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Posts Tagged ‘Werbung für Bibliotheken

Gelesen in Biblioblogs (14.KW’15)

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Die bayerische Landesfachstelle bietet auf ihrer Internetseite die Rubrik Generation Plus an, um öffentliche Bibliotheken mit Tipps zur geeigneten Medienpräsentation, Barrierefreiheit, Veranstaltungen und speziellen Services zu unterstützen (via NRW-Blog).

Christof Rolker sah sich die digitalen Sammlungen mit gemeinfreien Inhalten verschiedener Bibliotheken sowie deren Lizenzierung an (via Archivalia). Offensichtlich ist es noch nicht zu allen Einrichtungen durchgedrungen, dass zwar die Datenbank selbst urheberrechtlich geschützt sein kann, man jedoch kein Recht darauf hat, für die darin veröffentlichten, gescannten Einzeldokumente gemeinfreier Werke einschränkende Lizenzen zu vergeben (siehe dazu „Digitalisierung gemeinfreier Werke durch Bibliotheken“ von Till Kreutzer).

Ein tolles Erklärvideo zur Literaturrecherche für Studienanfänger hat die Hochschulbibliothek Karlsruhe bei Youtube veröffentlicht (via Bibliothekarisch.de):

 

Bibliothekarisch.de erläuterte in einem Blogbeitrag die Neuerungen bei OpenBiblioJobs. Es gibt nun wieder eine Kartendarstellung der offenen Stellen (also bitte beim beim Eingeben von Stellen die Postleitzahl nicht vergessen). Außerdem ist eine tabellarische Übersicht mit verschiedenen Features verfügbar.

Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung des BIB e.V. zur Zukunftsfähigkeit des Vereins sind online (via NRW-Blog).

Die bibliothekarische Garderobe ist Thema des Tumblr-Blogs „Librarian Wardrobe“ (via Netbib). Wer möchte, kann dort auch ein eigenes Foto hochladen. In der 286. Episode von BibComics entdeckten Bücher andere und sich selbst. Aprilscherze bibliothekarischer Einrichtungen sammelte Bibliothekarisch.de. 😉

Gelesen in Biblioblogs (12.KW’15)

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Videotrends auf Youtube von und über Bibliotheken spürte ZBW-Talk auf. Während Bibliotheken selbst eher seriöse Beiträge veröffentlichen, mit Themen wie Bibliotheksvorstellung, Veranstaltungen, Empfehlungen und Erklärungen, dominieren bei Privatpersonen Streiche, die eben auch mal in der Bibliothek spielen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Beispiele zu Haul- und ASMR-Videos. 😉

#Varoufake – Infobib schlug vor, bei Rechercheschulungen auf aktuelle Themen zurückzugreifen. Dabei lässt sich der kritische Blick auf Quellen gut vermitteln.

Über Erfahrungen aus dem ProjektLiteranauten überall“ berichtete Jugendbibliothek21. Außerschulische Lesenachmittage mit spannenden Themen sollen Jugendliche erreichen, die bisher kaum Zugang zum Lesen hatten.

Die Zusammenfassung der Evaluation zum Projekt „Lesestart“ wurde veröffentlicht (via NRW-Blog). Man verteilte seit Herbst 2011 in Kinderarztpraxen Lesestart-Sets für ca. 1jährige Kinder. Enthalten waren Informationsmaterialien für Eltern und ein altersgerechtes Bilderbuch. Die Aktion kam gut an. Bei einer späteren Befragung gaben fast alle Eltern an, das Buch mit ihrem Kind angeschaut zu haben, die meisten hatten auch Teile der Broschüre gelesen sowie ein besseres Bewußtsein für die Bedeutung des Lesens erlangt.

In Kooperation mit dem Verein „Freunde und Eltern der Pflege- und Adoptivkinder im Landkreis Verden“ hat die Stadtbibliothek Achim eine Leseecke speziell zu diesem Thema eingerichtet. Auch Lesungen zu diesem Themenkreis sind geplant, schrieb die Kreiszeitung (via NRW-Blog).

E-Books basieren heute meist auf einer gedruckten oder druckbaren Version (PDF, EPUB). Visionäre träumen von neuen Formen und multimedialen Objekten, die eingebettet werden. Nur benötigt man dies wirklich? Audio und Video existieren bereits außerhalb der Bücher. Würde dies dann immer noch Buch heißen, oder Kurs? Und welche Verwertungsgesellschaft wäre zuständig? Diese und andere Fragen stellte sich Schneeschmelze in seinem Beitrag „E-Book und Book-Book“. Die gemeinsame Erklärung der Kulturministerinnen von Frankreich, Polen und Deutschland sowie dem Kulturminister Italiens zur Mehrwertsteuer auf E-Books veröffentliche VÖBBlog. Eine Bestandsaufnahme Berliner E-Book-Verlage und -Händler lieferte e-book-news.de (via NRW-Blog). Demnach sind epubli, Kohlibri, PaperC und Xinxii auf Expansionskurs. Einige Startups musste jedoch auch aufgeben.

Nachdem es zum Bibliothekartag 2014 schon eine Ausgabe gab, ist nun das nächste Heft der Open-Access-Zeitschrift o-bib erschienen. Themen sind u.a. deutsche Handschriftenzentren, die Inhaltserschließung in der Deutschen Nationalbibliothek und Geokoordinaten. Archivalia bemängelte, dass es in den Beiträgen zu sehr um Selbstdarstellung geht, und die Zeitschrift keine Kommentarfunktion anbietet.

Am Anblick schöner Bibliotheken erfreuen wir uns doch immer wieder gern. Über 45+ Einrichtungen aus aller Welt zeigte Architekturdesign.net (via Netbib)

 

Tag der Bibliotheken in Berlin und Brandenburg 2015

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Eigentlich sollte diese Veranstaltung bereits Anfang November 2014 stattfinden. Sie wurde allerdings durch den Streik bei der Deutschen Bahn abgesagt. Auch dieses Mal drohte wieder ein Bahnstreik, der dank der Rückkehr der streitenden Parteien an den Verhandlungstisch zum Glück kurzfristig abgewendet wurde.

Bibliotheksführung

Kurz vor 10 Uhr stand ich also am 28. Februar 2015 vor der Staatsbibliothek zu Berlin. Denn vor Beginn der Veranstaltung wurden Führungen durch die Bibliothek angeboten. Hans Scharoun, einer der berühmtesten Architekten Deutschlands, hatte diesen Bau entworfen, der 1978 feierlich eröffnet wurde. Große offene Räume, Lichtpyramiden und die Milchglaskuppeln lassen diese Bibliothek noch heute sehr modern wirken (mehr zur Architektur & Kunst am Bau auf den Seiten der Staatsbibliothek zu Berlin).

Diashow aus der Bibliotheksführung, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Eröffnungsvortrag

Inzwischen waren auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingetroffen, und wir fanden uns zum Eröffnungsvortrag ein. Dirk Knipphals, Literaturredakteur bei der „taz“, hatte sich gut auf seine bibliothekarischen Zuhörerinnen und Zuhörer vorbereitet und hielt einen netten, unterhaltsamen Vortrag. Neben eigenen Erfahrungen von der Buchmesse und Erinnerungen an den Lesezirkel, streute er auch die Vermittlung von Informationskompetenz ein (um uns eine Freude zu machen).

Eröffnungsvortrag, Zeichnung von Sophia Halamoda

Eröffnungsvortrag, Zeichnung von Sophia Halamoda

Begeistert und von späteren Vortragenden gern aufgegriffen wurden die „leuchtenden Augen“ von Eltern & Kinder, die gern an ihre Bibliothek denken, oder bei der Rückbesinnung an lange Aufenthalten während der Studienzeiten. Öfter zitierte er aus John Williams‘ Roman „Stoner“ . Die Hauptfigur, ein Landwirt an der Uni,  entdeckte die Literatur und blieb an der Hochschule (siehe auch Rezension in der taz). Während des Vortrags zeichnete Sophia Halamoda auf wunderbare Weise eine Zusammenfassung des Gesagten.

1. Vortragspanel „Best Practice“: Informationskompetenzvermittlung & Kooperationen

Vier Vorträge waren für dieses Thema angesetzt. Cornelia Stabrodt und Marion Mattekat gingen vor allem auf die Kooperation von Bibliothek und Volkshochschule ein. In Cottbus sitzen beide Einrichtungen in einem Haus und wurden unter dem Dach Lernzentrum Cottbus zusammengefasst. Dafür wurde technisch aufgerüstet (um auch computerorientierte Kurse anzubieten), ein Corporate Design entworfen und ein gemeinsamer Servicebereich für Anmeldungen VHS-Kurse/Bibliothek angelegt. Mit dem Bildungsforum Potsdam ging man einen ähnlichen Weg (Beitrag zum BIB-Besuch im Bildungsforum mit Diashow). Auch hier sind Volkshochschule und Bibliothek sowie die Wissenschaftsetage unter einem Dach. Grundsätzlich wurde festgehalten, dass diese Kooperationen die Bedeutung und Sichtbarkeit der Einrichtungen bezüglich Geldgebern und poteniellen Nutzern/Kunden erhöhen. Praktisch besteht die Zusammenarbeit außerdem darin, auch auf die VHS-Kurse angepasste Medien anzubieten. Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Volkshochschulen und Bibliotheken in Brandenburg ist „Interkulturelle Begegnungen an öffentlichen Lernorten“. Für Menschen, die aus anderen Ländern aus verschiedensten Gründen nach Deutschland kommen, sollen hier Anlaufpunkte geschaffen werden.

Um verschiedene Kooperationen drehte sich auch der Vortrag von Anne Helbig & Dirk Wissen. Der Leiter der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt/Oder berichtete über die Veranstaltungsreihe „Das Leben erzählen“ (in Zusammenarbeit mit dem Verein „My life – erzähle Zeitgeschichte“), dem Spiel der Autorennationalmannschaften Deutschland & Polen auf dem Stadtfest und der Kooperation mit einem Fotografen, der dann im Gegenzug Hochzeitsfotos auf dem Balkon der Einrichtung machen darf. Anne Helbig, zeitweise Praktikantin in dieser Bibliothek, fand hier das Thema ihrer Masterarbeit und betrachtete „Bibliothek als Partner : Chancen und Risiken durch Kooperation“ in wissenschaftlicher Hinsicht.

Viele schöne Fotos und spannende Erlebnisse brachte den Bibliothekarinnen und Bibliothekaren das ProjektWir Kinder aus Hohenschönhausen – Fotostory 2.0„, einer Kooperation der Anna-Seghers-Bibliothek, der Hort der Matibi-Grundschule und der MEDIA TO BE e.V.

TutorialIm letzten Vortrag des Panels berichtete Carla Freise über die Entstehungs des Tutorials für Schüler (CC BY-NC-ND 4.0) , ein Projekt des Netzwerkes Informationskompetenz Berlin/Brandenburg (NIK-BB) in Kooperation mit der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM). Kurze, einführende Erläuterungen zur Themenfindung, der Recherche und dem Schreiben sollen Schülern und Studienanfängern helfen und die Nachfrage nach Kurswünschen an Hochschulen – insbesondere für Schüler – wieder etwas reduzieren. Wir erfuhren, dass die Studierenden des 3. Semesters im Bibliothekswesen doch einige Mühe hatten, einfache, verständliche Texte für Anfänger zu verfassen, der Betreuungsaufwand nicht zu unterschätzen sei und leider der Wunsch nach viel Interaktion im Tutorial weitestgehend ignoriert wurde. Trotzdem fanden die Kolleginnen des NIK-BB die Zusammenarbeit mit der Hochschule gut und würden es wieder tun.

2. Vortragspanel „Best Practice“: Erfolgreiche Förderanträge & Marketingprojekte

Best Practice, Zeichnung: Sophia Halamoda

Best Practice, Zeichnung: Sophia Halamoda

Über das Kompetenzzentrum für Lizenzierung informierte uns Ursula Stanek. Mit Sitz in Berlin und Göttingen soll es die Fachinformationsdienste (FID) bei der Lizenzierung und Bereitstellung digitaler Medien unterstützen. Dieses Angebot wurde bereits von 29 FIDs genutzt, da es bezüglich der vielfältigen Varianten der Lizenzierung elektronischer Ressourcen doch noch viel Unklarheiten gibt. Ansonsten bleibt es hier spannend, da die FIDs mit großen Nutzergruppen erst in diesem Jahr an den Start gehen.

Das Projekt Europeana Newspaper stellte Hans-Jörg Lieder vor. Hier erfolgte die Kooperation auf internationaler Ebene. 10 Millionen Seiten historischer Zeitungen verschiedener Länder (zu beachten: das Urheberrecht) wurden digitalisiert. Einige Tools mussten extra für das  Projekt entwickelt werden, z. B. Named Entity Recognition (NER), um Personennamen, Orte und Institutionen im Volltext zu lokalisieren und suchbar zu machen (mehr im Europeana Blog). Überhaupt machte die Texterkennung in den alten Zeitungstexten viele Schwierigkeiten und wer hier auf Perfektion aus sei, könne gleich aufgeben, hörten wir.

Einen lebendigen Einblick in FaMI-Projekte, die an der TH Wildau durchgeführt werden, vermittelte uns Nicole Kusserow. „Schmökern in den ersten Advent“ heißt eine Veranstaltung, die die Auszubildenden planen und durchführen (u.a. mit Quiz, Abendessen, Übernachtung). Ein weiteres Projekt ist der Sticker Shock. Dabei wird den enormen Kosten von Medien (z.B. wissenschaftlicher Zeitschriften und Datenbanken) einem Vergleichsobjekt entgegengestellt (Fahrzeug, Reise o.ä.). Die Idee dazu stammt von der Bibliothek der Cornell Universität.

In einer großangelegten Studie wurden Berliner Bibliotheksnutzer und Nichtnutzer nach ihrer Meinung und ihre Interessen befragt. So halten 96% der Nutzer und 90% der Nichtnutzer öffentliche Biblitoheken für ein wichtiges Angebot. Die persönliche Beratung wurde sehr positiv eingeschätzt. Alle Ergebnisse zu NuMoB – Nutzungsmonitoring in Bibliotheken findet man auf der Internetseite zur Studie.

Podiumsdiskussion: Veränderungen im Bestandsmanagement am Beispiel der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)

Dieses Thema sorgte bereits seit Ende 2014 für viel Aufregung, wovon die Leitung der ZLB, als auch die Ersteller des Gutachtens Prof. Cornelia Vonhof und Prof. Dr. Konrad Umlauf völlig überrascht wurden. Sogar die Medien beschäftigten sich mit dem geplanten Bestandskonzept (z.B. taz, Berliner Kurier & RBB), Verdi kritisierte es, und inzwischen wurde eine Open Petition ins Leben gerufen. Zustimmung für das Konzept kam vom dbv Berlin. In einem Blogbeitrag kritisierte Ultrà Biblioteka eben diese offene Positionierung, da hier finanzielle Interessen bei der Auslagerung von Dienstleistungen an die ekz nicht auszuschließen seien.

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Auf dem Podium in Berlin ging der Moderator Dr. Werner die Punkte der Kritiker durch und befragte Managementdirektor Volker Heller & Prof. Dr. Konrad Umlauf nach ihren Argumenten dazu. Heller hoffte durch eine Erwerbung mittels Standing Order auf freiwerdende Ressourcen für Service und Innovation. Er versicherte, dass der Vorwurf, Büchern auszusondern, die zwei Jahre nicht verliehen wurden, frei erfunden wäre. Umlauf machte deutlich, dass er dem Sachverstand der 300 Lektoren der ekz vertraue, definitiv keine Gefälligkeitsgutachten mache und schon seit jeher auf einen praxisorientierten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen bedacht sei. Dass dafür Fremdleistungen in Anspruch genommen würden, wäre noch nicht einmal besonders originell.

Eine vermutete, heiße Diskussion mit dem Publikum blieb weitesgehend aus. Erst ganz zum Schluss kam der Hinweis auf das Gegengutachten, eine Kritik daran, dass Gegenstimmen nicht auf das Podium eingeladen waren sowie der Hinweis auf die Sitzung dazu im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses am 2.3.15 (taz berichtete).

Weitere Infos:

Grafiken: Ein herzliches Dankeschön an die Illustratorin Sophia Halamoda (ihre Internetseite) für die Erlaubnis zum Fotografieren und Posten der grafischen Mitschriften! 🙂

Gelesen in Biblioblogs (6.KW’15)

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Die ersten drei Beiträge der neuen Open-Access-Zeitschrift „Informationspraxis“ sind nun online und warten auf Kommentare. Die Themen der ersten Ausgabe könnten sein: Barrierefreiheit in der Digitalen Bibliothek, die Überprüfung von „Double Dipping“ bei Verlagen (Subskriptionsgebühren + Publikationsgebühren für den gleichen Artikel) und gute Bibliothekspolitik. Laut letzterem Beitrag wären für eine Stärkung der Position der Bibliothek Netzwerke und Freundeskreise sehr hilfreich. Der dbv sucht übrigens gerade den „Freundeskreis des Jahres“ (via NRW-Blog). Mehr zur weiteren Vorgehensweise bei der Zeitschrift „Informationspraxis“ und dem Open-Peer-Review im Blog steht im zugehörigen Blog. Zwei Kurzberichte sind übrigens schon in der 1. Ausgabe drin (7. Wildauer Bibliothekssymposium, App „Weltbrand 1914“). Einen Blick hinter die Kulissen ermöglichte uns der Mitinitiator der Zeitschrift & Co-Autor eines der ersten Beiträge Rudolf Mumenthaler in seinem Blog.

Vor 18 Monaten wetteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Inetbib-Tagung, wie die Entwicklung von Open Access wohl weitergehen wird. Die Ergebnisse & die Gewinnerin wurden nun im Libreas-Blog bekanntgegeben.

Eine schöne Idee hatte die Zentralbibliothek Köln. Sie veranstaltet neuerdings Travel Slams. Vier Teilnehmende haben je 15 Minuten für eine spannende Präsentation ihrer Reise (via dasbibliothekswissen). Die Veranstaltung ist natürlich auch ein Treffpunkt für Reisebegeisterte.

Was haben „Expedition“ und „Tiefenrausch“ mit der Suche nach Literatur zu tun? Hinter diesen Veranstaltungsformaten verbirgt sich der Einsatz interaktiver Bildschirme für eine Visualisierung von Recherchestrategien, initiiert von der Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion.  NRW-Blog berichtete darüber (Teil 1, Teil 2).

Viele Tipps für Bibliotheken, die sich gern mal an Pinterest versuchen wollen, hatte Birgit Fingerle im ZBW-Mediatalk im Angebot (via Netbib).

Über den Brand in der Bibliothek für Sozial- und Geisteswissenschaften der Russischen Akademie der Wissenschaften (INION) berichtete  Ekaterina Vardanyan in einem Gastbeitrag im Blog Informationspraxis.

Auf einen Beitrag von Peter Bastian über seinen Besuch des Prunksaales der Wiener Nationalbibliothek mit wunderschönen Fotos, verlinkte VÖBBlog.

Gelesen in Biblioblogs (38.KW’14)

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Mit dem „In-Szene-Setzen von Details und Trendthemen“, kurz Storytelling, beschäftigte sich die Stadtbücherei in Bochum und berichtete in einem Beitrag des NRW-Blog darüber. Um eine praktische Vorstellung zu bekommen, lohnt es sich auch mal in den Blog dieser Bibliothek zu schauen. Einfach wundervoll fand ich den Beitrag „Herr Erdmann reist per Anhalter„.

Um mehr Aufmerksamkeit für Bibliotheken geht es in der Imagekampagne „Netzwerk Bibliothek“, mehr dazu beim dbv (via NRW-Blog). Lib{cache meinte, dass Bibliotheken schließlich mit vielen anderen Einrichtungen um das Interesse konkurrieren. Bezugnehmend auf Dale Carnegie empfiehlt er, statt dessen Freunde für Bibliotheken zu gewinnen. Das gelingt besser, wenn man anderen Aufmerksamkeit schenkte, als sich nur darum zu kümmern, selbst welche zu bekommen.

Aufmerksamkeit möchten auch TeilnehmerInnen von Postersessions. Hatori Kibble erklärte in einem Blogbeitrag, mit welchen Mitteln er sein Poster für die IFLA-Konferenz gestaltet hatte, und welche Angebote drumherum nützlich sein können. Empfehlenswert!

Und wie viele Leute fanden die Bibliotheksseiten in den sozialen Netzwerken Twitter, Facebook und Google+ so interessant, dass sie sie abonnierten? Die ZBW veröffentlicht ab sofort wieder Bibcharts. Darin kann man die Abonnentenzahlen vergleichen bzw. sich grafisch anzeigen lassen.

Bei der Onleihe wird gerade von drei Pilotbibliotheken eine neue Zusatzoption getestet. Die Nutzer können sich auch dafür entscheiden, einen Kaufbutton zu klicken, z.B. wenn das Buch ausgeliehen ist. Bei Bibliothekarisch.de schimpfte Dörte Böhner, Bibliotheksangebote derart zu kommerzialisieren. Auch Schneeschmelze und Netbib ärgern sich darüber, dass sich Bibliotheken auf solche Dinge einlassen. Ultrà Biblioteka sah im Kaufbutton ein Verstoß gegen den „Code of Ethics“ und schrieb einen Brief an die Ethik-Kommission. Zur angekündigten Provisionszahlung an Bibliotheken für weitergeleitete kaufwillige Kunden hat die Rechtsabteilung des Börsenverein schon eine ablehnende Meinung veröffentlicht.

Obwohl es manchmal gar so scheint, als würden sich neue Technologien durchsetzen, sollte man diese doch im Auge behalten, meinte Birgit Fingerle in einem Blogbeitrag bei ZBW Talk. In der Vergangenheit kam es durchaus vor, dass vermeintlich minderwertige Erfindungen weiterentwickelt wurden, bis sie die herkömmliche Technik überrundeten und dann plötzlich von den Kunden bevorzugt wurden (Dampfschiffe <-> Segelschiffe; analoge Fototechnik <-> digitale Fototechnik).

Über die Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke berichtete Bibliothekarisch.de. Man kann sich die Exponate auch virtuell anschauen. Zugegeben, ich war ziemlich enttäuscht, dass die Schriftstücke in so geringer Größe eingescannt wurden, dass man die Texte oft nicht lesen kann.

Auch schon früher träumten die Menschen von innovativen Erfindungen und Autoren beschrieben solche Ideen in Science Fiction Romanen. Was so alles davon wahr wurde, zeigte uns eine Grafik bei Bibliothekarisch.de. 🙂

Neue Ansätze der Nutzungsforschung beim #bibtag14

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Aus dem Vortrag "Kommunikation im Netz" vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

Aus dem Vortrag „Kommunikation im Netz“ vom Jens Wonke-Stehle, Isabella Meinecke

„Kommunikation im Netz“, so dass erste Vortragsthema, ist nicht in erster Linie ein Frage von Techniken und Strategien sondern von der Begeisterung der Menschen, die dahinter stehen. Ihre eigene  Begeisterung für Twitter als Lernort und Kontaktbörse brachten Jens Wonke-Stehle und Isabella Meinecke sehr gut rüber. Der Erfolg oder Misserfolg der Social-Media-Aktivitäten hängt damit vor allem an den MitarbeiterInnen, die dahinter stehen und das Bild der Einrichtung im Netz gestalten. Als besonders positives Beispiel wurde die Vorstellung der Arbeitsaufgaben von Markus Trapp aus der Stabi Hamburg im nichtbibliothekarischen Blog „Was machen die da?“ erwähnt.  Jeder kommuniziert wohl lieber mit einem Menschen, als der abstrakten Vorstellung von einer Einrichtung. Noch ein paar Zahlen aus dem Vortrag über die Nutzung der Bibliotheken von Web 2.0-Varianten: 85% Blog, 48% Facebook, 39% Twitter.

Viele Zahlen hatte Timo Glaser bei seiner Analyse der Twitteraktivitäten von Bibliotheken auf Lager (Update: 10.06.14: Link zur Präsentation). Immerhin 71 Prozent der untersuchten Tweets waren manuell erstellt. Man kann auch automatische Tweets posten, aber bitte nicht um Mitternacht, denn um diese Zeit werden sie nicht gelesen, wie die nicht vorhandenen Reaktionen zeigten. Beim Twittern geht es nicht nur darum, selbst Inhalte zu produzieren. Das Folgen von Accounts, die für die Nutzer interessante Inhalte bieten könnten, retweeten, antworten sind Aktivitäten, die entscheidend zur Akzeptanz beitragen können.

Web 2.0 kann auch bedeuten, Anwender direkt bei der Metadatenerstellung zu beteiligen. Das geschah beim dänischen Projekt LARM Audio Research Archive. Wissenschaftler annotierten Audiodateien. Dr. Elke Greifeneder erforschte dieses Projekt und stellte ihre Ergebnisse vor (Link zur Präsentation). Ob die Erstellung oder Bereitstellung von Daten für die Öffentlichkeit durch Anwender auch funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Müssen, kein Interesse, kein für sich selbst erkennbarer Nutzen, fehlendes Vertrauen verhindern solch eine Beteiligung.  Nicht gegen alles gibt es Mittel. Darum ist es um so wichtiger, die sogenannten Poweruser, also Aktive, die sich stark engagieren, unbedingt ernst zu nehmen. Mancher Verbesserungswunsch wurde schon damit abgeschmettert, dass es zu kompliziert, schwierig umzusetzen und eine große Aufgabe sei. Alles kein Grund, die Probleme nicht anzugehen, meinte Frau Greifeneder. Denn wenn man ein Jahr nicht putzt, stände man auch vor einer großen Aufgabe. Ihr Motto: „Es ist Zeit zu putzen!“ Es war ein sehr lebendiger Vortrag, der deutlich machte, worauf es ankommt.

 

Marketingstrategien und Imagekampagnen beim #bibtag14

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In der NuMoB-Studie = Nutzungsmonitoring in Bibliotheken, die Charlotta Hardtke-Flodell von der ZLB vorstellte, wurden immerhin 14.000 Probandinnen befragt, manche Face-to-Face bzw. über ein Online-Formular. Es stellte sich heraus, dass die aktiven Nutzer vielseitige Interessen haben. Die Theorie, dass man als Kind eine Bibliothek besucht haben müsste, um später Bibliotheksnutzer zu sein, konnte nicht bestätigt werden. 39 Prozent der Nutzer sind berufstätig. Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen könnten laut Frau Hardtke-Flodell sein, dass man auf den hohen Teil der Berufstätigen schaut, ob dies mit den Öffnungszeiten kompatibel ist. Bibliotheksangebote könnten auch an anderen Orten präsent sein, z.B. beim Kinderarzt, in Vereinen oder Orten der Weiterbildung.

Beispiele für Marketingstrategien für E-Medien zeigten Frauke Schade & Sebastian Mundt im Vortrag „Das Unsichtbare sichtbar machen“. Aus Sicht des Kunden passend und sympathisch soll die Werbung sein. Ein Beispiel war die französische App Lekiosk, die versucht das Virtuelle damit zu überwinden, dass ein grüner Kiosk darstellt wird, wie ihn Pariser von den Metrostationen kennen. In einem weiteren Beispiel wird mit einem großen Kubus im Bahnhofsbereich für E-Book-Reader geworben bzw. diese als Geschenk für die Eltern angepriesen. Ansonsten war es eher ein theoretischer Vortrag mit vielen Schlagworten.

Keine Mühen scheute die ZBW bei ihrer Imagekampagne (siehe auch alles-finden-zbw.eu) die zum Ziel hat, die Angebote bundesweit bekannt zu machen. In den ersten zwei Phasen ging es um die „Positionierung als unkomplizierter und sympathischer Möglichmacher“. Mit einem Bild- und Storykonzept wird ­u.a. mit Postkarten, Lesezeichen, Aufkleber, Webbanner, Printanzeigen  (in den Zeitschriften des Hausese), Videospot und positiven Äußerungen von Nutzern geworben. Geplant sit eine Roadshow an Hochschulen. Respekt für diese Kampagne, die von einem Team der ZBW allein entwickelt wurde. Lediglich ein Fotograf sorgte für die professionellen Bilder.

 

Written by lesewolke

10. Juni 2014 at 06:30

Gelesen in Biblioblogs (19.KW’14)

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In einem Interview der Netzpiloten (auch im Freitag erschienen) berichteten Corinna Haas und Beate Rusch über die neue digitale Welt in Bibliotheken (via Blog des OPL-Arbeitskreises Berlin-Brandenburg).

Benefits of reading books

Der Elending Landscape Report 2014 (online verfügbar) zeigt die Ergebnisse einer Studie über den Verleih elektronischer Medien in öffentlichen Bibliotheken in Kanada, USA und Europa, in Auftrag gegeben von der ALIA (Australian Library and Information Association), via NRW-Blog.

W steht für World Wide Web meinte ein peppiges Bibliothekslied, welches das Alphabet verwendet und für jeden Buchstaben eine Grund findet, warum Kinder einen Bibliotheksausweis haben sollten (siehe Bibliothekarisch.de).

Besonders für kleinere Einrichtungen ist es gar nicht einfach, stets in sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Ganz offen über Schwierigkeiten bei der dauerhaften Realisierung von Aktivitäten in Facebook erzählen die Mitarbeiter der Bibliotheken aus Burscheid und Rösrath, siehe NRW-Blog.

Seine Begeisterung für den Charme alter Bibliotheken mit ihren historischen Beständen spürt man in dem Bericht von Andreas Lerch über seine Forschungen in der Apostolischen Bibliothek im Vatikan (via Archivalia).

Eine hübsche Grafik über den Nutzen des Lesens hat Gosia Zimniak entworfen und bietet diese bei Visually zum Teilen und Einbetten an (via Bibliothekarisch.de).

Grafik: Gosia Zimniak. Explore more visuals like this one on the web’s largest information design community – Visually.

Gelesen in Biblioblogs (16.KW’14)

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Für gutes Marketing für Bibliotheken hat die IFLA nun zum 12. Mal Preise vergeben (via NRW-Blog). In einem Storify werden die Gewinnner und ihre Ideen vorgestellt.

Die Aufzeichnungen der Lesestart-Webinarreihe für BibliothekarInnen sind online (via NRW-Blog). Behandelt wurden dort unter anderem die Themen Vorlesepraxis, Elternveranstaltungen und Bilderbuch-Apps.

Im Heft 1/2014 der Zeitschrift “BIS – das Magazin der Bibliotheken in Sachsen” berichteten Tracy Hoffmann (Systembibliothekarin) und Alexander Bigga (TYPO3-Entwickler) über ihre Tätigkeitsfelder in der Bibliothek (via NRW-Blog).

Open Educational Resources (OER) könnte ein neues Betätigungsfeld für Bibliotheken werden. Jan Neumann nannte als Aufgaben, die laut einer Studie bereits in Projekten von Bibliothekaren erledigt wurden. Dabei geht es weniger um die Inhalte sondern das Drumherum, also Beschreibungen, Archivierung und Marketing. Mehr dazu im Preprint seines Artikels (Bibliotheksdienst, Bd. 47, H. 11, S. 805–819), via Netbib.

Das Siegervideo des Wettbewerbs „Why Open Education Matters“ zeigte Bibliothekarisch.de. Die Firma Blink Tower aus Südafrika erklärte dort, was man unter OER versteht und warum es so nützlich ist.

Wer öffentlich, z.B. per Weblog, Inhalte verbreitet, sollte sich gut mit dem Urheberrecht auskennen. Sonst kann schnell eine Abmahnung drohen. Archivalia schrieb über seine Erfahrungen und gab Tipps, was man im tun sollte, wenn es einen doch mal trifft.

Eine neue Entscheidung zur Frage, welchen Umfang man genau bei der Bezeichnung „kleine Teile“ zu verstehen hat (§52a UrhG, Zugang zu Werken auf geschlossenen Lernplattformen) gibt es nun vom BGH. Nach deren Auslegung sind 12 Prozent und nicht mehr als 100 Seiten legal, und zwar auch zur Ergänzung und Vertiefung des behandelten Lehrstoffs, siehe Internet-Law (via Archivalia).

Trotz steigender Akzeptanz elektronischer Bücher sind die Druckausgaben noch nicht aus der Mode. Eine Infografik bei Bibliothekarisch.de zeigte, warum sie nach wie vor beliebt sind.

10 Tassen, die auf literarische Werke Bezug nehmen, zeigte OEDb (via Netbib).

Written by lesewolke

22. April 2014 at 07:00

Gelesen in Biblioblogs (2.KW’14)

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Gemütlichkeit und Emotionen statt der bisher eher nüchternen Ankündigungen: An einem netten Beispiel stellte NRW-Blog vor, wie sich eine öffentliche Bibliothek auf den Weg zu neuen Dienstleistungen und zielgruppenorientierter Öffentlichkeitsarbeit machen könnte (z. B. Darstellung in sozialen Netzwerken).

In einem Video machte die FH-Bibliothek Aachen auf ihr Auskunftsangebot aufmerksam,  siehe Bibliothekarisch.de.

Die papierlose Bibliothek in Texas sorgte für Beachtung im Bibliothekswesen. Lesen.net berichtete von dieser Einrichtung und ersten, guten Erfahrungen (via Netbib).

Die Nutzung von Internetplattformen hat Schattenseiten: unzählige Passwörter, die dazu noch möglichst kompliziert gestaltet sein sollten. Wie schnell ein Passwort bei dem Angriff eines Hackers geknackt werden kann, hängt von der Länge und der Vielfalt der verwendeten Zeichen ab. Bibliothekarisch.de hat eine Infografik eingebettet, die zeigt, wie erschreckend schnell einfache Passwörter ermittelt werden können und verwies u.a. auf ein Programm der Universität Emden, welches die Sicherheit von Passwörtern errechnet.

Auf die Zeitschrift „LIES – Lernen Informieren Erleben in der Schulbibliothek“ machte NRW-Blog aufmerksam. Diese Zeitschrift gibt es tatsächlich schon sei 30 Jahren. Ab Nummer 15 von 2006 stehen die kompletten Hefte zum Download zur Verfügung.

Ein Beitrag im NRW-Blog erläuterte, wie die Lizenzierung vom RDA Toolkit funktioniert und wohin sich Interessenten wenden können.

By Alejandro Escamilla (Unplash.com)

By Alejandro Escamilla (Unplash.com)

Gute Bilder unter CC0-Lizenz bietet Unsplash.com (via Infobib). Es sind unter anderem auch Fotos dabei, die thematisch für Bibliotheken passend sind. Allerdings muss man etwas suchen, da die Bilder nicht beschriftet oder getaggt sind. Alle 10 Tage gibt es 10 neue Fotos.

Ein nettes Fundstück präsentierte uns der Blog der Stadtbibliothek Salzgitter: „Bibliothekar – ein Beruf für Dich!„, ein Buch aus dem Jahr 1955. Die Zitate daraus sind teils amüsant bzw. erinnern an typische DDR-Sprache. Schön fand ich “Du darfst nicht denken, daß Bibliothekare nur in ihrer Bibliothek “hocken” – das war einmal.“ Und für die Wiedervereinigung Deutschlands und den Erhalt des Friedens diente so ein Beruf in dieser Zeit natürlich auch.  😉

Gelesen in Biblioblogs (50.KW’13)

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Im neuesten Heft „Zum Lesen“ (frei online verfügbar) des Bibliotheksverbandes Südtirol geht es unter anderem um die Zusammenarbeit von Bibliotheken und Ortschronisten. Der Themenschwerpunkt ist allerdings Public Relations und beleuchtet Gründe, gibt Tipps für gute Fotos, Pressemitteilungen und Jahresberichte uvm. (via VÖBBlog).

Eine Bibliothek ohne Bücher?! Zumindest nach gedruckten Medien sucht man in der Bexar County Digital Library in San Antonio (Texas) vergeblich, wie ein Beitrag im Buchreport berichtete (via Basedow1764 Weblog). Dafür bietet die Bibliothek Computerarbeitsplätze, Laptops und Tablets. Das Ausleihangebot umfasst u.a. über 10.000 E-Books. Zum Download kann man den eigenen E-Book-Reader nutzen oder leiht sich einen von über 800 E-Book-Readern aus.

Die C’t verglich das Angebot verschiedener E-Book-Shops und stellte dabei fest, dass es nicht überall gleich gut ist  (via NRW Blog).

die_bibliothekarin_2013_02_04 Ein Beitrag bei Yahoo listete fünf Berufe ohne Zukunft und Aufstiegschancen auf. Auf dem 5. Platz landete der Bibliothekar. Wegen neuer technologischer Möglichkeiten und mangelndem, finanziellen Einsatz vom Staat, empfiehlt der Artikel, lieber auf ErnährungsberaterIn zu wechseln (via Netbib).

Discoverysysteme waren das Thema der Tagung des Netzwerks Informationskompetenz in Hessen. Eine Präsentation von D. Böhner, in der sie herkömmliche Kataloge und Discoverysysteme vergleicht sowie der Frage nachgeht, wie in beiden Fällen der Schulungsbedarf aussieht, ist bei Bibliothekarisch.de online.

Der GBV führt zu Weihnachten neue Möglichkeiten ein, zum einen die automatische Verfügbarkeitsprüfung für Leihbestellungen und zum zweiten den Nachweis von Volltexten im Fernleihkatalog, siehe Netbib Weblog.

Auch in diesem Jahr gab des eine wunderschöne bibliothekarische Weihnachtsgeschichte von Rainer Pörzgen: Der Doktorand.

Und weil sich Lesewolke die Moral von der Geschichte zu Herzen nimmt, endet die Reihe „Gelesen in Biblioblogs“ mit der 50. Kalenderwoche und ist erst im Januar mit einer neuen Folge wieder da. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine wunderschöne Weihnachtszeit! 🙂

Illustration: Dörte Böhner (veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung) => Noch mehr weihnachtliche Statements von der Bibliothekarin gibt es im Adventskalender bei Bibliothekarisch.de.

Written by lesewolke

16. Dezember 2013 at 10:00

Gelesen in Biblioblogs (17.KW’13)

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Der Artikel mit einer öffentlichen Kritik über die „Studie: Ursachen und Gründe zur Nichtnutzung von Bibliotheken“ (April 2012) in der Zeitschrift BuB (auch online) sorgte für viel Diskussionstoff in der Inetbib (siehe auch Netbib sowie Update 30.4.13: Zusammenfassung der Diskussion bei Bibliothekarisch.de). Blogleser mag diese Aufregung ein Jahr nach Erscheinen der Studie überrascht haben. Denn Karsten Schuldt bemängelte in Bibliotheken als Bildungseinrichtung schon Ende April 2012 ausführlich Qualität & Nutzen dieser Nichtnutzerstudie (meiner Meinung nach treffender als der BuB-Artikel). Eine Empfehlung auf den letzteren Beitrag gab es auch im Plan3t.

Martin Kramer besuchte eine Veranstaltung aus der Reihe “geeks@cologne” in der Stadtbibliothek Köln mit Themen aus der aktuellen Forschung. Der Bericht in Martins Blog zeigt, wie Bibliotheken heute auch präsent sein können.

Über ein Augmented Reality Game in der Toronto Public Library berichtete NRW-Blog. Die Idee basiert auf dem Roman „Fahrenheit 451„, welcher in einem fiktiven Land spielt, wo es verboten ist, Bücher zu lesen und zu besitzen. In dem Spiel der Bibliothek ruft man zum Widerstand auf und stellt den Lesern Aufgaben.

Während die Angebote (auch zur Bildung) im Internet immer zahlreicher werden, und immer mehr Menschen dieses nutzen, zieht bereits ein neues Problem auf. Bisher war es egal, welche Inhalte man über die Internetverbindung nutzen wollte, könnte das ein Ende haben und die Kosten von der Anwendung abhängen, Stichwort Netzneutralität (ausführlich bei Netzpolitik.org erklärt, siehe auch Text & Blog mit kurzem Video). Unter anderem über die gesellschaftlichen Probleme, die durch eine Begrenzung des Downloadvolumens erst geschaffen werden, bloggte Christoph Deeg im Kulturbeutel:

Wenn die Telekom beginnt, die Internetgeschwindigkeit zu drosseln, dann erdrosselt sie letztlich das Weiterkommen unserer Kultur. Sie spaltet unsere Gesellschaft in zwei Gruppen: diejenigen, die es sich leisten können, die digitale Welt zu nutzen, mit ihr zu arbeiten, sich weiter zu bilden, sich zu vernetzen etc. und diejenigen, die ausgesperrt sind.“

KatalogschrankHektor Haarkötter widmete einen ausführlichen Beitrag bei Telepolis der Geschichte der Zettelkästen. Schon vor der Erfindung des Computers versuchten Menschen und Bibliotheken die wachsende Menge an Informationen zu verwalten (via Infobib). Demnach versuchte Gottfried Freiherr van Swieten, Bibliothekar der Wiener Hofbibliothek, mittels Zetteln und 7 Helfern, denen er die schriftliche Anleitung „Unterricht und Anweisung für diejenigen, so die Titel und Bücher abschreiben sollen“ gab, Ordnung in die Bücher zu bringen. Auch aus ökonomischen Gründen machte man sich dann einfach nicht mehr die Mühe, alle Inhalte von den Zetteln in Bücher zu übertragen. Und so wurde er zum ersten Zettelkatalog in einer Bibliothek. Wirklich eine schöner Beitrag anläßlich der Marbacher Ausstellung „Zettelkästen. Maschinen der Phantasie“.

Ben Kaden sah sich ein paar Bücher an, in denen Bibliothekarinnen & Bibliothekare eine Rolle spielen und die man trotzdem eher selten in Bibliotheken findet, nämlich erotische bzw. pornographische Literatur. Dabei bemängelte er im Libreas Blog, dass den meisten Werken Einfallsreichtum und Sinnlichkeit fehlt.

Und so lange wir noch alle Youtube schauen können, hier der Link auf einen Beitrag bei Bibliothekarisch.de mit dem Video des Harlem Shake in der Universitätsbibliothek Greifswald. 😉

Gelesen in Biblioblogs (13.KW’13)

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Wer wissen möchte, an welchen Themen die Doktoranden der Informationswissenschaften gerade forschen, schaut in die Zusammenfassung des Doktorandenworkshops der Tagung ISI 2013.

Die IFLA beschäftigte sich mit der Problematik der Nutzung und Ausleihe elektronischer Medien in Bibliotheken und hat dafür eine eigene Internetseite eingerichtet (via NRW-Blog). Ein Hintergrundpapier (auch in dt. Sprache) fasst die aktuelle Lage zusammen.

Über die Entspannungszone der Sächsischen Landes- und Universitätsibibliothek Dresden berichtete DNN online. Die recht ungewöhnlichen Möbel hat ein Dresdner Design-Büro entworfen (via Netbib).

In der Reihe der beliebten Erklärvideos von Explanity erfährt man nun auch, was sich hinter Open Content verbirgt (via Bibliothekarisch.de).

Einen Leitfaden von Facebook mit Tipps zur Präsenz für Non-Profit-Organisationen findet man auf der Seite von  ZBW-Mediatalk.

Google feiert seinen 15. Geburtstag. Und auch wenn uns der Suchmaschinenriese mit seinen großen Datensammlungen manchmal nicht geheuer ist, die meisten lieben und nutzen die einfache Handhabung und die Trefferlisten. Auf Bibliothekarisch.de ist ein Video zur Geschichte von Google eingebunden.

Über das Bloggen schrieb Schneeschmelze. Auslöser war ein Beitrag von Sascha Lobo, der sich darüber ärgerte, dass die Schreiber im Netz doch so wenig Einfluss haben und das Leistungsschutzrecht nicht verhindern konnten.

Das Wegateam bietet E-Learning-Kurse für BibliothekarInnen an. Der neueste Kurs heißt „Pressearbeit in Bibliotheken“ (via Fortbildung in Bibliotheken). Zum Thema „Lernen in der digitalen Gesellschaft“, einer Veranstaltung der Internet & Gesellschaft Co:llaboratory, ist eine ausführliche Online-Dokumentation erschienen (via NRW-Blog).

Bibliothekarinnen sind inzwischen auch Heldinnen in E-Books. Library Mistress hat einige Buchtitel zusammen getragen.

Gelesen in Biblioblogs (8.KW’13)

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Eine Idee für eine nutzerfreundliche Kataloggestaltung findet man im Kölner UniversitätsGesamtkatalog KUG. Hier gibt es die nachträgliche Filtermöglichkeit nach ausleihbarer, online verfügbarer bzw. nur einsehbarer Literatur (siehe OpenBibBlog). EconBiz wurde ebenfalls weiterentwickelt und bietet eine visuelle Veranstaltungssuche im Bereich Wirtschaftswissenschaften an (siehe Webis-Blog).

Weil er sich in einem Blogbeitrag von 2010 kritisch über den Verlag Edwin Mellen Press geäußert hat, wurde Dale Askey  wegen Verleumdung verklagt (siehe auch Wisspub.net). Unterstützung aus aller Welt per Online-Petition könnte sicher nicht schaden. So kann man als Verlag natürlich weltweit Schlagzeilen machen. Der Blogbeitrag allein hätte sicher deutlich weniger Aufsehen erregt.

Übrigens hat nun eine Studie festgestellt, dass das geplante Leistungsschutzrecht verfassungswidrig ist, mehr dazu verriet heise.de. Im IUWIS-Blog schätzte Rainer Kuhlen den Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes und des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes ein. Obwohl man sich bemühte, die Position wissenschaftlicher Autoren zu stärken und eine Regelung für verwaiste Werke zu finden, gehen die Verbesserungen doch nicht weit genug (siehe auch Inetbib).

KRIBIBI, der „Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ wurde 30! Herzlichen Glückwunsch! Dazu gibt es einen ausführlichen Artikel in den Mitteilungen der VÖB 65 (2012) Nr. 3/4, der auch bei E-LIS online ist (via VÖBBlog).

„Köln ist seiner Zeit voraus“ meinte die Zukunftswerkstatt. Und das ist nicht übertrieben, denn die Stadtbibliothek bietet nun einen öffentlichen 3D-Drucker an. Doch das ist nicht alles. Die Bibliothek will einen Makerspace einrichten, dessen Eröffnung für Juni geplant ist. Dort soll es möglich sein, Schallplatten zu digitalisieren, Podcasts zu produzieren sowie mit iPads zu komponieren (siehe auch Beitrag auf der Internetseite von Köln).

Eine nette Idee, wie man Leuten Lust auf einen Bibliotheksbesuch machten könnte, hatten drei Studierende der Miami Ad School. In den U-Bahnen soll es kleine Stationen geben, die Leseproben verschiedener Bücher für Smartphones anbieten. Falls das Interesse geweckt wurde, kann sich der Nutzer informieren, in welcher nächstgelegenen Bibliothek das Buch verfügbar ist (via DocNews mit Video).

Science Fiction: Libreas betrachtete das Bibliothekswesen aus der literarischen Perspektive. Na dann, ab ins raum:shift[information science]: 10, 9, 8 … .

Der Harlem Shake hat den Planeten Erde erobert und ist inzwischen auch in Bibliotheken angekommen.  😉 Warum der Erfolg gerade daher rührt (ähnlich wie beim Gangnam Style), dass die Urheber NICHT auf ihre Rechte pochen, erklärte Netzwertig (via Infobib ).

Gelesen in Biblioblogs (50.KW’12)

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Medinfo machte auf den Artikel „The library and the campus visit“ in College & Research Libraries News aufmerksam. Lindsay Miller gibt darin Empfehlungen, wie sich Bibliotheken stärker an Tagen einbringen können, an denen Schüler den Campus besuchen, um sich über die Studienmöglichkeiten zu informieren. Die Campustour sollte genutzt werden, um die Rolle der Bibliothek im Studium vorzustellen. Dazu ist eine gute Vorbereitung nötig: sich in die Organisation der Campustour einbringen, aktuelle Informationen für alle Beteiligten (auch für das Auskunftspersonal), Geschichten, Insidertipps und ein ordentlicher Gesamteindruck.

Tame the Web stellte letzte Woche die provokative These auf, dass Bibliotheken keinen Social-Media-Plan brauchen. Wichtiger wäre es, ständig Neues zu lernen und den eigenen Auftritt dementsprechend zu ändern und anzupassen. Natürlich könnte man auch permanent an dem Plan herumändern, aber das kostet eben auch Zeit. Allgemeine Richtlinien werden jedoch als nützlich angesehen.

Über den ViFa-Workshop im November 2012 in Hannover hat Michael Hohlfeld im Webis-Blog einen ersten ausführlichen Bericht verfasst. Hier wird deutlich, dass wohl noch niemand eine tolle Lösung hat, wie es gelingen könnte, die Portale in den potentiellen Fachkreisen zu etablieren.

Bibliothekarisch.de beschäftigte sich mit der Zeitungskrise und verwies u.a. auf den Artikel “Die Lebenslügen der Digitalen Avantgarde und der Verlage” von Stephan Dörner.

Wer sich für Klosterbibliotheken und deren Digitalisate interessiert, sollte unbedingt den Blogbeitrag von K. Graf bei Hypotheses.org lesen.

Ein echtes Weihnachtsgeschenk machte uns Rainer Pörzgen mit der wundervollen bibliothekarischen WeihnachtsgeschichteDie Weihnachtsfee„. Ein dickes Dankeschön dafür!

Bevor es nun richtig besinnlich wird, heißt es Tanzen üben für Silvester. Diesmal im Gangnam Library Style. Die passenden Videos findet man im VÖBBlog. 😉 An dieser Stelle eines davon:

Damit endet für dieses Jahr die Reihe „Gelesen in Biblioblogs“. Den nächsten Wochenrückblick gibt es dann für die 1. Kalenderwoche 2013. Lesewolke wünscht fröhliche Weihnachen und einen guten Rutsch ins neue Jahr!