Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (26.KW’12)

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Wie sich die Recherche von den analogen Methoden bis zu den heutigen digitalen Möglichkeiten verändert hat, zeigt das Video „Information R/evolution“ und verdeutlicht, dass es auch im Suchmaschinenzeitalter viel über die Informationssuche zu wissen gibt. Denn „We no longer just find information … Together, we can make it find us.“ Auch gut als Einleitung für Schulungen zur Informationskompetenz geeignet, meinte Bibliothekarisch.de.

Auf eine Übersicht aktueller E-Book-Reader bei Neuerdings verwies VÖBBlog. Alles Gute ist oft nicht in einem Gerät vereint. So sollte man darüber nachdenken, ob man eher Lesekomfort oder Multimedia als Hauptkriterium wählt.

Medien und Lizenzen sind nun mal teuer. Da reicht das Geld in den Bibliotheken nie für alles, was man gern den Nutzern bereitstellen möchte und müsste. Im Heft 6/2012 der Zeitschrift „BuB“ beschäftigte sich Ronald Schneider damit, wie es in deutschen Bibliotheken eigentlich mit Freundeskreisen und Stiftungen aussieht. Ein Blogbeitrag in Partizipation – Bibliothek fasst seine Erkenntnisse zusammen und fragt darüber hinaus, ob eine nationale Bürgerstiftung (Vorbild Luxemburg) nicht eine gute Idee wäre?!

Weiterhin ein heißes Thema ist das Leistungsschutzrecht. Netbib empfahl einen Beitrag im Blog „Simple Sachen“, den ich übrigens auch sehr gelungen finde. Für alle, die sich umfassend informieren wollen, noch der Hinweis auf eine Linksammlung bei Wikimedia (via Archivalia).

Nicht immer hat man ein eigenes, passendes Bild für einen Beitrag parat. Kostenfreie Fotodatenbanken können hier helfen. NRW-Blog hat zwei Beiträge dazu mit zahlreichen Links gefunden. Eine Infografik zur Bildernutzung findet man bei Bibliothekarisch.de.

Wer in anderen Ländern unterwegs ist, freut sich oft über öffentliche WiFi-Zonen und fragt sich manchmal, warum Deutschland in dieser Hinsicht offensichtlich ein Dritte-Welt-Land ist? Nun, das liegt einfach daran, dass in unserem Land, kleine Anbieter haftbar gemacht werden, falls die Nutzer ihres Netzes illegale Dinge tun. Die Digitale Gesellschaft stellte nun den „Entwurf eines … Gesetzes zur Änderung des Telemediengesetzes“ online. Die Parteien sind ausdrücklich zu Copy & Paste aufgerufen! Würde dieser Vorschlag aufgenommen, hätte es auch Vorteile für Bibliotheken, die dann ebenfalls nicht mehr fürchten müssten, wegen eventueller unrechtmäßiger Handlungen der Anwender zur Rechenschaft gezogen zu werden, stellte Infobib fest.

Written by lesewolke

2. Juli 2012 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (41.KW’11)

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Ein schönes Beispiel für eine zeitgemäße Auskunftstätigkeit stellt der Biblioblog der FH Hannover vor. Roving Librarians heißt das Modell. Die BibliothekarInnen laufen mit einem Netbook umher, beantworten Fragen und schauen nebenbei, ob alles in der Bibliothek okay ist. Auf diese und andere Möglichkeiten der Auskunft ohne Theke geht auch ein aktueller Beitrag im Plan3t ein.

Doch nicht nur die Auskunft, sondern auch die Ausleihe war ein Thema im Plan3t. Und während sich einige noch mit Zetteln abmühen, starten andere ein Projekt, in dem die Ausleihe mittels Smartphone getestet wird. Wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse!

Mancherorts muss man eine Bibliothek nicht mal mehr betreten, um Bücher auszuleihen. Trotzdem kommt die Onleihe in Thüringen mit DiviBib noch nicht so richtig in Fahrt oder zumindest nicht in dem Ausmaß, wie man es erwartet und erhofft hatte, erfährt man in einem Beitrag von Bibliothekarisch.de. Liegt es nun an der mangelnden Bekanntheit, den Lesegewohnheiten oder den Nutzungsbedingungen (siehe ebenfalls Artikel bei Bibliothekarisch.de)? Auch Netbib verweist auf dieses Problem und verlinkt auf weitere Erfahrungsberichte.

Außerdem hat sich Bibliothekarisch.de eine Studie angesehen, die zu der Erkenntnis kommt, dass DRM nicht unbedingt die Piraterie verhindert, vor allem nicht, wenn die Beschränkungen die Nutzung legal erworbener Medien erschweren. In solchen Fällen bevorzugen Nutzer eher Raubkopien.

Statistikbegeisterte können sich freuen, denn es gibt nun auch einen Book Citation Index, der als Modul zu Web of Science gekauft werden kann. Aufgenommen sind bisher 25.000 Bücher ab 2005 hauptsächlich aus den Sozial- und Geisteswissenschaften (via Wisspub.net).

Immer wieder liest man in Blogs über Linked Open Data. Wer noch rätselt, wie das genau gedacht ist, schaut sich eine Präsentation von Magnus Pfeffer an, der es recht gut erklärt (via Netbib).

Kostenfrei online verfügbar ist das neue „Handbuch Forschungsdatenmanagement“, herausgegeben von Stephan Büttner, Hans-Christoph Hobohm und Lars Müller. Darüber hinaus kann man es auch als gedruckte Ausgabe erwerben.

Gewohnt provokativ verkündet Archivalia „Ein Wissenschaftler, der nicht bloggt, ist ein schlechter Wissenschaftler“. Die Ausführungen darüber, warum sich Wissenschaftler unbedingt am Web 2.0 beteiligen sollten und wie sie es am besten anstellen könnten, sind lesenswert.

Im September 2011 fand in Bozen die Konferenz „Die lernende Bibliothek 2011“ statt (via Netbib). Die Dokumentation entspricht tatsächlich dem Anspruch an eine lernende Bibliothek, man kann nämlich nicht nur die Präsentationen selbst ansehen, sondern in einigen Fällen dazu die Audiodatei des Vortrags hören. Weiterhin gibt es jeweils Angaben zum Autor und ein Abstract. „Nicht nur Geld fordern, sondern der Politik aktiv Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme anbieten“ meint zum Beispiel die Kantonsbibliothek Baselland (leider ohne Audiodatei) und stellt ihre Aktivitäten vor.

Auch die Präsentationen des 12. BSZ-Kolloquiums 2011, welches ebenfalls im September durchgeführt wurde, sind online verfügbar (via Inetbib). Themen waren VuFind, RDS, EBScO Discovery Service, KonSearch, die Gemeinsame Normdatei (GND) und vieles mehr.

Und noch eine Tagung vom September mit Online-Präsentationen. Diesmal traf sich die Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB), deren Motto lautete „Innovativ denken, strategisch planen, praktisch umsetzen“. Manche Folien sind sicher auch für andere Bibliotheken von Interesse.

Einen heiteren Artikel mit dem Titel „Von Schlauschnackern und Niederzischern“, der über den Schleswig-Holsteinischen Bibliothekstag oder besser über BibliothekarInnen und ihren „extravaganten Ruf“ berichtet, findet man in den Elmshorner Nachrichten (via Netbib). 😉

Gelesen in Biblioblogs (7.KW’11)

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Die Zukunftswerkstatt startete am 15. Februar 2011 ihre Gaming-Roadshow. Der erste Ort war die Stadtbibliothek Köln. Gemeinsam mit ihren Kunden probierten die Bibliotheksmitarbeiter Computerspiele aus, denn diese gehören heutzutage zur Kulturtechnik und bieten durchaus auch Möglichkeiten für die Wissensvermittlung. Wie viel Vergnügen so etwas machen kann, liest man im Blog für digitale Spielekultur.

Über eine Veranstaltung des ekz zur Lobbyarbeit für Bibliotheken in Reutlingen berichtete die Südwest Presse (siehe auch netbib). Hier ging es vor allem darum, sich bei den Politikern besser Gehör zu verschaffen und damit die finanzielle Grundlage für Bibliotheken zu erhalten und zu verbessern. Anhand von Beispielen aus der Wirtschaft zeigte Katrin Schlegelberger in ihrer Präsentation wie Lobbyarbeit funktioniert und gibt ganz praktische Tipps, wie man diese auf Bibliotheken übertragen könnte. Eine gute Form der Lobbyarbeit sind auch öffentliche Auftritte von BibliothekarInnen in den Medien, wie beispielsweise das Fernsehinterview mit Monika Ziller in „Kaffee oder Tee“, gesehen bei bibliothekarisch.de.

Der Artikel „Altes Wissen und dessen moderne Verwaltung“ in der FAZ zeigt die Sicht auf Bibliotheken von gestern und heute aus der Perspektive einer Nutzerin. Sie hat sich so ihre Gedanken darüber gemacht, welcher Aufwand hinter dem Angebot steckt. Bibliothekarisch.de sah sich den Beitrag genauer an und rückte dann doch das ein oder andere gerade.

Der SammelbandBibliotheken heute! – Best Practice bei Planung, Bau und Ausstattung“ ist innerhalb einer Lehrveranstaltung des Institutes für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden und frei online lesbar. Auf diesen und drei weitere Texte, die von bibliothekarischem Interesse sind (Themen: E-Learning, Wirtschaftlicher Wert von Bibliotheken), verlinkt bibtexte.

Da sich Bibliotheken heutzutage auch für richtiges Zitieren (einen aktuellen Beitrag zu Zitierstilen schrieb Literaturverwaltung & Bibliotheken) und die Vermeidung von Plagiaten einsetzen, Kurse dazu anbieten bzw. auf Tutorien hinweisen (z.B. von LOTSE), erhitzte der Plagiatsvorwurf zur Dissertation von Verteidigungsminister Guttenberg (siehe dazu auch den Spiegel) natürlich die Gemüter. Beiträge dazu finden sich unter anderem bei netbib, Archivalia, Basedow1764 und Text & Blog. In einem eigenen Wiki überprüfen derzeit Freiwillige die Dissertation, und es zeichnet sich ab, dass es sich hier nicht nur um ein bis zwei Sätze handelt, die nicht gekennzeichnet sind, sondern ganze Absätze verschiedener Autoren wörtlich abgeschrieben bzw. minimal geändert wurden! Sollte so ein schwerer Verstoß gegen das wissenschaftliche Arbeiten bei einem Minister keine Konsequenzen haben, kann man wohl keinem Schüler oder Studierenden mehr die Bedeutung der eigenen Leistung plausibel erklären.

Auch Lernort Bibliothek im NRW-Blog war in der letzten Woche wieder aktiv und beschäftigte sich mit Facebook für Bibliotheken. Die Stadtbücherei Münster nahm an dem Pilotprojekt „Lernort Bibliothek“ teil und berichtete über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Web-2.0-Aktivitäten.

Infobib meldete, dass die gesammelten Daten aus der Umfrage des Projektes Study of Open Access Publishing (siehe dazu auch Kalenderwoche 3) nun online verfügbar und zur weiteren Verwendung freigegeben  (CC0-Lizenz) sind.

Ganz märchenhaft erklärt die Salt Lake County Bibliothek in ihrem Video, wie man Medien ausleihen kann. Die Bibliotheksbenutzerin begegnet dabei einer Vogelscheuche, einen Blechmann, … . Mehr wird hier aber nicht verraten, einfach mal bei bibliothekarisch.de reinschauen. 😉