Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (30.KW’12)

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Auf ein mehrteiliges Tutorial zur Realisierung von Open-Access-Zeitschriften verweist Infobib. Gerade im Bibliotheksbereich mangelt es noch an einer themenübergreifenden Open-Access-Zeitschrift. Lediglich die Hochschulen sind auf diesem Gebiet schon recht aktiv (z.B. Perspektive Bibliothek, BRaIn) . Die meisten deutschen, bibliothekarischen Verbände Fachzeitschriften steuern derzeit eher in die gegensätzliche Richtung, wie die geplante Verlängerung des Embargos des „Bibliotheksdienstes“ erkennen lässt. Wer sich gern an der Entwicklung und Umsetzung eines neuen Journals beteiligen möchte, schaut am besten im Wiki von #newLIS vorbei. Außerdem gibt es ein öffentliches PAD dazu.

Frei zugänglich, obwohl in einem Verlag erschienen, sind die Projektberichte 2012 aus dem berufsbegleitenden Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln (via Fobikom-Weblog). Themen sind u.a. Konzepte für die Einführungsveranstaltung für neue Studierende, Vermittlung von Informationskompetenz über Moodle, Führung von Belegschaften in Bibliotheken mit höherem Altersdurchschnitt, Metadaten und der Einsatz des Open Journal Systems an der UB Mainz.

Die Bereitstellung von Digitalisaten im Internet birgt auch Risiken, jedenfalls wenn der Urheberrechtsschutz noch nicht erloschen ist. Bei Zeitschriftensammlungen ist dieses sehr aufwendig zu ermitteln, sind doch zahlreiche Urheber beteiligt. Benötigen Bibliotheken ein Risikomanagement für solche Fälle, fragt Bibliothekarisch.de. Lieber auf Nummer sicher gehen wollte offensichtlich die Deutsche Nationalbibliothek und nahm einige digitale Angebote vom Netz. Das sorgte für Entrüstung.

„Und je mehr wir Fachleute die mobilen Geräte selbst nutzen, desto leichter können wir uns in unsere Studenten hinein versetzen und noch adäquatere Dienstleistungen anbieten.“ meint Corvus Corax heidelbergensis und nahm an einem Vortrag an der Uni mit einem Smartphone teil. In einem weiteren Blogbeitrag machte sich Corvus Corax heidelbergensis Gedanken darüber, wie man die Möglichkeiten in Tutorials vermitteln könnte.

MBI Blog stellt das elektronisches Werkzeug ConceptShare vor, welches die gemeinschaftliche Arbeit an Entwürfen für Dokumente, Filme und andere kreative Arbeiten ortsunabhängig erleichtert. Ursprünglich wurde es für Filmemacher und Webdesigner entworfen.

Über das Mantra des Weitermachens, Wegschauens und “Das war schon immer so” seitens der Verlage im Hinblick auf die Weiterentwicklung technischer Möglichkeiten, Gewohnheiten und Bedürfnissen von Lesern und Autoren berichtet ein Blogbetrag bei Steffen Meier. Netbib findet, dass dieses Denken, dem in Bibliotheken durchaus ähnelt und verweist im selben Beitrag auf ein Interview mit Petra van Cronenburg bei steglitzmind. Sie hat bereits Erfahrungen mit dem Selfpublishing, kennt Vor- sowie Nachteile  und weiß deshalb, dass das Festhalten am Herkömmlichen einen nicht weiter bringt: „Es ist höchste Zeit für positive Ansätze, Querdenkerei und sprühende Kreativität. Aber dazu muss man begreifen, dass Leben Wandel ist.“

Was sagen Börsengewinne oder -verluste über die Zukunft von Social Media aus? Hängen unsere Konsumwünsche oder kommunikativen Bedürfnisse an bestimmten Firmen?! Kulturbeutel hat zu diesem Thema einen interessanten Blogbeitrag veröffentlicht.

Netbib verlinkte außerdem auf zwei lustige, englischsprachige Internetseiten mit kleinen Animationen zu typischen Problemen und Fotos von BibliothekarInnen, für alle, die schon immer wissen wollten, wie Leute dieser Berufsgruppe aussehen.

Gelesen in Biblioblogs (42.KW’11)

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Laut den Prognosen sollen mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets bereits 2014 den Schreibtischcomputer verdrängt haben. Die Universitätsbibliothek Wien hat sich daher Gedanken gemacht, wie man in der Bibliothek auf die neuen Möglichkeiten eingehen könnte und bietet über QR-Codes die jeweils passenden Informationen beispielweise zu ihren Standorten, speziellen Medien usw. Und die Bibliothek hat ihre Ideen nicht für sich behalten, sondern auf dem Österreichischen Bibliothekartages 2011 darüber berichtet,  siehe Abstract und Folien des Vortrags (via VÖBBlog).

In den Stimmen des Plan3t waren die Apps der Bayerischen Staatbibliothek (OPACplus, Famous Books, Ludwig II) ein Thema. Auf dem Bibliothekartag 2011 in Berlin hielt Klaus Ceynowa eine Präsentation dazu, über die ich hier berichtet habe.

Der normale Internetauftritt ist aber deshalb noch nicht ausgestorben. Öffentliche Bibliotheken in Bayern (ÖBiB) hat eine Anleitung für Internetseiten für Bibliotheken entworfen. Dabei geht es um die angestrebten Ziele, die Zielgruppen, den Inhalt, die Gestaltung, den Betrieb, rechtliche Aspekte und technische Grundlagen.

Die Teilnehmer des stARTcamp 2011 in Köln, das sich an kulturelle Einrichtungen, Kulturschaffende und Social Media Experten richtete, waren ebenfalls fleißig und haben eine umfangreiche Dokumentation mit Videos, Audiodateien und Blogbeiträgen zusammengetragen. So kann auch jeder daran teilhaben, der selbst nicht dabei war. Dankeschön! Das Motto des BarCamps lautete übrigens „Social Web ist schön, macht aber viel Arbeit“.  Stimmt genau, kann ich da nur sagen.

Auch für digitale Bücher gibt es jetzt Preise. In fünf Kategorien (Belletristik, Sachbuch, Wissenschaft, Buchgestaltung, Sonderpreis) wird der „derneuebuchpreis“ vergeben. Ausrichter ist die Self-Publishing-Plattform epubli. Unterstützt wurde diese Aktion vom Tagesspiegel und ZEIT online. Sieger im Bereich Wissenschaft wurde das „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T)″. Herzlichen Glückwunsch! Das Sammelwerk ist nämlich auch für BibliothekarInnen interessant, deshalb gab es in der 6. Kalenderwoche 2011 schon mal einen Hinweis darauf.

Bisher sind digitale Bücher meist identische Varianten der gedruckten Ausgabe und schöpfen damit ihre Möglichkeiten nicht aus. Wie wäre es zum Beispiel, wenn zu dem Gelesenen die passende Musik oder Geräusche (= Booktracks) ertönen? Ein Gastbeitrag bei Libreas geht dieser Frage nach.

Auch die aktuelle Werbung für Bibliotheken ist multimedial. Anläßlich der Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ wurde ein Video in Kooperation mit der Filmhochschule Ludwigsburg ein Video erstellt, präsentiert vom Deutschen Bibliotheksverband e.V.:


Leider sieht es mit der Finanzierung von Bibliotheken weniger rosig aus. Etatkürzungen und Stellenstreichungen sind keine Seltenheit. So steht es in dem „Bericht zur Lage der Bibliotheken“ (siehe Pressemitteilung).

Gelesen in Biblioblogs (41.KW’11)

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Ein schönes Beispiel für eine zeitgemäße Auskunftstätigkeit stellt der Biblioblog der FH Hannover vor. Roving Librarians heißt das Modell. Die BibliothekarInnen laufen mit einem Netbook umher, beantworten Fragen und schauen nebenbei, ob alles in der Bibliothek okay ist. Auf diese und andere Möglichkeiten der Auskunft ohne Theke geht auch ein aktueller Beitrag im Plan3t ein.

Doch nicht nur die Auskunft, sondern auch die Ausleihe war ein Thema im Plan3t. Und während sich einige noch mit Zetteln abmühen, starten andere ein Projekt, in dem die Ausleihe mittels Smartphone getestet wird. Wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse!

Mancherorts muss man eine Bibliothek nicht mal mehr betreten, um Bücher auszuleihen. Trotzdem kommt die Onleihe in Thüringen mit DiviBib noch nicht so richtig in Fahrt oder zumindest nicht in dem Ausmaß, wie man es erwartet und erhofft hatte, erfährt man in einem Beitrag von Bibliothekarisch.de. Liegt es nun an der mangelnden Bekanntheit, den Lesegewohnheiten oder den Nutzungsbedingungen (siehe ebenfalls Artikel bei Bibliothekarisch.de)? Auch Netbib verweist auf dieses Problem und verlinkt auf weitere Erfahrungsberichte.

Außerdem hat sich Bibliothekarisch.de eine Studie angesehen, die zu der Erkenntnis kommt, dass DRM nicht unbedingt die Piraterie verhindert, vor allem nicht, wenn die Beschränkungen die Nutzung legal erworbener Medien erschweren. In solchen Fällen bevorzugen Nutzer eher Raubkopien.

Statistikbegeisterte können sich freuen, denn es gibt nun auch einen Book Citation Index, der als Modul zu Web of Science gekauft werden kann. Aufgenommen sind bisher 25.000 Bücher ab 2005 hauptsächlich aus den Sozial- und Geisteswissenschaften (via Wisspub.net).

Immer wieder liest man in Blogs über Linked Open Data. Wer noch rätselt, wie das genau gedacht ist, schaut sich eine Präsentation von Magnus Pfeffer an, der es recht gut erklärt (via Netbib).

Kostenfrei online verfügbar ist das neue „Handbuch Forschungsdatenmanagement“, herausgegeben von Stephan Büttner, Hans-Christoph Hobohm und Lars Müller. Darüber hinaus kann man es auch als gedruckte Ausgabe erwerben.

Gewohnt provokativ verkündet Archivalia „Ein Wissenschaftler, der nicht bloggt, ist ein schlechter Wissenschaftler“. Die Ausführungen darüber, warum sich Wissenschaftler unbedingt am Web 2.0 beteiligen sollten und wie sie es am besten anstellen könnten, sind lesenswert.

Im September 2011 fand in Bozen die Konferenz „Die lernende Bibliothek 2011“ statt (via Netbib). Die Dokumentation entspricht tatsächlich dem Anspruch an eine lernende Bibliothek, man kann nämlich nicht nur die Präsentationen selbst ansehen, sondern in einigen Fällen dazu die Audiodatei des Vortrags hören. Weiterhin gibt es jeweils Angaben zum Autor und ein Abstract. „Nicht nur Geld fordern, sondern der Politik aktiv Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme anbieten“ meint zum Beispiel die Kantonsbibliothek Baselland (leider ohne Audiodatei) und stellt ihre Aktivitäten vor.

Auch die Präsentationen des 12. BSZ-Kolloquiums 2011, welches ebenfalls im September durchgeführt wurde, sind online verfügbar (via Inetbib). Themen waren VuFind, RDS, EBScO Discovery Service, KonSearch, die Gemeinsame Normdatei (GND) und vieles mehr.

Und noch eine Tagung vom September mit Online-Präsentationen. Diesmal traf sich die Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB), deren Motto lautete „Innovativ denken, strategisch planen, praktisch umsetzen“. Manche Folien sind sicher auch für andere Bibliotheken von Interesse.

Einen heiteren Artikel mit dem Titel „Von Schlauschnackern und Niederzischern“, der über den Schleswig-Holsteinischen Bibliothekstag oder besser über BibliothekarInnen und ihren „extravaganten Ruf“ berichtet, findet man in den Elmshorner Nachrichten (via Netbib). 😉

Bibliothekartag 2011 – Mobile Anwendungen für Bibliotheken

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Sehr innovativ startete der Block „Immer und überall erreichbar – Mobile Dienste im Bibliotheksumfeld“ (Donnerstag, TK9) mit dem erfrischenden Vortrag von Christoph Deeg. Er stellte einige verrückte Apps für Smartphones vor, wie beispielsweise das Auffinden versteckter Dinge mittels Geocaching (eine Art Schnitzeljagd) oder das gegenseitige Zuwerfen digitaler Fotos und machte deutlich, dass es nicht reicht, eine mobile Variante des Bibliothekskataloges anzubieten. Da müssten sich die Bibliotheken schon mehr einfallen lassen. Die Grundvoraussetzung für diesen kreativen Prozess ist, erstmal selbst herum zuspielen und die Möglichkeiten zu entdecken für Bibliotheksanwendungen, die Spaß machen. Außerdem kann man auch von seinen Bibliotheksbesuchern eine Menge lernen, zum Beispiel bei einem Smartphonehappening. Da treffen sich Leute und zeigen sich gegenseitig ihre Lieblingsapps, lernen sich persönlich kennen und helfen sich eventuell gegenseitig, oder wenn es gut läuft, vielleicht sogar der Bibliothek. Auf dem Bibliothekartag gab es übrigens auch so ein Smartphonehappening. Nur man kann eben nicht überall gleichzeitig sein. Die Vorschläge von C. Deeg, was es braucht, damit Bibliotheken bei mobilen Anwendungen up to date werden, standen auf einer Folie der Präsentation, siehe Foto.

Nach diesem Feuerwerk wurde es erstmal sachlicher. Die Bayerische Staatsbibliothek hat neben dem Bibliothekskatalog weitere Apps im Angebot. Seit einem Jahr gibt es „Famous Books“, komplette Digitalisate von 50 kostbaren Drucken und Handschriften der Bibliothek, beispielsweise dem Nibelungenlied, der Gutenbergbibel uvm., die speziell für iPad/iPhone-Anwendungen aufbereitet wurden. Ob das wirklich einer liest?! Jedenfalls steht diese App auf Platz 19 im Appstore, und wenn man nur Bücher betrachtet sogar auf Platz 2, wusste Klaus Ceynowa zu berichten. Und weil es so gut ankommt, gibt es seit Mai 2011 schon ein neues App in diesem Stil und zwar „Oriental Books“ oder vollständig „Oriental Treasures of the Bavarian State Library“, u.a. Koranhandschriften (Update 13.10.11: Artikel im Bibliotheksforum Bayern 2011, Heft 3). Ein weiteres App ließ die BSB anläßlich des 125. Todestages von König Ludwig II. in Bayern erstellen. Das Augmented Reality App blendet zu den Bauwerken, die im Zusammenhang mit dem König stehen, passend Informationen und 3D-Modelle ein uvm. (Update 27.09.11: Link zur Informationsseite der Bayerischen Staatsbibliothek).

Written by lesewolke

10. Juni 2011 at 18:52

Veröffentlicht in Bibliothekartag 2011

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Gelesen in Biblioblogs (39. KW)

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Archivalia verlinkt auf einen Artikel des „The Imaginary Journal of Poetic Economics”, aus dem hervorgeht, dass Open Access deutlich preiswerter für die Bibliotheken wäre als die herkömmliche Publikation über Verlage und der Kauf der Zeitschriften. Das Rechenbeispiel geht von den Kosten aus, die alle wissenschaftlichen Artikel eines Jahres verursachen, würden sie bei BioMed Central (BMC) oder Public Library of Science (PLoS) veröffentlicht, und kommt zu dem Ergebnis, dass dies nur ca. 30 Prozent der Ausgaben wären, die aktuell für wissenschaftliche Zeitschriften von Bibliotheken ausgegeben werden.

VÖBBLOG meldet, dass das  „Handbuch Bibliothek 2.0“ (herausgegeben von Julia Bergmann und Patrick Danowski), seit dieser Woche sowohl in gedruckter Form erhältlich und als auch online (Open Access!) zugänglich ist. Und weil wir gerade bei technischen Innovationen sind, fragt sich Basedows1764-Weblog, ob neue Apps auf dem iPhone die Schulbibliothek ablösen werden.

Hatori Kibble schreibt über den Brainpool-Kurs „Literaturverwaltungssysteme im Überblick”. Neben einer Powerpoint-Präsentation zu diesem Thema verweist der Beitrag auf eine neue Magisterarbeit, die zu diesem Thema von Matti Stöhr verfasst wurde und demnächst auch im Internet veröffentlicht werden soll [Nachtrag: nun geschehen].

Lesecafe der Salza-Buchhandlung

Lesecafé der Salza-Buchhandlung (Bad Langensalza)

Für Bibliophile auf Reisen gibt es diese Woche ein paar Tipps,  wo man in besonders schönen Buchhandlungen stöbern kann. Text & Blog verweist auf einen Artikel der Zeit online,  der fünf argentinische Buchhandlungen vorstellt.  Ebenfalls bei Zeit online findet man einen Beitrag über sehenswerte europäische Buchhandlungen. Doch auch in Deutschland kann man nette Überraschungen erleben. Das nebenstehende Foto zeigt das Lesecafé einer Buchhandlung in Thüringen. Neben einer gemütlichen Atmosphäre und natürlich Büchern zum Lesen wird auf Wunsch auch Kaffee, Tee oder ein Glas Wein serviert. Wer reist, der benötigt auch eine passende Unterkunft. Netbib verlinkt auf eine Internetseite zu Bibliotels, auch wenn davon noch nicht sehr viele existieren.

Written by lesewolke

4. Oktober 2010 at 04:00