Lesewolke

Just another librarian weblog

Posts Tagged ‘Virtuelle Fachbibliotheken

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’14)

leave a comment »

the-right-to-e-read-your-library_200x200Zum Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23.April bloggte Joost Smiers bei iRights.info: „Nur keine Angst: Unsere Kultur braucht kein Urheberrecht“ und begründete dies auch ausführlich (via Archivalia). Wer im 19. Jahrhundert Literatur benötigte, musste reiselustig sein. Das könnte mit dem E-Book nun wieder so werden, denn diese Literatur darf fast nie über Fernleihe der örtlichen Bibliothek zur Verfügung gestellt werden. Mit diesen und anderen aktuellen Problemen der Literaturbeschaffung beschäftigte sich ein Beitrag des Spiegel (via VÖBBlog). Konflikte zwischen Urhebern/Verwertern und den Nutzern der Werke beleuchtete ein Interview mit der Historikerin Monika Dommann bei Zeit online (via VÖBBlog). An dieser Stelle sei auch auf die Onlinepetition des European Bureau of Library, Information and Documentation Associations (EBLIDA) „Für das Recht auf elektronisches Lesen“ hingewiesen. Ultrà biblioteka kritisierte an der deutschen Kampagne „E-Medien in der Bibliothek – mein gutes Recht!“ vor allem die starke Orientierung auf Bibliotheken und schrieb „Kern der Kampagne sollten nicht unsere Probleme, sondern die Situation der Bürgerinnen und Bürger sein.“

Um den Bibliotheksbenutzer ein Gefühl zu vermitteln, wie hoch der Wert des Angebots ist, welches sie in Anspruch nehmen, hat die Stadtbücherei Öhringen einen Bibliotheksrechner auf ihre Internetseite gestellt. Dort kann man Ausleihen und Dienstleistungen eingeben und erhält Angaben zum Durchschnittspreis (via Grosse-Eule-Blog).

In Bibliotheken wird stets fleißig gezählt – Statistik. Auf Neuerungen in der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) 2015 ging NRW-Blog ein, verlinkte auf die Protokoll– und Fragebogenseiten.

Linktipps für die Nutzung von VPN, auch um Google Bücher zu lesen, die nur in den USA zugänglich sind, hatte Archivalia auf Lager.

Bisher gab es Regeln, was eine Bibliothek, die ein Sondersammelgebiet übernommen hat, erwerben und aufnehmen sollte. Nun kann jede SSG-Bibliothek selbst entscheiden, wie sie die Literatursammlung gestaltet, erklärte Christoph Kümmel in einem Interview mit dem Goethe-Institut. Für Literatursuchende gibt es dann keinen „übergreifenden und einfachen Überblick mehr„, meinte Netbib.

Für den Bibliothekartag 2014 hat der Berufsverband Information Bibliothek e. V. (BIB) in zahlreichen Bundesländer eine Anerkennung als Bildungsfreistellung/Bildungsurlaub erwirkt, siehe dazu Internetseite des BIB (via VDB-Blog).

Die meisten kennen die Mediothek Krefeld eher aus sozialen Netzwerken. Dörte Böhner war vor Ort und veröffentlichte bei Bibliothekarisch.de tolle Fotos.

Logo: Mehr Infos,  Logos und Poster gibt es auf der Internetseite des Deutschen Bibliotheksverbandes.

Gelesen in Biblioblogs (40.KW’13)

with one comment

Stadt- und Landesbibl. - Jugendabt.

Jugendbereich (SLB Potsdam)

In den letzten beiden Wochen beschäftigte sich der Themendienst des dbv mit den unterschiedlichen Nutzergruppen. In Folge 3 standen die Senioren und in Folge 4 die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt. Als positives Beispiel für eine gelungene Jugendabteilung wird die SLB Potsdam vorgestellt. Die aktuelle Ausgabe der Büchereiperspektiven widmete sich dem Thema Leseförderung und geht ebenfalls auf verschiedene Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ein, siehe VÖBBlog.

Manchmal sind Bibliotheken auch zu beliebt bei jungen Leuten. Mit Platzmangel wegen zu hohem Andrang von Studierenden kämpft das Grimm-Zentrum schon seit seiner Eröffnung. Nun soll eine HU-Homezone zumindest Plätze für die Studierenden der eigenen Hochschule sichern. Das kommt nicht bei allen gut an, wie der Artikel des Tagesspiegel berichtete (via VÖBBlog).

Mobile Geräte wie Smartphones sind zwar in aller Munde doch unbedingt nicht im Besitz vieler BibliothekarInnen. Da muss ein Trainingssmartphone für die Bibliothek her, meinte Karin Siebler und schlug vor, dafür abgelegte Geräte zu verwenden, siehe Infobib.

Nicht alle elektronischen Angebote bleiben dauerhaft bestehen. Ab 2014 wird die wissenschaftliche Suchmaschine Scirus des Anbieters Elsevier vom Netz genommen, siehe VÖBBlog. Auch Netzinhalte zu archivieren, kann aus urheberrechtlicher Sicht sehr problematisch sein. Ein Beitrag von Eric Steinhauer bei iRights.info zeigt, wie der „Aufbau nachhaltiger Speicher- und Sammelstrukturen verhindert“ wird. Den Aufschrei darüber wird es vermutlich erst in vielen Jahren geben, aber dann könnte es für viele Medien zu spät sein.

Und hier gleich ein praktisches Beispiel, dass eine digitale Veröffentlichung schnell wieder verschwinden kann: Webis-Blog kündigte das Themenheft Fachportale, der Zeitschrift Bibliothek, Forschung & Praxis an, welches demnächst erscheinen soll. Einige Preprints sind dort bereits verlinkt. Jedoch wird gleich darauf hingewiesen „Mit Erscheinen des Heftes werden die Preprints wieder von der Preprint-Plattform entfernt!“

Olympia Le-Tan kreiiert Handtaschen, die wie Erstausgaben berühmter Romane aussehen. Über diesen neuen Trend berichtete der Tagesspiegel (via Basedow1764’s Weblog).

Gelesen in Biblioblogs (8.KW’13)

leave a comment »

Eine Idee für eine nutzerfreundliche Kataloggestaltung findet man im Kölner UniversitätsGesamtkatalog KUG. Hier gibt es die nachträgliche Filtermöglichkeit nach ausleihbarer, online verfügbarer bzw. nur einsehbarer Literatur (siehe OpenBibBlog). EconBiz wurde ebenfalls weiterentwickelt und bietet eine visuelle Veranstaltungssuche im Bereich Wirtschaftswissenschaften an (siehe Webis-Blog).

Weil er sich in einem Blogbeitrag von 2010 kritisch über den Verlag Edwin Mellen Press geäußert hat, wurde Dale Askey  wegen Verleumdung verklagt (siehe auch Wisspub.net). Unterstützung aus aller Welt per Online-Petition könnte sicher nicht schaden. So kann man als Verlag natürlich weltweit Schlagzeilen machen. Der Blogbeitrag allein hätte sicher deutlich weniger Aufsehen erregt.

Übrigens hat nun eine Studie festgestellt, dass das geplante Leistungsschutzrecht verfassungswidrig ist, mehr dazu verriet heise.de. Im IUWIS-Blog schätzte Rainer Kuhlen den Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes und des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes ein. Obwohl man sich bemühte, die Position wissenschaftlicher Autoren zu stärken und eine Regelung für verwaiste Werke zu finden, gehen die Verbesserungen doch nicht weit genug (siehe auch Inetbib).

KRIBIBI, der „Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ wurde 30! Herzlichen Glückwunsch! Dazu gibt es einen ausführlichen Artikel in den Mitteilungen der VÖB 65 (2012) Nr. 3/4, der auch bei E-LIS online ist (via VÖBBlog).

„Köln ist seiner Zeit voraus“ meinte die Zukunftswerkstatt. Und das ist nicht übertrieben, denn die Stadtbibliothek bietet nun einen öffentlichen 3D-Drucker an. Doch das ist nicht alles. Die Bibliothek will einen Makerspace einrichten, dessen Eröffnung für Juni geplant ist. Dort soll es möglich sein, Schallplatten zu digitalisieren, Podcasts zu produzieren sowie mit iPads zu komponieren (siehe auch Beitrag auf der Internetseite von Köln).

Eine nette Idee, wie man Leuten Lust auf einen Bibliotheksbesuch machten könnte, hatten drei Studierende der Miami Ad School. In den U-Bahnen soll es kleine Stationen geben, die Leseproben verschiedener Bücher für Smartphones anbieten. Falls das Interesse geweckt wurde, kann sich der Nutzer informieren, in welcher nächstgelegenen Bibliothek das Buch verfügbar ist (via DocNews mit Video).

Science Fiction: Libreas betrachtete das Bibliothekswesen aus der literarischen Perspektive. Na dann, ab ins raum:shift[information science]: 10, 9, 8 … .

Der Harlem Shake hat den Planeten Erde erobert und ist inzwischen auch in Bibliotheken angekommen.  😉 Warum der Erfolg gerade daher rührt (ähnlich wie beim Gangnam Style), dass die Urheber NICHT auf ihre Rechte pochen, erklärte Netzwertig (via Infobib ).

Gelesen in Biblioblogs (50.KW’12)

with 2 comments

Medinfo machte auf den Artikel „The library and the campus visit“ in College & Research Libraries News aufmerksam. Lindsay Miller gibt darin Empfehlungen, wie sich Bibliotheken stärker an Tagen einbringen können, an denen Schüler den Campus besuchen, um sich über die Studienmöglichkeiten zu informieren. Die Campustour sollte genutzt werden, um die Rolle der Bibliothek im Studium vorzustellen. Dazu ist eine gute Vorbereitung nötig: sich in die Organisation der Campustour einbringen, aktuelle Informationen für alle Beteiligten (auch für das Auskunftspersonal), Geschichten, Insidertipps und ein ordentlicher Gesamteindruck.

Tame the Web stellte letzte Woche die provokative These auf, dass Bibliotheken keinen Social-Media-Plan brauchen. Wichtiger wäre es, ständig Neues zu lernen und den eigenen Auftritt dementsprechend zu ändern und anzupassen. Natürlich könnte man auch permanent an dem Plan herumändern, aber das kostet eben auch Zeit. Allgemeine Richtlinien werden jedoch als nützlich angesehen.

Über den ViFa-Workshop im November 2012 in Hannover hat Michael Hohlfeld im Webis-Blog einen ersten ausführlichen Bericht verfasst. Hier wird deutlich, dass wohl noch niemand eine tolle Lösung hat, wie es gelingen könnte, die Portale in den potentiellen Fachkreisen zu etablieren.

Bibliothekarisch.de beschäftigte sich mit der Zeitungskrise und verwies u.a. auf den Artikel “Die Lebenslügen der Digitalen Avantgarde und der Verlage” von Stephan Dörner.

Wer sich für Klosterbibliotheken und deren Digitalisate interessiert, sollte unbedingt den Blogbeitrag von K. Graf bei Hypotheses.org lesen.

Ein echtes Weihnachtsgeschenk machte uns Rainer Pörzgen mit der wundervollen bibliothekarischen WeihnachtsgeschichteDie Weihnachtsfee„. Ein dickes Dankeschön dafür!

Bevor es nun richtig besinnlich wird, heißt es Tanzen üben für Silvester. Diesmal im Gangnam Library Style. Die passenden Videos findet man im VÖBBlog. 😉 An dieser Stelle eines davon:

Damit endet für dieses Jahr die Reihe „Gelesen in Biblioblogs“. Den nächsten Wochenrückblick gibt es dann für die 1. Kalenderwoche 2013. Lesewolke wünscht fröhliche Weihnachen und einen guten Rutsch ins neue Jahr!