Lesewolke

Just another librarian weblog

Posts Tagged ‘vascoda

Gelesen in Biblioblogs (24.KW’11)

with 2 comments

Natürlich ist in der letzten Woche noch einiges zum Bibliothekartag erschienen, zahlreiche Hinweise dazu gab ich bereits vorigen Beitrag.

Was war sonst noch los?! Citavi hat eine Version von Citavi Team Beta zum Testen ins Netz gestellt. Damit kommt das Literaturverwaltungsprogramm dem Wunsch seiner Nutzer nach, dass auch mehrere Personen an einem Projekt gemeinsam arbeiten können (via Literaturverwaltung & Bibliotheken).

Auf eine Studie zum Thema „Open Access in der deutschen Wissenschaft (SOAP)“ verweist Infobib. An der Umfrage hatten immerhin über 40.000 WissenschaftlerInnen teilgenommen. Die Autorinnen beschäftigten sich insbesondere mit den Antworten der ca. 3.000 Probanden, die in Deutschland tätig sind. In einem eigenen Beitrag ging Infobib dann der Frage nach, wie wichtig die Reputation bei der Auswahl der Zeitschrift ist.

Nicht alle Wissenschaftsdisziplinen begeistern sich für E-Journals. „Interessanterweise hat sich auch immer wieder gezeigt, dass Autoren der sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächer nicht in Zeitschriften zu publizieren wünschen, die nur digital vertrieben werden.“ schreibt R. Blomert in seinem Artikel „Festhalten am Papier“ der WZB Mitteilungen (2011) 132 (via Lemy’s Blog).

Elektronisch heißt noch lange nicht frei lesbar, wie wir wissen. Dazu gleich ein negatives Beispiel aus dem Informationsbereich. Die Zeitschrift “Information. Wissenschaft und Praxis (IWP)“ geht ab 2012 zum Verlag De Gruyter. Und wenn die Autoren bereit sind, € 1.750 Euro pro Artikel zu bezahlen, wird dieser frei zugänglich (via Infobib). Logisch, das gab wenig positive Kommentare (ebenfalls Infobib). Archivalia hat sich mal die rückliegenden Hefte angesehen und demnach scheinen allerdings die Jahre 2001, 2005-2011 bis 2011/4 online lesbar zu sein.

Wer prüfen möchte, wo im Internet (s)eine Abbildung noch veröffentlicht wurde, kann die Suchmaschine TinEye Reverse Image Search probieren, fand Netbib heraus. Selbst eine Änderung des Dateinames nützt hier nichts.

Am 13. Juni 2011 wurde „LIBREAS : Verein zur Förderung der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kommunikation (i.G.)“ gegründet. Er ist jedoch nicht identisch mit der Redaktion der gleichnahmigen Online-Zeitschrift, schreibt Libreas-Blog (siehe auch IBI-Weblog).

Dass Schulbibliotheken wieder an Bedeutung gewinnen, zeigten die 30 Beiträge beim Berliner Wettbewerb. Gewonnen hat schließlich die Lenauschule aus Kreuzberg (via Basedow1764 und AGSBB).

Das vascoda-Portal geht nun endgültig vom Netz. Lemy’s Blog widmet sich diesem Thema und verweist darauf, dass selbst die Virtuellen Fachbibliotheken viel zu unbekannt sind.

Die Ergebnisse der Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in Bibliotheken ist online. Das Resultat ist nicht berauschend: „geringe Aufstiegschancen, schlechte Einkommensbedingungen und eine hohe Arbeitsintensität“ (via Netbib und NRW-Blog).

Einer, der sich von schwierigen Bedingungen nicht abschrecken ließ, ist Yohannes Gebregeorgis. Er kündigte seine Bibliothekarstelle in den USA, um die Kinder in seiner Heimat Äthiopien für das Lesen zu begeistern. Mit einer mobilen Eselsbibliothek sollte es gelingen, auch abgelegene Dörfer zu erreichen (via bibliothekarisch.de).

Als Kontrastprogramm noch der Link auf eine weitere ungewöhnliche Bibliothek. Sie befindet sich auf der MS Europa.  Netbib verlinkt auf diese Schiffsbibliothek mit 3D-Panoramaansicht. 🙂

Gelesen in Biblioblogs (8.KW’11)

leave a comment »

OCLC veröffentlichte nun den Bericht über die öffentliche Wahrnehmung von Bibliothek in Amerika 2010 („Perceptions of Libraries 2010: Context and Community“ engl.). Diese Studie liefert nicht nur Daten über die Akzeptanz von Bibliotheken, sondern auch zu der Nutzung elektronischer Medien und sozialer Netzwerke verschiedener Nutzergruppen im Vergleich zum Jahr 2005. Librarian in Residence hat sich aus ausführlich mit dem Bericht auseinandergesetzt und festgestellt, dass er viele aktuelle Argumente für die Bedeutung und den Erhalt von Bibliotheken bietet.

Eine Auswertung der  Umfrage der Städtischen Bibliotheken Dresden, findet man in der Zeitschrift „Bibliotheken in Sachsen“ Heft 4/2010, siehe auch NRW-Blog. Hier wurde das Nutzungsverhalten nach Frauen und Männern ausgewertet. Ein weiterer interessanter Aspekt besteht darin, dass nur etwas über die Hälfte der Nutzer (53%) für sich selbst ausleihen. Die anderen versorgen noch andere Personen mit Literatur (siehe S. 264).

Vascoda meldet, dass man sich die Fachportale als Toolbar für Firefox, Internet Explorer, Safari und Chrome kostenlos herunterladen kann.

Auf einen Praxistest zum iPad von Magnus.de weist NRW-Blog hin. Hier wurde mal genauer hingeschaut, ob sich dieses Gerät zum Lesen von E-Books eignet.

Wer sich mit Bibliothekswesen beschäftigt, hört immer öfter den Begriff „Metadaten“. Eine Definition dazu hat Jakoblog entworfen und freut sich über Meinungen,  Korrekturen und Literaturvorschläge.

Die Diskussion um die Dissertation des Verteidigungsministers Guttenberg ging in der letzten Woche in die nächste Runde. Er gestand nun ein, „gravierende handwerkliche Fehler“ begangen und „Blödsinn“ geschrieben zu haben, bestritt aber den Vorsatz der Tat. Die Universität Bayreuth erkannte ihm den Doktortitel im Schnellverfahren ab (siehe auch „Guttenberg und die Herrschaft des Unbewussten″). Da die regierende Partei sich verhielt, als wären korrektes wissenschaftliches Arbeiten und ein Doktortitel nicht von besonderer Bedeutung, gab es schließlich Proteste seitens der Wissenschaftler. Ein „Offener Brief von Doktoranden an die Bundeskanzlerin“ wurde verfasst (siehe auch Facebook), der bereits von vielen unterschrieben wurde. Zahlreiche Links und Berichte zu dem Thema veröffentlichte Archivalia.

Am Wochenende wurden die Academy Awards of Merit verliehen, besser bekannt als „Oscar“. Wie der „Oscar“ zu seinem Namen kam, ist nicht eindeutig geklärt. Eine Version besagt, dass die Bibliothekarin der Academy ausgerufen haben soll: „Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!“, siehe dazu auch einen etwas älteren Artikel von VÖBBLOG. 🙂

Written by lesewolke

28. Februar 2011 at 04:00

Gelesen in Biblioblogs (2.KW’11)

leave a comment »

Die 2. Kalenderwoche startete mit der Nachricht, dass das vascoda-Portal abgeschaltet wird, was dann schließlich am 14. Januar passierte. Infobib griff das Thema auf. In den Kommentaren stehen einige Erläuterungen zu den Hintergründen und technischen Alternativen. Eine Liste der Partner, Virtuellen Fachbibliotheken und Fachportalen, in denen man weiterhin direkt recherchieren kann, findet man im vascoda-Blog. Wer die Weiterentwicklung von vascoda verfolgen möchte, schaut bei Password vorbei. Dort werden aktuelle Ressourcen und Netzwerke aufgelistet, die über vascoda berichten.

Nancy Pearl & her action figure

In dieser Woche gab es gleich zwei Geburtstagskinder, die aus bibliothekarischer Sicht von Interesse sind. Nancy Pearl wurde 66 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch! Da fängt das Leben an, wie wir wissen, und bibliothekarisch.de widmete ihr einen Beitrag. Sie hat es schließlich geschafft, als Bibliothekarin in den USA berühmt zu werden, denn es gibt sie sogar als Actionfigur. Obwohl diese leider sehr klischeehaft ausgefallen ist.

Das zweite berühmte Geburtstagskind hieß Wikipedia, die Süddeutsche berichtete darüber. Am 15. Januar 2001 startete dieses Online-Lexikon, an dem jeder mitarbeiten darf und das traditionelle Enzyklopädien schnell unattraktiv werden ließ. Auch Jakob Voß verfasste anläßlich dieses Jubiläums einen ausführlichen Artikel über die Anfänge von Wikipedia.

So langsam entdecken die Bibliotheken auch Smartphonebesitzer als Nutzergruppe. Die British Library hat ein extra App entwickelt, welches die Schätze dieser berühmten Bibliothek zeigt (Link zum Youtube-Video). Trotz ihrer Beliebtheit sind Apps aber nicht ganz unkritisch, zumindest wenn es um den Datenschutz geht. Diese Minianwendungen können auch Daten ausspähen und ungefragt weiterleiten, schrieb der NRW-Blog und bezog sich dabei auf einen Beitrag von Jörg Schieb.

Foto:  a-birdie bei flickr (Creative-Commons-Lizenz: by-nc)

Written by lesewolke

17. Januar 2011 at 04:00

Gelesen in Biblioblogs (21. KW)

leave a comment »

Netbib beschäftigte sich gleich zum Wochenanfang mit der Frage, ob das Projekt vascoda trotz des Scheiterns des Portals Vorteile für das Bibliothekswesen gebracht haben könnte.

Mit der Problematik des Digital Rights Management (DRM) und digitaler Wasserzeichen für E-Books befasst sich bibliothekarisch.de. Weiterhin gibt es dort einen schönen Beitrag zu nützlichen Einsatzgebieten für RSS-Feeds (really simple syndication)  in Bibliotheken.

Bibcamp 2010Eine Zusammenfassung einiger Themen und Ideen des Bibcamp3 findet man bei BibliothekarInnen sind uncool. Dabei geht es insbesondere um die Professionalisierung der Bibliothek 2.0 und neuen Bibliotheksservices für WissenschaftlerInnen.

Die Helmholtz-Gesellschaft veröffentlichte am 26.5.2010 ihren 32. Open Access Newsletter. Neben Hinweisen zur Open Access Week 2010 und weiteren interessanten Informationen, enthält der Newsletter auch einen Link zum gerade erschienen juristischen „Leitfaden zur Online-Bereitstellung  älterer Publikationen„, deren Rechte sich der Autor nach §137l UrhG für die eigene elektronische Veröffentlichung bis Ende 2008 sichern konnte.

Written by lesewolke

30. Mai 2010 at 00:05