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Posts Tagged ‘Open Access

Gelesen in Biblioblogs (32.KW’18)

Willi Bredemeier schrieb in zkbw einen Nachruf auf die Open-Access-Bewegung (via Archivalia). Ursprünglich als idealistische Idee für eine Selbstorganisation der Wissenschaft gestartet, erkannten schließlich auch die Verlage ihre Chance und kaperten den „Goldenen Weg von Open Access“ für sich. Nun gibt es bereits von den Autoren Geld und nicht erst von Bibliotheken, die sich ja auch gegen ein Abo entscheiden könnten. Gebühren für die Annahme von Zeitschriftenartikeln?! Dieses Geschäftsmodell machte Schule, und so gibt es nun auch Anbieter, die alles akzeptieren, Hauptsache der Autor zahlt.

Leitbilder in Bibliotheken – wie und wozu?“ war das Thema des #BibChatDe am 6. August 2018. Im gleichnamigen Blog wurde die Erkenntnisse zusammengefasst und ein Storyhand verlinkt.

VÖBBlog verwies auf einen Beitrag in den Mitteilungen der VÖB, der sich mit den Aufgaben einer oder eines Repman beschäftigt. Mit dieser Abkürzung sind übrigens Repositorienmanager gemeint.

Lisa’s Lab stellte Suchstrategien für PubMed vor, siehe Video bei Bibliothekarisch.de.

Das ist schon ein besonders arges Beispiel, welches die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek bei den Rückgaben fand und bei Twitter postete. Bibliothekarisch.de fragte, wie man der Markierungen & Anmerkungen in Büchern umgehen soll. Denn oft ist der „Künstler“ gar nicht mehr ermittelbar.

Bereits in verschiedenen Blogs (z.B. Archivalia) wurde auf den E-Learning-KursBestandserhaltung“ hingewiesen.

Fotos herunterladen, diese in eigene Publikationen einbinden und dann im Internet zur Verfügung stellen – das ist urheberrechtlich nicht erlaubt, bestätigte der Europäische Gerichtshof mit dem Urteil vom 7.8.2018 (siehe auch Urheberrecht in Bibliotheken). Ein Fotograf klagte gegen das Land Nordrhein-Westfalen, da die Schülerin eine nordrhein-westfälischen Schule ein Foto in ihrem online verfügbaren Referat genutzt hatte.

Ist der Buchmarkt ein Auslaufmodell? Noch bis zum 3.11.2018 ist eine Arte-Dokumentation unter dem Thema „Buch unter Druck – eine Kontroverse“ online, siehe VÖBBlog. Zum einen leiden Buchhändler unter der Konkurrenz großer Internetanbieter. Außerdem erfreuen sich E-Books zunehmender Beliebtheit.

Und nun macht Lesewolke eine Sommerpause!

 

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Written by lesewolke

13. August 2018 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (29.KW’18)

Adrian Pohl erläutert im Übertext: Blog die Ziele von Wikidata. Neben Daten wie Bevölkerungszahlen für Wikipedia-Einträge wird es auch als Normdatenquelle im Bibliotheksbereich verwendet. Darüber hinaus ist mit WikiCite eine bibliographische Datenbank im Aufbau. Zu diesem Thema gab es auf dem letzten Bibliothekartag sogar einen Vortrag (Präsentation).

Eine Liste ausgewählter, englischsprachiger Webinare zu Open Access & Open Data bietet ZBMed auf publisso an (via Fortbildung in Bibliotheken). Sie fanden bereits statt und wurden zur Nachnutzung veröffentlicht.

Fachstelle ÖB NRW berichtete über die Einführung des verbindlichen „Medienkompetenzrahmens NRW“ und empfiehlt Bibliotheken als Partner das Konzept zu unterstützen. „Ziel der Maßnahme ist es, Schülerinnen und Schülern Schlüsselkompetenzen zu vermitteln, welche im Zuge des digitalen Wandels für einen selbstbestimmten Umgang mit (digitalen) Medien notwendig sind.„.

Spielerisch die Informationskompetenz der Teilnehmenden fördern? Andrew Walsh schreibt gerade ein Buch dazu. Die aktuelle Version kann man bereits lesen (via Fortbildung in Bibliotheken).

Eine englischsprachige Infografik mit einer Checkliste für das Management von Forschungsdaten findet man bei Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

23. Juli 2018 at 13:28

Gelesen in Biblioblogs (26.KW’18)

MedInfo informiert über die Petition gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform, da die Informations- und Meinungsfreiheit durch die neuen Regelungen bedroht wären. Es gibt schon über … Unterschriften (Stand: …).

Das Zitieren von Open-Access-Veröffentlichungen ist das Thema eines Beitrags im Cibera-Blog. Archivalia erinnert in dem Zusammenhang an ältere Beiträge zur Zitation von Online-Publikationen sowie Permalinks.

Als die Open-Access-Bewegung begann, träumten die Macher, dass Publikationen einfach in Repositorien veröffentlicht und weltweit frei gelesen werden können. Inzwischen etabliert sich Open Access. Aber statt Subskriptionsgebühren, die die Bibliotheken zahlen, werden nun zum Teil recht hohe Artikelgebühren erhoben, damit ein wissenschaftler Beitrag auf Verlagsseiten erscheinen kann. Und so lautet der Titel des Beitrag von Ulrich Herb in Telepolis „Open Access: Erfolg mit Schattenseiten“ (via VÖBBlog).

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv veröffentlichte einen Vertragsgenerator für die Klärung der Rechte bei Digitalisierungsprojekten (via Archivalia).

Eine Infografik zeigt die Geschichte der Open Educational Ressources, siehe Bibliothekarisch.de.

In einem Beitrag listet die Fachstelle ÖB NRW Argumente für den Nutzen der Bibliothek auf, die in einer Fortbildung zusammen getragen wurden und meint, Bibliotheken müssten nicht nur mehr öffentlich kommunizieren, was sie tun sondern auch warum.

Ein Beitrag in BII Stories erläutert, wie Bücher in den USA auf der Banned-Books-Liste landen und damit nicht mehr in Bibliotheken angeboten werden dürfen. Prominente Beispiele sind: Harry Potter (Satanismus), Farenheit 451 (Gotteslästerung), 1984 (nicht altersgemäß), Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ von Mark Twain (anstößige Sprache). Doch die Kolleginnen und Kollegen in Bibliotheken wehren sich auch gegen Zensur. Es gibt Werbung gegen diese Maßnahmen und eine Banned Books Week, in der aus solchen Büchern vorgelesen wird.

Wie stellt man Smartphones kindersicher ein? Das Internet-ABC gibt Tipps (via Fachstelle ÖB NRW).

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2. Juli 2018 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (21.KW’18)

Über die Verleihung der Bibliothekspreise für die innovativsten Best-Practice-Beispiele auf dem Kongress „VERMITTELNDE (W)ORTE. Bibliotheken und Demokratie“ in Graz berichtet ein Beitrag im VÖBBlog. Auf dem Kongress stellte der Kolumbianer José Alberto Gutiérrez seine Aktivitäten vor. Bei seiner Tätigkeit als Müllmann fand er viele Bücher, sammelte sie und stellte sie zu einer Bibliothek für arme Kinder zusammen. Inzwischen fährt er auch mit einem Bücherbus durchs Land, siehe Die Presse (via VÖBBlog).

Fachstelle ÖB NRW machte auf das Programm „Kultur trifft Digital“ der Stiftung digitale Chancen aufmerksam. Er richtet sich an außerschulische Bildungsinstitutionen, die auch sozial- und bildungsbenachteiligte Kinder erreichen und deren Medienkompetenz fördern wollen.

In Nordrhein-Westfalen sind Teams verschiedenen öffentlicher Bibliotheken auf #Bibreise, um Konzepte für ihre Social-Media-Arbeit zu entwerfen. Ein Auftaktbericht mit Video erschien im Blog der Fachstelle ÖB NRW.

Mit barrierfreien Büchern befasst sich ein ausführlicher Beitrag von Nicola Pridik (via VÖBBlog). Dabei werden die verschiedenen Formate und rechtlichen Grundlagen erläutert.

Im Archivalia-Beitrag zu einer Ausstellung zum Thema Fake News im Stadtmuseum Erfurt findet sich ein sehr gelungenes Erklärvideo. Deshalb auch an dieser Stelle:

Scinoptica verlinkt auf die Ankündigung von deGruyter. Der Verlag gründete das Tochterunternehmen Sciendo, einem Verlagsdienstleister „insbesondere für wissenschaftliche Institutionen und Gesellschaften, Universitätsverlage, unabhängige Autoren sowie Veranstalter wissenschaftlicher Kongresse.„.

Repositorien und Suchmaschinen, in denen man Open-Access-Publikationen finden kann, listete Archivalia auf (basierend auf einem spanischen Blogbeitrag von Julian Marquina). Um die Spezialsuchmaschine für gesprochene TexteSpaactor – dreht es sich im Interview mit dem Mitgründer Thorsten Schoop bei Gründerszene (via Netbib).

Auf seiner Internetseite sammelt Jürgen Plieninger seine Kursunterlagen und – wikis zum Recherchieren, meist mit CC-By-Lizenz.

Zum Schluß noch der Hinweis auf die Ausgabe 33 Libreas. Neben vielen interessanten Beiträgen, beispielsweise Workshops, Jugendteams oder der Stimmung in Bibliotheken, stellen sich zahlreiche Einrichtungen in fünf Bildern vor. Das ist wirklich eine nette Idee! 🙂

Written by lesewolke

28. Mai 2018 at 09:05

Gelesen in Biblioblogs (18.KW’18)

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In einem Video gibt eine Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Ludwigshafen 6 praktische Tipps für die Einrichtung eines Makerspace, siehe Bibliothekarisch.de.

Virtual & Augmented Reality in Öffentlichen Bibliotheken“ heißt ein Beitrag der Fachstelle ÖB NRW und stellt die aktuellen Möglichkeiten vor.

Zum Welttag des Buches fand eine Diskussionsrunde zum Thema “Welche Lesefähigkeiten brauchen Kinder und Jugendliche heute und wie können wir sie fördern?“ statt, zusammengefasst bei Buchmarkt.de (via Fachstelle ÖB NRW).

Das Projekt OPEN-CH des Schweizerischen Nationalfonds untersuchte die Auswirkungen, wenn Bücher frei zugänglich im Internet veröffentlicht werden, also Open Access (via ciberaBlog). Folgende Effekte wurden beobachtet: die Auffindbarkeit und Sichtbarkeit verbesserte sich, die Bücher würden auch international beachtet und insgesamt häufiger genutzt, es gab keinen negativen Einfluss auf die Verkaufszahlen. Die durchschnittlichen Gesamtkosten für ein Open-Access-Buch, welches in einem Schweizer Verlag publiziert wird, schätzt man allerdings auf ca. 13.800 Franken (siehe Schlussbericht).

In den Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft analysierte Thomas Gerdes Positionspapiere und Entwicklungsperspektiven zu Open Science im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Bibliotheken. ZBW-Mediatalk interviewte ihn zu seiner Forschungsergebnissen.

Fachstelle ÖB NRW  informiert, dass das ISSN-Portal überarbeitet wurde. Dabei wurden Suchfunktionen und zahlreiche Darstellungen verbessert.

Written by lesewolke

7. Mai 2018 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’18)

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Fünf Prinzipien für ein besseres wissenschafltiches Publikationswesen veröffentlichte die Initiative FAIR Open Access Alliance (FOAA). Unter anderem spricht sich FOAA dafür aus, „dass wissenschaftliche Zeitschriften in die Hände der wissenschaftlichen Communities gelegt werden und idealerweise im Besitz von Non-Profit-Organisationen oder Fachgesellschaften sind.“. Verlage sollten  demnach lediglich Dienstleister für das Publizieren sein. Außerdem werden Maximalbeträge für diese Dienstleistungen vorgeschlagen, siehe Password online (via Archivalia).

Das Problem bei elektronischen Ressourcen ist nach wie vor ein gesicherter dauerhafter Zugang. Dafür wurde das Projekt Nathosting ins Leben gerufen, welches nun bereits in die 2. Projektphase geht. Elekronische Medien, die von den teilnehmenden Bibliothek lizenziert wurden, werden auf einer 2. Plattform gespeichert, damit sie auch auf Ausfällen des Verlagsservers bzw. dem Einstellen der Verlagstätigkeit zugänglich sind, siehe zkbw (via Archivalia).

Zum Welttag des Buches veröffentlichte der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) ein Positionspapier, welches sich mit der Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit befasst (via Fachstelle ÖB NRW). Und wer benötigt Argumente für eine Bildungspartnerschaft? Bildungspartner NRW hat einige zusammen getragen (ebenfalls via Fachstelle ÖB NRW).

Die Fachstelle ÖB NRW geht im 3. Teil Barrierefreie Bibliothek auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter und die Gestaltung von Materialien ein, um bereits Barrieren, die am Besuch der Bibliothek hindern könnten, zu vermeiden.

Der OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg stellte einem Beitrag die Bibliothek des Leibniz-Zentrums Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) in Berlin vor.

In einem studentischen Projekt der HAW Hamburg wurde ein Poster zur Geschichte der Suchmaschinen erstellt, welches man auch herunterladen und ausdrucken kann (via VÖBBlog).

Schöne Bibliotheken werden immer mal wieder gekürt, so auch Ende April bei derStandard.at (via VÖBBlog). Und gleich noch eine Liebeserklärung an Regale mit Büchern „Warum es der Kreativität schadet, wenn Universitätsbibliotheken ihre Bücherregale abschaffen“ bei ze.tt (ebenfalls via VÖBBlog).

Kommen wir gleich noch zu den „Schattenseiten“ schöner Bibliotheken. Mit spektakulären modernen Bauten werden auch Sehenswürdigkeiten für die jeweilige Stadt geschaffen, mit denen sich dann jeder gern schmückt. Die Leuphana-Universität in Lüneburg kann sich jedoch für die Abbildung ihrer Bibliothek auf den Glühweinbechern des nächsten Weihnachtsmarktes gar nicht erwärmen, siehe NDR (via Archivalia).

Gelesen in Biblioblogs (16.KW’18)

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Wisspub.net startete die Reihe „OA zwischen Realismus und Utopie“. Im ersten Teil dreht sich alles um grünes Open Access, also die zusätzliche und freizugängliche Speicherung, manchmal mit Zeitembargo, meist in der Autorenversion und auf einem institutionellen Repositorium. Das Problem: die Forschenden müssen selbst aktiv werden, und das tun längst nicht alle. Aber wenn nicht mal alle Experten, die Beiträge für ein „Praxishandbuch Open Access“ schreiben und diese sofort Green OA veröffentlichen dürften, die Möglichkeit konsequent nutzen, darf man sich über Wissenschaftlicher anderer Fachrichtungen nicht beschweren.

Die Mediothek in Krefeld feierte ihr 10jähriges Bestehen mit einem großen Fest in ausgelassener Stimmung (via Fachstelle ÖB NRW). „Wir sind nicht die klassische Bibliothek, in der immer alles still sein muss. Heute haben wir gezeigt, dass wir auch feiern können und die Stimmung und die Zuschauerzahl haben alle Erwartungen übertroffen“ zitierte RP-Online die Leiterin Evelyn Buchholz.

Streamingdienste und digitale Angebote in Bibliotheken“ war das Thema des 13. #BibChatDE. Das Blog verlinkt auf die Zusammenfassung bei Shorthand Social.

Bibliothek Wissenschaftspark Albert Einstein - Altbestand

Bibliothek Wissenschaftspark

„Wo sind all die Blogsuchmaschinen hin?“ fragte Infobib und kritisiert die Abnahme der Suchmaschinenvielfalt durch Google Konkurrenzprodukte. Zumindest für bibliothekarische Blogs gibt es ja Plan3t.info mit Suchfunktion.

Über 10.000 Personen stimmten im Kreis Soest in einem Bürgerbegehren für den Erhalt des Bücherbusses. Es ist aber noch nicht ganz sicher, ob diese Stimmen alle gültig angesehen werden, siehe Blog der Fahrbibliothek.

CDU und FDP wollen kommunale Einrichtungen (auch Bibliotheken) als „Dritte Orte“ lt. Antrag in der Drucksache 17/2402 etablieren. Dazu soll ein Förderkonzept erarbeitet werden (via Fachstelle ÖB NRW).

Zum Schluss noch der Hinweis auf meinen eignen Beitrag hier bei Lesewolke, der sich dem Besuch der Bibliothek Wissenschaftsparks Albert Einstein in Potsdam widmete.

Written by lesewolke

23. April 2018 at 08:35