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Inetbib 2013 – Internetseiten und Kataloge verbessern

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Verschiedene Vorträge beschäftigten sich mit der Nutzbarkeit der Internetangebote von Bibliotheken. Schonungslos aber mit Humor berichtete Prof. Dr. Ursula Schulz vom Department Information der HAW Hamburg über ihre Erfahrungen aus 10 Jahren Usability-Evaluation virtueller Fachbibliotheken (Abstract).

Ein wesentliches Problem ist oft die Verwendung von Fachbegriffen, mit denen die Anwender nichts anfangen können: lieber Volltext statt URL, Bücher aus anderen Bibliotheken bestellen statt Fernleihe. Nützliche Labels anstelle korrekter Labels lautet das Motto! Webdesigner mögen vielleicht lieber schlagkräftige Einzelwörter, aber die Verständlichkeit sollte Vorrang haben.

Auch die Anzeige unserer Katalogsätze ist für Nutzer oft alles andere als übersichtlich. Es geht bei Bibliotheksangeboten im Netz nämlich nicht um uns, sondern das Anliegen der Kunden. Sinnvoll wären auch unterschiedliche Einstiege für verschiedene Zielgruppen. Und gleich noch ein Fazit der Expertin. Wenn man sich bemüht, überregionale Angebote zu schaffen, sollten sich diese nicht auf Europa beschränken, sondern wirklich international sein.

Prof. Schulz meinte eindringlich, gleich bei der Entwicklung neuer Angebote die Kunden einzubeziehen und die Nutzbarkeit zu testen. Die, die darunter leiden werden, sollten im Vorfeld gefragt werden. In der Entwicklungsphase ist es außerdem noch viel einfacher, externe Sichtweisen einfließen zu lassen.

=> Über diesen Vortrag schrieb auch Hatori Kibble. Update 18.4.2013: Inzwischen gibt es auch einen Konferenzbeitrag von Ursula Schulz auf dem Repositorium der TU Dortmund.

Die MitarbeiterInnen des Bibliotheks- und Informationssystem Oldenburg hatten offensichtlich schon von solchen Dingen gehört und diese bei der Einführung von Primo und der Überarbeitung der Internetseite im Einsatz. Nun berichtete Kerstin Schoof in „Digitale Dienstleistungen und ihre Nutzung“ von den Erfahrungen, vor allem von Videofeedbacks (Abstract). Dabei werden Nutzer beim Lesen und Navigieren auf der Internetseite gefilmt, während sie ihr Handeln und ihre Überlegungen laut kommentieren.

Das Ziel bestand natürlich darin, schon während der Entwicklung zu testen, ob die Nutzeroberfläche inituitiv und von der Wortwahl verständlich wäre. Und bei Kommentaren, wie „Das ist auch super, wenn man es weiß.“ weiß man dann eben gleich, wo noch Verbesserungen nötig sind. Durch zu viele aufgeklappte Filtermöglichkeiten fühlten sich Probanden auch etwas überfordert.

=> Weitere Informationen dazu und zu weiteren Evaluationsmethoden sind im Open Knowledge Pad sowie bei Hatori Kibble enthalten. Update 18.4.2013: Link zu den Folien von Schoof/Diekmann.

Folie aus Wachgeküsst / Brenner, Lorenz

Folie aus Wachgeküsst / Brenner, Lorenz

Das Anliegen des märchenhaften Vortrags „Wachgeküsst: Die Geschichte vom aktiven Katalognutzer“ von Simon Brenner & Miriam Lorenz war nicht das Finden von Informationen sondern um das Mitmachen der Bibliotheksnutzer (Abstract). Bisher neigten Bibliothekskunden kaum dazu, angebotene Bewertungs- und Rezensionstools auch aktiv zu bedienen. Um bereits einen Datenpool zu haben, nutzte ein Projekt der Fachhochschule Köln, an welchem sich 24 Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen beteiligten, die Informationen von LibraryThing. Aber man wollte die eigenen Nutzer nun ebenfalls bewegen, Rezensionen beizusteuern, welche jeweils in allen teilnehmenden Bibliotheken sichtbar sind. Tatsächlich gelang es bisher über 2500 Rezensionen zu erreichen. Und wer glaubt, dass automatisch die größeren Einrichtungen mit höherer Nutzerzahl hier vorn lagen, wurde eines besseren belehrt. Die zweitkleinste Einrichtung lag mit 500 Rezensionen vorn. Der persönliche Einsatz der 2 1/2 Mitarbeiterinnen hatte dies erreicht. Auch Sommerleseclubs und Kooperationsprojekte mit Schulen waren in einigen Einrichtungen von Erfolg gekrönt.

=> An dieser Stelle ebenfalls wieder der Hinweis auf die virtuelle Mitschrift von Dörte Böhner und einen Blogbeitrag von Hatori Kibble. Update 13.3.13: Auch im Vortrag „Auf dem Weg zum interaktiven Bibliothekskatalog in Öffentlichen Bibliotheken“ Dirk Ehlen, Bibliothekskongress Leipzig waren die 24 ÖBs in NRW und LibraryThing for Libraries noch einmal das Thema (siehe Mitschrift von Dörte, letzter Vortrag im Block). Update 18.4.2013: Nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam gestaltet sind die Folien des Wachgeküsst-Vortrags, die man nun auch online anschauen kann.

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12. März 2013 at 07:00

Gelesen in Biblioblogs (9.KW’13)

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Über die Veranstaltung „Bibliotheken und Zivilgesellschaft“ im Januar 2013 in Berlin berichtete Gastautor Gerald Schleiwies bei Bibliothekarisch.de. Ehrenamtliche Arbeit in Bibliotheken ist eben ein schwieriges Thema, da es auch als Bedrohung für bezahlte Stellen gesehen wird.

Nationale und internationale Probleme beim Umgang mit E-Books waren das Thema auf der IFLA-Konferenz “E-Books in Libraries – A Global Question of Survival”. Dargestellt werden  u.a. Unterschiede bei der Nutzung sowie den steuerlichen und rechtlichen Grundlagen in den verschiedenen Ländern (siehe Globolibro).

Große, zentrale Bibliotheken liegen in Deutschland im Trend, die alle Dienstleistungen an einem Ort anbieten. Libreas Blog geht auf aktuelle, englischsprachige Publikationen ein, die ein anderes Ziel vermitteln: „Nicht die Zentralisierung in grossen Häusern wird als effektiv wahrgenommen, sondern das möglichst grosse Eingehen auf die Arbeit der Nutzerinnen und Nutzer (wobei Studieren als Arbeit der Studierenden gilt).“

Welche Web 2.0-Angebote gibt es in den Geschichtswissenschaften? Mit diesem Thema beschäftigte sich Michael Schmalenstroer. Üppig ist das Angebot allerdings noch nicht. Auch in den Kommentaren finden sich ein paar Links.

Und gleich noch ein Hinweis für Geschichtsinteressierte. Eine Sammlung von digitalisierten Zeitungen, die in den Jahren des 1. Weltkrieges erschienen sind, bietet die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart (via Archivalia).

Doch nicht immer sind gemeinfreie Werke aus Bibliotheken leicht bzw. digital zu haben, wie Archivalia in einem umfangreichen Blogbeitrag feststellte.

In die Vergangenheit blickte auch Libreas Blog und recherchierte nach Überlegungen über die digitale Zukunft, wie man sie vor 20 Jahren hatte. Gleichzeitig verblasst die Vorstellung von einer Zeit ohne Internet mehr und mehr.

Effektvoll setzte Roy Tennant von OCLC Worldcat, den Bibliothekskatalog mit fast 300 Millionen Einträgen, in einem kurzen Video in Szene (via Bibliothekarisch.de). Sehenswert!

Verlage beschimpfen Google ja gern als Datenkrake. Gutjahrs Blog berichtete nun, wie Bertelsmann mittels Gutschein-Aktionen Adressdaten von Minderjährigen sammelt, die dann wiederum an Dritte weitergehandelt werden dürfen (via Netbib Weblog).

Die Erfahrungen aus dem MOOC Maker Course zu Massive Open Online Courses sind online (via Fortbildung in Bibliotheken).

Webinar: New Librarians Global Connection 1/2013

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Zu den Dingen, die man als Bibliothekarin unbedingt mal ausprobiert haben sollte, zählt meiner Meinung nach ein Webinar. Am 15. Januar 2013 bot die IFLA New Professional Special Interest Group eines aus der Reihe „New series of free quarterly webinars„. an. Es war gar nicht schwierig, daran teilzunehmen: Link angeklickt, Name eingetragen, Guest-Button gedrückt und schon ist man eine von TeilnehmerInnen aus vielen Ländern. Drei interessante Vorträge wurden angeboten.

Gene Tan, Direktor der Nationalbibliothek Singapore, stellte unter anderem das Singapore Memory Project vor. Dort werden Erinnerungen, die im Kontext zu Singapore stehen gesammelt und veröffentlicht, ob als Video, Bild, Audiodatei oder Text. Inzwischen wird es auch als App angeboten. Solche Aktionen bringen laut Tan die Menschen zusammen. Erinnerungen über die Region zu sammeln, ist schon eine tolle Sache. Ein bisschen hat es mich auch an die nette Jubiläumsaktion „Wir sind ein Jahrgang“ der Deutschen Nationalbibliothek zum 100. Geburtstag erinnert.

Heikki Marjomaa aus der Stadtbibliothek Helsinki fragte, wie man in der Bibliothekswelt kreativ sein könne, und meinte, man solle neben der eigenen Fachkenntnis auch die der Nutzer einbinden. Laut Heikki muss man dafür aber des Blickfeld für neue Gruppen erweitern. So bietet die Library 10 auch eine Vinyl-Bar an, wo man Schallplatten digitalisieren kann. Und wer schon immer etwas über bestimmte Musikstile wissen wollte, fragt den Personal Music Trainer. 80 Prozent der Veranstaltungen werden laut Heikki dort übrigens von Kunden organisiert. Einen guten, deutschsprachigen Artikel über die erstaunliche „Library 10“ fand ich in den Büchereiperspektiven 2/2011. Ein Spezialgebiet von Heikki sind Spiele. Dabei helfen Netzwerke, wie Facebookgruppen. Die Nordic Gamebrarians tauschen sich über aktuelle Entwicklungen aus und wer Hilfe benötigt, hat gute Chancen, dass jemand schon damit in Berührung kam und eine Lösung kennt.

Zahlreiche Tipps, wie man internationale Bibliothekarin wird, gab uns Robin Kear, Liaison Librarian at the University of Pittsburgh. Oberstes Gebot „Connect, connect, connect!“ und dabei deutlich machen, welche Interessen man vorrangig verfolgt. Außerdem hilft es Konferenzen zu besuchen, in Organisationen aktiv zu sein (z.B. IFLA), sich mit BibliothekarInnen in anderen Einrichtungen auszutauschen, wie beispielsweise beim Projekt Sister Library für Kinder- und Jugendbibliotheken. Auf einer Folie ihrer Präsentation hat Robin Kear zusammengefasst, was man alles in der eigenen Einrichtung bewegen kann:

Kear-4

Günstig ist es außerdem, den Horizont zu erweitern und Bibliotheken in anderen Ländern bei längeren (z.B. als Volunteer) oder kürzeren Aufenthalten kennen zu lernen. Im Chat machte passend noch jemand auf die deutsche Organisation „BI-International“ aufmerksam. Manche Hochschulen bieten übrigens Austauschprogramme als Erasmus Staff Mobility für HochschulmitarbeiterInnen an. Das gilt auch für Bibliothekarinnen. Wer kann, sollte sich diese tolle Erfahrung nicht entgehen lassen, wie ich aus eigenem Erleben weiß. 🙂 Was kann man laut Robin noch tun?! Bloggen, Twittern, Beiträge für ein internationales Publikum schreiben, Sprachkenntnisse verbessern und eine offene Tür für Besucher aus anderen Ländern haben.

Update 19.01.2013: Die Aufzeichnung vom Webinar ist nun online (Dauer: ca. 1 Stunde).

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16. Januar 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (44.KW’12)

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Was haben Bibliotheken und Mumien gemeinsam? E. Steinhauer meint in einem Interview mit der Zeit unter anderem „Es geht darum, Sterblichkeit zu überwinden, sich der Endlichkeit durch Aufbewahrung entgegenzustellen.“ Doch das ist lange nicht alles … (via Bibliotheca Altonensis).

Ranga Yogeshwar

Ranga Yogeshwar

Im 7. Themendienst steht Ranga Yogeshwar, der Preistäger der Karl-Preusker-Medaille 2012, im Mittelpunkt. Im Interview mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. verrät Ranga Yogeshwar, woher sein Interesse an Bibliotheken rührt. Der Einsatz hat familiäre Wurzeln, sagt er. Sein indischer Großvater, der Bibliothekswissenschaftler Shiyali Ramamrita Ranganathan, habe ihm die Bedeutung der kulturellen Einrichtungen bereits von Kindheit an vermittelt. So seien sie für ihn zu einer Lebenshaltung geworden. Auch Bibliothekarisch.de hatte in der letzten Woche den Preisträger als Thema.

Mendeley, eine Mischung aus Literaturverwaltung und Sozialem Netzwerk für WissenschaftlerInnen, hat den ersten Global Research Report veröffentlicht, berichtete Scinoptica. Der Dienst hat inzwischen über 2 Millionen Nutzer. Besonders lesefreudig sind demnach westeuropäische Forscher, die auch die meisten Literaturverweise speichern. Schwierig ist die Lage für Wissenschaftler aus Entwicklungsländern, denen der Zugang zu vielen kostenpflichtigen Publikationen fehlt.

Die SLUB Dresden berät WissenschaftlerInnen bezüglich Bibliometrie. Und weil sicher nicht jeder weiß, was es damit auf sich hat, gibt es dort gleich noch eine gelungene Erläuterung dazu (via Netbib).

Der Streit um die Onleihe geht in die nächste Runde. Matthias Ulmer, Verleger und Vorsitzender im Verleger-Ausschuss des Börsenvereins, verlangt, dass ein Modell, bei dem Bibliotheken die Onleihe anbieten, dafür sorgen muss, dass es keine Umsatzeinbrüche gibt (siehe Buchreport, via NRW-Blog).

Ein Teil der ehemaligen Stralsunder Gymnasialbibliothek wurde an ein Antiquariat verkauft. In der Inetbib gab es daraufhin Diskussionen, ob so etwas erlaubt sei. Infobib fasste es in einem Blogartikel zusammen.

Es ist gar nicht so einfach sich zu merken, welchen Garderobenschrank man in der Bibliothek hatte. Und dann war da noch die PIN … . Eine Glosse in der taz nimmt sich diesem Dilemma an (via Netbib). 😉

Foto: Nina Yogeshwar (Quelle: Treffpunkt Bibliothek, Themendienst 7)

Gelesen in Biblioblogs (33.KW’12)

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In der letzten Woche fand die IFLA World Library and Information Congress 2012 in Helsinki statt. Gesammelte Informationen gibt es im IFLA express (mehrsprachig, weitere Links siehe Netbib). Auch Hatori Kibble hat zahlreiche Beiträge veröffentlicht. Ein echtes Hightlight „IFLA Tag 3 – Bibliothekare schrecken ab“. Dabei wurden verschiedene Ansätze vorgestellt, es den Leuten leichter zu machen, mal eine Bibliothekarin zu fragen. Zum Beispiel nannte man den Dienst „Ask A Librarian“ in „Ask Anything“ um oder ging raus aus der Bibliothek, um auf Festivals präsent zu sein usw. Dem frei(tag), einer Unkonferenz, die ebenfalls in der letzten Woche statt fand, werde ich morgen einen eigenen Blogbeitrag widmen.

Gesammelte, aktuelle Nachrichten zu Literaturverwaltungssoftware hat Literaturverwaltung & Bibliotheken veröffentlicht.

Twitter in der Lehre?! Zu diesem Thema stellte Mareike König im Blog hypotheses.org eine kleine Literaturliste zu diesem Thema zusammen (via Archivalia). Die Daten in Twitter und sozialen Netzwerken werden auch schon von der Wissenschaft für Forschungszwecke verwendet, um beispielsweise herauszufinden, ob man sich von den Interessen der Freunde beeinflussen lässt, wie sich Krankheiten verbreiten usw. Einen spannenden Radiobeitrag des SWR (MP3 – ca. 28 min) dazu hat Corvus Corax heidelbergensis gefunden.

Netbib verlinkte auf zwei interessante Beiträge zu Facebook. Zum einen wird noch mal genau erläutert, wie das Impressum einer öffentlichen Facebookseite auszusehen habe, wenn man keine juristischen Probleme bekommen möchte (siehe allfacebook.de). Der zweite Linktipp erklärt, dass man sich zwar nach ungewolltem Hinzufügen Dritter wieder aus Gruppen abmelden kann, es jedoch problematisch wird, sich dann wieder anzumelden (siehe hersec.de).

Für Mathematikbegeisterte: Jason Orendorff rechnet vor, wie man in der Bibliothek ein Buch findet ->;; siehe Bibliothekarisch.de. 😉

Gelesen in Biblioblogs (18.KW’12)

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Zwei interessante Studien sorgten in der letzten Kalenderwoche für Aufsehen. Warum nutzen Menschen Bibliotheken nicht oder nicht mehr und klappt es eigentlich mit der Auskunft in Bibliotheken (persönlich, per Telefon, E-Mail oder Chat)? Ein Thema, worüber man mehr schreiben kann, wie es beispielsweise Karsten Schuldt in seinem Blog Bibliotheken als Bildungseinrichtung zur Telefonumfrage zum Thema Nichtnutzung tat. Da war mir mein Lesetipp zu den beiden Studien diesmal mehr als 2-3 Sätze wert, und deshalb gibt es ihn in Plan3t.

[Änderung 07.05.12]: iRights.info veröffentlichte eine neue Broschüre zum Thema Copyright & Co. mit Beispielen. Jeder, der heute mit der Erstellung von Medien zu tun hat, sei es in gedruckter Form oder im Internet, sollte sich damit auskennen.

Den Problemen, die sich aus den langen Schutzfristen für die Verbreitung und Digitalisierung von Werken ergeben (in Deutschland 70 Jahre nach dem Tod des Autors) widmet sich Spiegel online (via NRW-Blog). Im Sinne des Urhebers sind sie jedenfalls nicht. Denn dieser lebt ja dann schon lange nicht mehr.

Auf die frei zugängliche PublikationOpen-Access-Rechte in Allianz- und Nationallizenzen : eine Handreichung für Repository-Manager, Bibliothekare und Autoren“ verwies Inetbib. Und gleich noch eine Publikation zu OA, diesmal herausgegeben von Ulrich Herb „Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft“ (via VÖBBlog).

Für Aufregung sorgte die Diskussion um die Frage, ob sich die Informationswissenschaft nicht endlich selbst mehr dem Open-Access-Gedanken öffnen sollte. Aufhänger war die Zeitschrift „Information – Wissenschaft &  Praxis : IWP“, die sich dieser Entwicklung verschließt. Lambert Heller zeigt an Beispielen in der Inetbib, wie schwer es sich mit Nicht-OA-Zeitschriften heute arbeiten lässt (via LIS in Potsdam & Archivalia).

Wer sich darüber informieren will, wie es um das Projekt Deutsche Digitale Bibliothek steht, liest den Beitrag im Wikimedia-Blog.

Sessions zum Nutzererlebnis

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Der Titel einer Session hieß tatsächlich: „Scheiß Bibliothek – Nutzererlebnis in überfüllten Bibliotheken verbessern“. In der Session beschrieben wir Zettel mit mehr oder weniger verrückten Ideen und prüften dann, was schon gemacht wird oder realistisch wäre. Ein bisschen frische Luft, besonders in der warmen Jahreszeit wäre schön. Bibliotheken, die eine abgeschlossene Terrasse haben, sind da fein raus. Die Stadtbibliothek Amsberg hat eine. Im IKMZ Potsdam gibt es eine Dachterasse. Yoga oder Rückenmassage? Längere Öffnungszeiten? Eine gute Lösung fanden wir hier das Konzept „Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“! Auch erweiterte Öffnungszeiten in Prüfungsphasen kommen gut an. Gemütlichkeit?! Hängematten oder Sitzsäcke? Zumindest die Sitzsäcke gibt es tatsächlich, sind sehr beliebt und werden von den Studierenden durch die Bibliothek geschleppt. Roving Librarian ist auch so ein Konzept, welches es schon gibt. Hier laufen Bibliothekare mit Laptop durch die Bibliothek und helfen vor Ort. Das kann aber auch zu Lehrlauf führen. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, die man zu konkreten Zeiträumen einsetzen könnte, beispielsweise bei Semesterbeginn. Und überhaupt sollten ALLE BibliotheksmitarbeiterInnen Nutzerkontakt haben. Eben um ihre Zielgruppe besser zu verstehen und ihre Erkenntnisse in Entscheidungen einfließen zu lassen.

Eine weitere Diskussionsgruppe befasste sich mit dem Für und Wider des Essens und Trinkens im Lesesaal.  Dazu gibt es eine Übersicht der Ergebnisse im Internet. [Update 4.4.12]: Einen Blogbeitrag über diese Session schrieb sandraauswestfalen.

Ideensammlung zu "Scheiß Bibliothek"

Ideensammlung zu "Scheiß Bibliothek"

Eine sehr interessante Diskussion hatten wir in der Session Embedded Librarian. Für diejenigen, die diesen Begriff noch gar nicht gehört haben: Hier gehen Bibliothekar direkt zu den Forschern, um diese in Literaturrecherche- und Veröffentlichungsfragen zu beraten oder arbeiten sogar in deren Projekten mit. Besonders in One-Person-Libraries scheint die Zusammenarbeit gut zu funktionieren. Aber auch engagierte Fachreferenten können hier viel erreichen. In größeren Einrichtungen mit zahlreichen Fakultäten und Lehrstühlen ist es dagegen kaum möglich, die Wissenschaftler persönlich zu besuchen. In den USA ist es durchaus schon gängig, Informationsspezialisten im Forschungsteam zu haben, erfuhren wir. Um auch fachlich mitreden zu können, wäre die Teilnahme an Vorträgen und Kongressen von Vorteil. Doch selbst wenn sich so etwas nicht realisieren lässt, sollte man sich ruhig „aufdrängeln“, Mitarbeiter kennen lernen, Wünsche abfragen und die Produkte der Bibliothek vorstellen. WissenschaftlerInnen fällt es übrigens leichter, BibliothekarInnen anzusprechen, die sie persönlich kennen. Eine gelungene Zusammenfassung dieser Session mit Linktipps findet man im Etherpad! Einen Blogbeitrag dazu hat der OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg veröffentlicht. Interessant sind zur Erweiterung des Themas auch die Mitschriften der Sessions Knowledge integrates BIB und Wissensmanagement Tandem mit Bibliothekaren.

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20. März 2012 at 07:00

Veröffentlicht in BibCamp 2012

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Gelesen in Biblioblogs (9.KW’12)

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Anti-Acta-Demo am 25.2.12 in ChemnitzSie kämpfen für die Freiheit im Internet gegen restriktive Maßnahmen, die durch ACTA und auf eventuell darauf basierende spätere Regelungen eingeschränkt werden könnten. Netbib verweist auf einen gelungenen Blogbeitrag in Indiskretion Ehrensache, der die Hintergründe und das Lebensgefühl der jungen Leute, die sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen können, erklärt. [Update 07.03.12]: Die ePetition auf der Seite des Deutschen Bundestages kann noch bis zum 22.3.2012 unterschrieben werden.

Der Aufruf zum Boykott hat Elsevier wohl nicht völlig kalt gelassen.  Zumindest ihre Befürwortung der Gesetzesvorlage des Research Works Act hat der Verlag nun zurückgezogen. Das Gesetz sollte verhindern, dass Veröffentlichungen, die im Rahmen von Projekten entstanden sind, die die nationale Fördereinrichtung für Gesundheitsforschung unterstützt, Open-Access-pflichtig sind (via Medinfo).  Diskussionen zu dem Thema gab es auch in der Inetbib.

An dieser Stelle noch ein positives Beispiel aus Deutschland. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat seine selbsterstellten Medien nun unter der Creative-Commons-Lizenz BY 3.0 veröffentlicht und ermöglicht auf diese Weise die weitere Nutzung z. B. in Wikimedia und in sozialen Netzwerken (via Infobib).

Besonders in Bibliotheken sind für viele Benutzer ruhige Bereiche wichtig, um sich beim Lesen und Lernen zu konzentrieren. Hinweisschilder nützen jedoch meistens wenig. Infobib verweist auf ein Gerät, welches Abhilfe schaffen soll: SpeechJammer.

Ein ganz anderes Konzept verfolgt das interaktive Lernsystem HOPSCOTCH (siehe Informationsdienst Wissenschaft). Hier wird das Lernen mit Bewegung verbunden, soll so mehr Spaß machen und effizienter wirken, vor allem beim Pauken von Vokabeln oder Fakten (via Fobikom-Weblog).

Eine interessante Internetseite, die gute Beispiele für die Vermittlung von Informationskompetenz an Schüler sammelt, hat ebenfalls Fobikom-Weblog entdeckt. Auch NRW-Blog fand Arbeitshilfen für ein Recherchetraining. Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein bietet ein Dateipaket mit Arbeitsblättern und Informationsmaterialien zum Munzinger-Archiv an, welches sich ebenfalls an die Zielgruppe Schüler richtet.

Den neuen OPEN-Opac (OCLC) der Stadtbibliothek Paderborn hat Bodo Pohla gestestet und schreibt darüber im Biblioblog.pohla.org. Und wie man vom OPAC-Treffer zum Buch kommt und dabei sogar sein Smartphone nutzen kann, demonstriert das Gebäudemanagementsystem Mapongo, eingesetzt im IKMZ Potsdam (Beitrag hier bei Lesewolke).

Nachdem die Einbindung von Google Maps nun bei hoher Nutzung der Webseite kostenpflichtig werden kann, hat sich Infobib mit OpenStreetMap beschäftigt. In einem Blogbeitrag wird erläutert, wie man seine Bibliothek dort einträgt und in einem weiteren, wie man die Karte auf den eigenen Seiten anzeigt. Ein Dankeschön dafür!

Gelesen in Biblioblogs (6.KW’12)

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In den Medien wurde viel über die Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek 2011“ berichtet. Eine Übersicht der Berichte in TV, Radio und Presse ist nun online (via NRW-Blog).

Wie man die potentielle Bibliothekskunden mittels Werbespots erreichen könnte, daran hatte sich schon die Filmhochschule Ludwigsburg anlässlich der oben genannten Aktionswoche probiert und immerhin über 10.000 Zugriffe auf den Webclip erzielt. Nun beschäftigte sich eine Projektarbeit der FaMIs des OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung mit diesem Thema. Eine eigene Internetseite stellt das Projekt vor. Dabei ist auch ein Werbespot entstanden (via Bibliothekarisch.de).

Für die Erforschung der Kunden kann man verschiedenste Methoden einsetzen. Ein Blogbeitrag in The growing organism verweist auf Videos, die solche Methoden vorstellen und speziell von Studierenden an der HAW Hamburg im Projekt Perle2012 für den Einsatz in Bibliotheken entwickelt wurden.

Einige interessante Beiträge enthielt das Heft 2 von 2012 der Zeitschrift „BuB, Forum Bibliothek und Information“. Fobikom-Weblog geht auf die Artikel zum Schwerpunktthema „Lernort Bibliothek“ ein. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Weiterbildung. Damit FaMIs hier nicht zu kurz kommen, ist es hilfreich, wenn Weiterbildungen speziell für FaMIs angeboten werden, meint ein weiterer Artikel in dem Heft (ebenfalls via Fobikom-Weblog).

Auf ein nett aufbereitetes Quiz zum Urheberrecht von Klicksafe verweist Netbib.

Gelesen in Biblioblogs (1.KW’12)

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Das neue Jahr begann Plan3t.info gleich mit einem Blogartikel , der sich darum dreht, ob sich die Vorstellungen und Kenntnisse von BibliothekarInnen überhaupt mit der Realität und aktuellen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung decken.  Die Idee kam Lambert Heller als er die Meinung von Jens Mittelbach zum Recherch-o-Mat im Blog Minority Report sah, die wirklich lesenswert ist und zum Nachdenken anregt. Auch der Hapke-Weblog interessierte sich in der ersten Januarwoche für Informationskompetenz  und verlinkte auf drei Examensarbeiten, die 2011 zu diesem Thema  erschienen sind.

Viel Mühe machte sich Ben Kaden und veröffentlichte im Blog LIBREAS.Library Ideas einen Rückblick auf wichtige Publikationen in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, die im Jahr 2011 erschienen sind. Es handelt sich hierbei nicht um eine Liste, sondern eher um eine Analyse der Trends der Themen und Meinungen des Fachgebietes (mit Verlinkungen zu den Publikationen). Der Beitrag wurde von der bloglesenden Fachwelt mit Interesse aufgenommen. Deshalb gab es zu den Anmerkungen der Kollegen noch einen Nachtrag.

Auf den ArtikelMarketing in OPL-Bibliotheken“ von Sabine Köhrer-Weisser in GMS Medizin – Bibliothek – Information 2011 verweist Med-Info.

Eine durchsichtige Tasche, die man einfach mit in die Bibliothek nehmen darf (kein lästiges Umpacken mehr),  bietet die Universitätsbibliothek Konstanz an (via Netbib).

OpenBibBlog entdeckte eine Bachelorarbeit von Julian Frick, die sich mit Facettierungsmöglichkeiten in Bibliothekskatalogen beschäftigt und so eine bessere thematische Suche nach Informationsressourcen ermöglichen soll.

Um die Mitarbeit von Nutzern bei der Sammlung von Metadaten drehte sich die Umfrage von Hercher, Ruhl und Sack, deren Ergebnisse Quo vadis nutzergenerierte Metadaten? nun online sind. Karsten Schuldt hat die Publikation gelesen und seine Meinung dazu im Libreas-Blog veröffentlicht.

Für Geschichtsinteressierte wird im Artikel im Tagesspiegel „Mitmachen kann jeder: Wie Bibliotheken das Web 2.0 nutzen“ auf interessante Projekte verwiesen, wie Gedächtnis der Nation (Zeitzeugeninterviews zu Ereignissen der jüngeren deutschen Geschichte), Europeana 1914-1918 (einer Sammlung Dokumenten rund um den Ersten Weltkrieg) sowie Interviews und Schriftstücken zur NS-Zwangsarbeit.

Netbib meldete, dass das Literaturverwaltungsprogramm Bibliographix mit der neuesten Version 9 nun als Freeware angeboten wird.

Das Bullshit-Bingo zu Internet, Web 2.0 und Wissenschaft hat Archivalia veröffentlicht. Eine schöne Sammlung der gängigen Ausreden und Sprüche, die man in diesem Zusammenhang von Fortschrittsmuffeln so hört. Denn es stimmt wohl leider, wenn Gunter Dück meint: „Es wird oft gehadert, warum Deutschland keine Amazons und Googles erzeugt… Das liegt daran, dass wir das Alte noch irgendwie retten wollen und auf Anpassung hoffen statt das Neue zu fördern.“ (Quelle: Fragenkatalog für die öffentliche Anhörung am 12. Dezember 2011 zum Thema: „Veränderungsprozesse in der digitalen Wirtschafts- und Arbeitswelt“ S.3)

PaperC entdeckte „Etwas für die Seele”: Bookshelf Porn. Dort gibt es neben einer Menge Büchregalen noch den Tipp: „Date a girl who reads. […]”. 😉

Gelesen in Biblioblogs (50.KW’11)

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Weihnachtsgruss 2011„Gemeinschaftliche informelle Ideenproduktion quer über Dienstgrade und Institutionszugehörigkeiten hinweg wird heute dringender denn je benötigt.“ schrieb Lambert Heller auf der Internetseite des Goethe-Instituts und berichtete über bibliothekarische BarCamps, wie dem BibCamp, welches 2011 bereits zum 4. Mal stattfand. Und zumindest dort wird gelebt, was man sich generell im Bibliothekswesen wünschen würde: Offenheit und Interesse für neue Technologien und Spaß am gemeinschaftlichen Lernen.

Netbib verlinkte auf zwei Artikel in „Der Westen“, die ein neues Wahlpflichtfach für SchülerInnen in Oberhausen vorstellen. Die SchülerInnen gehen in die Bibliothek und werden zu Bibliotheks-Scouts ausgebildet. Davon profitieren durchaus beide Seiten, erfahren die BibliothekarInnen doch die Meinungen der Jugendlichen zum Bestand und zu Veranstaltungen.

Ob jedoch der Berufswunsch BibliothekarIn eine gute Idee ist, daran kommen nach der Verabschiedung der neuen Entgeltordnung Zweifel auf, bestehen doch so gut wie keine Aufstiegsmöglichkeiten und die starke Veränderung der Tätigkeiten, die die elektronischen Angebote und Dienstleistungen mit sich bringen, blieb völlig unberücksichtigt (via NRW-Blog).

Bei der Migration der Katalogdaten der KOBV-Bibliotheken in den B3Kat wurde Mable+, eine Java-gestützte Open-Source-Software zur formalen Prüfung von Katalogdaten und Fehleranalyse eingesetzt. Die Software ist nun zum Download freigegeben und soll weiterentwickelt werden, damit auch andere Datenformate (z.B. MARC) unterstützt und Dubletten erkannt werden (via NRW-Blog).

Auch für ganze Bibliothekssysteme gibt es Open-Source-Software. In Bib-Blog erklärt Holger Büch im 1. TeilKoha für Einsteiger”, wie man dieses System installiert: Schritt für Schritt mit Screenshots. Weitere Erläuterungen sollen folgen (via Infobib).

Wer dachte, der Wunsch nach Kataloganreicherung mit Inhaltsverzeichnissen, Browsing, Suchen auf Basis von Ähnlichkeiten oder vorher genutzten Titeln wären Erkenntnisse der Nutzerforschung der 21. Jahrhundert, der ist auf dem Holzweg. Schon 1964 stellte sich Don R. Swanson den elektronischen Katalog der Zukunft so vor, zu einer Zeit als Bibliothekskataloge noch flächendeckend aus Karteikärtchen in Holzkästen bestanden (gefunden in A growing organism).

„Web 2.0 – Ängste von Chefs und Mitarbeitern“ war das Thema meines Dezember-Blogbeitrags in Plan3t. Ich hatte mir nämlich den Mitschnitt der Session „Chef 2.0 – Wie überzeuge ich meine Vorgesetzten von Social Media“ (startCamp 2011) angehört. Gerade wenn man selbst wenig Ängste im Web 2.0 hat, ist es doch wichtig zu wissen, was die anderen so beschäftigt. Sehr nützlich fand ich übrigens die Handlungstipps bei Kritik an Einrichtungen, die sich dem Dialog im Web 2.0 stellen.

Das war die letzte Folge „Gelesen in Biblioblogs“ für das Jahr 2011! Lesewolke wünscht allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Gelesen in Biblioblogs (49.KW’11)

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Im Plan3t griff Anne Christensen noch einmal die Unruhe in Bibliotheken auf.  Ge- und Verbotsschilder konnten das Problem bisher offensichtlich nicht zufriedenstellend lösen. Und wie gestaltet man eigentlich sinnvolle Schilder? Dazu gibt es den Hinweis auf ein interessantes Dokument von Ursula Georgyi.

Mit der Nutzung des Internet ist es heute kein Problem mehr, international nach Medien zu suchen, Daten verschiedener Quellen unter einer Suchoberfläche oder sogar zur Nachnutzung anzubieten. Wichtig dafür ist ein einheitlicher Standard bei der Aufnahme der Daten. Die Mitglieder des Standardisierungsausschusses der Deutschen Nationalbibliothek sahen in ihrer 20. Sitzung am 5.12.11 auch keine Alternative zu einer zukünftigen Umstellung auf den Resource description and access (RDA)-Standard. Nur wie und wann er eingeführt wird, ist derzeit noch unklar (via Bibliothekarisch.de).

Vascoda-Blog meldet die Einrichtung eines neuen Informationsangebotes für den Bereich Niederlandistik, Niederlande-, Belgien- und Luxemburgforschung. Das ViFa Benelux-Blog wertet Webseiten, Newsletters, Mailinglisten usw. aus und freut sich auch über Mitteilungen von Lesern zu diesen Themen.

Die Übersicht „Get More Out of Google : Tips & Tricks for Students Conducting Online Research“ postete Bibliothekarisch.de – zum Weiterempfehlen nicht nur für englischsprachige Studierende. Und bei allem Googeln nicht vergessen: „Use Your Library’s Website“. 🙂

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat gemeinsam mit BITCOM das InformationsblattEmpfehlungen für Datenschutz und Sicherheit im Internet“ veröffentlicht (via NRW-Blog).

Was lernt man eigentlich, wenn man Bibliotheks- und Informationswissenschaften studiert? DRadio beschäftigte sich in der letzten Woche umfassend mit diesem Thema und brachte gleich fünf Beiträge dazu, die man auch nachhören kann (via NRW-Blog).

Er schafft es, die Mädels, die in Bibliotheken arbeiten, zum Dahinschmelzen zu bringen: Ryan Gosling (library and librarian lover). „Hey girl. I like the library too.so heißt seine Webseite, auf der er nette Sprüche an Bibliothekarinnen richtet, jeweils mit einem hübschen Foto garniert. Und wem jetzt heiß geworden ist, startet zum nächsten Karaoke-Abend und singt „Im Too Sexy (for my library)”. Den Text dazu gibt es im Blog Stephen’s Lighthouse (via Bibliothekarisch.de).  Yeah! 😉

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12. Dezember 2011 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (48.KW’11)

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Bücherweihnachtsbaum

Bücherweihnachtsbaum

Die Weihnachtszeit hat begonnen. Das ist auch die Zeit zum täglichen Öffnen der Türchen. Bibliothekarisch.de hat wieder eine erstaunliche Sammlung „Mehr (oder minder) bibliothekarische Adventskalender 2011 …“ zusammen getragen. Im Kalender von Fleischmann konnte man beispielsweise eine Anleitung für einen Bücherweihnachtsbaum finden. Auch die LMU Library zeigt in Bildern wie es geht (Ergebnis siehe Foto rechts).

Um die Bibliotheksangebote in spielerischer Form zu vermitteln, versuchen die TIB/UB und die Bibliothek der Hochschule Hannover es mit Geocaching (via Bibliotheken in Hannover), einer Art elektronischer Schatzsuche (siehe auch Wikipedia).

Müssen Bibliotheken wirklich Begriffe aus der Jugendsprache übernehmen oder verstehen sie uns auch so, fragte sich Katrin Kropf in ihrem Beitrag bei den Stimmen des Plan3t. Dabei gibt es durchaus regionale Unterschiede bei den Wörtern. Und nicht zuletzt sind Begriffe mal schnell wieder „out“. Wobei es wohl auch nicht zu sachlich klingen soll?! Ein schwieriges Thema für „Strebotheken“!

In einem Diskussionspapier analysierte der österreichische Wissenschaftsfonds (FWF) auf den aktuellen Stand von Open Access und beschäftigt sich mit nötigen Weiterentwicklungen zur Etablierung dieser Publikationsform (via Open-Access.net). Weiterhin ist der Helmholtz Open Access Newsletter vom 01.12.2011 erschienen und beinhaltet Rückblicke auf die Open Access Week 2011, die APA Conference 2011 uvm.

Boersenblatt.net berichtete über die Studie „Digitale Gesellschaft 2011“ und stellte fest, dass sich die prozentuale Verteilung der Internetnutzergruppen kaum verändert hat. Nur um ein Prozent ist die Gruppe der „Digital Souveränen“ gestiegen. Diese surfen zwar in ihrer Freizeit wesentlich häufiger im Internet als die „Digital wenig erreichten“, aber sie treiben trotzdem mehr Sport, musizieren häufiger und gehen öfter aus. Mehr Informationen zu den einzelnen Gruppen findet man in der Online-Publikation.

So richtig wird die Bedeutung von Informationskompetenz von den Bibliotheksnutzern wohl noch nicht erkannt. Nicole Krüger hat dazu das Buch “Information Literacy Education: A process approach” Maria-Carme Torras und Tove Pemmer Sætre gelesen und berichtet darüber in Plan3T.

Wie kommt man am schnellsten an ein bestimmtes Buch in der Bibliothek der Universität Huddersfield? Das Video dazu wurde natürlich schon in Netzwerken, Listen bzw. Blogs verlinkt und darf natürlich auch im Wochenrückblick nicht fehlen. 😉

Foto: LMU bei Flickr, CC-Lizenz BY-NC-SA 2.0

Written by lesewolke

5. Dezember 2011 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (37.KW’11)

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Recht umfangreich kommt die Präsentation (Engl.) von Ned Potter  – anzuschauen bei Infobib – daher, die sich mit dem Marketing wissenschaftlicher Bibliotheken befasst. Aber sie ist eine absolute Empfehlung. Herr Potter zeigt, was Bibliotheken meistens tun und was sie tun sollten. Und was denn nun eigentlich Marketing im Web 2.0? Nach Potter geht es darum, etwas über die Nutzer und potientiellen Nutzer herauszufinden, mit ihnen zu kommunizieren, ihnen etwas über die Dinge zu erzählen, die für sie nützlich sein könnten und zu demonstrieren, dass man helfen kann den Weg von A nach B einfacher zu gestalten (vgl. S. 7 der Präsentation, eig. Übers.) Besser kann man es nicht zusammenfassen! Was machen Bibliotheken also falsch: Sie beschreiben 1. Funktionen statt Ergebnisse, 2. Produkte statt Services, 3. Suchen statt Finden (vgl. S. 28 der Präsentation). Außer zu Blogs, Twitter und Facebook hat Potter auch zu den mobilen Services eine Meinung und prophezeit, dass bis zum Ende des nächsten Jahres der hauptsächliche Internetzugriff über mobile Geräte erfolgen wird und zum Ende des Jahrzehnts jedes Telefon ein Smartphone sein wird. Und weil die Menschen dann ihr ganzes Leben mit ihren mobilen Geräten organsieren werden, werden sie erwarten, dass Bibliotheken auch dort sind (S. 54 der Präsentation, eig. Übers.).

Wie sich die Kommunikation sowie die Informationsmedien durch die Online-Medien verändert haben und werden,  dazu hat Funkkorrespondenz einen Online-Artikel mit 12 Thesen veröffentlicht (via Lemy’s Blog).  Gewinner des Wandels sind demnach internationale Unternehmen um Einzelpersonen wie Zuckerberg und Assange, Verlierer die klassischen Medien, wie Fernsehen, Hörfunk und Zeitung. Online-Ableger von Printmedien wie Spiegel-Online haben zumindest eine Chance.

Auch die Wissenschaftspraxis hat sich durch neue Technologien verändert. Wisspub.net verlinkt auf das Buch „The Digital Scholar: How Technology Is Transforming Scholarly Practice“ von Martin Weller, welches sich mit dieser Problematik auseinandersetzt und bei Bloomsbury Academic online lesbar ist.

Engagement und gute Absichten sind keine Garantie für den Erfolg. Zum „Call for Papers“ ruft für die 20. Ausgabe von Libreas ruft der gleichnamige Blog auf. „Scheitern“ heißt hier das Thema. Der Beitrag geht der Frage nach, warum so etwas lieber verschwiegen wird, bergen doch misslungene Versuche eine Menge Lernpotiential und Chancen für Neuorientierung und Weiterentwicklung. Mal sehen, ob sich genug mutige Autoren für Heftbeiträge finden.

Eine Bibliothek ohne Bücher, dafür mit Sozial- und Veranstaltungsarbeit stellt Britta Schmedemann in einem Artikel bei Librarian in Residence vor. Es handelt sich um die Teen-Library in New York, einer Einrichtung für Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahre. Man findet dort reichlich PS-Arbeitsplätze, Zeitschriften, Konsolen- und Brettspiele sowie ein kleines Aufnahmestudio für den eigenen Song.

Auf eine Online-Veröffentlichung zu Open-Access-Geschäftsmodellen verweist wisspub.net. Im selben Beitrag gibt es noch weitere Hinweise auf die Open-Access-Tage und die Gründung einer Projektgruppe zu „Bildung und Forschung“.

„Heute mal was Schönes!“ hat Ultrà Bibliotheka entdeckt und zitiert die Beschreibung der Stadtbibliothek Stadtilm. Wirklich toll formuliert! 🙂

Written by lesewolke

19. September 2011 at 05:00

Bibliothekartag 2011 – Über unsere Nutzer

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Um die Vorstellungen und Wünsche der Nutzer von Bibliotheken ging es in einem Block am Mittwochnachmittag (TK1). Auf das Thema stimmte uns Lynn Silipigni Connaway von OCLC ein. Gut gelaunt erklärte sie uns, dass Leute ihre Informationen in Google suchen und sich unter Bibliotheken Einrichtungen vorstellen, die Bücher haben. Da aber Katalogisierer gern für andere Katalogisierer katalogisieren, müsste wenigstens ein Chat in der Katalogsuche angeboten werden. „Keep the gates open“ and „keep it simple“ – lauteten ihre hauptsächlichen Botschaften. Übrigens wüssten schon Schüler, dass man lieber zum Vati geht, wenn man eine Frage hat. Denn er gibt einfach die Antwort, während Mutti erst erklärt, wie man sie bekommt. 😉

„Kennen wir unsere Benutzer eigentlich?“ fragten sich Medea Seyder und Antje Michel von der Universitätsbibliothek München und starteten eine Umfrage unter ihren Studierenden. Sie sprachen ganz offen über ihre dabei gemachten Erfahrungen und Probleme und stellten uns schließlich ihre Ergebnisse zum Lernverhalten vor. Danach müssten Studierende in erster Linie Zeit sparen, brauchen unbedingt das Internet, aber auch Bücher und andere Medien. Wichtig ist ihnen eine gute Verpflegung während des Lernens am eigenen Laptop und ein ruhiges Plätzchen. Gut, hin und wieder darf es auch mal Gruppenarbeit sein. E-Medien werden gern genutzt, wenn man sie denn gefunden hatte, woran es eben noch haperte. Wollte man allerdings das gesamte Buch lesen, bevorzugen Studierende dann doch die Druckausgabe. Mit dem Auskunftsservice waren die Befragten sehr zufrieden. Die beiden Vortragenden boten übrigens auch die Nachnutzung ihres Fragebogens an.

Die Hochschule der Medien Stuttgart hatte ebenfalls eine Umfrage durchgeführt, allerdings speziell zum Thema „E-Books in Lehre und Studium“, deren erste Ergebnisse sie präsentierten. Die Suche nach Informationen wird demnach in Google und Wikipedia gestartet. Zumindest die Lehrenden haben elektronische Zeitschriften bereits in ihren Arbeitsalltag integriert, lesen längere Texte aber nicht gern am Bildschirm. E-Book-Reader haben bisher wenig Bedeutung. Sowohl bei Studierenden als auch bei Lehrenden sind gedruckte Büchern nach wie vor beliebt und online lesen zur Zeit eher die „zweite Wahl“, ergaben die ersten Auswertungen der Umfrage.

Written by lesewolke

14. Juni 2011 at 06:00