für Bibliotheksanwendungen, die Spaß machen. Außerdem kann man auch von seinen Bibliotheksbesuchern eine Menge lernen, zum Beispiel bei einem Smartphonehappening. Da treffen sich Leute und zeigen sich gegenseitig ihre Lieblingsapps, lernen sich persönlich kennen und helfen sich eventuell gegenseitig, oder wenn es gut läuft, vielleicht sogar der Bibliothek. Auf dem Bibliothekartag gab es übrigens auch so ein Smartphonehappening. Nur man kann eben nicht überall gleichzeitig sein. Die Vorschläge von C. Deeg, was es braucht, damit Bibliotheken bei mobilen Anwendungen up to date werden, standen auf einer Folie der Präsentation, siehe Foto.

Nach diesem Feuerwerk wurde es erstmal sachlicher. Die Bayerische Staatsbibliothek hat neben dem Bibliothekskatalog weitere Apps im Angebot. Seit einem Jahr gibt es „Famous Books“, komplette Digitalisate von 50 kostbaren Drucken und Handschriften der Bibliothek, beispielsweise dem Nibelungenlied, der Gutenbergbibel uvm., die speziell für iPad/iPhone-Anwendungen aufbereitet wurden. Ob das wirklich einer liest?! Jedenfalls steht diese App auf Platz 19 im Appstore, und wenn man nur Bücher betrachtet sogar auf Platz 2, wusste Klaus Ceynowa zu berichten. Und weil es so gut ankommt, gibt es seit Mai 2011 schon ein neues App in diesem Stil und zwar „Oriental Books“ oder vollständig „Oriental Treasures of the Bavarian State Library“, u.a. Koranhandschriften (Update 13.10.11: Artikel im Bibliotheksforum Bayern 2011, Heft 3). Ein weiteres App ließ die BSB anläßlich des 125. Todestages von König Ludwig II. in Bayern erstellen. Das Augmented Reality App blendet zu den Bauwerken, die im Zusammenhang mit dem König stehen, passend Informationen und 3D-Modelle ein uvm. (Update 27.09.11: Link zur Informationsseite der Bayerischen Staatsbibliothek).

Written by lesewolke

10. Juni 2011 at 18:52

Veröffentlicht in Bibliothekartag 2011

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Gelesen in Biblioblogs (8.KW’11)

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OCLC veröffentlichte nun den Bericht über die öffentliche Wahrnehmung von Bibliothek in Amerika 2010 („Perceptions of Libraries 2010: Context and Community“ engl.). Diese Studie liefert nicht nur Daten über die Akzeptanz von Bibliotheken, sondern auch zu der Nutzung elektronischer Medien und sozialer Netzwerke verschiedener Nutzergruppen im Vergleich zum Jahr 2005. Librarian in Residence hat sich aus ausführlich mit dem Bericht auseinandergesetzt und festgestellt, dass er viele aktuelle Argumente für die Bedeutung und den Erhalt von Bibliotheken bietet.

Eine Auswertung der  Umfrage der Städtischen Bibliotheken Dresden, findet man in der Zeitschrift „Bibliotheken in Sachsen“ Heft 4/2010, siehe auch NRW-Blog. Hier wurde das Nutzungsverhalten nach Frauen und Männern ausgewertet. Ein weiterer interessanter Aspekt besteht darin, dass nur etwas über die Hälfte der Nutzer (53%) für sich selbst ausleihen. Die anderen versorgen noch andere Personen mit Literatur (siehe S. 264).

Vascoda meldet, dass man sich die Fachportale als Toolbar für Firefox, Internet Explorer, Safari und Chrome kostenlos herunterladen kann.

Auf einen Praxistest zum iPad von Magnus.de weist NRW-Blog hin. Hier wurde mal genauer hingeschaut, ob sich dieses Gerät zum Lesen von E-Books eignet.

Wer sich mit Bibliothekswesen beschäftigt, hört immer öfter den Begriff „Metadaten“. Eine Definition dazu hat Jakoblog entworfen und freut sich über Meinungen,  Korrekturen und Literaturvorschläge.

Die Diskussion um die Dissertation des Verteidigungsministers Guttenberg ging in der letzten Woche in die nächste Runde. Er gestand nun ein, „gravierende handwerkliche Fehler“ begangen und „Blödsinn“ geschrieben zu haben, bestritt aber den Vorsatz der Tat. Die Universität Bayreuth erkannte ihm den Doktortitel im Schnellverfahren ab (siehe auch „Guttenberg und die Herrschaft des Unbewussten″). Da die regierende Partei sich verhielt, als wären korrektes wissenschaftliches Arbeiten und ein Doktortitel nicht von besonderer Bedeutung, gab es schließlich Proteste seitens der Wissenschaftler. Ein „Offener Brief von Doktoranden an die Bundeskanzlerin“ wurde verfasst (siehe auch Facebook), der bereits von vielen unterschrieben wurde. Zahlreiche Links und Berichte zu dem Thema veröffentlichte Archivalia.

Am Wochenende wurden die Academy Awards of Merit verliehen, besser bekannt als „Oscar“. Wie der „Oscar“ zu seinem Namen kam, ist nicht eindeutig geklärt. Eine Version besagt, dass die Bibliothekarin der Academy ausgerufen haben soll: „Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!“, siehe dazu auch einen etwas älteren Artikel von VÖBBLOG. 🙂

Written by lesewolke

28. Februar 2011 at 04:00

Gelesen in BiblioBlogs (20. KW)

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Archivalia lenkte meine Aufmerksamkeit auf die Sendung „Open Access & Co“ von DRadio aus der Reihe „Zeit Online Talk“. Für Einsteiger ist besonders die erste halbe Hälfte der Diskussionsrunde interessant, da hier die Hintergründe zu Open Access allgemein verständlich erklärt werden. Details und zukünftige Entwicklungen, beispielsweise die Veröffentlichung von Forscherdaten, werden in der zweite Hälfte der Sendung thematisiert.

Wer wissen möchte, was es denn nun mit dem Ipad („kleiner und leichter als ein Laptop und größer und leistungsstärker als ein Mobiltelefon“ Wissenslogs ) auf sich hat, liest den Erfahrungsbericht bei Wissenslogs und den Beitrag bei textundblog.

Bibliothek der HU Berlin

Das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum in Berlin (Foto von 96dpi bei Flickr unter CC-Lizenz: by-nc-sa) hat nicht nur Architekturpreise gewonnen, sondern wird auch von den Nutzern begeistert als Lern- und Leseort angenommen. Im Mittelpunkt eines Beitrags von bibliothekarisch.de und der anschließenden Diskussion stehen die daraus resultierenden ungelösten Probleme.

Auch Bibliotheken sind mehr und mehr in sozialen Netzwerken zu finden. Die Kommunikation mit den Lesern ist natürlich erwünscht. Doch was macht man eigentlich, wenn kritische Kommentare an der Pinnwand oder im Blog erscheinen? Dieser Frage geht der Kulturmanagement Blog nach.

Der NRW-Blog verweist auf eine Meldung von Heise, nach der Google ab Sommer 2010 ins E-Book-Geschäft einsteigen will.

Zum Schluss noch der Hinweis auf ein frei lesbares elektronisches Handbuch über das Lehren von Informationskompetenz in englischer Sprache, gefunden von bibtexte.

Written by lesewolke

24. Mai 2010 at 17:12