Lesewolke

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Gelesen in Biblioblogs (40.KW’15)

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Die Fraktion DIE LINKE stellte einen Antrag zur „Sicherstellung der Verleihbarkeit digitaler Medien entsprechend analoger Werke in Öffentlichen Bibliotheken„. Daraufhin schrieb der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine Stellungnahme, in der es u.a. heißt: „Das Angebot zur Ausleihe von E-Books in Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland ist das umfangreichste, einfachste und erfolgreichste Angebot in Europa.“ Warum trotzdem eine gesetzliche Regelung zur Gleichstellung wichtig ist, erläuterte der dbv nun in einem ausführlichen Kommentar (via NRW-Blog).

Archivalia testete das Analytics, das Statistiktool von Twitter, und zeigte einen Screenshot. Neue Entwicklungen bei OpenBiB stellte Oliver Flimm im OpenBibBlog vor.

Zwei Varianten zur Einblendung von aktuellen Nachrichten des Senders N24 auf Bildschirmen in der Bibliothek bietet die Mediengruppe Welt24 im Rahmen der dbv-Kampagne „Netzwerk Bibliothek“ an (via NRW-Blog).

Die Ausgabe 3/2015 der Büchereiperspektiven ist erschienen, Titelthema sind Bibliotheksangebote für Flüchtlinge (siehe Netbib). Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre der Universität Leipzig entwickelte eine Online-Plattform für geflüchtete Wissenschaftler (gefunden bei Archivalia).

Welche Informationen sucht man besonders häufig auf den Internetseiten von Bibliotheken? Über Tipps und Meinungen freut sich Library Mistress. Denn wer kennt es nicht, dass z.B. Öffnungszeiten schwer zu finden sind.

In der Reihe „Bibliotheken ohne Bücher„, Kolumne in den Büchereiperspektiven, schrieb Library Mistress über Saatgutbibliotheken. Es gibt tatsächlich Beispiele in den USA, wo solche Bibliotheken an Öffentliche Bibliotheken angegliedert sind.

Über welche Fähigkeiten man verfügen sollte, wenn man sich allein um eine Bibliothek kümmert, zeigt eine Infografik bei Bibliothekarisch.de (Engl.).

Lange Zeit war es möglich, direkt auf Artikel der Zeitschrift „Bibliotheksdienst“ bei der ZLB zu verlinken. Inzwischen funktioniert die Verlinkung nur noch auf komplette Hefte , will man nicht das kostenpflichtige Angebot von deGruyter nutzen, schimpfte Uebertext im Blogbeitrag „Bibliotheksbärendienst“. Ein Zugriff auf Artikel von 1967 bis 1995 sei demnach nur noch gegen Geld möglich.

 

Written by lesewolke

5. Oktober 2015 at 08:00

Blogparade zu Twitter

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Social-Media-Tool sind auch immer wieder mal Thema in bibliothekarischen Blogs. Internetblogger Alexander rief nun zu einer Blogparade zu Twitter. auf, die noch bis zum 27. September 2015 läuft. Und da Blogparaden die Vernetzung und das Kennenlernen fördern, möchte ich heute gern die 12 Fragen von Alexander beantworten:

1. Nutzt ihr Twitter und seit wann? Wie seid ihr auf Twitter gekommen, aus purem Zufall, aus Langeweile oder gar mit voller Absicht?
Ich nutze Twitter seit Februar 2013. Ich hatte mich angemeldet, um bei verschiedenen bibliothekarischen Veranstaltungen mittwittern zu können.

2. Falls ihr Twitter nicht nutzt, aus welchem Grund?
siehe 1.

3. Erzählt mal, wo bei Twitter seid ihr zu finden und einige Sätze zu eurem Twitterdasein?
@Lesewolke – Bibliothekarisches und Web 2.0 sind die Hauptthemen. Ich retweete interessante Links, verlinke auf eigene Blogbeiträge und twittere von Veranstaltungen.

4. Welche Twitter-Desktop-Tools und Smartphone-App setzt ihr ein? Mir ist ein Online-Tool namens HootSuite bekannt, kennt ihr das?
Ich nutze die Twitterapp. Von HootSuite habe ich gehört, es aber noch nicht verwendet.

5. Wo verbringt ihr mehr Zeit, auf Twitter, Facebook, Google Plus, Pinterest oder gar Xing?
1. Facebook, 2. Twitter

6. Was hat euch Twitter alles gebracht, was konntet ihr damit realisieren bzw. schon erreichen?
Die Vernetzung ist super. Man erfährt sehr schnell von Neuigkeiten in eigenen Fachbereich. Und manchmal lernt man die Twitterer dann sogar persönlich kennen.

7. Postet doch mal in eurem Teilnahme-Beitrag euren letzten Tweet?

8. Nutzt ihr Twitter-Wordpress-Plugins? Welche gibt es da?
Nein, das nutze ich nicht.

9. Nehmt ihr am FollowerFriday teil oder ist es euch gleich?
Ich habe tatsächlich schon recht lange nicht mehr teilgenommen.

10. Bekommt ihr Traffic aus Twitter auf euren Blog?
Ja! 🙂

11. Kennt ihr einen Twitterer persönlich und offline?
Ich kenne sogar mehrere persönlich.

12. Euer Fazit, was muss über Twitter noch gesagt werden?
Es ist ein klasse Tool für den schnellen Informationsaustausch. Durch den lockeren Kontakt über Twitter bleiben berufliche Kontakte erhalten, auch wenn man sich längere Zeit nicht sieht.

Written by lesewolke

16. September 2015 at 07:50

Veröffentlicht in Soziale Netzwerke

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Gelesen in Biblioblogs (32.KW’15)

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Im Blog A growing organism erschien in der letzten Woche ein Beitrag zur Zukunft der Benutzungsabteilung.  Die Nutzerfragen und Veranstaltungen zum Schreiben und Publizieren nehmen zu. „Aber wo lernen wir, Schreib- und Publikationsberatungen  zu machen oder Benutzungsoberflächen zu designen?“ fragte Anne Christensen daher in ihrem Blogbeitrag. Wichtige Themen sind nicht demnach nicht nur die digitalen Ressourcen, Discovery Systeme und die Gestaltung der Lernorte. Wobei digitale Dienste eben ganz andere Kenntnisse erfordern, als viele Bibliothekarinnen und Bibliothekare einst in Studium/Ausbildung erworben haben.

Onleihe – der NRW-Blog machte in einem Beitrag darauf aufmerksam, dass es laut divibib nun auch möglich ist, gelesene E-Books und E-Magazine (außer PDF) vor dem Ablauf der Leihfrist zurück zu geben. Ein gesetzliches Recht, dass Bibliotheken erschienene E-Books erwerben und verleihen dürfen, gibt es allerdings immer noch nicht.  Deshalb reichte die Fraktion einen Antrag dazu im Bundestag ein (siehe dbv, via NRW-Blog). In ländlichen Gegenden des Landes Brandenburg wird es zunehmend schwieriger die gedruckte Literatur von Bibliotheken zu nutzen, denn die Bücherbusse wurden in den letzten Jahres stark reduziert, wie der RBB berichtete.

Wer die Podiumsdiskussion zum Thema Datenschutz und Privatsphäre auf dem 104. Bibliothekartag in Nürnberg verpasst hat, kann diese nun online anschauen – siehe Netzwerk Bibliothek (via NRW-Blog). Den Hinweis auf den Webtalk „Ist das rechtens? Teilen und Urheberrecht„, ein Video der Bundeszentrale für politische Bildung, bettete Netbib ein.

Buchcover aus der Sammlung der British Library bei Flickr

Buchcover aus der Sammlung der British Library bei Flickr

Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen war ebenfalls ein Thema in der letzten Woche. „Welcher Verlag erlaubt was?“ hieß ein Beitrag des neuen Open-Access-Blogs der TU Berlin (via Archivalia).

ZBW-Mediatalk widmete sich der Kommunikation von Wissenschaftlern mittels Twitter und bietet Guidelines für Wirtschaftswissenschaftler zum Download an. Die Tipps beruhen auf den Erfahrungen von neun aktiven Twitteren aus dem ökonomischen Bereich und sind sicher auch für Forscher anderer Fachrichtungen interessant.

Doch auch das Bibliothekswesen selbst ist ein Forschungsgebiet. Um dies zu unterstützen wurde im Juni 2015 die Berlin-Brandenburgische Stiftung zur Förderung der Bibliotheks-Forschung gegründet, siehe Internetseite (via Netbib).

Auf die riesige und frei nutzbare Sammlung gemeinfreier Buchillustrationen der British Library, sortiert in Alben auf Flickr, verlinkte VÖBBlog. Laut einem Artikel von Zeit online sind Nutzer der Plattform Flickr eingeladen, beim Taggen zu helfen.

 

Bibliotheken und Soziale Netzwerke beim #bib8

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Lost in Web 2.0 – Wie viel Social Media braucht eine Bibliothek?“ war ein Sessionthema am Samstag (Mitschrift Se25). Wichtiger als dabei sein, ist die Pflege der Kanäle. Nur wenn Ressourcen und Engagement vorhanden sind, lohnt sich Social Media. Dann heißt es Geduld haben und überall darauf hinweisen, denn die Öffentlichkeit hat nicht sehnsüchtig auf den Auftritt der Bibliothek gewartet. Werbung und Interaktion mit anderen Seiten/Gruppen sind ebenfalls wichtig zum Bekanntwerden der Seite. Die Erfahrung der UB Wien zeigte auch, dass Fans die Seite liken, wenn sie sich einfach mit der Einrichtung verbunden fühlen, ohne regelmäßige Nachrichten zu erwarten und schon mal entliken, wenn sie dann unerwartet mit zahlreichen News überschüttet werden. Es gibt zwar keine Regeln, wie viel Posts die Follower „vertragen“, aber mal viel, dann lange nichts, ist doch eher ungünstig. Authentisch, ehrlich und auf Augenhöhe währt am längsten. Die Kommunikation in sozialen Netzwerken ist vergleichbar mit der bei persönlichen Kontakten.

Wenn es um die Netzwerke selbst geht, ist Facebook ganz vorn dabei. An zweiter Stelle steht hier Twitter. Google Plus wird eher selten betrieben und wenn, dann mit Beiträgen, die schon bei Facebook gepostet wurden. Bei Youtube kommt es darauf an, ob hier nur hin und wieder Videos abgelegt werden, um sie anderswo, z.B. im Blog, einzubinden oder ob man einen eigenen Kanal betreibt. Videos gehören jedoch zu den aufwendigsten Aktivitäten (Zeit & Equipment). Die Mediothek Krefeld hat so einen Kanal. Das ist jedoch nur mit zusätzlichem privatem Engagement möglich, denn Ressourcen für eine technische Ausstattung erhielt die öffentliche Einrichtung nicht dafür. Hier eine Folge aus der Reihe „MedioTV“:

 

Deutlich wurde bereits in dieser, aber auch in der Session „Social Media als Leitungsaufgabe“ (Mitschrift Se8), dass ein erfolgreicher Facebookauftritt nur möglich ist, wenn er von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern organisiert wird, die mit Herzblut bei der Sache sind und dies freiwillig tun. Wichtig ist auch die Unterstützung der Leitung, denn Social-Media-Verantwortliche sind davon abhängig, dass sie Zuarbeiten vom Bibliotheksteam erhalten. Sieht die Leitung die Kommunikation mit den Nutzern über Social Media jedoch nicht als wichtig an, lässt sich dies in den Abteilungen ebenfalls schlecht vermitteln. Sind Meldungen bei Facebook erfolgreich, lohnt es sich Rückmeldung zu geben, um die Mitarbeiter zu weiteren Zuarbeiten und Ideen zu motivieren.

 

Written by lesewolke

21. April 2015 at 11:40

Gelesen in Biblioblogs (9.KW’15)

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Gleich drei Beiträge zu Social Media-Aktivitäten verfasste Christoph Deeg in der letzten Woche in seinem Blog, kritisierte unter anderem langweilige Posts, mal Social-Media-Aktivitäten zu beobachten, die gar nichts mit dem eigenen Themenbereich zu tun haben und daraus zu lernen sowie dem „Return of Investment“ (kurz: ROI). Letzterer kann laut Deeg nur funktionieren, wenn mit der Zielgruppe ein „Dialog auf Augenhöhe“ gelingt. „Es geht um den Aufbau einer Community, in der Unternehmen/Institutionen auf der einen Seite und Kooperationspartner und Kunden auf der anderen Seite gleichberechtigt die gleichen Ziele verfolgen.“

Im Blog der Zukunftswerkstatt wurde das Tool „IFTTT“ („If this than that“) vorgestellt. Es dienst dazu, Handlungsanweisungen zu erstellen. Im Beispiel wird gezeigt, wie man eine Mailbenachrichtung einrichtet, sobald bei Instagram ein Bild mit einem bestimmten Tag veröffentlicht wurde.

Eine Grafik mit den typischen Abkürzungen, die bei Twitter verwendet werden, hat Bibliothekarisch.de veröffentlicht.

Laut der Markforschungsergebnisse es US-Unternehmens, den sich Buchreport näher ansah, liegt der Anteil der Teens, die E-Books erwerben niedriger als bei Erwachsenen (via NRW-Blog). Mögliche Gründe dafür werden darin gesehen, dass die Eltern ihren Kindern eher gedruckte Bücher kaufen, Teens keine eigene Kreditkarte für Online-Käufe haben, und sie sich zudem gern gegenseitig Bücher verleihen.

Rudolf Mumenthaler sah sich den NMC Horizon Report 2014 – Edition Bibliotheken und liste die wichtigsten Herausforderungen auf, siehe B.I.T. online.

Lib{cache sah sich das Programm des Bibliothekartages 2015 in Nürnberg an und analysierte es nach Gendergesichtspunkten.

Ultrà Biblioteka untersuchte die Verflechtungen zwischen dem kommerziellen Unternehmen ekz, Bibliotheken und Vertretern bibliothekarischer Verbände. Der Anlass dafür war die Unterstützung des Deutschen Bibliotheksverbandes hinsichtlich der Änderung des Bestandsmanagements der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Auf die Untersuchung und daraus resultierende Vorschläge (erstellt von Julia Reda, der Europaabgeordneten der Piratenpartei) für neue urheberrechtliche, europaweite Regelungen, die die digitalen Entwicklungen berücksichtigen und einheitliche Fristen und Schranken enthalten, verlinkte NRW-Blog.

VÖBBlog zitierte aus einem Beitrag von Spiegel online, welcher neben der Stürmung der Museen auch über die Bücherverbrennung der IS-Dschihadisten in Mossul berichtete. Was sind das nur für Menschen? 😦

Written by lesewolke

2. März 2015 at 08:00

Gelesen in Biblioblogs (41.KW’14)

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Oft sehr kreativ waren die vielen Tweets zum Hashtag #1Buch1Satz. Der Aufruf zur Frankfurter Buchmesse lautete, ein Buch in einem Satz zu beschreiben (via Bibliotheca Altonensis). Interessante Berichte von der Messe hatten der Studierenden der LIS-Corner auf Lager. Ebenfalls auf der Buchmesse war Schneeschmelze unterwegs und schrieb über seine Eindrücke. Wohl etwas zu optimistisch bloggte die F.A.Z über das Thema E-Books anlässlich der Messe (via Netbib und VÖBBlog).

Bericht zur Lage der BiblioDer Deutsche Bibliotheksverband hat den „Bericht zur Lage der Bibliotheken 2014veröffentlicht. Dessen sieben Forderungen listete NRW-Blog auf. Unter anderem haben sich die Entleihungen von E-Books verdoppelt. Der dbv prangert in der Pressemitteilung das Urheberrechtsgesetz an, welches aktuellen technischen Entwicklungen nicht Rechnung trägt: „Nach geltendem Recht haben Bibliotheken keinen Anspruch darauf, elektronische Medien zu erwerben und anschließend zu verleihen.„.

Um einen Eindruck zu vermitteln, welche Summen man bei der Nutzung einer öffentlichen Bibliothek einspart, wurde der Bibliothekswertrechner aktualisiert (via NRW-Blog).

Die Stadtbücherei Münster berichtete über ihre Erfahrungen aus dem Workshop „Kreative Content Strategien“ mit Wibke Ladwig (siehe NRW-Blog). Das Ziel lautete, „… das Bewusstsein und die Leichtigkeit zu erlangen, mit offenen Augen durch die Bücherei zu gehen, andere Perspektiven einzunehmen und alle Sinne einzubeziehen.

Bei der Gestaltung einer Lernapp kann man dann ebenfalls selbst kreativ werden, denn Fortbildung in Bibliotheken empfiehlt: LearningApps.org. An dieser Stelle ein Beispiel der Universitätsbibliothek der TUM München, eTests zum Basiskurs.

Viele Tricks für die Suche bei Google zeigt die Infografik „How to be a google power user“ bei Bibliothekarisch.de.

Abdel Kader Haidara rettete hunderttausende Handschriften aus Timbuktu und erhielt dafür den deutschen Afrika-Preis. In Metallkisten aufeinandergestapelt liegen die Manuskripte nun in der Hauptstadt Bamako (siehe VÖBBlog & Deutsche Welle).

Ein Alpenkrimi verrät, wer die langen Öffnungszeiten wissenschaftlicher Bibliotheken wirklich braucht (gefunden von Claudius Lüthi). Und die Abbilder von Büchern waren das Thema des letzten BibComics. 😉

 

Gelesen in Biblioblogs (38.KW’14)

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Mit dem „In-Szene-Setzen von Details und Trendthemen“, kurz Storytelling, beschäftigte sich die Stadtbücherei in Bochum und berichtete in einem Beitrag des NRW-Blog darüber. Um eine praktische Vorstellung zu bekommen, lohnt es sich auch mal in den Blog dieser Bibliothek zu schauen. Einfach wundervoll fand ich den Beitrag „Herr Erdmann reist per Anhalter„.

Um mehr Aufmerksamkeit für Bibliotheken geht es in der Imagekampagne „Netzwerk Bibliothek“, mehr dazu beim dbv (via NRW-Blog). Lib{cache meinte, dass Bibliotheken schließlich mit vielen anderen Einrichtungen um das Interesse konkurrieren. Bezugnehmend auf Dale Carnegie empfiehlt er, statt dessen Freunde für Bibliotheken zu gewinnen. Das gelingt besser, wenn man anderen Aufmerksamkeit schenkte, als sich nur darum zu kümmern, selbst welche zu bekommen.

Aufmerksamkeit möchten auch TeilnehmerInnen von Postersessions. Hatori Kibble erklärte in einem Blogbeitrag, mit welchen Mitteln er sein Poster für die IFLA-Konferenz gestaltet hatte, und welche Angebote drumherum nützlich sein können. Empfehlenswert!

Und wie viele Leute fanden die Bibliotheksseiten in den sozialen Netzwerken Twitter, Facebook und Google+ so interessant, dass sie sie abonnierten? Die ZBW veröffentlicht ab sofort wieder Bibcharts. Darin kann man die Abonnentenzahlen vergleichen bzw. sich grafisch anzeigen lassen.

Bei der Onleihe wird gerade von drei Pilotbibliotheken eine neue Zusatzoption getestet. Die Nutzer können sich auch dafür entscheiden, einen Kaufbutton zu klicken, z.B. wenn das Buch ausgeliehen ist. Bei Bibliothekarisch.de schimpfte Dörte Böhner, Bibliotheksangebote derart zu kommerzialisieren. Auch Schneeschmelze und Netbib ärgern sich darüber, dass sich Bibliotheken auf solche Dinge einlassen. Ultrà Biblioteka sah im Kaufbutton ein Verstoß gegen den „Code of Ethics“ und schrieb einen Brief an die Ethik-Kommission. Zur angekündigten Provisionszahlung an Bibliotheken für weitergeleitete kaufwillige Kunden hat die Rechtsabteilung des Börsenverein schon eine ablehnende Meinung veröffentlicht.

Obwohl es manchmal gar so scheint, als würden sich neue Technologien durchsetzen, sollte man diese doch im Auge behalten, meinte Birgit Fingerle in einem Blogbeitrag bei ZBW Talk. In der Vergangenheit kam es durchaus vor, dass vermeintlich minderwertige Erfindungen weiterentwickelt wurden, bis sie die herkömmliche Technik überrundeten und dann plötzlich von den Kunden bevorzugt wurden (Dampfschiffe <-> Segelschiffe; analoge Fototechnik <-> digitale Fototechnik).

Über die Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke berichtete Bibliothekarisch.de. Man kann sich die Exponate auch virtuell anschauen. Zugegeben, ich war ziemlich enttäuscht, dass die Schriftstücke in so geringer Größe eingescannt wurden, dass man die Texte oft nicht lesen kann.

Auch schon früher träumten die Menschen von innovativen Erfindungen und Autoren beschrieben solche Ideen in Science Fiction Romanen. Was so alles davon wahr wurde, zeigte uns eine Grafik bei Bibliothekarisch.de. 🙂

Neue Ansätze der Nutzungsforschung beim #bibtag14

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Aus dem Vortrag "Kommunikation im Netz" vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

Aus dem Vortrag „Kommunikation im Netz“ vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

„Kommunikation im Netz“, so dass erste Vortragsthema, ist nicht in erster Linie ein Frage von Techniken und Strategien sondern von der Begeisterung der Menschen, die dahinter stehen. Ihre eigene  Begeisterung für Twitter als Lernort und Kontaktbörse brachten Jens Wonke-Stehle und Isabella Meinecke sehr gut rüber. Der Erfolg oder Misserfolg der Social-Media-Aktivitäten hängt damit vor allem an den MitarbeiterInnen, die dahinter stehen und das Bild der Einrichtung im Netz gestalten. Als besonders positives Beispiel wurde die Vorstellung der Arbeitsaufgaben von Markus Trapp aus der Stabi Hamburg im nichtbibliothekarischen Blog „Was machen die da?“ erwähnt.  Jeder kommuniziert wohl lieber mit einem Menschen, als der abstrakten Vorstellung von einer Einrichtung. Noch ein paar Zahlen aus dem Vortrag über die Nutzung der Bibliotheken von Web 2.0-Varianten: 85% Blog, 48% Facebook, 39% Twitter.

Viele Zahlen hatte Timo Glaser bei seiner Analyse der Twitteraktivitäten von Bibliotheken auf Lager (Update: 10.06.14: Link zur Präsentation). Immerhin 71 Prozent der untersuchten Tweets waren manuell erstellt. Man kann auch automatische Tweets posten, aber bitte nicht um Mitternacht, denn um diese Zeit werden sie nicht gelesen, wie die nicht vorhandenen Reaktionen zeigten. Beim Twittern geht es nicht nur darum, selbst Inhalte zu produzieren. Das Folgen von Accounts, die für die Nutzer interessante Inhalte bieten könnten, retweeten, antworten sind Aktivitäten, die entscheidend zur Akzeptanz beitragen können.

Web 2.0 kann auch bedeuten, Anwender direkt bei der Metadatenerstellung zu beteiligen. Das geschah beim dänischen Projekt LARM Audio Research Archive. Wissenschaftler annotierten Audiodateien. Dr. Elke Greifeneder erforschte dieses Projekt und stellte ihre Ergebnisse vor (Link zur Präsentation). Ob die Erstellung oder Bereitstellung von Daten für die Öffentlichkeit durch Anwender auch funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Müssen, kein Interesse, kein für sich selbst erkennbarer Nutzen, fehlendes Vertrauen verhindern solch eine Beteiligung.  Nicht gegen alles gibt es Mittel. Darum ist es um so wichtiger, die sogenannten Poweruser, also Aktive, die sich stark engagieren, unbedingt ernst zu nehmen. Mancher Verbesserungswunsch wurde schon damit abgeschmettert, dass es zu kompliziert, schwierig umzusetzen und eine große Aufgabe sei. Alles kein Grund, die Probleme nicht anzugehen, meinte Frau Greifeneder. Denn wenn man ein Jahr nicht putzt, stände man auch vor einer großen Aufgabe. Ihr Motto: „Es ist Zeit zu putzen!“ Es war ein sehr lebendiger Vortrag, der deutlich machte, worauf es ankommt.

 

Gelesen in Biblioblogs (8.KW’14)

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Die meisten Hochschulbibliotheken sind Orte, die gern zum Lernen genutzt und besonders zu Prüfungszeiten überbevölkert werden. Und die Studierenden haben einiges dabei: Unterlagen, Schreibzeug, Laptops, Wasserflaschen … . Die Taschen und Rucksäcke dürfen in den meisten Bibliotheken nicht mit rein. Da heißt es umpacken in Körbe o.ä., falls denn noch welche da sind. Die Universitätsbibliothek Lüneburg hat nun diese Regel aufgehoben. Auch die Universitätsbibliothek Leipzig schaffte bereits die ungeliebte Garderobenpflicht ab, doch nicht zur Begeisterung aller Nutzer, wie die Diskussion im Blog zeigt (via Netbib).

Wer schon mal eine Hochschulbibliothek zu Prüfungszeiten gesehen hat, wird sich wohl über diese Frage wundern: „Braucht die Bibliothek noch einen Raum?“ Alexander Grossmann sprach sich in einem Leserbrief in Tagesspiegel eindeutig dagegen aus und meint vor allem den Neubau der Zentralbibliothek. Außerdem war der Professor schon seit 10 Jahren in keiner Bibliothek mehr. Ben Kaden hat sich im Libreas Blog die Argumente mal genauer angesehen.

Fragen wir doch mal unsere Nutzer, warum sie in unsere Bibliothek kommen! Einen praktischen Vorschlag zur ganz einfachen, analogen Umsetzung hat Bibliothekarisch.de bei Tumblr gefunden.

Und was wird gern gelesen? Jeden Monat veröffentlicht die bayerische Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken eine Hitliste, der am meisten ausgeliehenen Bücher, aus einer anderen Bibliothek (via NRW-Blog).

Nachdem Lib{cache in der letzten Woche die Twitteraktivitäten der öffentlichen Bibliotheken untersucht hatte, waren nun die Universitätsbibliotheken dran.

Noch keine Ahnung wie Twitter genau funktioniert?! Wilma’s gelungenes Videotutorial und Links zu anderen Anleitungen gab des bei Bibliothekarisch.de.

In einem Artikel im Bibliotheksdienst, der als Open Access gekennzeichnet ist, ging Rudolf Mumenthaler der Frage nach, warum Bibliotheken kaum Open E-Books in ihren Katalog aufnehmen. Neben Zweifeln an der Qualität und der Integration in Pakete sind es vor allem mangelnde Webseiten, auf man vom Katalogeintrag dann verlinken müsste. Die HTW Chur plant nun eine Plattform, auf der Open E-Books bibliotheksgerecht gespeichert werden können (via Netbib).

Seit dem 01.01.21014 gibt es einen neuen Rahmenvertrag zur „Betreiberabgabe für Kopiergeräte„. Laut NRW-Blog erfolgt keine pauschale Vergütung seitens Bund/Ländern mehr, sondern die Hochschulen müssen dem Vertrag beitreten, wenn sie Kopiergeräte der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Bibcomic stellte fest, dass die Informationsflut in den 1993 – 2003 – 2013 eher physisch geschrumpft ist.

Leiden Sie an Bibliophilie? Eine Grafik mit den eindeutigen Anzeichen für diese „Krankheit“ teilte Bibliothekarisch.de. 😉

Written by lesewolke

24. Februar 2014 at 08:05

Gelesen in Biblioblogs (7.KW’14)

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In der 66.  Ausgabe der „Churer Schriften zur Informationswissenschaft“ beschäftigte sich Sarah Carbis mit den Wünschen der Mitglieder des Berufsverbands Bibliothek Information Schweiz (BIS) zu ihrer Verbandszeitschrift Arbido (via Archivalia). Unter anderem werden eher interdisziplinäre Ausgaben statt Themenhefte gewünscht und Boni für Autoren vorgeschlagen (siehe Zusammenfassung S. 103-104).

Scinoptica sah sich die Zeitschriften im Directory of Open Access Journals (DOAJ) hinsichtlich der Creative-Commons-Lizenzen an. Demnach nutzen knapp 38 Prozent der 9.804 Zeitschriften diese Möglichkeit. Der Anteil der Zeitschriften mit CC-BY + CC-BY-SA beträgt 20,56 Prozent (= 2.016).

Lib{cache betrachtete die Aktivitäten öffentlicher Bibliotheken bei Twitter und stellte sie grafisch dar. Demnach haben 21 Prozent der großstädtischen Bibliotheken einen Twitter Account. Jedoch verlinken längst nicht alle Einrichtungen auch von ihrer Homepage auf ihren Account.

Die Mediothek Krefeld startete über Facebook ein Tee-Trinkspiel und demonstrierte damit, dass kein Alkohol nötig ist (Stichwort: Biernominierung), um viel Spaß zu haben. Einige Bibliotheken haben die Nominierung inzwischen angenommen und ebenfalls ihre Videos ins Internet gestellt (via Bibliothekarisch.de).

NRW-Blog ging im Rahmen der Blogreihe „1000 Dinge…“ auf den Auskunftsdienst ein und stellte alternative Varianten vor.

Auf das Schweizer Portal Informationskompetenz verwies Fortbildung in Bibliotheken. Man findet dort unter anderem ein Repositorium mit vielen Schulungsmaterialien.

Auf ihre Kolumnen „Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren“ in der Zeitschrift „Büchereiperspektiven“ verlinkte Library Mistress. BibliothekarInnen in Film/Fernsehen (Science Fiction, Krimi, Horror, Komödie) bzw. der Literatur (Krimi, Comic, Horror, Liebesromane) waren bisher das Thema.

„Dutt war gestern“ meinte Bibliotheksratte und startete Ende Januar ein Tumblr-Blog, um Fotos von tätowierten BibliothekarInnen zu sammeln (via Netbib).

Es ist ein Werbevideo, aber keines für Bücher, Lesen oder Bibliotheken. Doch das gefühlvoll gestaltete Video „The Reader“ bei Bibliothekarisch.de, welches einen älteren Herrn in Südafrika beim Lesen lernen begleitet, sollte man trotzdem gesehen haben. 🙂

Gelesen in Biblioblogs (3.KW’14)

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NRW-Blog befasste sich in einem Beitrag mit Makerspaces und stellte unter anderem eine Definition dafür auf. Dem sind Makerspaces „Orte des kollaborativen Lernens und Arbeitens an dem Menschen in eigenem Interesse an Projekten arbeiten und Dinge erstellen (bzw. machen).

Für eine bessere Sichtbarkeit elektronischer Bestände kam David Lee King die Idee, Informationskärtchen in Form von Visitenkarten mit solchen Hinweisen zu bedrucken. Mehr zu dieser Möglichkeit und weiteren Varianten beschrieb ein Beitrag bei Bibliothekarisch.de.

Folie von Donna Scheeder (IFLA-Webinar 14.1.14)

Folie von Donna Scheeder (IFLA-Webinar 14.1.14)

In der letzten Woche fand das IFLA-Webinar für das 1. Quartal 2014 statt. Für alle Interessierten mit Internetzugang frei zugänglich, gab es drei Vorträge und die Möglichkeit, Meinungen und Fragen über Chat zu äußern. Internationale Zusammenarbeit und aktuelle Trends waren das hauptsächliche Thema, welches ich hier auf Lesewolke in einem Beitrag zusammen gefasst habe.

Zahlreiche interessante Webinare für MitarbeiterInnen öffentlicher Bibliotheken bietet Lesestart ab heute an, siehe NRW-Blog.

Die Links auf einige Materialiensammlungen, die von der Büchereizentrale Niedersachsen speziell für Senioren erarbeitet und aktualisiert wurden, findet man im NRW-Blog.

Auch sonst war die Büchereizentrale Niedersachsen aktiv, gestaltet gerade den Online-Kurs18 Dinge in Bewegung …“ (aktuell Lektion 9: Tagging und Social Bookmarking) und erklärte Webinare.

Tweet2Cite bietet nun einen Zitationsgenerator für Tweets, der nach der Eingabe des Links automatisch die Zitation in den Stilen MLA, APA und Wikipedia ausgibt (via Literaturverwaltung).

Die Arbeitsgruppe RDA hat im Wiki der Deutschen Nationalbibliothek die Anwendungsregeln für das Regelwerk „Resource Description and Access“(RDA) veröffentlicht, die speziell den deutschen Sprachraum betreffen (via VÖBBlog).

Mit der Recherche in Suchmaschinen und der Verfügbarkeit elektronischer Medien ist es heute möglich, sehr komplexe Aufgaben zu lösen. Schule und Management hängen hinterher, meinte Gunter Dück und forderte „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation„. Fortbildung in Bibliotheken zitierte den Philosophen & Querdenker:  „die heutige Zeit als viel bildungsträchtiger, als das, was wir damals gemacht haben.“ und verwies auf den ausführlichen Beitrag mit Podcast bei #PB21.

16 Gründe, warum Bibliotheken und BibliothekarInnen weiterhin wichtig sind, listete CollegeOnline auf (via Netbib).

Gelesen in Biblioblogs (26.KW’13)

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Wie schon angekündigt, startete in dieser Woche Ger23mthings, der Kurs für mobile Anwendungen und ihr potentieller Nutzen für Bibliotheken. Im 1. Teil dreht sich alles um Twitter. Einige Teilnehmerinnen haben ihre Hausaufgaben öffentlich gemacht, z. B. Bibliotheksratte. Gleich in zwei umfangreichen Beiträgen beschreibt Dörte Böhner die Gründe für Twitter, Funktionsweise und den Einsatz in Bibliotheken und für BibliothekarInnen. Manche nutzen das Netzwerk auch, um sich wissenschaftliche Literatur zu beschaffen, die sie in der eigenen Einrichtung nicht bekommen #icanhaspdf (siehe Kommentar mit Linktipps bei Bibliothekarisch.de).

E-Book-Store Libreka! gibt auf. Was so alles falsch gemacht wurde, analysiert Bibliothekarisch.de. Vielleicht können ja andere daraus etwas lernen.

Und nochmal Kompetenzen. Auf einen Beitrag von Gabi Reinmann in der Festschrift „Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt“ bezieht sich Hapke-Weblog. Dort wird empfohlen, aus hochschuldidaktischen Gründen auf den Kompetenzbegriff einfach zu verzichten. Thomas Hapke überlegt analog dazu, was wir statt „Informationskompetenz“ so alles fördern könnten.

Auf einen MOOC  zum wissenschaftlichen Arbeiten der Fernuniversität Hagen verweist Fortbildung in Bibliotheken. Da der MOOC schon seit Mitte Juni läuft, gibt es bereits Videoaufzeichnungen der ersten Lektionen.

Die Wissenschaftsministerinnen und -Minister der G8-Staaten interessieren sich nun für Open Access und würdigten bei ihrem Treffen „im Juni in einer gemeinsamen Erklärung die Bedeutung von Open Access für die Industrienationen“. Ebenfalls als wichtig wurde der freie Zugang zu Forschungsdaten erachtet (via Archivalia und Helmholtz Open Access Newsletter).

Welches ist die „schlimmstmögliche Strafe“ für unkündbare Beschäftigte, die im öffentlichen Bereich arbeiten? Ein Versetzung in die Bibliothek oder ins Archiv. Drei Beispiele dafür trug Netbib zusammen.

Written by lesewolke

1. Juli 2013 at 06:00

Gelesen in Biblioblogs (16.KW’13)

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Auf dem BibCamp in Nürnberg (Sessionplan) waren Discovery-Systeme ein heißes Thema (Mitschrift). Horst Prillinger hatte dann das Verhältnis von BibliothekarInnnen zu diesen Systemen in einem wundervollen Blogbeitrag zusammengefasst. A Growing Organism griff die Discovery-Beziehungskrise auf und begründete schließlich am letzten Samstag in einem Beitrag „Warum BibliothekarInnen bei Discovery mitmischen sollten, trotz allem„.

Adrian Pohl befasste sich im Übertext:Blog mit dem Antrag „Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten (CIB)„, den die DFG Mitte März bewilligt hatte. Dabei vermisste er konkrete Aussagen zur technischen Umsetzung und der geplanten Systemarchitektur. Jedenfalls denkt man nicht daran, eine eigene Cloudlösung zu entwickeln, sondern setzt auf die Systeme von OCLC und Ex Libris. Eigentlich hatte die DFG-Ausschreibung „Herstellerunabhängigkeit“ gefordert.

Nicht jeder hat die Möglichkeit, zu Kongressen in andere Länder zu reisen, um dort KollegInnen zu treffen. Dafür gibt es eine, wie ich finde, gelungene Alternative. Die IFLA New Professionals Special Interest Group bietet gemeinsam mit der American Library Association (ALA) vierteljährlich ein weltweites Webinar mit ca. 3 Vorträgen an, an dem jeder mit Internetanschluss kostenfrei teilnehmen kann (siehe auch mein Beitrag zu New Librarians Global Connection 1/2013). In der letzten Woche sprach Sinikka Sipilä (Finnland), die bereits gewählte, nächste IFLA-Präsidentin, über die IFLA. Susanne Riedel (Dtl.) erklärte, warum auch für Bibliothekarinnen lebenslanges Lernen so wichtig ist. Und Kate Byrne (Australien) berichtete über ihre Erfahrungen bei der Einrichtung des International Librarians Network. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung (ca. 1 h) kann man auch nachträglich im Netz anschauen. Für Eilige gibt es ein Storify. Wie es sich anfühlt, in einem Webinar einen Vortrag vom heimischen Soja zu halten, beschrieb Kate Byrne später in einem Blogbeitrag.

Apropos Storify. Noch nichts davon gehört?! Hier handelt es sich um kleine Geschichten, die mit vorhandenen Medien angereichert werden, z.B. Bildern  und Tweets. Tolle Beispiele dafür sind BibCamp-Storifies Humorsession von Sandra Dahlhoff und das LEGO-Prototyping von NPSIG. 😉 Und Tipps, wie man kreativ bleibt, hatte Netzwertig auf Lager.

VÖBBlog meldete, dass die Digital Public Library of America (DPLA) online ist. Analog zur Europeana werden hier Fotografien, Bücher, Filme und vieles mehr frei zugänglich angeboten. Und wer keine Lust hat, zwei Mal zu suchen, nutzt DPLA/Europeana Query.

53 Seiten umfasst die 75. Ausgabe des ZKBW-Dialogs (via Steuereules Weblog). Themen sind unter anderem der Referentenentwurf des Bundesjustizministerium zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes, Fernleihe, Open Data und zahlreiche Aktivitäten einzelner Bibliotheken zu Open Access. Es ist nur schade, dass die Ersteller offensichtlich nicht in der Lage sind, eine Dokumentstruktur mit Lesezeichen anzulegen, damit man die einzelnen Themen gezielt anklicken kann.

In einem aktuellen Urteil hat das Landesgericht Bielefeld den Gebrauchtverkauf von elektronischen Büchern für urheberrechtswidrig erklärt (via Inetbib).

BibCamp 2013 – Social Media zur Weiterbildung und Bibliotheksverbände

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Emma & Horst

Emma & Horst, BibCamp heisst Lernen mit Spaß

Bei dem Einsatz von Social Media zur eigenen Weiterbildung durfte ich natürlich nicht fehlen. Ich bin schließlich selbst ein echter Fan davon! 🙂

Ähnlich wie ich hatten auch andere TeilnehmerInnen viele positive Erfahrungen mit Twitter und Blogs. Hier erfährt man von neuen Entwicklungen viel eher als in Druckmedien. Informationen fließen kontinuierlich und Nutzer dieser Medien haben einen Wissensvorsprung. Tatsächlich werden auch virtuelle Kontakte geknüpft und bei realen Veranstaltungen vertieft. Für Quereinsteiger bieten Blogs eine gute Informationsmöglichkeit. Die Darstellung von Bibliotheken und ihren Mitarbeitern in solchen Medien schafft Aufmerksamkeit, vermittelt ein modernes Außenbild und kann Interesse für den Beruf wecken.

Es gibt jedoch auch Schattenseiten. Noch viel zu wenige aus der Branche nutzen die modernen Medien. Die Menge der Informationen ist enorm. Da fehlt oft auch die Zeit. Obwohl ich meine, wenn man dran bleibt, lernt man recht schnell, wo sich etwas Interessantes verbirgt. Ganz wichtige Dinge gehen meist über mehrere Kanäle. Da ich bei der Session mitgeschrieben habe, hier der Link zum Open Knowledge Pad.

Das Interesse an der Session zu Bibliotheksverbänden war groß. Viele der TeilnehmerInnen waren selbst Mitglied, einige aktiv in Gremien des BIB e.V. Über die Chatfunktion des Open Knowledge Pad nahmen auch BibliothekarInnen teil, die nicht vor Ort sein konnten. Insgesamt wurde es eine spannende Diskussion um Gründe Mitglied oder Nichtmitglied zu sein, sich zu engagieren oder nicht. Offen wurde über die Probleme gesprochen. Da die Vereinsarbeit natürlich ehrenamtlich geleistet wird, werden sicher nicht alle gelöst. Hierarchie und starre Strukturen schrecken junge Leute ab, lieber auch projektbezogene Kontakte und Verzahnung mit engagierten Leuten außerhalb der Strukturen. Und zu politischen Themen, die Bibliotheken betreffen, wünschen sich die Mitglieder ebenfalls schnellere Reaktionen vom Verein. Und warum es zwei große Verbände im Bibliothekswesen gibt, ist auch den meisten unklar. [Update 16.04.2013]: Eine Zusammenfassung der Session im Wiki ist nun ebenfalls online verfügbar.

Written by lesewolke

14. April 2013 at 18:20

Gelesen in Biblioblogs (7.KW’13)

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In der Inetbib-Liste wurde in der letzten Woche darüber debattiert, ob Buchcover im Bibliothekskatalog Sinn machen. Unter anderem wurde dort auch auf den Artikel der FAZ von Roland Reuß verlinkt, der auf die „zu IT-Fanatikern mutierten Bibliothekaren“ schimpft, die gleich die Buchcover in den Katalog ein- und damit die Nutzer zu Amazon verbinden. E-Books kann der Literaturwissenschaftler und Editionsphilologe schon gar nicht leiden. PaperC hat einen eigenen Blogbeitrag dazu verfasst. Das Schimpfen auf neue Zeiten und die, die es eben besser machen und damit Kunden anlocken, hat nämlich noch nie geholfen. Eine Grafik über die Entwicklung der Kommunikationswege ist in einem Artikel der Wirtschaftswoche enthalten (via Archivalia).

Inzwischen gibt es über das Bibliotheks-Links-Programm von Google die Möglichkeit, die Verfügbarkeit von Volltexten im jeweiligen Campusnetz bereits in der Ergebnisliste von Google Scholar anzeigen zu lassen, wie ein Blogbeitrag der TUHH Univ.-Bibliothek erklärt.

Das neu gestartete Open-Access-Portal PeerJ widmet sich den Fachgebieten Biologie und Medizin und sorgte für Aufsehen (via iRights.info)

Zur Fortbildungsveranstaltung „Bibliometrie – ein Geschäftsfeld für Bibliotheken!?“ sind die Vortragsfolien auf dem VdB-Blog online.

Wenn der Bibliotheksbenutzer seine ausgeliehene Literatur nicht rechtzeitig zurück bringt, drohen Mahngebühren. Der Rekord bei der verflossenen Zeit soll bei 221 Jahren liegen, als ein Buch der New York Society Library seinen Weg zurück in die Bibliothek fand. Eine Liste besonders später Rückgaben hat VÖBBlog aufgestellt.

Literaturverwaltung & Bibliotheken veröffentlichte einen aktuellen Beitrag der verschiedene Übersichten, die Literaturverwaltungsprogramme vergleichen, enthält.

Für Aktive in sozialen Netzwerken hat iRights-Info einen guten Beitrag verfasst, der Urheberrechte, Nutzungsrechte und Persönlichkeitsrechte erläutert und verdeutlicht, dass auch Einstellungen, die nichtöffentlich sind, bedenklich sein können.

Bibliothekarische Konferenzen werfen ihre Schatten voraus. Am besten und schnellsten ist man wohl über Twitter informiert, denn dort vernetzten sich viele Aktive und Einrichtungen der Bibliotheksszene. Bibliothekarisch.de hat für alle, die sich noch wenig damit auskennen, einen Beitrag mit Links zum Twitter-Training, einer Anleitung + Video veröffentlicht.

Zum Abschluss ein netter Gag „Google60 – Search Mad Men Style“ – Google mal ganz nostalgisch (via Netbib). Wer hier sucht, muss Geduld mitbringen. Aber das Design ist lustig. 😉