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Posts Tagged ‘Schulbibliotheken

Gelesen in Biblioblogs (5.KW’14)

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Dr. Steffen Wawra, Vorsitzender der Kommission und Direktor der Universitätsbibliothek Passau, äußerte sich in einem Interview mit dem Goethe-Institut zu den technologischen Trends, die wissenschaftliche Bibliotheken zur Zeit betreffen und beschäftigen: „Wir müssen schauen, dass wir nicht zu den Dinosauriern werden, die ihre großen Systeme immer mehr vervollkommnen, während um uns herum ganz schlanke, benutzerfreundliche Elemente wachsen.“ Mit der Weiterentwicklung der Technologie haben sich auch die Suchgewohnheiten der Nutzer geändert: „Die heutigen Studierenden suchen aber nicht mehr mit Hilfe dieser Klassifikationen; sie leben im Zeitalter des semantischen Webs. Und da müssen wir auch hin.“ (via Netbib).

Bei der Einrichtung von Makerspaces in Bibliotheken geht es nicht nur darum Geräte anzuschaffen, wie beispielsweise einen 3D-Drucker, sondern auch geschultes Personal, ein entsprechendes Veranstaltungsangebot sowie Ziel eine Community aufzubauen, meinte NRW-Blog. Außerdem wird auf die Internseite „Libraries & Maker Culture: A Resource Guide“ verwiesen.

Die Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg e.V. stellte auf ihrer Internetseite die neu eröffnete Schulbibliothek des Siemens-Gymnasiums Zehlendorf vor. Die moderne Einrichtung mit beweglichen Möbeln und mobilen Docking-Trolleys möchte dem Gebäudeteil eine hohe Qualität als „Learning Space“ ermöglichen (via Basedow1764 Weblog).

Die IFLA veröffentlichte Empfehlungen für Bibliotheken, wie diese ihre Angebote auch für Menschen mit Seh- und Lesebehinderungen anpassen können (via NRW-Blog).

Für Statistikfans hat das hbz ein Indikatorenraster veröffentlicht, welches eine Einschätzung der eigenen Bibliothekim Umfeld vergleichbarer Einrichtungen bestimmt.“ (via NRW-Blog).

„Darf man nach der Rückgabe eines Buchs am Regal warten und es gleich nochmal leihen?“ Über diese merkwürdige Gewissensfrage eines Studenten im Süddeutsche Zeitung Magazin kann man sich nur wundern (via Netbib). Wahrscheinlich müsste der Student nicht mal am Regal lauern, sondern bei der Rückgabe nach mehrmaligem Ausleihen das Buch einfach mal vorzeigen und könnte es sofort wieder ausleihen, wenn es nicht vorgemerkt ist.

In einem sehr sympathischen Video der Stadtbibliothek Erlangen zeigte die Bibliothekarin Marlene Neumann, was sie so den ganzen Tag für ihre Bibliotheksnutzer tut (via Bibliothekarisch.de). 🙂

Written by lesewolke

3. Februar 2014 at 08:12

Gelesen in Biblioblogs (2.KW’14)

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Gemütlichkeit und Emotionen statt der bisher eher nüchternen Ankündigungen: An einem netten Beispiel stellte NRW-Blog vor, wie sich eine öffentliche Bibliothek auf den Weg zu neuen Dienstleistungen und zielgruppenorientierter Öffentlichkeitsarbeit machen könnte (z. B. Darstellung in sozialen Netzwerken).

In einem Video machte die FH-Bibliothek Aachen auf ihr Auskunftsangebot aufmerksam,  siehe Bibliothekarisch.de.

Die papierlose Bibliothek in Texas sorgte für Beachtung im Bibliothekswesen. Lesen.net berichtete von dieser Einrichtung und ersten, guten Erfahrungen (via Netbib).

Die Nutzung von Internetplattformen hat Schattenseiten: unzählige Passwörter, die dazu noch möglichst kompliziert gestaltet sein sollten. Wie schnell ein Passwort bei dem Angriff eines Hackers geknackt werden kann, hängt von der Länge und der Vielfalt der verwendeten Zeichen ab. Bibliothekarisch.de hat eine Infografik eingebettet, die zeigt, wie erschreckend schnell einfache Passwörter ermittelt werden können und verwies u.a. auf ein Programm der Universität Emden, welches die Sicherheit von Passwörtern errechnet.

Auf die Zeitschrift „LIES – Lernen Informieren Erleben in der Schulbibliothek“ machte NRW-Blog aufmerksam. Diese Zeitschrift gibt es tatsächlich schon sei 30 Jahren. Ab Nummer 15 von 2006 stehen die kompletten Hefte zum Download zur Verfügung.

Ein Beitrag im NRW-Blog erläuterte, wie die Lizenzierung vom RDA Toolkit funktioniert und wohin sich Interessenten wenden können.

By Alejandro Escamilla (Unplash.com)

By Alejandro Escamilla (Unplash.com)

Gute Bilder unter CC0-Lizenz bietet Unsplash.com (via Infobib). Es sind unter anderem auch Fotos dabei, die thematisch für Bibliotheken passend sind. Allerdings muss man etwas suchen, da die Bilder nicht beschriftet oder getaggt sind. Alle 10 Tage gibt es 10 neue Fotos.

Ein nettes Fundstück präsentierte uns der Blog der Stadtbibliothek Salzgitter: „Bibliothekar – ein Beruf für Dich!„, ein Buch aus dem Jahr 1955. Die Zitate daraus sind teils amüsant bzw. erinnern an typische DDR-Sprache. Schön fand ich “Du darfst nicht denken, daß Bibliothekare nur in ihrer Bibliothek “hocken” – das war einmal.“ Und für die Wiedervereinigung Deutschlands und den Erhalt des Friedens diente so ein Beruf in dieser Zeit natürlich auch.  😉

Gelesen in Biblioblogs (42.KW’13)

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Hinweis: Die Rückblicke für die 43. und 44. Kalenderwoche übernahmen die BlogschreiberInnen von Bibliothekarisch.de. Dankeschön! 🙂

Bei Springer ist das Buch „Recherche 2.0“ erschienen (via Fortbildung in Bibliotheken). Es ist jedoch nicht frei zugänglich. Allerdings gibt es die Internetseite „Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Hochschulen : Tutorials zum Selbststudium„, welche als direkte Vorlage dafür diente.

Books  and Bytes“ heißt der Wikipedia-Library-Newsletter, dessen 1. Ausgabe nun erschienen ist und dem monatlich weitere folgen sollen (via Netbib).

Stadtbibliothek Stuttgart

Stadtbibliothek Stuttgart

Die Stadtbibliothek Stuttgart ist die „Bibliothek des Jahres 2013“ und damit Thema im 6. Teil des Themendienstes des dbv.

Außerdem wurde eine weitere Ausgabe der OA-Zeitschrift „Perspektive Bibliothek“ veröffentlicht (via VÖBBlog). Themen sind u.a. die Förderung von Informationskompetenz bei Biologen, bessere Sichtbarkeit von OA-Monographien und die Erschließung musikalischer Nachlässe.

Laut Basedows1764 Weblog sollen in Kolumbien bis 2014 „über 120 neue Bibliotheken und Kulturzentren mit multimedialer Ausstattung hinzukommen“. Auch sonst bietet der Blogbeitrag einen kurzen Einblick in die Entwicklung südamerikanischer Bibliotheken.

Mit einem lobenden Satz aus Zeitungskritiken schmückten sich Bücher sowie Werbeanzeigen über diese bisher gern. Nun müssen reichlich Pressezitate gelöscht werden, um nicht zur Kasse gebeten zu werden. Darüber berichtete der Tagesspiegel (via Archivalia). Und das ist fast immer die Folge solcher Bezahlstrategien: Medien, deren Inhalte vorher gern genutzt wurden, werden es nun nicht mehr. Da könnten die Verlage ihre Zeitungsabonnements auch abbestellen, denn einfach verwenden dürfen sie weder Lob noch Kritik ihrer Bücher.

Mit der Kompetenz bezüglich der Nutzung von Internetseiten hat sich Jakob Nielsen befasst. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sich die User kaum intensiv mit den Internetseiten befassen, viele Funktionen nicht kennen und macht Vorschläge, wie man diese Misere zumindest etwas verbessern könnte. Fortbildung in Bibliotheken fasste die Ergebnisse zusammen.

Zum Schluss noch der Link zum Video „Viva la Library!„, einem Coldplay-Song, der für den Nutzen von Informationskompetenz umgetextet wurde, siehe Bibliothekarisch.de. 😉

Foto der Stadtbibliothek Stuttgart: Thomas Meyer (Themendienst dbv)

Gelesen in Biblioblogs (31.KW’12)

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Immer mehr E-Books werden durch Bibliotheken erworben, die dann jedoch nicht einfach über die Fernleihe weitergegeben werden können. Müssen sich die Nutzer wissenschaftlicher Bibliotheken demnächst selbst helfen? Hatori Kibble hat bereits Anzeichen dafür entdeckt.

Das Lesen von Zeitschriftenartikeln bedeutet nicht gleich sie auch benutzen. So bietet die TIB Hannover die Möglichkeit, Artikel aus den Bereichen Technik und Management des Verlages Emerald Group Publishing Limited für 24 Stunden zu mieten. Zwar muss man sich zum Lesen extra anmelden, darf die Artikel dann aber weder speichern noch ausdrucken. Bibliothekarisch.de fragte, ob dieser Service eigentlich noch mit dem Auftrag von Bibliotheken, Zugang zu Informationen bereitzustellen, in Einklang steht.

In Vorbereitung auf die Unkonferenz frei<tag> erscheinen täglich Beiträge im Blog Libreas. Karsten Schuldt ging in der letzten Woche zum Beispiel der Frage nach, ob sich etwas bewegt im Bibliothekswesen. Denn manchmal kommt es einem so vor, als würde sich in der Praxis, also jenseits zukunftsweisender Kommunikation auf Konferenzen und Blogs, gar nichts tun, oder vielleicht doch, nur eben sehr langsam?

Ultrà Biblioteka, dem die Welt der Bibliotheksverbände immer fremder wird, erläuterte dies an einem Interview zur Zukunft der Bibliotheken sowie der Pressemitteilung zum BIX.

Für die Nutzung der kostenfreien Bibliothekssoftware Koha gibt es jetzt Hilfe in Form von ausführlichen Tutorials zur Installation (via Service für One-Person Libraries). Bereits drei Beiträge sind dazu bereits online.

Auf eine Liste mit Literaturverfilmungen, die zur Orientierung für Schulbibliotheken gedacht ist, verwies Basedow1764’s Weblog.

Kriterien, nach welchen man Quellen auf ihre Zitierfähigkeit beurteilen kann, hat Bibliothekarisch.de veröffentlicht. Im selben Posting findet man ein Video, welches für Schüler gedacht ist und erklärt, woran man erkennt, ob man Informationen vertrauen kann.

Markus Trapp machte auf seinen Beitrag zur „Markenkommunikation im Web 2.0“ im neu erschienenen „Praxishandbuch Bibliotheks- und Informationsmarketing“ aufmerksam. Leider ist jeweils nur die erste Seite frei lesbar. Interessante Hintergründe inklusive Link zu einem Vortragsvideo über „Das Social-Media-Konzept der Stabi“ gibt es aber in seinem Blogbeitrag.

Gelesen in Biblioblogs (47.KW’11)

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Das bisher größte Leseförderungsprogramm Deutschlands starteten nun das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Stiftung Lesen. Der Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte und die Bibliotheksverbände sind die Kooperationspartner der Aktion „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ (via NRW-Blog).

Eine Übersicht der neusten E-Book-Reader hat Börsenblatt erstellt (via NRW-Blog).

Eine eigene Quiet Control! ‚Auch haben wollen‘, ist wohl der erste Gedanke vieler genervter BibliothekarInnen bei diesem Artikel im NZZ Campus über die Studierenden in den grünen Hemden in einer englischen Bibliothek, die für Ruhe und Ordnung sorgen sollen (via VÖBBlog). Wie man dort erfährt, sorgt das trotzdem nicht für eine echte Senkung des Geräuschpegels. Auch das Verstecken von Büchern ist nach wie vor ein Problem. Über Hintergründe und Methoden am Beispiel der Hochschulbibliothek Lübeck liest man in den Lübecker Nachrichten (via Netbib).

Ihre Eindrücke über das deutsche Bibliothekswesen beschreibt Stacy B. Rosenthal von der Council Rock High School South (USA) im Blog Librarian in Residence, da sie im August an einer Studienreise teilnahm (Teil 1 und Teil 2). Besonders interessierte sie sich für das Schulbibibliothekssystem.

Im Plan3t war die Fachkommunikation ein Thema. Karsten Schuldt bemängelte, dass die bibliothekarische Praxis nicht deutlich wird, wenn AutorInnen Texte publizieren, die zahlreiche Modewörter aber wenig Inhalt haben. Infobib fragte sich, wie wir aus dieser Kultur der „Bibliothekarischen Lyrik“ bzw. dem „Geblubber mit bibliothekarischem Bezug…“ (Netbib) wohl wieder heraus kommen.

Na hoffentlich trauen sich Frauen nach so viel Disharmonie überhaupt noch, Artikel zu verfassen. 😉 Bei Wikipedia glänzen sie jedenfalls mit Abwesenheit, meldete das Handelsblatt (via NRW-Blog). Demnach sind 91,5 Prozent der Autoren Männer. Wikimedia will wenigstens die technische Hürde senken, damit frau auch ohne Programmierkenntnisse mitschreiben kann. Außerdem soll die Einladung an Frauen deutlicher werden (Forschungsergebnisse zeigen, dass so etwas hilft).

OpenBibBlog erkärte, wie aus dem Nachlass des Künstlers Eduard Prüssen neben einem Portal zur Recherche aus der Katalogdatenbank ein ausdruckbares Werkverzeichnis gestaltet wurde, welches man nun als PDF downloaden kann.

Die Stadtbibliothek Gelsenkirchen feierte ihren 100. Geburtstag und gönnte sich ein besonderes Geschenk, nämlich einen Bibliotheksfilm, der wirklich gelungen ist!

Zum Schluss noch der Hinweis auf einen Beitrag aus dem echten Bibliotheksleben im Blog Durch Bücherstaub geblinzelt. Hinter dem Titel „Kanoniere und Völkerrecht“ verbirgt sich doch tatsächlich eine Geschichte mit HappyEnd.

Bild:  Pressebereich der Aktion „Lesestart“

Gelesen in Biblioblogs (40.KW’11)

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Auf die 19. Ausgabe der Online-Zeitschrift Libreas mit dem Thema „Ethik und Zensur“ verweist Bibliothekarisch.de. Ein Artikel geht beispielsweise der Frage nach, ob bibliothekarische Berufsethik in der Praxis eine Rolle spielt. Deutlich wurde, dass die Grundsätze, die Bibliothek und Information Deutschland e.V. im Jahr 2007 in einem Positionspapier festhielt, als wichtig erachtet werden, allerdings ein konkreter Handlungsleitfaden mit Praxisbeispielen für die Umsetzung doch nützlich wäre.

Karsten Schuldt hat sich auf die Suche nach der Geschichte der Schulbibliotheken begeben (siehe Bibliotheken als Bildungseinrichtungen). Wenn überhaupt, dann findet man solche Informationen in Veröffentlichungen von Schulen anläßlich ihrer Jubiläen oder seltener in Reihen zur Lokalgeschichte. Nicht immer denken die Schulen daran, ihre eigenen Publikation auch einer Bibliothek zur Verfügung zu stellen. Nur in sehr wenigen Veröffentlichungen finden sich Angaben zu einer Schulbibliothek und meist auch nur in knapper Form. Der historische Rückblick zeigte, dass Lesenlernen die Hauptrolle spielte, die Existenz selbst abhängig vom Einsatz einzelner Personen war, und eine Zusammarbeit mit Öffentlichen Bibliotheken zumindest nicht erwähnt wird.

Die Auswertung der Online-Befragung zum geltenden Urheberrecht, die das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft durchgeführt hatte, ist nun erschienen. Das Ergebnis zeigt, wie wichtig den Teilnehmern Verbesserungen im Sinne von Bildung und Wissenschaft sind.

Passend zum Oktoberfest hat Gabi Reimann analysiert, welche Sünden man begehen kann, wenn man sich auf digitale Medien in der Hochschullehre einlässt (via Fobikom-Weblog). Was denn bloß das eine mit dem anderen zu tun hat, möchte man da fragen … eben informativ und zudem nett verpackt! 🙂

Nützliche Addons für Mozilla Firefox stellt Edlef Stabenau in einem Beitrag bei Plan3t.info vor: Copy Link Text (CoLT), welches zusätzlich Optionen zum Kopieren von Links bietet, Add to Search Bar 2.0 zur Erweiterung von Suchfunktionen und Context Search, welches Begriffe und Phrasen für eine erneute Suche verfügbar macht. Meine Lieblingsaddons heißen übrigens Zotero für die Literaturverwaltung und Facebook Translate zur schnellen Übersetzung von Statusmeldungen und Kommentaren im sozialen Netzwerk.

Written by lesewolke

10. Oktober 2011 at 05:00

Gelesen in Biblioblogs (28.KW’11)

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Gründungsteam des Instituts für Internet und Gesellschaft

Gründungsteam des Instituts für Internet und Gesellschaft

Mit finanzieller Starthilfe von Google wurde am 11. Juli 2011 in Berlin das Institut für Internet und Gesellschaft gegründet. Das löste heftige Kontroversen aus. Kritik gab es sowohl dafür, dass erst Google die Initiative ergreifen musste, um die Forschung im Bereich Internet und Gesellschaft voran zu treiben, als auch zu der Problematik, ob eine unabhängige Wissenschaft unter diesem Umständen überhaupt möglich sei.  Ausführliche Meinungsäußerungen  kann man beispielsweise im IBI-Weblog, bei Philip Banse und in der Berliner Gazette lesen sowie bei drRadio hören.

Im März 2011 fand in Osnabrück der IUWIS-Workshop zu „Urheberrecht und Repositorien“ statt. Als Ergebnis hat der IUWIS nun eine Broschüre, die viele nützliche Informationen dazu enthält, online gestellt (via Inetbib). Ein Blogbeitrag von IUWIS berichtet außerdem über den Workshop und verlinkt auf verschiedene Rechtsgutachten. Häufige Fragen zu Open Access und dem Zweitveröffentlichungsrecht hat die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen beantwortet und online veröffentlicht (via Archivalia).

An einer Vereinfachung bei der Übernahme bibliographischer Daten aus Repositorien in Literaturverwaltungsprogramme mittels COinS (ContextObjects in Spans -> siehe Wikipedia) experimentiert die SUB Hamburg.  Der Testfall ist der OPUS-Server eDoc.ViFaPol. Wer sich dafür interessiert, erfährt bei @kte 20.09 genaueres.

Die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen ist das Thema in der aktuellen Ausgabe der „Büchereiperspektiven“ (via NRW-Blog). In einem Interview meint der Jugendforscher Heinzlmeier, dass Bibliotheken auch eine Alternative zum Mainstream sein können, der bereits anderweitig ausgelebt wird, denn „Vielleicht gibt es auch ein paar junge Menschen, die es gern mal nicht schrill haben.“ (S. 9).

Seine Literatursammlung zu Schulbibliotheken hat Karsten Schuldt in eine Datenbank gestellt, die natürlich noch erweitert wird (siehe Bibliotheken als Bildungseinrichtungen).

Auf einen Artikel, der sich mit dem Stand und der Entwicklung von Bibliotheken in skandinavischen Ländern befasst, verweist Globolibro. Den Blog von zwei FaMIs, die gerade in Finnland ein Bibliothekspraktikum absolvieren, hat Netbib entdeckt.

Wer sich für die Bibliotheksarchitektur interessiert und gerade in München ist, sollte in der Pinakothek der Moderne vorbei schauen. Denn dort startete am 14. Juli 2011 die Ausstellung der Architekturmuseums der TU München „Die Weisheit baut sich ein Haus : Architektur und Geschichte von Bibliotheken“ (via Archivalia).

Foto:  Danish Puthan Valiyandi, Lizenz: CC BY 3.0

Gelesen in Biblioblogs (26.KW’11)

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Im Frühjahr sind drei neue Ausgaben der Reihe „Im Blickpunkt“ des Grimme-Instituts erschienen, die sich alle mit dem Internet befassen und Wissenswertes über Bilder im Netz, soziale Netzwerke und mobile Dienste (wie Karten-Dienste, Geotagging, Geosoziale Netzwerke, Augmented Reality, Geocaching) näher erläutern (via NRW-Blog).  Facebook könnte übrigens von Google+ Konkurrenz bekommen, erfuhr man letzte Woche bei Infobib samt Erklärung, wie es funktionieren soll.

Das Grimme-Institut hat sich auch sonst eingehend mit dem Internet beschäftigt und die Qualität verschiedener Seiten beurteilt. Die Preisträger des „Grimme Online Award 2011“ sind nun veröffentlicht (via NRW-Blog). Darunter sind einige interessante Links.

Und noch ein Preisträger. Die Bibliothek des Jahres 2011 wurde gekürt (via NRW-Blog). Gewonnen hat die Anton-Saefkow-Bibliothek im Berliner Bezirk Lichtenberg. Hier bemüht man sich insbesondere um die Integration von Spätaussiedlern aus Russland, berät bei Bewerbungen und dem Umgang mit Ämtern und kooperiert mit der Volkshochschule. Eine ausführliche Begründung und Fotos befinden sich auf den Seiten des DBV.

In Bibliotheken sind wir ja auch immer bemüht, unseren Nutzern etwas beizubringen, z. B. dass Lesen Spaß macht, wie man richtig nach Informationen sucht und wie man diese dann verwaltet. Nur wie lernen Menschen am besten, möglichst viel auf einmal oder lieber kleine Häppchen? Das war auch Thema in den Blogs. Makro- oder Mikrolernen fragt Fobikom-Blog und verweist auf eine interessante Betrachtung von Gabi Reinmann, die eher Makrolernen bevorzugt. „Iss nichts, was größer als dein Kopf ist“, empfiehlt dagegen ein Video (engl.)  auf bibliothekarisch.de und erklärt, was Mikrolernen ist. An dieser Stelle noch der Hinweis auf die Dokumentation zur gleichnamigen Session des BibCamp 2011. An drei ganz persönlichen Beispielen macht Fobikom-Blog schließlich deutlich, wie unterschiedlich Menschen lernen.

Wo wir gerade beim Lernen sind. NRW-Blog verweist auf einen Artikel von Zeit-online, indem es um die unzureichende Ausstattung der Schulen in Deutschland mit Schulbibliotheken geht, Standards Fehlanzeige.

Dafür findet man immer mehr Bücher aus vergangenen Jahrhunderten online im Internet, so auch die Bibliothek Darwins (via Infobib) und die Hamburger Adressbücher (via Netbib).

Und wer sich mehr für Theoretisches interessiert, z.B. für die Bibliothekswissenschaft als solche und die Wissenschaftsgeschichte, kam in der 26. KW auch auf seine Kosten. Es wurde ausführlich im IBI-Weblog und Libreas Blog darüber geschrieben.

The Librarian”, einen Film mit Legofiguren, der in der Bibliothek spielt, hat Netbib entdeckt. 🙂

Gelesen in Biblioblogs (24.KW’11)

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Natürlich ist in der letzten Woche noch einiges zum Bibliothekartag erschienen, zahlreiche Hinweise dazu gab ich bereits vorigen Beitrag.

Was war sonst noch los?! Citavi hat eine Version von Citavi Team Beta zum Testen ins Netz gestellt. Damit kommt das Literaturverwaltungsprogramm dem Wunsch seiner Nutzer nach, dass auch mehrere Personen an einem Projekt gemeinsam arbeiten können (via Literaturverwaltung & Bibliotheken).

Auf eine Studie zum Thema „Open Access in der deutschen Wissenschaft (SOAP)“ verweist Infobib. An der Umfrage hatten immerhin über 40.000 WissenschaftlerInnen teilgenommen. Die Autorinnen beschäftigten sich insbesondere mit den Antworten der ca. 3.000 Probanden, die in Deutschland tätig sind. In einem eigenen Beitrag ging Infobib dann der Frage nach, wie wichtig die Reputation bei der Auswahl der Zeitschrift ist.

Nicht alle Wissenschaftsdisziplinen begeistern sich für E-Journals. „Interessanterweise hat sich auch immer wieder gezeigt, dass Autoren der sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächer nicht in Zeitschriften zu publizieren wünschen, die nur digital vertrieben werden.“ schreibt R. Blomert in seinem Artikel „Festhalten am Papier“ der WZB Mitteilungen (2011) 132 (via Lemy’s Blog).

Elektronisch heißt noch lange nicht frei lesbar, wie wir wissen. Dazu gleich ein negatives Beispiel aus dem Informationsbereich. Die Zeitschrift “Information. Wissenschaft und Praxis (IWP)“ geht ab 2012 zum Verlag De Gruyter. Und wenn die Autoren bereit sind, € 1.750 Euro pro Artikel zu bezahlen, wird dieser frei zugänglich (via Infobib). Logisch, das gab wenig positive Kommentare (ebenfalls Infobib). Archivalia hat sich mal die rückliegenden Hefte angesehen und demnach scheinen allerdings die Jahre 2001, 2005-2011 bis 2011/4 online lesbar zu sein.

Wer prüfen möchte, wo im Internet (s)eine Abbildung noch veröffentlicht wurde, kann die Suchmaschine TinEye Reverse Image Search probieren, fand Netbib heraus. Selbst eine Änderung des Dateinames nützt hier nichts.

Am 13. Juni 2011 wurde „LIBREAS : Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kommunikation (i.G.)“ gegründet. Er ist jedoch nicht identisch mit der Redaktion der gleichnahmigen Online-Zeitschrift, schreibt Libreas-Blog (siehe auch IBI-Weblog).

Dass Schulbibliotheken wieder an Bedeutung gewinnen, zeigten die 30 Beiträge beim Berliner Wettbewerb. Gewonnen hat schließlich die Lenauschule aus Kreuzberg (via Basedow1764 und AGSBB).

Das vascoda-Portal geht nun endgültig vom Netz. Lemy’s Blog widmet sich diesem Thema und verweist darauf, dass selbst die Virtuellen Fachbibliotheken viel zu unbekannt sind.

Die Ergebnisse der Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in Bibliotheken ist online. Das Resultat ist nicht berauschend: „geringe Aufstiegschancen, schlechte Einkommensbedingungen und eine hohe Arbeitsintensität“ (via Netbib und NRW-Blog).

Einer, der sich von schwierigen Bedingungen nicht abschrecken ließ, ist Yohannes Gebregeorgis. Er kündigte seine Bibliothekarstelle in den USA, um die Kinder in seiner Heimat Äthiopien für das Lesen zu begeistern. Mit einer mobilen Eselsbibliothek sollte es gelingen, auch abgelegene Dörfer zu erreichen (via bibliothekarisch.de).

Als Kontrastprogramm noch der Link auf eine weitere ungewöhnliche Bibliothek. Sie befindet sich auf der MS Europa.  Netbib verlinkt auf diese Schiffsbibliothek mit 3D-Panoramaansicht. 🙂

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’11)

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Ein wichtiges Thema war in der letzten Woche der Einsatz von QR-Codes für Bibliotheken. Die zweidimensionalen Bilder können beispielsweise mit Mobiltelefonen eingelesen werden, die über eine Kamera verfügen sowie eine Software enthalten, die diese Informationen dann dekodiert. In den Codes werden verschiedenste Informationen verschlüsselt, wie Internetadressen, Adressen oder Kontaktdaten. Infobib schlägt vor, in den Codes die URL für die elektronische Parallelausgabe unterzubringen und sie auf die gedruckten Bücher zu kleben, damit die Nutzer schnell die elektronische Parallelausgabe finden. Eine Übersicht, welche Bibliotheken solche QR-Codes bereits nutzen und zu welchem Zweck, hat Netbib veröffentlicht. Auch in in der Inetbib gab es viele Beiträge dazu.

Die freie Nutzung und konkrete Verlinkung der Katalogdaten von Bibliotheken wird schon seit längeren Zeit in den Blogs diskutiert. Die Universitätsbibliothek Mannheim veröffentlicht nun ihre Daten zur Nachnutzung und erläutert in ihrem Blog den Unterschied zwischen Linked Data und Open Data (via Infobib). „Mit der public beta eines Linked Data Service und einer zukunftssicheren open access Lizensierung der vielen Metadaten wurde alles Richtig gemacht.“ lobt  BibliothekarInnen sind uncool die Aktion der UB Mannheim.

NRW-Blog hat eine Suchmaschine entdeckt, die bereits 13.000 Lern- und Bildungsmedien zugänglich macht und sicher noch erweitert wird. Eine echte Hilfe für Lehrerinnen und Lehrer!

Für die Suche nach Informationen im Internet wird Wikipedia auch gern genutzt. Um dort mehr relevante Literatur unterzubringen und zu erschließen, wurde nun von Magnus Manske der Prototyp LITurgy entwickelt. Biblionik berichtet darüber.

Das Publizieren im Internet hat auch Tücken. Lemy’s Blog verweist auf eine frei zugängliche Veröffentlichung (große PDF-Datei) der Bundeszentrale für Politische Bildung, die Urheberrechtsfragen im Alltag erläutert.

2011 ist das Internationale Jahr der Wälder. Bibliotheken, die dazu Medien zusammen stellen möchten, bekommen Hilfe von der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen (München). Denn zu diesem Thema wurde eine Titelliste veröffentlicht (via NRW-Blog).

Leider ist nur das Inhaltsverzeichnis von dem neuen „Praxisbuch Schulbibliotheken“ online. Bibliotheken als Bildungseinrichtungen stellt das neue Buch vor.

Librarian in Residence meldet, dass Amazon plant, amerikanischen Bibliotheken das Verleihen von E-Books und deren Nutzung auf dem Kindle zu erlauben. Bisher konnten nur bei Amazon gekaufte Bücher auf dem Gerät gelesen werden. Eine weitere Mitteilung dieses Blogs lautet, dass es demnächst auch deutsche Bücher für das Kindle geben soll.

Written by lesewolke

2. Mai 2011 at 04:00

Gelesen in Biblioblogs (15.KW’11)

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Erfreulich viele Teilnehmer des BibCamp 2011 hatten an der Umfrage zu der Veranstaltung teilgenommen. Nun ist die Auswertung online, berichtet BibCamp-Blog. Natürlich hat das Organisationsteam viel Lob bekommen und 90 Prozent der Teilnehmer wären auch gern das nächste Mal dabei. Ganz oben in der Beliebheitsskala der Sessions lagen Leidenschaft, Facebook und Ideenmanagement.

Für Bildung benötigt man Medien. Das ist kein Geheimnis. Der medienpädagische Kongress „Keine Bildung ohne Medien“ hat sich nun eigens mit diesem Thema befasst und kam zu dem Ergebnis „Die bisherige Phase des Aktionismus ist zu beenden, notwendig sind breitenwirksame und nachhaltige Maßnahmen.“ (via NRW-Blog).

Anne Christensen widmet einen Blogbeitrag der Informationskompetenz und meint, dass die hohen Ansprüche der Bibliotheken zwar gut klingen, aber so nicht umgesetzt werden (können). Bei aller Kritik gibt es jedoch interessante Verbesserungsvorschläge.

Die Brandenburger Schulbibliothek des Jahres wurde gewählt. Warum das gar nicht so einfach war, erklärt Basedow1764’s Weblog. Auf einige engagierte Projekte wird im Beitrag kurz eingegangen.

Sehr ausführlich äußert sich Bibliotheken als Bildungseinrichtungen zu dem Thema Netzaktivismus. Bedeutet es nun Engagement mit wenig Aufwand oder eine bessere Öffentlichkeitswirksamkeit für „echte“ Aktionen und der Start für Offline-Strukturen? Da besteht noch viel Forschungsbedarf.

Wie das Internet das Leben beeinflusst, beleuchtete auch ein Vortrag von Gunter Dueck auf der re:publica 2011. Er fragte sich unter anderem, wie die Kompetenzen der Zukunft aussehen müssen, wenn es doch so viele fachliche Informationen im Internet gibt, so dass sich jeder zu speziellen Fragen schlau machen kann und einem professionellen Berater da schnell überlegen ist. Was Herrn Dueck sonst noch sympathisch macht: „Meine Frau ist Bibliothekarin, also die hat Möglichkeiten …“ 😉 Text und Blog hat die Videoaufzeichung in seinen Beitrag eingebunden, fast 49 Minuten lang, aber nicht langweilig!

Keine ganze Minute dauert dagegen das Einstiegsvideo auf der neuen Youtube-Plattform von open-access.net. Damit wird auf unterhaltsame Weise in deutscher und englischer Sprache über Open Access aufgeklärt. Um eine Verbreitung zu erleichtern, wurde die Lizenz CC BY 3.0 Unported gewählt. Weitere Filme sollen folgen.

Apropos Open Access. Das Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics (SCOAP3) möchte die wichtigsten Zeitschriften der Hochenergiephysik in Open Access überführen. Pläne zu der Umsetzung wurden auf dem „decision-making meeting“ abgestimmt (via wisspub.net).

Lemy’s Blog entdeckte eine Datenbank mit Volltexten zu erziehungswissenschaftlichen Themen, die im Rahmen des Projekts European Educational Research Quality Indicators (EERQI) erstellt wurde.

Auch in dieser Woche gab es etwas zum Thema Mode, diesmal speziell für mutige Herren in der Bibliothekwelt. Dipl.-Bibl. Jens Klein stellt nämlich in einer Diashow seine bibliothekarische Krawattensammlung vor (via Haferklees Ausblicke).

Mein neuer Lieblingsspruch stammt aus einem Science-Fiction-Roman und lautet:  „Bibliothekare sind die geheimen Meister des Universums. Sie kontrollieren die Information. Verärgere niemals einen von Ihnen.“ 😉 Außerdem verrät Bib-Link in diesem Blogbeitrag (einer Übersetzung des Artikels von Kerith Page McFadden, CNN), welche Heldentaten amerikanische Bibliothekare für die Welt noch so leisten und leisteten.