Lesewolke

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Posts Tagged ‘Werbung für Bibliotheken

Gelesen in Biblioblogs (36.KW’17)

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Einen Beitrag zur Deutschen Bibliotheksstatistik und einigen neuen Feldern veröffentlichte die Fachstelle ÖB NRW. Statistiken werden auch gern herangezogen, um Positionen zu begründen. Fortbildung in Bibliotheken verlinkt auf Beiträge zu und von Gerd Gigerenzer, der sich genauer anschaut, was hinter der Statistik steckt und auch an der Internetseite Unstatistik des Monats mitwirkt.

Zum einen wird bei der Forschungsförderung inzwischen öfter eine Open-Access-Veröffentlichung gefordert und zum anderen wollen wissenschaftliche Autoren natürlich gelesen und zitiert werden, wobei die Reputation, die vom Ruf der Zeitschrift abhängt, weiterhin sehr wichtig ist. Wenn Autorengebühren dafür fällig werden, meint man, Qualität und Begutachtung müssten gewährleistet sein. Die zunehmende Akzeptanz solcher Gebühren ruft aber auch schwarze Schafe auf den Plan, sogenannte Predatory Journals (Erläuterungen und Listen, Uni Mainz). Archivalia verlinkt auf aktuelle Beiträge zu einer Studie zu diesen Thema.

Das UrhWissG ist nun veröffentlicht und ab dem 1.3.2018 in Kraft (via Archivalia).

Basiswissen RDA gibt einen Überblick zur Sacherschließungsdebatte. Die Deutsche Nationalbibliothek plant, bei der Schlagwortvergabe zunehmend auf maschinelle Methoden zu setzen. Nicht alle sehen diese Entwicklung positiv. Auch das Börsenblatt berichtete darüber (via VÖBBlog).

Frederick Wiseman, ein US-amerikanischer Regisseur, drehte eine über 3stündige Dokumentation über die Öffentliche Bibliothek in New York (via Infobib). Der Film wurde sogar bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig gezeigt. Der dazugehörige Trailer ist allerdings nur 2:23 Minuten lang, zu sehen auf der Seite der Fachstelle ÖB NRW.

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Written by lesewolke

11. September 2017 at 08:45

Gelesen in Biblioblogs (35.KW’17)

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ZBW-Mediatalk stellte eine Liste von Kenntnissen zusammen, die nötig sind, damit Forschende Open Science leben können. Sie beruhen auf den Ergebnissen einer Umfrage der EU-Working Group on Education and Skills under Open Science. Bisher mangelt es noch an Trainingsangeboten bzw. sind sie zu wenig bekannt. „Davon abgesehen würden die meisten Forschenden, die dies noch nicht gemacht haben, gerne an Open-Access- oder Open-Data-Kursen teilnehmen.“ ergab die Studie.

Ein Plakat des Büchereiverbandes Österreich erklärt die Bibliothek in bunten Bildern. Das kann sowohl für Bibliothekseinführungen für Kinder nützlich sein, aber auch helfen, wenn es mal Verständigungsprobleme gibt, siehe VÖBBlog. Was man bei Fotos von Bibliotheksveranstaltungen alles beachten sollte (auch rechtlich), erklärt ein Beitrag im Blog Fachstelle ÖB NRW.

Lernen am Arbeitsplatz – die Unterschiede zwischen von Organisationen arragierten und selbstorganisiertem Lernen stellte ein Beitrag auf der Internetseite Modern Workplace Learning Magazine dar (via Fortbildung in Bibliotheken).

Eine überarbeitete und erweiterte 5. Auflage „Portale zu Vergangenheit und Zukunft : Bibliotheken in Deutschland“ ist nun online verfügbar,  auch in englischer Sprache (via BID).

Ein Bibliotheksumzug ist immer eine große Herausforderung. Die Kommission für One-Person Librarians des BIB hat ihre Checkliste Nr. 1 überarbeitet und stark erweitert, um damit eine Hilfestellung zu geben (via Netbib).

 

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4. September 2017 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (19.KW’17)

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Der VDB schrieb einen offenen Brief zum Thema Bibliothekartag als Antwort auf das Positionspapier des BIB (Heft 4/2017 der BuB), siehe auch bib-info.de. Darin zeigt sich der Verein enttäuscht über den Alleingang des BIB. Bis dahin hatten die beiden Vereine stets gemeinsam diese Tagung organisiert. Update nach Hinweis bei Fortbildung in Bibliotheken: Der BIB beantwortete diesen Brief bereits.

Mit den drei Wellen der Kataloganreicherung befasste sich Tim Spalding (Präsident von LibraryThing) in zwei Beiträgen (Part One: Where we’ve been, Part Two: Where Will We Go Next?), via Netbib. Unter anderem meint er, dass Kataloge bei der Anreicherung nicht nur für kommerzielle Dienstleister offen sein sollten, damit also auch für heimische und kollaborative Open-Source-Projekte.

Im April 2017 fand an der Universität Mannheim die Veranstaltung „Schreibberatung an Hochschulen – auch eine Aufgabe für Hochschulbibliotheken?“ statt. Nun sind die Materialien dazu online (via vdb Blog).

Lotse-Blog berichtete über ULB-Lotse, denn die Inhalte werden aktuell von der ULB Münster gepflegt. Enthalten sind viele Tutorials und Links zum Recherchieren, Schreiben und Zitieren. Um eine gute Weiterverwendung zu ermöglichen, stehen sie unter CC-By-Sa-Lizenz.

Die Illustratorin Patricia Thoma hat einen Stundenplan mit einer Affenbande im Bücherregal entworfen, den man kostenfrei herunterladen kann, siehe Jugendbibliothek21. Unten rechts ist dann noch Platz für den Bibliotheksstempel.

Fortbildung in Bibliotheken empfiehlt ein Buch, welches sich mit dem Altern und neuesten Erkenntnissen dazu auseinandersetzt, denn auch in Bibliotheken haben wir Nutzer verschiedenster Altergruppen. Eine Pressemitteilung bei idw-online stellt dieses Buch vor.

Und noch ein Literaturtipp. Schneeschmelze verlinkte auf die BroschüreDigitalpolitik : eine Einführung”, herausgeben von Wikimedia Deutschland und iRights.international.

 

 

 

 

 

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’17)

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Der „Leitfaden zu Open Educational Resources für Bibliotheken und Informationseinrichtungen“ wird als eines von drei Projekten mit dem Team Award Information Professionals (TIP) 2017 auf dem nächsten Bibliothekartag ausgezeichnet, siehe B.I.T. online (via Biboer). Aber man kann den Leitfaden bereits frei online lesen!

Libreas schaute sich das Diskussionspapier „Zur Nationalen Forschungsinfrastruktur“ des Rates für Informationsinfrastrukturen näher an. Hier werden die Voraussetzungen beschrieben, die die Fachcommunities, die Infrastrukturanbieter und deren Konsortien mitbringen sollten.

Zum Welttag des Buches 2017 am 23. April ging der Imagefilm „Netzwerk Bibliothek“ Teil 3 online, siehe Netzwerk Bibliothek (via Fachstelle ÖB NRW).

Die Nummer 18 „Weblogs nutzen und erstellen“ aus der Reihe Checklisten der Kommission für One-Person Libraries wurde nun völlig überarbeitet neu herausgegeben (via Netbib).

Stiftung Warentest ging der Frage nach, wie man am besten E-Books nutzt. Im Preis-/Leistungsvergleich lag hier die von Bibliotheken angebotene Onleihe vorn, siehe Archivalia.

BibComic besuchte das schmale Haus von Erwin Wurm. Dem Platzmangel mussten auch die Bücher angepasst werden. 😉

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2. Mai 2017 at 09:00

Gelesen in Biblioblogs (45.KW’16)

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Hinsichtlich der Einzelabrechnung für elektronische Literatur in Semesterapparaten regt sich immer mehr Widerstand angesichts des hohen Aufwands, siehe zkbw Blog (via Archivalia). Man hofft auf Neuverhandlungen. „Zunächst einmal sich nicht einschüchtern lassen!“ meinte das Urheberrechsbündnis zur Neuregelung hinsichtlich §52a UrhG.

Der VÖBBlog sammelte verschiedene Reaktionen auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum E-Book-Verleih. Der Deutsche Bibliotheksverband freute sich über die Entscheidung, denn bisher hing es vom Verlag ab, ob/welche E-Books von Bibliotheken verliehen werden dürfen oder nicht, während sie bei gedruckten Büchern keinen Einfluss darauf haben. Der EuGH entschied hingegen: „Das Verleihen elektronischer Bücher (E-Books) kann unter bestimmten Voraussetzungen dem Verleihen herkömmlicher Bücher gleichgestellt werden.“ siehe Pressemitteilung. Der Börsenverein war wenig erfreut.

Das Titelthema der Onlineausgabe 2/2016 der „027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur“ lautet „Computerlinguistik und Bibliotheken“ (via VÖBBlog). Unter anderem enthält die Ausgabe einen Artikel zur OCR-Erkennung bei Digitalisaten.

ZBW-Mediatalk erläuterte in diesem ausführlichen Blogbeitrag ihre Imagekampagne. Neben anderen Aspekten sollte die Rolle als digitaler Serviceanbieter besser bei den Nutzern bekannt werden.

Archivalia verwies auf die Linklisten bei Wikiversity zur Bildrecherche und bei Wikisource zur Suche nach Digitalisaten.

Eine Infografik, die zeigt, wie Licht den Büchern schaden kann, teilte Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

14. November 2016 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (43.KW’16)

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„Die neuen Heldinnen und Helden der Bibliotheken“ – so hieß ein Beitrag bei welt.de, der anläßlich des Tages der Bibliotheken 2016 gern geteilt wurde. Der Text stammt vom dbv und wurde als Advertorial veröffentlicht (via Archivalia & VÖBBlog). „Mich irritiert dennoch, dass die Presse (zumindest die Welt) anscheinend nur gegen Zahlung bereit ist, sich mit Bibliotheken zu befassen…„, schrieb Ulrich Herb bei Inetbib. Denn ein Advertorial, so lernten wir, ist laut Wikipedia eine „Werbeanzeige, die den Anschein eines redaktionellen Beitrages erwecken soll.“.

Im Blog Medienpädagogik erläutert detailliert ein Veranstaltungsformat, bei dem Schüler einen Trailer für ein Jugendbuch erstellen können (via Fortbildung in Bibliotheken). Neben einem Arbeitsblatt, welches hilft, inhaltliche Gestaltungselemente zu finden, sind praktische Tipps (z.B. Videoerstellung, Musikquellen) enthalten.

Eine Übersicht von „Video-Tutorials zu Open Access und Open Data“ veröffentlichte Publisso der ZB Med. Neben dem eigentlichen Link sind in der Tabelle Angaben zur Länge, Sprache und der Lizenz enthalten, gefunden bei Archivalia. Das Blog Archivalia widmete sich ausgiebig der Open Access Woche und publizierte nach eigenen Angaben 16 Beiträge zu diesem Thema, siehe Rückblick mit vielen Links.

Welche Bedingungen werden benötigt, damit sich digitales Publizieren und der freie Zugang zu den Veröffentlichungen durchsetzten kann? Im Rahmen des Programms „Eine Woche Zeit“ zum Thema „Konzepte wissenschaftlichen Publizierens im digitalen Zeitalter“ entstanden 10 Thesen, siehe Hypotheses Redaktionsblog.

Ein Beitrag bei dhmuc fragt „Wie permanent sind Permalinks?„. Hier werden auch die verschiedenen Arten von Links (permanente Identifikatoren, Direktlinks, Kurzlinks sowie aussagekräftige Links) und ihre Einsatzgebiete näher erläutert. Ein Peer Review ist ausdrücklich erwünscht. Der Artikel soll dann in der Online-Zeitschrift Informationspraxis erscheinen (via Archivalia).

Infografiken sehen schön aus. Aber wie recherchiert man nach darin enthaltenenen Texten? Die Forschungsgruppe Knowledge Discovery der ZBW entwickelte ein Verfahren zur Text-Extraktion: „es wendet eine neuartige Kombination von Methoden aus Bildverarbeitung und Data Mining an, die mit minimaler manueller Eingabe auskommt.„, siehe ZBW Mediatalk.

Die „digitale Bildungsrevolution“ – kommt er nun doch noch – der Paradigmenwechsel? Shift geht in einem ausführlichen Beitrag auf Akteure und Methoden ein und fragt sich, ob kritisches Denken noch gelernt/gelehrt wird oder alles im Klausurtraining endet (via Fortbildung in Bibliotheken). Letzteres ist wiederum ebenfalls ein Problem für die Wirtschaft „Sie braucht einerseits gescheitere, vielfältig fähigere, selbstständig denkendere und komplexere Aufgaben bewältigende Arbeitskräfte […]. Andererseits dürfen diese Arbeitskräfte nicht auf dumme Ideen kommen und etwa zu sehr selbstbeauftragt eigenmächtig lernen […]“ .

Librarian in Residence war in der letzten Woche in der New York Public Libary zu Gast, erkundigte sich dort nach Bibliotheksangeboten für Migranten und listete diese auf.

Gelesen in Biblioblogs (6.KW’16)

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In der letzten Woche fand die 13. Inetbib-Tagung in Stuttgart statt. Geplant ist ein gemeinschaftlich geschriebener Bericht über die Tagung. Darauf sind sicher einige gespannt. Bei Twitter konnte man schon vorab interessante Themen verfolgen, wie die Premiere der mylibrARy-App, Sacherschließung, Urheberrecht usw. Für viel Aufmerksamkeit sorgte die Checkliste für mehr Openness in Bibliotheken, die von allen Interessierten ergänzt werden kann (via Netbib). Bei dem Projekt geht es darum, Ideen für einfache Maßnahmen zu sammeln, die nicht teuer und in maximal 6 Monaten umsetzbar sind. Wie es zu dieser Idee kam erklären die Vortragsfolien von F. Lohmeier. Nutzen und Risiken bei der Auswahl von Discovery-Lösungen stellte Christof Rodejohann u.a. in seinem Vortrag „In die Zukunft steuern“ gegenüber (S. 8), online bei Slideshare. Vor allem ging er natürlich auf die Eigenentwicklung der SLUB Dresden ein.

Für Aufregung sorgte das Interview mit Rafael Ball in der Neuen Zürcher Zeitung. Unter anderem meinte der Leiter der ETH-Bibliothek Zürich: „Um Inhalte zu finden und zu lesen, brauchen Sie heute eben keine Bibliotheken mehr, weil Sie keine gedruckten Bücher mehr brauchen.„. Zudem wunderte er sich über die Aufregung, wenn Gemeindebibliotheken schließen müssten. Die zahlreichen Kommentare zeigten wenig Verständnis für solche Ansichten. Rudolf Mumenthaler machte in seinen Beiträgen „Sind Bibliotheken überflüssig? Eine Replik“ und „Bibliotheksbranche im Umbruch und Aufruhr“ deutlich, dass diese Sichtweise doch sehr oberflächlich ist und die zahlreichen Aktivitäten der Bibliotheken hinsichtlich neuer technischer Entwicklungen völlig ignoriert. Provokante Äußerungen könnten für interne Diskussionen durchaus ein Anreiz sein, sich über neue Wege Gedanken zu machen, wären aber in einer großen Tageszeitung schädlich. Man müsse befürchten, dass sich die Politik bei Sparmaßnahmen auf solche Experteneinschätzungen beruft. Ben Kaden setzte sich im Libreas Blog ebenfalls mit der aktuellen Rhetorik der Bibliotheksleiters der ETH Zürich auseinander. VÖBBlog meinte zu Balls Äußerungen: „wir leben in einer Zeit, wo es wichtig scheint, in den Medien präsent zu sein und wer zündelt, bekommt seinen Auftritt“ und verlinkte auf das Interview Balls mit dem SRF.

Der dbv veröffentlichte einen Animationsfilm zur Interkulturellen Bibliotheksarbeit. Ohne Sprache absolvieren zwei animierte Figuren einen Bibliotheksbesuch, zu sehen auf der Internetseite des dbv (auch als mp4-Download). In den sozialen Netzwerken sorgte der Film im Bibliotheksbereich eher für wenig Begeisterung. Deutlich mehr positiven Zuspruch bekam die Stadtbibliothek Eberswalde für ihren Werbespot. Wie ich finde, ein toller Film, der Lust auf einen Bibliotheksbesuch macht:

 

Text & Blog empfiehlt den ArtikelSocial Media-Aktivitäten wissenschaftlicher Bibliotheken – Ergebnisse einer Bachelorarbeit“ von Anika Pfützner. Er steht zum Peer Review bei der Online-Zeitschrift Informationspraxis bereit und kann dort kommentiert werden. Ein Erklärvideo bei Bibliothekarisch.de geht dem Phänomen Internettrolls ganz wissenschaftlich auf den Grund.

Eine Orientierungshilfe zum Urheberrecht bei Metadaten verfasste iRights.info. Auch in Bibliotheken werden Dokumente erstellt, verteilt & online veröffentlicht, z.B. für Schulungen oder Veranstaltungen. Durch eine Kennzeichnung  mit CC-Lizenzen wäre eine Weiternutzung möglich, meinte biboer und stellte in einem Blogbeitrag die Varianten dar.

Auch die virtuellen Besuche auf Internetseiten von Bibliotheken zählen für die Deutsche Bibliotheksstatistik (Zählpixelverfahren). Jedoch endet die Kooperation der HdM Stuttgart und dem HBZ Ende März 2016 und es wird nach neuen Möglichkeiten gesucht, schrieb NRW-Blog.

Zum Schluss noch ein bisschen Geschichte. Zettelkataloge findet man kaum noch in Bibliotheken. Einst waren sie eine revolutionäre Entwicklung. Gottfried Wilhelm Leibniz hatte in der Herzoglichen Bibliothek von Wolfenbüttel die Bücher aus dem Katalog einzeln auf Zetteln schreiben lassen und diese alphabetisch sortiert. Die Stuttgarter Zeitung widmete  Leibniz einen ausführlichen Artikel, der auch seinen Zettelkatalog nicht unbeachtet ließ (via Netbib).

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