Lesewolke

Just another librarian weblog

Posts Tagged ‘MOOC

Gelesen in Biblioblogs (48.KW’14)

leave a comment »

Der heutige 1. Dezember startete mit der beliebten Sammlung „Mehr (oder minder) bibliothekarische Adventskalender“ bei Bibliothekarisch.de. Vielen Dank für diesen netten Service. 🙂 Doch nun zum Rückblick der letzten Woche:

Für viel Aufregung sorgte die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass  eine Beschäftigung von Arbeitnehmern in öffentlichen Bibliotheken an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen nicht erlaubt ist, „weil DVDs, Computerspiele oder Bücher für eine Nutzung am Sonn- oder Feiertag vorausschauend schon an Werktagen ausgeliehen werden können. Es stellt keinen erheblichen Schaden i.S.d. des Gesetzes dar, wenn der Schutz der Sonn- und Feiertagsruhe nicht hinter den Wunsch zurücktreten muss, spontan auftretende Bedürfnisse auch sofort erfüllt zu bekommen.“ (siehe Pressemitteilung des BVerwG). Kritik gab es u.a. in der Inetbib.

In Österreich ist ab dem 1. Dezember 2014 ein „Buchgesetz über die Preisbindung“ gültig, welches auch für E-Books gilt. Die Verlage müssen den Preis an das Verzeichnis lieferbarer Bücher melden (siehe VÖBBlog).

PricewaterhouseCoopers traute sich eine Prognose der Umsatzentwicklung von E-Books und gedruckten Büchern für 2018 im Vergleich zu 2014 zu. Betrachtet werden in der Grafik sechs Länder, darunter auch Deutschland (siehe Librarian in Residence).

An einem Comenius-Regio-Projekt zur Steigerung der Lesemotivation und der Lesekompetenz arbeiteten gemeinsam Institutionen aus der türkischen Stadt Elazig und aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn (via NRW-Blog). Weitere Infos veröffentlichte Lesen in Deutschland. Die Ergebnisse des Projekts sind auf der Internetseite zu finden, unter anderem ein Methodenhandbuch in deutsch, englisch und türkisch.

Kirsten Jeude zeigte an Beispielen im ZBW MediaTalk, warum Massive Open Online Courses (MOOCs) für BibliothekarInnen von Interesse sind. Zum einen können sie der eigenen Weiterbildung dienen und wenn man selbst weiß, wie MOOCs funktionieren, eventuell für eigene Schulungen eingesetzt werden bzw. man fungiert als BeraterIn bei der Produktion von MOOCs der Institution, vor allem bezüglich der Literaturbereitstellung. Einen gelungenen Einstiegsbeitrag zum Thema MOOC hat die Zukunftswerkstatt in der Reihe „Tool der Woche“ veröffentlicht.

Deutschland - Land der Ideen 2006:  IKMZ in Cottbus

Deutschland – Land der Ideen 2006: IKMZ in Cottbus

Snib , das Studentische Netzwerk Information & Bibliothek, machte uns auf einen Artikel in B.I.T.-online aufmerksam, der sich mit dem Thema Enterprise 2.0 befasst. Gemeint ist der Einsatz von Social Media innerhalb von Unternehmen (hier: speziell in Bibliotheken). Zu beachten wäre dabei, dass Enterprise 2.0 nicht nur der Einsatz spezieller technischer Anwendungen handelt, „[…] sondern ein vielschichtiges und interdisziplinäres Managementkonzept.“ (S. 356) ist. (Quelle des Zitats: Baldin, Sarah; Somorowsky, Beate Renate: Enterprise 2.0 in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. In: B.I.T. online 17(2014), H. 4, S. 355-358).

Preise im Zusammenhang mit dem Bibliothekswesen präsentiert der dbv auf den Seiten des Bibliotheksportals (via NRW-Blog). Dabei werden auch alle Preisträger des Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ mit Bibliotheksbezug vorgestellt.

In futuristischer Stimmung war BibComic bei der Folge „interstellares Bücherregal“ und entdeckte dabei, dass seine Bücherregale bereits jetzt kommunizieren. 😉

Gelesen in Biblioblogs (21.KW’14)

leave a comment »

Im Blog des Projekts „Was machen die da?“ wurde die Tätigkeit von Markus Trapp in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky (Hamburg) vorgestellt (via VÖBBlog  & Text&Blog). Der ausführliche Beitrag zeigt ein sehr lebendiges Bild von der Arbeit der Stabsstelle Social Media und ganz alltäglichen Aufgaben, wie dem Auskunftsdienst oder Führungen. Lesenswert! 🙂

Falls jemand so gar keine Einfälle für Blogbeiträge hat: Archivalia verlinkte auf 100 Tipps, die sich zwar an Unternehmer richten, aber durchaus auch für unseren Bereich Inspirationen bereit halten.

Für Aufmerksamkeit in den Blogs sorgte die aktuelle Onlineausgabe der Zeitschrift „Perspektive Bibliothek“ 1/2014 (via Bibliothekarisch.de, Netbib, VÖBBlog). Michael Lemke schrieb beispielsweise über Evalutionsmethoden von bibliothekarischen Online-Tutorials. Simone Waidmann beschäftigte sich mit Crowdsourcingprojekten, in denen Internetanwender dabei helfen, digitalisierte Texte in alten Schriftarten, die mit Automatismen schwer zu lesen sind, zu korrigieren oder gar Handschriften zu übertragen.

Auf zwei neue Volltexte verlinkte bibtexte. So ist das aktuelle Buch „MALIS-Projekte 2014“ online mit vielen interessanten Projektberichten aus dem berufsbegleitenden Masterstudiengang der FH Köln. Ein weiteres Online-Werk beschäftigt sich mit MOOCs.

Die Vortragsfolien „Zukunft von Bibliotheken in der digitalen Informationsgesellschaft“ gehalten von Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler am 15. Mai 2014 sind im Blog Bibliothek 2.0 zu finden.

Regale in der Stadtbibliothek Jüterbog

Regale in der Stadtbibliothek Jüterbog

OCLC und divibib arbeiten an einer bessseren Einbindung der Onleihe in Bibliothekskataloge und wollen ihre Entwicklungen auf dem Bibliothekartag in Bremen vorstellen, meldete B.I.T. online (via NRW-Blog).

Auf die vorläufige, variable Auswertung der Bibliotheksstatistik für das Berichtsjahr 2013, die gerade veröffentlicht wurde, verwies Netbib.

Den Glückwünschen an die Inetbib-Liste schließe ich mich hier gern an. Bibliothekarisch.de hat anläßlich des 20jährigen Bestehens einen Blogbeitrag verfasst.

Zwei Bibliotheken, die in Gebäuden untergebracht sind, die ursprünglich ganz anderen Zwecken dienten, besuchte ich bei einem Ausflug mit der BIB-Landesgruppe Brandenburg und stellte sie hier bei Lesewolke in der letzten Woche vor. So wurde das alte, inzwischen ungenutzte Bahnhofsgebäude in Luckenwalde zu einer modernen Bibliothek umgebaut, die wirklich sehenswert ist. In Jüterbog entschied man sich die die ehemalige Mönchenkirche als Bibliothek & Stadtinfo zu nutzen.

Bei Büchern denken viele zuerst ans Lesen. Das ist jedoch nicht die einzige, mögliche Funktion. Sie können auch Lebensretter sein, als Gewichte dienen oder für Wärme sorgen. Solche und andere Verwendungszwecke sammelte der Literaturwissenschaftler Michael Rohrwasser in seiner Veröffentlichung „Kleines Lexikon der anderen Verwendungsformen des Buches“. Die Presse.com berichtete darüber (via Basedow1764 Weblog).

Gelesen in Biblioblogs (6.KW’14)

leave a comment »

Zum 10. Geburtstag von Facebook gratulierte Mareike König mit einem ausführlichen Blogbeitrag bei Zeitgeschichte online vor allem in Bezug zur Wissenschaft. Archivalia sah den Hype um das soziale Netzwerk differenzierter, schätzt eher Gruppen und kritisierte die Vorfilterung im Newsfeed. Ich nutze übrigens schon lange Freundeslisten und bekomme nach Wunsch alles Abonnierte angezeigt, zudem vorsortiert. Christoph Deeg gratulierte ebenfalls in seinem Blog und befasste sich zu diesem Anlaß mit der Frage, inwieweit Institutionen überhaupt kompatibel mit der neuen Kommunikationskultur sind.

„Wenn Harry Potter eine akademische Arbeit wäre“ [eig. Übersetz.]  – ein fiktiver Briefwechsel über Veröffentlichungsbedingungen zwischen zwischen Autorin und Verlag, erfunden von Mike Taylor (in Engl.) und gefunden von Archivalia – lesenswert!

Die Diskussion zu #newLIS geht in eine neue Runde. Brauchen wir eine neue Open-Access-Zeitschrift im Bibliothekswesen? Dörte Böhner fasste den Stand bei Twitter in einem Storify zusammen (siehe dazu auch Beitrag bei Bibliothekarisch.de).

Wie gestaltet man ein wissenschaftliches Poster, beispielsweise um Forschungsergebnisse auf einer Konferenz vorzustellen? Scicommbobulate gibt in einer Prezi-Präsentation Tipps, worauf man unbedingt achten sollte (via Fortbildung in Bibliotheken).

Im Suhrkamp-Blog Logbuch schimpfte F. Forssman auf E-Books und Leute, die es mögen. Wobei für einige Probleme, die Anwender mit E-Books haben, doch eindeutig die Verlage verantwortlich sind (via Infobib).

Einen Vorteil gedruckter Bücher nutzte eine Chemnitzer Buchhandlung. Sie machten  Fotos von ihren Kunden mit deren Lieblingsbüchern und stellten diese nette Sammlung bei Tumblr ins Netz (via Basedow1764).

„Triff die Menschen dort, wo sie sind, und nicht wo wir sie gern hätten!“ [eigene Übers.] meinte Brian Kenney in seiner Kolumne (auch nachzulesen bei Tame the Web / Blog von Michael Stephens), mahnte, flexibel auf aktuelle Entwicklungen und Fragen einzugehen und die Angebote dementsprechend weiterzuentwickeln (via NRW-Blog).

Dem Bedürfnis der Studierenden, sich in einer besonderen Aktion ihrem Studium zu widmen, kam die Fachbereichsbibliothek für Wirtschaftswissenschaften und Mathematik der Universität Wien nach und veranstaltete die 6. Nachtschicht@UB. Eine Fotostrecke im uni:view Magazin erzählte von dieser Nacht (via VÖBBlog).

Auf einen interessanten Beitrag zu virtuellen Lerncommunites (z. B. bei MOOCs) verwies Fortbildung in Bibliotheken. Karlheinz Pape erklärte in seinem Blog, warum es so schwierig ist, zum Mitmachen anzuregen und welche Rahmenbedingungen erfolgversprechend sein könnten.

Nicht nur das Krümelmonster eckte mit dem Wunsch an, in der Bibliothek Kekse zu essen. Ein Video bei Bibliothekarisch.de zeigt die fatalen Folgen für Unbelehrbare … 😉