Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (40.KW’13)

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Stadt- und Landesbibl. - Jugendabt.

Jugendbereich (SLB Potsdam)

In den letzten beiden Wochen beschäftigte sich der Themendienst des dbv mit den unterschiedlichen Nutzergruppen. In Folge 3 standen die Senioren und in Folge 4 die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt. Als positives Beispiel für eine gelungene Jugendabteilung wird die SLB Potsdam vorgestellt. Die aktuelle Ausgabe der Büchereiperspektiven widmete sich dem Thema Leseförderung und geht ebenfalls auf verschiedene Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ein, siehe VÖBBlog.

Manchmal sind Bibliotheken auch zu beliebt bei jungen Leuten. Mit Platzmangel wegen zu hohem Andrang von Studierenden kämpft das Grimm-Zentrum schon seit seiner Eröffnung. Nun soll eine HU-Homezone zumindest Plätze für die Studierenden der eigenen Hochschule sichern. Das kommt nicht bei allen gut an, wie der Artikel des Tagesspiegel berichtete (via VÖBBlog).

Mobile Geräte wie Smartphones sind zwar in aller Munde doch unbedingt nicht im Besitz vieler BibliothekarInnen. Da muss ein Trainingssmartphone für die Bibliothek her, meinte Karin Siebler und schlug vor, dafür abgelegte Geräte zu verwenden, siehe Infobib.

Nicht alle elektronischen Angebote bleiben dauerhaft bestehen. Ab 2014 wird die wissenschaftliche Suchmaschine Scirus des Anbieters Elsevier vom Netz genommen, siehe VÖBBlog. Auch Netzinhalte zu archivieren, kann aus urheberrechtlicher Sicht sehr problematisch sein. Ein Beitrag von Eric Steinhauer bei iRights.info zeigt, wie der „Aufbau nachhaltiger Speicher- und Sammelstrukturen verhindert“ wird. Den Aufschrei darüber wird es vermutlich erst in vielen Jahren geben, aber dann könnte es für viele Medien zu spät sein.

Und hier gleich ein praktisches Beispiel, dass eine digitale Veröffentlichung schnell wieder verschwinden kann: Webis-Blog kündigte das Themenheft Fachportale, der Zeitschrift Bibliothek, Forschung & Praxis an, welches demnächst erscheinen soll. Einige Preprints sind dort bereits verlinkt. Jedoch wird gleich darauf hingewiesen „Mit Erscheinen des Heftes werden die Preprints wieder von der Preprint-Plattform entfernt!“

Olympia Le-Tan kreiiert Handtaschen, die wie Erstausgaben berühmter Romane aussehen. Über diesen neuen Trend berichtete der Tagesspiegel (via Basedow1764’s Weblog).

Gelesen in Biblioblogs (38.KW’13)

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Selbst in den Medien aktiv und im Einsatz für den freien Zugang zu Medien und Forschungsergebnissen, präsentierten sich Mitarbeiter und Wissenschaftler aus dem Bibliotheksbereich in der letzten Woche.

In Text & Blog Markus Trapp schrieb einen Beitrag zum Thema „Dem freien Zugang zum Wissen gehört die Zukunft“, verweist auf verschiedene, aktuelle Beiträge zu Open Access, unter anderem auf das Statement von Lambert Heller  beim OER über die aktuelle OA-Lage (siehe Video). Die Konferenz zu Open Educational Resources (OER) fand in Berlin statt. Eine umfangreiche Materialiensammlung (u.a. Videos, Mitschriften) findet man bei Wikimedia.

Denen, die gern auf dem grünen Weg Open Access publizieren möchten, sollte diese Art der Zweitpublikation eigentlich mit der Änderung des Urheberrechts leichter gemacht werden. Nun steht zu befürchten, dass den Wissenschaftlern bei den vielen Einschränkungen die Lust an der Nutzung ihrer Rechte vergeht. Rainer Kuhlen schimpfte bei Spektrum.de über die neuen Regelungen (siehe auch Blogbeitrag IUWIS).

Einen umfangreichen Beitrag zum Thema Open Access speziell in den Geisteswissenschaften hat Hubertus Kohle für den Perlentaucher verfasst. Der VÖBBlog zitierte daraus „Die Kulturzerstörer finden sich nicht unter denjenigen, die das Internet auch publizistisch verwenden, sondern eher unter denjenigen, die sich ihm unter dem Deckmantel des Bewahrenwollens verweigern. …“. Hintergrund: Weil nicht im Internet verfügbare Literatur zunehmend weniger wahrgenommen wird, ist es nach Meinung von Kohle schädlich, wertvolle Inhalte dem Netz vorzuenthalten. Der Qualität bei der Verwendung von Literaturquellen wäre es zuträglicher, diese ebenfalls leicht zugänglich anzubieten.

Themendienst dbv  / Teil 2

Themendienst dbv / Teil 2

„Weltweit im Wandel“ heißt der 2. Teil des Themendienstes Treffpunkt Bibliothek. Auch hier kommen unter anderem die rechtlichen Probleme zur Sprache,  die Bibliotheken bei der Bereitstellung von Archivierung digitaler Medien heute haben (via NRW-Blog). Die Nachnutzung der Texte und Fotos der Themendienste durch Bibliotheken ist ausdrücklich erwünscht.

Einen RechercheGuide für mobile Geräte hatte die ZBW im letzten Jahr entwickelt. Mit Plakaten, Postkarten und über das Internet machten Bibliotheken darauf aufmerksam. In einem Blogbeitrag bei ZBW Mediatalk wurde diese neue Form,  Studierenden die Möglichkeiten der Informationssuche näher zu bringen, nun ausgewertet.

Um einen Preis beim Wettbewerb „MOOC Production Fellowship – Lehren und Lernen im Web“  hatte sich die FH Potsdam beworben und war tatsächlich unter den 10 Gewinnern. Professor Hobohm war als Akteur bei den Videoaufnahmen zu “The Future of Storytelling” aktiv und berichtet darüber in seinem Blog LIS in Potsdam.

Apropos Lernen und Geschichten erzählen! Gemeinsame Aktivitäten in der Bibliothek, bei denen ältere und jüngere Generationen voneinander lernen können, schlug H.-C.Hobohm in LIS in Potsdam vor. Der Beitrag wurde auch in den Potsdamer Neuesten Nachrichten veröffentlicht.

Zum Schluss noch etwas zum Schmunzeln. Die schönsten Tweets der letzten Zeit zum Thema Bibliothek hat Bibliotheksratte gesammelt. 😉

Foto: Thomas Meyer (siehe Themendienst Treffpunkt Bibliothek / dbv)

Gelesen in Biblioblogs (27.KW’13)

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Die Kontrolle der Kommunikation von Millionen von Bürgern auch in Deutschland durch die Geheimdienste der USA, welche Edward Snowden an die Öffentlichkeit brachte, beschäftigte u.a. einige Gemüter in den Biblioblogs. Bundespräsident Gauck, für den das Internet offensichtlich Neuland ist, hätte nur Probleme, wenn es Aktenordner gäbe und versteht nicht, dass mit digitalen Methoden noch eine viel größere Überwachungsmaschinerie geschaffen wurde. Netbib verwies daher auf die Visualisierung bei der Aktenmengen von Stasi und NSA durch Opendatacity. In einem Beitrag ging Text&Blog auf einige Artikel ein, die deutlich machen, dass so eine Überwachung Bürgerrechte verletzt und durchaus Gefahren bergen kann. In der Süddeutschen erklärt Katharina Nocun die Innenminister und Geheimdienst-Experten zur eigentlichen Bedrohung für die Demokratie und meint „Leichtfertig geben wir Freiheiten auf, für die andere bereit wären, ihr Leben zu geben.“ Geht das denn Bibliotheken überhaupt etwas an? Die American Library Association (ALA) hat jedenfalls eine Resolution dazu verfasst (via Shaked Spier bei Twitter).

Mit dem Smartphone fotografiert: IKMZ Cottbus

Mit dem Smartphone fotografiert: IKMZ Cottbus

Im 2. Teil von Ger23mthings drehte es sich um Fotografieren mit mobilen Geräten. Bibliothekarisch.de und Bibliotheksratte erledigten auch in dieser Woche ordenlich die Hausaufgaben und lassen uns an ihren Erkenntnissen teilhaben.

Die meisten von uns sind in einer Buchkultur groß geworden. Informationen und Gedanken, denen man Wert beimaß und welche man erhalten wollte, wurden vor allem in Bücher gepackt.  Und auch wenn es sicher noch genug Leute gibt, die nur dem vertrauen, was es auf Papier (und höchstens zusätzlich elektronisch) gibt, hat die Medienvielfalt zugenommen und unser Umgang mit Informationen sich verändert. Prof. Dr. Hobohm von der FH Potsdam geht in einem Gespräch mit dem Goethe-Institut auf diesen Wandel ein sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich aus der Speicherung des immateriellen kulturellen Erbes ergeben. Hier spielt nämlich der Kontext eine wichtige Rolle (via VÖBBlog).

Nicht schon wieder Informationskompetenz?! 😉 In einem Vortrag zu genau diesem Thema schildert Barbara Reißland aus eigenem Erleben mit welchen Erwartungen und Qualitätsvorstellungen Informationsfachleute in Unternehmen konfrontiert werden. Diese sollte man unbedingt ernst nehmen, denn es geht hauptsächlich darum, das Richtige für den Nutzer zu tun und nicht das, was wir für das Beste halten. Der Vortrag ist in den VÖB-Mitteilungen 1/2013 enthalten (via VÖBBlog).

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8. Juli 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (26.KW’13)

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Wie schon angekündigt, startete in dieser Woche Ger23mthings, der Kurs für mobile Anwendungen und ihr potentieller Nutzen für Bibliotheken. Im 1. Teil dreht sich alles um Twitter. Einige Teilnehmerinnen haben ihre Hausaufgaben öffentlich gemacht, z. B. Bibliotheksratte. Gleich in zwei umfangreichen Beiträgen beschreibt Dörte Böhner die Gründe für Twitter, Funktionsweise und den Einsatz in Bibliotheken und für BibliothekarInnen. Manche nutzen das Netzwerk auch, um sich wissenschaftliche Literatur zu beschaffen, die sie in der eigenen Einrichtung nicht bekommen #icanhaspdf (siehe Kommentar mit Linktipps bei Bibliothekarisch.de).

E-Book-Store Libreka! gibt auf. Was so alles falsch gemacht wurde, analysiert Bibliothekarisch.de. Vielleicht können ja andere daraus etwas lernen.

Und nochmal Kompetenzen. Auf einen Beitrag von Gabi Reinmann in der Festschrift „Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt“ bezieht sich Hapke-Weblog. Dort wird empfohlen, aus hochschuldidaktischen Gründen auf den Kompetenzbegriff einfach zu verzichten. Thomas Hapke überlegt analog dazu, was wir statt „Informationskompetenz“ so alles fördern könnten.

Auf einen MOOC  zum wissenschaftlichen Arbeiten der Fernuniversität Hagen verweist Fortbildung in Bibliotheken. Da der MOOC schon seit Mitte Juni läuft, gibt es bereits Videoaufzeichnungen der ersten Lektionen.

Die Wissenschaftsministerinnen und -Minister der G8-Staaten interessieren sich nun für Open Access und würdigten bei ihrem Treffen „im Juni in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung von Open Access für die Industrienationen“. Ebenfalls als wichtig wurde der freie Zugang zu Forschungsdaten erachtet (via Archivalia und Helmholtz Open Access Newsletter).

Welches ist die „schlimmstmögliche Strafe“ für unkündbare Beschäftigte, die im öffentlichen Bereich arbeiten? Ein Versetzung in die Bibliothek oder ins Archiv. Drei Beispiele dafür trug Netbib zusammen.

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1. Juli 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (25.KW’13)

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Cycling for libraries

Cycling for libraries (Bildausschnitt)

Cycling for libraries – die radelnden BibliothekarInnen und Bibliotheksfans sind unterwegs. Die Tour geht diesmal von Amsterdam nach Brüssel. Aktuelle Berichte, Videos und Fotos gibt es auf der Internetseite von Cylingforlibries.org. Sebastian Wilke berichtete in LisTraveller über seine Vorbereitungen auf diese Tour. Update 25.6.13: Eine Linkliste mit allen Beiträgen findet man bei Bibliothekarisch.de.

Die Diskussion zum „Unbehagen mit der Informationskompetenz“ (siehe auch 20. Kalenderwoche) griff Thomas Hapke in einem Blogbeitrag noch einmal auf. Er warnt zwar vor überzogenen Vorstellungen, hält Informationskompetenz jedoch neben der Verbesserung der Suchsysteme und Angeboten, wie z.B. Embedded Librarian & Auskunft, trotzdem für wichtig. Außerdem verlinkt er im Beitrag zu verschiedenen Diskussionen im englischsprachigen Bereich.

Fortbildung in Bibliotheken verwies auf die Sammlung von Materialien, die im 1. Forum Bibliothekspädagogik veröffentlicht wurden.

Und gleich noch eine Veranstaltung, deren Folien online sind: „Auskunft professionell gestalten – strukturelle und konzeptionelle Aspekte“ am 13. Juni 2013 in der BSB München. Hermann Rösch traute sich sogar ein paar ungünstige Beispiele in seinen Folien zu zeigen. Daraus kann man schließlich nur lernen.

Wir wollen doch zu gern den Leuten rüberbringen, wie man effektiv Informationen sucht und verwaltet. Auch Lotse probiert sich seit Jahren an diesem Thema. Fünf AutorInnen im TIB-Blog üben konstruktive Kritik an diesem Angebot.

Oder reicht einfach Googlen?! Auch hier kann mancher Otto-Normal-Sucher dazu lernen. Marcus Lindemanns Tipps für eine erweiterte Anwendung dieser Suchmaschine sind als Video verfügbar, siehe Bibliothekarisch.de.

Nicht genug mit dem Internet an sich, welches, wie wir seit letzter Woche wissen, für uns alle „Neuland“ ist. Das meinte tatsächlich die deutsche Kanzlerin. Soll man da nun lachen, weinen oder sich Sorgen machen (siehe Tweet von Gunter Dück). Na ja, für alle, die Lesewolke lesen, sollte es inzwischen vertrautes Terrain sein. 😉 Im Vortrag von Rudolf Mumenthaler geht es einen Schritt weiter, nämlich mobile Internetanwendungen.  Ab Seite 31 wird es dann für Bibliotheksleute konkret. Hier werden vorhandene Verlags- und Bibliotheksangebote vorgestellt und Anforderungen für Entwickler formuliert.

Und wer mit dem mobilen Zeug bisher nicht so fit ist, dem sei Ger 23 Mobile Things, der Selbstlernkurs für mobile Anwendungen empfohlen, Hashtag #ger23mthings (via Bibliotheksratte).  Der Kurs startet heute!

In meinem Urlaub in diesem Jahr begegneten mir viele literarische Dinge. In drei Blogbeiträgen beschrieb ich als Sommerspezial daher sehenswerte Handlungsorte aus dem Nibelungenlied, Sehenswertes aus der Heimat der Brüder Grimm und eine ganz ungewöhnliche Bibliothek aus Holz. 🙂

Foto:  Lukas Koster bei Flickr (CC-Lizenz: BY-SA 2.0)

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24. Juni 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (14.KW’13)

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«Das Entscheidende beim Lesen bleibt das Lesen, nicht das Buch.» so zitiert Markus Trapp in Text & Blog Marcel Proust und empfiehlt einen Beitrag von DRadioKultur zur Veränderung der Lesegewohnheiten. Auch in Bibliotheken sollte man sich auf die neuen Gewohnheiten einstellen. Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg erklärt in ihrem Blog, wie man die Bibliotheksangebote mit iPad oder iPhone nutzen kann. Super gemacht!

Mit den Plänen zum Neubau der Zentral- und Landesbibliothek Berlin beschäftigt sich ein ausführlicher Beitrag mit Video bei Bibliothekarisch.de. Dabei wird auch auf die prekäre Lage der Stadtteilbibliotheken in unserer Hauptstadt eingegangen.

Die Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland und iRights.info veröffentlichten gemeinsam die Broschüre „Mein digitales Leben“ (siehe auch Watch your web). Darin werden die Möglichkeiten, rechtliche Hintergründe und Risiken von Internetdiensten verständlich erklärt (via NRW-Blog).

VöBBlog verlinkte auf die Ausgabe 1/2013 der „Büchereiperspektiven“. Das Titelthema lautet „Lust auf Lernen? Bildungspartner Bibliothek„. Neben Kooperationen mit Kindergärten und schulischen Einrichtungen geht es auch um die Unterstützung bei geforderten vorwissenschaftlichen Arbeiten in den höheren Klassen.

Das Tutorial „Geocaching – Educaching“ hat Fortbildung in Bibliotheken in einen Blogbeitrag eingebunden. Bei der Suche sollen die jungen Leute nebenbei auch etwas lernen.

Wer heute im Internet präsent ist, schreibt und interagiert oft auf mehreren Plattformen. Hier gilt es den Überblick zu behalten. Gudrun Behm-Steidel erklärt in einem Blogbeitrag ihre Social-Media-Strategie.

Die Preisträger in den verschiedenen Kategorien des Awards „Movers & Shakers 2013“ werden im Library Journal vorgestellt (via Netbib).

Das Leistungsschutzrecht ist immer noch ein Reizthema. Inzwischen haben sich einige Verlag öfffentlich von den neuen Regelungen distanziert und erlauben weiterhin Verlinkungen mit Anrisstexten. Mediainfo.de veröffentlichte eine Liste der Verlage mit Belegen. Ein Bookmarklet hat Thomas Pfeiffer programmiert (Infos in seinem Blogbeitrag). Und wer mal schauen möchte, wie eine Trefferliste ohne Titel und Snippets aussieht, probiert Leischure (Hintergrundinfos dazu im ODEM Blog).

Nach 37 Jahren entschied sich ein Bibliotheksnutzer nun doch ein ausgeliehenes Buch in die Bibliothek zu schicken, allerdings anonym aus Angst vor Mahngebühren (siehe Süddeutsche Zeitung). 😉

Inetbib 2013 – Navigation in Bibliotheken

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Gerade in verwinkelten oder mehretagigen Bibliotheken ist es oft nicht so einfach für die Nutzer,  sich zurecht zu finden. Nun eignet sich GPS eher nicht für Navigation innerhalb von Gebäuden und WLAN benötigt sehr viele technische Zugriffspunkte, damit die Ortung gelingt. Drei Informatikstudenten aus Konstanz entwickelten das Navigationssystem BinAPP, welches QR-Codes verwendet (Abstract zum Vortrag von Sebastian Beisch, Steffen Maurer, Jan Oke Tennié).  Es ist einfach, robust und die Hardwareanforderungen sind im Vergleich zu anderen Anwendungen gering. Man scannt den Startpunkt und gibt das Ziel ein, z.B. einen Raum oder das Regal mit der Notation. Daraufhin wird eine Karte mit dem Weg berechnet und auf das Smartphone geschickt. Es handelt sich hier um eine passive Navigation, da die Karte statisch ist. Sollte der Benutzer unterwegs vom Weg abgekommen, kann er den nächstgelegenen Code einscannen und erhält eine neue Karte mit der Route. Man kann Start & Ziel auch per Pulldown-Menü auswählen. Hier zum Test der Link zur Anwendung. Update 18.4.13: Die Folien sind online.

Ganz anders versucht die Bibliothek der TH Wildau ihre Nutzer auf den richtigen Weg zu bringen (siehe Abstract  zum Vortag von Alfredo Azmitia sowie eine Präsentation vom RFID-Symposium). Ist eine Navigation mittels RFID gewünscht, leihen sich die Bibliotheksbesucher einen entsprechenden Anhänger aus. Die Benutzerausweise sind nicht dafür geeignet. Der Chip funkt die RFID-Sender auf den Etagen an. Dafür müssen diese ca. alle 2-3 Meter auf den Etagen angebracht sein. Verwendet wurde dafür das Tracking System von OpenBeacon. Geplant ist, dass die Mitarbeiter ebenfalls einen Chip tragen und ortbar sind. Sie können dies wohl jedoch auch ausschalten.

In Dörte Böhners Mitschrift zum Blog 5 „Mobile Apps und E-Books“ findet man weitere Informationen. Außerdem geht Hatori Kibble in einem Blogbeitrag ebenfalls auf diese beiden Vorträge ein.

Ergänzend sei an dieser Stelle auf das ebenfalls passive Navigationssystem von Mapongo hingewiesen, welches ich mir im letzten Jahr im IKMZ Potsdam angeschaut hatte.

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7. März 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (3.KW’12)

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In der letzten Woche trafen sich die Zukunftswerkstätter zu einem Arbeitstreffen in Wuppertal, dem „Wuppen“ (siehe Blogbeitrag der Zukunftswerkstatt). Mit dabei war auch Martin Kramer aus der Mediothek Krefeld. Zurück in der Bibliothek kam dann die Frage einer Kollegin „Sag mal, machst Du das freiwillig …“. Daraufhin hat Martin einen wunderschönen Blogbeitrag geschrieben, der deutlich macht, was heute und zukünftig notwendig ist, wenn eine Bibliothek erfolgreich sein will, nämlich Mut, Kreativität und das gute Fundament:  „Ändert Eure Bibliothek! Seid kreativ! Lasst Euch nicht einengen!“ Und vielleicht schließt Ihr Euch dann irgendwann Martins Meinung an, der glaubt, „den wichtigsten, geilsten und erfüllensten Job der Welt“ zu haben.

Im Herbst 2013 soll die erste bücherfreie Bibliothek in San Antonio eröffnet werden, schreibt Gizmodo (via Inetbib). Dort kann man dann E-Bookreader mit E-Books ausleihen. Nach zwei Wochen deaktivieren sich die Geräte und werden dann hoffentlich zurück gebracht. Die Bibliotheken in der Stadt mit Büchern sollen jedoch bestehen bleibe.  „BiblioTech“ wird eine Ergänzung zum bestehenden Angebot (via Bib-Blog.de).

Über die Entwicklung einer Android App, die gleich den Zugriff auf OPACs mehrerer Bibliotheken ermöglichen soll, berichtete Bib-Blog.de.

Einige Fragen zu Open Science beantwortete Lambert Heller im Biblioblog der Hochschule Hannover.  Dabei geht es nicht nur darum, die Endergebnisse frei zugänglich zu publizieren, sondern die Öffentlichkeit bereits am Forschungsprozess teilhaben zu lassen.

Die DOI-Vergabe für akademische Einrichtungen ist nun kostenlos. Das verkündete die TIB Hannover (via Infobib). DOIs sind als permanente, unveränderliche Internetadressen bereits international anerkannt.

Einer der sich für den freien Zugang zu Informationen einsetzte, war Aaron Swartz. (via Scinoptica). Bekannt wurde er, als er 4,8 Millionen nicht frei zugängliche Artikel bei JSTOR herunterlud. Im Andenken an ihn rief Micah Allen dazu auf, wissenschaftliche Artikel, die bisher nicht zugänglich waren, online zu stellen und darauf in Twitter #pdftribute zu verlinken (siehe auch Artikel der Süddt. Zeitung). Inzwischen gibt es eine eigene Internetseite dafür.

Wer selbst aktiv an einem frei zugänglichen Reiseführer mitschreiben und Tipps zu Sehenswürdigken, Restaurants und Unterkünften weiterreichen möchte, kann jetzt bei Wikivoyage loslegen. Schmalenstroer.net hat sich das Angebot angeschaut.

Wie zitiert man richtig (Großzitate, Kleinzitate, Bilder, Umfang der Zitate …)? Was ist der Unterschied zwischen einer Urheberrechtsverletzung und einem Plagiat? Ein Beitrag im Blog iRights.info beantwortet diese Fragen ausführlich (via Archivalia).

Fobikom-Weblog hat einen Nachfolger bekommen.  Ilona Munique und Jürgen Plieninger schreiben nun „über Lernen, Selbstlernen, eLearning, Fortbildung, Weiterbildung … in Bibliotheken und darüber hinaus“ im Blog Fortbildung in Bibliotheken.

Gelesen in Biblioblogs (47.KW’12)

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Die Proteste waren erfolgreich, der Verkauf der Stralsunder Gymnasialbibliothek wird nun rückabgewickelt (siehe auch Stralsund intern). Klaus Graf brachte den Stein ins Rollen. In seinem Blog Archivalia hat er die Links zu den Reaktionen der Medien zusammen getragen.

Im Themendienst des dbv der letzten Woche drehte es sich um drohende Sparpakete und dass dies sicher auch wieder die meist schon schlecht finanzierten Bibliotheken treffen könnte.

Der Anteil der Zugriffe auf Internetseiten über mobile Geräte wie Smartphones und Tablets hat rapide zugenommen. Kein Wunder, dass man auch vom Bibliothekskatalog eine für mobile Geräte optimierte Variante erwartet. Dagmar Giersberg hat sich auf den Seiten des Goethe-Instituts mit dem Stand der Entwicklung befasst (via VÖBBlog).

Nicht für alle Waren gilt der gleiche Steuersatz. Produkte, die dem Gemeinwohl dienen sollen, wie Lebensmittel, öffentlichen Nahverkehr, kulturelle Angebote, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen haben einen ermäßigten Steuersatz von 7%. Insbesondere bei Büchern, Zeitschriften & Zeitungen gilt es aber nur für gedruckte Ausgaben, für elektronische werden 19% fällig. Um diese Ungleichbehandlung von gedruckten und elektronischen Medien zu ändern, wurde nun eine ePetition gestartet. Circa im Juni nächsten Jahres will PocketBook übrigens einen E-Book-Reader mit farbigem Display herausbringen (via NRW-Blog).

20 Millionen Bücher hat Google schon digitalisiert. Der Traum, das Wissen der Welt an einem Ort verfügbar zu haben, ist jedoch schon viel älter. Eine interessanten Artikel dazu veröffentlichte die Presse (via VÖBBlog).

J. Muuß-Merholz überlegte im aktuellen c’t-Editorial, wie wohl die Reaktionen gewesen wären, wenn man zuerst den Computer und erst danach das Buch erfunden hätte. Auch E. Pötzl wusste schon 1898, dass stilles sitzen und lesen ungesund sind. Seine Lösung damals: eine ungeordnete Bibliothek, siehe VÖBBlog! 😉

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26. November 2012 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (39.KW’12)

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Auf ihrer Jahrestagung befasste sich die Arbeitsgemeinschaft der Medizinbibliotheken (AGMB) mit dem Erwerb elektronischer Bücher und stellte 6 Thesen auf, nach denen die Angebote und Lizenzen geprüft werden sollten. Bibliothekarisch.de sah sich die Thesen genauer an. Gefordert werden ein DRM-freier Zugang, der freie Zugang zu digitalen Lehrbüchern, ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis, standardisierte Nutzungsstatistiken, die Weiternutzung auf E-Learning-Plattformen und der Schutz der Privatsphäre der Bibliotheksnutzer beim E-Book-Lesen.

Google digitalisiert/e Bücher, auch solche aus Bibliotheksbeständen. Das brachte dem Unternehmen unter anderem heftige Kritik. Schaffen sich Bibliotheken damit ab? Und dürfen kommerzielle Unternehmen überhaupt solche Dinge tun? Karsten Schuldt nahm sich in Bibliotheken als Bildungseinrichtungen die Argumente eines Fachbeitrags Clemens Alexander Wimmer in der B.I.T. Online, Heft 4/2012 vor.

Die Österreichische Nationalbibliothek präsentierte ihre Zukunftsvisionen und will sich den digitalen Herausforderungen stellen (via VÖBBlog). Allerdings wurde auch eine Novelle des Mediengesetzes angekündigt, laut derer es für die Österreichische Nationalbibliothek genügt, eine digitale Kopie von Neuerscheinungen des Buchmarktes zu speichern. Nur noch in Ausnahmefällen soll ein physisches Exemplar archiviert werden. Die IG-Autoren fordert deshalb den Rücktritt der ÖNB-Direktorin, Meldung und Links zu Zeitungsartikeln im VÖBBlog.

Mobile Angebote standen in der letzten Woche im Mittelpunkt des Themendienstes Treffpunkt Bibliothek.

Infobib geht auf eine Bachelorarbeit von Maike Sommer ein, die sich damit befasst, wie man Notationen der Dewey-Dezimalklassifikation automatisch generieren kann. Neben Methoden und Hauptanwendungsbereichen, verwendet die Arbeit auch die Ergebnisse eines Projekts, welches eine Konkordanz zwischen Schlagwortnormdatei und DDC herstellt.

Frisch Von den Open-Access-Tagen in Wien gibt es eine Präsentation zu Forschungsdaten-Repositorien – Typen, Herausforderungen und Perspektiven von Heinz Pampel, siehe VÖBBlog.

Den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2012 in der Kategorie Nachwuchs erhielt der Bibliotheksclip „ABC“ (zum Clip -> 42. Kalenderwoche 2011). Er wurde anläßlich der Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek 2011“ vom dbv in Auftrag gegeben und von der Agentur FIZBIN aus Ludwigsburg umgesetzt (via dbv).

Gelesen in Biblioblogs (37.KW’12)

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Crowdfunding für OPL-Projekte nutzen : Finanzierung, Marketing, Social Networking“  so heißt die aktuelle, umfangeiche Checkliste von Ilona Munique, die sicher nicht nur für OPL nützlich und für alle frei online zugänglich ist (via Blog Service für One-Person Libraries). Beim Crowdfunding wird ein Projekt vorgestellt, für welches eine bestimmte Geldsumme benötigt wird. Finden sich genug Spender, wird das Projekt durchgeführt, ansonsten bekommen sie ihr Geld zurück. Um das Ziel zu erreichen, muss das Projekt aktiv beworben werden und zwar mit allen Kommunikationsmitteln.

NRW-Blog empfiehlt die Seite Spieleratgeber NRW. Denn diese werden neben anderen Medien auch von vielen öffentlichen Bibliotheken zur Ausleihe angeboten. Dort gibt es neben einer Sammlung von allgemeinen Dokumentationen zum Thema Videospiel auch Beurteilungen zu den einzelnen Spielen.

Die Zukunftswerkstatt blickt auf das App-Happening auf dem Bibliothekartag 2012 zurück, listet die vorgestellten Apps für mobile Geräte auf und verlinkt darauf.

TIB-Blog stellt das Fachrepositorium arXiv vor. Bereits 1991 startete Peter Ginsparg dieses Open-Access-Angebot für den Bereich Teilchenphysik. Inzwischen kamen weitere Fachgebiete und Funktionalitäten hinzu.

Das Europäische Parlament verabschiedete nun eine Richtlinie zur Nutzung verwaister Werke, die ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke gilt (via VÖBBlog). Sollte sich jedoch später doch ein Urheber anfinden, kann er Ansprüche geltend machen und den Waisenstatus beenden (siehe auch Futurzone). Um eine Rechtssicherheit zu schaffen, hätte man zumindest keine nachträglichen Ansprüche zulassen dürfen. So ist die Digitalisierung weiterhin ein Risiko.

Auch wenn die deutsche Sprache nicht die bevorzugte Sprache französischer Bibliothekare ist, wie Thomas Colombera meint, schrieb er einen Blogbeitrag zum deutschen Bibliothekswesen (in Französisch). Er stellt dort Vereine und fünf deutsche Blogs vor. Die Zusammenfassung interessanter Blogbeiträge (ähnlich Lesewolke) gibt es übrigens auch für den französischsprachigen Bereich. Cécile Arènes hat diese Aufgabe übernommen.

“Bibliotheken in der Mitte der Gesellschaft. Worauf es ankommt!” war das Thema vom Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg am letzten Samstag an der TH Wildau. Einen Blogbeitrag gibt es morgen bei Lesewolke.

Ein lustiges Video von Bookmans TV hat Bibliotheksratte entdeckt. Dort wurden Bücher als Dominosteine verwendet:

Gelesen in Biblioblogs (36.KW’12)

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In der letzten Woche fand das InfoCamp 2012 in Chur statt. Im Blog gibt es Links zu Live-Streams & Mitschriften. Themen waren unter anderem Forschungs- und Publikationsunterstützung für WissenschaftlerInnen, Wiki-Workshop, eine neue Open-Access-Zeitschrift für das Bibliothekswesen (siehe dazu auch Zusammenfassung bei Bibliothekarisch.de) und das Berufsbild.

Die Auszubildenden der ZBW fragten Leute auf der Straße nach ihrer Meinung zu den Bibliotheken im 21. Jahrhundert. Der Podcast ist online im Blog von ZBW Mediatalk.

Leider wird der Fobikom-Weblog vorerst eingestellt. Ein Dankeschön an dieser Stelle für die vielen interessanten Beiträge! Schade, aber vielleicht führen die NachfolgerInnen der BIB-Kommission für Fortbildung diese schöne Tradition weiter. Etwas Neues gibt es aber auch und zwar die erste Ausgabe des ÖNB Newsletter.

Im neuesten Newsletter vom Deutschen Bibliotheksverband Nr. 89 (Online-Ausgabe) geht es speziell um „EU, Europa und Biblioheken„. Mit dabei der Hinweis auf die Europeana App „Stackathon“ von Senne Van Der Bogaert, Mehmet Celik and Wouter Aert. Sie erhielten dafür den EU Award (siehe auch Pressemitteilung, engl. und Europeana Blog).

Zwei Bibliothekarinnen sind beim Goethe Institut in den USA eingetroffen und berichten nun im Blog „Librarian in Residence“ über ihre Erlebnisse.

Manche Erkenntnisse wirken zeitgemäß, auch wenn sie hunderte Jahre alt sind. In einer Ausstellung der Staatbibliothek Berlin Hamburg „Joachim Jungius: Der Zettelkasten des Doktors“ fand Text & Blog so einen Spruch: „Wir verdenken es niemandem, dass er unsere Mittel nicht versteht oder dass er noch etwas daran zweifelt, weil das Vorhaben so hoch und groß ist. Aber das strafen wir, dass sich wenig finden, die ernsthaft danach trachten, durch rechte Mittel zu unseren Lehrmitteln zu kommen.“ Joachim Jungius, 1614/15.

Gelesen in Biblioblogs (28.KW’12)

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Mit dieser Meldung hat sich der BIB e.V. nun wirklich keinen Gefallen getan: Bibliojobs soll ab dem 16.07.2012 nur noch für Mitglieder zugänglich sein. Zweifelhaft ist, ob diese Aktion wirklich mehr Mitglieder oder eher Abneigung für den Verein bringt. In den Blogs (Ultrabiblioteka, Netbib, Kribiblio, Leerleser, Archivalia usw.) wimmelte es nur so von kritischen Stimmen. Stefanie Hotze brachte schließlich mit ihrem „Offenen Brief an den BIB bezüglich bibliojobs“ die große Enttäuschung der jüngeren Bibliotheksgeneration auf den Punkt. [Update]: Tobias Tietze, der ehemalige Gründer von Bibliojobs, reagierte ebenfalls mit Unverständnis (siehe inetbib). Doch alle Proteste prallten wirkungslos am BIB e.V. ab (siehe Stellungnahme), der noch nicht verstanden hat, dass sich nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch Denkweisen verändert haben. Inzwischen gibt es erste Ansätze für ein neues, freies Angebot. Phu Thu bastelt gerade an Openbibliojobs. In einem, für jeden frei nutzbaren, Webformular werden Stellenanzeigen gesammelt und dann als Liste, filterbar z.B. nach Einrichtungs- bzw. Stellentyp, veröffentlicht (siehe auch Diskussion dazu in Infobib, Helfer werden noch gesucht). Ein zweiter Ansatz ist das WordPress-Blog von Lambert Heller, Voraussetzung zum Mitmachen hier: WordPress-Account (via Inetbib). [Update]: Die Weiterentwicklung des WordPress-Blogs wurde zugunsten von Openbibliojobs zurzeit auf Eis gelegt.

Das Heft 2/2012 der Büchereiperspektiven ( = Zeitschrift des Büchereiverbandes Österreich) ist erschienen, auch als frei lesbares E-Paper. Enthalten sind unter anderem eine Checkliste für erfolgreiche Veranstaltungen (S. 54) und Tipps für Social Media (S. 18/19).

Ebenfalls erschienen: die 9. Ausgabe von „BRaIn : Potdamer Beiträge und Reportagen aus den Informationswissenschaften“. Diesmal geht es vor allem um eine Fachexkursion nach Brüssel, der belgischen Hauptstadt von Belgien und Hauptsitz der Europäischen Union, und Leuven. Bibliothekarisch.de hat sich die Ausgabe bereits genauer angeschaut.

In einem neuen Design glänzt seit letzter Woche „BIX – der Bibliotheksindex“ (via VÖBBlog).

Ein Discovery-System auf der Basis von Summon (Serials Solution) bietet die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität seit Mitte Mai 2012 für die Literaturrecherche an. In zwei Videotutorials werden nun die Möglichkeiten vorgestellt (siehe Bibliothekarisch.de).

Ein Problem innerhalb von Gebäuden ist die Navigation mit Smartphones via GPS. Neue Technologien sollen nun Magnetfelder nutzen und auch dies möglich machen. VÖBBlog meint, dass dies auch etwas für die Mediensuche in Bibliotheken sei.

Um die Visualisierung von Datenströmen ging es bei der internationalen Konferenz „Stadt der Ströme“ an der FH Potsdam. Berichte darüber findet man im Blog Partizipation Bibliothek.

Schöne Fotos von alten und neuen Bibliotheken sieht man auf der Seite von Christoph Seelbach (via VÖBBlog). Und noch etwas Witziges zum Schluss: Passende Vornamen für Kinder von Bibliotheksleuten hat Louise Rumpf bei Google+ zusammen getragen (siehe auch Blogbeitrag bei Bibliothekarisch.de.) 😉

Mobiler OPAC und QR-Codes

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Eine Frage, die die TeilnehmerInnen des Bib meets Knowledge Camp 2012 beschäftigte, war, ob für die mobilen Bibliotheksangebote eine Browserlösung reicht, oder ob man spezielle Apps anbieten sollte, die oft schneller reagieren und besser an das System angepasst sind. HTML5 eignet sich gut für die leichter zu pflegenden Browserlösungen, hörten wir. Die Hürde bei Apps besteht allerdings darin, dass man für die verschiedenen Betriebssysteme der Smartphones jeweils eigene Apps entwickeln müsste. Wobei  iOS, Android usw. stets neue Versionen herausbringen und die jeweilige App dann angepasst werden müsste. Das ist also keine einfache Sache. Den Vorschlag, dass Bibliotheksangebote auch in die vorhandene App der übergeordneten Institution (Stadtverwaltung, Universität) eingebunden werden könnten, fand ich recht interessant. Ein anderer Ansatz wäre eine App zur Literatursuche insgesamt, die nicht an einer speziellen Bibliothek hängt, sondern die nächste Möglichkeit zeigt, ein Buch zu bekommen (Foto vom Tafelbild). [Update]: In diese Richtung gingen u.a. auch die Überlegungen der Session zu OPAC-Funktionalitäten, an der ich jedoch nicht teilgenommen habe. Allerdings gibt es eine gute Zusammenfassung.

Ein zentrales Thema waren auch die weiterführenden Serviceleistungen, die die mobilen Bibliotheksangebote enthalten könnten. So könnte man die Ortungsfunktion besser nutzen und beispielsweise bei Bibliotheken mit mehreren Zweigstellen oder Campusbibliotheken den Nutzer zur richtigen Bibliothek navigieren. Auch die Navigation direkt zum Regal wäre schön, könnte allerdings in Räumen etwas schwierig werden. Da muss man sich wohl mit herunterladbaren Lagepläne behelfen. Solche Systeme gibt es auch schon (siehe meinen Artikel über das IKMZ Potsdam). Eine weitere schöne Idee ist die Erinnerungsfunktion für abzuholende oder abzugebene Bücher, wenn man sich in Bibliotheksnähe befindet. Noch ein bisschen Zukunftsmusik ist wohl die Verbuchungsfunktion für Bibliotheken, die auch außerhalb der Öffnungszeiten von Professoren und MitarbeiterInnen betreten werden können. Technisch ist die Ausleihe über das Smartphone aber machbar und wird wohl auch schon probiert.

Fazit: Ob App oder Browserlösung – ein smartphonegeeignetes OPAC-Angebot gehört heute dazu. Und auch das Webangebot selbst sollte als mobile Variante angeboten werden.

Einen ganzen Blumenstrauß guter Ideen gab es in der Session zum Einsatz über QR-Codes, die Tibor Maxam moderierte (siehe dazu auch Beitrag in seinem Blog). In Wien haben sie schon so viel QR-Codes in der Bibliothek, dass sie sogar eine Umfrage machten, ob die Nutzer sich daran stören. Das war aber nicht der Fall, sie fanden es durchaus nützlich. Schön fand ich die Idee, einen QR-Code auf das Regal der Lehrbuchsammlung zu kleben. Dann können die Studierenden wenigstens schnell das E-Book finden, wenn alle Printexemplare verliehen sind. Ebenfalls prima ist die Idee bei abbestellten Zeitschriften am Ende einen QR-Code für die immer noch laufende elektronische Version zu kleben. Aber es gab noch viele andere Ideen, die ich hier nicht alle aufzählen möchte, denn schließlich haben wir uns die Mühe gemacht, gemeinsam während der Session, wichtige Dinge im Etherpad mitzuschreiben (als PDF). Eine wirklich tolle Methode! 🙂

Written by lesewolke

19. März 2012 at 07:00

Fachbesichtigung des IKMZ in Potsdam

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Treppe und Lesebereich

Treppe und Lesebereich

Mit der Landesgruppe Brandenburg des BIB e.V. besuchte ich am 29. Februar 2012 das Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der Universität Potsdam. Der Neubau in Golm wurde am 1.11.2011 eröffnet. Wie die meisten neuen Bibliotheksbauten wurde auch hier ein architektonisches Highlight geschaffen. In der „guten Stube“ des Lesesaals können die Studierenden lernen und sich dann wie aus einem Bücherschrank in den seitlichen Räumen ihre Literatur holen. So hat es sich jedenfalls der Architekt gedacht.

Für Studierende, die eine Abschlussarbeit schreiben, stehen 12 Einzelkabinen zur Verfügung. Auch an ein Elternzimmer sowie zwei Gruppenarbeitsräume wurde gedacht. In der obersten Etage gibt es eine Dachterrasse, um mal an die frische Luft zu kommen. Und hier liegt auch das Hauptproblem des Neubaus. Die Luftfeuchtigkeit lässt noch Wünsche offen.

Aber sonst muss sich das neue IKMZ in praktischer Hinsicht nicht verstecken. Als Fachgruppe durften wir natürlich hinter die Kulissen der Ausleihe schauen und den Rückgabeautomat bestaunen, der auch gleich die Bücher nach Etagen vorsortiert und dann mit dem Transportsystem an die passende Endhaltestelle schickt. Damit die Bibliotheksnutzer schnell das richtige Regal finden, wird das Gebäudeinformationssystem von Mapongo eingesetzt, welches auch das IKMZ der BTU Cottbus und die SLUB Dresden verwenden. In Potsdam hat man sich sogar die Mühe gemacht, jedem Regal eine Nummer zuzuteilen. Findet also der Nutzer ein Buch im Katalog, wird über den Wegweiser der Grundriss der Etage als 3D-Modell angezeigt und das Regal gekennzeichnet. Spannend ist auch die neue Idee, dann den QR-Code einzuscannen und die Karte mobil „mitzunehmen“.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für alle, die mehr wissen möchten, hier ein paar Linktipps:

[Update 5.3.2012:] Dieser Beitrag wurde inzwischen zusätzlich auf der Internetseite dasbibliothekswissen veröffentlicht.

Written by lesewolke

2. März 2012 at 07:00