Lesewolke

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Posts Tagged ‘Nutzererwartung

Gelesen in Biblioblogs (44.KW’16)

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Eine nette Idee ist der Guided Walk, den ZBW-Talk beschrieb. In diesem gelungenen, interaktiven Tutorial lernen Studierende „Literatur suchen und bewerten“, „An den Volltext gelangen“ und „Richtig zitieren“. Für alle, die trotzdem überfordert sind, gibt es oft noch die Option „Ich habe keine Lust mehr und gebe auf“. 😉

Spaces of knowledge schrieb über ihre englischsprachige Präsentation „User Experience in Libraries“ und geht dabei auf verschiedene Bedürfnisse von Bibliotheksbenutzerinnen und -nutzern an, die sich möglichst gut orientieren müssen und unterschiedliche Bedingungen benötigen. Das Fazit „there is no ‚one size fits all'“.

Verbessern Makerspaces das Angebot von Bibliotheken? Und wo liegen die Motivationen für die Einrichtung derselben? Karsten Schuldt meinte in Bibliotheken als Bildungseinrichtung, dass eventuell zu hohe Erwartungen in diese Zusatzangebote gesetzt werden und dabei gar nicht eindeutig klar ist, welche Ziele man beim Einsatz erreichen möchte. Zumindest kann es Spaß machen und bei der Einführung für Medieninteresse sorgen.

Mit Text und Data Mining als bibliothekarischer Aufgabe befasste sich Bastian Dress in Perspektive Bibliothek 1/2016. Bibliotheken könnten in diesem Zusammenhang als Vermittler, Anbieter und/oder Anwender eine Rolle spielen.

Einen Beitrag der OERinfo – Informationsstelle OER, bei dem es um den Start dieser Internetseite und weiterführende Pläne dieses BMBF-geförderte Projekt zu Open Educational Ressources geht, teilte biboer.

Die Universitätsbibliothek der TU München stellte eine Übersicht Akademischer Netzwerke in deutscher und englischer Sprache ins Internet (via Inetbib).

Die Einbindung externer Dienste kann für Bibliotheksseiten nützlich sein. Allerdings bezahlt man häufig mit Daten, in diesem Fall mit den Daten derjenigen, die die Seite nutzen. Infobib plädiert daher für mehr Sensibilität in diesem Bereich.

Karsten Schuldt las das Buch „Bookspace. Collected Essays on Libraries“ (2015) und schrieb einen Beitrag im Libreas Blog dazu. Demnach erinnert es eher an ein „Design-Magazin“, wäre aber eine nette Nachmittagslektüre.

„Die Bibliothek vor … Jahren“ – im Stil dreier Tagebucheinträge schaut Library Mistress in die Vergangenheit und Gegenwart der Beleuchtung in Bibliotheken. 🙂 Diese Kolumne erschien bereits in den Büchereiperspektiven 2/2016.

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Written by lesewolke

7. November 2016 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (20.KW’16)

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Der Deutsche Bibliotheksverband veröffentlichte eine Stellungnahme zur möglichen Schließung der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin (via Archivalia & NRW-Blog). Bei Bibliothekarisch.de findet man den Aufruf zur Demonstration am 24.05.2016, ab 9 Uhr des Demobündnisses zur Rettung der ZB Med.

Das Multidisciplinary Digital Publishing Institute (MDPI) in Basel hat eine Plattform eingerichtet, wo man Preprints unabhängig vom Fachgebiet hochladen kann (via Archivalia).

„Aktiver Dialogtyp“ oder „Verschlossener heimatverbundener Typ“? Fortbildung in Bibliotheken stellte verschiedene Typen hinsichtlich ihrer Erwartungshaltung zu Information & Kommunikation vor. Die Ergebnisse stammen aus einer Studie der Universität Hohenheim (siehe auch Mitteilung bei idw-online), die Bürger hinsichtlich ihrer Erwartungen bei Energiethemen befragte und könnten auch für Bibliotheken interessant sein.

Die vorläufigen Daten der Deutschen Bibliotheksstatistik 2015 sind nun online verfügbar (via NRW-Blog). Der Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. veröffentlichte die Nominierungsbroschüre 2016 zum kostenlosen Download (via NRW-Blog).

Ich muss zugeben, bisher noch gar nicht vom Social Science Research Network gehört zu haben. Nach Mendeley wurde es nun ebenfalls von Elsevier aufgekauft (via Infobib). Die Frage bleibt, ob das eine gute Entwicklung ist. Scinoptica schrieb „Interessant scheint auch, dass mit SSRN ein ehedem nicht-kommerzielles Open-Access-Angebot zu einem kommerziellen Verlag zieht, so ähnlich wie bei der Zeitschriftengruppe Living Reviews, die vor knapp einem Jahr von der Max Planck Digital Library zu Springer überging.“.

Die OPL-Checkliste Nr. 20In Weblogs schreiben“ wurde von Jürgen Plieninger überarbeitet (via Netbib).

Laut einem Artikel bei Focus, …  (via NRW-Blog). Wer sich in den USA speziell über Bibliotheksangebote für Einwanderer informatieren will, kann sich bei Librarian in Reference bis zum 10. Juni 2016 um ein Stipendium dafür bewerben.

„Kaufst du noch, oder leihst du schon?“ einen stimmungsvollen Imagefilm für ihre Gemeindebibliothek erstellten die Schüler der Gesamtschule Brüggen, siehe NRW-Blog.

Lernräume in der Bibliothek #bibtag16

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Um die ganz reale Raumgestaltung drehte sich einem der ersten Vortragsblöcke „Perspektive Lernraum I“, noch vor der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung. Der Trend ging hier zur Einbeziehung der Bibliotheksnutzer. Die „Verwendung der Prototyping-Methode zur Entwicklung von Lernumgebungen“ stellten Claudia Lienhard und Raymond Grenacher vor (Präsentationsfolien). Zwei Arbeitsräume und eine Lounge dienten als Testobjekt. Sie wurden mit vorhandenen Möbeln eingerichtet und dann bei „Observation walks“ beobachtet, ob und wie sie angenommen werden. Dazu kamen eine Feedbackwand und spezielle Interviews mit Fragen: Was gefällt, was fehlt usw. In einem Workshop durften Studierende dann selbst die Einrichtung umgestalten. Was konnte man dabei lernen? Die Nutzung der Räumlichkeiten als ruhiger Ort, als Gruppenarbeitsraum oder Lounge ist abhängig vom Zeitpunkt (hier insbesondere dem Studienablauf). Eine gemütlich eingerichtete Lounge wird auch gern zum Lernen genutzt und nicht nur als geplanter Erholungsraum, denn Studierende mögen es bequem. Tja, und so ein Methodenmix ist ganz schon ressourcenintensiv.

Offensiver ging die UB Rostock bei ihrem Konzept „Innenarchitekt auf Zeit: Bibliotheksbenutzer richten sich ein“ vor (Präsentationsfolien). Hier sollten die für das Projekt angeworbenen Studierenden selbst entscheiden und bei einem festen Budget sowohl Möbel aussuchen als auch die Gestaltung entscheiden. Dabei stand ein Innenarchitekt hilfreich zur Seite und beantwortete Fragen, was welche Einrichtung bewirken könnte. Natürlich muss auch das Gebäudemanagement Entwürfe absegnen (Sicherheit, Brandschutz usw.). Die Studierenden wurden mit Büchergutscheinen und einer Umsetzungsgarantie motiviert. Für dieses Konzept sprach laut Jens Ilg, dass es hier wirklich um gelebte Kundenorientierung handelt. Die Nutzer konnten ihre Gestaltungsenergie gleich ausleben und wünschten sich tatsächlich Tische, die man kombinieren und verschieben kann. Außerdem waren Bilder von/für Studierende und Grünpflanzen gewollt. Da letztere auch gepflegt werden müssen, wurden Pflanzenpatenschaften eingerichtet. Das klappte mal mehr mal weniger gut. Haken dabei sind die regelmäßige Pflege aber auch, dass nicht jede Pflanze an allen Standorten gedeiht. Das Ergebnis der Einrichtung war insgesamt konservativer, als man dies erwarten konnte. Es gab auch Gegenargumente. Man trifft nie alle Geschmäcker. Die Methode ist aufwendiger als selbst zu entscheiden und hatte zudem den Nebeneffekt, dass die Nutzer auch bei anderen Themen aktiver wurden und mehr Feedback gaben. 😉

Lernraum-Navigator / Christoph Ackermann, Folie 8

Lernraum-Navigator / Christoph Ackermann, Folie 8

Mit der Suche nach einem passenden Lernraum befasste sich Christoph Ackermann (Präsentationsfolien). Der Lernraum-Navigator ermöglicht die Suche nach einem geeigneten Lernort. Vorher mussten die Lernorte katalogisiert werden. Welche Möglichkeiten sich hier anbieten, zeigt die Beispielfolie. Die häufigste Anfragen lauteten später: Wo darf man mit Essen / Tasche lernen. Neben Verboten könnten nämlich Regeln auch postitive Hinweise enthalten, wie in Beispielen anderer Bibliotheken zu sehen war.

Um die Durchsetzung von Regeln drehte sich der Vortrag „Was tun, wenn der Platz nicht reicht? oder die Verwaltung des Mangels“ von Ute Engelkenmeier & Gerd Richter (Präsentationsfolien). Thema war hiervor allem die Nutzung von Parkscheiben, damit Plätze nicht unnötig belegt werden.  Nutzer hatten sich darüber beschwert. Unter dem Namen „Für ein faires Miteinander“ wurde daraufhin intensiv mittels Öffentlichkeitsarbeit auf die Nutzung von Parkscheiben speziell in der Prüfungszeit hingewiesen und begründet, dass es um gleiche Chancen auf einen Arbeitsplatz geht. Die MitarbeiterInnen wurden in die Planung einbezogen, Vorgesetzte beteiligten sich ebenfalls an dieser unangenehmen Aufgabe. Bei Rundgängen zu zweit (wegen möglicher Konflikte) wurden die Sachen von Nutzern, die keine Parkscheibe benutzt oder die halbe Stunde überzogen hatten, beseite gelegt +  Hinweiszettel. Ein wichtiger Effekt dabei: andere Nutzer sehen, dass wirklich etwas passiert, wenn die Regeln nicht eingehalten werden.

Written by lesewolke

23. März 2016 at 08:50

Gelesen in Biblioblogs (49.KW’14)

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Über ihre Erfahrungen zur Entwicklung einer Social-Media-Content-Strategie für Öffentliche Bibliotheken im Rahmen der Initiative „Lernort Bibliothek NRW“ berichtete P. Büning im NRW-Blog. Auf die Bildergeschichten (angekündigt als Fazit 3) darf man schon gespannt sein.

Die Diskussion um die Sonntagsöffnung – genauer: die Bedeutung von öffentlichen Bibliotheken für die Gesellschaft -, und hier vor allem die Reaktion des Bundesvorstandes des BIB (konkret: Tom Becker) ging derweil in die nächste Runde. Ben Kaden von Libreas störte dabei vor allem die Sicht auf den Bibliotheksnutzer als Kunden und ein „einfältiger Popularisierungsdrang“. Interessant waren auch die Kommentare bei Netbib.

Auf das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main wies NRW-Blog hin. Demnach ermöglicht ein Facebook Share-Button auf der Internetseite automatisch das eingeschränkte Nutzungsrecht beim Teilen in diesem Netzwerk für Überschrift, Quelle, Kurztext & Miniaturbild in Facebook. Dazu muss man diesen Button allerdings benutzen. Problematisch kann es für den Webseitenbetreiber werden, wenn dieser selbst gar nicht Rechte (z.B. am Bild) für diese Nutzung hat, schrieb Rechtsanwalt C. Solmecke.

Kursmaterialien für öffentliche Bibliotheken stellte das Medienkompetenzportal NRW  bereit (via NRW-Blog). An Alltagsbeispielen, wie der Reiseplanung oder einer Prüfung der Nebenkostenabrechnung, werden Recherchestrategien vermittelt.

In Dänemark versuchen die Bibliotheken nun aktiv im E-Book-Bereich Fuss zu fassen, lösten sich vom kommerziellen Anbieter (EBIB wird seinen diesbezüglichen Service einstellen) und bieten die E-Books auf einer eigenen Plattform an (siehe Bibliotheksportal, via NRW-Blog).

Die deutschsprachige Landschaft der Publikationsserver wurde im „2014 Census of Open Access Repositories in Germany, Austria and Switzerland“ ermittelt. Libreas Blog nahm dies zum Anlass für einen Blick auf die geschichtliche Entwicklung der Repositorien in diesem Gebiet von 1991 bis 2013.

Auf „Open content – a practical guide to using creative commons licences“ (Autor: Till Kreutzer) erschien nun überarbeitet, in englischer Sprache, basierend auf der deutschsprachigen Broschüre von 2011, mehr dazu im Blog Wikimedia (via Netbib).

„Der Bibliothekar als Leser“ heißt der Titel der Weihnachtsgeschichte 2014 im Blog Bibliothekar.de von Rainer Pörzgen. 🙂

Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern #bib7

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Eine Session betitelten wir mit embedded librarian. Genau genommen ging es nicht direkt um die Bibliothekarin oder den Bibliothekar, die/der im Forscherteam integriert ist, die benötigte Literatur besorgt, bei urheberrechtlichen Fragen und dem Publizieren hilft.

Das Problem, welches wir diskutierten, drehte sich darum, wie man mit den Forschern ins Gespräch kommt, erfährt was sie benötigen und zielgerichtet auf Angebote der Bibliothek aufmerksam machen kann.

Im Erfahrungsaustausch kam das Beispiel, sich für die Kontaktaufnahme im Vorfeld die aktuellen Projekte des Lehrstuhls anschauen, einen Termin ausmachen, Kekse mitnehmen und die Wissenschaftler an ihrem Arbeitsplatz besuchen. Auch ein Hausservice wird schon angeboten und gern angenommen.

Das Angebot einer kollegialen Runde hatte dagegen nicht funktioniert. Treffen sollten problembezogen sein, damit Forschende das Gefühl haben, der Zeitaufwand lohnt. Ob nach diesen Erfahrungen ein Mittagessenpartnertausch Wissenschaftler – Bibliothekar funktionieren würde (Original: z.B. Chef – Azubi), erscheint fraglich.

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30. September 2014 at 19:45

Veröffentlicht in BibCamp 2014

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Gelesen in Biblioblogs (31.KW’14)

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Das Heft 2/2014 der „Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ ist online erschienen (via VÖBBlog). In einem Beitrag wird z.B. eine Postkartenaktion der UB Wien vorgestellt, die versucht, die Bibliotheksnutzer für die alltäglichen Probleme wie Lärm, Taschenverbot usw. auf nette Art aufmerksam zu machen. Dr. Otto Oberhauser hat sich mit der Geschichte und Entwicklung von deutschsprachigen Open-Accesszeitschriften für das Bibliothekswesen auseinandergesetzt. Der Artikel ist übrigens ein guter Einstieg in die aktuelle Inetbib-Debatte um  das Open-Access-Publizieren in den Bibliotheks- und Informationswissenschaften. Ben Kaden fasste diese Diskussion im Libreas Blog zusammen. Ausgelöst wurde der Meinungsaustausch durch die Ablehnung des Projektantrages für die Open-Access-Zeitschrift/Publikations-, Informations- und Kommunikationsplattform EIS – European Information Science.

Jugendbibliothek21 veröffentlichte die Ergebnisse einer Umfrage zum Fortbildungsbedarf in der Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit. Für Meinungen und weitere Anmerkungen wurde ein öffentliches Etherpad angelegt.

Die Landesfachstelle für Öffentliche Bibliotheken Bayern aktualisierte im Juni 2014 ihre Empfehlungsliste für Konsolenspiele (via NRW-Blog).

Manchmal müssen Anfragen von Nutzern  mit Nein beantwortet werden. Ein Liste für solche Fälle hat die Swiss Army Libary angelegt. Das ist eine „Gute Idee, zur Nutzerforschung …“ meinte Melanie von netzphilosophieren (via Infobib).

Die Bibliothek der Zukunft stellte Tom Gauld in einem Cartoon vor, siehe Bibliothekarisch.de.

In einem ausführlichen Podcast berichtete Sebastian Wilke (Blog LIS Traveler) über seine ersten sechs Monate in Doha und der Arbeit in der Nationalbibliothek von Qatar (Engl.).

Neue Ansätze der Nutzungsforschung beim #bibtag14

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Aus dem Vortrag "Kommunikation im Netz" vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

Aus dem Vortrag „Kommunikation im Netz“ vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

„Kommunikation im Netz“, so dass erste Vortragsthema, ist nicht in erster Linie ein Frage von Techniken und Strategien sondern von der Begeisterung der Menschen, die dahinter stehen. Ihre eigene  Begeisterung für Twitter als Lernort und Kontaktbörse brachten Jens Wonke-Stehle und Isabella Meinecke sehr gut rüber. Der Erfolg oder Misserfolg der Social-Media-Aktivitäten hängt damit vor allem an den MitarbeiterInnen, die dahinter stehen und das Bild der Einrichtung im Netz gestalten. Als besonders positives Beispiel wurde die Vorstellung der Arbeitsaufgaben von Markus Trapp aus der Stabi Hamburg im nichtbibliothekarischen Blog „Was machen die da?“ erwähnt.  Jeder kommuniziert wohl lieber mit einem Menschen, als der abstrakten Vorstellung von einer Einrichtung. Noch ein paar Zahlen aus dem Vortrag über die Nutzung der Bibliotheken von Web 2.0-Varianten: 85% Blog, 48% Facebook, 39% Twitter.

Viele Zahlen hatte Timo Glaser bei seiner Analyse der Twitteraktivitäten von Bibliotheken auf Lager (Update: 10.06.14: Link zur Präsentation). Immerhin 71 Prozent der untersuchten Tweets waren manuell erstellt. Man kann auch automatische Tweets posten, aber bitte nicht um Mitternacht, denn um diese Zeit werden sie nicht gelesen, wie die nicht vorhandenen Reaktionen zeigten. Beim Twittern geht es nicht nur darum, selbst Inhalte zu produzieren. Das Folgen von Accounts, die für die Nutzer interessante Inhalte bieten könnten, retweeten, antworten sind Aktivitäten, die entscheidend zur Akzeptanz beitragen können.

Web 2.0 kann auch bedeuten, Anwender direkt bei der Metadatenerstellung zu beteiligen. Das geschah beim dänischen Projekt LARM Audio Research Archive. Wissenschaftler annotierten Audiodateien. Dr. Elke Greifeneder erforschte dieses Projekt und stellte ihre Ergebnisse vor (Link zur Präsentation). Ob die Erstellung oder Bereitstellung von Daten für die Öffentlichkeit durch Anwender auch funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Müssen, kein Interesse, kein für sich selbst erkennbarer Nutzen, fehlendes Vertrauen verhindern solch eine Beteiligung.  Nicht gegen alles gibt es Mittel. Darum ist es um so wichtiger, die sogenannten Poweruser, also Aktive, die sich stark engagieren, unbedingt ernst zu nehmen. Mancher Verbesserungswunsch wurde schon damit abgeschmettert, dass es zu kompliziert, schwierig umzusetzen und eine große Aufgabe sei. Alles kein Grund, die Probleme nicht anzugehen, meinte Frau Greifeneder. Denn wenn man ein Jahr nicht putzt, stände man auch vor einer großen Aufgabe. Ihr Motto: „Es ist Zeit zu putzen!“ Es war ein sehr lebendiger Vortrag, der deutlich machte, worauf es ankommt.