Lesewolke

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Posts Tagged ‘Repositorien

Gelesen in Biblioblogs (42.KW’16)

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Das Projekt DEAL verhandelt  über eine bundesweite Lizenzierung mit großen Wissenschaftsverlagen. Dabei soll auch die Open-Access-Komponente Bestandteil der Verträge werden. Zur Zeit laufen Verhandlungen mit Elsevier. Die Hochschulrektorenkonferenz rief daher die Universitäten dazu auf, ihrerseits Verträge zu kündigen, falls dies noch möglich ist. Die Staatsbibliothek zu Berlin kam dieser Aufforderung nach und erklärte es in ihrem Blog (via Netbib).

Der Rahmenvertrag zum §52a UrhG beschäftigte auch in dieser Woche die Gemüter. In der Inetbib wurde empfohlen, dieses Prozedere nicht mitzuspielen.

Das DINI-Zertifikat 2016 „Open-Access-Repositorien und -Publikationsdienste“ ist erschienen, siehe DINI-Homepage (via Netbib). Es kann für Institutionelle und Fachbezogene Open-Access-Repositorien sowie Open-Access-Zeitschriften, die die Kriterien erfüllen.

Librarian in Residence stellte die Outreach Services der Brooklyn Public Library vor. Hier werden „Kreativworkshops für Ältere, die auch online von zuhause aus besucht werden können, Erzählprojekte für Veteranen, Medienbringdienste und die Citizenship Classes“ organisiert. Bei letzteren handelt es sich um  ein Vorbereitungstraining für Leute, die an einem Einbürgerungstest teilnehmen möchten.

Ein Video, welches Publikationstypen erklärt, wurde von der Bibliothek Wirtschaft & Management der TU Berlin online gestellt (siehe Bibliothekarisch.de).

Für die Kooperation von Schule und Bibliothek gibt es nun das Online-Handbuch bischu (via NRW-Blog). Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. veröffentlichte den „Bericht zur Lage der Bibliotheken 2016/17“ (online bzw. PDF). NRW-Blog listete die wichtigsten Erkenntnisse auf. Und einen Überblick des Inhalt der Ausgabe 2/2016Dialog in Bibliothek“ gab VÖBBlog.

Schneeschmelze schrieb einen lockeren Beitrag von der Frankfurter Buchmesse: wer war da und wer nicht, was macht Brockhaus, und wo gibt es die schönsten Kugelschreiber & Bleistifte.

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24. Oktober 2016 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (10.KW’16)

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Im Vorfeld des 6. Bibliothekskongresses fand in der letzten Woche Webinare zu einigen abgelehnten Beiträgen statt. Die Aufzeichnungen wurden bei Youtube hochgeladen und jeweils auf der Internetseite des entsprechenden #bibcast Vortrages eingebunden. Zahlreiche spannende Themen wurden behandelt. Beispielsweise ging Bernhard Mittermaier in seinem Vortrag der Frage nach, vor welchen konkreten Herausforderungen Bibliotheken beim Umstieg von der Subskription von Zeitschriften zu der Finanzierung über Artikelgebühren (Gold Open Access) stehen und machte Lösungsvorschläge (mein Blogbeitrag dazu). Passend dazu veröffentlichte die Ad-hoc-Arbeitsgruppe Open-Access-Gold der Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen „Empfehlungen zur Open-Access-Transformation“ (via Archivalia). Neben vielen weiteren Themen drehte es sich bei den Vorträgen auch um die Entwicklung/Mitabeit an Apps sowie die Vorstellung des TIB|AV-Portals (ebenfalls ein Blogbeitrag). Bereits seit letzter Woche wird die Liste mit Beiträgen rund um den 6. Bibliothekskongress bei Bibliothekarisch.de aktualisiert.

Dem „Phänomen der ständigen Wiederholungen in der bibliothekarischen Debatte“ ging Karsten Schuldt in seinem Vortagsskript „Neo-70er. Oder: Bibliotheken werden nicht getrieben, sie erfinden nur ständig die 1970er neu“ nach (13. Inetbib-Tagung Stuttgart, 12.2.16). In einem Blogbeitrag bei Bibliotheken als Bildungseinrichtung schaute er sich die Themen und Untergangsängste der Bibliotheken in der Vergangenheit an und empfahl in dieser Hinsicht gelassener zu werden und sich bei Veränderungen über realistische Begründungen klar zu werden. Es sollte nicht nur einfach darum gehen, ja nicht unmodern zu sein/werden. Denn „Die Vergangenheit wird als unmodern, falsch und krisenhaft bezeichnet – und das auch schon seit den 1970ern, auch da finden Sie Texte, wo behauptet wird, die Bibliothek sei bislang ein „Bücherspeicher“ gewesen, aber jetzt, 1970, müsste das anders werden, sonst würde die Bibliothek untergehen, was solche Argumente nur noch komischer macht, wenn Jahrzehnte später wieder behauptet wird, die Bibliothek sei bislang ein „Bücherspeicher“ gewesen und würde untergehen, wenn sie sich nicht verändert. Weil: Entweder stimmt das Argument nicht und die Bibliothek ist oder war nie dieser „Bücherspeicher“ oder sie ist schon längst untergegangen.

Klaus Graf testete die Mailauskunft von 10 wissenschaftlichen Bibliotheken und veröffentlichte seine Ergebnisse im Blog Archivalia.

Eine Infografik, die verschiedene Schutzmaßnahmen für das Smartphone empfiehlt, bettete Bibliothekarisch.de ein. Dort findet man ebenfalls ein Video, welches in 3 Minuten das Internet der Dinge erklärt.

Fünf Vorteile die eine Verbreitung von Materialien unter einer CC-Lizenz für die Autoren selbst bringen – Stichwort: Open Ecuational Resources, stellte wb-web zusammen (via biboer).

Auf der Veranstaltung “70 Jahre bibliothekarische Ausbildung in Hamburg” hielt Arne Tiedemann eine Festrede zu RDA, die man sich bei Youtube (Teil 1, Teil 2) ansehen kann (via Fortbildung in Bibliotheken) 😉

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14. März 2016 at 09:00

Apps und Filme beim #bibcast

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Seit 2014 arbeiten Linda Freyberg und Sabine Wolf aus dem Bereich Informationswissenschaften der FH Potsdam am Projekt mylibrARy. Eine Argumented Reality-App die Bausteine anbietet, welche dann von Bibliotheken für ihre lokalen Bedürfnisse angepasst werden können – das ist das Ziel ihrer Entwicklung (Blog des Projektes). In ihrem Vortrag boten sie einen Blick hinter die Kulissen. Zudem wurden nette Beispiele für jene gezeigt, die sich bisher noch gar nicht mit Augmented Reality beschäftigt haben, wie die TimetravellerApp, die am Berliner Mauerstreifen historische Bilder/Filme zeigt oder die niedlichen Pinguine, die helfen, den Weg zu finden. Und daher lautete der Titel des Vortags auch „Wo geht’s zur Bibliothek? Die Pinguine wissen’s!

Nachdem die Programmierung der App seitens des kommerziellen Partners im Gange war, wurde dieser leider von einer größeren Firma aufgekauft, und das Projekt erlebte einen herben Rückschlag. Inzwischen ist aber ein neuer Partner an Bord. Aktuelle Möglichkeiten sind die Erkennung von ISBN und QR-Codes, auch eine Bilderkennung ist möglich. Beispielsweise kann man per ISBN ermitteln, ob ein Buch in einer umliegenden Bibliothek angeboten wird. Nach einer Bilderkennung vor Ort könnten jeweils passenden Erläuterungen verknüpft werden. Die Rechte an der Nachnutzung hat die aktuelle Entwicklungsfirma. Was die App kosten würde, ob sie sich in bestehende Apps integrieren ließe usw. konnten die Vortragenden noch nicht beantworten.

Den „Beitrag der Universitätsbibliothek zur App der RWTH Aachen University“ erläuterten Dominik Schmitz und Moritz Hübner. Hier wurden Funktionalitäten der Bibliothek, die für die Studierenden wichtig sind, in die bereits bestehende App der Universität integriert. Das reduziert den Aufwand, und die Anwender müssen nicht mehrere Apps herunterladen. Verfügbar ist z.B. eine Kontofunktion, die zeigt, welche Bücher man ausgeliehen hat. Man kann diese sofort über die App verlängern. Wie die Verknüpfung zum Bibliothekssystem technisch funktioniert, wird im Vortrag erklärt. Beim Update des Bibliothekssystems sind schon mal leichte Anpassungen nötig. Weiterhin wird der Direktchat auch für die Bibliothek angeboten und über eine WLAN-Auslastung ermittelt, wo sich wahrscheinlich freie Arbeitsplätze befinden. An der Entwicklung der App waren die Studierenden über einen Ideenwettbewerb beteiligt. Mit einer Raumsuche fing alles an und wird kontinuierlich ausgebaut. 40.000 Installationen zeugen für die Beliebtheit dieser App.

Im Vortrag „Wohin mit meinen Filmen? Nutzerorientierte Dienstleistungen für audiovisuelle Medien aus der Wissenschaft.“ zeigte uns Sven Strobel von der TIB Hannover das TIB|AV-Portal seiner Universität. Denn es ist nicht mehr ungewöhnlich, wissenschaftliche Inhalte über Videos zu vermitteln. Diese zu archivieren, genau inhaltlich zu erschließen und ziterfähig zu machen, ist die Aufgabe dieses wissenschaftlichen Filmportals.

Aufgrund seines Entstehungsprozesses ist das Portal leider nicht Open Source. Wenn das Thema inhaltlich passt (Kernfächer: Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik), dann ist der Upload jedoch nicht auf die TIB beschränkt. Bedenken muss man jedoch die zahlreichen Rechte, die zur Veröffentlichung benötigt werden. Denn meist sind mehrere Personen an der Erstellung beteiligt, es werden Materialien gezeigt und/oder sind Personen zu sehen. Sind alle Rechte geklärt, bietet das Portal tolle Features. Aus dem gesprochen/gezeigten Text sowie den Metadaten werden Begriffe erkannt und mit einer Liste von GND-Begriffen abgeglichen. Diese Begriffe, ihre Synomyme und englischen Übersetzungen sind recherchierbar. Bei den Treffern wird genau angezeigt, in welchem Bereich des Videos das gewünschte Thema auftaucht. Das Video selbst erhält eine DOI. Für eine bestimmte Filmsekunde kann ebenfalls ein Zitierlink erzeugt werden.

Übrigens sind im Moment alle Videos des #bibcast 2016 bei Youtube zu finden und werden dann nach und nach im TIB|AV-Portal eingestellt.

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10. März 2016 at 19:15

Gelesen in Biblioblogs (37.KW’14)

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Im Streit mit dem Ulmer Verlag, ob Bibliotheken ein Buch digitalisieren, auf einem Leseplatz anbieten sowie Druck- und Speicherfunktionen einräumen dürfen, obwohl der Verlag es selbst als E-Book anbietet, hat der Europäische Gerichtshof im Sinne der Nutzer & Bibliotheken entschieden. Netzpolitik.org sah sich das Urteil genauer an (via Infobib). In einer Presseerklärung begrüßte der dbv das Urteil.

Im norwegischen Projekt “Bokhylla” (“Bücherregal”) sollen bis 2017 alle Bücher in norwegischer Sprache digital und kostenfrei zugänglich gemacht werden (für Nutzer mit norwegischen IP-Adressen), die vor 2000 erschienen sind. Eine erste Studie zeigt, dass dieses Angebot bisher keinen Nachteil für den Verkauf darstellte,  siehe Netzpolitik.org sowie Vortrag im VÖBBlog.

Die Handreichungen für die „Grundlagen des Bestandsaufbaus elektronischer Ressourcen“ der IFLA sind ab sofort in deutscher Sprache online verfügbar (via VÖBBlog) .

Eine schöne Infografik hat Bücher.de veröffentlicht. Neben dem Vergleich E-Book <-> Buch erfahren wir etwas über Lesevorlieben in Deutschland und in anderen Ländern (siehe VÖBBlog).

Auf das Open Access Repository Ranking 2014 verlinkte Infobib. Hier wurden 152 deutsche Repositorien ausgewertet.

Das „Auffinden, Zitieren und Dokumentieren von Forschungsdaten in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften“ behandelt eine Internetseite der ZBW, wahlweise auch als PDF zum Download (via Archivalia).

Ein Informationskompetenztutorial, welches Schülern beibringen soll, wo/wie man recherchiert und den Schreibprozess organisiert, entwickelte das Netzwerk Informationskompetenz Berlin/Brandenburg (NIK-BB), Arbeitsgruppe Schüler in Zusammenarbeit mit den Studiengängen Bibliotheks- und Informationsmanagement und Informationsdesign, Hochschule der Medien Stuttgart (via Basedow1764 Weblog).

NRW-Blog führte die Blogreihe zum Thema Gaming weiter. Diesmal standen spezielle Trends im Mittelpunkt, wie Gamingwettkämpfe und das Aufzeichnen & Veröffentlichen von Spielen.

Die Stadt Bochum begann eine Videoreihe über ungewöhnliche Berufe und stellte in der 1. Folge unter anderen eine Diplombibliothekarin der Stadtbücherei vor (siehe Bibliothekarisch.de).

Es gibt einen neuen Rekord beim Bücherdomino, aufgestellt von der Universitätsbibliothek St. Gallen. 5337 Bücher fielen bei einer Aktion im Rahmen der 10. Museumsnacht, meldete VÖBBlog. 🙂

Wissenschaftliche Bibliotheken in der digitalen Welt beim #bibtag14

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Am Mittwochnachmittag fand der Vortragsblock „Wissenschaftliche Bibliotheken in der digitalen Welt“ statt und startete mit einer erfrischenden Vorstellung der Web 2.0-Angebote des SuUB Bremen, die sehr aktive in verschiedenen Netzen ist, wie ­Facebook, Twitter, Flickr, Youtube, Foursquare und Instagram (Update 23.06.14: Link zu den Vortragsfolien). Rachel Ellis machte deutlich, dass es nicht genügt, einfach präsent zu sein. Wichtig ist die Vernetzung und Interaktion, z. B. mit der Universität, der Stadt usw. Wenn diese Posts & Tweets teilen, erhöht sich die Reichweite und oft entdecken Fans/Follower dabei das Angebot des SuUB und abonnieren dies ebenfalls.

Es gibt viel positives Feedback für die Aktivitäten des Social Media Teams – welches nicht aus Digital Natives besteht, wie Frau Ellis betonte – in den Netzwerkes .Als jedoch Gebühren für externe Nutzer eingeführt wurde, gab es auch die Kritik eines verärgerten Nutzers, jedoch nicht auf den Seiten des SuUB. Diese griff diese Kritik trotzdem offen auf und traf auf Verständnis und positives Feedback der Fans. Followerpower gab es bei einer Einrichtung eines Geocache-Station.

Das Social Media Team der SuUB wird von den Mitarbeitern unterstützt. Außer einem internen Ideenblock gibt es kaum Regelungen. Internettipps waren die Gruppe Biblioadmin bei Facebook und die Internetseite von David Lee King.

Lesetipp: Über den Vortrag von Rachel Ellis berichtete auch Bibliotheksnews.

Angela Barth-Küpper und Isabell Leibing stellten das Projekt „Blended Library“ der UB Konstanz vor. Dabei sollte erforscht werden, ob ein interaktiver Tisch ein Angebot für Bibliotheken sein könnte. So ein Multitouch-Table könnte für die Recherche nach Medien eingesetzt werden. Es zeigte sich, dass boolesche Operatoren durch Visualisierung verständlicher werden. Tokens für Tastaturen und Filter helfen dabei. Die Trefferliste könnte man dann ausdrucken oder besser per QR-Code auf das eigene mobile Gerät bringen. Klar wurde jedoch auch, dass neue Oberflächen durchaus eine Anleitung benötigen. Nicht gleich das erste Tischmodell erfüllte, was es versprach, nicht in jedem Punkt hatten Forscher und Anwender die gleichen Vorstellung. Aber die Kommunikation wurde gelobt und man hofft, die Ergebnisse und Erfahrungen für eine reale Umsetzung zu nutzen.

Lesetipp: Einen weiteren Bericht zu diesem Vortrag veröffentlichte Bibliotheksnews.

Ein ganzes Paket virtueller Anwendungen, die mit dem realen Raum verknüft werden, stellte Angela Leichtweiß von der  UB Mannheim vor (Update 12.06.2014: Link zur Präsentation). Um den Standorthinweis zu visualisieren, kann der Nutzer auf einen 3D-Lageplan aufrufen. Außerdem wird die Lehrbuchsammlung virtuell auf drei großen Touchscreens dargestellt. Bei der Druckausgabe sieht der Nutzer den Standort, beim E-Book kann er den QR-Code einscannen. Diese Angebot wird auch genutzt. Problematisch bei hängenden Bildschirmen mit Bedienfunktion kann die Höhe werden, z.B.für Rollstuhlfahrer.

Ampel für freie Leseplätze (Folie aus der Präsentation von Angela Leichtweiß, UB Mannheim)

Ampel für freie Leseplätze (Folie aus der Präsentation von Angela Leichtweiß, UB Mannheim)

Für besonders viel Interesse beim Publikum sorgte die Ampel, welche anzeigt, ob es noch freie Plätze in den Lesebereichen gibt. Realisiert wird dieser über eine Analyse der Auslastung des WLANs in den einzelnen Bereichen. Beachtet werden muss, dass zu bestimmten Zeiten eventuell auch Plätze belegt sind, und das Netz nicht genutzt wird (z.B. Mittagspause).

Ein drittes Beispiel für virtuelle Anwendungen war UB-Chat, an dem 40 MitarbeiterInnen beteiligt sind (jeder damit 2-3x pro Monat), die es am Arbeitsplatz neben ihrer Arbeit bewältigen. Es kommen ca. 4-5 Chatanfragen pro Tag. Obwohl es nun nicht so viele Fragen gibt, förderte die umfassende Teilnahme der vielen MitarbeiterInnen den Austausch über Benutzerfragen.

In Planung ist ein UB-Spiel für Studierende des 1. Semesters. Die UB Mannheim setzt auch QR-Codes ein, stellte aber fest, dass diese nicht so sehr genutzt werden.

Nun sind Chats und andere Angebote schon in einigen Bibliotheken angekommen. Ein radikales Konzept setzten die Bibliotheken der Technischen Universität München um. Man schaffte die reale Auskunft ab und setzte auf e-only-Auskunft (Update 17.06.14: Link zur Präsentation). Eine Ausleihtheke gibt es jedoch weiterhin. 26 KollegInnen aus dem Infoteam sind daran beteiligt und können morgens wählen, für welches Angebot sie zur Verfügung stehen. Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme durch die Benutzer ist die Internettelefonie (tgl. 13 Anrufe), der Chat mittels Libraryh3lp (tgl. 15 Chatanfragen), Skype mit Stationen über Tokbox (weniger als 10 Fragen pro Monat), SMS (ebenfalls weniger als 10 Fragen pro Monat), und E-Mail über OTRS (tgl. 27 Mails). Stefanie Blum-Effenberger stellte fest, dass man das Freizeitverhalten nicht eins zu eins auf die Kommunikation mit öffentlichen Einrichtungen übertragen könnte, wie die geringe Akzeptanz von Skype und SMS zeigte. Man prüft, ob Whatsup eine Möglichkeit wäre.

Auch über eine möglichst hohe Qualität der Auskünfte machte man sich in Mannheim Gedanken. Jeden Montag schickt ein Mitarbeiter des Auskunftsteam eine Übungsfrage an die anderen. Außerdem finden Webinar über Adobe Connect statt, die z.B. den Umgang mit neuen Datenbanken schulen. Einmal pro Jahr gibt es eine professionelle Schulung. Die Englischkurse der Universität werden ebenfalls gern genutzt.

Ein Nachteil, der sich aus der Nachfrage aus dem Publikum ergab, wurde jedoch deutlich: Oft arbeiten Nutzer mit ihren eigenen Geräten. Während sie dann das Personal vor Ort bei Rechercheproblemen durchaus auf ihren Bildschirm schauen lassen, ist das bei einer virtuellen Hilfe eben nicht möglich.

Dr. Sabine Gehrlein von der  UB Heidelberg berichtet von den Aktivitäten der Bibliothek bezüglich der Publikation von elektronischen Zeitschriften (Update 23.06.2014: Link zu den Vortragsfolien). Dafür wird das Open Journals System (OJS) eingesetzt. Inzwischen werden 24 Journals angeboten. Der Aufwand für die Bibliothek besteht vor allem in der intensiven Beratung für die Wissenschaftler, die eine solche Zeitschrift veröffentlichen möchten. Wenn geklärt ist, wie der Workflow & Qualitätssicherung ablaufen, das Layout aussehen,m Finanzierung und Inhalte gesichert und ein Softwaretraining durchgeführt wurde, sind die Herausgeber dann selbst verantwortlich. Allerdings bemüht sich die Bibliothek, um eine gute Sichtbarkeit der Inhalte. Die Artikel werden in den Bibliothekskatalog aufgenommen und sind so auch auf Verbundebene auffindbar. Ein Anreiz für die Wissenschaftler wäre die Einbindung in disziplinäre Nachweisorgane und steht deshalb auf der To-Do-Liste der Bibliothek.

Im letzten Vortrag dieses interessanten Blocks erklärte uns Jan Neumann vom hbz, was Open Educational Resources (OER) sind, und warum Hochschulbibliotheken sich dringend damit befassen sollten. Eine Infrastruktur, die Lehrmitteln verwaltet, die mit einer offenen Lizenz ins Netz gestellt werden können und damit zum Verwenden und Anpassen an lokale Bedürfnisse freigegeben sind. Aufgaben für Bibliotheken könnten sein: die Bewußtseinsbildung für dieses Thema, Herstellung/Management/Bereitstellung von OER und einer Metadatenstandardisierung. Dazu muss ermittelt werden, wo es an der Hochschule bereits solche Materialien gibt und wer diese erstellt. „Bauen Sie ein OER-Repositorium und eine Community of Practice!“ rief Jan Neumann auf. Seine Präsentation ist bereits online verfügbar.

Gelesen in Biblioblogs (47.KW’13)

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Auch Google möchte jetzt in die Literaturverwaltung einsteigen und bietet mit Google Library angemeldeten Nutzern die Möglichkeit, Treffer aus Google Scholar zu sammeln und thematisch zu sortieren. Ulrich Herb vom Scinoptica Blog sah sich die Funktionen näher an. Google Scholar bietet bereits Hilfeseiten zum neuen Angebot (via Blog Literaturverwaltung).

Da wir gerade bei Google sind. Netbib empfiehlt, die erweiterte Buchsuche als Lesezeichen zu speichern. Doch, es gibt erweiterte Suchen in den Google-Angeboten. Sie sind sehr nützlich, nur eben nicht einfach zu finden.

Was ist Science 2.0? Als Einstimmung auf die gleichnamige Veranstaltung, die in der letzten Woche in Hamburg statt fand, veröffentlichte die ZBW ein Erklärvideo, zu sehen bei Bibliothekarisch.de. Eine kurze Erklärung zu Science 2.0 in 2 Sätzen findet man bei Netbib. Notizen und Links zu der Veranstaltung sammelte Blick Bibliothek. Getwittert wurde dort mit dem Hashtag #Science20bib. Auch ja, Twitter hat seine Suche verbessert, mehr dazu bei Netzwertig (via Netbib).

Die von Matthias Ulmer im Namen des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. veröffentlichte Meinung sorgte für viel Ärger beim Vereinsvorstand, der ziemlich überrascht vom Appell eines Neubeginns bezüglich Open Access und forderte gar den Rücktritt von Herrn Ulmer (siehe Archivalia).

Platz-der-IdeenAuch Bibliotheken brauchen immer wieder Fotos für ihre Außendarstellung. Die Fachstelle NRW ruft dazu auf, diese Bilder für Bibliotheken an einer Stelle zu sammeln. Jeder kann mitmachen! Dafür müssen die Bilder auf Flickr hochgeladen, mit der Lizenz CC-By und dem Tag „Commons-Archiv“ versehen werden, mehr dazu NRW-Blog.

Ein Skript für die Abfrage von Lizenzen von OPUS3-Repositorien findet man bei Infobib.

Sollten sich öffentliche Bibliotheken mit frei zugänglichen Internetquellen befassen und diese in ihren Bestand aufnehmen? Ein Beitrag im NRW-Blog geht dieser Frage nach.

Wer sich regelmäßig darüber ärgert, dass er keinen Zugang zu wissenschaftlicher Literatur hat, kann dies nun mit einem Open-Access-Button auf einer öffentlichen Karte markieren. Das weltweite Projekt zur Dokumentation von Paywalls startete am 19. November 2013 (siehe Scinoptica). Infobib ruft uns Bibliothekswesen zum Mitmachen auf.

Informationen zu Open Access findet man nun auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (via Fortbildung in Bibliotheken).

Im Video von Roundhouse London beschreibt ein Mann seine Traumfrau. Er möchte ein Mädchen mit Leidenschaft, Verstand und Träumen – kurz: ein Mädchen, dass liest (gefunden von Karsten und zu sehen bei Bibliothekarisch.de). 😉

Foto: Dirk bei Flickr (Lizenz: CC-BY 2.0)

Written by lesewolke

25. November 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (34.KW’13)

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IFLA 2013

IFLA 2013

In der letzten Woche schaute die Bibliothekswelt nach Singapore, denn dort fand der 79. IFLA Weltkongress statt. Dazu gab es zahlreiche Berichte im Internet auch deutschsprachige, z.B auf der Seite IFLA in Deutschland und beim BIB. Trotz der Entfernung landete Deutschland auf Platz 4 der Teilnehmerländer (via dbv-Blog). Für alle, die nicht die Möglichkeit haben, weit zu reisen, um BerufskollegInnen aus anderen Ländern zu treffen, wurde auf dem Kongress das International Librarians Network vorgestellt. Hier wird für einen bestimmten Zeitraum ein/e PartnerIn vermittelt, mit der/dem man sich mit modernen Kommunikationsmitteln austauschen kann (via dbv-Blog, siehe auch IFLA-Webinar vom 15.4.2013). Der Bewerbungsschluss für die nächste Runde ist der 28. August 2013. Auch über die Möglichkeiten, wie man die Zugriffe auf elektronische Medien zählt (COUNTER) wurde diskutiert (siehe IFLA in Deutschland). Ist diese Methode eine Konkurrenz für den Impactfactor? Im IFLA Express steht die Zusammenfassung aus der Highlight-Session, welche deutlich macht, mit welchen Themen sich die IFLA zur Zeit hauptsächlich beschäftigt.

Ein weiteres Event der letzten Woche war die Gamescom in Köln. Und was das mit Bibliotheken zu tun hat, erklärte Martin Kramer in seinem Blogbeitrag und meinte, dass uns ein bisschen mehr Show durchaus gut tun würde: „Make it big!“

Bella Italia hieß das bibliothekarische Reiseziel der ExkursionsteilnehmerInnen der FH Potsdam. In der 11. Ausgabe der BRaIn gibt zahlreiche Berichte über die Erlebnisse in den Mailänder Bibliotheken und zum italienischen Bibliothekswesen. Bibliothekarisch.de hat sich diese Ausgabe bereits angeschaut.

Infobib wollte in der letzten Woche wissen, wie man „Institutional Repository“ am besten ins Deutsche übersetzt, und fragte dazu in Twitter und in der Bibliothek nach. Die Lösung ist gar nicht so einfach, wie man denkt, wenn es inhaltlich korrekt, allgemein verständlich und auch noch gut klingen soll.

Technology is not the key … technology is just a tool.“ Unter diesem Motto zeigte Jennifer LaGarde in ihrer Präsentation, worauf es wirklich beim Lernen ankommt (siehe Bibliothekarisch.de).

Doch wer neue Technologien einsetzen will, muss sich natürlich auch mit der Funktionsweise befassen. Nachdem wir in Folge 7 von Ger 23 Mobile Things aufgefordert wurden, mal die Kommunikationsmöglichkeiten von Skype und Google+ Hangouts zu probieren, war in der letzten Woche nun die Kalenderfunktion dran.

„It’s the summer of Lego Librarians!“ meinte Joe Hardenbrook im Blog Mr. Library Dude und präsentierte die Lego-BibliothekarInnen in ihrer eigenen Lego-Bibliothek nebst Animationsfilm. 😉

Foto IFLA: Muhammad Zharfan bei Flickr (CC-Lizenz: By-Sa 2.0)

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