Lesewolke

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Posts Tagged ‘Nutzererwartung

Gelesen in Biblioblogs (44.KW’16)

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Eine nette Idee ist der Guided Walk, den ZBW-Talk beschrieb. In diesem gelungenen, interaktiven Tutorial lernen Studierende „Literatur suchen und bewerten“, „An den Volltext gelangen“ und „Richtig zitieren“. Für alle, die trotzdem überfordert sind, gibt es oft noch die Option „Ich habe keine Lust mehr und gebe auf“. 😉

Spaces of knowledge schrieb über ihre englischsprachige Präsentation „User Experience in Libraries“ und geht dabei auf verschiedene Bedürfnisse von Bibliotheksbenutzerinnen und -nutzern an, die sich möglichst gut orientieren müssen und unterschiedliche Bedingungen benötigen. Das Fazit „there is no ‚one size fits all'“.

Verbessern Makerspaces das Angebot von Bibliotheken? Und wo liegen die Motivationen für die Einrichtung derselben? Karsten Schuldt meinte in Bibliotheken als Bildungseinrichtung, dass eventuell zu hohe Erwartungen in diese Zusatzangebote gesetzt werden und dabei gar nicht eindeutig klar ist, welche Ziele man beim Einsatz erreichen möchte. Zumindest kann es Spaß machen und bei der Einführung für Medieninteresse sorgen.

Mit Text und Data Mining als bibliothekarischer Aufgabe befasste sich Bastian Dress in Perspektive Bibliothek 1/2016. Bibliotheken könnten in diesem Zusammenhang als Vermittler, Anbieter und/oder Anwender eine Rolle spielen.

Einen Beitrag der OERinfo – Informationsstelle OER, bei dem es um den Start dieser Internetseite und weiterführende Pläne dieses BMBF-geförderte Projekt zu Open Educational Ressources geht, teilte biboer.

Die Universitätsbibliothek der TU München stellte eine Übersicht Akademischer Netzwerke in deutscher und englischer Sprache ins Internet (via Inetbib).

Die Einbindung externer Dienste kann für Bibliotheksseiten nützlich sein. Allerdings bezahlt man häufig mit Daten, in diesem Fall mit den Daten derjenigen, die die Seite nutzen. Infobib plädiert daher für mehr Sensibilität in diesem Bereich.

Karsten Schuldt las das Buch „Bookspace. Collected Essays on Libraries“ (2015) und schrieb einen Beitrag im Libreas Blog dazu. Demnach erinnert es eher an ein „Design-Magazin“, wäre aber eine nette Nachmittagslektüre.

„Die Bibliothek vor … Jahren“ – im Stil dreier Tagebucheinträge schaut Library Mistress in die Vergangenheit und Gegenwart der Beleuchtung in Bibliotheken. 🙂 Diese Kolumne erschien bereits in den Büchereiperspektiven 2/2016.

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7. November 2016 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (20.KW’16)

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Der Deutsche Bibliotheksverband veröffentlichte eine Stellungnahme zur möglichen Schließung der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin (via Archivalia & NRW-Blog). Bei Bibliothekarisch.de findet man den Aufruf zur Demonstration am 24.05.2016, ab 9 Uhr des Demobündnisses zur Rettung der ZB Med.

Das Multidisciplinary Digital Publishing Institute (MDPI) in Basel hat eine Plattform eingerichtet, wo man Preprints unabhängig vom Fachgebiet hochladen kann (via Archivalia).

„Aktiver Dialogtyp“ oder „Verschlossener heimatverbundener Typ“? Fortbildung in Bibliotheken stellte verschiedene Typen hinsichtlich ihrer Erwartungshaltung zu Information & Kommunikation vor. Die Ergebnisse stammen aus einer Studie der Universität Hohenheim (siehe auch Mitteilung bei idw-online), die Bürger hinsichtlich ihrer Erwartungen bei Energiethemen befragte und könnten auch für Bibliotheken interessant sein.

Die vorläufigen Daten der Deutschen Bibliotheksstatistik 2015 sind nun online verfügbar (via NRW-Blog). Der Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. veröffentlichte die Nominierungsbroschüre 2016 zum kostenlosen Download (via NRW-Blog).

Ich muss zugeben, bisher noch gar nicht vom Social Science Research Network gehört zu haben. Nach Mendeley wurde es nun ebenfalls von Elsevier aufgekauft (via Infobib). Die Frage bleibt, ob das eine gute Entwicklung ist. Scinoptica schrieb „Interessant scheint auch, dass mit SSRN ein ehedem nicht-kommerzielles Open-Access-Angebot zu einem kommerziellen Verlag zieht, so ähnlich wie bei der Zeitschriftengruppe Living Reviews, die vor knapp einem Jahr von der Max Planck Digital Library zu Springer überging.“.

Die OPL-Checkliste Nr. 20In Weblogs schreiben“ wurde von Jürgen Plieninger überarbeitet (via Netbib).

Laut einem Artikel bei Focus, …  (via NRW-Blog). Wer sich in den USA speziell über Bibliotheksangebote für Einwanderer informatieren will, kann sich bei Librarian in Reference bis zum 10. Juni 2016 um ein Stipendium dafür bewerben.

„Kaufst du noch, oder leihst du schon?“ einen stimmungsvollen Imagefilm für ihre Gemeindebibliothek erstellten die Schüler der Gesamtschule Brüggen, siehe NRW-Blog.

Lernräume in der Bibliothek #bibtag16

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Um die ganz reale Raumgestaltung drehte sich einem der ersten Vortragsblöcke „Perspektive Lernraum I“, noch vor der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung. Der Trend ging hier zur Einbeziehung der Bibliotheksnutzer. Die „Verwendung der Prototyping-Methode zur Entwicklung von Lernumgebungen“ stellten Claudia Lienhard und Raymond Grenacher vor (Präsentationsfolien). Zwei Arbeitsräume und eine Lounge dienten als Testobjekt. Sie wurden mit vorhandenen Möbeln eingerichtet und dann bei „Observation walks“ beobachtet, ob und wie sie angenommen werden. Dazu kamen eine Feedbackwand und spezielle Interviews mit Fragen: Was gefällt, was fehlt usw. In einem Workshop durften Studierende dann selbst die Einrichtung umgestalten. Was konnte man dabei lernen? Die Nutzung der Räumlichkeiten als ruhiger Ort, als Gruppenarbeitsraum oder Lounge ist abhängig vom Zeitpunkt (hier insbesondere dem Studienablauf). Eine gemütlich eingerichtete Lounge wird auch gern zum Lernen genutzt und nicht nur als geplanter Erholungsraum, denn Studierende mögen es bequem. Tja, und so ein Methodenmix ist ganz schon ressourcenintensiv.

Offensiver ging die UB Rostock bei ihrem Konzept „Innenarchitekt auf Zeit: Bibliotheksbenutzer richten sich ein“ vor (Präsentationsfolien). Hier sollten die für das Projekt angeworbenen Studierenden selbst entscheiden und bei einem festen Budget sowohl Möbel aussuchen als auch die Gestaltung entscheiden. Dabei stand ein Innenarchitekt hilfreich zur Seite und beantwortete Fragen, was welche Einrichtung bewirken könnte. Natürlich muss auch das Gebäudemanagement Entwürfe absegnen (Sicherheit, Brandschutz usw.). Die Studierenden wurden mit Büchergutscheinen und einer Umsetzungsgarantie motiviert. Für dieses Konzept sprach laut Jens Ilg, dass es hier wirklich um gelebte Kundenorientierung handelt. Die Nutzer konnten ihre Gestaltungsenergie gleich ausleben und wünschten sich tatsächlich Tische, die man kombinieren und verschieben kann. Außerdem waren Bilder von/für Studierende und Grünpflanzen gewollt. Da letztere auch gepflegt werden müssen, wurden Pflanzenpatenschaften eingerichtet. Das klappte mal mehr mal weniger gut. Haken dabei sind die regelmäßige Pflege aber auch, dass nicht jede Pflanze an allen Standorten gedeiht. Das Ergebnis der Einrichtung war insgesamt konservativer, als man dies erwarten konnte. Es gab auch Gegenargumente. Man trifft nie alle Geschmäcker. Die Methode ist aufwendiger als selbst zu entscheiden und hatte zudem den Nebeneffekt, dass die Nutzer auch bei anderen Themen aktiver wurden und mehr Feedback gaben. 😉

Lernraum-Navigator / Christoph Ackermann, Folie 8

Lernraum-Navigator / Christoph Ackermann, Folie 8

Mit der Suche nach einem passenden Lernraum befasste sich Christoph Ackermann (Präsentationsfolien). Der Lernraum-Navigator ermöglicht die Suche nach einem geeigneten Lernort. Vorher mussten die Lernorte katalogisiert werden. Welche Möglichkeiten sich hier anbieten, zeigt die Beispielfolie. Die häufigste Anfragen lauteten später: Wo darf man mit Essen / Tasche lernen. Neben Verboten könnten nämlich Regeln auch postitive Hinweise enthalten, wie in Beispielen anderer Bibliotheken zu sehen war.

Um die Durchsetzung von Regeln drehte sich der Vortrag „Was tun, wenn der Platz nicht reicht? oder die Verwaltung des Mangels“ von Ute Engelkenmeier & Gerd Richter (Präsentationsfolien). Thema war hiervor allem die Nutzung von Parkscheiben, damit Plätze nicht unnötig belegt werden.  Nutzer hatten sich darüber beschwert. Unter dem Namen „Für ein faires Miteinander“ wurde daraufhin intensiv mittels Öffentlichkeitsarbeit auf die Nutzung von Parkscheiben speziell in der Prüfungszeit hingewiesen und begründet, dass es um gleiche Chancen auf einen Arbeitsplatz geht. Die MitarbeiterInnen wurden in die Planung einbezogen, Vorgesetzte beteiligten sich ebenfalls an dieser unangenehmen Aufgabe. Bei Rundgängen zu zweit (wegen möglicher Konflikte) wurden die Sachen von Nutzern, die keine Parkscheibe benutzt oder die halbe Stunde überzogen hatten, beseite gelegt +  Hinweiszettel. Ein wichtiger Effekt dabei: andere Nutzer sehen, dass wirklich etwas passiert, wenn die Regeln nicht eingehalten werden.

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23. März 2016 at 08:50

Gelesen in Biblioblogs (49.KW’14)

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Über ihre Erfahrungen zur Entwicklung einer Social-Media-Content-Strategie für Öffentliche Bibliotheken im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek NRW“ berichtete P. Büning im NRW-Blog. Auf die Bildergeschichten (angekündigt als Fazit 3) darf man schon gespannt sein.

Die Diskussion um die Sonntagsöffnung – genauer: die Bedeutung von öffentlichen Bibliotheken für die Gesellschaft -, und hier vor allem die Reaktion des Bundesvorstandes des BIB (konkret: Tom Becker) ging derweil in die nächste Runde. Ben Kaden von Libreas störte dabei vor allem die Sicht auf den Bibliotheksnutzer als Kunden und ein „einfältiger Popularisierungsdrang“. Interessant waren auch die Kommentare bei Netbib.

Auf das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main wies NRW-Blog hin. Demnach ermöglicht ein Facebook Share-Button auf der Internetseite automatisch das eingeschränkte Nutzungsrecht beim Teilen in diesem Netzwerk für Überschrift, Quelle, Kurztext & Miniaturbild in Facebook. Dazu muss man diesen Button allerdings benutzen. Problematisch kann es für den Webseitenbetreiber werden, wenn dieser selbst gar nicht Rechte (z.B. am Bild) für diese Nutzung hat, schrieb Rechtsanwalt C. Solmecke.

Kursmaterialien für öffentliche Bibliotheken stellte das Medienkompetenzportal NRW  bereit (via NRW-Blog). An Alltagsbeispielen, wie der Reiseplanung oder einer Prüfung der Nebenkostenabrechnung, werden Recherchestrategien vermittelt.

In Dänemark versuchen die Bibliotheken nun aktiv im E-Book-Bereich Fuss zu fassen, lösten sich vom kommerziellen Anbieter (EBIB wird seinen diesbezüglichen Service einstellen) und bieten die E-Books auf einer eigenen Plattform an (siehe Bibliotheksportal, via NRW-Blog).

Die deutschsprachige Landschaft der Publikationsserver wurde im „2014 Census of Open Access Repositories in Germany, Austria and Switzerland“ ermittelt. Libreas Blog nahm dies zum Anlass für einen Blick auf die geschichtliche Entwicklung der Repositorien in diesem Gebiet von 1991 bis 2013.

Auf „Open content – a practical guide to using creative commons licences“ (Autor: Till Kreutzer) erschien nun überarbeitet, in englischer Sprache, basierend auf der deutschsprachigen Broschüre von 2011, mehr dazu im Blog Wikimedia (via Netbib).

„Der Bibliothekar als Leser“ heißt der Titel der Weihnachtsgeschichte 2014 im Blog Bibliothekar.de von Rainer Pörzgen. 🙂

Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern #bib7

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Eine Session betitelten wir mit embedded librarian. Genau genommen ging es nicht direkt um die Bibliothekarin oder den Bibliothekar, die/der im Forscherteam integriert ist, die benötigte Literatur besorgt, bei urheberrechtlichen Fragen und dem Publizieren hilft.

Das Problem, welches wir diskutierten, drehte sich darum, wie man mit den Forschern ins Gespräch kommt, erfährt was sie benötigen und zielgerichtet auf Angebote der Bibliothek aufmerksam machen kann.

Im Erfahrungsaustausch kam das Beispiel, sich für die Kontaktaufnahme im Vorfeld die aktuellen Projekte des Lehrstuhls anschauen, einen Termin ausmachen, Kekse mitnehmen und die Wissenschaftler an ihrem Arbeitsplatz besuchen. Auch ein Hausservice wird schon angeboten und gern angenommen.

Das Angebot einer kollegialen Runde hatte dagegen nicht funktioniert. Treffen sollten problembezogen sein, damit Forschende das Gefühl haben, der Zeitaufwand lohnt. Ob nach diesen Erfahrungen ein Mittagessenpartnertausch Wissenschaftler – Bibliothekar funktionieren würde (Original: z.B. Chef – Azubi), erscheint fraglich.

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30. September 2014 at 19:45

Veröffentlicht in BibCamp 2014

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Gelesen in Biblioblogs (31.KW’14)

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Das Heft 2/2014 der „Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ ist online erschienen (via VÖBBlog). In einem Beitrag wird z.B. eine Postkartenaktion der UB Wien vorgestellt, die versucht, die Bibliotheksnutzer für die alltäglichen Probleme wie Lärm, Taschenverbot usw. auf nette Art aufmerksam zu machen. Dr. Otto Oberhauser hat sich mit der Geschichte und Entwicklung von deutschsprachigen Open-Accesszeitschriften für das Bibliothekswesen auseinandergesetzt. Der Artikel ist übrigens ein guter Einstieg in die aktuelle Inetbib-Debatte um  das Open-Access-Publizieren in den Bibliotheks- und Informationswissenschaften. Ben Kaden fasste diese Diskussion im Libreas Blog zusammen. Ausgelöst wurde der Meinungsaustausch durch die Ablehnung des Projektantrages für die Open-Access-Zeitschrift/Publikations-, Informations- und Kommunikationsplattform EIS – European Information Science.

Jugendbibliothek21 veröffentlichte die Ergebnisse einer Umfrage zum Fortbildungsbedarf in der Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit. Für Meinungen und weitere Anmerkungen wurde ein öffentliches Etherpad angelegt.

Die Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken Bayern aktualisierte im Juni 2014 ihre Empfehlungsliste für Konsolenspiele (via NRW-Blog).

Manchmal müssen Anfragen von Nutzern  mit Nein beantwortet werden. Ein Liste für solche Fälle hat die Swiss Army Libary angelegt. Das ist eine „Gute Idee, zur Nutzerforschung …“ meinte Melanie von netzphilosophieren (via Infobib).

Die Bibliothek der Zukunft stellte Tom Gauld in einem Cartoon vor, siehe Bibliothekarisch.de.

In einem ausführlichen Podcast berichtete Sebastian Wilke (Blog LIS Traveler) über seine ersten sechs Monate in Doha und der Arbeit in der Nationalbibliothek von Qatar (Engl.).

Neue Ansätze der Nutzungsforschung beim #bibtag14

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Aus dem Vortrag "Kommunikation im Netz" vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

Aus dem Vortrag „Kommunikation im Netz“ vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

„Kommunikation im Netz“, so dass erste Vortragsthema, ist nicht in erster Linie ein Frage von Techniken und Strategien sondern von der Begeisterung der Menschen, die dahinter stehen. Ihre eigene  Begeisterung für Twitter als Lernort und Kontaktbörse brachten Jens Wonke-Stehle und Isabella Meinecke sehr gut rüber. Der Erfolg oder Misserfolg der Social-Media-Aktivitäten hängt damit vor allem an den MitarbeiterInnen, die dahinter stehen und das Bild der Einrichtung im Netz gestalten. Als besonders positives Beispiel wurde die Vorstellung der Arbeitsaufgaben von Markus Trapp aus der Stabi Hamburg im nichtbibliothekarischen Blog „Was machen die da?“ erwähnt.  Jeder kommuniziert wohl lieber mit einem Menschen, als der abstrakten Vorstellung von einer Einrichtung. Noch ein paar Zahlen aus dem Vortrag über die Nutzung der Bibliotheken von Web 2.0-Varianten: 85% Blog, 48% Facebook, 39% Twitter.

Viele Zahlen hatte Timo Glaser bei seiner Analyse der Twitteraktivitäten von Bibliotheken auf Lager (Update: 10.06.14: Link zur Präsentation). Immerhin 71 Prozent der untersuchten Tweets waren manuell erstellt. Man kann auch automatische Tweets posten, aber bitte nicht um Mitternacht, denn um diese Zeit werden sie nicht gelesen, wie die nicht vorhandenen Reaktionen zeigten. Beim Twittern geht es nicht nur darum, selbst Inhalte zu produzieren. Das Folgen von Accounts, die für die Nutzer interessante Inhalte bieten könnten, retweeten, antworten sind Aktivitäten, die entscheidend zur Akzeptanz beitragen können.

Web 2.0 kann auch bedeuten, Anwender direkt bei der Metadatenerstellung zu beteiligen. Das geschah beim dänischen Projekt LARM Audio Research Archive. Wissenschaftler annotierten Audiodateien. Dr. Elke Greifeneder erforschte dieses Projekt und stellte ihre Ergebnisse vor (Link zur Präsentation). Ob die Erstellung oder Bereitstellung von Daten für die Öffentlichkeit durch Anwender auch funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Müssen, kein Interesse, kein für sich selbst erkennbarer Nutzen, fehlendes Vertrauen verhindern solch eine Beteiligung.  Nicht gegen alles gibt es Mittel. Darum ist es um so wichtiger, die sogenannten Poweruser, also Aktive, die sich stark engagieren, unbedingt ernst zu nehmen. Mancher Verbesserungswunsch wurde schon damit abgeschmettert, dass es zu kompliziert, schwierig umzusetzen und eine große Aufgabe sei. Alles kein Grund, die Probleme nicht anzugehen, meinte Frau Greifeneder. Denn wenn man ein Jahr nicht putzt, stände man auch vor einer großen Aufgabe. Ihr Motto: „Es ist Zeit zu putzen!“ Es war ein sehr lebendiger Vortrag, der deutlich machte, worauf es ankommt.

 

Gelesen in Biblioblogs (10.KW’14)

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Einen wirklich guten Ruf haben und den Etat zusammengestrichen zu bekommen kann man beides auf einmal haben.“ stellte Karsten Schuldt in Bibliotheken als Bildungseinrichtung fest und geht auf ein Programm in Pennsylvania ein, welches sich für Schulbibliotheken einsetzte. Eine aktive Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern, um diese für die reale Situation zu sensibilisieren könnte ein möglicher Weg aus der Finanzkrise sein.

Viel Lob, aber auch Kritik gab es von den Studierenden für die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg in TestbildTV – dem monatlichen Campusmagazin für Hamburg, siehe Netbib. 😉

29 Kolummnen von Michael Casey und Michael Stephens, die ursprünglich im Zeitraum 2007 – 2009 im “Library Journals” erschienen, wurden nun als freies E-Book „The Transparent Library“ veröffentlicht, PDF-Version und Dropbox-Kindle-Version (via Bibliothekarisch.de).

Vor allem öffentliche Bibliotheken haben es nicht leicht mit den Möglichkeiten, die die Verlage bezüglich E-Books bieten. Dörte Böhner veröffentlichte bei Bibliothekarisch.de eine Diskussion, die die Probleme der Onleihe verdeutlicht.

Auf den Seiten des ekz sind Vortrags-Audios und Skripte der Veranstaltung „Chancen 2014: Erfolgsfaktor Bibliotheksstrategie“ online (via NRW-Blog und Blog Chancen 2014).

Für Vortrage gibt es jetzt Prezi, Präsentationen bei denen fröhlich rein- und rausgezoomt wird, auch auf Deutsch, meldete Fortbildung in Bibliotheken.

Wie lebt man als Bibliothekarin im südschwedischen Kristianstad? Fragen über ihre Lebensweise, Ansichten und den Alltag beantwortete Marta Ondrus in Brandeins und Netbib titelte dazu „Europa? Überaltert und gesetzt.“

Ganz anders liegen die Interessen von Lambert Heller. Im Newsletter der TIB Hannover berichtete er über Open Science Lab und über den Workshop Book Sprints, bei dem in 3-5 Tagen mehrere Autoren an einem Buch schreiben (via Netbib).

Nicht nur Open E-Books können für die Darstellung und Integration in Bibliothekskataloge ein Problem sein (siehe 8. Kalenderwoche), schlimmer sieht es noch bei den Open Educational Resources (OER) = offenen Lern- und Lehrmaterialien aus, meinte OpenBibBlog. Am besten eignen sich demnach noch die Daten von YouTube. Spannend sind die Erfahrungen bei der Übertragung in KUG-Katalog.

In eigener Sache:  Ab der nächsten Woche übernimmt Bibliothekarisch.de  dann für eine Weile die Wochenrückblicke. Ein Dankeschön an die Kolleginnen und Kollegen. 🙂

Gelesen in Biblioblogs (8.KW’14)

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Die meisten Hochschulbibliotheken sind Orte, die gern zum Lernen genutzt und besonders zu Prüfungszeiten überbevölkert werden. Und die Studierenden haben einiges dabei: Unterlagen, Schreibzeug, Laptops, Wasserflaschen … . Die Taschen und Rucksäcke dürfen in den meisten Bibliotheken nicht mit rein. Da heißt es umpacken in Körbe o.ä., falls denn noch welche da sind. Die Universitätsbibliothek Lüneburg hat nun diese Regel aufgehoben. Auch die Universitätsbibliothek Leipzig schaffte bereits die ungeliebte Garderobenpflicht ab, doch nicht zur Begeisterung aller Nutzer, wie die Diskussion im Blog zeigt (via Netbib).

Wer schon mal eine Hochschulbibliothek zu Prüfungszeiten gesehen hat, wird sich wohl über diese Frage wundern: „Braucht die Bibliothek noch einen Raum?“ Alexander Grossmann sprach sich in einem Leserbrief in Tagesspiegel eindeutig dagegen aus und meint vor allem den Neubau der Zentralbibliothek. Außerdem war der Professor schon seit 10 Jahren in keiner Bibliothek mehr. Ben Kaden hat sich im Libreas Blog die Argumente mal genauer angesehen.

Fragen wir doch mal unsere Nutzer, warum sie in unsere Bibliothek kommen! Einen praktischen Vorschlag zur ganz einfachen, analogen Umsetzung hat Bibliothekarisch.de bei Tumblr gefunden.

Und was wird gern gelesen? Jeden Monat veröffentlicht die bayerische Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken eine Hitliste, der am meisten ausgeliehenen Bücher, aus einer anderen Bibliothek (via NRW-Blog).

Nachdem Lib{cache in der letzten Woche die Twitteraktivitäten der öffentlichen Bibliotheken untersucht hatte, waren nun die Universitätsbibliotheken dran.

Noch keine Ahnung wie Twitter genau funktioniert?! Wilma’s gelungenes Videotutorial und Links zu anderen Anleitungen gab des bei Bibliothekarisch.de.

In einem Artikel im Bibliotheksdienst, der als Open Access gekennzeichnet ist, ging Rudolf Mumenthaler der Frage nach, warum Bibliotheken kaum Open E-Books in ihren Katalog aufnehmen. Neben Zweifeln an der Qualität und der Integration in Pakete sind es vor allem mangelnde Webseiten, auf man vom Katalogeintrag dann verlinken müsste. Die HTW Chur plant nun eine Plattform, auf der Open E-Books bibliotheksgerecht gespeichert werden können (via Netbib).

Seit dem 01.01.21014 gibt es einen neuen Rahmenvertrag zur „Betreiberabgabe für Kopiergeräte„. Laut NRW-Blog erfolgt keine pauschale Vergütung seitens Bund/Ländern mehr, sondern die Hochschulen müssen dem Vertrag beitreten, wenn sie Kopiergeräte der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Bibcomic stellte fest, dass die Informationsflut in den 1993 – 2003 – 2013 eher physisch geschrumpft ist.

Leiden Sie an Bibliophilie? Eine Grafik mit den eindeutigen Anzeichen für diese „Krankheit“ teilte Bibliothekarisch.de. 😉

Written by lesewolke

24. Februar 2014 at 08:05

Gelesen in Biblioblogs (7.KW’14)

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In der 66.  Ausgabe der „Churer Schriften zur Informationswissenschaft“ beschäftigte sich Sarah Carbis mit den Wünschen der Mitglieder des Berufsverbands Bibliothek Information Schweiz (BIS) zu ihrer Verbandszeitschrift Arbido (via Archivalia). Unter anderem werden eher interdisziplinäre Ausgaben statt Themenhefte gewünscht und Boni für Autoren vorgeschlagen (siehe Zusammenfassung S. 103-104).

Scinoptica sah sich die Zeitschriften im Directory of Open Access Journals (DOAJ) hinsichtlich der Creative-Commons-Lizenzen an. Demnach nutzen knapp 38 Prozent der 9.804 Zeitschriften diese Möglichkeit. Der Anteil der Zeitschriften mit CC-BY + CC-BY-SA beträgt 20,56 Prozent (= 2.016).

Lib{cache betrachtete die Aktivitäten öffentlicher Bibliotheken bei Twitter und stellte sie grafisch dar. Demnach haben 21 Prozent der großstädtischen Bibliotheken einen Twitter Account. Jedoch verlinken längst nicht alle Einrichtungen auch von ihrer Homepage auf ihren Account.

Die Mediothek Krefeld startete über Facebook ein Tee-Trinkspiel und demonstrierte damit, dass kein Alkohol nötig ist (Stichwort: Biernominierung), um viel Spaß zu haben. Einige Bibliotheken haben die Nominierung inzwischen angenommen und ebenfalls ihre Videos ins Internet gestellt (via Bibliothekarisch.de).

NRW-Blog ging im Rahmen der Blogreihe „1000 Dinge…“ auf den Auskunftsdienst ein und stellte alternative Varianten vor.

Auf das Schweizer Portal Informationskompetenz verwies Fortbildung in Bibliotheken. Man findet dort unter anderem ein Repositorium mit vielen Schulungsmaterialien.

Auf ihre Kolumnen „Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren“ in der Zeitschrift „Büchereiperspektiven“ verlinkte Library Mistress. BibliothekarInnen in Film/Fernsehen (Science Fiction, Krimi, Horror, Komödie) bzw. der Literatur (Krimi, Comic, Horror, Liebesromane) waren bisher das Thema.

„Dutt war gestern“ meinte Bibliotheksratte und startete Ende Januar ein Tumblr-Blog, um Fotos von tätowierten BibliothekarInnen zu sammeln (via Netbib).

Es ist ein Werbevideo, aber keines für Bücher, Lesen oder Bibliotheken. Doch das gefühlvoll gestaltete Video „The Reader“ bei Bibliothekarisch.de, welches einen älteren Herrn in Südafrika beim Lesen lernen begleitet, sollte man trotzdem gesehen haben. 🙂

Gelesen in Biblioblogs (6.KW’14)

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Zum 10. Geburtstag von Facebook gratulierte Mareike König mit einem ausführlichen Blogbeitrag bei Zeitgeschichte online vor allem in Bezug zur Wissenschaft. Archivalia sah den Hype um das soziale Netzwerk differenzierter, schätzt eher Gruppen und kritisierte die Vorfilterung im Newsfeed. Ich nutze übrigens schon lange Freundeslisten und bekomme nach Wunsch alles Abonnierte angezeigt, zudem vorsortiert. Christoph Deeg gratulierte ebenfalls in seinem Blog und befasste sich zu diesem Anlaß mit der Frage, inwieweit Institutionen überhaupt kompatibel mit der neuen Kommunikationskultur sind.

„Wenn Harry Potter eine akademische Arbeit wäre“ [eig. Übersetz.]  – ein fiktiver Briefwechsel über Veröffentlichungsbedingungen zwischen zwischen Autorin und Verlag, erfunden von Mike Taylor (in Engl.) und gefunden von Archivalia – lesenswert!

Die Diskussion zu #newLIS geht in eine neue Runde. Brauchen wir eine neue Open-Access-Zeitschrift im Bibliothekswesen? Dörte Böhner fasste den Stand bei Twitter in einem Storify zusammen (siehe dazu auch Beitrag bei Bibliothekarisch.de).

Wie gestaltet man ein wissenschaftliches Poster, beispielsweise um Forschungsergebnisse auf einer Konferenz vorzustellen? Scicommbobulate gibt in einer Prezi-Präsentation Tipps, worauf man unbedingt achten sollte (via Fortbildung in Bibliotheken).

Im Suhrkamp-Blog Logbuch schimpfte F. Forssman auf E-Books und Leute, die es mögen. Wobei für einige Probleme, die Anwender mit E-Books haben, doch eindeutig die Verlage verantwortlich sind (via Infobib).

Einen Vorteil gedruckter Bücher nutzte eine Chemnitzer Buchhandlung. Sie machten  Fotos von ihren Kunden mit deren Lieblingsbüchern und stellten diese nette Sammlung bei Tumblr ins Netz (via Basedow1764).

„Triff die Menschen dort, wo sie sind, und nicht wo wir sie gern hätten!“ [eigene Übers.] meinte Brian Kenney in seiner Kolumne (auch nachzulesen bei Tame the Web / Blog von Michael Stephens), mahnte, flexibel auf aktuelle Entwicklungen und Fragen einzugehen und die Angebote dementsprechend weiterzuentwickeln (via NRW-Blog).

Dem Bedürfnis der Studierenden, sich in einer besonderen Aktion ihrem Studium zu widmen, kam die Fachbereichsbibliothek für Wirtschaftswissenschaften und Mathematik der Universität Wien nach und veranstaltete die 6. Nachtschicht@UB. Eine Fotostrecke im uni:view Magazin erzählte von dieser Nacht (via VÖBBlog).

Auf einen interessanten Beitrag zu virtuellen Lerncommunites (z. B. bei MOOCs) verwies Fortbildung in Bibliotheken. Karlheinz Pape erklärte in seinem Blog, warum es so schwierig ist, zum Mitmachen anzuregen und welche Rahmenbedingungen erfolgversprechend sein könnten.

Nicht nur das Krümelmonster eckte mit dem Wunsch an, in der Bibliothek Kekse zu essen. Ein Video bei Bibliothekarisch.de zeigt die fatalen Folgen für Unbelehrbare … 😉

Gelesen in Biblioblogs (49.KW’13)

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Im 21. Jahrhundert kommt man schnell an benötigte Literatur?! Also, so einfach ist das nun auch wieder nicht. Karsten Schuldt lies uns in seinem Blogbeitrag bei Bibliotheken als Bildungseinrichtung an seinen Erlebnissen in deutschen und Schweizer Bibliotheken teilhaben.

Station mit Locher, Heftklammerer und Schneidemaschine

Station mit Locher, Heftklammerer und Schneidemaschine

„Haben Sie einen Locher/Tacker?“ ist eine beliebte Frage von Studierenden. Auf einen Beitrag von College & Research Libraries News zum Leben und Sterben von Heftklammermaschinen in wissenschaftlichen Bibliotheken verwies Library Mistress und verlinkte auf das Foto einer Station mit Bürogeräten der Loughborough University Library (siehe rechts).

Über den „Raum der Stille“ in der geschäftigen Universitätsbibliothek Tübingen berichtete ein Online-Artikel der Stuttgarter Zeitung (via Netbib).

Mit dem Thema Inklusion in Bibliotheken setzte sich Wolfgang Kaiser in Bibliothekarisch.de auseinander. Dazu gehört neben barrierefreien Zugängen zum Gebäude und auf den Internetseiten auch ein Literaturangebot in leichter Sprache, damit die Bibliothek von vielen Nutzern der unterschiedlichsten Voraussetzungen genutzt werden kann.

Bibliotheken sollten auch an ausländische Nutzergruppen denken. Das BiblioteksCenter for Integration (SBCI) in Aarhus erwirbt zentral fremdsprachige Literatur für die öffentlichen Bibliotheken in Dänemark. Deutsche Bibliotheken können ebenfalls über SBCI bestellen, müssten dann allerdings die Versandkosten tragen, schrieb BuB (via NRW-Blog).

Netbib erläuterte, wie man mit Hilfe von Suchmaschinen eine Stichwortsuche auf den Seiten von Open-Access-Zeitschriften startet (falls es dort keine eigene Suchfunktion gibt).

Was passiert eigentlich, wenn sich die Bibliotheksbenutzer nicht an das Urheberrecht halten? Und welche Pflichten haben Bibliotheksmitarbeiter, um dies zu verhindern? Markus Andreas Lohmann geht in der 337. Berliner Handreichung „Zivilrechtliche und strafrechtliche Sanktionen bei unerlaubter Vervielfältigung eines urheberrechtlich geschützten Werkes“ u.a. auf diese Fragen ein (via Bibtexte).

Im Oktober 2013 wurde DIN 1505-2 „Titelangaben von Dokumenten; Zitierregeln“ zurückgezogen. Was bietet der international gültige Nachfolger DIN ISO 690:2013-10? Infobib hat in diese neue Norm zu Zitierregeln geschaut und den Passus gefunden, dass Zeitschriftentitel abgekürzt werden dürfen, wenn kein „Risiko der Mehrdeutigkeit“ besteht. Ist das wirklich eine gute Idee?

Internetseiten und Seiten in sozialen Netzwerken sind in vielen Bibliotheken inzwischen nicht mehr wegzudenken. Ein Beitrag von NRW-Blog beschäftigte sich nun mit der Frage, mit welchen Zielen Bibliothekskunden die entsprechenden Internetseiten besuchen, und was sie bei Seiten in sozialen Netzwerken erwarten.

Foto: Loughborough University Library bei Flickr (Lizenz: CC-By 2.0)

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’13)

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Der Artikel mit einer öffentlichen Kritik über die „Studie: Ursachen und Gründe zur Nichtnutzung von Bibliotheken“ (April 2012) in der Zeitschrift BuB (auch online) sorgte für viel Diskussionstoff in der Inetbib (siehe auch Netbib sowie Update 30.4.13: Zusammenfassung der Diskussion bei Bibliothekarisch.de). Blogleser mag diese Aufregung ein Jahr nach Erscheinen der Studie überrascht haben. Denn Karsten Schuldt bemängelte in Bibliotheken als Bildungseinrichtung schon Ende April 2012 ausführlich Qualität & Nutzen dieser Nichtnutzerstudie (meiner Meinung nach treffender als der BuB-Artikel). Eine Empfehlung auf den letzteren Beitrag gab es auch im Plan3t.

Martin Kramer besuchte eine Veranstaltung aus der Reihe “geeks@cologne” in der Stadtbibliothek Köln mit Themen aus der aktuellen Forschung. Der Bericht in Martins Blog zeigt, wie Bibliotheken heute auch präsent sein können.

Über ein Augmented Reality Game in der Toronto Public Library berichtete NRW-Blog. Die Idee basiert auf dem Roman „Fahrenheit 451„, welcher in einem fiktiven Land spielt, wo es verboten ist, Bücher zu lesen und zu besitzen. In dem Spiel der Bibliothek ruft man zum Widerstand auf und stellt den Lesern Aufgaben.

Während die Angebote (auch zur Bildung) im Internet immer zahlreicher werden, und immer mehr Menschen dieses nutzen, zieht bereits ein neues Problem auf. Bisher war es egal, welche Inhalte man über die Internetverbindung nutzen wollte, könnte das ein Ende haben und die Kosten von der Anwendung abhängen, Stichwort Netzneutralität (ausführlich bei Netzpolitik.org erklärt, siehe auch Text & Blog mit kurzem Video). Unter anderem über die gesellschaftlichen Probleme, die durch eine Begrenzung des Downloadvolumens erst geschaffen werden, bloggte Christoph Deeg im Kulturbeutel:

Wenn die Telekom beginnt, die Internetgeschwindigkeit zu drosseln, dann erdrosselt sie letztlich das Weiterkommen unserer Kultur. Sie spaltet unsere Gesellschaft in zwei Gruppen: diejenigen, die es sich leisten können, die digitale Welt zu nutzen, mit ihr zu arbeiten, sich weiter zu bilden, sich zu vernetzen etc. und diejenigen, die ausgesperrt sind.“

KatalogschrankHektor Haarkötter widmete einen ausführlichen Beitrag bei Telepolis der Geschichte der Zettelkästen. Schon vor der Erfindung des Computers versuchten Menschen und Bibliotheken die wachsende Menge an Informationen zu verwalten (via Infobib). Demnach versuchte Gottfried Freiherr van Swieten, Bibliothekar der Wiener Hofbibliothek, mittels Zetteln und 7 Helfern, denen er die schriftliche Anleitung „Unterricht und Anweisung für diejenigen, so die Titel und Bücher abschreiben sollen“ gab, Ordnung in die Bücher zu bringen. Auch aus ökonomischen Gründen machte man sich dann einfach nicht mehr die Mühe, alle Inhalte von den Zetteln in Bücher zu übertragen. Und so wurde er zum ersten Zettelkatalog in einer Bibliothek. Wirklich eine schöner Beitrag anläßlich der Marbacher Ausstellung „Zettelkästen. Maschinen der Phantasie“.

Ben Kaden sah sich ein paar Bücher an, in denen Bibliothekarinnen & Bibliothekare eine Rolle spielen und die man trotzdem eher selten in Bibliotheken findet, nämlich erotische bzw. pornographische Literatur. Dabei bemängelte er im Libreas Blog, dass den meisten Werken Einfallsreichtum und Sinnlichkeit fehlt.

Und so lange wir noch alle Youtube schauen können, hier der Link auf einen Beitrag bei Bibliothekarisch.de mit dem Video des Harlem Shake in der Universitätsbibliothek Greifswald. 😉

Gelesen in Biblioblogs (11.KW’13)

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Die 11. Kalenderwoche war die Woche vom 5. Leipziger Bibliothekskongress. Leider konnte ich nicht dabei sein. Aber es wurde getwittert, mitgeschrieben und gebloggt. Die Sammlung dazu führt wie immer Bibliothekarisch.de. Wenigstens habe ich die Zeit genutzt, noch zwei Beiträge zur Inetbib 2013 nachzureichen. Dabei geht es zum einen um unsere Internetauftritte und zum anderen die ganz realen Begegnungen mit Nutzern.

Leider bewahrheitete sich die Meldung aus der Stuttgarter Zeitung nicht, dass Klostermann für die „Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie“ Open Accesss plant. Obwohl der Verleger in der Inetbib schon zugab, über den grünen Weg, also den freien Zugang nach einer Embargofrist von 12 Monaten nachzudenken. Das Bewußtsein der Autoren für Sichbarkeit hat sich tatsächlich verändert. Letzte Woche nun die Überraschung aus der Schweiz. Drei Bibliothekare der Universitätsbibliothek Basel publizierten die erste Ausgabe einer echten OA-Zeitschrift027.7 : Zeitschrift für Bibliothekskultur„. Auch in Deutschland war lange die Rede von so einer Zeitschrift mit dem Arbeitstitel #newLIS. Da es jedoch im Sande zu verlaufen drohte, setzten die Basler schließlich ihre Idee um (siehe auch Infobib). SUPER!

Mit ganz realen Problemen beim Zugang zu Fachartikeln ärgert sich Florian Freistetter herum (via Netbib) und listet auf, über welche Themen er alles nicht bloggt, weil der Zugriff zur Forschungsliteratur verwährt ist.

Wer im Internet veröffentlicht, sollte sich mit dem Urheberrecht und nun auch mit dem Leistungsschutzrecht auskennen. Thomas Schwenke beantwortete im seinem Blog die wichtigsten Fragen dazu, soweit es die unkonkrete Formulierung des Gesetzes zulässt (via Archivalia).

Was war noch so los?! Ein neuer Papst wurde gewählt. Das inspierte einige Twitterer zu Überlegungen, was ein Bibliothekspapst wohl ändern würde, gesammelt von Library Mistress. Witzig! 😉 Und falls Literatur von oder über Franziskus <Papst> erscheint, sein Eintrag in der Normdatei steht schon.

Zum Schluss noch ein Video, welches Bibliotheksromantik verbreitet, gefunden bei Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

18. März 2013 at 06:00

Inetbib 2013 – Nutzerwünsche und soziale Aspekte

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Aussagen über Nutzer

Aussagen über Nutzer

Viele Bibliotheken sind durchaus kundenorientiert und versuchen ihre Angebote an den Nutzer zu bringen. Das bedeutet nicht, dass wir es diesen immer sehr leicht machen, wie uns Anne Christensen in ihrem Vortrag „Und was erwarten wir von unseren NutzerInnen?“ (online bei Slideshare) vor Augen führte.

Das geht oft schon mit den Passwörtern los, die komplizierter sind, als die PIN-Codes einer EC-Karte, obwohl es hier um deutlich weniger sensible Daten geht (siehe dazu auch Artikel „Besser geschützt als Fort Knox“ von Henning Klauß in BuB 2013,Heft 2, S. 95). Auch der Blick auf so manchen Linkresolver (siehe auch Screenshots bei Netbib) mag für viele unserer Nutzer eher verwirrend als hilfreich sein. Und eigentlich sind wir schon enttäuscht, wenn sich der Nutzer schnell mit den ersten Buchergebnissen zufrieden gibt und gar nichts weiter über Datenbanken und deren Recherchemöglichkeiten und den vielen Dingen, die uns sonst noch einfallen, wissen will. Diese unterschiedlichen Herangehensweisen sollten uns zumindest bewusst sein. Nutzer sind halt meist pragmatisch und ergebnisorientiert. Da heißt es „good enough“ statt perfekt. Auch sonst plädierte Anne Christensen für eine weniger auf Verbote orientierte Bibliothek, die mehr auf selbstverantwortliches Handeln setzt.

Maren Krähling besuchte die USA, schaute, wie dort Bibliotheken auf ihre Nutzer eingehen und berichtete in ihrem erfrischenden Vortrag „Join the Conservation“ darüber (Update 18.4.2013: Link zu den Folien). Gemeinsam in den wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken, die sie besuchte, waren der Respekt vor dem Nutzer und die Vorstellung, dass die Bibliothek jeweils ein Teil der Gemeinschaft ist. Wichtig dabei ist, auch die eigenen Grenzen zu kennen, z. B. bei der Queens Public Library in Form einer Demographiebibliothekarin, die aus der Bibliothek hinaus in die Community geht, um herauszufinden, für welche Gruppen, auch zahlreiche fremdsprachige, Literatur benötigt wird. Ein schönes Beispiel fand ich auch die Bibliothek des Rutgers University, die sich durch Studierende beraten lassen und diese Arbeit wertschätzen.

=> Mehr zum Nachlesen über diese beiden Vorträge findet man sich im Open Knowledge Pad von Dörte Böhner sowie im Blogbeitrag von Hatori Kibble.

Nicht nur in den USA haben es öffentliche Bibliotheken mit sehr verschiedenen Nutzergruppen zu tun. Auch in Deutschland gibt es Bevölkerungsschichten, die im Vergleich zum Durchschnitt ungünstige Ausgangsbedingen haben, sei es, weil sie finanziell schlechter gestellt sind, Sprachbarrieren existieren, in einem wenig gebildeten Umfeld leben oder keinen Internetzugang haben. Karsten Schuldt machte in seinem Vortrag „Hilft die Bibliothek wirklich gegen den Digital Divide bei Sozial Schwachen?“ auf diese vielfältigen Möglichkeiten aufmerksam, die meist die Bildungschancen verschlechtern. Für Bibliotheken bedeutet dies, dass solche Nutzer mit sozial schwachem Hintergrund auch mit ganz anderen Bedürfnissen und Fragen in die Bibliothek kommen. Man kann oft nicht vorhandene Technik und entsprechende Kompetenzen im Umgang voraussetzen, sondern müsste hier einfache Einstiegsangebote schaffen, um Ängste abzubauen, Neugier zu wecken, gemeinsam zu lernen sowie dabei auf konkrete Interessen achten.

=> Zu diesem Vortrag gibt es ebenfalls eine Mitschrift von Dörte. Update 18.4.2013: Link zu den Folien

Written by lesewolke

14. März 2013 at 07:00